Deutscher mittlerer Bomber, Nachtjäger und Aufklärungsflugzeug Dornier Do 217.

Die Dornier Do 217 war ein mehrzweckfähiges deutsches Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, produziert von 1940 bis 1943. Sie stellte eine Weiterentwicklung der kleineren Do 17>Do 17 dar und bot größere Bombenlast, mehr Reichweite und vielseitige Einsatzmöglichkeiten als Bomber, Aufklärer und Nachtjäger.
Das Flugzeug zeigte eine beeindruckende Anpassungsfähigkeit. Die Do 217 konnte sowohl als strategischer Bomber als auch als Torpedobomber eingesetzt werden.
1943 war sie eine der ersten Maschinen, die funkgelenkte Präzisionsbomben einsetzten. Von frühen Aufklärungsmissionen über der Sowjetunion bis zu späteren Einsätzen als Nachtjäger in der Reichsverteidigung zeigte die Do 217 ihre Bedeutung für die Luftwaffe.
Überblick der Dornier Do 217
Die Dornier Do 217 war ein vielseitiger deutscher Bomber im Zweiten Weltkrieg. Sie entstand aus der bewährten Do 17-Serie und übertraf andere deutsche Bomber in wichtigen Bereichen.
Designentwicklung und Zweck
Dornier entwarf die Do 217 zwischen 1937 und 1938 als schweren Bomber. Sie basierte auf der erfolgreichen Do 17, dem „Fliegenden Bleistift“.
1939 überarbeitete Dornier das Design, bevor die Produktion startete. Die Do 217 sollte mehr Leistung als ihre Vorgänger bringen.
Sie war aber nicht für die langen Missionen gedacht, die für die größere Heinkel He 177 vorgesehen waren. Die Spannweite betrug 20 Meter, einen Meter mehr als bei der Do 17.
Dornier entwickelte auch Versionen mit Schwimmern für Marineeinsätze. Die Do 217 diente als Bomber, Aufklärungsflugzeug und später als Nachtjäger.
Durch diese verschiedenen Rollen zeigte das Flugzeug echte Vielseitigkeit. Man kann schon sagen, dass sie für fast jede Aufgabe herhalten musste.
Vergleich zu anderen deutschen Bombern
Die Do 217 gehörte zu den drei großen deutschen Bomberfamilien im Krieg. Die Do 17/215/217-Serie war weniger bekannt, hatte aber ihre eigenen Stärken.
Sie war der erste neue deutsche Aufklärungsbomber, der nach Kriegsbeginn in größerer Stückzahl zum Einsatz kam. Ende 1940 begann sie mit geheimen Aufklärungsmissionen.
Die Do 217 trug schwerere Bewaffnung als viele andere deutsche Bomber. Sie bot bessere Reichweite und Leistung als die Do 17-Serie.
Das Flugzeug diente auch als Plattform für die ersten gelenkten Raketen. Ihre Vielseitigkeit hob sie von spezialisierten Bombern ab.
Bombenangriffe, Aufklärung, elektronische Kriegsführung – sie konnte fast alles. Vielleicht ein bisschen unterschätzt?
Technische Spezifikationen und Merkmale

Die Do 217 war ein zweimotoriger, schwerer Bomber mit robuster Ganzmetallkonstruktion. Sie nutzte BMW 801 Sternmotoren und hatte eine dreiköpfige Besatzung in einem geräumigen Cockpit.
Flugzeugzelle und Konstruktion
Die Ganzmetallkonstruktion bestand aus gestresstem Aluminium. Das Flugzeug maß 18,2 Meter in der Länge und hatte eine Spannweite von 19 Metern.
Die Flügelfläche lag bei 57 Quadratmetern. Die Höhe betrug 5,03 Meter.
Das Leergewicht lag bei 8.950 Kilogramm. Voll beladen brachte die Do 217 bis zu 15.000 Kilogramm auf die Waage.
Die Konstruktion war stabiler als die des Vorgängers Do 17. Dadurch konnte sie größere Bombenlasten und mehr Bewaffnung tragen.
Bewaffnung:
- 1 × 7,92 mm MG 17 Maschinengewehr in der Nase
- 3 × 7,92 mm MG 17 Maschinengewehre im vorderen Rumpf
- 1 × 13 mm MG 131 Maschinengewehr im Rückenturm
- 1 × 13 mm MG 131 Maschinengewehr ventral
- 20mm Kanonen bei manchen Varianten
Die Bombenlast lag bei bis zu 2.000 Kilogramm.
Triebwerke und Leistung
Zwei BMW 801A Sternmotoren sorgten für den Antrieb. Jeder Motor hatte 14 Zylinder und brachte bis zu 1.539 PS.
Damit erreichte die Do 217 eine Höchstgeschwindigkeit von 516 km/h. Mit Zusatztanks flog sie bis zu 2.300 Kilometer weit.
Die Gipfelhöhe lag bei 9.000 Metern. Damit gehörte sie zu den leistungsstärksten deutschen Bombern.
Die BMW 801 Motoren galten als zuverlässig und kräftig. Sie brachten der Do 217 deutlich mehr Power als der Do 17.
Besatzung und Cockpit-Layout
Drei Mann bildeten die Besatzung: Pilot, Navigator und Bordschütze. Das Cockpit war geräumig und übersichtlich.
Der Pilot saß links vorne mit guter Rundumsicht. Der Navigator arbeitete im mittleren Bereich und kümmerte sich um Bombenzielgeräte und Navigation.
Der Bordschütze bediente die Abwehrwaffen. Er wechselte zwischen verschiedenen Geschützpositionen.
Die Besatzungsräume waren durch Luken verbunden. So konnten sie im Kampf schnell kommunizieren – ein klarer Vorteil.

Spezifikationen
Spezifikationen:
Spezifikationen |
Do 217E-2 |
Do 217M-1 |
Do 217K-2 |
Do 217N-1 |
|---|---|---|---|---|
Typ |
Aufklärer/mittlerer Bomber |
mittlerer Bomber |
mittlerer Bomber |
Nachtjäger |
Antrieb |
2 x 1.580 PS 18-Zylinder-Doppelsternmotoren BMW 801A oder 801M |
2 x 1.750 PS flüssigkeitsgekühlte 12-Zylinder-V-Motoren Daimler-Benz DB 603A |
2 x 1.700 PS BMW 801D 18-Zylinder-Doppelsternmotor |
2 x 1.750 PS flüssigkeitsgekühlte 12-Zylinder-V-Motoren Daimler-Benz DB 603A |
Besatzung |
4 |
4 |
4 |
3 |
Spannweite |
19,00 m |
19,00 m |
24,80 m |
19,00 m |
Länge über alles |
18,50 m |
17,00 m |
17,00 m |
17,90 m |
Höhe über alles |
5,00 m |
5,00 m |
4,97 m |
5,00 m |
Flügelfläche |
? |
? |
57,00 m² (K-1) |
57,00 m² m |
maximale Flügelbelastung |
? |
? |
290,88 kg/m² (K-1) |
231,57 kg/m² |
Leistungsbelastung |
? |
? |
4,88 kg/PS (K-1) |
3,77 kg/PS |
Leergewicht |
8.850 kg |
9.000 kg |
9.450 kg |
10.280 kg |
Höchstgewicht |
15.000 kg |
16.570 kg |
16.570 kg |
13.200 kg |
Höchstgeschwindigkeit |
515 km/h |
557 km/h |
533 km/h |
515 km/h (6.000 m) |
Marschgeschwindigkeit |
? |
? |
400 km/h (4.000 m) für K-1 |
425 km/h (5.400 m) |
Steigleistung |
? |
3,5 min auf 1.000 m (K-1) |
3,0 min auf 1.000 m |
? |
Dienstgipfelhöhe |
7.500 m |
7.358 m |
9.000 m |
8.400 m |
Reichweite |
2.100 km (volle Bombenlast) |
= |
für K-1: 2.300 km (volle Bombenlast) |
1.755 km |
Bewaffnung:
Bewaffnung |
Do 217E-2 |
Do 217M-1 |
Do 217K-2 |
Do 217N-1 |
|---|---|---|---|---|
Frontbewaffnung |
1 x starres 15-mm-MG 151/15 |
= |
= |
4 x 20-mm MG FF, 4 x 7,92-mm MG 17 |
Rücken |
1 x 13-mm-MG 131 im Rückenstand |
= |
13-mm-MG 131 plus vier starre 7,92-mm-MG 81 im Heck, optional zwei MG 81 in Gondeln |
= (bei N-2: ‚Schräge Musik‘ nach oben mit MG 151/20 oder 30-mm MK 108) |
Bauch |
1 x 13-mm MG 131 manuell in der unteren Wanne |
= |
= |
= (N-2: MG 151/20) |
aus Bug- und Seitenfenstern |
3 x 7,92-mm MG 15 manuell |
MG 81 (statt MG 15) und mehr |
= |
= |
Bombenzuladung |
maximum 4.000 kg Bomben, incl. 1.500 kg extern |
= |
wie E-2/M oder zwei funkgesteuerte FX 1400 oder zwei Hs 293 Lenkwaffen |
– |

Einsatzstatistik:
Einsatzstatistik |
Do 217E-2 |
Do 217M-1 |
Do 217K-2 |
Do 217N-1 |
|---|---|---|---|---|
Erstflug |
Do 217V1 August 1938, Vorserie A0 Oktober/November 1939 |
? |
? |
? |
Indienststellung |
1940/41 |
? |
1942 |
1943 (J: 1942) |
Endlieferung |
Ende 1940 |
? |
Ende 1943 |
Juni 1944 |
Stückzahl |
alle Versionen 1.905 |
= |
= |
= |

Primäre Kampfrollen

Die Do 217 übernahm mehrere wichtige Rollen für die Luftwaffe. Sie führte strategische Bombenangriffe durch, operierte als Nachtjäger und sammelte Informationen durch Aufklärungsflüge.
Strategische Bombenangriffe
Die Do 217 wurde für strategische Langstreckenbombenangriffe gebaut. Sie konnte schwere Bombenlasten über große Entfernungen tragen.
Mit einer Reichweite von etwa 2.100 Kilometern griff sie weit entfernte Ziele an. Die hohe Bombenlast machte sie zu einer wirksamen Waffe gegen militärische und industrielle Ziele.
Haupteinsatzgebiete:
- Bombenangriffe auf britische Städte
- Maritime Angriffe im Atlantik
- Angriffe auf sowjetische Industrieanlagen
Die Do 217 setzte auch präzisionsgelenkte Munition ein. 1943 versenkte sie das italienische Schlachtschiff Roma mit Fritz X funkgelenkten Bomben im Mittelmeer.
Nachtoperationen

Die Do 217 war besonders effektiv bei Nachtoperationen. Spätere Varianten baute man gezielt als Nachtjäger um.
Sie nutzte die Taktik „Schräge Musik„, wobei nach oben gerichtete Kanonen im Rumpf feindliche Bomber von unten angriffen. Fortschrittliche Navigationssysteme halfen bei nächtlichen Einsätzen.
Die Besatzung konnte auch bei schlechter Sicht ihren Weg finden. Die Do 217 flog heimliche nächtliche Aufklärungsmissionen und sammelte dabei wichtige Informationen über feindliche Bewegungen.
Aufklärungsmissionen

Die Do 217 diente als vielseitiges Aufklärungsflugzeug. Sie war einer der ersten neuen deutschen Aufklärungsbomber, die nach Kriegsbeginn in großem Stil eingesetzt wurden.
Ab 1940 flog sie operative Aufklärungsmissionen. Frühe Einsätze führten sie tief nach Russland, als offiziell noch freundschaftliche Beziehungen zur Sowjetunion bestanden.
Aufklärungsfähigkeiten:
- Fotografische Erfassung feindlicher Stellungen
- Wetteraufklärung für Bomberverbände
- Überwachung feindlicher Schiffsbewegungen
Die große Reichweite machte sie ideal für tiefe Aufklärungsflüge. Sie konnte weit hinter feindliche Linien vordringen und strategisch wichtige Informationen sammeln.
Bewaffnung und Ausrüstung

Die Do 217 bekam verschiedene Waffen und moderne Systeme verpasst. Das Flugzeug trug sowohl Abwehr- als auch Angriffswaffen.
Später rüsteten die Techniker sie mit Radar und gelenkten Waffen auf. Damit wurde die Maschine immer vielseitiger.
Defensive und offensive Bewaffnung
Mehrere Maschinengewehre schützten die Do 217. Die meisten Varianten hatten MG 15 oder MG 131 in unterschiedlichen Positionen an Bord.
Spätere Versionen bekamen 20mm Kanonen für mehr Feuerkraft. Die Do 217N Nachtjäger-Variante schoss sogar mit bis zu vier nach oben gerichteten Kanonen.
Die Bombenbucht war ziemlich flexibel und konnte verschiedene Waffen aufnehmen. Die Bombenladung lag je nach Mission zwischen 1.000 und 4.000 Kilogramm.
Standard-Sprengbomben, Brandbomben oder Seeminen? Alles kein Problem für die Do 217. Die große Bombenbucht machte viele Waffenkombinationen möglich.
Gelenkte Raketen und Torpedos
Die Do 217 gehörte zu den ersten Flugzeugen mit gelenkten Waffen. Sie konnte Fritz X und Henschel Hs 293 Gleitbomben ins Ziel bringen.
Als Torpedobomber nahm sie Lufttorpedos für Angriffe auf Schiffe mit. Gerade im Atlantik spielte diese Rolle eine große Bedeutung.
Der Bombenschütze steuerte die gelenkten Waffen per Funk nach dem Abwurf. Damit trafen sie erstaunlich präzise.
Radar und elektronische Systeme
Nachtjäger-Versionen der Do 217 bekamen das Lichtenstein-Radar eingebaut. Das half, feindliche Bomber in der Nacht aufzuspüren.
Man montierte das Radar in der Flugzeugnase. Die auffälligen Antennen waren kaum zu übersehen.
Zur elektronischen Ausrüstung zählten auch Funkgeräte und Navigationshilfen. Spätere Modelle hatten bessere Kommunikationssysteme.
Einsatzgeschichte bei der Luftwaffe

Die Dornier Do 217 diente von 1940 bis 1944 bei verschiedenen Einheiten der Luftwaffe. Sie flog Aufklärungs-, Bomber- und Nachtjägereinsätze.
Kampfgeschwader 2 und Kampfgeschwader 100 setzten das Flugzeug am häufigsten ein.
Einsatz im Zweiten Weltkrieg
Die ersten Do 217A-0 Aufklärungsflugzeuge kamen Ende 1940 zur Aufklärungsgruppe der Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Sie flogen geheime Missionen über die Sowjetunion.
Im März 1941 erhielt die II. Gruppe des Kampfgeschwader 40 die Do 217E-Bomber. Kampfgeschwader 2 bekam seine ersten Maschinen etwas später im Jahr.
Diese Einheiten legten Minen und griffen Schiffe in der Nordsee an. Am 24./25. April 1942 griffen Do 217 von KG 2 erstmals Exeter an und starteten damit die Baedeker-Angriffe.
Die Verluste waren hoch. Bei Dieppe am 19. August 1942 verlor KG 2 zwanzig von achtzig eingesetzten Maschinen.
Bis September 1942 sank die Zahl einsatzbereiter Besatzungen von 88 auf nur 23.
Wichtige Luftwaffe-Einheiten und Missionen
Kampfgeschwader 2 war die wichtigste Bombereinheit mit Do 217. Die Gruppe führte die Baedeker-Angriffe auf britische Städte durch und nahm an der Operation Steinbock 1944 teil.
Kampfgeschwader 100 nutzte speziell ausgerüstete Do 217:
- II/KG 100: Do 217E-5 mit Hs 293 Lenkraketen
- III/KG 100: Do 217K-2 mit Fritz-X Lenkbomben
Sie versenkten HMS Egret am 27. August 1943 und das italienische Schlachtschiff Roma am 9. September 1943. Auch HMS Warspite und USS Savannah wurden bei Salerno beschädigt.
Nachtjägerverbände setzten elf Gruppen mit Do 217J ein. Diese Maschinen verteidigten das Reich, kamen aber auch an der Ostfront und über Italien zum Einsatz.
Vermächtnis und Einfluss auf die Luftfahrtgeschichte

Die Dornier Do 217 brachte wichtige technische Neuerungen und beeinflusste die Luftfahrtentwicklung nach dem Krieg. Ihr vielseitiges Design prägte spätere Flugzeugkonstruktionen.
Innovationen und Premieren
Die Do 217 gehörte zu den ersten Flugzeugen mit fortschrittlicher Radartechnologie. Das ermöglichte Nachtoperationen und Seeaufklärung.
Sie führte ein modulares Designkonzept ein. Austauschbare Module erlaubten schnelle Umrüstungen für verschiedene Einsätze.
Die Crew saß in einer Druckkabine. Das bot Schutz und Komfort in großen Höhen.
Technische Neuerungen:
- Schräge Musik Kanonensystem für Nachtjäger
- Erweiterte Avionik für Navigation
- Aerodynamisch optimierter Rumpf
- Vielseitige Waffensysteme
Viele dieser Innovationen beeinflussten Nachkriegsflugzeuge. Man findet einige dieser Konzepte heute noch in modernen Militärmaschinen.
Nachkriegsdienst und Bewertung
Nach Kriegsende untersuchten die Alliierten die Do 217 genau. Ihre technischen Lösungen tauchten später in neuen Flugzeugentwicklungen auf.
Die aerodynamischen Erkenntnisse der Do 217 prägten spätere Bomberdesigns. Besonders das stromlinienförmige Design beeinflusste Nachkriegskonstruktionen.
Einige Do 217 nutzten Techniker nach 1945 zu Testzwecken. Diese Tests lieferten wertvolle Daten für die Luftfahrtentwicklung.
Die Radartechnologie der Do 217 war ein Vorläufer moderner Flugzeugelektronik. Ihre Systeme legten Grundlagen für heutige Avionik.
Nachkriegseinfluss:
- Modulare Flugzeugkonstruktion
- Integrierte Radarsysteme
- Mehrzweck-Kampfflugzeuge
- Fortschrittliche Defensivbewaffnung
Heute gilt die Do 217 als wichtiger Schritt in der Luftfahrtgeschichte.
Häufig gestellte Fragen

Die Dornier Do 217 war ein vielseitiger schwerer Bomber mit deutlich mehr Möglichkeiten als die Vorgänger. Das Flugzeug erschien in vielen Varianten für spezielle Aufgaben und trug beeindruckende Waffenlasten.
Was war die Hauptrolle der Dornier Do 217 während ihrer Dienstzeit?
Die Dornier Do 217 flog vor allem als schwerer Bomber für die deutsche Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Sie führte strategische Bombenangriffe an Ost- und Westfront aus.
Man setzte das Flugzeug auch als Aufklärer und Torpedobomber ein. Die Do 217 flog taktische Operationen, darunter direkte Bodenangriffe und Anti-Schiffs-Angriffe im Atlantik.
Spätere Varianten verwandelten Konstrukteure in Nachtjäger. Diese Versionen kämpften bis spät im Krieg bei der Reichsverteidigung.
1943 setzte die Do 217 als erstes Flugzeug präzisionsgelenkte Munition ein. Fritz X funkgesteuerte Bomben versenkten das italienische Schlachtschiff Roma im Mittelmeer.
Wie war die Leistung der Dornier Do 217 im Vergleich zu ihren Vorgängern wie der Do 17?
Die Do 217 konnte deutlich mehr Bomben tragen als die Do 17. Auch die Reichweite war viel größer.
Frühe Varianten der Do 217 übertrafen die Heinkel He 111 und Junkers Ju 88 ihrer Zeit. Sie schaffte höhere Geschwindigkeiten, größere Reichweiten und schwerere Bombenlasten.
Wegen dieser Verbesserungen galt sie als schwerer Bomber. Die Do 17 war dagegen ein mittlerer Bomber.
Die Do 217 unterschied sich strukturell und aerodynamisch völlig von der Do 17. Auch wenn sie auf den ersten Blick wie eine größere Dornier Do 215 aussah, war sie tatsächlich erheblich größer.
Was waren die wichtigsten Varianten der Dornier Do 217 und worin unterschieden sie sich?
Die Do 217 E-Serie war die Hauptproduktionsvariante. Hier kamen BMW 801-Triebwerke zum Einsatz.
Diese Version bekam eine bessere Bewaffnung und größere Bombenschächte. Die E-Serie war sozusagen das Arbeitspferd der Baureihe.
Die Do 217 K-Serie entwickelte man speziell für Fernbombenangriffe. Sie erhielt größere Treibstofftanks und eine etwas andere Rumpfform.
Nachtjäger-Varianten stattete man mit Radar und stärkerer Bewaffnung aus. Sie sollten vor allem die Reichsverteidigung gegen alliierte Bomber übernehmen.
Die Do 217 W-Variante wollte man als Schwimmerflugzeug für Marineeinsätze bauen. Allerdings schaffte es diese Version nie in die Serienfertigung.
Könnt ihre die Bewaffnung und Nutzlastkapazität der Dornier Do 217 beschreiben?
Die Do 217 konnte intern bis zu 1.500 Kilogramm Bomben tragen. Typischerweise passten zwei 500-Kilo-Bomben und zehn 50-Kilo-Bomben hinein.
Für die Verteidigung hatte sie MG 15-Maschinengewehre an mehreren Positionen. Spätere Modelle bekamen MG 131 und MG 151 für mehr Durchschlagskraft.
Nachtjäger-Versionen nutzten oben gerichtete Schräge Musik-Kanonen. Damit griffen die Piloten Bomber von unten an – eine ziemlich kreative Lösung, oder?
Manche Ausführungen transportierten auch Torpedos oder Luftminen. Der Bombenschacht war bei einigen Varianten sogar 70 Prozent länger als bei der Do 17Z.
Wie beeinflussten die Konstruktionsmerkmale der Dornier Do 217 ihre operative Wirksamkeit?
Unter den Tragflächen saßen Sturzflugbremsen, die wie Muschelschalen wirkten. Sie halfen, den Abwurf von Bomben viel präziser zu machen.
Der verstärkte Rumpf erlaubte eine größere Bombenlast als bei älteren Modellen. Das machte die Maschine vielseitig für unterschiedliche Einsätze.
Vorflügel an den Seitenleitwerken verbesserten die Stabilität im Flug. Anfangs hatte der Prototyp da ja noch echte Probleme.
Mit zwei Motoren hatte die Do 217 eine gewisse Ausfallsicherheit. Die BMW 801-Triebwerke schafften genug Power, auch wenn’s mal schwer wurde.
Wo können Enthusiasten Modellbausätze oder Nachbildungen der Dornier Do 217 finden?
Verschiedene Modellbauhersteller bringen Do 217-Bausätze in mehreren Maßstäben heraus. Italeri hat zum Beispiel ziemlich detaillierte Versionen der K2-Variante im Programm.
Viele Fachgeschäfte für Modellbau haben historische Flugzeugmodelle im Sortiment. Online-Händler bieten meistens eine noch größere Auswahl an Varianten und Maßstäben.
Manche militärhistorische Museen zeigen ebenfalls Nachbildungen oder Modelle der Do 217.
[amazon_auto_links asin=’B0FC24HJ8Z, B0BRY6TQFQ‘ template=’ProductGrid‘ store=’egamesportal-21′ marketplace=’DE‘]
Quellenangaben und Literatur
Combat Aircraft of World War II (Bill Gunston)
Technik und Einsatz der Kampfflugzeuge vom 1. Weltkrieg bis heute (Ian Parsons)
Das große Buch der Luftkämpfe (Ian Parsons)
Luftkrieg (Piekalkiewicz)
Flugzeuge des 2. Weltkrieges (Andrew Kershaw)
World Aircraft World War II (Enzo Angelucci, Paolo Matricardi)
German Aircraft of World War 2 in Colour (Kenneth Munson)
Warplanes of the Luftwaffe (David Donald)
The Luftwaffe Album, Bomber and Fighter Aircraft of the German Air Force 1933-1945 (Joachim Dressel, Manfred Griehl)
Luftwaffe Handbook (Dr Alfred Price)
Kampfflugzeuge (Bill Gunston)
Luftkrieg (Piekalkiewicz)







Weitere interessante Beiträge: