Kriegstagebuch 29. November 1917


Alabtros-Jäger über Alpen
Ein deutscher Albatros-Jäger auf Erkundungsflug an der italienischen Front.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 29. November 1917:

Luftkrieg


Italienische Front: Erster britischer Flugeinsatz über den italienische Linien im Abschnitt Montello, wobei 1 österreich-ungarischer Einsitzer niedergeht, aber Jägerangriffe verhindern die Fotoaufklärung durch RE8-Flugzeuge.
500 US-Flugschüler begannen am 28. November in Foggia in Italien mit ihrer Piloten-Ausbildung.

Ostfront

Rumänien: Russische Kanonen vereiteln eine deutsche Operation im Trotus-Tal.

Politik

Frankreich: Alliierte Pariser Konferenz (bis zum 3. Dezember). Lord Lansdownes Brief im Daily Telegraph drängt auf einen Kompromiss-Frieden mit Deutschland. Der Kriegskabinett schiebt einen Riegel vor die bolschewistische Propaganda und suspendiert alle Hilfslieferungen an Waffen für Russland.
Deutschland: In einer Rede des Reichskanzlers wird das Friedensangebot der Bolschewiki begrüßt. Der Kaiser drängt Kühlmann, ‘trotz allem’ ein Bündnis mit Russland zu suchen.

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Im Blickpunkt:
  • Flugzeug fliegt über Admiral Hipper

    Schwere Kreuzer Hipper-Klasse: Admiral Hipper, Blücher, Prinz Eugen. Entwurf, Geschichte, Einsätze, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell der deutschen Kreuzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Hipper-Klasse (3 Schiffe: Admiral Hipper, Blücher, Prinz Eugen) Typ: Schwerer Kreuzer. Geschichte: Der Versailler Vertrag verbot den Bau deutscher schwerer Kriegsschiffe. Jedoch wurde 1935 der deutsch-engli­sche Flottenvertrag ratifiziert, welcher es der Kriegsmarine erlaubte, bis zu 35 % der Tonnage der britischen Royal Navy in der entsprechenden Kriegsschiffs-Klasse zu bauen. Dadurch konnte das Deutsche Reich fünf Kreuzer entsprechend des Washingtoner Vertrags bauen. Diese wurden unter der Bezeichnung Hipper-Klasse von 1935 bis 1936 auf Kiel gelegt. Allerdings war die deutsche Kriegsmarine mehr an der Konstruktion kampfstarker Kriegsschiffe als an der Einhaltung irgendwelcher interna­tionaler Vertragsbestimmungen interessiert. Die vertragliche Grenze von 10.160 Tonnen wurde von den Schiffen der Hipper-Klasse jedenfalls deutlich überschritten. Gleichzeitig mit dem Entwurf der Bismarck-Klasse wurde 1934 auch mit dem der neuen schweren Kreuzern begonnen. Der etwas abenteuerliche Einsatzzweck der Hipper-Klasse war ursprünglich, die schweren Kreuzer der französischen Marine in Schach zu halten, um den Franzosen die Möglichkeit zu nehmen, Truppen und Nachschub über das Mittelmeer von Französisch-Nordwestafrika nach Südfrankreich zu transportieren. Admiral Hipper und Blü­cher, welche zuerst fertiggestellt wurden, hatten noch einen geraden Steven und den kap­penlosen Schornsteinen, wie er für deutsche Kriegsschiffe aus der Anfangszeit des Zweiten Weltkriegs typisch war. Beim dritten Schiff Prinz Eugen war der Steven verlängert und der Schorn­stein erhielt einen Aufsatz. Dies wurde auch nachträglich bei Admiral Hipper geändert, während Blü­cher vor ihrem geplanten Umbau beim Unternehmen Weserübung im Oslo-Fjord versenkt wurde. Zusätzlich gehörten zu den Umbaumaßnahmen zwei weitere Flak-Richtgeräte, welche zusätzlich an Bord kamen. Bei Prinz Eugen war dies alles von Anfang an berücksichtigt worden und sie hatte vier Flak-Richtgeräte, den Schornsteinaufsatz sowie ausladenden Vorsteven mit längerem Schiffsrumpf. Jedes Schiff der Klasse verfügte über Bug- und Seitenwülste, eine schlagkräftige Torpedobewaffnung und ein passives Bugsonar. Ihr Entwurf erfolgte, als die meisten anderen Marinen schon keine Kreuzer mehr mit einer Bewaffnung aus 20,3-cm-Geschützen konstruierten. Daher waren sie in vielen Bereichen besser als die meist vorhandenen Schiffe dieser Art und waren auch den älteren, entsprechend den Washingtoner Verträgen konstruierten, französischen Kreuzer überlegen. Allerdings mit der zwar kleineren, aber besser geschützten französischen Algerie wäre der Ausgang eines Gefechtes fraglich gewesen. Die Baltimore-Klasse der US-Marine, welche allerdings erst während des Zweiten Weltkrieges von 1941 bis 1943 auf Kiel gelegt wurde, hatte eine stärkere Bewaffnung, dickere Panzerung sowie ein zusätzliches Flugzeug bei etwa gleicher Wasserverdrängung und war damit eindeutig besser. Bei der Hipper-Klasse schränkte vor allem aber der relativ geringe Fahrbereich und die unzuverlässigen Maschinen ihre Verwendung als Handelszerstörer ein. Nur durch ein weit verzweigtes, schon vor Kriegsausbruch eingerichtetes Netz aus deutschen Versorgungsschiffen und Tankern, waren weiträumigere Operationen denkbar. Allerdings waren sie zu dieser Zeit durchaus kampfkräftige Schiffe, welche auch beim unabhängigen Einsatz eine starke Hauptartillerie zum Einsatz bringen konnten. Beim Unternehmen Rheinübung erzielte Prinz Eugen noch vor dem Schlachtschiff Bismarck Treffer auf dem britischen Schlachtkreuzer Hood. Dazu kam noch eine hervorragend geleitete Flugabwehr-Bewaffnung. Im Anschluss an den Hitler-Stalin-Pakt von 1939 beabsichtigte die deutsche Führung, die Prinz Eugen und die zwei noch nicht fertiggestellten schweren Kreuzer der Hipper-Klasse an die Rote Flotte abzugeben, um dafür im Austausch Rohstoffe und kriegswichtiges Material von der Sowjetunion zu erhalten. Letztlich wurde aber nur die am geringsten fertiggestellte Lützow nach Leningrad geschleppt, während Prinz Eugen ent­wurfsgemäß in Dienst gestellt wurde und Seydlitz zum Flugzeugträger umgebaut werden sollte. Admiral Hipper in der Barents-See Der schwere Kreuzer Admiral Hipper nahm an Operationen in der Barents-See und im Atlantik teil. Am 30. Dezember 1942 war das Schiff, zusammen mit dem ehemaligen Panzerschiff Deutschland und zwischenzeitlich als Schweren Kreuzer Lützow klassifiziert, an der Schlacht in der Barentssee beteiligt. Nachdem der Arktis-Konvoi PQ-17 vernichtet wurde und auch der nachfolgende Geleitzug PQ-18 schwere Verluste erlitten hatte, wurden die Konvois nach Nord-Russland für eine Weile ausgesetzt. Anschließend gab es eine neue Konvoi-Bezeichnung und Taktik, bei welcher der große Konvoi mit den Code-Buchstaben JW westlich von Norwegen in zwei Teile aufgespalten wurde, damit diese jeweils einfacher zu befehligen und zu verteidigen waren. Die Eskorte aus zusätzlich zwei britischen Kreuzern und zwei Zerstörern sicherte erst den Teilkonvoi JW-51A, welcher ohne Verluste durchkam und lief anschließend zu JW-51B zurück, welcher durch sechs Zerstörer eskortiert wurde. Zusätzlich zu diesen Eskorten stand noch eine Ferndeckung aus einem Schlachtschiff, einem Kreuzer und drei Zerstörern weiter westlich. Ein deutsches U-Boot entdeckte jedoch JW-51B und meldete die Position. Daraufhin wurden den schweren Kreuzern Admiral Hipper und Lützow mit je drei Zerstörern der Befehl zum Auslaufen aus dem Altafjord für den 30. Dezember 1942 um 18 Uhr gegeben. Admiral Hipper hatte den Auftrag, die Konvoi-Sicherung auszuschalten, während Lützow den Konvoi vernichten sollte. Admiral Hipper sichtete JW-51B am nächsten Morgen, wurde aber vom britischen Geleitschutz rechtzeitig entdeckt, welcher eine Nebelwand vor den Konvoi legte. Da fünf der sechs britischen Zerstörer angriffen, drehte der deutsche Kreuzer ab. Zwischenzeitlich liefen jedoch die drei deutschen Zerstörer auf den Konvoi zu, sodass zwei der britischen Zerstörer zu diesem zurückgeschickt wurden. Nun drehte auch Admiral Hipper wieder ein und beschädigte den britischen Zerstörer Onslow schwer, zog sich dann aber wieder zurück. Zwischenzeitlich hatte die britische Kreuzer-Sicherung das Gefecht bemerkt und lief darauf so schnell wie möglich zu. Aber zum gleichen Zeitpunkt erschien Lützow auf der anderen Seite des Konvois, wo sich keine britischen Zerstörer mehr befanden. Da Kapitän Stange auf der Lützow keine Ahnung hatte, wer da vor ihm war, drehte er wieder ab. Jetzt drehte Admiral Hipper noch einmal ein und versenkte den Zerstörer Achates, bevor sie wieder abdrehte. Dieses Manöver führte dazu, dass sie zwischen die herankommenden zwei britischen Kreuzer mit ihren zwei Zerstörern und die verbliebenen vier Zerstörer von JW-51B geriet. Admiral Hipper erhielt drei Treffer, bevor die drei deutschen Zerstörer den Abbruch erzwangen, von denen allerdings einer dabei versenkt wurde. Zwischenzeitlich eröffnete Lützow nun doch auf der anderen Seite das Feuer auf den Konvoi, aber durch die Nebelwand der Zerstörer gelang kein Treffer. Nach dem Gefechtsbeginn um 9:15 Uhr brachen die deutschen Schiffe den Kampf um 12:00 Uhr ab und liefen zu ihrer Basis zurück. Obwohl der deutsche Verband mehr …

  • Zar Boris III. von Bulgarien

    Die Streitkräfte von Bulgarien im Zweiten Weltkrieg von 1941 bis 1944. Kriegsgliederung und Divisionen, Uniformen, Luftwaffe und Flugzeugausstattung und Marine. Während des Zweiten Weltkrieg war das zaristische Bulgarien offiziell nur im Krieg mit England und Amerika. Sein Bündnis mit Deutschland entstammte zum Teil aus der Erfahrung der guten Zusammenarbeit während des Ersten Weltkriegs, zum Teil aus der Hoffnung auf territoriale Gewinne und zum Teil aus Misstrauen gegenüber den sowjetischen Absichten. Bulgarische Streitkräfte Nach dem Balkanfeldzug, während dem deutsche Truppen Bulgarien durchqueren durften, wurde es dem Land erlaubt das griechische Makedonien, Thrakien und Saloniki zu besetzten – ein riesiges Gebiet von rund 50.000 Quadratkilometern. Die Hauptaufgabe der bulgarischen Armee zwischen 1941 und 1944 war die Besetzung dieser neuen Territorien, wo sie oft Seite an Seite mit Truppen anderer Achsenmächte einen erbarmungslosen Krieg gegen Partisanen führte. Im Sommer 1944 bestand die bulgarische Armee aus mehr als 21 Infanterie- und zwei Kavallerie-Divisionen sowie zwei Grenzbrigaden. Sieben ihrer Divisionen standen unter deutschem Operationsbefehl in West-Makedonien und Serbien zur Sicherung der deutschen Hauptversorgungslinie zwischen Belgrad und Griechenland. Bis auf 10 Divisionen waren alle Verbände veraltet ausgerüstet, vom Pferdetransport abhängig und verfügten über keine modernen Kampffahrzeuge oder Panzerabwehrgeschütze. Die Panzer-Brigade war mit 60 deutschen Kampfpanzern (PzKpfw 38(t), PzKpfw IV ) ausgerüstet und in der gesamten bulgarischen Armee gab es nur 121 Panzer (darunter auch französische Renault R-35). Bulgarische Kriegsgliederung in Jugoslawien und Griechenland 1941-1944: Als sich Ende August 1944 eine sowjetische Heeresgruppe der bulgarischen Grenze näherte und da Zar Boris III., ein loyaler Verbündeter Deutschlands bereits ein Jahr zuvor unter mysteriösen Umständen gestorben war, kam es am 9. September zu einem Staatsstreich. Die neue bulgarische Regierung der Vaterländischen Front machte Frieden mit den Alliierten und wechselte die Seiten. Die Streitkräfte wurden von ihren reaktionärsten Offizieren gereinigt, Politoffiziere (Kommissare nach sowjetischem Vorbild) wurden ernannt und über Nacht wurden aus Königlichen Garde-Regimentern sogenannte Volksbefreiungsbrigaden. Im Oktober 1944 war das bulgarische Heer gegliedert in die 1., 2. und 4. Armee sowie einer strategischen Reserve von insgesamt: 10 Infanterie-Divisionen, 1 Garde-Division, 2 Kavallerie-Division, 1 Panzerbrigade, 1 unabhängige Brigade. Nun war es die Aufgabe der 1., 2. und 4. bulgarischen Armee, zusammen mit sowjetischer Luftunterstützung, den deutschen Truppen den Rückzug aus Griechenland und der Ägäis zu verlegen. Die Kämpfe waren jedoch noch lange nicht vorbei und hart. Die Beziehungen zwischen den vorherigen Feinden waren oft angespannt, während das Überlaufen auf die andere Seite und die Unsicherheiten über die Zukunft die Moral drückten. Im Mai 1945 fand sich die bulgarische Armee an den Grenzen zu Österreich wieder, wo sie am 13. Mai mit britischen Truppen zusammentraf. Zwischen September 1944 und Mai 1945 verloren die Bulgaren 31.910 Gefallene, Verwundete und Vermisste. Uniformen bulgarische Armee Der überwiegend zaristisch-russische Einfluss auf die Uniformen der bulgarischen Armee blieb bis zum Ende des Krieges bestehen, trotz der Einführung einer Reihe deutscher Merkmale wie Kragenabzeichen. Der rechts abgebildete Offizier trägt die Kriegsdienstuniform mit dem Mantel, der für Generaloffiziere mit scharlachroten Reversen und scharlachroten Paspeln um den Kragen, mit Manschetten vorne unten und am Halbgürtel sowie auf den Taschenklappen auf der Rückseite versehen war. Die unter dem Mantel getragene Tunika hatte entweder einen Steh- und Fallkragen oder einen offenen Kragen, der mit Hemd und Krawatte getragen wurde. Die Rangabzeichen erschienen in Form der russischen Schulterklappen, waren aber viel schmaler. Sowohl die Reithosen als auch die langen Hosen hatten entweder den roten Doppelstreifen (Lampassen) für Generäle oder Paspeln in der Farbe der Waffengattung bei anderen Offizieren. Es gab drei grundlegende Arten der Kopfbedeckung. Zum ersten den Stahlhelm, der in der Tschechoslowakei hergestellt wurde und das deutsche Muster wieder aufgriff. Die Seitenmütze hatte auf der rechten Seite ein Schild in den Nationalfarben weiß, grün und rot und auf der Vorderseite einen vergoldeten bulgarischen Löwen aus Metall oder Messing. Auf der linken Seite trugen die Offiziere eine Spitze mit Rangunterscheidungsmerkmalen. Die Schirmmütze war khakifarben mit farblich abgesetztem Band und Paspelierung sowie schwarzem Schild und Kinnriemen. Auf der Vorderseite befand sich eine ovale Metallkokarde in den Nationalfarben. In der Abbildung oben rechts ist auf der linken Seite ein Infanterist in Sommeruniform dargestellt. Die Stofftunika war einreihig mit Steh- und Fallkragen, sechs Knöpfen vorne und Brust- und Seitentaschen mit dreizackigen Taschenklappen nach österreichischem Muster. Die Waffengattung wurde durch die Farbe der Schulterriemen und Kragenabzeichen identifiziert. Der Mantel bestand aus grobem, graubraunem Stoff und war zweireihig, aber mit einer einzigen mittleren Reihe von sechs Metallknöpfen vorne und sechs Metallknöpfen an der Vorderseite und vertikalen Seitentaschen mit Schlitz. Die Panzerbesatzungen trugen eine Standard-Armeeuniform mit entweder einem khakifarbenen Overall oder einer Lederjacke und einem italienischen Leder-Panzerhelm. Rangabzeichen Rangabzeichen wurden von allen Dienstgraden an den Schulterriemen und an der linken Seite der Seitenmütze getragen. Die Farben der Waffengattung erschienen auf der Schirmmütze, sowie als Paspel oder Unterlage auf den Schulterklappen. Die Knöpfe, Abzeichen und Spitzen waren entweder aus Gold oder Silber, je nach Waffengattung. Rangabzeichen der bulgarischen Armee und Luftwaffe: Oberste Reihe (v.l.n.r.): Kragenspiegel Armee-General bzw. Luftwaffen-General (in blau), Kragenspiegel Armee-Offiziere bzw. Luftwaffen-Offiziere (in blau). Mittlere Reihe (v.l.n.r.): Schulterstücke für General, Generalleutnant, Generalmajor (Luftwaffe), Oberst (Pioniere), Generalleutnant (Artillerie), Major (Pioniere), Hauptmann (Luftwaffe), Leutnant (Infanterie), Zweiter Leutnant (Luftwaffe), Kadett (Luftwaffe). Unterste Reihe (v.l.n.r.): Schulterstücke für Stabsfeldwebel, Unterfeldwebel, Unteroffizier, Soldat 1. Klasse (Luftwaffe), Soldat (Luftwaffe); dann Mützenabzeichen Luftwaffen-General, Mützenabzeichen Armee-Offiziere, Mützenabzeichen Luftwaffen-Offiziere, Kragenspiegel Luftwaffen-Kadett. Bulgarische Luftwaffe Nach dem 1. Weltkrieg wurde durch den Frieden von Neuilly (1919) die Militärluftfahrt in Bulgarien verboten. Dieses Verbot wurde aber später umgangen. Mitte der 1930er Jahre wurde die bulgarische Luftwaffe mit italienischer und deutscher Hilfe aufgebaut und die Bestimmungen des Vertrages von 1919 wurden im Jahr 1938 offiziell nicht mehr anerkannt. Im folgenden Jahr lieferte Polen Jagdflugzeuge und Schlachtflieger und im September 1939 bestand die bulgarische Luftwaffe aus 8 Flieger-Regimentern (Orliak, insgesamt 130 Flugzeuge, davon ca. 40 Aufklärungsbomber PLZ P.43 Karas). Der Ausbruch des Krieges schnitt Bulgarien von den polnischen Lieferungen ab und die Italiener wurden durch ihren Achsenpartner verdrängt, sodass der Weg frei war für die Deutschen, die bulgarische Luftwaffe zu durchsetzen. Eine bulgarische Militärmission im von Deutschland besetzten Tschechien kaufte eine Reihe ehemaliger Flugzeuge der tschechoslowakischen Luftwaffe, darunter 72 Avia B-534 mehr …

  • Opel Blitz 3-Tonner

    Opel Blitz, erfolgreichster deutscher Drei-Tonnen-Lastkraftwagen der Wehrmacht. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Opel Blitz Typ: mittlerer 3-Tonnen-LKW. Geschichte Ende der 1930er Jahre bestand der Fuhrpark der deutschen Wehrmacht aus mehr als einhundert unterschiedlichen Fahrzeugtypen und stellte ein enormes logistisches Problem dar. Ein fast schon verzweifeltes Programm, diese Situation untere Kontrolle zu bringen, wurde unter der Aufsicht von General von Schell, welcher der Direktor für die Motorisierung war, auf den Weg gebracht. Seine Aufgabe war es, die große Anzahl der unterschiedlichen Fahrzeugtypen zu reduzieren und wenigstens etwas von einer Standardisierung einzuführen. Als die Pläne endgültig vorgelegt wurden, sollten nur noch 30 unterschiedliche Fahrzeugtypen in der Wehrmacht vorkommen. In der Kategorie der 3-Tonner-LKW war Opels Modell das erfolgreichste. Der Opel Blitz 4×2 war ein konventioneller Entwurf und verfügte über eine in der Privatwirtschaft übliche Fahrerkabine aus Pressstahl mit einem hölzernen Rahmen. Unter dem sogenannten Schell-Programm wurden alle 4×2-Fahrzeuge als Typ S bezeichnet. Der 4×2 Typ wurde in vielen verschiedenen Varianten gebaut, zum Beispiel als universeller Transporter, Treibstoffkessel-Kraftwagen, Einheits-Kofferaufbau u.v.m. Als im Osten und Nordafrika der Bedarf an besserer Geländegängigkeit immer wichtiger wurde, entschied die Firma Opel, auch ein Modell als Vierrad-Drei-Tonnen-LKW mit der Bezeichnung Typ A auf der Grundlage des gleichen Fahrgestells wie des Typs S zu bauen. Die Hinzunahme einer angetriebenen Vorderachse ergab eine enorme Verbesserung über dem gewöhnlichen 4×2-LKW und der Radstand wurde um 15 cm beim 4×4-LKW verringert. Eine Vorgelege-Schaltung gab dem Fahrzeug somit eine Auswahl aus insgesamt 10 Vorwärtsgängen. Während des Produktionszeitraumes von 1937 bis 1944 wurden etwa 70.000 Opel Blitz Lastkraftwagen gebaut und zudem noch mehr als 25.000 Allrad-Modelle. Bis Ende 1944 war das Bauprogramm aber durch alliierte Bombenangriffe und den Verlust vieler Werke in den bisher besetzten europäischen Ländern vollkommen zerrüttet, sodass die Produktionspläne für 1945 völlig unmöglich geworden waren. Die Varianten des Aufbaus waren unendlich, von denen das populärste noch der Einheits-Kofferaufbau war. Ebenso endlos war der Einsatzzweck der Opel Blitz. Die Fahrzeuge wurden als Lazarett-Wagen, mobile Labors, Wäscherei-Wagen, mobile Kommandoposten, Feld-Wohnwagen, Funkwagen, Verschlüsselungsbüros und mobile Werkstätten verwendet, um nur ein paar davon zu nennen.   Der Fahrzeugrumpf wurde aus Bauholz und gepresster Pappe gefertigt, um wertvolles Stahl zu sparen. Im späteren Verlauf des Krieges, als Rohstoffe zunehmend knapper wurden, wurden auch die Fahrerkabinen aus Holz und gepresster Pappe hergestellt und wurden als Einheits-Fahrerhaus oder Ersatz-Fahrerhaus bezeichnet. Während des Winters an der Ostfront kamen auch die Vierrad-getriebenen Lastkraftwagen nahezu zum Stillstand und die Waffen-SS ließ deshalb ein einzigartiges Drei-Viertel-Halbkettenfahrzeug aus dem Opel Blitz Typ A und den Kettenlaufwerken der veralteten PzKpfw I entwickeln. Die hintere Antriebswelle wurde verkürzt und die Fahrerachse wurde nach vorne versetzt, um mit den Kettenrädern ausgerichtet zu sein. Aufgrund seiner Leistung wurde das Maultier, wie das Fahrzeug bezeichnet wurde, für die Serienproduktion für die Wehrmacht übernommen. Ähnliche Konvertierungen wurden auch für Ford- und Daimler-Benz-Lastkraftwagen vorgenommen, waren aber nicht so zahlreich. Animation 3d-Modell Opel Blitz Drei-Tonner Pritsche (zivile Ausführung) Spezifikationen Opel Blitz m.Lkw. 3 to Spezifikationen: Animation 3d-Modell Opel Blitz Drei-Tonner (Plane) Leichtlastkraftwagen Deutsche Kleinlaster vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bestanden aus kommerziellen 4×2-Entwürfen, wobei nur die Aufbauten sie als militärische Fahrzeuge erkennbar werden ließen. Der Phänomen-Granit hatte einen luftgekühlte Motor und wurde in großen Zahlen verwendet, insbesondere in der Rolle des Ambulanzfahrzeugs. Obwohl der Granit ein nützliches Fahrzeug für den Transport von Güter und Nachschub auf festen Straßen war, ließen die Fähigkeiten des Fahrzeuges, querfeldein zu fahren, viel zu wünschen übrig. Deshalb wurde eine Ausschreibung für einen 6×4-Lkw herausgegeben und die deutsche Industrie reagierte sofort. Daimler-Benz baute bereits sein Daimler-Benz G3 6×4 Modell von 1928, von denen viele bei er deutschen Eisenbahn (Reichsbahn) verwendet wurden. Die Büssing-NAG in Braunschweig stellte auch ihren Büssing-NAG G31 von 1933 bis 1935 her. Während die meisten Serienfahrzeuge mit Benzinmotoren ausgestattet waren, wurden auch einige versuchsweise mit Dieselmotoren versehen. Daimler-Benz, Büssing-NAG und Krupp produzierten auch Fahrgestelle, welche auch als Grundlage für gepanzerte Fahrzeuge dienten. Obwohl noch beim Polenfeldzug eine breite Palette von Fahrzeugtypen bei der Wehrmacht in Verwendung war, so wurde danach das Schell-Programm begonnen, dessen Ziel es war, die Lastkraftwagen auf wenige Modelle zu beschränken. So sollte der Daimler-Benz 1500A der Ersatz für alle vorhandenen Lastkraftwagen mit 2 Tonnen Nutzlast sein, von denen viele beim Heer für allgemeine Aufgaben verwendet wurden. Truppentransporter wurden aus den Fahrzeuglinien der schweren Kraftfahrzeuge hergestellt, mit herunterklappbaren Abdeckhauben. Für die Wehrmacht baute auch Steyr in Österreich drei grundlegende Typen: einen Lastkraftwagen für allgemeine Aufgaben, ein schweres Befehlsfahrzeug und einen Truppentransporter. Alle wurden durch einen luftgekühlten V-8-Motor angetrieben. Die Firma baute auch den 6×4-Transporter Steyr Modell 640, welcher auch Ambulanz- und Befehlsfahrzeug-Varianten umfasste. Einer der gängigsten Typen, welcher in den frühen Tagen des Zweiten Weltkriegs verwendet wurde, war das Krupp Kfz 81 6×4, welches im Allgemeinen als Artillerie-Zugmaschine eingesetzt wurde. Der ‘Krupp Boxer’, wie er bekannt wurde, hatte einen 4-Zylinder horizontal gegenläufigen Motor und hatte eine rundum unabhängige Aufhängung. In Ungarn dagegen wurden nur wenige Fahrzeuge gebaut. Diese war der 6×4-Truppentransporter Botond für 14 Soldaten. In der Tschechoslowakei produzierte Tatra der 2-Tonner Tatra T92 mit V-8-Motor. Dieses Modell wurde erst von der tschechischen Armee und später von den Deutschen verwendet. Die Praga RV-Modelle waren wiederum 6×4-Typen und wurden als Allzweckfahrzeuge, Kabel- und Kommandowagen verwendet. Das Schell-Pogramm wurde begonnen, um diese zahlreichen 6×4-Fahrzeuge überflüssig zu machen, konnte aber nie mit dem Bedarf Schritt halten, sodass die älteren Modelle bis Kriegsende eingesetzt werden mussten und danach in zivilen Händen weiterbenutzt wurden. Doch leichte Lastkraftwagen um die 1,5-Tonner herum hatten bei den deutschen Streitkräften sowieso keine große Bedeutung. Nur die kleinere Variante des Opel Blitz trat öfters auf. Die meisten anderen Fahrzeuge dieser Klasse wurden als schwere Pkw oder Ambulanzfahrzeuge verwendet. Schwere Lastkraftwagen Die meisten deutschen schweren Lastkraftwagen waren im Grunde zivile Fahrzeuge oder Typ S-Modelle im Rahmen des Schell-Programms. Die Mehrheit bestand aus 4×2 4 bis 6 Tonnern, wie zum Beispiel der MAN ML4500, welcher auch in Österreich bei OAF gebaut wurde. Der Mercedes L4500A ist ein typisches Beispiel für diesen deutschen Fahrzeugtyp, wie er von der Wehrmacht eingesetzt wurde. Angetrieben von einem Daimler-Benz OM67/4 6-Zylinder-Dieselmotor bildete er mehr …

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