Kriegstagebuch 11. November 1917


italienische Rückzugsstrasse hinter die Piave
Unübersehabare Mengen an Kriegsmaterial ließen die Italiener auf ihrer hastigen Flucht hinter die Piave zurück.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 11. November 1917:

Südfronten


Piave: ERSTER SCHLACHT AN DER PIAVE (bis 30. Dezember). Österreich-ungarische Truppen gewinnen in der Nacht vom 12./13. November einen kleinen Brückenkopf bei Zenson, 27 km von der Flußmündung und 32 km nordöstlich von Venedig und besetzen die Inseln im Fluss am 13. November. Erzherzog Eugene verlegt sein Hauptquartiert von Klagenfurt nach Udine. Die ersten 2 britischen Divisionen (23. und 41.) kommen am 21. November in der Region von Mantua an.

Westfront

Deutschland: MONS-KONFERENZ zwischen Ludendorff, Wetzell (Chef-OHL-Stratege), Kuhl (Generalstabschef Heeresgruppe Rupprecht) und Schulenberg (Generalstabschef Heeresgruppe Kronprinz). Ludendorff schlägt eine große Offensive an der Westfront im ‘Neuen Jahr’ vor.
Flandern: Die kanadische Verluste seit dem 26. Oktober belaufen sich auf 12.924 Mann (darunter 22 Kriegsgefangene und 1.171 Gasopfer).
Elsass: Französische Truppen wehren einen Überfall am Harmannsweilerkopf ab.

Ostfront

Russland: Die Bolschewiki zerschlagen den Kadetten-Aufstand am ‘Blutigen Sonntag’ in Petrograd und nehmen Krasnojarsk. Die Roten kontrollieren Saratow an der Wolga.

Seekrieg

Östliches Mittelmeer: ​​UC 38 (Wendlandt), eins von 3 U-Booten, die seit dem 31. Oktober den Türken zu Hilfe geschickt wurden, versenkt den britischen Monitor M15 (26 Tote) und den Zerstörer Staunch vor Gaza. Der Rest des Geschwaders zieht sich nach Port Said zurück.
USA: Erster von 247 (bis 11. April 1921) schnellen und mit vier Schornsteinen versehen Glattdeck-Zerstörern USS Little von Stapel gelaufen. Das Schiff wird 1918 von Queenstown in Irland aus eingesetzt.

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell Sten Mk 2

    Englische Maschinenpistole Sten Gun. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der britischen Standard-Maschinenpistole Sten MP im Zweiten Weltkrieg. Sten Mk I, II, III, V Typ: Maschinenpistole. Geschichte der Sten MP Die britische Armee musste 1939 ohne irgendeine Maschinenpistole in den Krieg ziehen, da sie diese gering schätzte und sich lange gegen die Einführung einer derartigen Waffe gewehrt hatte. Schnell mussten die britischen Soldaten aber erkennen, dass es ohne die bisher verschmähte Maschinenpistole in einem modernen Krieg überhaupt nicht mehr ging. So kauften die Briten in den USA in großen Stückzahlen die Thompson-MPi ein. Diese amerikanische Maschinenpistole hatte jedoch einige Nachteile. Sie war schwer, schwierig in der Herstellung und obendrein teuer. Der hohe Preis und die Versorgungsschwierigkeiten der Thompson-MP ließen die Engländer bald daran denken, ein eigenes Modell zu entwickeln. Die Ereignisse Mitte des Jahres 1940, wo die Briten viele ihrer Waffen bei der Evakuierung aus Dünkirchen verloren, führten zu einer Beschleunigung dieser Gedanken. Im August 1940 wurde die Entscheidung von der britischen Regierung getroffen, eine Kopie der deutschen MP28 in die Produktion zu nehmen und davon 50.000 Waffen zu bauen. Gleichzeitig wurden 110 Millionen Stück 9-mm-Patronen dafür in den USA bestellt, da die Herstellung dieses Kalibers in Großbritannien viel zu gering war. Die neue Maschinenpistole wurde als ‘Lanchester’ bezeichnet und Einsatzvorführungen wurden am 28. November 1940 durchgeführt. Anschließend wurden Vorbereitungen zur Produktion dieser Waffe getroffen. Allerdings änderte sich in den ersten Tagen des neuen Jahres 1941 die Lage. Eine einfachere Waffe, bezeichnet als ‘N.O.T.40/1’ wurde von Major R.V. Stepherd und Mr. H.J.Turpin vom Chief Superintendent of Design’s Department (Chef-Superintendenten der Entwicklungsabteilung) fabriziert. Die Waffe wurde bei der Royal Small Arms Factory in Enfield Lock bereits am 10. Januar 1941 vorgeführt. Daraufhin wurde am 21. Januar Anweisung erteilt, sofortige Versuche mit beiden Maschinenpistolen durchzuführen und zeitnah zu entscheiden, ob die ‘Lancaster’ wie geplant oder der neue Entwurf produziert werden soll. Das britische Beschaffungsamt teilte am nächsten Tag dazu mit, daß ‘die wichtigste Berücksichtigung im Moment ist, irgendeine Art von Maschinenkarabiner, welche bei allen drei Bereichen der Streitkräfte verwendet werden kann, so schnell als möglich in die Produktion zu bringen’. Die N.O.T.40/1 wurde anschließend getestet und ein Bericht darüber ging am 31. Januar 1941 heraus. Die verschiedenen Versuche wurden zufriedenstellend abgeschlossen und 5.400 Schuss ohne Unterbrechung oder eine Fehlfunktion abgefeuert. Der Bericht schloss zusammenfassend, dass ‘dieser Karabiner scheint grundsätzlich brauchbar zu sein und funktioniert zufriedenstellend und genau.’ Daraufhin wurden Vorbereitungen getroffen, diese neue Waffe in Produktion zu nehmen und die ersten Exemplare kamen im Juni 1941 aus den Fabriken. Sten Mk I Das Ergebnis all dieser Bemühungen wurde zur Sten Mark I MP. Der Name ‘STEN’ setzt sich aus den beiden Namen der Konstrukteure Shepperd und Turpin sowie dem Hersteller Enfield zusammen. Während die Waffe immer noch einfach war, so verfügte sie doch immer noch über eine gewisse Raffinesse. So gab es einen hölzernen Vorderschaft und einen Klappgriff für die vordere Hand, einen Rohrrahmen-Hauptschaft als Laufummantelung, einen Schutz für das Zielkorn und einen Kompensator zur Unterdrückung von Mündungsblitzen. Ein Sicherheitsschlitz an der Rückseite des Spannhebels ermöglichte eine rudimentäre Sicherung des Abzugshebels. Sobald die Produktion begann, wurde untersucht, ob ein Teil dieser Verfeinerung abgeschafft werden konnte, was sowohl die Produktion beschleunigte als auch die Waffe leichter machte. Der Unterdrücker für Mündungsblitze und der Vordergriff wurden weggelassen und das hölzerne Vorderende wurde durch eine Blechabdeckung über dem Abzugsmechanismus ersetzt. Die Konstruktion war sehr einfach und verwendete nur ein Minimum an Drehteilen. Die Herstellung fand vor allem mit Pressteilen und Schweißarbeiten statt. In ihrer äußeren Erscheinung wirkte sie beinahe so ‘zusammengehauen’, wie die russische PPS-MPi, da alles an ihr aus gepresstem, zum Teil gewelltem Metall bestand, auch die Schulterstütze. Doch sie besaß genau jene Vorzüge, die gefordert wurden: sie arbeitete gut und sie war billig, schnell und einfach zu produzieren. Ohne weitere Einwendungen ging die Sten MP in Produktion. Von Juni 1941 bis Juli 1942 wurde die Sten Mk I in einer Stückzahl von 100.000 Exemplaren gebaut. Sten Mk II Um die Forderung nach einer Monatsproduktion von 20.000 Stück zu erfüllen, wurden weitere Vereinfachung an der Maschinenpistole vorgenommen. Die dadurch entstandene Sten Mark II wurde zur häufigsten aller Varianten. Sie wurde in zwei Ausführungen hergestellt, mit Schulterstütze aus einem Profilrahmen oder aus Rohrmaterial mit aufgeschweißter Kappe. Die Schulterstütze ließ sich einfach abnehmen. Da am Verschluss und am Abzug so gut wie nichts mehr vereinfacht werden konnte, entfiel lediglich der hölzerne Vorderschaft. Es wurde aber auf den Laufmantel verzichtet und der Lauf mit einer kurzen zylindrische und perforierte Hülle, welche auch als Vorderhandgriff diente, angeschraubt. Dieser Lauf ließ sich ebenfalls leicht abnehmen. Das Magazingehäuse wurde so modifiziert, dass es um 90 Grad heruntergeschwenkt werden konnte, um die Zufuhr- und Auswurföffnungen gegen Schmutz zu verschließen. Der Sicherheitsschlitz wurde an der oberen Rückseite des Spanngriffschlitzes neu positioniert, da das Drehen des Griffs zum Verriegeln eine leichtere Bewegung war als das Herunterdrehen. In den Laufmantel konnte außerdem ein kurzes Tüllenbajonett eingeschoben werden. Über zwei Millionen dieser Muster wurden hergestellt und eine Zeit lang wurden sie mit einer Rate von mehr als 20.000 Stück pro Woche aus einer einzigen Fabrik hergestellt, dazu viel der Preis der Herstellung auf 2,87 Britische Pfund (ca. 30 Reichsmark) pro Waffe. Die Mark II wurde zum ersten Mal während der Dieppe-Landung im August 1942 eingesetzt. Obwohl der Überfall ein Fiasko war, gab es keine Beschwerden über den Teil, den die Sten-MP dabei spielte. Eine große Zahl der Sten Mk II wurde über den von Deutschland besetzten Teilen Europas für Partisanengruppen und Widerstandskämpfer aus Flugzeugen abgeworfen, wofür die einfache Zerlegbarkeit wichtig war. Es gab noch die Version Sten Mk IIS für Kommando- und Untergrundeinsätze, wo auf dem Lauf einen Schalldämpfer angebracht wurde. Dabei waren allerdings nur Einzelschüsse möglich. Sten Mk III Als Nächstes kam die Sten Mk III, welche noch einfacher herzustellen war. Dafür wurde aber auf den abnehmbaren Lauf und das bewegliche Magazingehäuse verzichtet. Der Feuermechanismus und die beiden Schulterstützen blieben zwar identisch, aber das Verschlussgehäuse wurde zusammen mit dem Laufmantel als ein Stück im Maschinenschweißen produziert. Dieses geschweißte Stahlrohr hatte ein mehr …

  • Britische Infanterie tritt an der Somme zum Angriff aus ihren Gräben an

    Ergebnisse und Statistiken zu 15 Schlachten des Ersten Weltkriegs und die Somme-Schlacht der Maschinengewehre. Die nachfolgenden Tabellen geben komprimiert möglichst exakte Angaben über fünfzehn Schlachten des 1. Weltkriegs mit deutscher Beteiligung wieder. Davon fanden zehn an der Westfront und fünf an der Ost­front gegen Russland statt. Von den zehn Schlachten an der Westfront wurden vier überwiegend gegen französische, fünf überwiegend gegen britische Truppen und eine Schlacht gegen die US-Armee geführt. Schlacht-Ergebnisse im 1. Weltkrieg Zu jeder dieser Schlachten werden das Datum, der übliche Name, die Dauer, die im Wesentlichen eingesetzten Großverbände und das operative Ziel – also Angriff oder eine der Verteidigungsmöglichkeiten aus rasch errichteten oder vorbereite­ten Stellungen oder mit Feldbefestigungen – angegeben. Die folgende Spalte gibt die in etwaige zahlenmäßige Stärke der sich bekämpfenden Streitkräfte an. Die vierte Spalte beinhaltet abgerundet die gesicherten Verlustzahlen der gegnerischen Streitkräfte wieder. Allerdings brachten in vier der fünf Schlachten an der Ostfront die deutschen Truppen dermaßen viele Kriegsgefangene ein, dass in der rechteckigen Klammer diese nochmals gesondert angegeben sind. Die fünfte Spalte gibt die daraus resultierenden Verluste pro Kampftag an. Die sechste Spalte gibt die Verluste pro Tag in Prozent an, und zwar bezogen auf die weiter links an­gegebene Truppenstärke bei Beginn der Schlacht. Die letzte Spalte gibt den sogenannten Score-Wert an, eine Punktwertung oder Bewertung auf der Grundlage einer Auswertung der vorangegangenen Zahlen. Dieser Wert entspricht den Verlusten je Kampftag als Prozentsatz der Streitkräfte, welche diese Verluste verursacht haben. Dieser wird berechnet, indem die Verluste der einen Seite zur gesamten Truppenstärke der anderen Seite in Relation gesetzt werden. Der Wert gibt somit die Verluste pro Tag je 100 Mann an. In den runden Klammern wird der Kampfwert-Index angezeigt, wobei der Score-Wert in etwa mit dem ermittelten Verteidigervorteil modifiziert wurde. Hierbei werden allerdings Faktoren verwendet, die sich aus den umfassenden Forschungen aus Schlachten des 2. Weltkriegs ergaben, welche aber bisher noch nicht umfassend für den 1. Weltkriegs überprüft bzw. angepasst worden sind. Dabei wird der Verteidigervorteil bei rasch eingerichteter Verteidigung mit 1,3 angenommen, mit 1,5 für vorbereitete Vertei­digung und 1,6 für Verteidigung aus Feldbefestigungen. Bei einigen der ersten Schlachten des Ersten Weltkrieges, als beide Seiten im Angriff waren und sich somit auch zum Teil dann ‘rasch verteidigten’, wird ein Faktor von 1,2 angenommen. Der daraus resultierende Kampfwert-Index ist folglich die bereinigte Fähigkeit beider Seiten, während der jeweiligen Schlachten den gegnerischen Truppen Verluste zuzufügen. Bei längeren Schlachten liegt dieser Wert zumeist niedriger, was darauf schließen lässt – und durch die tiefer gehenden Untersuchen des Zweíten Weltkriegs bestärkt wird -, dass die Kampfkraft und somit der Kampfwert-Index der Soldaten über eine längere, ununterbrochenen Einsatzdauer im Gefecht ständig abfällt. Grenzschlachten 14.-23.8. 1914 (10 Tage): Tannenberg 26.-29.8. 1914 (4 Tage): Marneschlacht 5.-10.9. 1914 (6 Tage): Masurische Seen 9.-14.9. 1914 (5 Tage): Lodz 11.-25.11. 1914 (15 Tage): Winterschlacht in Masuren 7.-21.2. 1915 (15 Tage): Gorlice-Tarnow 2.-4.5. 1915 (3 Tage): Schlacht Champagne 25.9.-8.11. 1915 (45 Tage): Erste Somme-Schlacht 1.7.-31.10. 1916 (123 Tage): Arras 9.-24.4. 1917 (15 Tage): Nivelle-Offensive an der Aisne 16.-30.4. 1917 (15 Tage): Flandernschlacht 31.7.-6.11. 1917 (98 Tage): Zweite Somme-Schlacht 21.3-9.4. 1918 (20 Tage): Lys 9.-30.4. 1918 (22 Tage): Maas-Argonnen 26.9.-11.11. 1918 (47 Tage): Siehe auch: Deutsche Kampfkraft Siehe auch: Schlachten im 2. Weltkrieg Schlacht an der Somme Die Schlacht der Maschinengewehre an der Somme vom 1. Juli bis zum 18. November 1916. Keine Schlacht im 1. Weltkrieg wurde so sehr vom Maschinengewehr dominiert, wie die britische Sommeroffensive 1916, welche zur Schlacht an der Somme wurde. Die Eindrücke durch die deutschen MG08 Spandau und Bergmann-Maschinengewehre blieben noch lange im Gedächtnis nach dem ‘Tag von atemberaubender Sommer-Schönheit’, wie Siegfried Sassoon den 1. Juli 1916 beschrieb, dem Tag des Beginns der Schlacht an der Somme. Das Bild der Schützenlinien aus Khakifarbener Infanterie, welche mit erhobenen Lee-Enfield Gewehren im Stacheldraht niedergemacht wurden, formte sich nicht nur in die westliche Wahrnehmung des modernen Krieges, sondern in das moderne Leben einer ganzen Generation. Mehr als nur Infanteristen fielen den Maschinengewehren an der Somme zum Opfer. Die bisherige strukturierte, progressive Welt der Vorkriegszeit vor 1914 starb dort auch. Die schweren Verluste, welche die deutschen Maschinengewehre den britischen Truppen im Jahr 1915 bei Neuve Chapelle und Loos zugefügt hatten, beeinflusste den britischen Plan für die Offensive an der Somme. Die Lehren, welche die Briten aus diesen Schlachten zogen, waren, dass sie ihre Artillerie einsetzen würden, um noch viel mehr Tonnen von Sprengstoff über den Maschinengewehren auszuschütten, bevor der Infanterie-Angriff beginnen würde. Die Logik war, nur genug Granaten zu verschießen und es würden keine Maschinengewehre mehr übrig bleiben. Truppenstärke an der Somme am 1. Juli 1916: Das Maschinengewehr entscheidet eine Schlacht Das britische Vorbereitungsfeuer der Artillerie sollte die Maschinengewehre besiegen. Die Infanterie müsste dann – so war der Plan – einfach nur noch das Gelände in Besitz nehmen. Aber trotz der lang anhaltenden Dauer des britischen Artillerie-Vorbereitungsfeuers, demonstrierten die deutschen Maschinengewehre an der Somme, dass Feuerkraft alleine nicht den Kampf entscheiden konnte. Denn die Maschinengewehre in der Frontlinie überstanden das Vorbereitungsfeuer in ihren gut ausgebauten Unterständen. Diese Lektion der Maschinengewehre aus der Schlacht an der Somme mussten auch die US-Marines des 2. Weltkrieg auf Tarawa im Jahre 1943 und unzählige Male während des Vietnamkrieges wieder erlernen. Ein massives Vorbereitungsfeuer alleine – auch nicht der siebentägige Beschuss, welcher der Offensive an der Somme vorausging – kann einen tief eingegrabenen Verteidiger nicht besiegen. Später im Krieg wurde das Vorbereitungsfeuer zu einem kurzen, ungeheuer intensiven Sturm, welches oft noch mit dem Einsatz von Giftgas zum Niederdrücken des Verteidigers kombiniert wurde. Das Vorbereitungsfeuer vor dem 1. Juli 1916 litt auch unter der hohen Anzahl der Blindgänger und des Mangels an schweren Geschützen, welche die tiefen Bunker, in denen sich die deutschen Maschinengewehre mit ihren Mannschaften befanden, etwas anhaben hätten können. Die deutschen Maschinengewehrschützen warteten dort bis zu der 10-minütigen Pause kurz vor 7 Uhr morgens, bevor die britische Infanterie unter trillernden Pfeifen aus ihren Gräben zum Angriff antrat. Die Kämpfe im Jahr 1915 hatten gezeigt, dass ein einzelnes Maschinengewehr ein angreifendes Bataillon besiegen konnte, wenn es ohne niedergedrückt zu werden, feuern konnte. Am 1. Juli 1916 musste jedoch mehr …

  • Soldat bereitet Abschuß Panzerfaust vor

    Rückstoßlose Wegwurf-Waffe zur Panzervernichtung. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Panzerfaust Modell 30, 30K, 60, 100, 150, 250 Typ: leichte, Rückstoßlose Wegwurfwaffe zur Panzervernichtung Geschichte: Das Auftreten der schweren russischen Panzer KW-1 und T-34 im Jahre 1942 führte zu einem Bedarf an einer leichten, aber wirksamen Panzerabwehr-Waffe, welche von der deutschen Infanterie verwendet werden konnte. Dr. Langweiler von der Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG) wurde daher im Sommer des Jahres mit der Entwicklung einer geeigneten Waffe beauftragt. Langweiler entwickelte eine einfache Rückstoßlose Waffe, genannt Faustpatrone, welche aus einem 36 cm langen Rohr bestand, gefüllt in der Mitte mit Schießpulver und einer Hohlladungsbombe am anderen Ende. Die Waffe wurde am ausgestreckten Arm gehalten und ein Abzug entzündete das Schießpulver. Dieses feuerte die Hohlladungsbombe nach vorn, während der Rückstoß aus dem anderen Ende des Rohres für den Ausgleich sorgte. Das Gerät funktionierte zwar gut, aber als Waffe war es nicht zu gebrauchen, da es keine Zielvorrichtungen hatte. Die Anbringung einer Zielvorrichtung würde jedoch bedeuten, dass der Schütze näher an der Waffe sein müsste. So wurde das Rohr verlängert, sodass die Rückstoß-Flammen hinter dem Schützen austraten. Die Bombe erhielt Flossen aus Feinblech, die um den Schwanz gewickelt waren, während sich diese noch im Rohr befand. Der Sprengkopf war viel größer als der Durchmesser des Rohres und befand sich am vorderen Ende. Eine einfache Zielvorrichtung wurde eingebaut und die Waffe wurde Panzerfaust 30 genannt, wobei die Zahl immer die effektive Reichweite in Metern angab. Nach einer Reihe von Tests wurde sie im Oktober 1943 mit einer Rate von 200.000 Stück je Monat in die Produktion genommen. Eine weitere Version, die Panzerfaust 30K (K=klein), welche eine Hohlladungsbombe mit einem kleineren Durchmesser verwendete, wurde ebenfalls mit 100.000 Stück je Monat produziert. Da die Durchschlagskraft der Panzerfaust 30 mit 140 mm auf eine Panzerung mit 30° Winkel als ausreichend angesehen wurde, erfolgte die Weiterentwicklung in erster Linie bei der Steigerung der Reichweite. Die Treibladung wurde erhöht, was zwar die Verwendung von dickeren Rohren erforderte, aber die Beschleunigung und Reichweite erhöhte. Der Entwurf war Anfang 1944 fertig und während des Sommers wechselte die Produktion von der Panzerfaust 30 zur Panzerfaust Modell 60. Weitere Entwicklungsarbeiten zur Vergrößerung der Reichweite führten zur Panzerfaust 100, bei der die Treibladung durch einen Luftspalt in zwei Einheiten aufgeteilt wurde, um eine gestaffelte Zündung und einen nachhaltigen Schub zu erzeugen. Dieses Modell ging im November 1944 neben der Panzerfaust 60 in Produktion. Alle Modelle waren bis hierhin die ersten Wegwurfwaffen der Kriegsgeschichte, da sie nur einmal abgefeuert wurden. In dem Bestreben dies ökonomischer zu handhaben und die Leistungen noch weiter zu verbessern, wurde nun die Panzerfaust 150 entwickelt. Bei diesem Modell wurde die Treibladung an den Schwanz der Bombe befestigt und Zündstreifen zum Abschuss verwendet. Auf diese Weise konnte angenommen werden, dass das Rohr bis zu zehnmal schnell nachgeladen werden konnte, bevor es unbrauchbar wurde. Die Hohlladungsbombe wurde ebenfalls neu gestaltet, um bei gleicher Durchschlagskraft Sprengstoffe einzusparen. Zudem wurde ein optionaler Fragment-Überzug für die Bombe entwickelt, welcher die effektive Bekämpfung von ‘weichen’ Zielen, wie Fahrzeugen und Soldaten, ermöglichen sollte. Die Produktion dieses Modells begann im Januar 1945 und dauerte bis zum April an, wobei etwa 100.000 Stück hergestellt wurden. Aber aufgrund der katastrophalen Transportsituation zu dieser Zeit erreichten nur noch wenige die kämpfende Truppe. Zu guter Letzt war da noch die Panzerfaust 250 in der Entwicklung als der Krieg endete. Hierbei wurde eine Bombe mit einem längeren Schwanz und einer verbesserten Treibladung verwendet, die elektrisch gezündet wurde.   Da alle Modelle der Panzerfaust weitgehend ähnlich waren, reicht eine allgemeine Beschreibung der Panzerfaust 60 aus: Der Hauptteil bestand aus einem Weichstahl-Rohr mit einer kleinen Öffnung am Ende, welches aus Austrittsdüse für die Gase diente. Dazu kam ein einfacher Feuermechanismus und ein Visier zum Zielen oben auf der Waffe. Die Bombe bestand aus dünnem Blech auf einem hölzernen Stab, auf dem sich die einziehbaren Flossen befanden. Die Treibladung befand sich in einer Papierhülse hinter der Bombe und unter dem Auslöser. Zur Sicherheit befand sich eine Verriegelung am Rand des Gefechtskopfes. Um zu feuern wurde die Verriegelung entfernt und das Visier aufgerichtet. Dieses hatte drei Einstellungen für 30, 60 und 80 Meter. Nachdem das Visier aufgerichtet war, gab dieses auch den Auslöser frei. Der Schütze steckte das Rohr nun unter den Arm, zielte auf das Ziel und drückte auf den Auslöser, um zu feuern. Dies löste eine Blattfeder mit einem kleinen Schlagbolzen, der auf das Zündhütchen schlug, die Treibladung zündete und die Bombe abschoss. Anscheinend ist es aber heute üblich in den Romanen über den 2. Weltkrieg die Panzerfaust als ein primitives und unwirksames Stück Müll zu beschreiben, welches in den letzten Tagen des Krieges an Volkssturm-Einheiten ausgegeben wurde. Dies ist jedoch weit von der Wahrheit entfernt. Sie war eine höchst effektive Panzervernichtungswaffe und wurde von der Wehrmacht häufig an der Ost- und Westfront verwendet. Die extrem hohen Panzerverluste der Sowjets in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges (die selbst die zu diesem Zeitpunkt höchsten russischen Produktionszahlen deutlich überstiegen) beim Kampf um die deutschen Städte sind höchstwahrscheinlich auf die ständig zunehmende Verwendung der Panzerfaust zurückzuführen. Alleine bei den letzten Kämpfen in Berlin sind nach sowjetischen Angaben rund 700 Panzer der Roten Armee nur durch die Panzerfaust vernichtet worden. In den Händen eines erfahrenen Soldaten konnte die Waffe jeden Panzer stoppen – und selbst heute noch würde ihre Leistung auf dem Gefechtsfeld beeindrucken. Animation 3d-Modell Panzerfaust Modell 60 Spezifikationen Panzerfaust Modell 60 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Im Nahkampf zerstörte russische Panzer an der Ostfront vom Januar bis April 1944:

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