Kriegstagebuch 26. November 1917


Gefangene-Sammelstelle für Italiener
Gefangenen-Sammelstelle für Italiener bei Tolmein.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 26. November 1917:

Südfronten


Trentino: Die österreichische Edelweiß-Division (am 27. November nur noch 2.000 Mann stark) kann den Col della Berretta nicht gegen zwei italienische Brigaden, das Alpini Val Brenta-Bataillon und die 60. Bersaglieri nehmen. Der Mt.Pertica wechselt sieben Mal den Besitzer und wird von beiden Seiten mit Feuer eingedeckt, welche sich unterhalb des unbesetzten Gipfels befinden.
Piave: Die österreich-ungarischen Truppen räumen heimlich den Brückenkopf Zenson bis zum 2. Dezember.

Seekrieg

Deutschland: Die Marine dehnt die U-Boot-Sperrzone aus, auf 1.150 km vor der irischen Küste und dem Gebiet um die Azoren und die Kapverdischen Inseln mit Gültigkeit ab dem 11. Januar 1918. Im Mittelmeer wird der 32 km breite, sichere Korridor nach Griechenland geschlossen.

Luftkrieg

Cambrai: 12 DH4-Bomber der 49. Squadron fliegen den ersten Angriff der Westfront auf den wichtigen Eisenbahnendpunkt östlich von Cambrai, aber die andere Einheiten wechseln bis zum 29. November zu strategischen Routine-Zielen.

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Im Blickpunkt:
  • Rommel besichtigt die 21. Panzer-Division

    Teil II: Neuaufstellung, Gliederung und Panzerbestand der 21. Panzer-Division und ihr Einsatz im Westen und Osten 1943 bis 1945. hier zu Teil I: 21. Panzer-Division in Nordafrika. Neuaufstellung 1943 Kurz nach ihrem Untergang in Tunesien wurde die 21. Panzer-Division jedoch in der Normandie in Frankreich wieder neu aufgestellt. Mit Termin 15. Juli 1943 wurde beim Oberbefehlshaber West auf eigene Initiative hin die ‘Schnelle Brigade 931’ bei der deutschen 7. Armee in 21. Panzer-Division/neu umbenannt. Zentrale Einheiten dieser Neuaufstellung waren das verstärkte Panzer-Grenadier-Regiment 931, zwei Kradschützen-Kompanien, das gepanzerte Artillerie-Regiment 931 unter Oberst Feuchtlinger und das in Frankreich gebildete Panzer-Regiment 100. Hinzu kam ein beträchtlicher Kader ehemaliger ‘Afrikaner’ aus dem ‘Afrika-Stau’ aus Urlaubern, Genesenen und Verstärkungen in Italien und Südfrankreich, welche schon in der ursprünglichen 21. Panzer-Division in Nordafrika gekämpft hatten und den Esprit de Corps und die Traditionen des Verbandes aufrechterhielten. Der Divisionsstab dieser neuen 21. Panzer-Division wurde aus dem Stab der Artillerie-Brigade West und Teilen der Panzer-Brigade 10 gebildet. Das Panzer-Grenadier-Regiment 125 bestand aus drei Bataillonen des verstärkten Pz.Gren.Rgt. der ‘Schnellen Brigade West’. Das Panzer-Grenadier-Regiment 192 wurde aus Teilen des Pz.Gren.Rgt 931 und anderen Infanterie-Einheiten beim Oberbefehlshaber West gebildet. Die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 21 entstand aus den zwei Kradschützen-Kompanien, welche verstärkt wurden. Ende 1943 kam noch der Großteil der motorisierten Aufklärungs-Lehr-Abteilung hinzu. Das Panzer-Regiment 100 war schon im Januar 1943 bei der Panzer-Brigade 100 in Versailles aufgestellt worden. Es verfügte über den Stab und zwei Panzer-Kompanien der Panzer-Abteilung 223. Allerdings war dieses Panzer-Regiment ursprünglich nur mit veralteten französischen Beute-Panzern von zweifelhaftem Kampfwert ausgerüstet. Ab Mai 1944 wurde die Einheit als Panzer-Regiment 22 bezeichnet. Zwar hatten bis Sommer 1944 deutsche Panzertypen viele von den französischen Beute-Panzern ersetzt, aber selbst dann noch gab es einen nicht unerheblichen Anteil veralteter Fahrzeuge, wie PzKpfw IVB und PzKpfw IVC und sogar noch einige alte PzKpfw III. Deshalb befand sich die neu aufgestellte Division über ein Jahr als Besatzungstruppe in Frankreich, da sie wegen ihrer mangelhaften Ausstattung als nicht geeignet für die Ostfront angesehen wurde. 1944 wurde der Zusatz ‘/neu’ im Namen fallen gelassen und die Division wieder als 21. Panzer-Division bezeichnet. Im Frühjahr 1944 erhielt das Panzer-Grenadier-Regiment 125 Schützenpanzer und die Panzer-Aufklärungs-Abteilung und das Panzer-Pionier-Bataillon hatten drei bzw. zwei Kompanien mit mittleren Schützenpanzern. Die Neuaufstellung wurde Mitte Mai 1944 in der Normandie östlich von Caen abgeschlossen. Dabei verfügte das Panzer-Regiment 22 am 1. Juni über insgesamt 110 Panzer. Die I. Abteilung hatte 4 Panzer-Kompanien zu je 17 PzKpfw IV mit langer 7,5-cm-Kanone. Bei der II. Abteilung befanden sich 5 PzKpfw IV mit langer Kanone beim Stab und bei der 5. bis 7. Kompanien ebenfalls 5 PzKpfw IV mit langer Kanone, der Rest bestand dort weiterhin aus französischen Beute-Panzern. Bei der 8. Kompanien waren 6 PzKpfw IV mit kurzer 7,5-cm-Kanone vorhanden. Insgesamt waren noch 35 Somua S-35 und 2 Hotchkiss-Panzer französischer Bauart in der Division vorhanden. Jedoch war die artilleristische Feuerkraft der Division Mitte 1944 sehr stark. Gliederung 1944 Westfront 1944 Die 21. Panzer-Division wurde nach Abschluss ihrer Aufstellung und überwiegender Neuausrüstung ab Mitte Reserve bei der Heeresgruppe B von Rommel im Abschnitt des LXXXIV. Armee-Korps. Bei der alliierten Invasion am 6. Juni 1944 war die 21. Panzer-Division dann der einzige deutsche Panzer-Verband, welcher sich in der Nähe der Landeköpfe befand. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Teile ihres Panzer-Regimentes in der Nähe auf einer Übung, waren aber nur mit Übungsmunition bewaffnet. Deshalb mussten sie erst schnell zurückgerufen werden, um mit richtiger Munition bewaffnet zu werden. Bedingt durch die Abwesenheit Rommels, welcher sich zum Geburtstag seiner Frau in Deutschland befand, da eigentlich zu schlechtes Wetter für eine Invasion angekündigt war, sowie das Zaudern seiner Stellvertreter, erhielt die 21. Panzer-Division erst um 10:30 Uhr den Befehl zu einem Gegenangriff in Richtung Küste. Der Angriff erfolgte mit drei Kampfgruppen zu beiden Seiten des Flusses Orne. Die ‘Kampfgruppe von Lucke’ des Befehlshabers des Panzer-Grenadier-Regiment 125 bestand aus dem verstärkten II. Bataillon mit der 4. Kompanie des Panzer-Regiment 22 und Teilen der Panzer-Aufklärungsabteilung 21 und Sturmgeschütz-Abteilung 200. Deren Angriff erfolgte östlich der Orne über Stützpunkte der verteidigenden deutschen 716. Infanterie-Division hinweg und traf auf britische Fallschirmjäger südlich von Ranville an der östlichen Flanke des britischen Landekopfs ‘Sword’. Die ‘Kampfgruppe Rauch’, Kommandeur des verstärkten Panzer-Grenadier-Regiments 192, griff westlich der Orne zur Küste in Richtung Lion-sur-Mer an. Um Benouville kam es zu Kämpfen mit britischen und kanadischen Fallschirmtruppen. Bis zum Abend konnte diese Kampfgruppe, welche jetzt von General Marcks, dem kommandierenden General des LXXXIV. Armee-Korps geleitet wurde, über Periers die Küste erreichen. Nördlich von Lagrune-sur-Mer gruben sich die Soldaten in Verteidigungsstellungen ein. Die ‘Panzer-Kampfgruppe von Oppeln’, dem Kommandeur des Panzer-Regiment 22, welcher über rund 80 mit langer 7,5-cm-Kanone bewaffneter Panzerkampfwagen IV, Schützenpanzern und die Selbstfahrlafetten des Artillerie-Regiments 155 verfügte, griff Mittags die zwischenzeitlich schon besetzten britischen Abwehrstellungen des Landekopf ‘Sword’ nördlich von Caen an. Die Briten hatten schon schwere Pak und Artillerie in Stellung gebracht und so mussten die deutschen Panzer ihre Marschrichtungen immer wieder stark ändern. Im unübersichtlichen und ansteigenden Gelände der Normandie wurden sie schließlich von starken britischen Pak-Stellungen bei Periers und Bievelle zum Stehen gebracht und mussten zur Rundum-Verteidgung übergehen. Nachdem sie die angreifende britische 27. Panzer-Brigade zerschlagen hatten, mussten sie sich bis zum 9. Juli in die Gegend nördlich von Caen zurückziehen. Die 21. Panzer-Division war dann an den Abwehrkämpfen in der Normandie vom 9. Juli bis 6. August 1944 beteiligt, wo sie ihre Stellungen bei Caen gegen wiederholte britische Angriffe hielt, darunter während der ‘Operation Goodwood’. In diesen Wochen, welche auf die Landung folgten, schlug die Division ununterbrochen aus ihren eingegrabenen Stellungen in der Gegend vor Caen auf die alliierten Truppen ein und hatte großen Anteil daran, den Zeitplan der Alliierten schwer durcheinander zu bringen. Nach dem Ausbruch der Invasions-Streitkräfte im Westen des alliierten Brückenkopfes wurden Teile der 21. Panzer-Division, welche bei der 12. SS-Panzer-Division der 5. Panzer-Armee eingesetzt waren, im Kessel von Falaise eingeschlossen. Diesen gelang der Ausbruch nur unter dem Verlust nahezu aller schweren Waffen und mit nur sechs PzKpfw IV. Die Besatzungen der verlorenen Panzer mussten als Infanterie eingesetzt werden. Panzerbestand der 21. Panzer-Division während der mehr …

  • Langstrecken-Jäger Ju 88C

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten am 20. September 1942. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942 im Einsatz. Diese Kriegsgliederung der deutschen Luftwaffe vom 20. September 1942 gibt die Einsatzstärken und Flugzeugausstattung der Einheiten der deutschen Luftwaffe wieder, als diese relativ am stärksten war. Nach drei Jahren Krieg hatte der von deutschen Truppen kontrollierte Machtbereich schon fast seine größte Ausdehnung erreicht. Ein großer Teil der Luftwaffe unterstützte das Feldheer in Russland, dessen am weitesten vorwärts befindliche Verbände sich gerade durch den äußeren Verteidigungsring von Stalingrad kämpften. Auf dem Kriegsschauplatz im Mittelmeer befand sich die Frontlinie in der Nähe von El Alamein in Ägypten und die Belagerung von Malta hatte ihre kritischste Phase erreicht. Im Westen hatten die Luftflotte 3 und in Deutschland selbst der Luftwaffenbefehlshaber Mitte starke Kräfte an Tag- und Nachtjägern zur Verfügung, um die strategischen Bombenangriffe der englischen Royal Air Force und der US Army Air Force zu bekämpfen. An jeder dieser Fronten wurde die Luftwaffe von nun an durch die gegenüberliegenden englischen, amerikanischen und russischen Luftstreitkräfte zurückgedrängt. In jedem weiteren Monat, der nun noch während des 2. Weltkrieges folgte, würde die deutsche Luftwaffe relativ etwas schwächer werden, während gleichzeitig die gegnerischen Luftstreitkräfte schrittweise jeden Monat relativ stärker werden würden. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 20. September 1942: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffel-Stärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942 Vom 7. Juni bis 1. Juli 1942 flog die deutsche Luftwaffe 23.751 Einsätze gegen die sowjetische Festung Sewastopol auf der Krim, bei denen 20.529 Tonnen Bomben abgeworfen wurden. Zur Einnahme dieses Bollwerks musste die Luftwaffe rollende Angriffe in einem bisher nicht gekannten Ausmaß durchführen und warf dabei fast soviel Bomben ab, wie auf England während des ganzen Jahres 1941 (21.860 Tonnen) zusammen.   Am 4. Juli 1942 griffen erstmals USAAF-Piloten bei einem Einsatz mit A-20 Boston Bombern gegen deutsche Flugplätze in Holland in die Kämpfe in Europa ein. Durch die zunehmende Anzahl der Angriffe der westlichen Alliierten mussten seit Sommer 1942 nahezu zwei Drittel der deutschen Flugzeuge im Westen stationiert werden. Dies bedeutete, dass immer weniger erfahrene Jagdpiloten und moderne Jagdflugzeuge für die Ostfront zur Verfügung standen. So waren zum Zeitpunkt des Falls Blau, den Vorstoß in den Kaukasus und auf Stalingrad, nur noch 2.350 bis 2.500 Flugzeuge aller Typen an der Ostfront, während die Rote Luftwaffe über dreimal soviel Maschinen verfügte. Im Bereich der Jagdflugzeuge waren die Sowjets sogar vier zu eins überlegen. Allerdings waren die deutschen Flugzeugtypen und ihre Piloten den Russen noch überlegen – und trotzdem erzielte die Rote Luftwaffe im Juli erstmals die uneingeschränkte Luftherrschaft im Raum Woronesch am Don. Am 17. August 1942 griffen die Amerikaner dann endgültig in den Luftkrieg über Westeuropa ein, als 12 B-17 Fliegende Festung der Ausführung E der 97. Bombergruppe der 8. US-Luftflotte, angeführt von Brigade-General Eaker im Bomber ‘Yankee Doodle’, den Bahnhof Sotteville-les-Rouen an der Seine im Tageslicht angriffen. Dagegen kam die deutsche Luftwaffe bei der anschließenden Landung bei Dieppe am 19. August einen großen Sieg erringen. Die Alliierten flogen 2.462 Einsätze, wobei die RAF 106 die USAAF 8 Flugzeuge verloren, während dagegen 45 deutsche Flugzeuge verloren gingen.   Zu diesem Zeitpunkt verlegte die Rote Luftwaffe mehrere Fliegerdivisionen aus dem Raum Moskau an die Südfront, wo der Kampf um Stalingrad begonnen hatte. Erstmals tauchten dabei auch die neuen La-5-Jäger auf und die Russen übernahmen nun auch die Taktiken der deutschen Jäger, wie ‘Freie Jagd’ und der Flug in Ketten zu zwei Paaren. Vom 13. bis 18. September 1942 bekämpfte die deutsche Luftwaffe wieder einmal einen Arktis-Konvoi in der Barentssee. Deutsche Bomber und Torpedoflugzeuge versenkten vom Konvoi PQ-18 insgesamt 10 Schiffe mit 52.908 BRT. Dabei gingen 20 deutsche Flugzeuge verloren. Davon einige durch den erstmaligen Einsatz eines britischen Geleitträgers auf dieser Konvoi-Route, welcher mit 12 umgebauten alten Hawker Hurricane aus der Vorkriegszeit bestückt war. Deutsche U-Boote versenkten zudem zwei weitere Frachtschiffe und einen Tanker mit zusammen 17.742 BRT. Im September 1942 erfolgten durchgehende Überfälle alliierter Jäger und Jagdbomber im Westen, welche die deutsche Luftabwehr schwer unter Druck setzte. Dagegen steigerte die deutsche Nachtjagd ihre Leistungen weiter und so konnte das XII. Fliegerkorps am 28. September seinen Tausendsten Abschuss erzielen. Zur Vorbereitung des Unternehmen Torch mussten die amerikanischen und britischen Bombereinsätze vorübergehend eingeschränkt werden. Nach einem letzten Angriff von 108 US-Bombern auf die französische Stadt Lille am 9. Oktober 1942 änderte sich die Ziele nun auf die deutschen U-Boot-Stützpunkte an der Atlantik-Küste, während die britische Royal Air Force ihren Schwerpunkt in den Mittelmeer-Raum verlagerte. In dieser Zeit der relativen Ruhe im Westen und über dem Reichsgebiet wurde die deutsche Jagdabwehr reorganisiert. Dabei wurden alle Tag- und Nachtjäger-Verbände in mehr …

  • Messerschmitt Me 264V1

    Messerschmitt Me 264 ‘Amerika’-Langstreckenbomber. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder des Amerika-Bombers, Parasiten-Jäger Me 328 und weiterer Langstrecken-Bomber-Projekte. Messerschmitt Me 264 Typ: Langstrecken-Bomber. Geschichte Inoffiziell als ‘Amerika-Bomber’ bezeichnet, war der Entwurf der Messerschmitt Me 264 ein unbewaffneter Langstreckenbomber mit der außergewöhnlich großen Reichweite von 45 Stunden Flugzeit, welcher auf der Strecke von Berlin nach New York 1.800 kg Bomben mitführen sollte. Die Arbeit an drei Prototypen unter Dr. Konrad begann 1941 und die Me 264 V1 (RE+EN) flog erstmals am 23. Dezember 1942. Das Versuchsflugzeug wurde von vier Jumo 211J-1 Motoren in serienmäßigen Motorgehäusen der Ju 88A-4 angetrieben und verfügte über einen Treibstoffvorrat von 25.250 Litern in den Flügeln. Der Flug dauerte jedoch nur 22 Minuten, da sich durch einen Fehler das Fahrwerk nicht einziehen ließ. Am 23. März 1943 trat bei der V1 ein weiteres Versagen des Fahrwerks auf. Zwischen August 1943 und April 1944 wurde die Me 261 V1 mit vier BMW 801 G-2 Sternmotoren ausgerüstet. Nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 wurde das Konzept des Amerika-Bomber dahingehend geändert, dass ein Flugzeug mit sechs Motoren und größerer Bombenzuladung verlangt wurde. Deshalb wurden die Prototypen V2 und V3 als Aufklärungsflugzeug Me 264A weiterentwickelt, mit vergrößerter Flügelspannweite, BMW 801-Motoren, Leuchtfackeln, drei Fotokameras und einem zusätzlichen Treibstofftank im Bombenschacht. Motoren und wichtige Bestandteile der Flugzeugzelle waren gepanzert und als Abwehrbewaffnung waren zwei 20-mm MG151 und vier 13-mm MG131 vorgesehen. Die unbewaffnete Me 264 V2 sollte auch BMW-Motoren erhalten und die Flügelspannweite wurde auf 43 Meter vergrößert. Der Prototyp V2 wurde jedoch Ende 1943 oder Anfang 1944 (unterschiedliche Quellenlage) bei einem alliierten Luftangriff zerstört, noch bevor er ein einziges Mal fliegen konnte. Die V1 wurde nach 49 Probeflügen der Transportstaffel 5 in Memmingen zugeteilt und am 16. April 1944 ebenfalls bei einem Luftangriff zerstört. Während dieser Testflüge wurden verschiedene Motoren ausprobiert und es kam dabei immer wieder zu Verzögerungen aufgrund von Stabilitätsproblemen und Leitwerks-Flattern. So blieb nur die V3 übrig, welche der Prototyp für die geplante A-Serie sein sollte. Mit einer Spannweite von 43 Metern sollte das Flugzeug 565 km/h in einer Flughöhe von 8.000 Metern bei einem Gewicht von 49.000 kg erreichen. Die maximale Reichweite lag bei 12.500 km. So weit bekannt, wurde das Flugzeug aber niemals fertiggestellt und das gesamte Programm des sechsmotorigen Me 264 Amerika-Bombers wurde Ende 1944 eingestellt. Der geplante ‘Amerika-Bomber’ Me 264B wurde mit sechs Motoren entworfen. Es blieb hierbei aber nur beim Entwurf, da der Kriegsverlauf die weitere Entwicklung illusorisch machte. Eine Reihe weiterer Versionen waren ursprünglich geplant worden, darunter eine mit Turboprop- oder Hilfs-Turbojet-Motoren und eine mit einem Me 328 Eskort-Jäger. Diese kleinen und billigen ‘Parasiten’-Jäger Me 328 wurden für die He 177 und Me 264 entwickelt und sollten bei Gefahr von der Trägermaschine freigegeben werden, um diese zu verteidigen oder mit einer angebrachten Bombe von 1.000 oder 1.400 kg zielgenaue Punktangriffe zu fliegen. Die Version A-3 sollte dabei sogar vom Mutterflugzeug in der Luft aufgetankt werden können. Spezifikationen für Messerschmitt Me 264 Amerika-Bomber Spezifikationen: Bewaffnung: Einsatzstatistik: Parasiten-Jäger Me 328 Auf der Grundlage früherer Studien der Firmen DFS und Messerschmitt nahm das Projekt der Me 328 im Frühjahr 1943 Fahrt auf. Ursprünglich war das Flugzeug als billiger, weitgehend entbehrlicher ‘Parasiten’-Jäger gedacht, welcher an einem Langstreckenbomber vom Typ He 177 oder Me 264 angebracht werden sollte, um diesen bei Angriffen feindlicher Jäger zu schützen. Schließlich wurden drei Jäger- und drei Jagdbomber-Versionen vorgeschlagen: die mit kurzen Flügeln versehene Me 328A-1 mit zwei Geschützen MG 151 und zwei Pulsstrahltriebwerken. Die mit längeren Flügeln, vier Pulsstrahltriebwerken und zusätzlich zwei weiteren MK 103 Maschinenkanonen auf insgesamt 4 Geschützen verstärkte A-2. Die A-3, welche der A-2 ähnlich war, aber auch im Flug betankt werden konnte. Die Jagdbomber B-1 und B-2, welche den Jägern A-1 bzw. A-2 ähnlich waren, aber zusätzlich eine 1.000-kg-Bombe tragen sollten. Schließlich noch die B-3 mit einer 1.400-kg-Bombe. Drei Prototypen wurden von der DFS gebaut und sieben von Jacob Schweyer Segelflugzeugbau. Als Erstes wurde die V1 ohne Triebwerk vom Rücken einer Do 217E aus im Flug getestet. Dabei stellte sich heraus, daß der Entwurf aerodynamisch schlecht war. Die Argus As014 Pulsstrahltriebwerke wurden in Anordnungen von zwei oder vier Stück unter den Flügeln und an den Rumpfseiten ausprobiert, aber ihre lauten Geräusche und Vibrationen verursachten ständige Probleme. Deshalb wurden die Jäger der Me 328A-Serie schließlich aufgegeben. Schweyer begann mit dem Bau einiger Me 328B-Prototypen, für die vorgeschlagen wurde, sie vom 5./KG 200 als Gleitbomben zu verwenden. Die Flugzeuge wurden aber niemals fertiggestellt und das schließlich geplante Projekt der Me 328C mit Jumo 004B-Strahltriebwerken wurde niemals durchgeführt. Die Me 328B-1 hatte zwei AS014 Pulsstrahltriebwerke mit je 300 kg Schub, eine Spannweite von 8,60 Metern, eine Länge von 6,83 Metern, eine Flügelfläche von 9,40 m² und wog beladen 3.230 kg. Damit konnte sie 698 km/h Höchstgeschwindigkeit bei einer Gipfelhöhe von 4.000 Metern erreichen und hatte eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern. Weitere Langstrecken-Bomber-Projekte Zwei weitere ‘Amerika’-Langstreckenbomber wurden von den Firmen Junkers und Focke-Wulf auf den Weg gebracht. Dies war zu einem die Junkers Ju 390, welche von Diplom-Ingenieur Kraft aus der Ju 290 entwickelt wurde. Den Ursprung hatten die Flugzeuge in dem Ju 89 Bomber. Aus diesem wurde die Ju 90 als kommerzielles Transportflugzeug für die DLH (Deutsche Lufthansa) entwickelt, welche erstmals am 28. August 1937 flog. Diese zivile Ju 90S mit starkem BMW 139 Motoren war der Stolz der Lufthansa. Bis 1939 flog die Maschine mit neuen Flügeln und den BMW 801 Motoren. 1940 wurden einige der Flugzeuge von der Luftwaffe zum Einsatz beim Unternehmen Weserübung, der Invasion von Norwegen, übernommen.   Mehrere der Ju 90 wurden Prototypen der Militärversion Ju 290. Die Ju 290A-0 und A-1 Transportflugzeuge wurden erstmals für die Luftbrücke nach Stalingrad im Winter 1942/43 verwendet. Von der Ju 290 wurden 65 gebaut, einschließlich fünf Ju 290A-1, drei A-2, fünf A-4, 29 A-5, etwa 12 A-7 und eine A-8. Diese unterschieden sich hauptsächlich bei Abwehrbewaffnung und Treibstoffzuladung und wurden erstmals Anfang 1943 eingesetzt. Die A-8 trug dabei mit zehn MG 151 und drei MG 131 die schwerste Abwehrbewaffnung eines im Zweiten Weltkrieg eingesetzten mehr …

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