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Kar 98k


Kar 98k (Teil II).
Herstellung, Varianten und Abarten, Bilder, Video und 3d-Modell des Karabiner 98, der häufigsten Waffe in den deutschen Streitkräften während des Zweiten Weltkrieges.

Gewehr 98 mit Grabenmagazin
Gewehr 98 mit Grabenmagazin auf dem Schießstand.

Kar 98k im Zweiten Weltkrieg.

Herstellung und Varianten des Kar 98k

t_arrow2hier zu Teil I vom Karabiner 98k

Es wurde geschätzt, dass vom Kar 98k von 1935 bis 1945 etwa 15 Millionen Stück in einer Reihe von Fabriken hergestellt wurden.

Die Produktion dauerte bis zum Ende des Krieges im Jahr 1945 an, da die Entwicklung von automatischen Gewehre – wie das Sturmgewehr 44 – nie den Umfang erreichte, an dem die Herstellung der Mauser 98k Gewehre hätte beendet werden können. Somit war der Karabiner 98k die häufigste Waffe in den deutschen Streitkräften.

Granatwerfer am Kar 98k
Granatwerfer am Kar 98k.

Anfang 1942 wurde ein auf die Laufmündung aufgesetzter Granatwerfer eingeführt, welcher den Vorgängertyp ersetzte, der ursprünglich nur zur Panzerabwehr gedacht war. Die um den Lauf und Schaft zwischen Verschlussgehäuse und Visier angebrachte Zielvorrichtung ließ ein zielgenaues Feuer auf bis zu 250 Meter zu, während es bei der Vorgängerversion nur 100 Meter waren.

Es gab auch eine Version für Scharfschützen mit kleinen oder großen Zielfernrohren, wobei letztere über den Verschluss montiert wurden, sodass die Waffe immer nur einen Schuss abgeben konnte und dann wieder mit einer Patrone neu geladen werden musste.

Schließlich konnte der Karabiner 98k noch mit einem 20-Schuss-Grabenmagazin bestückt werden.

Die Gewehre vom Karabiner 98k waren ursprünglich mit einem Schaft aus Nussbaum verarbeitet. Doch seit 1937 herrschte daran Mangel für die großen Produktionsmengen und so wurden auch verschiedene andere Arten von Hölzern wie z.B. Ulme verwendet. Während des 2. Weltkrieg wurden vorwiegend Schichtholzschäfte aus mehreren Buchenfurnieren verwendet.

Kar98k Grabenmagazin
Karabiner 98k mit 20-Schuss-Grabenmagazin.

Es wurde auch Versuche mit Kunststoffschäften durchgeführt, welche die gleichen Abmessungen wie die ursprüngliche Waffe hatten. Nur die Gurtdurchführung im Kolben wurde mit einem Aluminiumeinsatz versehen. Testschießen ergab, dass nach dem schnellen verfeuern von 100 Schuss zwar der Lauf glühend heiß wurde, aber der Kunststoff davon nicht betroffen wurde. Allerdings zeigte es sich, dass unter extrem kalten Bedingungen wie in Russland der Schaft sich wie Metall verhielt und es daher schwierig war, ihn in der Hand zu halten. Deshalb wurde der Kunststoffschaft niemals eingeführt.

Das Normalgewicht des Karabiner 98k mit Nussbaumschaft betrug etwa 3700-3800 g, bei Schichtholzschäften aus verschiedenen Buchenfurnieren zwischen 3900 und 4100 Gramm und beim Kunststoffschaft 4080 Gramm.


 


Mauser-Gewehre Modell 33/40

Mauser-Gewehr Modell 33/40
In der Waffenfarbik Brünn hergestelltes Mauser-Gewehr Modell 33/40 mit Schutzplatte an der Kolbenkappe für Gebirgsjäger.

In Brünn wurde bis zur Besetzung der Tschechoslowakei für die tschechoslowakische Armee als Modell 24 eine Mauser-Version hergestellt. 1940 wurde entschieden, diese Waffe abzuändern und für die Gebirgsjäger zu verwenden. Der Vorderschaft wurde verkürzt, der Bajonetthalter verlängert, der Riemen anders befestigt und das Gewehr erhielt einen veränderten Kornschutz. Dazu kam eine veränderte Kolbenkappe und als besonderes Merkmal eine Schutzplatte an der Kolbenkappe, die es sonst nirgendwo gab. Der Grund hierfür war, dass die Gebirgsjäger Stiefel mit Nägeln trugen und diese Nägel sich auch an der Seite befanden. Das Schutzblech sollte den Schaft vor Beschädigungen bei Kontakt mit den Nagelstiefeln bewahren.

Etwa 130.000 Stück dieser Mauser-Gewehre Modell 33/40 wurden in der Brünner Waffenfabrik für die deutschen Gebirgsjäger gebaut.

Mauser-Gewehr Modell 33/40 mit Klappschaft
Mauser-Gewehr Modell 33/40 mit Klappschaft für Fallschirmjäger.

Es gab auch Versionen mit Periskop-Zielvorrichtung und Klappschaft für Fallschirmjäger. Es wurden eine geringe Menge Karabiner 98k und Modell 33/40 mit Klappschaft für diese Spezialtruppe angefertigt.
Das Abklappen des Kolbens erfolgte bei beiden Typen identisch, auch wenn die Vorrichtung nicht die gleiche war. Die Gesamtlänge des Gewehrs war nur noch etwa 70 cm mit abgeklappten Schaft.

Benutzer: Deutschland, Tschechoslowakei, Belgien, Rumänien, Polen, Ungarn, Litauen, Estland, Lettland u.v.m


Animation 3d-Modell Karabiner 98k, komplett mit Bajonett und Zielfernrohr


Video: Karabiner 98k

Ein (leider etwas dunkles) Video vom Laden und Feuern mit dem Kar 98k.

t_arrow2hier zu Teil I vom Karabiner 98k


Quellenangaben und Literatur

The Encyclopedia of Infantry Weapons of World War II (Ian V.Hogg)
Infanterie im 2. Weltkrieg (J.B.King, John Batchelor)
Illustriertes Lexikon der Waffen im 1. und 2. Weltkrieg (V. Dolinek, V. Francev, J. Sach)
The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)


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2 Kommentare zu „Kar 98k“

  1. Thom Schnell

    Was oft vergessen wird, die K98 Scharfschützenversion war zwar besser und präziser als das K43 mit ZF, aber dennoch lediglich ein Provisorium. Die Patrone 8x57IS ist als Mittelpatrone, von ihren ballistischen Werten her, eigentlich nicht besonders gut für dieses Aufgabenspektrum geeignet. Da die Deutschen, im Gegensatz zum WK1, das Scharfschützen Konzept leider nie wirklich gut verstanden haben, gab es auch keine Entwicklung einer eigenständigen Sniper Waffe. Wobei man sich in diesem Bereich sehr gut an Jagdwaffen im Kaliber 7×64 ( das für Scharfschützen Einsätze wesentlich besser geeignet gewesen wäre) hätte orientieren können.

  2. Es gab auch eine Version für Scharfschützen mit kleinen oder großen Zielfernrohren, wobei letztere über den Verschluss montiert wurden, sodass die Waffe immer nur einen Schuss abgeben konnte und dann wieder mit einer Patrone neu geladen werden musste.

    Wieso soll das so gewesen sein? Der Karabiner hatte doch immer noch 4 Schuß im Magazin? Der einzige Unterschied war doch, daß die Patronen nicht mehr über Ladestreifen geladen werden konnte, weil das ZF im Weg war und die 5 Schuß mußten einzeln, nacheinander geladen werden. Doch deshalb wurde daraus kein einschüssiger Einzellader.

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