Kriegstagebuch 25. November 1917



Tauschhandel Ostfront 1917
Nach dem Waffenstillstandsangebot der russischen Revolutionsregierung setzt reger Tauschandel zwischen den Schützengräben ein.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 25. November 1917:

Ostfront


Westrussland: Verbrüderungen bei Baranowitschi. Am Eisenbahnknotenpunkt von Orscha werden anti-bolschewistische Truppen daran gehindert, nach Moskau zu gelangen.

Heimatfronten

Russland – Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung (bis zum 27. November): Die Bolschewiki gewinnen nur 25% der Stimmen, d.h. 9,8 Millionen von 36 Millionen Wählerstimmen, was 225 Delegierte ergibt. Die Sozialisten erhalten 20,75 Millionen Stimmen und 420 Delegierte. Dies sind die letzten freie Wahlen bis 1989.
Ungarn: 100.000 Arbeiter marschieren durch Budapest für Frieden und die Russische Revolution.

Westfront

Cambrai: Deutsche Gegenangriffe bei Bourlon, die britische 40. Division verlor nun 4.000 Mann seit dem 23. November, nur noch 12 Tanks im Einsatz.
Verdun: Die Franzosen nehmen 800 Kriegsgefangene im Abschnitt Samogneux und am 27. November französischer Erfolg in der Nähe von Höhe 344.

Afrika

Mosambik: Lettow-Vorbeck überquert bis zum 26. November mit 2.000 Mann, 3.000 Trägern und einer Kanone den Fluss Rovuma bei Ngomano nach Portugiesisch-Ostafrika hinein, nur 1,5 km von einem portugiesischen Fort entfernt. Sein Angriff nimmt das Fort, zusammen mit 700 portugiesischen Gefangenen, 6 MGs, 30 Pferden und Vorräte für sechs Tage.

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell der Thompson MPi

    Amerikanische Maschinenpistole Thompson M1A1, M1, Modell 1928 sowie Reising Model 50 und 55. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Thompson M1A1, M1, Modell 1928 Typ: Maschinenpistole. Geschichte: Im Jahr 1916 wurde in den USA die Auto-Ordance Corporation gegründet, mit dem Ziel eine Reihe von Waffen zu entwickeln. Aber nur eine hat sich durchgesetzt, die Thompson-MP. 1918 sahen sich die amerikanischen Expeditionsstreitkräfte in Frankreich mit der Herausforderung konfrontiert, feindliche Schützengräben im Nahkampf zu säubern. Dazu war keine Waffe mit einer kräftigen Patrone erforderlich, vielmehr genügte eine Pistolenkartusche. Die Deutschen waren schon zu der gleichen Erkenntnis gelangt und hatten die MP 18 eingeführt, während der amerikanische General John Thompson die Entwicklung einer automatischen Waffe mit der Standard-0,45-inch-Pistolen-Kartusche einleitete. Die ersten Exemplare waren für einen Patronengurt wie bei Maschinengewehren, aber bald entstand daraus eine Zweihandwaffe der Art, welche von nun an als Maschinenpistole bezeichnet wurde. Benannt nach General T. Thompson, dem Entwicklungsdirektor der Firma, war der Prototyp im Jahr 1919 fertig. Das Abzugssystem beruhte auf Patenten von John Blish und beide Erfinder begründeten daher zusammen die Gesellschaft, welche sich anschließend mit der Vermarktung der Maschinenpistole befasste. Die ersten Produktionsmodelle erschienen 1921 und die Thompson MPi befand sich von nun an in kleinen aber kontinuierlichen Stückzahlen die ganzen 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Herstellung. Berühmt-berüchtigt wurde die Waffe vor allem durch El Capones Straßenschlachten in Chicago und auch bei der IRA in Irland. Als dann Hollywood damit anfing, seine Gangster-Filme zu drehen und die Thompson darin eine ‘Hauptrolle’ einnahm, wurde die Waffe über Nacht berühmt. Das Modell 1921 wurde von der Firma Colt in Hartford gebaut und bis zum Zweiten Weltkrieg wurden davon 15.000 Stück fertiggestellt, welche hauptsächlich für die US-Polizei bestimmt waren. Dieses Modell wurde niemals offiziell von den US-Streitkräften verwendet, jedoch wurden eine geringe Anzahl von Soldaten privat erworben und eingesetzt. Zum ersten Mal militärische Verwendung fand die Thompson Maschinenpistole beim US Marine Korps im Jahre 1927, wo die Waffe offiziell M1928 benannt wurde. Das Modell M1928 besaß anstelle des vorderen Pistolengriffs einen hölzernen Vorderschaft. Dazu kam ein Kompensator an der Laufmündung, welcher das Hochziehen der Waffe bei Dauerfeuer verringerte. Anschließend erschien die Version Modell M1928A1, welche einen anderen Schlagbolzen verwendet und bei einer Reihe von Streitkräften zum Einsatz kam. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa im Jahr 1939 war die Thompson MPi die einzige Maschinenpistole, welche außerhalb Europas hergestellt wurde. Da die britische Armee die Entwicklung einer eigenen Maschinenpistole verschlafen hatte, erfolgten zusammen mit Frankreich, Jugoslawien und Schweden umfangreiche Bestellungen. Kurz danach bestellt auch die US-Armee eine große Menge der MPi’s. Im Herbst 1939 wurde die M1928A1 auch bei der Firma Savage hergestellt und Frankreich bestellte als erste Nation für seine Streitkräfte 3.750 Exemplare. Ein Jahr später folgten erst Großbritannien, welches auch die von Frankreich ein Jahr zuvor bestellten Exemplare erhielt. Erst dann wurde sie auch beim amerikanischen Heer, der US-Marine und dem Marinekorps eingeführt. Durch die erstmalige Verwendung im britischen Heer hatte die Maschinenpistole ihren Spitznamen schnell erhalten und sollte ihn niemals wieder abgeben: die ‘Tommy Gun’. Sie wurde vor allem beim Dschungelkrieg in Burma verwendet, bis genügend Sten-MP zur Verfügung standen. Aber die Thompson war eine komplizierte Waffe. Der Herstellungsprozess war lang und die verwendeten Materialien von bester Qualität. Eine Tatsache, die sich in dem hohen Preis von fast 240 $ (über 500 Reichsmark, für die man bald neun deutsche MP40 erhielt) niederschlug. Bis Ende 1940 lagen Bestellungen für mehr als 318.000 Maschinenpistolen vor. Bisher wurde die Waffe nur von den Firmen Colt unter Lizenz produziert, aber nun baute die Auto-Ordnance Corporation bis Ende des Sommers 1941 ihre eigene Fabrik. Der Savage Arms Corporation war ebenfalls eine Lizenz zur Herstellung der Waffe erteilt worden und beide Fabriken bauten mehr als 1,5 Millionen Thompson M1928A1 und M1/M1A1 von 1940 bis 1943. Um die Herstellung der Waffe zu vereinfachen, wurde 1941 der Feuermechanismus durch einen nicht verriegelten Verschluss vereinfacht und auf das Trommel-Magazin wurde zugunsten eines 20- oder 30-Schuss-Kastenmagazin verzichtet. Ebenso wurde die Verarbeitung vereinfacht in dem ein einfaches Holz-Vorderteil statt des Haltegriffs verwendet wurde. Die sich daraus ergebende Waffe wurde die M1-Maschinenpistole der US-Armee im April 1942. Diese wurde im Oktober 1942 durch weitere Veränderungen am Feuermechanismus zur Thompson M1A1. Jedoch waren die technischen Verbesserungen und die Materialeinsparungen gering, sodass die Produktion der Thompson-Maschinenpistole bereits 1943 zugunsten der neuen M3 Grease Gun eingestellt wurde. Die Thompson M1A1 Maschinenpistole hatte viele Nachteile. Sie war kompliziert zu bauen, zu teuer selbst in ihrer vereinfachten Form, und sie war schwer. Aber dafür hatte sie einen Vorzug, den sie in den Augen der Soldaten hervorragend machte: sie war zuverlässig ! Probleme mit einer Thompson waren ein seltenes Ereignis, vorausgesetzt, sie wurde richtig gepflegt. Sie war während des Zweiten Weltkriegs und noch viele Jahre danach die bevorzugte Waffe bei britischen Kommandos und US-Rangers. Bemerkenswert ist auch, dass trotz des komplizierten Schließsystem der frühen Modelle, die Chinesen so beeindruckt von der Waffe waren, dass sie mit der Herstellung ihrer eigenen Kopien schon 1930 begannen – natürlich ohne jemals eine Lizenz zu kaufen. Animation 3d-Modell Thompson M1A1 Spezifikationen Thompson Modell 1928 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Reising Modell 50 Maschinenpistole Diese Waffe wurde von Eugene Reising entwickelt, im Juni 1940 patentiert und noch im gleichen Jahr erstmals produziert. Nach Tests durch verschiedene US-Behörden wurde sie in die militärische Produktion genommen und eine geschätzte Menge von etwa 100.000 Stück dieses und des ähnlichen Modells 55 wurden produziert, bevor die Herstellung 1945 eingestellt wurde. Die beiden Modelle 50 und 55 sind jedoch die am wenigsten erfolgreichen amerikanischen Maschinenpistolen des Zweiten Weltkriegs und zwei gute Beispiele dafür, was schiefgehen kann, wenn die grundlegende Rückschlagfunktion durch etwas ersetzt wird, was scheinbar bessere Funktionalität verspricht. Die Reising war insofern eine eher ungewöhnliche Waffe, da sie einen gebremsten Masseverschluss verwendete, sodass die Maschinenpistole bei verriegeltem Verschluss feuerte, was eine bessere Treffergenauigkeit ergab. Beim Abfeuern drückte der Rückstoß der Patronenhülse den Bolzen zurück, wobei das Öffnen aber verzögert wurde. Gleichzeitig wurde der Bolzen durch Nocken, die in den Bahnen im Gehäuse der Waffe angebracht waren, entriegelt und abgesenkt. Der mehr …

  • Soldat bereitet Abschuß Panzerfaust vor

    Rückstoßlose Wegwurf-Waffe zur Panzervernichtung. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Panzerfaust Modell 30, 30K, 60, 100, 150, 250 Typ: leichte, Rückstoßlose Wegwurfwaffe zur Panzervernichtung Geschichte: Das Auftreten der schweren russischen Panzer KW-1 und T-34 im Jahre 1942 führte zu einem Bedarf an einer leichten, aber wirksamen Panzerabwehr-Waffe, welche von der deutschen Infanterie verwendet werden konnte. Dr. Langweiler von der Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG) wurde daher im Sommer des Jahres mit der Entwicklung einer geeigneten Waffe beauftragt. Langweiler entwickelte eine einfache Rückstoßlose Waffe, genannt Faustpatrone, welche aus einem 36 cm langen Rohr bestand, gefüllt in der Mitte mit Schießpulver und einer Hohlladungsbombe am anderen Ende. Die Waffe wurde am ausgestreckten Arm gehalten und ein Abzug entzündete das Schießpulver. Dieses feuerte die Hohlladungsbombe nach vorn, während der Rückstoß aus dem anderen Ende des Rohres für den Ausgleich sorgte. Das Gerät funktionierte zwar gut, aber als Waffe war es nicht zu gebrauchen, da es keine Zielvorrichtungen hatte. Die Anbringung einer Zielvorrichtung würde jedoch bedeuten, dass der Schütze näher an der Waffe sein müsste. So wurde das Rohr verlängert, sodass die Rückstoß-Flammen hinter dem Schützen austraten. Die Bombe erhielt Flossen aus Feinblech, die um den Schwanz gewickelt waren, während sich diese noch im Rohr befand. Der Sprengkopf war viel größer als der Durchmesser des Rohres und befand sich am vorderen Ende. Eine einfache Zielvorrichtung wurde eingebaut und die Waffe wurde Panzerfaust 30 genannt, wobei die Zahl immer die effektive Reichweite in Metern angab. Nach einer Reihe von Tests wurde sie im Oktober 1943 mit einer Rate von 200.000 Stück je Monat in die Produktion genommen. Eine weitere Version, die Panzerfaust 30K (K=klein), welche eine Hohlladungsbombe mit einem kleineren Durchmesser verwendete, wurde ebenfalls mit 100.000 Stück je Monat produziert. Da die Durchschlagskraft der Panzerfaust 30 mit 140 mm auf eine Panzerung mit 30° Winkel als ausreichend angesehen wurde, erfolgte die Weiterentwicklung in erster Linie bei der Steigerung der Reichweite. Die Treibladung wurde erhöht, was zwar die Verwendung von dickeren Rohren erforderte, aber die Beschleunigung und Reichweite erhöhte. Der Entwurf war Anfang 1944 fertig und während des Sommers wechselte die Produktion von der Panzerfaust 30 zur Panzerfaust Modell 60. Weitere Entwicklungsarbeiten zur Vergrößerung der Reichweite führten zur Panzerfaust 100, bei der die Treibladung durch einen Luftspalt in zwei Einheiten aufgeteilt wurde, um eine gestaffelte Zündung und einen nachhaltigen Schub zu erzeugen. Dieses Modell ging im November 1944 neben der Panzerfaust 60 in Produktion. Alle Modelle waren bis hierhin die ersten Wegwurfwaffen der Kriegsgeschichte, da sie nur einmal abgefeuert wurden. In dem Bestreben dies ökonomischer zu handhaben und die Leistungen noch weiter zu verbessern, wurde nun die Panzerfaust 150 entwickelt. Bei diesem Modell wurde die Treibladung an den Schwanz der Bombe befestigt und Zündstreifen zum Abschuss verwendet. Auf diese Weise konnte angenommen werden, dass das Rohr bis zu zehnmal schnell nachgeladen werden konnte, bevor es unbrauchbar wurde. Die Hohlladungsbombe wurde ebenfalls neu gestaltet, um bei gleicher Durchschlagskraft Sprengstoffe einzusparen. Zudem wurde ein optionaler Fragment-Überzug für die Bombe entwickelt, welcher die effektive Bekämpfung von ‘weichen’ Zielen, wie Fahrzeugen und Soldaten, ermöglichen sollte. Die Produktion dieses Modells begann im Januar 1945 und dauerte bis zum April an, wobei etwa 100.000 Stück hergestellt wurden. Aber aufgrund der katastrophalen Transportsituation zu dieser Zeit erreichten nur noch wenige die kämpfende Truppe. Zu guter Letzt war da noch die Panzerfaust 250 in der Entwicklung als der Krieg endete. Hierbei wurde eine Bombe mit einem längeren Schwanz und einer verbesserten Treibladung verwendet, die elektrisch gezündet wurde.   Da alle Modelle der Panzerfaust weitgehend ähnlich waren, reicht eine allgemeine Beschreibung der Panzerfaust 60 aus: Der Hauptteil bestand aus einem Weichstahl-Rohr mit einer kleinen Öffnung am Ende, welches aus Austrittsdüse für die Gase diente. Dazu kam ein einfacher Feuermechanismus und ein Visier zum Zielen oben auf der Waffe. Die Bombe bestand aus dünnem Blech auf einem hölzernen Stab, auf dem sich die einziehbaren Flossen befanden. Die Treibladung befand sich in einer Papierhülse hinter der Bombe und unter dem Auslöser. Zur Sicherheit befand sich eine Verriegelung am Rand des Gefechtskopfes. Um zu feuern wurde die Verriegelung entfernt und das Visier aufgerichtet. Dieses hatte drei Einstellungen für 30, 60 und 80 Meter. Nachdem das Visier aufgerichtet war, gab dieses auch den Auslöser frei. Der Schütze steckte das Rohr nun unter den Arm, zielte auf das Ziel und drückte auf den Auslöser, um zu feuern. Dies löste eine Blattfeder mit einem kleinen Schlagbolzen, der auf das Zündhütchen schlug, die Treibladung zündete und die Bombe abschoss. Anscheinend ist es aber heute üblich in den Romanen über den 2. Weltkrieg die Panzerfaust als ein primitives und unwirksames Stück Müll zu beschreiben, welches in den letzten Tagen des Krieges an Volkssturm-Einheiten ausgegeben wurde. Dies ist jedoch weit von der Wahrheit entfernt. Sie war eine höchst effektive Panzervernichtungswaffe und wurde von der Wehrmacht häufig an der Ost- und Westfront verwendet. Die extrem hohen Panzerverluste der Sowjets in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges (die selbst die zu diesem Zeitpunkt höchsten russischen Produktionszahlen deutlich überstiegen) beim Kampf um die deutschen Städte sind höchstwahrscheinlich auf die ständig zunehmende Verwendung der Panzerfaust zurückzuführen. Alleine bei den letzten Kämpfen in Berlin sind nach sowjetischen Angaben rund 700 Panzer der Roten Armee nur durch die Panzerfaust vernichtet worden. In den Händen eines erfahrenen Soldaten konnte die Waffe jeden Panzer stoppen – und selbst heute noch würde ihre Leistung auf dem Gefechtsfeld beeindrucken. Animation 3d-Modell Panzerfaust Modell 60 Spezifikationen Panzerfaust Modell 60 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Im Nahkampf zerstörte russische Panzer an der Ostfront vom Januar bis April 1944:

  • Macchi C.205V Veltro.

    Macchi C.205V Veltro, bestes italienisches Jagdflugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Macchi C205V Veltro Typ: Jagdflugzeug. Geschichte: Die Entwicklung des besten italienischen Jagdflugzeuges des 2. Weltkrieges, der Macchi C.205V Veltro, wurde durch die Behörden des italienischen Luftfahrtministeriums verschleppt, welche es aus unterschiedlichen Gründen vorzogen, die neuen Fiat G55 Centauro und Reggiane Re 2005 zu unterstützen, anstatt den viel einfacheren und gradlinigen Weg zu beschreiten, die bereits etablierte MC.202 Folgore weiterzuentwickeln. Tatsächlich behob die Macchi C.205V Veltro eine Reihe von Mängeln, welche ihren Vorgänger plagten, insbesondere die zu leichte Bewaffnung. Bei 80 Prozent Gemeinsamkeiten mit der MC.202 hatte die C.205 den neuen Daimler-Benz DB605 RC58-Motor und es war vorgesehen, zwei deutsche Mauser-Kanonen in den Flügeln einzubauen. Dies machte die C.205V schwerer als die C.202, aber die größere Leistung des neuen Motors machte dieses zusätzliche Gewicht wett und steigerte die Leistung des Jagdflugzeuges. Eine C.202 der Serie IX wurde aus der Produktionsreihe von Folgore entnommen und zum C.205 Prototypen umgebaut. Angetrieben von einem deutschen Original-Motor flog der erste Prototyp erstmals am 19. April 1942. Die unmittelbaren Eindrücke waren sehr positiv, das Jagdflugzeug erschien als viel besser als die C.202 und hatte hervorragende Flugeigenschaften. Die erste Serienmaschine rollte aus der Macchi-Fabrik in Vanese im Oktober 1942, knapp sechs Monate nach dem Erstflug. Es war die erste Maschine einer Vorserie von 100 Stück. Der einzige Unterschied zu den Prototypen war die Installation eines bei Fiat in Lizenz nachgebauten DB605-Motors. Die Produktion begann aber nur tropfenweise, da die italienische Luftwaffe darauf bestand, dass die Produktionsanlagen der C.202 und der veralteten C.200 Saetta parallel zur neuen Maschine weiter liefen. Verzögerungen bei der Auslieferung der DB605-Motoren führten zu einer Begrenzung des monatlichen Ausstoßes von nur etwa neun oder zehn C.205 bis zum Ende des Jahres 1942 und nicht vor Februar des nachfolgenden Jahres konnte die Produktion verdoppelt werden. Das war immer noch weniger als die durchschnittlich 50 monatlich gleichzeitig gebauten M.C202 Folgore. Darüber hinaus war die 20-mm-Mauser-Kanone noch schwieriger zu produzieren als die Motoren, und die meisten der ersten 100 Exemplare mussten mit 7,7-mm-Maschinengewehre wie die C.202 ausgerüstet werden. Kampfeinsätze Der erste Einsatz der C.205 kam im Februar 1943, als vier Flugzeuge die Macchi C202 der 1.Stormo der Regia Aeronautica auf Sizilien und Pantelleria ergänzten. Bis Ende März war ihre Zahl dann auf 21 angestiegen. Das Flugzeug hatte den ersten Kampfeinsatz am 7. April über Tunesien, als Jäger von Pantelleria See- und Lufttransporte zwischen Italien und Tunesien sicherten. An diesem Tag trafen sie auf eine überlegene Anzahl von Spitfire V und Curtiss P-40, wobei sie erfolgreich abschnitten. Bis zum 19. April sollen sie tatsächlich 18 Flugzeuge der Alliierten zerstört haben. Mit dem Verlust des Achsen-Brückenkopfs in Tunesien wurde Pantelleria unsicher und die gesamte Einheit wurde im Mai nach Sigonella auf Sizilien verlegt, von wo aus sie italienische Torpedobomber sicherten, welche alliierte Flottenverbände angriffen. Nach dem Fall von Pantelleria waren die C.205 Veltro jedoch gezwungen, sich auf die Verteidigung von Angriffszielen der alliierte Bomber zu konzentrieren, welche Sizilien für die bevorstehende Invasion ‘weich-klopfen’ sollten. In diesem Zeitraum verlor die Einheit fast alle ihre C.205V und im Juli wurden sie durch die 4. Stormo abgelöst, während die 1. Stormo nach Venedig zur Neuausrüstung verlegt wurde. Die 4. Stormo hatte Nordafrika bereits im Januar 1943 verlassen und wurde nach Campoformido und Bresso verlegt, wo die Einheit mit der Veltro neu ausgerüstet wurde. Am Tag der alliierten Landung auf Sizilien am 10. Juli 1943 verfügte die Einheit über nicht mehr als 10 einsatzbereite C.205V in der Nähe von Catania, zusammen mit 38 C.202 Folgore. In ihrer Verzweiflung schickte die italienische Luftwaffenführung noch 10 weitere C.205V von der 51. Stormo sowie 8 Re.2005. Obwohl die deutsche Luftwaffe weitere 400 Jäger in dem Kampfraum hatte, konnten die gesamten Achsen-Luftwaffen zusammen nur wenig gegen die Alliierten ausrichten, welche eine eindrucksvolle Luft-Armada von 4.900 Flugzeugen aufboten. Nach vier Tagen zog sich die 4. Storme auf das italienische Festland bei Crotone zurück, nachdem eine große Anzahl von Veltros im Kampf oder bei Unfällen verloren gingen und eine weitere Anzahl beschädigter Maschinen auf dem Flugfeld zerstört werden musste, um sie nicht in feindliche Hände fallen zu lassen. Anfang September verfügte das 4. Stormo über 30 C.205V und sollte diesmal die alliierte Landung bei Reggio Calabria ab dem 3. des Monats von neuen Stützpunkten bei Castrovillari und Gioia del Colle bekämpfen. Die Kämpfe hielten dort unvermindert für die nächsten zwei Tage an. Eine andere bedeutende Einheit, welche die Veltro in den Einsatz flogen, was die 3. Stormo. Die Einheit war ebenfalls ein Veteran der Kämpfe in Nordafrika und erhielt die ersten paar C.202 Folgore beim Rückzug nach Tunis. Im Juni wurde sie nach Ciampino und im Juli nach Cerveteri verlegt, wo ihre 18. Gruppo eine Anzahl von C.205V erhielt, während die 23. Gruppo mit Bf 109 G-6 ausgerüstet wurde. Die Aufgabe war die Verteidigung des Luftraums bei Rom. Der erste heftige Kampfeinsatz erfolgte am 13. August 1943, als alliierte Bomber einen schweren Angriff gegen Eisenbahnziele außerhalb von Rom flogen. Die 24. Gruppo erhielt neue C.205 Veltro, wobei die Piloten auf den neuen Typ noch auf dem Flugplatz Cagliari-Monserrato wechseln mußten, bevor sie nach Venafiorita zurückverlegt wurden. Bei einem Zwischenfall wurden die C.205V während des Starts von einem heftigen alliierten Bomberangriff überrascht. Pilot Tenente Cavlli gelang es jedoch zu entkommen und die angreifenden Bomber einzuholen, wobei er zwei Stück abschoss. Während der alliierten Invasion von Sizilien war die 51.Stormo, eine Elite-Jagdeinheit der italienischen Luftwaffe, sehr stark mit der Verteidigung Sardiniens beschäftigt. Dabei schossen sie bis Ende Juli zehn P-40 für den Verlust von drei C.205 ab. Im Luftkampf war die Veltro ein erfolgreiches Jagdflugzeug mit einer eindrucksvollen Bilanz. Am 2. August 1943 zum Beispiel trafen sechs C.205V auf eine viel größere Zahl von P-38 Lightning und P-40 und schossen fünf US-Jäger für den Verlust einer Macchi ab. National-Republikanische Luftwaffe Als Italien am 8. September 1943 den Waffenstillstand erklärte, hatten die Alliierten sich bereits auf dem italienischen Festland festgesetzt. Das Land versank im totalen Chaos und splittete sich in einen südlichen und nördlichen mehr …

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