04-1918, April 1918


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für April 1918.

Westfront offene Kriegsführung
Zum ersten Mal seit 1914 bricht an der Westfront eine offene Kriegsführung aus. Hier sind deutsche Artilleristen mit ihren Haubitzen auf dem Vormarsch.

April 1918

Seiteninhalt:

Schlagzeilen vom April 1918:


Im April 1918 überschreitet der alliierte Schiffbau zum ersten Mal die verlorene Tonnage – RAF (Royal Air Force) wird per Gesetz durch das britische Parlament gegründet – Pershing stimmt zu, US-Brigaden mit britischen und französischen Verbänden zusammen einzusetzen – Deutsche Soldaten mit Geschützen und MGs landen in Hangö (Finnland) an – LETZER DEUTSCHER VERSUCH, AMIENS ZU NEHMEN – ZWEITE SCHLACHT AN DER SOMME (Michael-Offensive) ZU ENDE – LUDENDORFF BESCHLIESST DEN ANGRIFF AUF AMIENS ZU BEENDEN – Deutsche Truppen besetzen Charkow – Die türkische 5. Division besetzt wieder Van im Kaukasus – Der deutsche Einwanderer Robert Prager wird in Collinsville (Illinois, USA )als angeblicher ‚Spion‘ gelyncht – Tampere fällt an finnische Truppen – Britische nationale Fleischrationierung – LUDENDORFFS ZWEITER SCHLAG, DIE SCHLACHT AN DER LYS BEGINNT – Die deutsche Offensive in Flandern erlahmt – Schlacht bei Hazebrouck – Letzter Zeppelin-Angriff, welcher die britische Küste überquert und zu Schaden und Verlusten führt – Schlacht von Bailleul – die Deutschen nehmen Helsinki – FOCH ZUM ALLIIERTEN GENERALISSIMO ÜBER DIE WESTFRONT ERNANNT – britischer Stabschef Trenchard tritt zurück – Passchendaele (Flandern) wird von der deutschen Vierten Armee wieder besetzt- Erste Schlacht am Kammel-Rücken – drittes britisches Militärdienst-Gesetz tritt in Kraft – Schlacht von Bethune – Deutsche Truppen marschieren in der Krim ein – Milner ersetzt Derby als britischer Kriegsminister – RICHTHOFEN (der ‚Rote Baron‘) WIRD GETÖTET – Überfall auf Zebrügge – Das Diet (Parlament) ruft die unabhängige Transkaukasische Föderative Republik aus – LETZTE UNTERNEHMUNG DER DEUTSCHEN HOCHSEEFLOTTE – erstmals rückt eine US-Division in die Frontlinie ein – erstes Gefecht Panzer gegen Panzer – Schlacht an der Lys endet – Mannerheim erobert Viborg.

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Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. April 1918:

 amerikanischer Truppen-Geleitzug
Ein amerikanischer Truppen-Geleitzug nähert sich unter Sicherung durch Luftschiffe der französischen Küste.

Seekrieg
Atlantik: Im April beginnen die schnellen US-Truppenkonvois, die 1.037.000 Soldaten bei dem Verlust von 3 Transportschiffen hinüberbringen. Alleine die Aquitania bringt 60.000 Mann auf 9 Fahrten.
Mittelmeer: ​​Im April besuchen der britische Erste Seelord und der Chef des Nachrichtendienstes der Royal Navy (Vize-Admiral Hall) Malta, um den dortigen Stab zu reorganisieren, mit dem Ziel, die Schiffsverluste zu verringern. Die stationäre Otranto-Sperre wird begonnen (bis September fertig), aber 121 U-Boot können trotz 58 Angriffe mit Wasserbomben bis August passieren.
Großbritannien: Im April wird HMS Simoom, erster Zerstörer der S-Klasse, fertiggestellt (im April 1917 bestellt). 18 weitere wurden vor dem Waffenstillstand noch fertiggestellt. Im April überschreitet der alliierte Schiffbau zum ersten Mal die verlorene Tonnage und erreicht des auch für die restliche Dauer des Krieges.

Luftkrieg
Großbritannien: Die RAF (Royal Air Force) wird per Gesetz durch das Parlament gegründet. Es ist die erste vollständig unabhängige Luftstreitmacht der Welt und vereint das bisherige Royal Flying Corps und den Royal Naval Air Service (zusammen ca. 2.950 Flugzeuge), die vom Luftministerium unter einem Staatssekretär (Lord Rothermere) verwaltet werden. Stabschef: Trenchard (Stellvertreter Kerr). Women’s Royal Air Force (WRAF) gegründet, wobei die Organisation des RFC beibehalten wird. Alle ehemaligen Einheiten des RNAS wird die Zahl 60 zu den Nummern der Staffeln und 200 zu den Flights hinzuaddiert und die Offiziere erhalten Ränge der Armee. 63 RAF-Staffeln und 1 ‚Spezial-Flight‘ befinden sich in Frankreich.
Im April hat der Luftabwehrbereich von London 282 Jagdflugzeuge auf 14 Flugplätzen, 260 Flakgeschütze und 353 Suchscheinwerfer.
Frankreich: 7 Gotha-Bomber werfen 21 Bomben auf Paris.
Mittelmeer: ​​RAF-Hauptquartier auf Malta, um die 6 Flugzeug- und Wasserflugzeug-Träger, die dort oder in Alexandria und Mudros stationiert sind, zu verwalten.
Saloniki: Die 150. Squadron (Staffel) der RAF gebildet mit Flights von der 17. und 47. Squadrons. Die Einheit zerstört oder erbeutet 36 bulgarische Flugzeuge für den Verlust von 1 eigenen bis zum 18. September.
Westfront: Die 100. und 216. Nachtbomber-Staffeln werden in den französischen Abschnitt verlegt, um Eisenbahnziele im Bereich Chalonssur-Marne an sechs 6 Nächten bis zum 9. Mai anzugreifen.
Persien: Martinsyde-Flugzeuge der 72. Squadron (Staffel) unterstützen Dunsterville in Hamadan.
Palästina: Während des Aprils ist eine britische Flugabwehrabteilung mit 2 Geschützen (17 Abteilungen beim EEF) 76 Mal im Einsatz und feuert durchschnittlich 100 Schuss ab. Die Deutschen bemerken dies besonders vom 13. bis 19. April.

Westfront
Somme: Schwere Zusammenstöße in der Nähe von Albert, Grivesnes und Hebuterne. Der britische Kriegsdichter und Maler Pte Isaac Rosenberg wird im Alter von 27 Jahren östlich von Arras (britische 4. Division) getötet. 1.000 britische Kavalleristen (300 Verluste) erobern den Rifle-Wood (‚Gewehr-Wald‘) zusammen mit 100 Kriegsgefangenen und 13 MGs zurück.

Ostfront
Deutschland: Während des Aprils werden 8 deutsche Divisionen an die Westfront verlegt.
UdSSR: Die Rote Armee ist jetzt 114.678 Mann stark, 30 Divisionen geplant (88 im Mai).
Finnland: Die deutsche Ostsee-Division läuft von Danzig aus, gesichert durch 4 Schlachtschiffe. Weiße Truppen schließen den Ring um 1.000 Rote in der Schlacht von Rautu (bis zum 5. April).

Geheimkrieg
Ukraine: Während des Aprils verschiebt der französische Hauptmann E. Bordes, welcher dem roten Befehlshaber in der Ukraine Antonow offiziell hilft, 3.000 Eisenbahnwaggons mit Munition nach Samara an der Wolga, außerhalb des deutschen Zugriffs. Ähnliche Konvois (einschließlich strategischer Rohstoffe) nach Tsaritsin und Baku.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 2. April 1918:

US-Oberbefehlshaber Pershing
US-Oberbefehlshaber Pershing vor französischen Truppen.

Westfront
USA: Pershing stimmt zu, US-Brigaden mit britischen und französischen Verbänden zusammen einzusetzen.
Artois: Die britische 32. Division erobert Ayette südlich des Flusses Scarpe.
Somme: Die britische Fünfte Armee wird in Vierte umbenannt.


Luftkrieg
Westfront: Die RAF behauptet, 11 deutsche Flugzeuge abgeschossen zu haben (davon 8 südlich von der Somme), aber die Deutschen melden keine Verluste für diesen Tag und geben 16 Abschüsse alliierter Flugzeuge an. McCudden (57 Luftsiege) wird mit dem Victoria Cross ausgezeichnet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 3. April 1918:

Deutsche und finnische Truppen
Deutsche und finnische Truppen halten in Helsinki eine Parade ab.

Ostfront
Finnland: 9.445 deutsche Soldaten mit 18 Geschützen und 165 MGs landen in Hangö an (bis zum 5. April). Mannerheims abschließender Angriff auf Tampere bis zum 6. April.
Ukraine: Deutsche Truppen nehmen Ekaterinoslav, nordöstlich von Odessa.
UdSSR: Das Allrussisches Büro der Militär-Kommissare wird gebildet und beginnt mit der Arbeit nach der Einteilung der Militärregionen ab dem 8. April.

Westfront
Beauvais-Konferenz: Foch wird weiter ermächtigt, die alliierte Strategie zu leiten.
Somme: Lokale Kämpfe in den Abschnitten Scarpe und Hebuterne.

Seekrieg
Ostsee: 3 russische und 7 britische U-Boote werden vor dem Hafen von Helsinki, zusammen mit ihren Minen und Torpedos, bis zum 5. April in die Luft gesprengt, um eine Erbeutung zu vermeiden. Die britischen Boote werden durch 26 zurückgebliebene Seeleute der Royal Navy zerstört, wonach diese über Petrograd nach Murmansk transportiert werden. Hauptmann Cromie bleibt zurück, um als Marineattaché weiterzumachen und versenkt 3 kleine britische Handelsschiffe am 9. und 10. April, die seit 1914 in Russland eingeschlossen sind.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. April 1918:

Britische und französische Soldaten
Britische und französische Soldaten in einer gemeinsamen Abwehrlinie.

Westfront
LETZER DEUTSCHER VERSUCH, AMIENS ZU NEHMEN (bis zum 5. April): Schlacht an der Avre beginnt mit dem Angriff von 15 deutschen Divisionen gegen 7 alliierte mit 1.278 Kanonen. Nach anfänglicher Panik schlagen britische und 2.250 australische Soldaten die 9. Bayerische Reserve-Division vor Villers-Brettetoneux zurück. 5 französische Divisionen greifen im Sektor Castel-Cantigny an und gewinnen an Boden. Seit dem 21. März sind die deutschen Truppen bis zu 65 km vorgedrungen und haben knapp 1.000 Quadratkilometer alliiertes Territorium, zusammen mit 90.000 Kriegsgefangenen und 1.300 Geschützen, eingenommen. Das BEF hat bisher 101.000 Mann an Ersatz für die Infanterie erhalten, oft Jugendliche. Die 3. US-Divisionen landet in Frankreich an.

Seekrieg
Adria: 61 österreich-ungarische Seeleute landen nördlich von Ancona in der Nacht vom 4. zum 5. April an, können aber gefangengenommen werden, bevor sie dort ein MAS-Boot kapern und U-Boote sprengen können.
Ostsee: Vize-Admiral Meurers Geschwader (einschließlich 2 Schlachtschiffe) unterstützt die deutschen Landungen bei Hangö. Zwei weitere russische Schlachtschiffe, 2 Kreuzer und 2 U-Boote entkommen aus Helsinki nach Kronstadt (Ankunft am 10. April).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. April 1918:

Deutsche Truppen überqueren den Maas-Aisne-Kanal
Deutsche Truppen überqueren den Maas-Aisne-Kanal über eine von den Alliierten zerstörte Brücke.

Westfront
ZWEITE SCHLACHT AN DER SOMME (Michael-Offensive) ZU ENDE: Die von der 4. australischen Division (1.233 Verluste) stabilisierte Ancre-Front hält, nachdem der Angriff der 50. Preußischen Reserve-Division (ca. 1.600 Verluste) knapp 1.400 Meter vorankam. Ein Gegenangriff der britischen 37. Division bringt 200 Kriegsgefangene in der Nähe von Hebuterne ein. LUDENDORFF BESCHLIESST ‚DEN ANGRIFF AUF AMIENS ZU BEENDEN … Der Widerstand des Feindes lag über unserer Kraft‘ (nach seinen Kriegs-Memoiren). 13 deutsche Division sind nun im ungünstigen Avre-Frontbogen gebunden und die Westfront ist 42 km länger geworden.

Ostfront
Ukraine: Deutsche Truppen besetzen Charkow.
Finnland: Schlacht von Rautu endet mit einem Sieg der Weißen, welche die karelische Landenge abschließen.
Sibirien: 500 japanische Marineinfanteristen und 50 Royal Marines landen in Wladiwostok zum Schutz von Ausländern (bis zum 25. April). Lenin droht Japan daraufhin am 8. April mit einem Krieg.

Supremacy 1914

Naher Osten
Kaukasus: Die Armenier räumen Sarikamish in der Nacht vom 5./6. April, nachdem Türken ein Dorf im Norden genommen haben. Die türkische 5. Division besetzt wieder Van.

Heimatfronten
USA: Der deutsche Einwanderer Robert Prager wird als angeblicher ‚Spion‘ gelyncht (in Collinsville, Illinois), dazu unzählige andere derartige, aber nicht tödliche Zwischenfälle. Wilson diskutiert mit dem Kabinett am 6. April darüber, beklagt aber das Verhalten des Mobs nicht öffentlich vor dem 26. Juli. Prager wird am 10. April beerdigt und die deutsche Regierung versucht, die Bestattungskosten zu übernehmen. 12 Personen werden für das Verbrechen am 13. Mai vor Gericht gestellt, jedoch freigesprochen. Eine Kriegs-Finanz-Gesellschaft wird mit 500 Milliarden US-Dollar gegründet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 6. April 1918:

Frauenchor in New York
Dieser Frauenchor in New York unterstützt die ‚Amerikanischen Anleihen für die Freiheit‘.

Heimatfronten
USA: Dritte Liberty-Kriegsanleihen für 3 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Die 4,1-Milliarden-Marke wird am 18. Mai überschritten. Ein Denkmal für den Schützen Gresham (erster Gefallener des AEF) wird in Evansville (Indiana) errichtet.

Westfront
Somme: Heftige Kämpfe in den Abschnitten Albert und Hebuterne. Artillerieduelle am 7. April.
Maas: Deutsche Angriffe bei Beaumont.
Aisne: Reims wird schwer beschossen. 6 Divisionen von Boehns 7. Armee vertreiben die französische 6. Armee aus dem Brückenkopf nördlich des Flusses Ailette bis zum 9. April und nehmen 2.300 Kriegsgefangene.

Ostfront
Finnland: Tampere fällt, zusammen mit 11.000 Kriegsgefangenen und 30 Geschützen an Mannerheim, der seine 3 Korpskommandeure zu Generalmajoren befördert.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 7. April 1918:

deutscher Panzerzug in Finnland
Deutsche Soldaten stoßen mit einem Panzerzug in Finnland vor.

Ostfront
Finnland: Die Roten Garden evakuiert Helsinki. Oberst Brandensteins 2.000 Mann starke deutsche Brigade mit 8 Geschützen rückt von Revalland, ohne auf Widerstand zu treffen, gegen Lovisa nach Osten vor.
Sibirien: Die französische Militärmission wird angewiesen, alle Tschechen unter ihre Obhut zu nehmen.

Seekrieg
Nordsee: Keyes Ansprache an die Mitglieder des Überfallkommandos auf Zeebrügge, in der er dazu auffordert, dass keiner einen Rückzieher macht. Starker Wind und hohe Wellen verhindern das Unternehmen am 11. und 12. April.
Ostsee: Die letzte Evakuierung der Roten Flotte von Helsinki nach Kronstadt durch das Eis bis zum 11. April. 48 Zerstörer, 2 Torpedoboote, 12 Minensucher bzw. Minenleger, 10 U-Boote und 92 weitere Schiffe werden bis zum 22. April überführt. Nur 85 Schiffe bleiben nach dem mit Deutschland getroffenen Abkommen zurück.

Luftkrieg
Westfront: Hauptmann G. McElroy der RAF (18 Luftsiege seit dem 18. Februar) kollidiert in einer S.E.5 mit einem Baum. Er kehrt im Juni an die Front zurück und fällt im Einsatz am 31. Juli.
Adria: Das deutsche Marine-Luftschiff L 59 (Bockholt) fängt aus unbekannter Ursache Feuer und stürzt in der Straße von Otranto vor einem geplantem Angriff auf den Grand Harbour von Valletta auf Malta ab (23 Tote, keine Überlebenden).

Heimatfronten
Großbritannien: Nationale Fleischrationierung (bis 15. Dezember 1919).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 8. April 1918:

Durch Gas erblindete britische Soldaten
Durch Gas erblindete britische Soldaten warten auf medizinische Behandlung und den Abtransport nach hinten.

Westfront
Flandern: Deutsche Artillerie beschießt die gesamte Front des BEF, einschließlich 40.000 Senfgas-Granaten auf Armientieres. Ein portugiesisches Bataillon weigert sich, in die Schützengräben zu marschieren (abgelöst am 9. April).
Aisne: Deutsche Truppen besetzen Coucy Ie Chateau wieder und erreichen am 9. April die Linie Oise-Aisne-Kanal.

Afrika
Mosambik: Rosecols Aufklärungskompanie gerät in Scharmützel östlich von Medo (135 km von der Küste). Die Gambia-Kompanie kehrt nach Bathurst zurück.

Heimatfronten
USA: Nationaler Kriegsarbeits-Ausschuss eingesetzt.
Osmanisches Reich: Die Wohnungsmieten in Konstantinopel werden auf 50 % des Betrages vom 1. März 1916 für die Dauer des Krieges plus 6 Monate festgelegt, aber das Gesetz ist weitgehend nur auf dem Papier gültig.
Frankreich: Erstes Panzerbataillon mit 72 Renault FT-17 gebildet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 9. April 1918:

Portugiesische Truppen in ihren Stellungen
Portugiesische Truppen in ihren Stellungen vor dem deutschen Angriff.

Westfront
Flandern – LUDENDORFFS ZWEITER SCHLAG, DIE SCHLACHT AN DER LYS BEGINNT (bis 29. April), Georgette-Offensive gegen die Erste und Zweite Armee des BEF am Fluss Lys. Ludendorff will Briten und Belgier westlich von Dünkirchen zurücktreiben und die Straße nach Calais öffnen. Nach einem Feuersturm-Beschuss über 4 1/2 Stunden greifen 14 deutsche Divisionen der 6. Armee ab 08:45 Uhr auf einer 16 km breiten Front an. 4 Divisoren überwältigen die portugiesische 2. Division (6.000 Kriegsgefangene) und treiben einen 5 1/2 Kilometer tiefen Keil in die BEF-Front, der stetig erweitert wird, obwohl die britische 55. Division den Südflügel hält und dabei 750 Kriegsgefangenen und 100 MGs einbringt. Britische und portugiesische Truppen werden bei Estaires bis zum 11. April kämpfend zurück zum Fluss Lys gedrängt und verlieren eine Fußgängerbrücke. Deutscher Gasbeschuss des Abschnitts von Lys bis 27. April mit 1 Million Granaten (2.000t) Senfgas, Phosgen und Diphenylchlorarsen; 8.424 werden vergast (30 Todesfälle).
Somme: Französisch Truppen verlieren und gewinnen wieder Hangard zurück.

Ostfront
UdSSR: Graf Mirbach wird zum deutschen Botschafter in Moskau ernannt (Ankunft am 23. April).
Rumänien: Der moldawische Nationalrat verabschiedet die bessarabische Union mit Rumänien. Die Ukraine protestiert am 16. April, Moskau am 18. April, aber Deutschland erkennt dies an.
Kuban: Kornilows 6.000 Weiße Truppen wehren einen roten Angriff auf ihre Übersetz-Stelle über den Fluss Kuban ab und erstürmen einen Kamm westlich von Ekaterinodar am 10. April, aber Awtonomows mehr als 20.000 Rote Truppen in der Stadt wehren sich heftig bis zum 12. April.

Naher Osten
Gefecht von Berukin (bis 11. April): Die britische 75. Division plus 162 Geschütze greift die Ausläufer der Judäberge gegen die türkische 16. und 46. Division mit über 85 Kanonen an. Der Angriff gewinnt nur 2.250 Meter und die Türken erbeuten die Operationsbefehle gleich am ersten Tag und zwei deutsche Bataillone schlagen zurück. Das EEF hat 1.498 Mann Verluste, die Türken ca.700.
Arabien: Die Araber behaupten, bis zu diesem Tag 40.000 Türken in ihren Stützpunkten und Garnisonen auf der arabischen Halbinsel praktisch neutralisiert zu haben.

Luftkrieg
Westfront: Nebel in Flandern verzögert die Fliegereinsätze bei Ludendorffs Lys-Offensive bis zum späten Nachmittag und dies hält bis zum 11. April an. 492 deutsche Flugzeuge (darunter 14 Jastas) gegen 38 RAF-Staffeln. Die RAF verliert 10 Flugzeuge gegenüber 15 bei den Deutschen.

Politik
Frankreich: Clemenceau legt den Friedensbrief von Kaiser Karl am 31. März 1917 gegenüber Prinz Sixtus offen. Österreich-Ungarns Außenminister Czernin nennt dies eine Lüge. Burians Tagebuch sagt dazu ‚Jetzt sind wir wirklich an das Schicksal Deutschlands gebunden, ob wir es wollen oder nicht‘.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. April 1918:

Angriff deutscher Soldaten
Angriff deutscher Soldaten an der Westfront.

Westfront
Flandern: Deutsche Truppen erobern den Messines-Grat. Das BEF evakuiert Armentieres, nachdem 8 deutsche Divisionen der 4. Armee auf einer 10 km breiten Front angegriffen haben, aber die Briten behaupten die Lys-Linie.

Ostfront
Baltische Staaten: Die estnische Versammlung von Riga lehnt die Union mit Deutschland ab, aber Kaiser Wilhelm II. stimmt am 21. April zu.
Südrussland: Deutsche Truppen nehmen Cherson und Belgorod, nordöstlich von Charkow. Die Don-Kosaken erheben sich unter Esaul Fetisow.

Seekrieg
Ostatlantik: Ein deutsches U-Boot beschießt Monrovia in Liberia und zerstört die Funkstation (4 Tote) und einen bewaffneten Dampfer.
Adria: 8 französische und italienische Zerstörer, die 3 italienische Schlachtschiffe eskortieren, marschieren von Brindisi nach Tarent und verlieren 2 von ihnen bei Kollisionen während der Nacht.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 11. April 1918:

Deutscher Beutepanzer Mk IV
Deutscher Beutepanzer Tank Mk IV im eroberten Armentieres.

Westfront
Flandern: Armentieres fällt an die deutschen Truppen und sie nehmen auch Merville. Die britische 25. Division verliert Höhe 63. Haigs Tagesbefehl ‚Mit dem Rücken zur Wand‘: ‚Es gibt keinen anderen Weg, als es auszufechten … mit dem Rücken zur Wand … jeder von uns muss bis zum Ende kämpfen.‘ Die Deutschen melden 20.000 Kriegsgefangene eingebracht zu haben.

Naher Osten
Palästina: 4.000 türkische Truppen der 48. Division mit 40 Kanonen können nicht die Ghoraniyeh-Brückenköpfe über den Jordan gegen 4.500 ANZAC-Soldaten mit der Kamel-Brigade und 33 Kanonen zurückerobern, verlieren dabei über 472 Mann für 100 Verteidiger.
Hedschasbahn: Arabische reguläre Truppen erstürmen die Stationen nördlich und südlich von Maan und Hügel im Südwesten bis zum 13. April, können aber die Maan-Station am 16. April nicht halten. 327 Kriegsgefangene und 3 MGs werden eingebracht.

Seekrieg
Mittelmeer: Der nach ​​Marseille laufende britische Truppentransporter Kingstonian (9 Tote) wird durch ein U-Boot versenkt.
Nordsee: Die britische Dover-Patrol beschießt Ostende und ihre Flugzeuge bombardieren Zeebrügge. Die Dover-Sperre meldet die deutschen Küsten-U-Boote UB 33 und UB 55 (22. April) als Opfer.
Ostsee: Die deutschen Schlachtschiffe Westfalen und Posen kommen von Reval aus vor Helsinki an, aber das Schwesterschiff Rheinland läuft vor Lagskar auf Felsen. 600 Tonnen Gewicht, inklusive aller Geschütze, müssen von dem Schiff entfernt werden, bevor es nach Kiel zurückkehren kann. Bis Kriegsende erfolgt aber keine Reparatur mehr.

Luftkrieg
Westfront: Die Aufklärungsstaffel des I. US-Korps fliegt ihren ersten Einsatz über deutschen Linien. Die erste erfolgreich Patrouille der 94. US-Jäger-Staffel (Aero Pursuit Squadron) zerstört 2 deutsche Flugzeuge am 14. April, wobei deren Piloten gefangengenommen werden.
Frankreich: Ein einzelner Gotha-Bomber wirft eine 700-kg-Bombe auf Paris, dabei 99 Opfer.
Belgien: Nur 4 von 7 Handley Page Bomber können Ziele in der Nähe von Zeebrügge bombardieren, 2 gehen verloren.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 12. April 1918:

Tankwracks im Kampfgelände
Tankwracks im Kampfgelände. Die Trichterfelder der vorausgegangenen Flandern-Schlachten sind für den Vormarsch ein schweres Hindernis.

Westfront
Flandern: Die deutsche Offensive erlahmt 16 km vor Hazebrouck bis zum 16. April, obwohl Merville fällt. Die 5. britische Division kommt aus Italien an und die 1. australische Division kommt auf.
Schlacht bei Hazebrouck (bis 15. April): 4 britische Division verteidigen den Wald von Nieppe bis zum 15. April und die Erste Armee des BEF verteidigt den Hinges-Grat nördlich von Bethune. Der Kaiser trifft in Armentieres ein und erwartet den Sieg.
Argonnen: Französische und amerikanische Truppen schlagen Angriffe im Apremont-Wald zurück.

Afrika
Mosambik: Gefecht bei Medo. Kartucol und Rosecols britische Truppen (über 155 Verluste) treffen zusammen, nachdem die Flankenbewegung des ersteren in einen Hinterhalt im Sumpf durch Hauptmann Köhls 800 deutsche Soldaten mit 12 Maschinengewehren und 1 Kanone gerät. Das Gefecht hält 7 Stunden an, bevor Köhl sich vom Chirinba-Hügel zurückzieht. Rosecol setzt den Vormarsch auf Mwalia am 15. April fort und Zusammenstöße mit der deutschen Nachhut kosten weitere 28 Verluste am 17. April.

Seekrieg
Adria: Österreich-ungarischer Überfall auf die Otranto-Sperre bis zum 13. April.
Nordsee: Der Stützpunkt der Grand Fleet wird für die restliche Dauer des Krieges von Scapa Flow nach Rosyth verlegt.

Luftkrieg
Großbritannien: Letzter Zeppelin-Angriff, welcher die britische Küste überquert und zu Schaden und Verlusten führt. 5 Marine-Luftschiffe werfen in der Nacht vom 12./13. April zerstreut Bomben mit einem Gesamtgewicht von etwa 15.100 kg über den westlichen Midlands und Nordengland ab. Dabei 27 Opfer. L 61 (Ehrlich) bombardiert Wigan, meldet aber einen Angriff auf Sheffield. 27 Abfangeinsätze mit 5 Sichtungen kosten 3 britische Flugzeuge.
Westfront: Hauptmann H. Woollett der RAF in einer Sopwith Camel erzielt 6 Luftsiege.
Flandern: Über 170 RAF-Flugzeuge greifen 13 Stunden lang die Merville-Kreuzung am Fluss Lys an, verlieren 10 Flugzeuge für 5 deutsche und 5 deutsche Ballons. Nur geringe deutsche Luftunterstützung für den Vormarsch bis zum 25. April, aber deutsche Jäger bekämpfen die Flugzeuge der RAF vom 13. April an.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 13. April 1918:

Englische Soldaten an einer improvisierten Feldküche
Englische Soldaten an einer improvisierten Feldküche. Unter den britischen Truppen macht sich Mutlosigkeit breit und es kommt zu Desertionen. Ein Brite berichtet: ‚Es schien nicht der leiseste Zweifel zu bestehen, dass die Deutschen die Kanalhäfen nehmen würden‘.

Westfront
Flandern – Schlacht von Bailleul (bis 15. April): Die Deutschen gewinnen weniger als 800 Meter gegen die britischen 34. und 59. Divisionen. Ludendorff löst den Kommandeur des bayerischen II. Korps ab. Die britische 25. Division besetzt wieder Neuve Eglise, verliert es aber am 14. April wieder.

Ostfront
Finnland: Die Deutschen nehmen Helsinki für 200 Mann Verluste. Die Weiße finnische Regierung sagt, ganz auf ihre Bitte hin. Die Weiße Westarmee besetzt Pori und seine Eisenbahnlinie mit Rauma am 17. April.
Baltische Staaten: Die vereinigten Diets (Parlamente) beschließen, einen separaten Staat innerhalb des Deutschen Reiches zu bilden.
Kuban: Die Weiße Freiwilligen-Armee wird bei Ekaterinodar zurückgeschlagen und Komilow von einer sowjetischen Granate getötet. Denikin übernimmt und befiehlt den Rückzug nach Norden zurück zum Don.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 14. April 1918:

Foch und Pershing
General Foch zusammen mit dem US-General John Pershing.

Westfront
Frankreich: FOCH ZUM ALLIIERTEN GENERALISSIMO ÜBER DIE WESTFRONT ERNANNT.
Flandern: Die 1. Australische Division weist Massenangriffe zurück. Ein deutsches Feldgeschütz zerstört dabei 6 MGs. Die britische Erste Armee wehrt 7 Angriffe in der Nähe von Merville ab.

Südfronten
Saloniki: Anglo-Griechische Unternehmen über die Struma hinweg, welche vorübergehend 7 Dörfer in der Nacht vom 14./15. April bis zum 20. April besetzen. Aufgrund der schlechten Aufklärung schneiden die Bulgaren fast ein britisches Bataillon ab (dabei der Großteil der 349 Mann Verluste) und Griechen verlieren die Hälfte ihrer 33 Mann Verluste bei der vorzeitigen Explosion eigener Handgranaten. Die Bulgaren melden 150 britische Kriegsgefangene und 3 MGs erbeutet zu haben.

Seekrieg
Nordsee: Hochsee-U-Boot U 151 (Nostitz) verlässt Kiel in das Seegebiet vor der US-Ostküste. Es kehrt am 20. Juli nach Kiel zurück und meldet 23 Schiffe mit 61.000 Tonnen versenkt zu haben (plus 4 durch Minen). Insgesamt führen große U-Kreuzer 7 transatlantische Sommer-Feindfahrten durch, können jedoch keinen einzigen beladenen Truppentransporter versenken.

Politik
Österreich-Ungarn: Außenminister Graf Czernin tritt zurück, Baron Burian übernimmt den Posten erneut am 16. April.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 15. April 1918:

Britische Soldaten hinter einem Bahndamm
Britische Soldaten gehen während der Kämpfe an der Lys hinter einem Bahndamm in Stellung.

Westfront
Flandern: Das Alpenkorps erobert zusammen mit zwei anderen Divisionen Bailleul und Wulverghem. Plumer evakuiert 5 Divisionen vom Passchendaele-Grat. Robillots französisches II. Kavallerie-Korps (3 Divisionen) kommt in der Nähe von Cassel an, 5 Infanterie-Divisionen folgen bis zum 17./18. April.
Somme: Heftiges Artillerieduell im Luce-Tal.

Naher Osten
Kaukasus: Die türkische 37. Division nimmt Batumi nach Kämpfen seit dem 9. April (3.000 georgische Kriegsgefangene, Enver Paschas Besuch am 18. April).
Palästina: Wavell zum Brigadegeneral und Generalstabschef des XX. Korps ernannt.

Seekrieg
Nordsee: 2 Minenleger der Royal Navy legen 16 Kilometer nordöstlich von Laeso ein tiefes Minenfeld. Die Geleit-Zerstörer Valentine und Virneira versenken 10 deutsche Trawler vor der Insel Anholt, tief innerhalb des Kattegats.
Adria: Admiral Horthy befiehlt erhöhte Sicherheitsvorkehrungen für Pola. Die Alliierten fangen an, eine Netzsperre von Fano nach Otranto zu legen (bis zum 30. September).

Luftkrieg
Großbritannien: Der Stabschef des Royal Fyling Corps, Trenchard, tritt kurz vor der offiziellen Bildung der Royal Air Force zurück; Nachfolger wird Generalmajor Sir F. Sykes.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 16. April 1918:

Westfront offene Kriegsführung
Zum ersten Mal seit 1914 bricht an der Westfront eine offene Kriegsführung aus. Hier sind deutsche Artilleristen mit ihren Haubitzen auf dem Vormarsch.

Westfront
Flandern: Passchendaele wird von der deutschen Vierten Armee wieder besetzt. Wytschaete und Meteren (mit einem Rekord von ca. 1.000 neuseeländischen Kriegsgefangenen) gehen verloren, werden aber von den Alliierten zurückerobert. Haig lobt die Tapferkeit der britischen 55. Division in Givenchy am 9. bis 17. April in einem Sonderbericht.
Artois: Schwere Kämpfe südlich von Arras.

Heimatfronten
Großbritannien: Militärdienst-Gesetz verabschiedet.
USA: Schwab wird zum Generaldirektor für den Schiffsbau gemacht (4 Reedereien an der Ostküste wurden am 11. April übernommen).
Rumänien: Liga der Volkspartei wird in Jassy gegründet, General Awescu ihr Führer.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 17. April 1918:

Stellungen für britische Vickers-MGs
Spezielle Stellungen für britische Vickers-MGs irgendwo in Flandern.

Westfront
Deutschland: Ludendorff befiehlt dem deutschen Kronprinzen die Vorbereitung einer Offensive an der Aisne.
Flandern: Die deutsche Offensive wird fortgesetzt, aber ohne entscheidende Wirkung. Wytschaete und Meteren werden genommen.
Erste Schlacht am Kammel-Rücken (bis 19. April): Die belgischen Truppen nehmen 700 Kriegsgefangene und erbeuten 42 MGs nordwestlich von Dixmude.
Somme: Heftiger deutscher Senfgasangriff auf Villers-Bretonneux.

Seekrieg
Nordsee: Die Monitore Erebus und Terror der Dover Patrol beschießen Ostende.
Nordatlantik: 4 Drifter (umgebaute Fischerboote) der Royal Navy versenken das Küsten-U-Boot U 82 im Nordkanal.
Adria: Das italienische U-Boot H5 wird irrtümlich vom britischen U-Boot Η1 versenkt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. April 1918:

Rekruten für die britische Infanterie 1918
Die neuen Rekruten für die britische Infanterie 1918 in Etaples.

Heimatfronten
Großbritannien: Das dritte Militärdienst-Gesetz tritt in Kraft und senkt das Alter auf 17 1/2 und erhöht es auf 50 Jahre, dazu werden die Anforderungen an die Sehkraft verringert.
Irland: Eine Konferenz im Dublin Mansion House spricht sich gegen die Einberufung zum Militärdienst aus und beinhaltet auch die römisch-katholischen Bischöfe.

Westfront
Flandern – Schlacht von Bethune: Schwere deutsche Angriffe von Givenchy in Richtung der Lys, welche 16 Kilometer seit dem 9. April vorangekommen sind. Geringer deutscher Vorstoß bei Givenchy gegen die britische 1. Division bis zum 19. April.
Somme: Die verstärkte französische 18. Division nimmt 650 Kriegsgefangene in der Nähe von Castel südöstlich von Amiens, zusammen mit knapp 500 Meter Geländegewinn, mithilfe von Panzerunterstützung.

Südfronten
Mazedonien: 4-tägiger britischer Artilleriebeschuss, welcher den Abschnitt am See Doiran unter Feuer nimmt. Dazu 3 Grabenüberfälle am 20. und 22. April, welche 136 Mann Verluste gegenüber 100 bei den Bulgaren fordern. Die italienischen Truppen im Crna-Bogen wehren bulgarische Angriffe ab (und am 24. April).
Italien: Das italienische II. Korps (3. und 8. Division) beginnt mit der Verladung in die Eisenbahn (bis zum 27. April) für die Westfront. Es umfasst 52.826 Mann als Symbol der gemeinsamen Einheit der Alliierten und Affront gegen Österreich-Ungarn.

Politik
Großbritannien: Lord Derby neuer britischer Botschafter in Paris.
Italien: Ministerpräsident Orlando kündigt die Entsendung italienischer Truppen an die Westfront an. Die Zentrale Interalliierte Propagandakommission nimmt ihre Arbeit in Padua auf und lässt bis Oktober 70 Millionen Propaganda-Flugblätter den österreich-ungarischen Soldaten zukommen, was zu zahlreichen Desertionen führt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 19. April 1918:

Französisches Eisenbahngeschütz an der Lys
Französische Artilleristen bereiten ein auf einem Zug montiertes Geschütz vor, um die deutsche Offensive entlang der Lys aufzuhalten.

Westfront
Flandern: Abflauen der Kämpfe, nur kleinere Gefechte bis zum 24. April. General de Mitrys übernimmt den Befehl über die französische nördliche Armee-Abteilung (bis zum 5. Juli), die das britische IX. Korps ablöst. 6 zerschlagene britische Divisionen werden zur Ruhe zurückgezogen.
Belgien: Generalleutnant Gillain ersetzt Generalleutnant Rucquoy als Generalstabschef unter König Albert.

Ostfront
Finnland: Deutsche Truppen unter Oberst Brandenstein erobern Lahti, schneiden am 25. April 25.000 Rotgardisten ab und treffen mit den Weißen Truppen zusammen. Kämpfe, bis sich die Roten Truppen bis zum 2. Mai ergeben.
Südrussland: Deutsche Truppen marschieren in der Krim ein, besetzen die Hauptstadt Simferopol am 24. April.

Naher Osten
Armenien: Das türkische Ι. Kaukasisches Korps bricht Nazarbekovs 9.000 Mann starke armenische Linie (350 Verluste) südwestlich von Kars.
Hedschasbahn: Oberstleutnant Α. Dawnay und Lawrence plus 5 Panzerwagen, 2 Flugzeuge, einer ägyptischen Kamel-Kompanie und Beduinen erobern die Eisenbahnstation Tell-esh Shakin (54 Kriegsgefangene, 200 Gewehre), besetzen Ramleh und zerstören 130 Kilometer der Eisenbahnstrecke. Dadurch wird Medina vom Norden abgeschnitten.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 20. April 1918:

Carl Gustaf Mannerheim
Der finnische Oberbefehlshaber Carl Gustaf Mannerheim.

Ostfront
Finnland: Der finnische Oberbefehlshaber Carl Gustaf Mannerheim greift in Richtung Viborg mit 24.000 Mann und 40 Kanonen bis zum 29. April an.

Westfront
Flandern: Deutscher Gasbeschuss im Abschnitt von Kemmnel-Ypern mit 9 Millionen (2000 Tonnen) Granaten Senfgas, Phosgen und Diphenylchlorarsen bis zum 25. April gegen das BEF. 8.470 werden vergast, darunter 43 Todesfälle.
Somme: Scharmützel bis zum 22. April gehen zugunsten der Briten aus.
Maas: Deutsche Truppen gewinnen Gelände bei Seicheprey (Woevre) gegen französische und amerikanische Truppen, welche am 21. April erfolgreich einen Gegenangriff durchführen.
Artois: US-Oberbefehlshaber Pershing besucht das kanadische Corps.

Luftkrieg
Westfront: Richthofens 80. (und letzter) Luftsieg, eine Sopwith Camel nordöstlich von Villers-Brelonneux.

Heimatfronten
Großbritannien: Milner ersetzt Derby als Kriegsminister.
Kanada: 20-22 Jahre alte Männer werden einberufen.
USA: Sabotagegesetz verabschiedet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 21. April 1918:

Begräbnis von Richthofen
Das Begräbnis von Richthofen mit militärischen Ehren durch die 13. Staffel der australischen Luftstreitkräfte.

Luftkrieg
Westfront: RICHTHOFEN (der ‚Rote Baron‘) WIRD GETÖTET (25 Jahre). Sein blutroter Fokker Dr.I Dreidecker wird von Hauptmann Roy Brown von der 209. Staffel der RAF in einer Sopwith Camel über der Somme abgeschossen. Australische Lewis-MG-Schützen der 53. Batterie des AFA melden zwar auch, Richthofen abgeschossen zu haben, haben aber wahrscheinlich nicht den tödlichen Schuss abgegeben. Der britische Autopsiebericht hebt die flache Flugbahn der Kugel hervor, welcher die Eintrittswunde verursacht hat.

Westfront
Großbritannien: Die britischen Verluste an der Somme und in Flandern seit dem 21. März betragen fast 250.000 Soldaten.

Seekrieg
Westliches Mittelmeer: Der britische Minenleger ML413 versenkt mit Wasserbomben das nach Cattaro laufende deutsche Küsten-U-Boot UB 71 vor Ceuta.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 22. April 1918:

Zebrügge nach dem britischen Überfall
Der Zustand der Einfahrt zum deutschen Zerstörer- und U-Boot-Stützpunkt Zebrügge nach dem britischen Überfall.

Seekrieg
Nordsee – Überfall auf Zebrügge: Am St.Georg-Tag in der Nacht vom 22./23. April überfällt die britische Dover-Patrol mit 3 alten Kreuzern als Blockschiffen, 9 Monitoren, 5 Kreuzern, 7 Flottillen-Führern und 44 Zerstörern den deutschen Marinestützpunkt von Zebrügge. Der Überfall dauert 1 Stunde und kostet 588 Opfer unter den Mannschaften der Royal Navy, hauptsächlich bei der 900 Mann starken Landungstruppe, welche die Hafenmole zu erstürmen versucht. Das veraltete U-Boot C3 zerstört den Viadukt, der die Mole mit dem Festland verbindet, 24 Küstenmotorboote und 60 Minenwerfer legen eine flankierende Nebelwand, aber zwei der drei Blockschiffe verfehlen ihr Ziel. 8 Victoria Cross (durch den König am 31. Juli verliehen) und 209 andere Auszeichnungen werden vergeben. Der Zerstörer North Star (35 Tote) wird wahrscheinlich durch einen Torpedo von der Mole aus versenkt und wahrscheinlich ein deutscher Zerstörer innerhalb des Stützpunktes torpediert. Die Deutschen baggern jedoch innerhalb von nur 24 Stunden einen 20 Meter breiten Kanal um die Blockschiffe herum, welcher vollständig innerhalb von 3 Wochen benutzbar ist. Das Küsten-U-Boot UB 16 verwendet diesen schon am 24. April und größere Boote werden nach Ostende verlegt, aber der Überfall stärkt die britische Moral in Großbritannien und an der Front in Frankreich.
Adria: Zerstörer-Gefecht in der Nacht vom 22./23. April, als 4 österreich-ungarische Schiffe vom Westen aus Valona zurück nach Cattaro durch 3 britische (auf der Hornet 32 Mann Verluste) und 1 französischen Zerstörer verfolgt werden.

Luftkrieg
Belgien: Airco DH4 bombardieren die Hafenmole von Zeebrügge in der Nacht vom 22./23. April, um von der Annäherung des britischen Überfallkommandos abzulenken.

Naher Osten
Kaukasus: Das Diet (Parlament) ruft die unabhängige Transkaukasische Föderative Republik aus, die eine Feuereinstellung am 23. April anordnet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 23. April 1918:

 späte Unternerhmung der deutschen Hochseeflotte
Eine späte Unternehmung der deutschen Hochseeflotte, da das ‚Bayern‘-Klasse-Schlachtschiff rechts einen Großmast hat und alle ihre Torpedo-Netze eingezogen haben. Die Deutschen bewahren erfolgreich während des Krieges den größeren Teil ihrer Schlachtflotte als eine ‚Präsenzflotte‘, welche die überlegene Stärke der Briten bindet.

Seekrieg
Nordsee: LETZTE UNTERNEHMUNG DER DEUTSCHEN HOCHSEEFLOTTE (bis zum 24. April). Vergeblicher Versuch ab 5 Uhr Morgens, zunächst unentdeckter Angriff (Scheer untersagt Funkverkehr), auf britische Konvois aus oder nach Norwegen (81 britische Handelsschiffe im Seegebiet, aber nirgendwo in der Nähe von norwegischen Gewässern). Hipper findet nichts, schickt den Schlachtkreuzer Moltke mit Maschinenschaden zurück (65 Kilometer südwestlich von Stavanger). Dessen Notsignal vom 24. April alarmiert den britischen Room 40 und die 35 Großkampfschiffe der Grand Fleet (einschließlich 4 US-Schlachtschiffe) plus 111 Kreuzer und Zerstörer, die in der Rekordzeit von 1 1/2 Stunden von Rosyth aus in See stechen. Das Schlachtschiff Oldenburg nimmt Moltke ins Schlepptau, aber das Schiff wird am 25. April vom britischen U-Boot E42 noch torpediert, bevor sie und die ganze Flotte von 17 Schlachtschiffen wieder in ihre Stützpunkte einlaufen.

Westfront
Großbritannien: Ein Sonderbericht von Haig meldet, dass seit dem 21. März über 102 deutsche Divisionen bekämpft wurden.
Somme: Heftige deutsche Angriffe in Albert und zwischen Somme und Avre. Die 1. US-Division rückt gegenüber von Cantigny (westlich von Montdidier) zwischen dem französischen IX. Und VI. Korps in die Frontlinie ein.

Politik
Guatemala: Die Regierung erklärt Deutschland den Krieg.
Österreich-Ungarn: Der österreich-ungarische Ministerpräsident Dr. Werkerle behauptet, der Friedensbrief Kaiser Karls hatte die deutsche Zustimmung.
Großbritannien: Generalmajor Tom Bridges zum Militärberater von Lord Reading in den USA bestimmt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 24. April 1918:

A7V 'Elfriede'
A7V ‚Elfriede‘ wurde mit vier Schüssen aus der 6-Pfünder eines Mark IV bewegungsunfähig geschossen und von alliierten Truppen erbeutet.

Westfront
Somme: 2 deutsche Divisionen mit 13 Panzern (2 verloren) erobern Villers-Bretonneux (über 390 Kriegsgefangene) und bedrohen den alliierten Knotenpunkt im Abschnitt von Amiens. Erstes Gefecht Panzer gegen Panzer: Ein britischer männlicher Tank Mark IV (Mitchell) schießt den deutschen Panzer A7V Elfriede bewegungsunfähig, nachdem dieser schon zwei ‚weibliche‘ Mk IV außer Gefecht gesetzt hatte. 7 britische leichte Whippet-Panzer (1 verloren) überrollen eine Einheit aus 400 deutschen Infanteristen.

Ostfront
Finnland: 8.000 Rotgardisten mit 10 Kanonen versuchen vergebens, Lahti von 800 deutschen Soldaten bis zum 29. April zurückzuerobern.
Mandschurei: Oberst Semenows Weisse Kosaken besiegen 500 bewaffnete, ehemalige ungarische Kriegsgefangene und treiben sie in Richtung Chita.

Afrika
Mosambik: Kartucols britische Soldaten werden am Mbalama-Hügel von deutschen Truppen in ein Gefecht verwickelt, aber Hauptmann Brodies Aufklärungskommando erstürmt den deutschen Beobachtungsposten und erzwingt den Rückzug der Deutschen am 25. April. Rosecols Männer rücken auf Koronje und Nanungu vom 27. bis 29. April vor, bevor Kartucols Soldaten am 30. April sie ablösen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 25. April 1918:

Frauen als Arbeiter in einer britischen Munitionsfabrik
Frauen als Arbeiter in einer britischen Munitionsfabrik.

Heimatfronten
Großbritannien: Churchill legt einen Bericht über die Munitionsproduktion für das House of Commons vor. Darin meldet er, dass die Personalverluste bei der britischen Armee seit dem 21. März mehr als wettgemacht wurden, da nun 750.000 Frauen rund 90 Prozent der Munition herstellen und daher 100.000 Arbeiter seit Mai 1917 für die Streitkräfte freigestellt werden konnten. Lord Rothermere tritt aus dem Luftfahrtministerium zurück (Sir W. Weir wird Nachfolger am 27. April). Exporte nach Russland werden verboten.
USA: Die Behörden drängen auf den Verzehr von Kartoffeln anstatt Brot.
Australien: Hughes und Cook werden zu Vertretern bei der Kriegskonferenz gemacht.

Westfront
Flandern: Der Kemmel-Hügel wird innerhalb von 5 Stunden von 7 deutschen Divisionen gegen französische Truppen erobert; die Briten bezeichnen es als ‚Zweite Schlacht um den Kemmel-Hügel‘. Anglo-australischer Nachtangriff von 2 Brigaden in der Nacht vom 24./25. April erobert Villers-Bretonneux mit 600 Kriegsgefangenen zurück.

Naher Osten
Armenien: Türkische Truppen besetzen Kars erstmals seit 1878 wieder und finden über 212 Feld- und Festungsgeschütze vor.
Persien: Eine kleine britische Kolonne, unterstützt von 4 RAF-Flugzeugen, besiegt die pro-deutschen Sinjabi nordöstlich von Kasr-i-Shirin.

Seekrieg
Nordsee: Die weltweit ersten Anti-Unterseeboote (U-Jagd-U-Boote) R1 und R2 werden in Chatham von Stapel gelassen. Die Klasse aus 12 Booten wird bis zum 5. Oktober 1918 vollständig von Stapel gelassen.
Ostatlantik: Ein U-Boot versenkt die Schaluppe HMS Cowslip vor Kap Spartel, in der Nähe von Gibraltar.
Adria: Ein Flugzeug des Royal Navy Air Service bombardiert Durazzo.
Großbritannien: Memorandum des Ersten Seelords Geddes über ‚Die Zukunft der russischen Flotten‘.
St.Georgs-Kanal: Die britische Schaluppe Jessamines versenkt U 104 mit Wasserbomben.

Luftkrieg
Großbritannien: Sir W. Weir tritt die Nachfolge von Rothermere als Luftfahrtminister an.
Nordsee: 7 deutsche Wasserflugzeuge aus Zeebrügge schießen 1 von 2 Felixstowe-Flugbooten ab (sowie ein weiteres am 6. Juni).
Flandern: 96 deutsche Flugzeuge verfeuern 60.000 MG-Patronen und werfen 700 Bomben im Tiefflug auf drei Dörfer in Vorbereitung des Angriffs auf den Kemmel-Hügel; die RAF verliert 4 gegen nur 1 deutsches Flugzeug.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 26. April 1918:

Britische Kavallerie bei einer Attacke
Britische Kavallerie bei einer Attacke im Nahen Osten.

Mittlerer Osten
Mesopotamien: General Egertons 10.500 Mann in 5 Kolonnen entreißen Kifri-Tuz Khurmatli 3.000 Türken bis zum 29. April. Die 6. Indische Kavallerie-Brigade reitet am 27. April bei Kulawand eine Attacke und zerstört die türkische Nachhut (200 Tote, 565 Kriegsgefangene und 1 erbeutete Kanone). Die britische 13. Division nimmt Tuz, wo die 13. Husaren eine Attacke reiten, was zur Kapitulation von 1.300 türkischen Soldaten mit 12 Kanonen und 20 MGs am 29. April führt.

Westfront
Flandern: Deutsche Truppen werden in Voormezeele südlich von Ypern zurückgeschlagen, sowie zweimal am 27. April. Französische Truppen verlieren und erobern wieder das Dorf Locre westlich vom Berg Kemmel zurück und wehren einen weiteren Angriff am 28. April ab.
Somme: Die französische Fremdenlegion (851 Mann Verluste) erstürmt den Wald von Hangard und hält ihn gegen 5 Gegenangriffe.

Ostfront
UdSSR: Die Bolschewiki protestieren gegen deutsche Verletzungen des Friedensvertrags von Brest-Litowsk.
Finnland: 3.000 deutsche Truppen erobern Hameenlinna und treffen am 27. April auf die finnischen Nyland-Dragoner. Der Rote Diktator K. Manner flieht von Viborg mit 3 Dampfern nach Petrograd.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 27. April 1918:

italienisches Propagandaplakat
Auf diesem italienischen Propagandaplakat wird Italiens Rolle in einer internationalen Front hervorgehoben.

Westfront
Frankreich: Das erste Kontingent des italienischen II. Korps kommt an.

Ostfront
UdSSR: Das sowjetische Zentralexekutivkomitee schafft das Erbrecht ab. In Petrograd rufen weiße Verschwörer Großfürsten Alexis Nikolajewitsch zum Herrscher über Russland aus.

Heimatfronten
Indien: Kriegskonferenz in Delhi bis zum 29. April.
Großbritannien: Die Weizenanbaufläche ist die größte, seit 1882, aber nur Vorräte von 500.000 Ballen Baumwolle (für 11 Wochen Versorgung) auf Lager.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 28. April 1918:

Student Gavrilo Princip
Der Attentäter von Sarajewo, der Student Gavrilo Princip, der eine ganze Ära auslöschte. Zur Tatzeit 18 Jahre alt, was ein Todesurteil gegen ihn ausschloss, stirbt er im Gefängnis an Tuberkulose.

Heimatfronten
Österreich-Ungarn: Tod von Gavrilo Princip (der Attentäter von Sarajevo 1914) im Alter von 22 Jahren an Tuberkulose, im Krankenhaus von Theresienstadt.

Westfront
Flandern: Belgische Truppen schlagen deutsche Überfälle bei Langemarck zurück.

Ostfront
Finnland: Die Roten erschießen im Gefängnis von Viborg 26 Weiße Gefangene. Ein Nachtangriff der Roten Garden wirft die deutschen Truppen zurück und nimmt 2 Kanonen, wird aber bei Lahti zum Stehen gebracht.
Südrussland: Deutsche Truppen erreichen Taganrog am Asowsches Meer im Donez-Kohlebecken.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 29. April 1918:

Eddie Rickenbacker vor seinem Spad-Jäger.
Eddie Rickenbacker vor seinem Spad-Jäger.

Luftkrieg
Westfront: Erster der 26 Luftsiege von Rickenbacker, einem Albatros-Jäger bei Baussant. Die deutschen Flugzeugverluste seit dem 21. März belaufen sich auf 659, die der RAF bzw. RFC im März und April auf 1.032 Flugzeuge.

Westfront
Flandern – Die Schlacht an der Lys endet: 13 deutsche Divisionen greifen um 05:40 Uhr auf einem 16 km breiten Frontabschnitt an, nehmen aber nur Scherpenberg, eine Kuppe 3 km nordwestlich vom Berg Kemmel gegen französische Truppen und einen 3-Kilometer-Abschnitt der Vorpostenlinie im britischen Frontvorsprung 5 km südlich von Ypern. Haig und Plumer erwägen den Rückzug in die vorbereitete St.-Orner-Linie. Ludendorff bricht die Offensive um 22 Uhr ab.
Lothringen: US-Code-Knacker können ihren Infanteristen eine Warnung eine halbe Stunde vor einem Angriff zukommen lassen.

Ostfront
Finnland: Mannerheim erobert Viborg.
Ukraine: Nachdem er die Mitglieder der anti-deutschen Liga festnehmen und die Rada (Parlament) aufgelöst hat, begründet General Gröner eine Militärdiktatur (Kriegsrecht in Kiew seit dem 26. April) unter dem Hetman (Landvorsteher) General Skoropadski, einem ehemaligen Zaristen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 30. April 1918:

 Fokker Dr.I Dreidecker im Jahr 1918
Ein serienmäßiger Fokker Dr.I Dreidecker im Jahr 1918.

Luftkrieg
Westfront: 180 deutsche Fokker Dr. I Dreidecker im Einsatz. Alliierte Verluste im April: 232 Flugzeuge und 16 Ballons gegen 136 Flugzeuge der Deutschen.
Großbritannien: Seit dem April sind 27 Flights von veralteten DH6 im Einsatz auf Anti-U-Boot-Patrouillen.

Westfront
Flandern: Ludendorff stoppt das Unternehmen Georgette. Die OHL beschließt eine große Ablenkungsoffensive (Goerz) gegen die französischen Armeen, um alliierte Reserven aus Flandern in den Süden zu ziehen. Sobald dies erreicht ist, soll ein weiterer schwerer Angriff stattfinden, um die Vernichtung des BEF herbeizuführen.
Frankreich: Im April werden 118.000 US-Soldaten nach Frankreich verschifft. Das BEF verliert in dieser Zeit 143.168 Soldaten, nur 48 von 61 Divisionen sind noch kampffähig.

Ostfront
UdSSR: Der Ex-Zar und seine Familie werden nach Jekaterinburg im Ural gebracht.
Finnland: Die Rote Westarmee wird durch Angriffe der Deutschen und der Weißen Garde in zwei Teile aufgespalten.
Russland: Inzwischen sind 386.000 österreich-ungarische und deutsche Kriegsgefangene wieder nach Hause gekommen. Die Sowjetrepublik von Turkestan wird ausgerufen.

Naher Osten
Palästina – Zweiter Trans-Jordan-‚Überfall‘ (bis zum 4. Mai): Chauvels 13.000 Mann mit 66 Geschützen gegen 9.000 Türken und Deutsche und 70 Geschütze. Die britische 60. Division und die neuseeländische berittene Brigade nehmen nur die erste Linie der türkischen Nimrin-Stellung östlich des Jordans, die 3. ALH-Brigade (australische berittene Infanterie) erobert Es Salt, das Hauptquartier der türkischen Vierten Armee, aber die 4. ALH-Brigade wird an der Jisr-ed-Damieh-Brücke in ein Gefecht verwickelt und gestoppt.
Südpersien – Sykes ‚Mission: 3.344 britische Truppen und 7.898 südpersische Schützen mit 292 britisch-indischen Offiziere und Unteroffiziere stark.

Seekrieg
Atlantik: Ein U-Boot versenkt das kanadische Pazifik-Passagierschiff Oronsa.
Irische See: Die britische Konvoi-Schaluppe Coreopsis versenkt das Küsten-U-Boot UB 85 mit Geschützfeuer im Northern Channel.
Alliierte und neutrale Schiffsverluste an U-Boote im April: 112 Schiffe (67 britische mit 488 Menschenleben) mit zusammen 273.355 Tonnen (215.543 Tonnen an britischen Handelsschiffen aus allen Ursachen). Die deutsche U-Boot-Zahl gibt 134 Schiffe mit 300.069 Tonnen – darunter 43 Schiffe mit 80.126 Tonnen im Mittelmeer – und 6 verlorene U-Boote an.


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Quellenangaben und Literatur

Der I. Weltkrieg – Eine Chronik (Ian Westwell)
Chronicle of the First World War, 2 Bände (Randal Gray)


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