Hinter der Pak 40



Hinter der Pak 40

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Im Blickpunkt:
  • Fw 190 D-12

    Deutsche Abfangjäger und Höhenjäger Focke-Wulf D-Serie (Dora) und Ta 152 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Focke-Wulf Fw 190D, Ta 152, Ta 153. Typ: Abfangjäger und Höhenjäger der deutschen Luftwaffe. Geschichte Fw 190 Dora und Ta 152 Seit dem ersten Aufeinandertreffen mit den Jagdflugzeugen der Royal Air Force war es für die Verantwortlichen bei der Firma Focke-Wulf Flugzeugbau klar, dass die Fw 190 A ein großartiger Erfolg war. Die Varianten des Fw 190 Jabo ersetzen später dann auch die Ju 87 Stuka als wichtigstes Bodenangriffsflugzeug der deutschen Luftwaffe. Der einzige Nachteil des Flugzeuges war der drastische Leistungsabfall in großen Flughöhen. Selbst mit der gewaltigen GM-1-Stickstoffoxid-Druckerhöhungs-Einrichtung war die Leistung dort enttäuschend. Während dieser Nachteil bei Luftkämpfen in niedriger Höhe über dem Gefechtsfeld oder bei Bodenangriffen nicht besonders wichtig war, schränkte es jedoch das große Potenzial der Fw 190 als Luftübergelegenheitsjäger ein, insbesondere gegen alliierte Jagdflugzeuge wie die P-51D Mustang. Die Antwort auf dieses Problem schien im Austausch des Motors zu bestehen. Die Vorstellungen von offizieller Seite waren es, den Jumo 213 Motor zu verwenden, aber der Konstrukteur Dipl.Ing. Kurt Tank bevorzugte den größeren DB 603. Beide Antriebe waren V12-flüssigkeitsgekühlte Umkehrmotoren in der 2.000-PS-Klasse. Seit Anfang 1942 wurden zahlreiche Prototypen und Entwicklungsflugzeuge mit diesen beiden Motoren gebaut und geflogen. Dies waren hauptsächlich Fw 190 der B- und C-Serie, von denen viele Turbolader in markanten Unterbodenverkleidungen hatten. Diese Turbolader sahen wie ein Kühlmittelkühler aus, ähnlich wie bei der amerikanischen P-51 Mustang. Tatsächlich hatten jedoch alle Flüssigkeitsgekühlten Fw 190 einen ringförmigen Kühler an der Nase, welche sie oberflächlich betrachtet wie Flugzeuge mit Sternmotor aussehen ließen. Unvermeidlich vergrößerten die mit Flüssigkeit gekühlten Motoren die Länge der Nase, und um die Richtungsstabilität zu gewährleisten, hatten viele mit Umkehrmotoren ausgestattete Varianten des Jägers einen zusätzlichen Abschnitt eingebaut im hinteren Rumpfteil. Da das Reichsluftfahrtministerium RLM für einen Höhenjäger die Flughöhe von 14.000 Metern verlangte, war der Bedarf an großer Leistung in extremen Höhen so groß, dass einige der Flugzeuge mit einem Druckcockpit, einem Turbolader und dem MW-50-Methanol/Wasser und GM-1 Kraftverstärkungssystem ausgerüstet wurden. Dipl.Ing. Tank und seine Mitarbeiter zweifelten niemals an ihrer Unterstützung für den 445 Liter großen DB 603, weshalb die Arbeiten an Projekten mit diesem Motor immer fortgesetzt wurden. Dies führte zu verschiedenen Modellen der Fw 190C, Ta 152C und Ta 153. Fw 190 Dora Offiziell wurde jedoch weiterhin der Junkers-Motor unterstützt und während des Jahres 1943 wurde es offensichtlich, dass dieser Antrieb auch früher verfügbar sein würde. Deshalb wurde die Priorität der Fw 190 D eingeräumt, welche von einem Jumo 213A-1 mit 1.776 PS angetrieben wurde. Dieser Motor war mithilfe des MW-50-Einspritzers kurzzeitig in der Lage bis zu 2.240 PS zu erzeilen. Es war zwar verständlich, aber etwas unglücklich, dass Konstrukteur Tank ständig auf den noch in weiter Ferne liegenden DB 603 Motor mit einem überarbeiteten Flugzeugrumpf schielte. Denn diese Erwartungshaltung ließ ihn die Fw 190D ständig nur als eine Übergangslösung ansehen, sodass er nicht das ganze Potenzial dieses Flugzeuges ausreizte. Die Probleme wurden außerdem dadurch verstärkt, dass der Jumo 213, ebenso wie schon der Jumo 211 zuvor, ausschließlich als ein Motor für Bomber konstruiert worden war. Deshalb entstanden völlig unzutreffende Gerüchte bei den mit der Fw 190 ausgerüsteten Staffeln, dass die neue Dora ein aufgemotzter, schwerfälliger und zweitklassiger Ersatz werden sollte. Die Entwicklung der D-Serie dauerte volle zwei Jahre, nämlich von April 1942 bis Mai 1944. Die meisten Flugversuche erfolgten mit umgebauten FW 190A-1, alle mit dem ziemlich standardmäßigen Jumo 213A in der Nase, welche das Flugzeug um 0,6 Meter verlängerten. Der Motor trieb einen Propeller mit drei sehr breiten Blättern an und zusätzlich wurde ein 0,495 Meter langer Abschnitt direkt am Beginn des Hecks in den Rumpf eingefügt. Ende 1943 wurden einige Umbauten aus Fw 190A-7 vorgenommen, wovon die meisten die Bewaffnung aus vier 20-mm-MG 151 in den Flügeln und zwei MG 17 über dem Motor beibehielten. Anfang 1944 führten weitere Veränderungen am Entwurf jedoch in der Entfernung der äußeren 20-mm-Kanonen in den Flügeln und die 7,92-mm-Maschinengewehre über dem Motor wurden durch 13-mm MG 131 ersetzt. Dazu erfolgte eine Vergrößerung der Flugzeugflosse, um die Stabilität unter allen Bedingungen zu verbessern. Dies führte zur endgültigen Serienmaschine Fw 190D-9, oder auch ‘Dora-Neun’ genannt, im Mai 1944. Das Flugzeug war mit drei Bombenaufhänge-Vorrichtungen, einem Sturzflug-Visier und dem MW-50-Einspritzer ausgerüstet. Die Auslieferung von Serienmaschinen an die Luftwaffe begann ab August 1944, wobei die III. Gruppe von JG 54 bei Oldenburg die ersten Fw 190D-9 erhielt. Dipl.Ing. Tank besuchte die Gruppe und stellte die neue ‘Dora-9’ eigentlich als ‘Notfalllösung’ dar. Trotzdem erkannten die Frontpiloten sofort, dass die Fw Dora trotz aller Gerüchte ein hervorragendes Flugzeug war, welches der Luftwaffe endlich ein Jagdflugzeug gab, das gegenüber der amerikanischen P-51 Mustang oder jedem anderen alliierten Jäger zumindest gleichwertig, wenn nicht überlegen war. Damit war die neuste Focke-Wulf wieder einmal das schnellste mit einem Kolbenmotor ausgerüstete Kampfflugzeug am Himmel. Kurz nach Beginn der Serienproduktion wurde die Cockpithaube durch die Blasenkabine ersetzt, welche zuvor bei der Fw 190F-2 eingeführt worden war, um dem Piloten eine bessere Rundumsicht zu geben. Nicht standardmäßige Modifikationen beinhalteten die Fw 190D-10 mit einem MG 151 im linken Flügel und einer durch die Propellernarbe feuernden MK 108 und die Fw 190D-11 mit einem dreistufigen Kompressor und vier Maschinenkanonen in den Flügeln, bestehend aus zwei MG 151 und zwei MK 108. Viele weitere Varianten erschienen noch in den letzten Kriegsmonaten. Es steht außer Frage, dass die Dora-9 der beste Jäger mit Kolbenmotor in Adolf Hitlers Luftwaffe war, welcher noch weitverbreitet zum Einsatz kam. Trotz massiver Luftangriffe auf die Produktionsstätten und ihrer schrittweisen Eroberung durch alliierte Bodentruppen, wurden von der Fw 190D-9 und ihrer Varianten noch enorme Stückzahlen in den letzten Kriegsmonaten gebaut, wovon aber der Großteil unbenutzt oder nicht an Luftwaffen-Verbände ausgeliefert wurde, weil es an Treibstoff und Piloten fehlte. Von vielen als der beste Kolbenjäger des 2. Weltkrieges angesehen, folgten der Fw 190 D-9 die Versionen D-11, 12, 13, 14 und 15, bei denen aber keine nennenswerte Steigerung der Produktion mehr erzielt wurde. Insgesamt wurden etwa 700 Doras bis Kriegsende fertiggestellt. Animation 3d-Modell Fw 190 D-9 mehr …

  • Marsch einer deutschen Kolonne

    Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht vom 26. Dezember 1943. Heeresgruppen, Armeen, Korps, Divisionen, Gesamtbestand und Panzerausstattung und die Situation an der Ostfront im Winter 1943/44. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten sowie der Bestand an Panzerkampfwagen zur Jahreswende 1943/44. Die offiziell ‘bodenständige’ Division wird hier als ‘Festungs-Infanterie-Division’ bezeichnet, da diese zur Verteidigung am Atlantikwall verwendet wurden und kaum mobil waren. Die Luftwaffen-Felddivisionen wurden kurz zuvor in das Feldheer überführt, um ihren Kampfwert zu erhöhen. Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet. Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26.12.1943 Auflistung an der Ostfront von Süd nach Nord: Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord: dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Heeresgruppe C, Oberbefehlshaber Südwest: Heeresgruppe F, Oberbefehlshaber Südost: Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Summe deutsche Divisionen Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten: Gliederung, Stärke und Ausstattung der Divisionen: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45 Pz = Panzer; Gren = Panzergrenadier; Inf = Infanterie (darunter 1 Artillerie-Div. bei Heeres-Gruppe Süd); Jäg = Jäger, Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-Div; AB = Feld-Ausbildungs- und Ersatz, Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande, Fallschirmjäger, Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten Gesamtbestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1944: Die südliche Ostfront im Winter 1943/44 Nach dem deutschen Abbruch der Schlacht von Kursk im Juli 1943 drang die Rote Armee bis zum Winter im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront bis an Dnjepr vor, eroberte Snmolenks, Brjanks und Charkow zurück und stand vor Witebsk, Gomel, Kiew, Dnjepropetrowsk und Saporoshje. In den Monaten nach den Rückschlägen vom Oktober 1943 westlich von Kiew erholte sich die Rote Armee schnell und startete eine neue Reihe von Offensiven. Im Süden war der Winter 1943/44 abwechslungsreicher und milder als sonst, aber der durch das periodische Tauwetter verursachte Schlamm behinderte die Bewegungen der sowjetischen Truppen nicht so sehr wie die der Deutschen. Die sowjetischen Panzer waren mit wesentlich breiteren Ketten ausgestattet und konnten sich daher leichter bewegen, außerdem war die Rote Armee zu diesem Zeitpunkt mit Tausenden amerikanischer Lastwagen aus dem Lend-Lease Programm ausgerüstet worden, die unter diesen Bedingungen weitaus besser fahrtüchtig waren als die deutschen LKWs. Der stark erhöhte Benzinverbrauch, der für Fahrzeuge charakteristisch war, die sich durch den tiefen Schlamm wühlten, belastete die an Treibstoff knappen Deutschen stärker als die Sowjets. Außerdem verfügte die Rote Armee über weit mehr ‘Panje-Wagen’, hochrädrige, von einem Pferd gezogene Holzwagen, die sich oft dann noch mit Ausrüstung und Nachschub bewegen konnten, wenn alle anderen Transportmittel versagten. Da die Deutschen eine Invasion im Westen erwarteten, sah die grundlegende Strategie des Dritten Reiches nun vor, dass erst nach einer erfolgreichen Abwehr dieser Invasion Truppen und Ausrüstung in den Osten verlegt werden konnten. Wie in Adolf Hitlers allgemeiner Direktive Nr. 51 für die Kriegsführung vom 3. November 1943 ausführt, verlangte diese Strategie, dass die Ostfront vorerst um sich selbst kümmern musste, während Deutschland seine neu mobilisierten Soldaten und produzierten Waffen auf die Verteidigung Westeuropas gegen einen alliierten Angriff konzentrierte. In der Direktive hieß es: ‘Im Osten ist der von Deutschland kontrollierte Raum so groß, dass im schlimmsten Fall auch große Gebietsverluste ohne tödliche Gefahr für das deutsche Überleben möglich sind, während dies im Westen nicht der Fall ist.’ Wenn damit auch die strategischen Prioritäten für 1944 vorgegeben waren, so war Hitler aber erstaunlicherweise keinesfalls bereit, Raum für Zeit im Osten einzuhandeln. Im Gegenteil, die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine, sowohl in Bezug auf mineralische und industrielle Ressourcen als auch als reiche landwirtschaftliche Region, machte ihn besonders widerwillig, Rückzügen zuzustimmen, die ihm von den Befehlshabern vor Ort, die oft vom Chef des Generalstabs des Heeres unterstützt wurden, nahegelegt wurden. Indem er solche Ratschläge ablehnte oder nur langsam befolgte, handelte Hitler nicht nur aus Rücksicht auf die wirtschaftliche Bedeutung des Gebietes, sondern auch aus der Tatsache heraus, dass die Verkürzung der Linien sowohl auch russische wie auch deutsche Einheiten freistellte und es oft bedeutete, dass schweres Gerät und Nachschublager nicht evakuiert werden konnten. Gleichzeitig wurde die Stärke der Roten Armee erhöhte, die sofort alle Männer in den neu kontrollierten Gebieten zum Wehrdienst einzog. Obwohl sie es wahrscheinlich niemals offen zugegeben hätten, waren viele der deutschen militärischen Führer Ende 1943 oder spätestens Anfang 1944, davon überzeugt, dass sie den Krieg verlieren und besiegt werden würden. Dabei zogen sie es vor, dass diese Niederlage auf die am wenigsten schlimmste Art und Weise zustande kam. Hitler hingegen wollte und hoffte immer noch, wenn er schon nicht mehr den totalen ‘Endsieg’ erringen konnte, doch wenigstens den Krieg immer noch mit großen Gewinnen beenden zu können. Deshalb sah er es als notwendig an, für Deutschland möglichst viele der eroberten Gebiete zu erhalten, um als Grundlage für einen Frieden eine vorteilhafte Verhandlungsposition zu haben. Auseinandersetzungen über die angemessene Taktik bei den deutschen Generalstabsoffizieren gegenüber den sowjetischen Offensiven prägten den Winter 1943/44. Auf sowjetischer Seite war das Ziel jedoch klar, denn mit einer Reihe von massiven Offensiven sollten die deutschen Truppen, zusammen mit den noch an ihrer Seite kämpfenden Satellitentruppen, aus dem Großteil des noch von ihnen besetzten sowjetischen Territoriums im Norden und Süden vertrieben werden. Der größte Teil des noch gehaltenen wirtschaftlich wertvollen Landes lag im Süden, und hier konzentrierte die Rote Armee den Großteil ihrer Offensivkräfte. Von der letzten Dezemberwoche bis in den Januar hinein verdrängte Watutins Erste Ukrainische Front die deutsche 4. und 1. Panzer-Armee aus dem Gebiet westlich von Kiew, wo sie zuvor ihren letzten taktischen Sieg errungen hatten. Dabei befreite die Rote Armee so wichtige Städte wie Schitomir, Berditschew und Kirowograd. Außerdem schnitt sie zwei deutsche Korps in einer Umzingelung bei Korsun-Schewtschenkowski ab und kesselte sie ein. Auf deutscher Seite wurde die Schlacht als Tscherkassy-Kessel bezeichneten, einer nahe gelegenen wichtigen Industriestadt, die ebenfalls von der Roten Armee befreit wurde. Da die vorrückenden sowjetischen Einheiten diesmal, anders als in Stalingrad, nicht in der Lage waren, die deutsche Front ein gutes Stück von ihrem mehr …

  • 3D-Modell T34 Modell 1940

    Berühmter sowjetischer T-34 Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle vom T-34 Modell 1940, 1941 und 1942. T-34 Modell 1940, 1941 und 1942 Typ: mittlerer Kampfpanzer. Geschichte des T-34 Panzer Entwicklung 1937 wurde der noch junge M. Koshkin als Leiter des Entwicklungsbüros zu den KhPZ-Werken in Charkow versetzt. Seine neue Mannschaft bestand dort aus A. Morozow für die Kraftübertragung, N. Kucherenko und P. Vasiliew für das Laufwerk sowie M. Tarshinow für die Gestaltung des Panzerschutzes. Alle Beteiligten hatten schon wichtige Erfahrungen im Panzerbau gesammelt. Tarshinow hatte die Vorteile stark abgeschrägter Panzerungen bei den experimentellen Prototypen BT-IS und BT-SW studiert, während Morozw am neuen V-2-Dieselmotor beteiligt war, der erstmals in den BT-8 und dem Woroschilow-Traktor eingebaut wurde. Kucherenki und Vasiliew hatten am T-29-4-Prototypen gearbeitet, welcher die Anwendbarkeit des Christie-Laufwerks bei mittleren Panzern untersuchte. Die Aufgabe des Entwicklungsbüros war es, einen Ersatz für den schnellen BT-Panzer zu entwickeln und der neue Entwurf wurde intern als A-20 bezeichnet. Die Spezifikationen verlangten aufgrund der Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg und gegen die Japaner im Fernen Osten einen Panzer, welcher auf jede Entfernung den Beschuss einer 37-mm-Pak widerstehen konnte, sowie einer 76-mm-Kanone aus Entfernungen von über 1.000 Metern. Da die russischen Benzinmotoren sich als zu empfindlich gegen Beschuss herausgestellt hatten, wurde auch die Verwendung eines weniger feuer- und explosionsgefährdeten Diesel-Motors verlangt. Schließlich folgte noch während des Winterkriegs 1939/40 gegen Finnland die Forderung, nur Schmiermittel zu verwenden, welche auch bei sehr tiefen Temperaturen den Einsatz ermöglichen. Im Mai 1938 wurde ein Holzmodell des A-20 dem Verteidigungs-Komitee vorgestellt. Dieses entsprach den Spezifikationen, welche von Pawlow als Vorsitzendem des ABTU gefordert wurden, mit einer 20-mm-Panzerung, einer 45-mm-Kanone und einem abnehmbaren Kettenlaufwerk um auch auf Straßenrädern fahren zu können. Das Entwicklungs-Team des A-20 war nicht von der Einrichtung mit den abnehmbaren Ketten begeistert, da dies zusätzliches Gewicht verursacht und die bisherigen Kampferfahrungen gezeigt hätten, dass diese Eigenschaft überflüssig ist. Koshkin argumentierte, dass das Fahrzeug zumindest 30 mm Panzerung haben müsste, um gegen aktuelle und zukünftige Gefahren bestehen zu können, sowie eine 76-mm-Kanone benötigt, um feindliche Panzer mit gleich guter Panzerung bekämpfen zu können. Stalin war persönlich bei Koshkins Vorführung anwesend und dies führte zur Genehmigung, den A-20-Prototypen und einen weiteren, schwereren Prototypen zu bauen. Letzterer wurde erst A-30 und später T-32 genannt und beinhaltete die Vorschläge von Koshkin. Prototypen beider Modelle waren im Juli 1939 fertig und nach Kubinka für Testversuche geschickt. Wie vorhergesagt, waren die Leistungen des A-20 bei den Tests unter Einsatzbedingungen im Gelände ohne Ketten miserabel, während er mit Ketten genauso gut war wie der T-32. Am 1. September 1939 wurden alle neuen sowjetischen Panzertypen vorgeführt, einschließlich des A-20, T-32, KW-Panzer, T-40 und T-50. Dabei gab es immer noch keine Einigkeit, ob der A-20 oder T-32 der bessere Entwurf war. So schlug Koshkin vor, den T-32 als universellen Panzer anzusehen, welcher die Aufgaben des bisherigen schnellen BT, Infanteriepanzer T-26 und des mittleren T-28 übernehmen kann. Einige Mitglieder des Komitees störte die Tatsache, dass ein T-32 soviel kostete wie drei leichte T-26 und Pawlow unterstützte immer noch seine Spezifikationen, nach denen der A-20 entworfen war. Eine Sitzung des Verteidigungskomitees wurde für den 19. Dezember 1940 einberufen, um die Angelegenheit zu klären. T-34 Modell 1940 Zwischenzeitlich trafen Nachrichten aus Finnland ein, dass die sowjetischen Panzer äußerst empfindlich gegen die finnischen Panzerabwehrgeschütze waren und die 45-mm-Kanone in den Panzern der Roten Armee nicht mit den dortigen Bunkern fertig werden. Um die Angst der Komitee-Mitglieder zu besänftigen, hatte Koshkin seinen Stab Schätzungen ausarbeiten lassen, welche nahe legten, dass die Panzerung des T-32 noch weiter verstärkt werden konnte, ohne größere Einbußen bei der Mobilität zu erleiden. Als Folge davon befahl das Verteidigungskomitee eine mit verstärkten Panzerschutz versehene Version des mittleren Panzers T-32 für die sofortige Produktion freizugeben, um den schnellen BT und mittleren T-28 Panzer zu ersetzen. Diese neue Version wurde als mittlerer Kampfpanzer T-34 bezeichnet und den Vertretern des Kommissariat für die mittlere Schwerindustrie wurde der Auftrag erteilt, 200 T-34 Panzer im Jahr 1940 zu bauen. Die ersten beiden Prototypen des T-34 waren im Februar 1940 fertig und wurden in harte Feldversuche geschickt. Im Juni 1940 wurden Koshkin und der Direktor der KhPZ in Charkow, Maksarev, zu einer Sitzung des verängstigten Zentralkomitees der Kommunistischen Partei bestellt, welche besorgt über die Niederlage von Frankreich waren. Die sowjetische Führung war ernsthaft schockiert über die Geschwindigkeit dieser Niederlage. Im Angesicht der schlechten Leistung der Roten Armee im Winterkrieg gegen Finnland hatten sie davor Angst, dass die Wehrmacht bald ein Auge auf Russland als nächstes Opfer werfen könnte. Stalin beharrte darauf, daß die Produktion des T-34 von 200 auf 600 Panzer erhöht wird, wovon 500 das KhPZ-Werk und 100 STZ bauen sollte. Die Massenproduktion des neuen Panzerentwurfs stellte sich als extrem schwierig heraus und die Lage wurde nicht erleichtert durch fortgesetzte Auseinandersetzungen über den T-34 und die Verbitterung vieler hoher Offiziere, welche von dem Panzer wenig begeistert waren. Das erste Serienmodell des T-34 Modell 1940 verließ die Panzerfabrik KhPZ Nr. 183 nicht vor September 1940. Dazu starb noch später im selben Monat sein Konstrukteur M. Koshkin, angeblich durch Lungenentzündung. 1940 wurden nur 115 T-34 gebaut und einige davon mussten mit M-17T-Motoren und BT-Panzer-Kupplungen ausgerüstet werden, da es einen fortlaufenden Mangel an den neuen V-2-Motoren und Kraftübertragungen gab. Bis zu Beginn des Unternehmens Barbarossa am 21. Juni 1941 waren dann allerdings 967 T-34 an die Rote Armee ausgeliefert worden, zuzüglich 508 schwere KW-Panzer. Animation 3d-Modell T-34 Modell 1940 T-34 Modell 1941 Das Debüt des T-34 Modell 1940 im Kampfeinsatz im Sommer 1941 zeigte zweifelsfrei, daß dies der beste Panzerentwurf seiner Zeit war. Die revolutionäre Konstruktion mit einer dicken, schräg angebrachten Panzerung, starker Feuerkraft und hervorragender Beweglichkeit ordnete ihn in einer Klasse über seinen deutschen Zeitgenossen, dem PzKpfw III und PzKpfw IV, ein. Dies zwang die Wehrmacht zu einem kostspieligen Programm, die vorhandenen Panzertypen besser zu bewaffnen und stärker zu panzern, sowie den PzKpfw V Panther vollständig neu als Gegengewicht gegen den T-34 zu entwickeln. Das Erscheinen des T-34 zwang die Deutschen auch noch ihr komplettes Arsenal an Panzerabwehrmitteln zu mehr …

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