Torpedoboot neben einem Schlachtschiff des 1. Geschwaders


Torpedoboot neben einem Schlachtschiff des 1. Geschwaders

Torpedoboot neben einem Schlachtschiff des 1. Geschwaders

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Im Blickpunkt:
  • Münchener Konferenz

    Biografien und Kurzbeschreibungen einiger bedeutender Persönlichkeiten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Hitler, Chamberlain, Petain, Chiang Kai-shek, Tojo, Sikroski u.a. CHAMBERLAIN, Arthur Neville (1869-1940) Britischer Premierminister. Ein wohlmeinender Karriere-Politiker mit hohen Prinzipien, dessen Außenpolitik zusammengefasst werden kann, als ‘Beschwichtigung um jeden Preis’, was zu jener Zeit die Stimmung der großen Mehrheit in einem Land, das unvorbereitet für einen Krieg war, widerspiegelte. Geboren in Birmingham als Sohn von Joseph Chamberlain (1836-1914) verläuft seine Karriere wie folgt: 1915 Oberbürgermeister von Birmingham, Direktor für Wehrdienst 1916-1917, Ministerpräsident 1918, Postminister 1922, Gesundheitsminister 1923, 1924 bis 1929 und 1931, Kanzler der Schatzkammer 1923 bis 1924 und 1931 bis 1937, Premierminister von Mai 1937 bis Mai 1940. Persönlich in die deutsch-tschechoslowakische Krise von 1938 involviert, trifft er sich mit Hitler in Bad Godesberg und München. Erhält den Empfang eines Helden in London nach seiner Rückkehr nach der Unterzeichnung des Münchener Abkommens und prophezeit den ‘Frieden in unserer Zeit’. Er verurteilt streng die deutsche Besetzung der Tschechien im März 1939. Versucht im Sommer 1939 ein Militärbündnis mit der Sowjetunion auszuhandeln und gibt Polen eine feste Garantie auf militärische Unterstützung bei einer Nazi-Aggression. Beschwört am 3. September 1939 die britische Bevölkerung ein, die ‘bösen Dinge’ zu bekämpfen, für welche der Hitlerismus steht. Verurteilt im November 1939 die sowjetische Aggression gegen Finnland und plant eine britische Expeditionsstreitmacht nach Skandinavien zu schicken. Sein scheitern, Finnland zu retten oder Hitlers Invasion von Norwegen – das Unternehmen Weserübung – zu vereiteln, bringt ihm Tadel durch das britische Parlament House of Commons ein und Chamberlain tritt am 10. Mai 1940 zurück. Er wird Präsident des Rates von Mai bis Oktober 1940, bevor er an Krebs am 9. November 1940 stirbt. HITLER, Adolf (1889-1945) Alles über den Führer des Dritten Reichs: PETAIN, Henri Philippe (1856-1951) Französischer Marschall und Chef des französischen Staates. Petain ist eine der am meisten kontroversen Personen in der französischen Geschichte. Er spielte viele wichtige Rollen in seinem langen Leben, der unbezwingbare ‘Retter von Verdun’ 1916, Anwalt der einfachen französischen Soldaten, der ‘Große, Alte Mann von Vichy’ als Marionette von harten französischen Faschisten und zuletzt der senile politische Gefangene auf einer windgepeitschten Atlantik-Insel. Geboren am 24. April 1856, besuchte er die St.Cyr Militärschule 1876 bis 1878 und wird Dozent unter Foch am Ecole de Guerre. 1912 zum Oberst befördert und Korpskommandeur 1914 bis 1915. 1915 übernimmt er das Kommando über eine französische Armee. Übernimmt im Februar 1916 den Befehl über die Verteidigung von Verdun und wehrt wiederholte deutsche Angriffsversuche bis Dezember ab. Im April 1917 zum Chef des französischen Generalstabes ernannt. Im Mai 1917 gelingt es ihm mit durch seinen hervorragenden Umgang mit den Meutereien in der französischen Armee diese zu ersticken. Im November 1918 zum Marschall von Frankreich ernannt. 1920 Vizepräsident des Obersten Kriegsrates, 1922 Generalinspekteur der französischen Armee und befürwortete eine vollständig defensive Strategie. 1925/1926 schlägt er die langwierige Riff-Rebellion in Marokko nieder. 1934 bis 1938 enge Kontakte zu faschistischen französischen Politikern. Im März 1939 als Botschafter nach Spanien entstand und auf der Höhe der Krise des französischen Zusammenbruchs im Mai 1940 zurückgerufen. Nachfolger von Reynaud als französischer Ministerpräsident am 16. Juni 1940 und suchte sofort einen Waffenstillstand mit Deutschland und Italien. Chef des französischen Staates am 10. Juli 1940, mit Vollmachten welche denen Napoleons nah kamen. Der Amtssitz seiner Regierung wird Vichy im unbesetzten Frankreich und ruft zu einer ‘nationalen Revolution’ auf, welche auf ‘Arbeit, Familie und Vaterland’ gegründet sein soll. Entlässt Laval als Ministerpräsident im Februar 1941, wird aber auf deutschen Druck im April 1942 gezwungen, diesen wieder einzusetzen. Er wird zunehmend schwächer und schwächer, politisch und als Mensch. Am 20. August 1944 durch die Deutschen verhaftet und nach Belfort in Nordost-Frankreich deportiert. Anschließend nach Sigmaringen in Südost-Deutschland. Kehrt im April 1945 freiwillig nach Frankreich zurück und wird mit 14 zu 13 Stimmen durch den Obersten Gerichtshof zum Tode verurteilt. Durch de Gaulle in lebenslängliche Haft auf der Gefängnisinsel Ile d’Yeu im Golf von Biskaya umgewandelt. CHIANG KAI-SHEK (1887-1975) Alliierter Oberbefehlshaber in China. Ein in seiner Jugend bemerkenswerter Soldat, welcher ebenfalls 1937 bis 1945 der japanischen Invasion trotzte. Trotz massiver US-Unterstützung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde seine Herrschaft durch die kommunistischen Streitkräfte Mao Tse-tungs beendet und er wurde 1949 zum Rückzug nach Formosa (Taiwan) gezwungen. Geboren, aufgewachsen und ausgebildet in der Provinz Zhejiang. Er besuchte die Paoting-Militärakademie 1906 und die ‘Vorbereitende Militärakademie’ von Tokio in Japan von 1907 bis 1909. Diente im japanischen 13. Feldartillerie-Regiment von 1909 bis 1911. Er kämpfte 1911 in der chinesischen Revolution. In das Zentralexekutiv-Komitee der Kuomintang-Partei (Nationalisten) gewählt und 1927 zum Oberbefehlshaber der ‘Nördlichen Bestrafungsexpedition’ ernannt. Besiegt den großen Kriegsherrn Wu Pei-fu und erobert Peking 1927/28. 1928 zum Generalissimus und Vorsitzenden des Staatsrates der nationalistischen Regierung in Nanking ernannt. Tritt von allen Ämtern nach einer Rebellion in Süd-China 1931 zurück. 1932 wird er jedoch von einer verzweifelten Regierung nach dem japanischen Angriff auf Schanghai zurückgerufen. Schlägt den kommunistischen Aufstand in der Provinz Fukien nieder. Zwingt 100.000 Kommunisten unter Mao Tse-tung einen quälenden Rückzug über 10.000 Kilometer aus dem Südosten nach Nordwest-China durchzuführen (den ‘Langen Marsch’), dem 92.000 Kommunisten zum Opfer fallen. Weist die japanische Forderung an ihn zurück, eine ‘besondere Stellung’ in Nord-China zu erhalten. Vereinbart einen Pakt mit Mao Tse-tung am 5. Juli 1937, zwei Tage bevor die Japaner in der Nähe von Peking mit ihrem Angriff beginnen. Verzögert den japanischen Vorstoß für drei Monate vor Schanghai von September bis November 1937. Im Dezember 1937 zieht er sich nach Hankow und im Oktober 1938 nach Tschungking zurück. Verbleibt in Tschungking, trotz heftiger japanischer Luftangriffe 1939 bis 1941. Zerschlägt die kommunistische 4. Marsch-Armee im Januar 1941 und bricht damit dem Pakt vom Juli 1937. Verwendet 1942 bis 1945 einen kostbaren Teil der amerikanischen Waffenlieferungen, welche mit großem Aufwand über den Himalaja eingeflogen wurden, für die Blockade von Maos Streitkräften. Zwingt US-Präsident Roosevelt dazu, Stillwell als Militärberater im Oktober 1944 abzuberufen. Sein Ansehen und militärische Machtbasis in Süd-China wird durch die japanische Offensive von April 1944 bis Januar 1945 schwer erschüttert. Befiehlt vorsichtige Gegenangriffe gegen die sich im Sommer 1945 mehr …

  • 3D-Modell Mitsubishi A6M5 Reisen

    Legendäres japanisches bordgestütztes Jagdflugzeug Mitsubishi A6M Zero. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Die Zero Mitsubishi A6M2, A6M3, A6M5 (Zero-Sen, Reisen, Zeke). Typ: einsitziges bordgestütztes Jagdflugzeug (später auch Jagdbomber und Kamikaze-Flugzeug). Mitsubishi A6M2 Zero-Sen ZERO – das Symbol japanischer Luftmacht und die Bezeichnung, unter der Freund und Feind eines der herausragendsten Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkrieges kennengelernt hatten. Die Mitsubishi A6M Zero war den gesamten Pazifik-Krieg über im Einsatz, vom Angriff auf Pearl Harbor bis zum letzten Kamikaze-Einsatz des Zweiten Weltkrieges. Zu Beginn schien die Zero unbesiegbar zu sein, aber das Flugzeug wurde schließlich von neueren alliierten Typen übertroffen und trotz kontinuierlicher Verbesserungen hat die Mitsubishi A6M nie mehr wieder die Leistung ihrer späteren Gegner erreicht. Mehr Zeros wurden im Laufe des Kriegers gebaut, als von jedem anderen japanischen Flugzeug. Die Gesamtzahl von 11.283 dieser Jagdflugzeuge kam aus den Fabriken in verschiedenen Versionen zwischen März 1939 und August 1945. Während dieser langen Karriere wurde die Zero in Japan so berühmt wie die Spitfire in England oder die Messerschmitt Bf 109 in Deutschland. Die Mitsubishi A6M war auch der erste bordgestützte Jäger, welcher von Flugzeugträgern aus eingesetzt wurde und dabei seine landgestützten Zeitgenossen in der Leistung übertraf. Der Entwickler der Zero, Jiro Horikoshi, begann mit der Arbeit an dem Entwurf im Frühsommer 1937 als Antwort auf eine japanische Marine-Spezifikation für einen bordgestützen Jäger, welcher die Mitsubishi A5M ersetzen sollte, welche sich zu dieser Zeit in Dienst befand. Die Firmen Mitsubishi und Nakajima wollten beide den Auftrag, aber Nakajima zog sich nach ein paar Monaten mit der Begründung zurück, dass die Spezifikation nicht erfüllt werden könnte. Die Spezifikation waren zuvor im Oktober 1937 im Lichte der Kampferfahrung in China mit dem Vorgängermodell geändert worden. Das neue Flugzeug sollte eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 500 km/h in einer Flughöhe von 4.00 Metern haben und eine Höhe von 3.000 Metern in 9,5 Minuten erreichen. Die Reichweite sollte 8 Stunden bei Marschgeschwindigkeit mit Zusatztanks sein oder zwei Stunden bei Kampfgeschwindigkeit. Zudem war eine kurze Startstrecke für den Einsatz von Flugzeugträgern gefordert und die Manövrierfähigkeit sollte zumindest gleich sein wie bei der Mitsubishi A5M. Dazu sollte die Bewaffnung aus zwei 20-mm-Kanonen, zwei 7,7-mm-Maschinengewehren und zwei 60-kg-Bomben bestehen. Der erste Prototyp, angetrieben von einem 780 PS Mitsubishi Zuisei 13 Umlaufmotor, machte seinen Erstflug am 1. April 1939. Seine Leistung war schon beim ersten Testflug hervorragend. Der dritte Prototyp wurde mit einem 940 PS Nakajima NKIC Sakae 12 Motor ausgestattet und die Leistung verbesserte sich weiter. Die ersten Exemplare der ursprünglichen Version A6M2 beendeten ihre Testflüge im Juli 1940 und zwei Monate später machte die Zero ihr Debüt in China. Da nach dem japanischen Kalender das Jahr 1940 als Jahr 5700 geführt wurde, erhielt das neue Flugzeug den Namen Zero-Sen, was den letzten beiden Ziffern ’00’ der Jahreszahl entspricht. Als Japan in den Krieg zog, war die Mitsubishi A6M2 Zero der führende bordgestützte Jäger der Marine. Das Flugzeug war den alliierten Jägertypen dieser Zeit überlegen, vor allem an Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit. Die Zero war sehr leicht und selbst die späten Modelle wogen voll beladen nur rund 2.700 kg, was die Hälfte des Gewichts der vergleichbaren britischen und US-Jäger war. Deshalb reichte der nur 1.146 PS starke Motor völlig aus und ihr Konstrukteur Jiro Horokoshi war selbst in Amerika bekannter als alle Konstrukteure von US-Jägern. Für die amerikanischen und britischen Piloten waren die Zeros eine unangenehme Überraschung, da die Verantwortlichen das vorherige Auftreten der Flugzeuge über China offensichtlich überhaupt nicht wahrgenommen hatten. Dabei hatte General Claire Chennault, der Befehlshaber der freiwilligen amerikanischen Piloten der Flying Tigers, welche mit US-Jägern vom Typ Curtiss P-40 ausgerüstet waren, Washington vor dem japanischen Jäger gewarnt, welcher jeden Gegner besiegte. In Washington und London war man jedoch von der eigenen Überlegenheit überzeugt und war sich sicher, dass die japanischen Jagdflugzeuge nur minderwertige Kopien westlicher Flugzeuge wären. Bis zum japanischen Kriegseintritt im Dezember 1941 waren über 400 Mitsubishi A6M2 ausgeliefert worden. Die Zero leistete einen entscheidenden Beitrag zu Japans frühen Erfolgen in diesem Krieg und von Pearl Harbor bis zur Schlacht von Midway im Juni 1942 dominierte der Mitsubishi-Jäger den Himmel über dem Pazifik. Vor allem die Zero ermöglichte es den Japanern, innerhalb von nur drei Monaten ein größeres Gebiet der Erde zu erobern, als dies je irgendeine andere Streitmacht zuvor erreicht hatte. Das Flugzeug erhielt von den Alliierten den Code-Namen ‘Zeke’, da man es kaum abschütteln konnte. Trotzdem war es für die alliierten Piloten einfach nur die ‘Zero’. Eine weitere Besonderheit der Zero war die unglaubliche Reichweite. Da die japanischen Flottenträger alle zum Angriff auf Pearl Harbor eingesetzt wurden, gab es für die Unterstützung des japanischen Vorstoßes nach Süden über die Philippinen eigentlich keinen Jagdschutz. Aber die Zero-Piloten, angeführt vom Jagdflieger-Ass Saburo Sakai, schafften es den Treibstoffverbrauch beim Anflug zu halbieren, sodass sie die amerikanischen Stützpunkte auf den Philippinen aus einer Entfernung von 1.920 km von Formosa aus angreifen konnten. Damit konnten die Amerikaner eigentlich nicht rechnen und so schafften es die Japaner, gleichzeitig Pearl Harbor und die Philippinen mit starken Streitkräften überraschend anzugreifen. Der Wendepunkt kam dann allerdings in der Schlacht von Midway, als die Japaner neben ihren vier großen Flugzeugträgern auch viele Zeros mit ihren durchtrainierten Piloten verloren. Es gab Schwierigkeiten, neben den natürlich nahezu unersetzlichen Trägern, die Flugzeuge und vor allem die Piloten gleichwertig zu ersetzen. Gleichzeitig wurden die Alliierten zahlenmäßig immer stärker und führten neue, überlegene Flugzeuge ein. Die zweite Hauptversion der Zero war die A6M3, welche zur Zeit der Schlacht von Midway in den Einsatz ging. Diese Version hatte einen stärkeren Motor und eine stärkere Bewaffnung. Aber auch die neue A6M3 fand ihren Meister in den amerikanischen F4U Corsair und F6F Hellcat. Animation 3d-Modell Mitsubishi A6M2 Zero Mitsubishi A6M5 Reisen Obwohl die A6M3 ein nahezu ideales Jagdflugzeug war, mit der ursprünglich großen Manövrierfähigkeit der A6M1 und der höheren Geschwindigkeit der Mitsubishi A6M2 Zero, zwang das Auftreten der neuen Generation von US-Jägern mit 2.000-PS-Motoren, wie der Corsair, Hellcat, P-47 Thunderbolt, P-51 Mustang oder P-38 Lightning, die Zero zu verbessern. Dies wurde realisiert mit der Mitsubishi A6M5 Reisen, mit mehr …

  • Browning Modell 1919A4

    Browning M1917 und M1919-Maschinengewehre. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Browning M1917, M1919 Typ: Schweres Maschinengewehr. Browning M1917 Mit den Arbeiten an seinem ersten Maschinengewehr hatte John Moses Browning bereits 1889 begonnen, als die amerikanischen Streitkräfte immer noch auf der durch eine Handkurbel betriebenen Gatling-Gun angewiesen waren und als Maxim sein durch Rückstoß arbeitendes Maschinengewehr patentiert hatte. Aus diesem Grund musste Browning für sein erstes Maschinengewehr noch auf einen Gas-Mechanismus zurückgreifen. Die ersten seiner Maschinengewehre Colt-Browning Model 1895 gingen mit dem US-Marine-Korps beim Feldzug auf Kuba 1898 in den Einsatz. Einige wurden auch an Belgien und Russland verkauft, aber bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs war das Modell 1895 bereits veraltet. Trotzdem wurden von der Firma Colt noch etwa 100.000 Stück während des Krieges gebaut. Von diesen wurden aber nur wenige von den US-Streitkräften verwendet, aber von Belgien und Russland wurden sie eingesetzt. Einige der russischen Exemplare wurden sogar 1941 noch von der Roten Armee verwendet. Sobald sich das Colt-Browning Modell 1895 Maschinengewehr in der Produktion befand, begann Browning mit der Arbeit an einer neuen, nach dem Rückstoß-Prinzip arbeitenden, Waffe. Zum Nachteil Brownings hatten die amerikanischen Militärbehörden zu dieser Zeit kein Interesse in weiteren Maschinengewehren, da sie annahmen, dass sie schon genug davon hätten und die verfügbaren Gelder knapp waren. Browning reichte das Patent für das neue Maschinengewehr schon 1901 ein, hatte aber erst 1910 genügend finanzielle Mittel, um einen Prototyp zu bauen. Er konnte zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht das Interesse des US-Militärs erwecken. So passierte bis 1917 praktisch nichts, als die US-Army im Februar 1917 endlich aufwachte, dass womöglich ein Krieg auf sie zukam und es praktisch so gut wie keine Maschinengewehre gab. Schließlich konnte Browning nun endlich seine neuen Waffen – darunter auch das BAR – vorführen. Hier zum leichten Browning-Maschinengewehr BAR Das US-Kriegsministerium konnte sich aber zu keiner Entscheidung durchringen und im April 1917 befanden sich die USA plötzlich mit nur wenigen modernen Waffen und noch weniger einsetzbaren Maschinengewehren im Krieg. Im folgenden Monat führte Browning das M1917 noch einmal vor und verfeuerte spektakulär 20.000 Schuss ohne Unterbrechung. So wurde das ‘neu entdeckte’ Browning-Maschinengewehr innerhalb kürzester Zeit als Machine-Gun Caliber .30 M1917 in die Massenproduktion genommen und ein Vertrag über 45.000 Stück vereinbart. Äußerlich ähnelte das M1917 anderen Maschinengewehren dieser Zeit, insbesondere dem Vickers-Maschinengewehr. Jedoch war das M1917 völlig unterschiedlich, da es einen Mechanismus verwendete, der als ‘kurzes Rückstoßsystem’ bezeichnet wird. Dort drückt die Rückstoßkraft, welche beim Zünden der Patrone erzeugt wird, den Lauf und den Verschlussblock zurück zum Ende der Waffe. Nachdem beide, Lauf und Verschlussblock, über eine kurze Entfernung zurückgedrängt worden waren, wird deren Bewegung angehalten und ein Schwenkhebel als Beschleuniger drückt den Bolzen nach hinten. Während dieser Bewegung führen eine Reihe von Nocken auch zu einer Weiterbewegung des Gurtmechanismus, welcher eine weitere Patrone in die Kammer bringt. Eine Rückholfeder drückt nun den Bolzen wieder nach vorne auf den Lauf und feuert die Patrone ab und der ganze Prozeß beginnt wieder von vorne. Dieser grundsätzliche Mechanismus wurde für alle weiteren Entwürfe von Browning-Maschinengewehren beibehalten, von den luftgekühlten 7,62-mm bis zu den großen 12,7-mm-M2-Waffen. Abgesehen von der internen Mechanik war ein weiterer Punkt, welcher das M1917 von dem britischen Vickers-MG unterschied, der Feuergriff, denn das Browning-Maschinengewehr hatte einen Pistolengriff und einen konventionellen Auslöser. Eine nähere Betrachtung der beiden Typen von Maschinengewehren führt noch zu vielen weiteren Unterschieden, aber der Pistolengriff im Browning ist das am offensichtlichsten erkennbare Unterscheidungsmerkmal. Das M1917 wurde in mehreren Fabriken sofort in die Produktion genommen und es wurde in solchen Mengen hergestellt, dass bis zum Ende des Ersten Weltkrieges nicht weniger als 68.000 fertig wurden. Nicht alle von diesen erreichten die Truppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, aber nach 1918 wurde das M1917 zum amerikanischen Standard-Maschinengewehr und blieb bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst. Nach 1918 wurden durch die Kampferfahrungen in Frankreich geringfügige Veränderungen vorgenommen, die jedoch nicht bedeutsam waren. Dazu gehörten eine neue Bodenplatte, verschiedene Teile wurden aus Stahl anstatt aus Bronze hergestellt und es gab ein verbessertes Wasserkühlsystem. Das Ganze wurde nun als M1917A1 bezeichnet. Drastischere Veränderung erfolgten erst kurze Zeit danach, als der Wasser-Kühlmantel vollständig entfernt wurde und das M1919 entstand. Während der Kämpfe 1918 erwies sich der Einsatz des M1917 auf dem Gefechtsfeld als relativ problemlos und trotz der Eile, mit dem es in die Produktion genommen und an die Truppe ausgeliefert wurde, schienen nur wenige Probleme bekannt geworden zu sein. Relativ wenige M1917 erreichten die amerikanischen Fronttruppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, wenn sich auch viele auf dem Weg dorthin befanden. Diejenigen, welche ankamen, wurden intensiv verwendet, da das M1917 eine der wenigen, reinen amerikanischen Waffen der US-Truppen war. Die US-Soldaten hatten sonst nur noch ihre Springfield-Gewehre, einige wenige BAR und andere Ausrüstungsgegenstände, welche sie aus der Heimat erhalten hatte. Es war in dieser Situation gut für ihre Moral, dass sich das M1917 als exzellenter Waffenentwurf herausstellte. Polnisches schweres Maschinengewehr Modell 1930 Die polnischen Streitkräfte entschieden sich für das erprobte Browning M1917A1 als ihr schweres Maschinengewehr. Sie kauften davon zwei Stück und bauten diese praktisch unverändert und ohne Lizenz in der Waffenfabrik Warschau als ihr Modell 1930 nach. Die Waffe war wassergekühlt, auf ein Dreibein montiert und die Munition wurde durch einen Patronengurt eingeführt. Insgesamt wurden davon 7.861 Maschinengewehre hergestellt, von denen der Großteil von den polnischen Armeen im Jahr 1939 bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. Einige waren zuvor aber auch an Rumänien und Spanien verkauft worden. Browning M1919 Die Browning M1919-Serie unterschied sich von der früheren M1917-Serie darin, das der ursprüngliche wassergekühlte Lauf durch einen luftgekühlten Lauf ersetzt wurde. Dieses luftgekühltes Modell war ursprünglich vorgesehen zur Verwendung in den vielen Tanks, welche die Amerikaner bauen wollten. Das Ende des Ersten Weltkrieges führte dazu, dass die Aufträge für dieses Tanks und das Original-M1919-Maschinengewehr annulliert wurden. Aber dieses luftgekühlte Browning wurde zum M1919A1 weiterentwickelt, sowie anschließend zum M1919A2 für die Kavallerie und dann zum M1919A3. Die produzierten Stückzahlen dieser Modelle waren niemals sonderlich groß, aber mit der Vervollkommnung zur Variante M1919A4 in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts änderte sich dies. mehr …

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