Kriegstagebuch 25. August 1917


Delegierte aus der russischen Armee
Delegierte aus der russischen Armee. Einige, die Radikalen, haben ihre Schulterstücke herunter-gerissen, um ihre Verachtung für die Autorität zu zeigen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 25. August 1917:

Heimatfronten


Russland: Kerenski eröffnet die Moskauer Nationalkonferenz (bis 29. August), die Bolschewiken boykottieren.

Westfront

Ypern: Zweite Phase der dritten Ypern-Schlacht endet. Haig beschließt, die Leitung der Schlacht von Gough zu Plumer zu übertragen, welcher seine Pläne am 29. August unterbreitet. Das BEF hat seit dem 31. Juli 68.010 Soldaten verloren.
Artois: Schlacht um Höhe 70 endet.
Verdun: Die Franzosen rücken nördlich von Höhe 304 vor. Seit dem 20. August haben sie lediglich 14.470 Mann verloren, aber alleine 9.100 Kriegsgefangene eingebracht, 30 Geschütze, 22 Mörser und mehr als 13 MGs erbeutet.

Politik

Polen: Der Staatsrat tritt wegen der deutschen Politik zurück.

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Im Blickpunkt:
  • Deutsche Uniformen 1916-18

    Die Uniformen der Deutschen Armee im Ersten Weltkrieg von 1916 bis 1918 (Teil II). hier zu Teil I: deutsche Uniformen im 1. Weltkrieg Deutsche Uniformen von 1916 bis 1918 Jeder deutsche Bundesstaat hatte seine eigenen Farben, die vor allem auf der kreisförmigen Kokarde, die unterhalb der Reichskokarde auf der Vorderseite der Mützen- und Feldkappen und auf der linken Seite des Helms getragen wurde, zu sehen waren. Jene Einheiten, die berechtigt waren, den Jäger-Tschako zu tragen (außer in Sachsen), Pelzmütze oder Ulanen-Tschako, trugen eine ovale Kokarde auf der Vorderseite der Kopfbedeckung. Die Farben der deutschen Nationalstaaten wurden auch in das Geflecht der Schultergurte bei einigen Offizieren eingearbeitet, Rang-Unterscheidungsmerkmalen auf der Spitze der Kragenabzeichen der Mäntel, auf dem Wiederverpflichtens-Abzeichen, Schwert-Knoten, Trompeten-Schnüre und es wurden auch auf einige auf Trommeln aufgemalt. Auch erschien das Landeswappen auf dem Helm und Tschako-Platten, Knöpfen, Schnallen und auf einigen Schwerthaltern. Im aktiven Dienst war die Kopfbedeckung mit einer grauen Abdeckung versehen, auf dessen Vorderseite manchmal gedruckt oder eingestanzt, die folgenden Abzeichen, Buchstaben und Ziffern zu sehen waren: für Linieninfanterie-Regimenter: die arabische Nummer. für Reserve-Infanterie-Regimenter: ‘R’ gefolgt von der arabischen Nummer. Landwehr-Infanterie-Regimenter: ‘L’ gefolgt von der arabischen Nummer. Landsturm: Eisernes Kreuz. Diese Abzeichen, welche nicht von den Garde-Einheiten getragen wurden, waren anfangs in Rot, aber im August 1914 wurden sie auf Grün geändert, bevor sie vollständig vom ‘Höchsten-Kabinett’-Befehl vom 27. Oktober 1916 abgeschafft wurden. Während der ersten Hälfte des Krieges wurden Metallbeschläge an den Helmen mit billigeren Materialien hergestellt und grau lackiert. Dann wurde die Schale des Helmes aus Metall – oder häufiger – aus Filz-Hutstumpen hergestellt. An der Vorderseite wurde oft die Spitze der Kugelhalterung entfernt. Anstelle der unverwechselbaren Kopfbedeckung für Offiziere und Portepee-Unteroffiziere trugen diese eine Schirmmütze mit Band und Kordel in Farbe der Waffengattung oder Regiment mit anfangs schwarzen und dann feldgrauen Lederspitzen. Die Schirmmütze wurde auch von anderen Rängen außerhalb des Diensts getragen, ansonsten trugen sie eine runde, Spitzenlose Feldkappe. In aktivem Dienst wurde das hell gefärbte Kappen-Band mit einem grauen Streifen abgedeckt, um den Träger weniger auffällig zu machen. Landsturm-Mannschaften trug eine Schirmmütze aus schwarzem Öltuch mit Silber- oder Messing-Landwehrkreuz auf der Vorderseite über der Landes-Kokarde. Die Uniform-Vorschriften vom September 1915 Die Uniform-Vorschriften vom 21. September 1915 standardisierten die verschiedenen Modifikationen, welche seit Kriegsbeginn durchgeführt worden waren. Dazu gehörten das Schwärzen der Lederausrüstung usw. Gleichzeitig wurde ein neuer Übermantel und eine neue Tunika für den Fronteinsatz – die ‘Feldbluse’ – für alle Waffengattungen eingeführt. Kurz vor der Schlacht von Verdun Anfang 1916 begannen deutsche Truppen den neuen Stahlhelm als Ersatz für die Pickelhaube zu erhalten, der mit einer zusätzlichen vorderen Verstärkungsplatte für Beobachter ausgestattet war. Er wurde oft mit einem Überzugtuch getragen oder mit einem eckigen Tarnmuster bemalt. 1918 erschien eine neue Ausführung des Helms in begrenzter Stückzahl für Fernmelder und Telefonisten. Nach dem Krieg wurde dieser an die berittenen Truppen ausgegeben. Bei Verdun sah der deutsche Infanterist nun so aus, wie er es bis Kriegsende bleiben sollte, was ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild zum August 1914 abgab. Dieses strenge, eintönige Outfit änderte sich bis zum Waffenstillstand im November 1918 kaum noch. Der einzige Farbtropfen war nur noch am Bajonettknoten zu sehen, wo die unterschiedlichen Farben die Kompanie-Zugehörigkeit des Soldaten anzeigten. Der Grenadier der 184. Infanterie etwas weiter oben rechts trägt die Sturmausrüstung. Seinen schweren Rucksack hat er für diese zweckmäßigere und leichtere Anordnung ausgetauscht, wo er nur die unbedingt notwendigsten Dinge mit sich trägt. Dazu gehören die M1915 Gummi-Gasmaske, das M1915 Sturmgepäck, die M1887 Brottasche, die M1907 Wasserflasche, ein Bajonett, M1895 Gürtel, M1866 Feldstiefel und das M1898 Mauser-Gewehr. Der neue Stahlhelm Sein M1916-Stahlhelm wurde aus hartem Silizium-Nickel-Stahl heiß-gepresst und war damit teurer als die alliierten Helme, welche kalt-gepresst wurden. Er war auch mit 1,2 kg schwerer, bot aber einen besseren Schutz für das Gesicht, Ohren und den Nacken. Es hatte ein effizientes internes Größensystem aus Lederlaschen und Polster und verwendete den alten M1891 Kinnriemen. Zwei Außenlaschen ermöglichten bei Bedarf die Anbringung einer zusätzlichen, an die Vorderseite des Helms angepassten Stahlplatte, die von Wachposten und anderen besonders gefährdeten Soldaten verwendet werden konnte und als ‘Stirnpanzer’ bezeichnet wurde. Ausgegeben mit einer feldgrauen Lackierung, wurden einige Helme später in einem eckigen, mehrfarbigen Tarnmuster aus mattem Rot-Braun, Ocker, Grün und Blau-Grau, unterteilt durch schwarze Linien, lackiert. Zur zusätzlichen Tarnung wurden auch verschiedene Stoffüberzüge verwendet, am häufigsten aus hellem khakifarbenem Sandsackmaterial. Rangabzeichen Die Rangabzeichen wurden wie folgt angegeben: Obergefreite: Ein kleiner Rangabzeichen-Knopf mit Staatswappen auf beiden Seiten des Kragens. Obergefreiter nur für die Fußartillerie: Ein größerer Rangabzeichen-Knopf mit Staatswappen auf beiden Seiten des Kragens. Unteroffiziere oder Oberjäger in Jäger- und Schützen-Bataillonen (mit Ausnahme aus Sachsen): Goldene oder silberne Spitze an der Vorder- und Unterkante des Tunikakragens und an den Manschetten. Ein kleiner, schlichter Knopf und ein vertikaler Spitzenstreifen an den Kragenspiegeln des Mantels. Feldwebel: Wie bei Unteroffizieren, jedoch zusätzlich ein großer Rangabzeichen-Knopf am Kragen. Ein größerer und schlichter Knopf und ein senkrechter Spitzenstreifen auf den Kragenspiegeln des Übermantels. Vizefeldwebel oder Vizewachtmeister bei berittenen Einheiten: Wie für Unteroffiziere, jedoch mit Offiziersdegen und -knoten sowie Offizierskokarden an der Kopfbedeckung. Oberstabsfeldwebel bzw. Hauptfeldwebel der Kompanie: Wie für Vizefeldwebel, jedoch mit einer zweiten Spitzenreihe oberhalb der Manschetten, bzw. um den oberen Rand der Manschetten bei der Bluse M.1915. Offiziersdegen und -knoten und Kopfbedeckung. Großer schlichter Knopf und zwei vertikale Spitzenstreifen an den Kragenspiegeln des Übermantels. Rangabzeichen-Knöpfe waren anfangs aus Kupfer oder Weißmetall, wurden aber dann Feldgrau gemalt. Ab 1915 wurden die Spitzen in einem stumpfen Grau gefertigt. Später im Krieg wurde die Spitze auf dem Kragen oft auf ‘Winkel’ an den Punkten des Kragens reduziert. Auf der M.1915-Uniform wurden die Mantelkragen-Abzeichen nicht getragen, aber jene, die dazu berechtigt waren, trugen weiterhin die Rangunterscheidungsspitze am Kragen. In Mecklenburg hatten Portepee-Unteroffiziere goldene oder silberne Ragunterscheidungs-Spitzen. Auf den Kragenstücken, welche Garde-Litzen zeigten, wurde die Spitze horizontal über und unter der Litzen platziert. Offiziersstellvertreter: Wie beim Vizefeldwebel, jedoch mit metallischer Spitze um die Schulterstücke und metallischen Schulterstückabzeichen wie bei den Offizieren. Offiziersdegen und -knoten, sowie Kokarden am Kopfschmuck. Feldwebelleutnant (auch in berittenen Einheiten): Wie bei Vizefeldwebel, jedoch mit Leutnants-Schulterriemen. Fähnrich: Wie für Unteroffizier, aber mit mehr …

  • 2-cm Flak 38

    Deutsche 2-cm Flak 30, Flak 38 und Flakvierling. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Deutsche 2-cm Flak-Geschütze 2-cm Flak 30 2-cm Flak 30 Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte: Bis zu dem Zeitpunkt, als die neuen deutschen Streitkräfte Anfang der 1930er Jahre bereit zur Wiederbewaffnung waren, hatten die Rüstungshersteller in Deutschland ein beträchtliches Fachwissen bei schweren automatischen Waffen angesammelt. Dies traf insbesondere auf den riesigen Rheinmetall-Borsig-Konzern zu, und dementsprechend erhielt das Unternehmen einen Auftrag für ein leichtes Flugabwehrgeschütz mit dem Kaliber 20 mm. Diese 2-cm Flak war bereits 1935 einsatzbereit. Bezeichnet als 2-cm-Flak 30, wobei der Begriff Flak für Fliegerabwehrkanone steht, war dieses leichte Geschütz das erste in einer Reihe von Waffen, welche von den Besatzungen tieffliegender Flugzeuge während des Zweiten Weltkrieges so gefürchtet wurden. Die Flak 30 war für ihr leichtes Kaliber eine ziemlich komplexe Waffe, welche sich auf einem Wagen mit zwei Rädern zum Schleppen befand und im Einsatz auf einer Bodenplatte ruhte. Diese Bodenplatte bot eine stabile Feuerplattform mit einem 360°-Schwenkbereich und hatte einen Sitz für den Kanonier, welcher in der ursprünglichen Konfiguration der Flak 30 mit einer ziemlich komplizierten Version eines Reflektorvisiers ausgestattet war. Diese Visiere wurden jedoch noch weiter verkompliziert, als einfache Position-Vorhersagesysteme eingebaut wurden. Dies erreichte dann einen Punkt, wo das ganze Visier von einem Uhrwerk angetrieben wurde. Das Ganze wurde so kompliziert, dass die gesamte Idee fallen gelassen wurde und spätere Versionen erhielten ein einfaches Eisenvisier. Das Geschütz hatte eine fünfköpfige Mannschaft, aber im Kampfeinsatz wurde sie häufig von weniger Männern gehandhabt, insbesondere wenn es sich in einer statischen Stellung befand. Im Allgemeinen bestand die Anzahl zumeist aus vier Mann, wobei einer gewöhnlich einen stereoskopischen Entfernungsmesser benutzte. Im Jahr 1944 wurde dessen Funktion jedoch gestrichen, da sich herausgestellt hatte, dass die zusätzlichen Entfernungsangaben im Einsatz unnötig waren. Die Munition wurde der Kanone in 20-Schuss-Magazinen zugeführt, aber aus nie völlig geklärten Gründen war die Flak 30 anfällig für Ladehemmungen. Zur Zeit ihrer Truppeneinführung war die Feuergeschwindigkeit trotzdem vollkommen ausreichend, aber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich heraus, dass diese zu gering war, um angemessen für die angestiegenen Geschwindigkeiten der Flugzeugtypen nach 1940 zu sein. Folglich wurde die Flak 38 in die Produktion genommen, aber diejenigen Flak 30, welche bereits im Truppengebrauch waren, wurden auch weiterhin verwendet, bis sie verschlissen oder im Gefecht verloren gingen. In den leichten Flugabwehr-Abteilungen des Heeres befanden sich gewöhnlich drei Batterien mit 2-cm-Flak auf jede 3,7-cm-Batterie. Aber mit Fortdauer des Krieges gab es mehrere unterschiedliche Zusammensetzungen dieser Einheiten. Die Flak 30 wurde jedoch nicht nur von der Wehrmacht eingesetzt, denn vor 1939 wurden einige an die Holländer und sogar nach China verkauft. Die Flak 30 wurde ebenso von der deutschen Luftwaffe für die Verteidigung von Flugplätzen und anderen Bodeneinrichtungen verwendet und es gab auch spezielle Marine-Versionen für die Kriegsmarine, sowohl auf Kriegsschiffen als auch an Land. Einige der Geschütze versahen auch ihren Dienst auf Panzerzügen und die Waffe wurde auf einer Vielzahl von Halbkettenfahrzeugen und Lastkraftwagen für die Sicherung motorisierter Kolonnen und Truppenverbände montiert. Auch wurde die Flak 30 häufig gegen Bodenziele eingesetzt und es gab sogar eine spezielle panzerbrechende Granate zur Bekämpfung von Panzern. 2-cm Flak 38 und Flakvierling 38 2-cm Flak 38, Flakvierling Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte Vor 1940 war bereits abzusehen, dass die Feuerrate der 2-cm Flak 30 zu niedrig ist, um Ziele bei deren zukünftiger Geschwindigkeit zu treffen. Daher wurde beschlossen, die Feuergeschwindigkeit zu erhöhen, damit eine möglichst große Anzahl von Geschossen das Ziel treffen würden. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Kanone neu zu gestalten, um die bisher aufgetretenen Störungen im Feuermechanismus zu beseitigen. Aus diesem Grunde wurde nicht Rheinmetall-Borsig, dem Entwickler und Hersteller der Flak 30, der Auftrag übergeben, sondern Mauser. Mauser entwickelte eine neue Waffe, die zwar nach außen hin ähnlich der Flak 30 war, aber innen stark geändert war und die zyklische Feuergeschwindigkeit von 420 auf 480 Schuss in der Minute erhöhte. Die Munition, Nachlade-Mechanismus und die Lafette blieben weitgehend wie zuvor. Die neue Waffe hatte ebenfalls einige komplizierte Extras, die später vereinfacht wurden. Die 2cm Flak 38, wie der Mauser-Entwurf hieß, wurde Ende 1940 in Dienst gestellt und ersetzte schließlich die Flak 30 auf der Produktionslinie. Die Flugabwehrkanone diente neben der Flak 30 und wurde auch von der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine benutzt. Es wurde sogar eine spezielle Version zum Einsatz bei den Gebirgsjägern entworfen, die sich in mehrere Packladungen zerlegen ließ. Diese verwendete die gleiche Kanone wie die Flak 38, aber die Lafette war kleiner und leichter. Sie wurde bekannt als 2 cm Gebirgs-Flak 38 und war eine Mehrzweck-Waffe zum Einsatz gegen Bodenziele und Flugzeuge. 1940 war auch abzusehen, dass Flugzeuge nicht nur schneller, sondern auch besser gegen Feuer vom Boden und der Luft aus geschützt sein würden. Die mit typischer deutscher Gründlichkeit erstellte operationale Analyse ergab, dass trotz der hohen Feuerrate der Flak 38 ein Ziel zwar getroffen werden konnte, aber die geringe Explosionswirkung des Projektils nicht genug Schaden zufügen würde, um einen Abschuss zu erzielen. Die einzige direkt und einfachste Weg hier Abhilfe zu schaffen, war die Anzahl der treffenden Geschosse zu erhöhen und dadurch entstand die 2 cm Flakvierling 38. Sie war praktisch nur eine normale Flak 38 Lafette, die dahingehend geändert wurde, dass sie vier Kanonen hatte, die alle gleichzeitig feuerten. Diese Kombination wurde zu einem gefürchteten Flugzeug-Killer, die den ganzen Krieg über ihren Tribut von tieffliegenden alliierten Flugzeugen einforderte. Die ersten derartigen Flugabwehrkanonen wurden Ende 1940 in Dienst gestellt und es konnte niemals genug von ihnen geben. Sie wurden vom Heer, der Luftwaffe und der Kriegsmarine verwendet. Viele wurden auf Selbstfahrlafetten gesetzt, wie zum Beispiel als SdKfz 7/1, um sie zum mobilen Schutz motorisierter Kolonnen zu verwenden. Es wurde auch eine spezielle Version für den Einsatz auf gepanzerten Eisenbahnzügen gebaut und an einer Radar-gesteuerten Variante wurde ebenfalls gearbeitet. Die Flakvierling erforderte eine größere Anzahl von Personal, zumeist sechs oder sieben Mann Bedienung. Für die Wehrmacht gab es nie genug von ihnen, und so waren im ganzen Reich viele Produktionsstätten nur mit der die Herstellung dieser Waffe, ihrer Lafette und Munition beschäftigt. Munition wurde in verschiedenen mehr …

  • Fokker Dr.I

    Deutsches Fokker Dr. I Dreidecker Jagdflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker Dr.I Dreidecker Typ: Einsitziges Jagdflugzeug. Vorgeschichte: Dreidecker-Wahn Hier zu den ersten Fokker-Jägern: Eindecker und D.I bis D.V. Im Frühjahr 1917 war die neue Sopwith Triplane das einzige alliierte Jagdflugzeug, welches die Albatros-Jäger schlagen konnte, was zu einem einjährigen Dreidecker-Wahn in Deutschland führte. Eine Sackgasse in der Entwicklung von Jagdflugzeugen, welche einer besonderen Erwähnung bedarf, kann am besten mit ‘Dreidecker-Wahn’ beschrieben werden. Als die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte, war es üblich, verschiedene Konfigurationen zu erproben, wenn die beste Konstruktion nicht offensichtlich war. Aus strukturellen und aerodynamischen Gründen waren die meisten Flugzeuge vor und während des Ersten Weltkriegs entweder Eindecker oder Doppeldecker. Anfang 1917 führte der englische Flugzeughersteller Sopwith jedoch einen Dreidecker ein, welcher aus der kleinen, beweglichen Sopwith Pup entwickelt worden war. Diese Sopwith Triplane übernahm das einzelne Maschinengewehr und die allgemeinen Linien der Pup, hatte jedoch einen stärkeren 110-PS-Umlaufmotor zusammen mit einer neuen Dreidecker-Flügelzelle. Zwar war das Flugzeug etwas zerbrechlich und nur in geringen Zahlen verfügbar, trotzdem war die Sopwith Triplane eine unangenehme Überraschung für die zu diesem Zeitpunkt dominierenden Albatros-Piloten. Dies hatte die Ursache darin, dass das neue britische Jagdflugzeug als einziges aller alliierten Flugzeuge den Albatros-Jäger in Steigleistung und Beweglichkeit überlegen war und dabei etwa die gleiche Höchstgeschwindigkeit erreichte. Trotz der allgemeinen deutschen Luftüberlegenheit im Frühjahr 1917, führte das Auftreten der Sopwith Triplane bei ihren deutschen Gegnern dazu, dass diese dem Dreidecker eine angeborene Überlegenheit gegenüber dem Zweidecker-Konzept nachsagten. Tatsächlich ist es aber so, dass die Zweidecker-Konfiguration ein natürlicher und besserer Kompromiss aus Stabilität, Stärke, Gewicht und Aerodynamik ist als der Dreidecker, welcher zu viel Luftwiderstand bietet. Die leichte, bewegliche Sopwith Triplane hatte letztlich nur einen zufälligen Höhepunkt des Dreidecker-Potentials erreicht, was zum ‘Dreidecker-Wahn’ in ganz Deutschland und auch Österreich-Ungarn führte. So verlangten die deutschen Verantwortlichen, gefolgt von ihren Kollegen in Österreich-Ungarn, von ihren Flugzeugherstellern Dreidecker-Jagdflugzeuge zu entwickeln. Dies führte zu einem Überfluss von neuen Flugzeugentwürfen, von denen fast alle niemals an der Front eingesetzt wurden, was eine erhebliche Verschwendung an Arbeitszeit der Flugzeug-Ingenieure bedeutete. Letztlich sind nur zwei deutsche Dreidecker-Jagdflugzeuge gebaut worden. Einer davon war die Pfalz Dr.I, wobei das ‘Dr’ immer für Dreidecker steht, von der nur zehn Stück gebaut wurden und von denen es einige Fotografien beim Jasta 73 gibt. Allerdings kann ein Kampfeinsatz nicht nachgewiesen werden. Das andere Flugzeug war der Fokker-Dreidecker, welches vor allem durch den Roten Baron, Manfred von Richthofen, berühmt wurde – und der auch in einem dieser Flugzeuge abgeschossen wurde und ums Leben kam. In vielen Bereichen ist der Fokker-Dreidecker ein Paradox. Das Flugzeug erschien genau zu einer Zeit, als die deutschen Albatros-, Roland- und Pfalz-Jäger den alliierten Typen unterlegen waren und so wurde der neue Jäger von den deutschen Piloten herzlich begrüßt. Anfangs gab es zwar strukturelle Fehler, aber die Probleme wurden schnell behoben. Obwohl das Flugzeug langsam war, wurde der Fokker-Dreidecker das bevorzugte Flugzeug vieler deutscher Jagdflieger. Dies lag an seiner hervorragenden Steigleistung und Manövrierfähigkeit, die es Ideal für enge Kurvenkämpfe mit deftigen Fliehkräften machten. Dazu hatte es die standardmäßigen zwei synchronisierten Maschinengewehre und nach Überwindung der Probleme bei der Qualitätskontrolle war es ein robustes Flugzeug. Obwohl dies manchmal behauptet wurde, war die Fokker Dr.I keine Kopie der Sopwith Triplane und hatte – abgesehen von den drei Flügeln – keine Gemeinsamkeiten mit dem britischen Entwurf. Zwar hatte der Fokker-Dreidecker nicht genügend Geschwindigkeit, jedoch konnte er zumindest seine Gegner bei Steigleistung und Manövrierfähigkeit übertreffen, während zu diesem Zeitpunkt die Albatros-Jäger nirgends mehr einen Vorteil hatten. Letztlich führte der höhere Luftwiderstand dazu, dass sich die Flugzeugkonstrukteure wieder von der Dreidecker-Konfiguration abwendeten. So wurde die Sopwith Triplane durch den Doppeldecker Sopwith Camel ersetzt, welche zwar keine bedeutend bessere Leistung hatte, jedoch viel robuster war und zwei Maschinengewehre hatte. Und auch die Fokker Dr.I wurde zum schnelleren Fokker D.VI-Doppeldecker weiterentwickelt. Jedoch stellte sich die Fokker D.VII mit den wassergekühlten Mercedes- oder BMW-Motoren als stärkeres Jagdflugzeug heraus, sodaß der Bau der Fokker D.VI nur sehr begrenzt war. Geschichte der Fokker Dr.I Wie schon erwähnt, was der Eindruck, den der britische Sopwith Triplane Dreidecker bei den führenden Kreisen des deutschen Militärs und der Luftfahrt hinterließ, derartig gewaltig, dass nicht weniger als vierzehn deutsche und österreich-ungarische Flugzeughersteller ihren eigenen Entwurf eines Dreideckers entwickelten. Es hatte offensichtlich ganz den Anschein, als wenn die magische Formel für den Erfolg im Luftkampf nun bei den Dreideckern liegen würde. Die meisten dieser Hersteller begannen mit ihren Entwürfen, nachdem einer der britischen Dreidecker im Juli 1917 erbeutet und inspiziert worden war. Damit begannen diese jedoch mit ihren Entwürfen ein gutes Stück nach Anthony Fokker, welcher eine Sopwith Triplane bereits im April 1917 an der Westfront in Aktion gesehen hatte. Es wurde oft behauptet, dass die Fokker Dr.I eine Kopie der Sopwith Triplane gewesen wäre, aber Reinhold Platz, der die Fokker-Maschine auf Wunsch seines Arbeitgebers entwarf, hatte niemals das britische Flugzeug gesehen und war eigentlich auch nicht von dessen Vorzügen überzeugt. Das Gerücht der Kopie hatte offensichtlich seinen Ursprung, als eine Fokker Dr.I von den Alliierten erbeutet werden konnte. Dazu schrieb ein gewisser M. Lagorgette in der ersten März-Ausgabe 1918 der französischen Zeitschrift L’Aerophile mehr oder weniger das folgende: Der feindliche Dreidecker ist im Effekt eine Kopie der Sopwith Triplane. Die Ähnlichkeit der beiden Flugzeuge ist sehr groß und es gibt bei beiden die gleichen Unterschiede zu den gewöhnlichen Jagdflugzeugen, da die Flügel bei beiden in gleicher Weise angeordnet sind, jedoch die Form und Dimensionen sich erheblich unterscheiden … Das Besondere an der Maschine ist jedoch, dass es keine Kabel oder irgend eine andere Form der Verspannung der Flügel gibt … Die Kontrollen sind wie bei den üblichen Fokker-Typen … Der Motor ist ein Oberursel-Umlaufmotor mit 100 oder 110 PS, was praktisch ein nachgebauter französischer Le Rhone ist … Die Bewaffnung besteht aus zwei starren Spandau-Maschinengewehren, welche zusammen oder einzeln abgefeuert werden können. Sie werden durch den Motor angetrieben und werden durch Boden-Kabel kontrolliert … Trotz Bedenken über die Leistungsfähigkeit des Dreidecker-Konzepts baute Reinhold Platz einen Prototyp, der als mehr …

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