Kriegstagebuch 17. Dezember 1917


Verschwende kein Brot
Verschwende kein Brot: britischer Apell zum ökonomischen Haushalten im Angesicht der U-Boot-Bedrohung
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 17. Dezember 1917:

Heimatfronten


Großbritannien: Lord Rhondda sagt, daß ‘Essens-Schlangen aufhören müssen’, Rationierung wahrscheinlich unvermeidlich. Keine Nahrungsmittelausgabe mehr an Bürger neutraler Staaten, außer an Kriegsgefangene oder unter besonderer Erlaubnis.
Russland: Alle Kirchengüter werden beschlagnahmt und der Religionsunterricht wird abgeschafft.
Kanada: Unionistische Regierung gewinnt die allgemeinen Wahlen.

Ostfront

WAFFENSTILLSTABD AB MITTAG.

Naher Osten

Arabien: Die britische Regierung gibt dem König von Hejaz die schriftliche Zusicherung der zukünftigen arabischen Unabhängigkeit.

Afrika

Mosambik: Lettow-Vorbeck trifft mit Hauptquartier in Chirumba (Matarika) ein, der Station der portugiesischen Nyasa-Gesellschaft.

Seekrieg

Mittelmeer: Die italienische Marine wird angewiesen, sparsam mit Kohle und Öl umzugehen, da dem monatlichen Verbrauch der Marine von ca. 50.000 Tonnen nur insgesamt ca. 360.000 Tonnen nationale Reserven gegenüberstehen.
Pazifik: 2 US-U-Boote kollidieren im Nebel; Carp (F1) sinkt mit 19 Besatzungsmitgliedern.

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Im Blickpunkt:
  • Anzahl der Verluste an Soldaten, Zivilisten, Schiffen, durch den Luftkrieg und Kriegskosten und Schäden im Ersten Weltkrieg. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war die Größenordnung der Verwüstungen und Verluste an Menschenleben unvergleichbar zu allen vorausgegangenen Konflikten in der Menschheitsgeschichte. Im Vergleich zu früheren Kriegen hielten die Kämpfe, mehr oder weniger heftig, praktisch andauernd an. Zwischen August 1914 und November 1918 verging praktisch kein Tag ohne irgendwelche militärische Operationen und Verlusten. Gleichzeitig waren die Kämpfe sehr heftig, was hauptsächlich auf die Art des vorherrschenden Grabenkriegs und der dabei von den kriegführenden Nationen verwendeten, zerstörerischen Waffen zurückzuführen war, welche zuvor unbekannt waren. Verluste Die durchschnittlichen Tagesverluste in den vorausgegangenen neun größeren Kriegen betrugen in den Französischen Revolutionskriegen und den nachfolgenden Napoleonischen Kriegen von 1789 bis 1815 pro Tag 233 Soldaten. Im Krimkrieg von 1854 bis 1856 stieg die Zahl auf 1.075 gefallene Soldaten pro Tag. Im Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 waren es 518 tote Soldaten pro Tag, während die Zahl der Opfer im Preußisch-Dänischen Krieg von 1864 nur 22 waren. Im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 schnellte diese Anzahl wieder auf 1.125 herauf, während es im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 mit 876 gefallenen Soldaten pro Tag etwas weniger waren. Im Burenkrieg von 1899 bis 1902 gab es täglich lediglich 10 Gefallene und im Russisch-Japanischen Krieg von 1904/05 überschritt diese Anzahl nicht 292, trotz des erstmaligen, umfassenden Einsatzes modernerer Waffen wie Maschinengewehre. In den Balkankriegen von 1912 und 1913 stieg die Zahl aber dann auf 1.941 Gefallene pro Tag und im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 schnellte die Zahl der Verluste unter den Soldaten auf ungeheuerliche 5.509 pro Tag. Es muss darauf hingewiesen werden, dass alle Zahlenangaben zu den Verlusten an Menschenleben nur grobe Schätzungen sein können. Von den 65 Millionen Soldaten, welche von allen kriegführenden Nationen mobilisiert wurden, wurden etwa 8 Millionen getötet und weitere 21 Millionen verwundet. Für die Mittelmächte beliefen sich diese Verluste auf 1,8 Millionen Tote aus 11 Millionen, welche in Deutschland mobilisiert wurden. Österreich-Ungarn mobilisierte 7,8 Millionen Mann und erlitt 922.000 Tote, die Türkei hatte 325.000 Tote aus 2,8 Millionen mobilisierter Soldaten und Bulgarien 76.000 Tote aus 1,2 Millionen mobilisierter Männer. Bei der Entente oder Alliierten lauten diese Zahlen für Frankreich 1,36 Millionen Tote aus 8,4 Millionen mobilisierter Männer, für das Britische Empire 908.000 Tote aus 8,9 Millionen Mobilisierter, für Russland 1,7 Millionen Tote aus 12 Millionen Mobilisierter, für Italien 462.000 Tote aus 5,6 Millionen Mobilisierter und für die U.S.A. 50.000 Tote aus 4,3 Millionen Mobilisierter. Hinzu kommen für Belgien 14.000 Tote aus 267.000 Mann, für Serbien 45.000 aus 707.000 Mann, für Montenegro 3.000 aus 50.000 Mann, Rumänien 335.000 aus 750.000 Mann, Griechenland 5.000 aus 230.000 Mann, Portugal 7.000 aus 100.000 Mann und Japan 300 Tote aus 800.000 mobilisierten Männern. Ebenso wie die militärischen Verluste beliefen sich auch die der Zivilbevölkerung in bisher unbekannten Ausmaß. Insgesamt kamen etwa 6,6 Millionen Zivilisten ums Leben, davon etwa Zwei-Dritteln hauptsächlich in Russland und der Türkei. Mit den Opfern der alliierten ‘Hunger-Blockade’ gegen die Mittelmächte und den mindestens 6 Millionen Opfern der Spanischen Grippe kommen andere Berechnungen sogar auf über 13 Millionen. Im Fall der Türkei waren der Großteil der mindestens 2,1 Millionen getöteten Zivilisten Opfer ethnischer Säuberungen an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten. Andere Quellen geben bis zu 4 Millionen Opfern an Armeniern, Syriern, Juden und Griechen bis zum Ende des türkischen Befreiungskrieges an.   Auch die Überlebenden der Kämpfe waren von den Erfahrungen gezeichnet. Viele einfache Soldaten litten weiterhin unter tiefen, psychischen Traumata, was im Englischen als ‘Shell-Shock’ bekannt wurde, während sie in Deutschland als ‘Kriegszitterer’ bezeichnet wurden. Zwar waren die Soldaten des Ersten Weltkrieges der Todesgefahr wie in allen vorausgegangen Zeiten ausgesetzt gewesen, aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern aus früheren Kriegen standen sie nicht nur ein paar Stunden während einer Reihe von zeitlich getrennten und relativ kurzen Gefechten unter diesem psychischen Druck, sondern nun für 24 Stunden am Tag und das über Wochen, wenn nicht sogar Monaten. Mobilisation und Verluste 1914-1918 Alliierte: Mittelmächte: Zivilisten (1914-1918, einschließlich Hungersnot und Krankheiten): Schiffs-Verluste 1914-1918 Alliierte Kriegsschiffe: Zusätzlich verlor Portugal ein Hilfs-Kanonenboot und ein Fluss-Kanonenboot mit zusammen 142 Mann. Griechenland verlor einen von Frankreich beschlagnahmten Zerstörer. Rumänien verlor ein Torpedo-Boot und 1 Fluss-Torpedoboot.   Kriegsschiffe der Mittelmächte: Handelsschiffe: Luftkrieg-Verluste 1914-1918 Flugzeuge und Flugpersonal: Verluste bei Luftangriffen: Kriegskosten Die finanziellen und ökonomischen Kosten des Krieges 1914-1918: Diese Zahlen beinhalteten die Kriegsaufwendungen der Regierungen, Kriegsanleihen und Darlehen sowie die Materialschäden. Es sind nur Schätzungen möglich und die Zahlen gelten nur als relative Richtlinien. 1914 betrug der Wechselkurs 5 US-Dollar für ein Britisches Pfund.

  • 13. Waffen-SS-Division Handschar

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 13-19 (Handschar bis lettische Nr.2). Kommandeure, Infanterie- und Panzer-Stärke, Einsätze, besondere Hinweise und Ende. Waffen-SS-Divisionen 13-19 hier zu den Waffen-SS-Divisionen 5-12 So merkwürdig auch einige der auf dieser Seite aufgelisteten Waffen-SS-Divisionen auch waren, so darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Elite-Panzer-Divisionen und Panzer-Grenadier-Divisionen der Waffen-SS Deutschlands effektivste Verbände in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges waren, welche einen Standard an Kampfkraft und Kampfleistungen setzten, der unübertroffen von jeder anderen Streitmacht irgendeiner Nation ist. 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS Handschar (kroatische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Sauberzwerig, SS-Brigadeführer Hampel. Aufstellung (als Division): Juli 1943 (einsatzbereit März 1944). Ende: Aufgelöst Oktober 1944 wegen zu vielen Desertionen im Angesicht der vorrückenden Roten Armee. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Infanterie-Regimenter. Im Juli 1943 die kroatischen SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regimenter 1 und 2, ab Januar 1944 SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regimenter 27 und 28. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Aufgestellt im Frühjahr um einen Kader der SS-Division Prinz Eugen herum. Zuerst aus Freiwilligen, später auch Eingezogenen, aus der Gruppe der bosnischen Moslems gebildet. Dieses waren die traditionellen Feinde der christlichen Serben, aus denen die Masse von Titos Partisanen bestand. Der ursprüngliche Divisions-Name lautete ‘BH’, was für ‘Bosnien-Herzegowina’ stand. Von Juli 1943 bis Februar 1944 Grundausbildung und Training in Frankreich, wo es zu Meutereien und Übergriffen kommt. Die Einsätze gegen Partisanen beginnen im Frühjahr 1944 mit dem Divisions-Hauptquartier in Brcko, wobei es zu zahlreichen Gräueltaten kommt. Im Angesicht der vorrückenden Roten Armee kommt es zu zahlreichen Desertionen, sodass die Division im Oktober 1944 wieder aufgelöst wird. Der Kader aus ‘Volksdeutschen’ bildet die Regiments-Gruppe der 13. SS-Gebirgs-‘Handschar’ der Kampfgruppe Hanke. Kämpfe in Ungarn, südlich von Budapest, am Plattensee und an der Drau. Die Überlebenden gerieten im Mai 1945 in Österreich in britische Kriegsgefangenschaft. Individuelle Abzeichen: ‘Handschar’-Krummsäbel in Hand mit Hakenkreuz in der Ecke an den Kragenabzeichen. Abzeichen der Gebirgsjäger. 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische, später ukrainische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Schimana, SS-Brigadeführer Freitag. Aufstellung (als Division): April 1943 (einsatzbereit Juni 1944). Ende: Kapitulierte gegenüber den Briten in der Steiermark, Mai 1945. Einige aus dem Kessel von Tarnopol (Juli 1944) entkommene Restteile kämpften sich im Winter 1946/47 von den Karpaten bis nach Bayern durch. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter. Waffen-Grenadier-Regimentder der SS 29 (galizische Nr. 1), 30 (galizische Nr. 2), 31 (galizische Nr. 3). Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Im April 1943 aus Ukrainern hinter der deutschen Front rekrutiert. Der Kader bestand aus ‘Volksdeutschen’. Massige freiwillige Meldungen, wovon etwa 30.000 angenommen werden. Der Titel ‘Galizisch’ war fiktiv, verursacht durch die politisch-rassistische Haarspalterei und wurde im November 1944 auf ‘Ukrainisch’ geändert. Grundausbildung in Deutschland und im Juni 1944 verlegt an die Ostfront. Bereits im Juli 1944 im Kessel bei Tarnow fast vernichtet, einige Überlebende erreichten die deutschen Linien. Anschließend in die Slowakei zur Erholung und Wiederauffüllung verlegt. Andere Versprengte hielten sich in den Karpaten bis Ende 1946 verborgen, bis sie sich im Winter 1946/47 bis zur amerikanischen Besatzungszone in Deutschland durchkämpften. Die Rumpfdivision sah nur noch wenige Kampfeinsätze nach der Kesselschlacht bei Tarnow und wurde auf kleiner Stärke in der Steiermark Anfang 1945 gehalten. Im April 1945 zur ‘Ukrainischen Nationalarmee’ überstellt und im Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft bei Radstadt geraten. Ihre Überlebenden konnten die Repatriierung nach Russland vermeiden. Individuelle Abzeichen: Nach links gewandter Löwe am Kragenabzeichen. 15. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Brigadeführer Hansen, SS-Brigadeführer Graf von Pückler-Burghaus, SS-Oberführer Heilmann, SS-Oberführer von Oberwurzer, SS-Oberführer Ax, SS-Oberführer Burks. Aufstellung (als Division): Anfang 1944 zur Division aufgestockt. Ende: Teile kapitulierten gegenüber der Roten Armee bei Neu-Ruppin, Teile gegenüber der US Army an der Elbe. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter, 1 Füsilier-Bataillon. Im Mai 1944 aus den Waffen-Grenadier-Regimentern der SS 32 (lettische Nr. 3), 33 (lettische Nr. 4), 34 (lettische Nr. 5), Füsilier-Bataillon 15. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Schon seit Juli 1941 bildeten Letten viele innere Sicherungseinheiten, sogenannte ‘Schuma-Bataillone’. Anfang 1943 wurden einige der Schuma-Bataillone in die Lettische SS-Freiwilligen-Legion übernommen. Diese wird später zur Lettischen SS-Freiwilligen-Brigade mit dem Kader aus der 2. SS-Infanterie-Brigade. Im November 1943 erstmals im Einsatz in der Frontlinie bei Newel. Anfang 1944 zur Division ausgebaut und im Einsatz an der Narwa im Sommer 1944. Ende 1944 zur Auffrischung aus der Front gezogen. Über Kurland nach Pommern verlegt und schwer mitgenommen bei Danzig Anfang 1945. Ein Teil kapitulierte gegenüber der Roten Armee bei Neu-Ruppin im Mai 1945, ein anderer Teil nach Abwehrkämpfen vor Berlin gegenüber der US-Armee in der Nähe der Elbe im April 1945. Beste Kampfleistung aller baltischen Verbände. Individuelle Abzeichen: Kragenabzeichen ursprünglich nur Schwarz, aber einige trugen SS-Runen. Später ein Sonnendurchbruch mit drei Sternen. 16. SS-Panzer-Grenadier-Division Reichsführer-SS Befehlshaber: SS-Brigadeführer Simon, SS-Oberführer Baum. Aufstellung (als Division): Seit Oktober 1943 zur Division ausgebaut (einsatzbereit Februar 1944). Ende: Zersprengte Einheiten kapitulierten gegenüber den Briten in Kärnten (Österreich). Infanterie-Stärke: 2 motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit 3 Bataillonen). SS-Panzergrenadier-Regimenter 35 und 36, SS-Panzer-Abteilung 16. Panzer-Ausstattung 1 Panzer-Bataillon (mit 4 Kompanien PzKpfw IV und PzKpfw V Panther, jede mit 22 Panzern), 3 Batterien Sturmgeschütze mit je 10 StuG III, Panzerjäger-Zug mit 10 Jagdpanzer IV, von Dezember 1944 an 12 Flak-Panzer. Insgesamt 140 Panzer. Einsätze: Himmlers Begleit-Bataillons Kommandostab RF-SS wurde im Februar 1943 zur Sturmbrigade ‘Reichführer-SS’ erweitert. Im Sommer 1943 im Einsatz auf Korsika. Im Oktober 1943 in Slowenien und Österreich zur Division erweitert. Im Februar 1944 war das SS-Panzergrenadier-Regiment 35 und die Flak-Abteilung im Einsatz bei Anzio. Die anderen Teile der Division nahmen im März 1944 an der Besetzung von Ungarn teil. Im Mai 1944 wurde die Teile der Division bei Grossetto in West-Italien zusammengeführt. Rückzugskämpfe entlang der Küste über Livorno, Pisa, Carrara im August 1944. Im September 1944 im Einsatz gegen Partisanen, dabei mehrere schwere Gräueltaten. Bis Januar 1945 über Bologna und Forli und dann nach Ungarn verlegt. Im Einsatz am Plattensee im April 1945. Zersprengte Teileinheiten kapitulierten gegenüber britischen und amerikanischen Streitkräften bei Klagenfurt und Radstadt. Besonderes: Viel Ersatz durch ‘Volksdeutsche’ aus der Batscha (Ungarn, Slowenien) Individuelle Abzeichen: Armbinde mit dem Titel ‘Reichsführer-SS’. 17. SS-Panzer-Grenadier-Division Götz von Berlichingen Befehlshaber: SS-Brigadeführer Ostendorff (verwundet im Juni 1944), dann fünf stellvertretende Befehlshaber. Ostendorff kehrt im November 1944 zurück und bleibt im Kommando bis Februar 1945. Anschließend SS-Oberführer Bochmann. Aufstellung (als Division): Aufgestellt im November 1943 in Frankreich. mehr …

  • Marsch einer deutschen Kolonne

    Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht vom 26. Dezember 1943. Heeresgruppen, Armeen, Korps, Divisionen, Gesamtbestand und Panzerausstattung und die Situation an der Ostfront im Winter 1943/44. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten sowie der Bestand an Panzerkampfwagen zur Jahreswende 1943/44. Die offiziell ‘bodenständige’ Division wird hier als ‘Festungs-Infanterie-Division’ bezeichnet, da diese zur Verteidigung am Atlantikwall verwendet wurden und kaum mobil waren. Die Luftwaffen-Felddivisionen wurden kurz zuvor in das Feldheer überführt, um ihren Kampfwert zu erhöhen. Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet. Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26.12.1943 Auflistung an der Ostfront von Süd nach Nord: Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord: dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Heeresgruppe C, Oberbefehlshaber Südwest: Heeresgruppe F, Oberbefehlshaber Südost: Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Summe deutsche Divisionen Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten: Gliederung, Stärke und Ausstattung der Divisionen: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45 Pz = Panzer; Gren = Panzergrenadier; Inf = Infanterie (darunter 1 Artillerie-Div. bei Heeres-Gruppe Süd); Jäg = Jäger, Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-Div; AB = Feld-Ausbildungs- und Ersatz, Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande, Fallschirmjäger, Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten Gesamtbestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1944: Die südliche Ostfront im Winter 1943/44 Nach dem deutschen Abbruch der Schlacht von Kursk im Juli 1943 drang die Rote Armee bis zum Winter im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront bis an Dnjepr vor, eroberte Snmolenks, Brjanks und Charkow zurück und stand vor Witebsk, Gomel, Kiew, Dnjepropetrowsk und Saporoshje. In den Monaten nach den Rückschlägen vom Oktober 1943 westlich von Kiew erholte sich die Rote Armee schnell und startete eine neue Reihe von Offensiven. Im Süden war der Winter 1943/44 abwechslungsreicher und milder als sonst, aber der durch das periodische Tauwetter verursachte Schlamm behinderte die Bewegungen der sowjetischen Truppen nicht so sehr wie die der Deutschen. Die sowjetischen Panzer waren mit wesentlich breiteren Ketten ausgestattet und konnten sich daher leichter bewegen, außerdem war die Rote Armee zu diesem Zeitpunkt mit Tausenden amerikanischer Lastwagen aus dem Lend-Lease Programm ausgerüstet worden, die unter diesen Bedingungen weitaus besser fahrtüchtig waren als die deutschen LKWs. Der stark erhöhte Benzinverbrauch, der für Fahrzeuge charakteristisch war, die sich durch den tiefen Schlamm wühlten, belastete die an Treibstoff knappen Deutschen stärker als die Sowjets. Außerdem verfügte die Rote Armee über weit mehr ‘Panje-Wagen’, hochrädrige, von einem Pferd gezogene Holzwagen, die sich oft dann noch mit Ausrüstung und Nachschub bewegen konnten, wenn alle anderen Transportmittel versagten. Da die Deutschen eine Invasion im Westen erwarteten, sah die grundlegende Strategie des Dritten Reiches nun vor, dass erst nach einer erfolgreichen Abwehr dieser Invasion Truppen und Ausrüstung in den Osten verlegt werden konnten. Wie in Adolf Hitlers allgemeiner Direktive Nr. 51 für die Kriegsführung vom 3. November 1943 ausführt, verlangte diese Strategie, dass die Ostfront vorerst um sich selbst kümmern musste, während Deutschland seine neu mobilisierten Soldaten und produzierten Waffen auf die Verteidigung Westeuropas gegen einen alliierten Angriff konzentrierte. In der Direktive hieß es: ‘Im Osten ist der von Deutschland kontrollierte Raum so groß, dass im schlimmsten Fall auch große Gebietsverluste ohne tödliche Gefahr für das deutsche Überleben möglich sind, während dies im Westen nicht der Fall ist.’ Wenn damit auch die strategischen Prioritäten für 1944 vorgegeben waren, so war Hitler aber erstaunlicherweise keinesfalls bereit, Raum für Zeit im Osten einzuhandeln. Im Gegenteil, die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine, sowohl in Bezug auf mineralische und industrielle Ressourcen als auch als reiche landwirtschaftliche Region, machte ihn besonders widerwillig, Rückzügen zuzustimmen, die ihm von den Befehlshabern vor Ort, die oft vom Chef des Generalstabs des Heeres unterstützt wurden, nahegelegt wurden. Indem er solche Ratschläge ablehnte oder nur langsam befolgte, handelte Hitler nicht nur aus Rücksicht auf die wirtschaftliche Bedeutung des Gebietes, sondern auch aus der Tatsache heraus, dass die Verkürzung der Linien sowohl auch russische wie auch deutsche Einheiten freistellte und es oft bedeutete, dass schweres Gerät und Nachschublager nicht evakuiert werden konnten. Gleichzeitig wurde die Stärke der Roten Armee erhöhte, die sofort alle Männer in den neu kontrollierten Gebieten zum Wehrdienst einzog. Obwohl sie es wahrscheinlich niemals offen zugegeben hätten, waren viele der deutschen militärischen Führer Ende 1943 oder spätestens Anfang 1944, davon überzeugt, dass sie den Krieg verlieren und besiegt werden würden. Dabei zogen sie es vor, dass diese Niederlage auf die am wenigsten schlimmste Art und Weise zustande kam. Hitler hingegen wollte und hoffte immer noch, wenn er schon nicht mehr den totalen ‘Endsieg’ erringen konnte, doch wenigstens den Krieg immer noch mit großen Gewinnen beenden zu können. Deshalb sah er es als notwendig an, für Deutschland möglichst viele der eroberten Gebiete zu erhalten, um als Grundlage für einen Frieden eine vorteilhafte Verhandlungsposition zu haben. Auseinandersetzungen über die angemessene Taktik bei den deutschen Generalstabsoffizieren gegenüber den sowjetischen Offensiven prägten den Winter 1943/44. Auf sowjetischer Seite war das Ziel jedoch klar, denn mit einer Reihe von massiven Offensiven sollten die deutschen Truppen, zusammen mit den noch an ihrer Seite kämpfenden Satellitentruppen, aus dem Großteil des noch von ihnen besetzten sowjetischen Territoriums im Norden und Süden vertrieben werden. Der größte Teil des noch gehaltenen wirtschaftlich wertvollen Landes lag im Süden, und hier konzentrierte die Rote Armee den Großteil ihrer Offensivkräfte. Von der letzten Dezemberwoche bis in den Januar hinein verdrängte Watutins Erste Ukrainische Front die deutsche 4. und 1. Panzer-Armee aus dem Gebiet westlich von Kiew, wo sie zuvor ihren letzten taktischen Sieg errungen hatten. Dabei befreite die Rote Armee so wichtige Städte wie Schitomir, Berditschew und Kirowograd. Außerdem schnitt sie zwei deutsche Korps in einer Umzingelung bei Korsun-Schewtschenkowski ab und kesselte sie ein. Auf deutscher Seite wurde die Schlacht als Tscherkassy-Kessel bezeichneten, einer nahe gelegenen wichtigen Industriestadt, die ebenfalls von der Roten Armee befreit wurde. Da die vorrückenden sowjetischen Einheiten diesmal, anders als in Stalingrad, nicht in der Lage waren, die deutsche Front ein gutes Stück von ihrem mehr …

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