Kriegstagebuch 10. November 1917


Kanadische und deutsche 'laufende Verwundete'
Kanadische und deutsche ‘laufende Verwundete’ auf dem Weg zu einem Verbandsplatz. Sie rasten auf dem verwüsteten Schlachtfeld direkt außerhalb von Passchendaele.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. November 1917:

Westfront


Flandern – Zweite Schlacht von Passchendaele endet: Die 1. kanadische Division (1.094 Verluste) rückt knapp 500 Meter nördlich des Hauptkamms östlich von der Hauptstraße Passchendaele-Westroosebeke vor, trotz drei deutscher Gegenangriffe, Beschuß durch über 500 Geschütze und Luftangriffen. Der alliierte Geländegewinn beträgt seit dem 31. Juli etwas mehr als 7 km.

Ostfront

Russland: Kerenski besetzt Zarskoje Selo. Straßenkämpfe in Moskau bis zum 15. November. Arthur Ransome berichtet in den Daily News: ‘Es ist eine Torheit zu leugnen … dass die Bolschewiken die Mehrheit der politisch aktiven Bevölkerung hinter sich haben.’

Südfronten

Trentino: Conrad von Hötzendorf greift an, aber die italienische Erste Armee führt geschickte Rückzugsgefechte und behauptet Schlüsselpositionen bis zum 14. November. Die österreich-ungarischen Truppen von Krauss besetzen Belluno und erreichen am 12. November Feltre.

Politik

Österreich-Ungarn: Graf Czernin drängt Kühlmann in Deutschland, das Friedensangebot der Bolschewiken öffentlich zu akzeptieren, aber dieser lehnt am 11. November ab.

Geheimkrieg

Deutschland: Das deutsche Schatzamt stimmt zu, den Bolschewiken über Stockholm 15 Millionen Reichsmark zur Verfügung zu stellen.

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Im Blickpunkt:
  • Griechische Soldaten 1940/41

    Stärke und Organisation der Streitkräfte von Griechenland 1940 bis 1941 im Krieg gegen Italien und Deutschland im Balkanfeldzug. Die griechischen Streitkräfte von 1940 bis 1941. Von 1938 bis zum deutschen Angriff 1941 war Griechenland eine konstitutionelle Monarchie unter König Georg II., aber die tatsächliche Macht lag in den Händen des faschistischen Diktators General Metaxas. Griechische Streitkräfte Die griechischen Streitkräfte litten – wie übrigens auch die der meisten der kleineren Nationen – an einem Mangel an modernen Waffen und Kraftfahrzeugen. Allerdings war die gebirgige Grenze zu Albanien ideal für jeden Abwehrkampf und die traditionelle Zähigkeit der Griechen war zu viel für die italienischen Angreifer. Die zu Beginn des italienischen Angriffs am 28. Oktober 1940 zahlenmäßig unterlegene griechische Armee war nicht nur in der Lage diesen aufzuhalten, sondern konnte die Invasoren sogar bis nach Albanien hineinzurückdrängen, wo sie mit englischer Materialhilfe und Unterstützung durch die RAF die Front bis April 1941 halten konnte. Am 6. April 1941 erfolgte jedoch der deutsche Angriff von Bulgarien und über Jugoslawien aus, und dieser Offensive von der besten Armee in Europa konnte die griechische Armee nicht mehr standhalten. Trotz erbitterten Widerstandes zwang die Wehrmacht die griechische Armee in Ost-Mazedonien zur Kapitulation und die Briten zum Rückzug. Am 20. April kapitulierte auch die griechische Epirus-Armee und am 22. April begannen die verbliebenen britischen Einheiten mit der Evakuierung von Griechenland. Der Oberbefehlshaber über dei griechischen Streitkräfte hatte General Papagos und die direkte Operationsführung der Armee wurde von einem Oberkommando und fünf Armeekorps ausgeübt. Kurz vor dem italienischen Angriff am 28. Oktober 1940 mobilisierten die Griechen ihre Streitkräfte. Das Feldheer war in zwei Heeresgruppen, sechs Hauptquartiere, sechs Infanterie- und 9 Gebirgsjäger-Divisionen, vier Gebirgsjäger-Brigaden und eine Kavallerie-Division gegliedert. Bei Kriegsbeginn zählte die griechische Armee 430.000 Mann, jedoch waren die Verluste schwer und rund 60.000 Mann waren nach den Winterkämpfen gefallen, verwundet oder vermisst. Griechische Armee Divisionen der griechischen Armee: Im März 1941 bestanden die griechischen Streitkräfte aus insgesamt 540.000 Mann, zu den jedoch auch 50.000 Rekruten mit nur einem Monat Ausbildungszeit zählten. Diese waren unter 4 Armee-Kommandos und drei General-Hauptquartiere verteilt und bestanden aus 3 Infanterie-Divisionen, 14 Gebirgs-Divisionen, 1 Infanterie-Brigade, 1 motorisierte Division und 1 Kavallerie-Division. Der deutsche Angriff kostete Griechenland 15.700 Mann Verluste auf dem Schlachtfeld und 220.000 Soldaten wurden gefangengenommen, jedoch kurz danach wieder freigelassen. Die Armee-Korps bestanden aus zwei bis vier Infanterie- oder Gebirgsjäger-Divisionen. Das I., II., III. und IV. Korps wurden jeweils zusätzlich von einem Artillerie-Regiment aus 7 Batterien (8 x 85 mm, 8 x 105 mm und 12 x 155 mm Geschütze) unterstützt, während das V. Korps über zusätzlich 4 x 85 mm, 4 x 105 mm und 4 fest eingebaute 152-mm-Kanonen verfügte. Jedes Korps hatte auch seine eigene Flak-Abteilung aus 88 mm, 37 mm und 20 mm-Geschützen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimentern, ein Regiment aus Divisions-Artillerie und Unterstützungseinheiten. Die Gebirgs-Divisionen waren von besonderer Bedeutung, da die griechische Armee einen großen Mangel an modernen Waffen hatte und sie es daher bevorzugte, in den Bergen zu kämpfen. Die Gebirgs-Divisionen waren auf der gleichen Grundlage wie die Infanterie-Divisionen organisiert, aber mit weniger Artillerie. Gebirgs- und Infanterie-Divisionen waren beide 12.000 Mann stark. Die 56 Infanterie-Regimenter bestanden jeweils aus dem Regiments-Stab, einem Aufklärungszug, Hauptquartier-Zug, Stabskompanie und zwei Bataillonen. Jedes Bataillon hatte einen Bataillonsstab, drei Schützen-Kompanien und einer Maschinengewehr-Kompanie. Die Bataillonsstärke waren 58 Offiziere und 1.100 Mannschaften. Die Hauptbewaffnung bestand aus dem Männlicher-Schönauer M1903/14 Gewehr und die Unterstützungswaffen waren 36 leichte Maschinengewehre Hotchikss 8mm, acht schwere Maschinengewehre St.Etienne M07, vier 81-mm-Granatwerfer und zwei 65-mm-Gebirgsgeschütze. Die Elite-Soldaten der griechischen Armee waren die Evzones. Ursprünglich während des Unabhängigkeitskrieges zu Beginn des 19. Jahrhundert als Leichte Infanterie aufgestellt, wurden diese Hochländer 1833 Teil der regulären Streitkräfte. Im Jahr 1940 dienten sie in den Leichten Infanterie-Regimentern und mit der Königlichen Garde. Die Divisions-Artillerie der Gebirgs-Divisionen berstand aus vier Batterien – wobei in der griechischen Armee eine Batterie aus 4 Geschützen bestand – mit 75-mm-Gebirgskanonen, sowie zwei Batterien aus 105-mm-Geschützen. Infanterie-Divisionen hatten neun Batterien aus 75-mm-Feldgeschützen. Jedes Armeekorps hatte seinen eigenen Bestand an schwerer Artillerie und es gab 12 Batterien an schwerer Artillerie zum Einsatz bei dem Feldheer. Da alle Artillerie-Geschütze entweder aus Frankreich, Deutschland oder der Tschechien stammten, war England nicht in der Lage, die Griechen mit Munition dafür zu versorgen. Die noch vorhandenen Lagerbestände in den USA waren bald erschöpft, sodass die Engländer damit begannen die griechische Armee mit italienischen Beutebeständen aus Nordafrika auszurüsten und zu versorgen. Neben den Armeetruppen gab es noch eine Reihe von Bataillonen und Kompanien für die Verteidigung der Inseln und als Grenztruppen, sowie eine Anzahl von beweglichen und stationären Maschinengewehr-Einheiten. Als die Engländer im März 1941 auf dem griechischen Festland selbst mit Kampftruppen an Land gingen, mussten sie bestürzt feststellen, dass es einige Divisionen nur auf dem Papier gab. So hatte eine Division aus kürzlich neu aufgestellten Truppen gerade mal eine Stärke von sechs Bataillonen und als Transportmittel stand nur das Auto des Kommandanten und fünf Lastkraftwagen zur Verfügung. Die ‘motorisierte Division’ bestand aus 2.000 gerade eingezogenen KfZ-Mechanikern. Sie hatte nur 24 leichte italienische und holländische Tanketten, einige italienischen Lastkraftwagen, einige wenige britische Bren Gun Carrier und dazu noch ein paar Motorräder und Personenkraftwagen. Es gab zwei Regimenter von Kavallerie, jedes mit vier Schwadronen aus mit Säbeln bewaffneten Kavalleristen, einer Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und eine Schwadron mit vier 81-mm-Granatwerfern. Ein drittes Regiment, welche gerade motorisiert wurde, bestand aus vier Schwadronen ausgerüstet mit Panzerspähwagen, einer Maschinengewehr-Einheit, einer Schwadron mit 81-mm-Granatwerfern, einer berittenen Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und einer Schwadron bewaffnet mit Säbeln. Diese drei Regimenter, zusammen mit einer Batterie von Gebirgsartillerie, einer Pionier-Schwadron und einer Nachrichten-Schwadron wurden zu einer unabhängigen Brigade zusammengestellt und spielten eine wichtige Rolle bei der Abwehr des italienischen Angriffs. Neben dieser größeren Formationen gab es noch berittene Truppen, welche als Aufklärungseinheiten der Armee-Korps und Infanterie-Divisionen eingesetzt wurden. Diese Aufklärungs-Bataillone bestanden aus zwei Schwadronen, einer Maschinengewehr-Kompanie oder Abteilung und bei den Korps-Einheiten noch einer Granatwerfer-Abteilung. Die griechische Armee leistete einen starken Widerstand gegen die Achsentruppen und griechische Partisanen blieben ein unangenehmer Gegner in der nachfolgenden Zeit. Griechische Luftwaffe Das griechische Luftfahrtministerium war zuständig für die Unterhaltung der Luftstreitkräfte der Armee und mehr …

  • Sowjetische Panzerbüchsen PTRD-1941 und PTRS-1941 zur Panzerabwehr. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und Modell. PTRD-1941 Typ: Panzerbüchse zur Panzerabwehr. PTRD-1941 Entwicklung Die Panzerabwehrbüchse entstand erstmals in Deutschland während des Ersten Weltkrieges, um die seit 1916 vermehrt auftretenden britischen Tanks zu bekämpfen. Es war nicht mehr als ein modifiziertes Gewehr Modell 98 für das Kaliber 13 mm, um Löcher in die ersten Panzer zu schießen. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde zwar zuerst der Panzer als die ideale Waffe zum Ausschalten feindlicher Panzer angesehen. Das Problem dabei war aber, das durchgebrochene und im Hinterland wütende Panzer auch von irgend jemanden ausgeschaltet werden mussten. Und dieser ‘Irgendjemand’ musste höchstwahrscheinlich die Infanterie sein. Deshalb hielten viele Streitkräfte daher die Panzerbüchse als die richtige Antwort zur Bewaffnung der Infanterie im Kampf gegen Panzer. In dieser Zeit hatten die Russen ursprünglich ein 12,7-mm-Zylinderverschluss-Panzerabwehr-Gewehr von der deutschen Panzerbüchse Modell 1918 kopiert, wobei eine Patrone verwendet wurde, welche ursprünglich für ein schweres Maschinengewehr entwickelt worden war. Die Leistung der Waffe war relativ schlecht und als eine Streitmacht, welche einen Schwerpunkt bei dem Panzer hatte, wurde 1932 mit einem neuen Entwurf begonnen. Dafür wurde eine völlig neue Patrone mit dem Kaliber 14,5 mm hergestellt, eine der schwersten jemals hergestellten Geschosse dieser Art. Die Waffe, welche von Degtjarew entworfen wurde, sieht sehr einfach aus und fast wie ein landwirtschaftliches Gerät. Aber sie verbirgt ein oder zwei feine Details unter der rauen Schale. Der Lauf gleitet beim Rückstoß auf einer Art Rutsche zurück, sodass der Rückstoß den Bolzengriff gegen einen Nocken trägt und ihn anhebt, um den Verschluss zu entriegeln. Der Bolzen wird dann gehalten, während sich der Lauf in seine Feuerposition zurückbewegt und die leere Patronenhülse herausgezogen und ausgeworfen wird. Der Schütze setzt dann eine neue Patrone ein und schließt den Bolzen von Hand. Eine solche Operation ist ein wenig schwer zu klassifizieren, da die Öffnungsmechanik als ‘langer Rückstoß’ bekannt ist, aber der Abschluss des Vorgangs von Hand gemacht wird, was einzigartig ist. Die Kugel, die von der PTRD-1941 verfeuert wurde, war ursprünglich ein stromlinienförmiger Typ mit Stahlkern, der eine kleine Ladung eines Brandbeschleunigers an der Spitze hatte, welche einen Explosionsblitz beim Aufschlag an der getroffenen Stelle verursachte. Aber stromlinienförmige Kugeln sind nur bei Langstreckenwaffen sinnvoll und 1941 wurde ein neuer Entwurf einer mehr quadratischen Kugel mit einem Wolframkarbid-Kern eingeführt. Diese Patrone verbesserte Geschossgeschwindigkeit und Durchschlagskraft auf kurze Entfernungen. Einsatz Die Panzerbüchse PTDR-1941 war bei der Roten Armee den ganzen 2. Weltkrieg über im Einsatz und wurde sogar noch von den kommunistischen Truppen während des Koreakrieg verwendet. Die Einführung der Panzerbüchse in größeren Stückzahlen erfolgte erst etwa zeitgleich mit Beginn des Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf Russland. Das Erstaunliche daran ist, dass zu diesem Zeitpunkt andere Streitkräfte schon händeringend nach einem Ersatz für die eigentlich veralteten Panzerbüchsen suchten, da deren Durchschlagskraft für die neuste Generation von Panzern nicht mehr ausreichend war. Wenn man auch zugeben muss, dass die PTRD-1941 wohl die beste und wirksamste jemals hergestellte Panzerbüchse war, so ist es doch erstaunlich, dass die Rote Armee es bis Kriegsende nicht für nötig befand, ihren Soldaten ein wirksameres Panzerbekämpfungsmittel zur Verfügung zu stellen. Mit ihren 25 mm Durchschlagskraft auf 500 Metern hatte die PTRD-1941 schon gegen einen PzKpfw III oder PzKpfw IV ernsthafte Probleme, sofern der Schütze nicht genau Schwachstellen traf – gegen einen Panther oder gar Tiger-Panzer war das Unterfangen sogar ziemlich aussichtslos. Die Panzerbüchsen waren jedoch immer noch nützlich gegen ‘weiche’ Ziele, wie zum Beispiel Lastkraftwagen. Aber auch in Häuserkämpfen waren sie trotz ihrer unhandlichen Größe und Gewicht gefährliche Waffen, da sie ohne weiteres die Wände durchschlagen konnten. Auch als Waffe von Partisanen waren sie sehr brauchbar, da sie leicht von zwei Mann überallhin getragen werden konnten. Wenn sich die Gelegenheit ergab, wurden sogar feindliche Tiefflieger damit beschossen. Einige der leicht gepanzerten Fahrzeuge trugen diese Panzerbüchsen sogar als Hauptbewaffnung und auf einer Reihe von Lend-Lease-Fahrzeugen, wie zum Beispiel dem britischen Universal-Carrier, wurden sie auch oft montiert. Auch war die Rote Armee nicht der einzige Nutzer dieser Waffen im Zweiten Weltkrieg. Die zahlreichen erbeutete Exemplare zu Beginn von Unternehmen Barbarossa wurden von der Wehrmacht sofort übernommen. In deutschen Diensten wurde die PTRD-41 als die 14,5-mm Panzerabwehrbüchse 783(r) und die PTRS-41 als 14,5 mm Panzerabwehrbüchse 784(r) bezeichnet. Nach 1943 allerdings verblieben nur noch wenige davon bei deutschen Fronteinheiten. PTRS-1941 Die Panzerbüchse PTRS-1941 wurde zeitgleich mit dem PTRD-1941 vom bekannten Waffenentwickler Simonow entwickelt. Der Mechanismus der Waffe weist viele Ähnlichkeiten mit seinen bekannteren automatischen Gewehrentwürfen auf. Es war eine sehr fortschrittliche Waffe, die einen oben montierte Gaszylinder und einen Kolben zum Betätigen des Bolzenträgers verwendete. Dadurch wurde der Bolzen nach unten gedrückt, um ihn zu entriegeln. Anschließend wurde er wieder zurückgeschoben, um die leere Kartusche zu entnehmen und im üblichen Ladevorgang auszuwerfen. Das Magazin, welches wie bei anderen Simonow-Entwürfen für die Reinigung vorne angebracht war, konnte bis zu 5 Patronen in einer besonderen Klammer aufnehmen, welche nur in einer Richtung geladen werden konnten. Dies war nicht gerade ideal im Eifer des Gefechts. Die größere Komplexität der Waffe machte sie anfälliger für alle Arten von Problemen und das der Lauf beim Transport abgenommen werden konnte, vereinfachte dies nicht. Dazu tendierte das 5-Schuss-Magazin zum Verklemmen. Obwohl der Entwurf fortschrittlicher als beim PTRD war, war das PTRS weit weniger robust im Einsatz und zudem schwerer und größer. Obwohl beide bis Ende der 1940er Jahre bei der Rote Armee im Einsatz waren, wurden vom PTRS viel weniger Exemplare gebaut. Die PTRD hatte aufgrund der identischen Munition die gleiche Leistung, war aber einfacher zu bedienen und zu bauen. Vermutlich wurden zuerst beide Modelle für den Truppengebrauch angenommen, um eine Alternative beim Versagen einer der beiden Waffensysteme zu haben. Nachdem die einfachere PTRD sich im Einsatz als Zuverlässig genug herausgestellt hatte, wurde die Produktion der PTRS zugunsten Ersterer eingestellt. Trotzdem wurde die PTRS-1941 auch noch im Korea-Krieg angetroffen. Spezifikationen sowjetische Panzerabwehrbüchsen Spezifikationen: Sowjetische Hundeminen Wie viele andere europäische Armeen auch, unterhielt die Rote Armee eine Anzahl von ‘Kriegshunden’ für verschiedene militärische Aufgaben. Dazu gehörte die Sprengstoffsuche, das Zustellen von Nachrichten und den Transport von medizinischen mehr …

  • Norwegen 1942-1944

    Wehrmacht-Bilder aus Norwegen im 2. Weltkrieg von 1942 bis 1944 und die deutsche Besatzung in Nordeuropa. Bilder aus Norwegen zwischen 1942 und 1944. Die Fotos stammen aus der Besatzungszeit und von den Vorbereitungen der 214. Infanterie-Division zur Umgliederung als Eingreif-Reserve des OKW (Oberkommandos der Wehrmacht) seit Sommer 1943. Noch eine interessante Anmerkung, welche dem Wehrmachtbefehlshaber Norwegen am 31.10.1943 vom OKW übermittelt wurde: ‘Es wird in steigendem Maße Klage über das zu enge Verhältnis der deutschen Wehrmachtsangehörigen zur Bevölkerung geführt, insbesondere die Zunahme der Anträge auf Heiratserlaubnis bzw entsprechende Scheidungsanträge. Zweckdienliche Gegenmaßnahmen werden vorgeschrieben.’ Zur Vergrößerung oder Dia-Show bitte auf eines der Fotos klicken.   Vorherige Seite: Kriegsgefangene und Dienstreisen Nächste Seite: An der Ostfront 1944 Die deutsche Besatzung in Nordeuropa Im von Deutschland besetzten Europa begannen die Besatzer mit der Einrichtung eines neuen Verwaltungssystems, dessen Konturen nur während des laufenden Krieges errichtet werden konnten und welches zusammenbrach, als die deutschen Streitkräfte zurückgedrängt wurden. In Nordeuropa blieben Dänemark und Norwegen von April 1940 bis zur Kapitulation im Mai 1945 unter deutscher Kontrolle. Im Falle Dänemarks kam die deutsche Invasion so schnell, dass es keinen Widerstand und keine Möglichkeit für die Regierung und insbesondere den König gab, zu fliehen. Angesichts der Duldung des Verwaltungsapparates war es für die Deutschen offensichtlich am einfachsten, das noch voll funktionsfähige Land nur unter Aufsicht zu führen, anstatt es direkt zu kontrollieren. Es gab dann tatsächlich eine vorübergehende Übereinkunft zwischen den Einwohner und den Besatzer. Im Rahmen dieser stillschweigenden, aber wirksamen Regelung stellten die Deutschen hier nicht die Grenzziehung infrage, welche sich aus der Friedensregelung von Versailles des Ersten Weltkriegs ergeben hatte, was viele unter der deutschen Minderheit in der betroffenen Region sehr bestürzte. Andererseits stellten die Dänen nicht nur wichtige Militärstützpunkte für die deutsche Kriegsführung zur Verfügung, sondern lieferten auch erhebliche Mengen an Nahrungsmitteln, was etwa ein Zwölftel des gesamten Jahresbedarfs von Deutschland deckte, einschließlich aller sonstigen an das Reich angeschlossenen Gebiete.   Als aber der Krieg und die Besatzung weiter andauerten, wurden einige Dänen unruhig und erhebliche Veränderungen der Situation wurden von den Deutschen erzwungen. Im Oktober 1942 wechselte Adolf Hitler zu einem härteren Kurs und wies seinen neuen Militärbevollmächtigten an, dass Dänemark an Deutschland angeschlossen werden würde und ihre Monarchie und ihre demokratischen Institutionen nicht beibehalten werden können. Eine Zeitlang wurden diese Absichten verschleiert, aber Eskapaden der dänischen Nazis führten den Dänen vor die Augen, was kommen wird. Im August 1943 riefen die Deutschen einen militärischen Notstand aus und die dänische Regierung wurde praktisch entfernt. Ironischerweise stimulierte dies eher den Widerstand, als diesen erlahmen zu lassen. Dies zeigte sich bald darauf deutlich als die deutschen Aktionen, die dänischen Juden zusammenzutreiben, scheiterten, als die Dänen ihnen halfen, nach Schweden zu fliehen. Unterdrückung und Widerstand standen sich für den Rest des Krieges feindselig gegenüber und alle Hoffnungen der Deutschen, das ‘nordisch-germanische’ Volk Dänemarks in loyale Deutsche umzuwandeln, waren längst verschwunden. Gleichzeitig hatten die Dänen alle Illusionen, welche sie einst über die Ziele ihres mächtigen Nachbarn hatten, verloren. Die Situation im besetzten Norwegen war noch verwirrender, da es von Beginn an bei Unternehmen Weserübung zu erheblichen Kämpfe und einer Phase der Verhandlungen über die Möglichkeit einer Einigung zwischen Teilen der Regierung und Deutschland gab. Als diese scheiterten, wurde die Situation durch die Ernennung eines Reichskommissars, Josef Terboven, der Gauleiter von Essen war und auch blieb, weiter getrübt. Als langjähriges Mitglied der NSDAP wollte Terboven Norwegen so führen, wie er es für richtig hielt. Dies tat er vorbehaltlich der wiederholt angekündigten Absicht Hitlers, Norwegen für immer zu einem Teil des Deutschen Reiches zu machen. Bei der Umsetzung seiner Politik wurde Terboven im Allgemeinen vom Wehrmacht-Befehlshaber Norwegen, General Nikolaus von Falkenhorst, unterstützt. Gelegentlich wurde dieser nur durch den Vertreter der deutschen Marine, Admiral Hermann Boehm, behindert und es kam auch häufig zu Problemen mit Vidkun Quisling, dem Führer der norwegischen Nazi-Partei. Obwohl Quisling bereit war, den Deutschen zu helfen, Norwegen zu erobern und dann Norweger für die Waffen-SS zu rekrutieren, wollte er das Land als eng an Deutschland angelehnter Verbündeter führen. Die deutschen Repressionen im Land standen unter dem Deckmantel des Kriegsbedarfs, was ihn und seine Anhänger vor den Augen der Norweger automatisch zu Verrätern machte. Trotz der innerhalb oder außerhalb der von den Deutschen im besetzten Norwegen geschaffenen Regierungsstruktur forderte er daher immer einen Friedensvertrag, den die Deutschen jedoch immer ablehnten. Hitler hatte nicht die Absicht, das Land jemals wieder in die Unabhängigkeit zu entlassen. Bis April 1943 hatte sogar Quisling erkannt, dass er nur dazu benutzt wurde, die Annexion durch Deutschland zu erleichtern und war verbittert über diese Entwicklung. Wenn dies nun die Einstellung des Mannes war, der einst die Deutschen zur Besetzung des Landes ermutigt hatte, kann man sich leicht vorstellen, was der gewöhnliche patriotische Norweger darüber dachte. Die Besetzung war für die Norweger eine unangenehme Zeit. Die Wehrmacht beschlagnahmte Häuser, Ladengeschäfte und anderes Eigentum, Schulen und verbreitete dabei überall Nazi-Symbole und Fahnen und deren Ideologien. Obwohl den Soldaten befohlen wurde, sich gegenüber der Zivilbevölkerung in Norwegen korrekt zu verhalten, hatten sie doch die polizeiliche Befugnis zu Kontrollen und das Recht, Personen zu verhaften, die sie für verdächtig hielten. Die ständig neuen Vorschriften, Gesetze und deutschen Ansprüche machten es den Norwegern daher schwer, sich in Sicherheit zu fühlen. Den Norwegern war es nicht erlaubt, sich frei zu bewegen oder Patriotismus in irgendeiner Weise öffentlich zu zeigen. In diesen Jahren wurde das Singen der Nationalhymne und das hissen der norwegischen Flagge verboten. Die Todesstrafe drohte für Vergehen, wie das Hören von alliierten Radiosendern, die neben propagandistisch auch als kulturell verwerflich erachtet wurden, oder für das Lesen einer der vielen illegalen oder in der Grauzone erscheinenden Zeitungen und Flugblätter. Die städtischen Gebiete waren von der Besetzung am stärksten betroffen, da hier auch die Rationierung eingeführt wurde. Alles, von Lebensmitteln und Kleidung bis hin zu Spielzeug und Möbeln, wurde rationiert und war nur gegen Bezugsscheine zu erhalten. Zucker, Kaffee und Mehl waren die ersten Produkte, welche rationiert wurden. Es folgten dann vor allem importierten Lebensmitteln und schließlich sogar Brot, Butter, Fleisch, Eier und Milchprodukte. Im Sommer 1942 wurden mehr …

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