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StG-44


StG-44 im Einsatz im Zweiten Weltkrieg (Teil II).
Die Geschichte der Truppeneinführung und Einsatz des Sturmgewehr 44 mit Bildern, Video und 3d-Modell.

Kavalleristen der Waffen-SS mit Sturmgewehr 44
Kavalleristen der Waffen-SS gegen Kriegsende. Sie haben Tarnanzüge und sind mit dem modernen, automatischen Sturmgewehr 44 ausgerüstet. Die Waffe hatte einen hervorragenden Ruf. Obwohl billig und mit Pressstahl hergestellt, war das Sturmgewehr die einzige Infanterie-Waffe, welche ausnahmslos immer im osteuropäischen Schlamm, Kälte oder Schneesturm funktionierte.

Schließlich sahen die ersten Exemplare der MP 43 (ab April 1944 als MP 44 bezeichnet) an der Ostfront ihre Feuertaufe und deren Erfolge waren so herausragend, dass von vielen anderen Fronteinheiten Forderungen eingingen, mit dieser Waffe ausgerüstet zu werden.

Einsatz des StG-44

So wurde die Sachlage letztlich eines Tages im Führerhauptquartier bekannt, als einige Befehlshaber von Infanterie-Einheiten von Hitler persönlich wissen wollten, wann denn nun auch ihre Truppe die neue Waffe bekommen würde. Natürlich geriet Hitler dadurch in Rage und ordnete eine ausführliche Untersuchung des Vorganges an.

zurückhier zu Teil I vom StG-44

Aber in einem meisterhaften politischen Schachzug rüstete das Waffenamt Hitlers persönliche Wacheinheit der Waffen-SS mit dem neuen Gewehr aus. Bei einer Gefechtsübung überzeugten diese Soldaten schließlich Hitler von der Nützlichkeit der neuen Waffe, insbesondere von dem Hauptvorteil, dem vollautomatischen Feuern während eines Angriffs. Dies gefiel Hitler und so wurde die Waffe als Sturmgewehr (offiziell Sturmgewehr 44 oder StG-44) getauft – und diese Bezeichnung hat sich bis in die heutige Zeit für diese Kategorie von Feuerwaffen gehalten.

StG-44 in Russland
Das StG-44 in Russland 1944.
Das Sturmgewehr 44 war die erste deutsche Waffe, welche vor ihrer endgültigen Fertigstellung in Produktion genommen wurde und es wurde keine Bedeutung dem Aussehen zugemessen oder knappe Toleranzwerte beachtet, ausgenommen, wo sie von entscheidender Bedeutung waren. Tatsächlich wurde der Original-Entwurf von Hugo Schmeisser noch einmal wesentlich von der Firma Merz in Frankfurt modifiziert, um das Stahlpressen zu vereinfachen.

Dennoch war der Entwurf äußerst robust und zuverlässig. In deutschen Berichten heißt es: ‘Von allen Infanteriewaffen war die MP 44 die einzige, welche in Russland immer noch einwandfrei funktionierte, egal ob bei Schmutz, Kälte oder Staub und es gab keine Aussetzer und es war widerstandsfähig gegen Ladehemmungen.’

Die Herstellung des sowohl im Dauer- als auch Einzelfeuer schießenden Sturmgewehr 44 lief im Juli 1943 bei mehreren Herstellern an und Mitte 1944 erreichte der monatliche Ausstoß etwa 50.000 Stück, welcher bis Kriegsende beibehalten werden konnte. Es wurden in diesem Zeitraum 425.979 Sturmgewehre abgenommen und die Verbreitung bei Waffen-SS und Wehrmacht nahm ständig zu. Vom automatischen Selbstladegewehr Md.43 (G-43) wurden von 1943 bis 1945 zusätzlich weitere 450.000 Exemplare an das Heer ausgeliefert, wovon etwa 10 Prozent ein Zielfernrohr für Scharfschützen hatten. Insgesamt hat die Wehrmacht in den letzten beiden Kriegsjahren also fast 1 Million automatische Gewehre erhalten.

Königstiger mit aufgesessener Infanterie
Königstiger mit aufgesessenen Fallschirmjägern, welche teilweise mit StG-44 bewaffnet ist, während der Ardennen-Offensive.
Trotzdem wurde die beabsichtigen Herstellungsmengen zu weniger als 50 Prozent erreicht, sodass die geplante Ablösung des Karabiner 98k und der Maschinenpistole MP 40 durch das Sturmgewehr nicht erreicht wurde.

Es wurden außerdem Versionen mit gekrümmten Lauf hergestellt, mit dem der Schütze ‘um die Ecke’ schießen konnte, wobei mithilfe eines Periskop-Visiers das Ziel anvisiert wurde. Diese Waffen waren für den Straßenkampf und zum Feuern aus Panzerfahrzeugen gedacht. Dazu gab es noch ein Zielfernrohr für Scharfschützen, ein Granatwerfer konnte angebracht werden und für den Nachtkampf konnte eines der allerersten Infrarotzielgeräte anmontiert werden.

Trotzdem wurde im Jahr 1944 ein Auftrag erteilt, eine noch bessere Waffe zu entwickeln, vorläufig als StG-45 bezeichnet. Verschiedene Entwürfe befanden sich in Entwicklung und das erfolgreichste schien das von den Mauser-Werken zu werden. Jedoch endete der Krieg, bevor diese sehr weit fortgeschritten waren.

Sturmgewehr 44 mit dem Fledermaus-Infrarot-Sichtgerät
Sturmgewehr 44 mit dem Fledermaus-Infrarot-Sichtgerät, getestet von einem britischen Soldaten nach Kriegsende.
Der Entwurf gelangte später nach Spanien, wo es zum CETME-Gewehr entwickelt wurden. Später kehrte es wieder nach Deutschland zurück und wurde deutlich verbessert als Heckler&Koch Gewehr 3 hergestellt, wo es zum Standardgewehr der Bundeswehr wurde und auch weit verbreitet in der Welt verwendet wird.
Die Entwurfselemente des Sturmgewehr 44 wurden nach dem 2. Weltkrieg außerdem noch von zahlreichen anderen Armeen verwendet, insbesondere ist dies beim sowjetischen vollautomatischen Kalaschnikow-Gewehr zu erkennen.

Benutzer: Deutsche Wehrmacht.

StG-45 – Sturmgewehr 45


Animation 3d-Modell StG-44


Video vom StG-44

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