Einsatz der 3.7cm PAK 36 zu Beginn des Unternehmens Barbarossa



Einsatz der 3.7cm PAK 36 zu Beginn des Unternehmens Barbarossa

Einsatz der 3.7cm PAK 36 zu Beginn des Unternehmens Barbarossa

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Deutsche Infanterie Strassenkampf

    Organisation der Formationen und Verbände der deutschen Wehrmacht vom Polenfeldzug 1939 bis zum Unternehmen Barbarossa 1941. Im März 1939 wurde zur Operationskontrolle der deutschen Streitkräfte das Oberkommando der Wehrmacht – oder kurz OKW – gegründet, dessen Chef Generaloberst Keitel war. Das Heer wurde vom Oberkommando des Heeres – kurz OKH – mit seinem Generalstab geführt. Oberbefehlshaber der Wehrmacht, also aller deutschen Streitkräfte, war Adolf Hitler. Spitzen-Organisation Das Deutsche Reich war 1939 in dreizehn geografische Wehrkreise eingeteilt, wovon jeder die Mannschaften für eine Anzahl von Divisionen und die Heimatstandorte der Regimenter stellte. Zum Zeitpunkt der Mobilisation am 26. August 1939 verfügte das deutsche Heer über 51 Divisionen: 35 Infanterie-Divisionen, 4 motorisierte Infanterie-Divisionen, 5 Panzer-Divisionen und eine Panzer-Brigade, 4 Leichte Divisionen und 3 Gebirgs-Divisionen. Siehe auch: Wehrmacht Kriegsgliederung Polen-Feldzug 1939. Nach der Mobilisation wurde dieses Friedensheer durch 16 Reserve-, 21 Landwehr- und 14 Ergänzungsdivisionen verstärkt. Zudem wurde bis zum Westfeldzug im Mai 1940 die Anzahl der Panzer-Divisionen auf 10 verdoppelt, vor allem, indem eine Reihe der Leichten Divisionen umgewandelt wurden. Die wichtigsten Formationen in der deutschen Armee war die Division, welche aus einem der fünf Grundtypen bestand: Infanterie-, motorisierte Infanterie-, Panzer-, Leichte oder Gebirgs-Divisionen. Die Infanterie-Divisionen Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten in Bezug auf Größe, Organisation und Ausrüstung, was von der Verfügbarkeit an Menschen und Material und ihrer geplanten Verwendung im Feld abhängig war.   Die 35 Divisionen, welche als Teil der ursprünglichen Welle aufgestellt wurden, hatten noch eine Gesamtstärke von fast 18.000 Mann, während die der nachfolgenden Welle etwa 15.000 Mann stark waren. Die mit der dritten und vierten Welle aufgestellten Divisionen hatten deutlich weniger Artillerieunterstützung als die vorausgegangenen Formationen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimenter (jeweils ca. 3.000 Mann) und einem Artillerie-Regiment, sowie unterstützenden Divisionseinheiten, wie die Panzerabwehr-, Nachrichten- und Aufklärungs-Abteilung, sowie Ambulanz- und Versorgungsdienste, das Pionier-Bataillon und ein Feldersatz-Bataillon. Im Gegensatz zur Praxis in den meisten anderen Armeen, waren das Pionier-Bataillon und die Aufklärungs-Abteilung auch Kampfeinheiten und führten mit Flammenwerfern und Panzerabwehr-Kanonen oft sogar die Angriffe an. Die Abteilung war in der Wehrmacht eine Formation in unterschiedlicher Stärke, irgendwo zwischen einem Regiment, Batterie oder Schwadron. Ein weiteres Merkmal der deutschen Armee war die Dezentralisierung von schweren Waffen innerhalb der Division, sodass jedes Regiment seine eigene Panzerabwehr- und Infanteriegeschütz-Kompanien hatte. Das Infanterie-Regiment besaß sein eigenes Hauptquartier mit einer Stabskompanie und einen Melder-, Fahrrad- und Pionier-Zug. Im Infanterie-Bataillon gab es drei Schützen-Kompanien (etwa 180 Mann mit einem Panzerabwehr-Zug), eine Maschinengewehr-Kompanie mit drei Maschinengewehr-Zügen (jeweils 12 Mann und zwei schwere Maschinengewehre) und einen schweren Granatwerfer-Zug mit drei Gruppen zu je 19 Mann mit zwei 8,1-cm-Granatwerfern. Die Aufteilung des Bataillons in eine Maschinengewehr- und drei Schützen-Kompanien erfolgte nur in Infanterie-Divisionen der ersten Welle, während die Divisionen nachfolgender Wellen über gemischte Kompanien verfügten.   Die Feuerkraft des Regimentes bestand aus: 26 schweren Maschinengewehren, 85 leichten Maschinengewehren MG 34, 18 8,1-cm-Granatwerfern, 27 5-cm-Granatwerfern, 12 3,7-cm PAK 36 Panzerabwehrkanonen, 6 7,5-cm-Infanteriegeschützen und 2 15-cm-Infanteriegeschützen. Das Artillerie-Regiment war in drei Feldartillerie-Abteilungen mit je drei Batterien aus je vier Feldgeschützen 105 mm leFH 18 gegliedert. Die Mittlere Artillerie-Abteilung war ursprünglich keine Divisionseinheit, welche nur dem Artillerie-Regiment zur Verfügung gestellt wurde. Später wurde sie jedoch ein fester Bestandteil der Infanterie-Divisionen der ersten Welle. Motorisierte Infanterie-Divisionen Die motorisierten Infanteriedivisionen sollten mit den schnell vorstoßenden Panzer-Divisionen Schritt halten und waren daher komplett mit Kraftfahrzeugen ausgestattet. Beim Polenfeldzug gab es vier motorisierte Infanterie-Divisionen, jede aus drei Infanterie- und einem motorisierten Artillerie-Regiment. Nach dem Feldzug verloren sie jedoch ihr drittes Infanterie-Regiment, da mit diesen zusätzliche Panzer-Divisionen gebildet wurden. Artillerie-Verbände Zusätzlich zur Divisions-Artillerie, welche zudem sich bei jeder Division in Ausstattung und Organisation unterscheiden konnte, verfügten noch Armeen und Korps über ihre eigenen, zusätzlichen Batterien aus mittlerer und schwerer Artillerie.   Diese Batterien konnten in der Kaliber-Größe von der 88-mm-Flak bis zum gigantischen 60-cm-Belagerungsmörser auf Selbstfahrlafette, dem Karl-Mörser auftreten. Je nach Bedarf wurden diese Artillerie-Batterien bei Schwerpunkten der Schlacht von den höheren Stäben eingesetzt bzw. unterstellten Einheiten zur Verstärkung zugeteilt. Die meisten schweren Flugabwehr-Batterien standen unter dem Kommando der Luftwaffe, wurden aber dem Heer für besondere Aufgaben zugeteilt. Panzer-Divisionen Die Panzer-Division während des Polen- und Westfeldzuges bestanden aus zwei Panzer-Regimentern mit je zwei Bataillonen zu vier Kompanien mit je 32 Panzern. Dies ergab auf dem Papier insgesamt 561 Panzer, einschließlich Reserve- und Stabsfahrzeuge. Praktisch belief sich die Panzerstärke zum Zeitpunkt der Mobilisation aber deutlich unter dieser Sollstärke und war durchschnittlich etwa 320 Fahrzeuge stark.   Die Division war mit einer Kombination aus leichten Panzern der Typen PzKpfw I und PzKpfw II, welche nur mit Maschinengewehren bzw. mit einer 2-cm-Schnellfeuerkanone bewaffnet waren, tschechischen PzKpfw 35(t) und 38(t) und einigen modernen, mittleren Panzern der Typen PzKpfw III und PzKpfw IV ausgestattet. Dazu verfügte jede der Panzer-Divisionen über zwei vollständig motorisierte Infanterie-Regimenter, die ab 1942 in Panzergrenadiere umbenannt werden sollten. Das Aufklärungsbataillon war mit Panzerspähwagen und Kradschützen ausgestattet und die Division verfügte auch über ein eigenes, motorisiertes Bataillon für Nachrichtenübermittlung und andere Dienste. Der Erfolg der deutschen Panzerformationen bei den Blitzkriegen lag nicht in der Qualität ihrer Panzer, die in mancher Hinsicht denen ihrer Gegner von 1940 bis 1942 unterlegen waren, sondern in der organisatorischen und taktischen Überlegenheit. Dies ermöglichte es den deutschen Panzer-Divisionen, die scharfe Klinge des Heeres zu sein. Leichte Divisionen Die ursprünglichen Leichten Divisionen, die 1937 und 1938 aufgestellt wurden, waren motorisierte Kavallerie-Formationen, die in ihrer Organisation variierten. In der Regel verfügten sie jedoch über ein leichtes Panzer-Bataillon, ein oder zwei Regimenter berittener Infanterie mit jeweils zwei oder drei Bataillonen, ein motorisiertes Artillerie-Regiment mit 24 105 mm leFH, ein Panzerabwehr-Bataillon mit 36 3,7-cm PAK 36 und 12 2-cm Flak 38 und ein motorisiertes Aufklärungs-Bataillon oder ein Aufklärungs-Regiment mit Panzerspähwagen. Für einen Divisions-Verband waren sie nicht ausreichend bewaffnet und gepanzert und nach dem Polenfeldzug wurden sie zu Panzer-Divisionen aufgestockt. Anfang 1940 wurden aber wieder vier Infanterie-Divisionen zu ‘Leichten Division’ umgebildet, wenn auch ihre Struktur eher die von einer Infanterie-Division war. Gebirgs-Divisionen Die drei Gebirgs-Division waren ähnlich wie die üblichen Infanterie-Divisionen organisiert, obwohl ihre Organisation im Feld je nach Umständen unterschiedlich war. Die typische Stärke waren zwei Infanterie-Regimenter, jedes mehr …

  • Zeppelin Staaken R VI

    Schwerer deutscher Bomber Zeppelin Staaken R-Serie ‘Gigant’ aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Zeppelin-Staaken R-Serie ‘Gigant’ Typ: Schwerer Bomber. Geschichte Mehrere deutsche Hersteller produzierten Riesenflugzeug während des Ersten Weltkrieges und die erfolgreichsten von ihnen – wenn auch nicht die größten – waren die von den Zeppelin-Werken in Staaken produzierten. Vor seinem Umzug nach Staaken Mitte 1916 wurde das für diese Flugzeuge zuständige Entwicklungsbüro bei den Versuchsbau-Werken Gotha-Ost gegründet und mit dem ersten Entwurf wurde schon im November 1914 begonnen. Die war die V.G.O.I, welche zum ersten Mal am 11. April 1915 flog, angetrieben von drei 240-PS-Maybach-MbIV-Motoren. Einer dieser Motoren, welcher in der Nase montiert war, hatte einen Zugpropeller, während die anderen zwei, von denen je einer auf einer Seite in der Mitte zwischen die Flügel montiert war, jeweils einen Druckpropeller antrieben. Vor jedem der in den Flügeln angebrachten Motorgondeln befand sich ein kleines Cockpit, in dem ein Zwillings-Maschinengewehr untergebracht war. Die Bezeichnung des Flugzeuges wurde anschließend auf R.M.L.I geändert und es wurde von der deutschen Marine für Einsätze über der Ostfront verwendet, wo es später durch eine ähnliche, zweiten Maschine – der V.G.O.II – unterstützt wurde. Beide Flugzeuge waren ab Ende 1916 bei der Rfa 500 (Riesenflugzeug-Abteilung) im Einsatz, waren aber deutlich untermotorisiert. So kehrte V.G.O.I später nach Staaken zurück, wo das Flugzeug mit fünf 245-PS-Maybach-Motoren, davon zwei in jeder Motorgondel an den Flügeln, nachgerüstet wurde. Allerdings wurde es später bei einem Absturz zerstört. Ein alternativer Versuch, um die für die großen Flugzeuge notwendige Leistung zu erzielen, resultierte im Bau von V.G.O.III, welcher später, nach der Einführung der R-Serie, als R III bezeichnet wurde. In dieses Flugzeug wurden sechs 160-PS-Mercedes-DIII-Motoren eingebaut. Zwei von diesen Motoren wurden jeweils als ein Paar in jeder Gondel eingebaut, um einzelne Druckpropeller anzutreiben, während die anderen zwei Stück nebeneinander in der Nase montiert wurde, um den Zugpropeller zu betreiben. Die Bewaffnung wurde auf fünf Maschinengewehre erhöht. Das erste Flugzeug dieser Reihe, welches die R-Bezeichnung von Anfang an hatte, war der Zeppelin Staaken R IV, welcher grundsätzlich die Flugzeugzelle des V.G.O.III hatte, aber wo die Motoren in den Gondeln gegen vier 220-PS-Mercedes-BzIV ausgetauscht wurden. Bis zu sieben Maschinengewehre wurden von der R IV getragen, welche im Juli 1917 erstmals über der Ostfront eingesetzt wurde. Bis September wurde das Flugzeug an die Westfront verlegt und bei Bombenangriffen auf England eingesetzt. Im Jahr 1916 begann ebenfalls die Arbeit an dem jeweils einzigen Exemplar des R V und R VII, welche beide durch jeweils fünf 240-PS-MbIV-Motoren angetrieben wurden. Ein einziger von diesen befand sich in der Nase, während sich jeweils ein Paar in jeder Außengondel befanden. Die MG-Stände wurden in den hinteren Teil der Gondeln verlegt. Ein fünftes Maschinengewehr wurde im sogenannten ‘Schwalbennest’ über dem Mittelteil installiert. Die R V und R VII unterschieden sich hauptsächlich in der Verspannung der Heckflossen. Das erste Modell wurde für den Dienst im September 1917 übernommen und 1918 gegen London eingesetzt, während das zweite Flugzeug bei der Überführung zur Ablieferung im August 1917 bei einem Unfall zerstört wurde. Die einzige Zeppelin Staaken R-Serie, welche in die Serienproduktion gelangte, war R VI. Achtzehn Zeppelin Staaken R VI ‘Gigant’ wurden fertiggestellt, davon einer von Zeppelin-Staaken, sechs von Aviatik, vier von O.A.W. und sieben von Schütte-Lanz. Fünfzehn von diesen wurden von vier 260-PS-Mercedes-DIV-Motoren angetrieben, in Tandem-Paaren, wobei jedes einen Zugpropeller und einen Druckpropeller antrieb. Durch den Verzicht auf den Motor in der Nase war es möglich, dort eine Maschinengewehr-Position einzurichten, wo auf einem Ringkranz zwei Parabellum-Waffen montiert waren. Dazu kamen einzelne Rücken- und Unterboden-Stellungen, welche jeweils von einem MG-Schützen an der Rückseite der Flügel besetzt waren. Zwischen diesen MG-Schützen saßen die Piloten nebeneinander in einer verschlossenen Kabine. Die im Jahr 1918 von Aviatik gebauten Flugzeuge hatten vier 245-PS-Maybach-Motoren, wobei die Kabine nach vorne fast bis an die Nase verlängert wurde und eine große, zentrale und vertikale Heckflosse sich anschloss. Der Zeppelin Staaken R VI konnte im internen Bombenschacht in der Mitte des Rumpfes bis zu achtzehn 100-kg-Bomben transportieren. Die maximale Zuladung belief sich auf bis zu 2.000 kg, aber im Durchschnitt wurde nur die Hälfte der maximalen Ladung genutzt. Es konnten auch einzelne Bomben bis zu 1.000 kg Gewicht geladen werden, welche halb-vertieft unter dem Rumpf des Flugzeuges angebracht werden konnten. Die Auslieferung der R VI begann im Juli 1917 und von September an waren sie in ständigen Kampfeinsätzen gegen Ziele in Frankreich und England, eingesetzt von den Einheiten Rfa 500 und Rfa 501. Während aller Kampfeinsätze wurden nur zwei von den Alliierten abgeschossen, allerdings mussten weitere acht bei Unfällen abgeschrieben werden. Zwei R VI wurden versuchsweise mit einem weiteren 120-PS-Motor vom Typ Mercedes DII ausgerüstet, welcher einen Kompressor antrieb, um das Haupttriebwerk zu unterstützen, was dem Bomber eine bessere Leistung in größeren Höhen gab. Giganten über England von September 1917 bis Mai 1918 Als die Briten ihre Luftverteidigung verstärkten, stiegen die deutschen Verluste bei den Tagesbombern an. Die Gotha-Bomber wechselten zu nächtlichen Bombeneinsätzen und wurden bald von den Riesenbombern unterstützt. Diese Bombenangriffe erwischten die Briten unvorbereitet. Nach der bisherigen, umfangreichen Ausbildung ihrer Piloten für Abfangeinsätze bei Tageslicht folgte nun eine umfangreiche Umschulung zur Nachtabwehr. Ironischerweise wurden diese Nachteinsätze zwar den Deutschen durch die britische Verteidigung aufgezwungen, waren aber für den Verteidiger viel mühsamer als für den Angreifer. Ursprünglich hatten die Deutschen gehofft, dass der neue Gotha G.V. eine ausreichende Leistungssteigerung gegenüber dem G.IV bieten würde, sodass die Angriffe bei Tag fortgesetzt werden konnten. Ausgerüstet mit dem gleichen Motor und nur geringen Unterschieden zwischen den beiden Typen, war die Leistungssteigerung jedoch gering. Dementsprechend schnell erfolgte die Umstellung auf Nachtangriffe. Der erste Gotha-Nachtangriff erfolgte am 3./4. September 1917, weniger als zwei Wochen nach dem letzten Tagesangriff. Die britischen Abfangjäger wurden sofort zur Anwendung der frustrierenden Taktik wie gegen die Zeppeline gezwungen, mit der zusätzlichen Herausforderung, dass die Gothas widerstandsfähiger, schneller und viel kleiner und damit schwerer zu treffen waren, was das Abfangen noch schwieriger machte. Noch schlimmer für die Jägerpiloten war, die bisher zum Abfangen von Gotha-Tagesangriffe eingesetzt waren, dass die meisten von ihnen nur eingeschränkte Erfahrungen bei Nachtflügen hatten und mehr …

  • Panzerschiff Admiral Graf Spee

    Die deutsche Kriegsmarine bei Ausbruch des 2. Weltkrieg im September 1939. Kriegsschiffe und Organisation. hier zu Teil I: Flotten 1939 Deutsche Kriegsmarine Der Vertrag von Versailles begrenzte strikt die Größe der deutschen Kriegsmarine und Verbot den Entwurf oder den Bau von U-Booten, Flugzeugträgern oder schwerer Küstenartillerie. Die Größe neuer Kriegsschiffe wurde auf 10.000 Tonnen limitiert. Hitler entschied sich bekanntlich dafür, die strengen Bedingungen des Vertrages zu ignorieren, war aber bestrebt, gute Beziehungen zu England aufrechtzuerhalten. Am 18. Juni 1935 wurde der deutsch-englische Marinevertrag unterzeichnet, welcher die Kriegsmarine auf 35 Prozent der Stärke der englischen Royal Navy begrenzte. Der Vertrag erlaubte es Deutschland in diesem Rahmen alle Schiffsklassen zu bauen, die der Vertrag von Versailles verboten hatte, also auch U-Boote, Flugzeugträger und Schlachtschiffe über 10.000 Tonnen. Ein ehrgeiziges Bauprogramm (der Z-Plan) wurde 1937 gestartet und im September 1939 sah die Kriegsmarine wie folgt aus: Schiffe der deutschen Kriegsmarine Deutsche Handelsflotte: etwa 400 Hochsee-Handelsschiffe (davon mehr als 3/4 in Übersee bei Kriegsausbruch). Einzelbeschreibung von Schiffen der Kriegsmarine: Organisation deutsche Kriegsmarine Die deutsche Kriegsmarine war in drei Waffengattungen unter dem Kommando eines Führers oder Flaggoffizier aufgeteilt. Die Großkampfschiffe befanden sich unter der direkten Kontrolle des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) und dann folgten die Gruppenkommandos. Die Flottillen aus Minenräumern, Patrouillenbooten, Küstenschutzschiffen und Hilfsschiffen aller Art und Größe unterstanden der Marine-Sicherheitsabteilung. Als dritte Waffengattung, welcher die größte Bedeutung zukommen sollte und welche zugleich die größte Bedrohung für die alliierte Schifffahrt werden sollte, war das U-Boot-Kommando. Freiwillige und Wehrpflichtige erhielten ihre Grundausbildung in Schiffsstamm-Regimentern, während die Unteroffiziere ihre Ausbildung in Marineunteroffizierslehrabteilungen erhielten. Eine Reserve aus geschultem Personal wurde in Reserveeinheiten für die Verteilung für den Bedarfsfall bereitgehalten. Die Küsten Deutschlands und der besetzten Gebiete wurden von der Küstenartillerie und Flak-Artillerie-Bataillonen gesichert. Es gab keine Marinesoldaten als solche und Personal für kombinierte Unternehmungen oder Landungseinsätze wurde entweder aus der Schiffsbesatzung oder den Reserveeinheiten herangezogen. Bis Mai 1941 hatte die Stärke der Kriegsmarine 404.000 Mann aller Ränge erreicht. Anders als die meisten anderen Marinen, hatte die deutsche Kriegsmarine keine eigenen Flugzeuge. Ein Luftwaffengeneral wurde als Verbindungsoffizier zum OKM abgestellt und war verantwortlich dafür, die Marine mit den notwendigen Flugzeugen zu unterstützen. Der Führer der Marineluftstreitkräfte war Generalmajor Geissler und sowohl seine Flugzeuge auch als Männer wurden für die speziellen Aufgaben, welche sie durchzuführen hatten, sorgfältig ausgewählt. Der Krieg begann zugleich mit bemerkenswerten Erfolgen und erheblichen Fehlschlägen. U-Boote erzielten ihre ersten großen Erfolge bei der Versenkung des britischen Flugzeugträgers Courageous und dem Schlachtschiff Royal Oak, aber die Magnetminen stellten für die Briten nur einen vorübergehenden Schock dar. Marineverbände spielten bei der Eroberung der polnischen Küstenbefestigungen auf der Westerplatte bei Danzig eine wichtige Rolle und deutsche Schiffe sicherten die Transporte und Anlandungen beim Unternehmen Weserübung in Norwegen. Dazu bedrohten die deutschen U-Boote die britischen maritimen Versorgungslinien. Aber dabei verlor die Kriegsmarine drei wertvolle größere Kampfschiffe und 10 Zerstörer – und die entscheidende Schlacht auf den Meeren sollte erst beginnen. hier zu Teil I: Flottenübersicht 1939

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