F4U-1 Corsair wird an Bord eines US-Flugzeugträgers geflogen



F4U-1 Corsair wird an Bord eines US-Flugzeugträgers geflogen

F4U-1 Corsair wird an Bord eines US-Flugzeugträgers geflogen

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Kapitulation Stalingrad

    Das Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg Die deutschen Pläne und Hoffnungen für das Jahr 1943 nach der Katastrophe von Stalingrad. Die deutsche Führung schaute Anfang 1943 auf die Zukunft mit guten und schlechten Aussichten. Die guten Aussichten bestanden aus zwei Umständen: Die Katastrophen, welche mit der Kapitulation der deutschen Sechsten Armee in Stalingrad ihren Höhepunkt erreicht hatten, konnten aufgehalten werden. Zum Zweiten waren endlich neue Waffen bereit zum Einsatz, darunter die dringend erwarteten Panther- und Tiger-Panzer. Zwischenzeitlich konnte der Verlauf der Kampfhandlungen an der Ostfront durch den Gegenangriff und der Rückeroberung von Charkow wieder gewendet werden, wodurch wieder neue Hoffnungen auf eine erneute Sommer-Offensive im Osten geweckt werden konnten. Allerdings war der Ausblick in Nordafrika im März – dem Monat der großen deutschen Siege im Osten – grimmig für die Achsen-Streitkräfte. Aber wenigstens wurde ein schneller alliierter Sieg in Nordafrika verhindert, welcher womöglich für den Sommer oder Herbst 1943 eine alliierte Invasion in Nordwest-Europa ermöglicht hätte. Selbst wenn nun nach einer erfolgreiche alliierte Offensive in Tunesien noch weitere Unternehmungen im Mittelmeer-Raum folgen sollten, wurde doch ein enormer Zeitgewinn geschunden. Weiterhin erschienen neue Waffen aus den Rüstungswerken in immer größeren Stückzahlen. Der Bau von U-Booten hatte einen Umfang erreicht, der es ermöglichte, immer Einhundert von ihnen gleichzeitig auf See zu halten. Die neuen, schweren Tiger-Panzer überwanden ihre anfänglichen technischen Probleme und der mittlere PzKpfw V Panther wurde zwischenzeitlich auch ausgeliefert. Es bestanden auch beste Aussichten, dass im Laufe des Jahres 1943 der monatliche Ausstoß dieser und anderer wichtiger Waffen – insbesondere Sturmgeschütze – ständig zunehmen würde. Von größter Wichtigkeit waren allerdings die Auswirkungen der Mobilisation auf die Heeresstärke. Die Kombination aus Rationalisierungen in der Industrie und der massive Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ermöglichte es, das Heer zu verstärken, sodass im Sommer 1943 die deutschen Armeen im Osten fast so stark waren, wie zwei Jahre zuvor. Die Versuche der Finnen, Ungarn und Rumänen, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden, wurden von der deutschen Führung wirksam ausgehebelt. Vom U-Boot-Krieg konnte erwartet werden, dass dieser die westlichen Alliierten während des Jahres 1943 ziemlich einschränken würde und es gab die Erwartung, dass im Verlauf dieses Jahres sich die Lage am Südabschnitt der Ostfront wieder erholen würde. Die nun freigemachten Verbände durch die Räumung der Frontvorsprünge von Demjansk und Rschew erlaubten zumindest den großen Angriff an einem Abschnitt der Ostfront. Die Kämpfe auf diesem Kriegsschauplatz würden weiterhin Priorität haben und würden auch mit großer Heftigkeit fortgesetzt werden. Der Druck, den Nazi-Deutschland durch die U-Boote auf die westlichen Alliierten und an der Landfront auf die Sowjetunion ausüben würde, könnte ein Durchkämpfen ermöglichen – zumindest bis daran die Allianz aus Großbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika zerbricht. Die tatsächlichen Ereignisse Nach dem erfolgreichen Unternehmen Torch rückten die Alliierten schnell vor und näherten sich Tunis im Januar 1943. Aber die Vorräte gingen zur Neige, und die deutschen Truppen schlossen sich mit Rommels Armee aus Libyen zusammen, um die noch ‘grünen’ Amerikaner am Kasserine-Pass zu schlagen. Dieser Rückschlag war aber nur vorübergehend. Montgomery überwältigte Rommel im Osten Tunesiens und die US-Streitkräfte unter einem neuen Kommandanten, dem Panzer-Taktiker George S. Patton, schlug hart aus dem Westen zu. Alliierte Luft- und Seestreitkräfte brachten fast alle Nachschubkonvois der Achsenmächte zum Erliegen. Die deutschen und italienischen Truppen in Afrika kapitulierten im Mai 1943. Für 75.000 Mann Verluste haben die Alliierten alleine 250.000 Kriegsgefangene eingebracht. Der Feldzug unterstrich die Bedeutung Maltas, dessen Verbleib in alliierten Händen die Grundlage für die Luft- und Seeherrschaft der Briten bildete. Zusätzlich half ULTRA Montgomery dabei, Rommel zu besiegen und die Achsen-Konvois mit erstaunlicher Präzision durch Flugzeuge zu zerschlagen. Eisenhower erwies sich als ein begabter alliierter Führer mit viel politischem Verständnis und Pattons Fähigkeiten als Kommandant der Panzerstreitkräfte zeichneten sich ab. Rommels Ruf von Ritterlichkeit sowie brillante Taktiken blieb erhalten, obwohl dies zum Teil eine Folge des öden Landes und des geringen Rassenwahns war, in dem der Feldzug geführt wurden. Denn weniger zivile Opfer bedeuten auch weniger unnötige Brutalität. Dieser Sieg half den Alliierten ungemein. El Alamein, zusammen mit Stalingrad, überzeugte einige Vichy-Befehlshaber, es mit den Alliierten zu versuchen. Franco, schon immer ein Opportunist, weigerte sich, die Deutschen durch Spanien zum Angriff auf Gibraltar ziehen zu lassen. Diese britische Enklave im Süden Spaniens garantierte den Alliierten den sicheren Zugang durch die Meerenge in das Mittelmeer. Das was Churchill als ‘Tunisgrad’ bezeichnete und höhere Verluste und größere Folgen für die Achsenmächte hatte, als die Schlacht im Südosten Russlands an der fernen Wolga, war das Ergebnis der alliierten Behauptung von Malta und Gibraltar. Auf der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 plädierte Roosevelt für eine Landung im deutsch-besetzten Frankreich in diesem Sommer. Churchill forderte dagegen Maßnahmen in Italien oder auf dem Balkan. Als Kompromiss einigte man sich auf Sizilien. Die Invasion Siziliens begann im Juli mit einem Angriff von 160.000 Amerikanern, Briten und Kanadiern, unterstützt von 4.000 Flugzeugen und mächtigen Seestreitkräften. Die britische 8. Armee unter der Führung von Montgomery landete ungehindert in der Nähe von Syrakus und zog nach Norden, bevor sie von deutschen Einheiten rund um den Ätna zum Stehen gebracht wurde. Die amerikanische 5. Armee unter George Patton landete in Gela, schlug Gegenangriffe der Achsenstreitkräfte ab und marschierte entgegen der Befehle über Palermo nach Messina, wo sie noch vor Montgomery im August einmarschierte. Die Invasion war aber nur ein Teilerfolg. Die Alliierten sammelten Erfahrungen mit amphibischen Operationen, veranlassten den faschistischen Großen Rat, Mussolini zu entlassen und Gespräche über die Kapitulation aufzunehmen und sicherten die Insel. Aber sie konnten 100.000 deutsche und italienische Soldaten nicht daran hindern, zusammen mit 10.000 Fahrzeugen auf das italienische Festland zu entkommen. Churchill forderte nun eine Invasion Italiens, von der er behauptete, dass sie den ‘weichen Unterbauch’ der ‘Festung Europa’ treffen wird, um die Deutschen zu zwingen, Divisionen aus Russland abzuziehen und damit Montgomery mit der britischen 8. Armee die Gelegenheit weiterer Siege eröffnen würde. Roosevelt dagegen favorisierte eine Landung in Südfrankreich, gab dann aber nach, da seine Luftwaffen-Führung Bomberbasen in Italien haben wollte. Die Invasion begann im September 1943. Montgomery nahm Reggio und Tarent und bewegte sich geschickt auf der mehr …

  • Sturmgeschütze vom Typ StuG in der Endmontage.

    Produzierte Panzerkampfwagen, Sturmgeschütze und Selbstfahrlafetten in Deutschland im 2. Weltkrieg Die nachfolgenden Tabellen sind eine Zusammenfassung aller für das deutsche Heer während des Zweiten Weltkrieges hergestellten Panzerfahrzeugen. Mit Ausnahme der Panzerkampfwagen I war die Produktion bis 1937 unbedeutend und deshalb werden diese Produktionszahlen unter der Spalte ‘vor 1938’ wiedergegeben. Deutsche Produktion an Panzerfahrzeugen Während des Zweiten Weltkrieges übernahm die deutsche Wehrmacht viele Panzerfahrzeuge, welche zuvor den Streitkräften besiegter Nationen gehörten. Viele von diesen wurden nur eine kurze Zeit oder lediglich für spezielle Aufgaben verwendet und es gibt keine Aufzeichnungen über ihre genaue Anzahl. In den Fällen, in denen Panzerfahrzeuge ausländischer Herstellung offiziell von der Wehrmacht übernommen wurden und deren Zahlen in den Listen des OKH aufgeführt wurden, sind diese in eckigen Klammern angegeben […]. Die Produktionsanlagen in Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, ab 1939), Österreich (ab 1938) und Italien (ab 1944) waren alle voll in die Rüstungsproduktion des Deutschen Reiches eingebunden und deshalb wurden die dort gebauten Panzerfahrzeuge in gleicher Weise wie die Neuproduktion von deutschen Fahrzeugen behandelt. Im Verlauf des Krieges wurden von der Wehrmacht veraltete Fahrzeuge für unterschiedliche Zwecke umgebaut, um ihre Einsatzzeit zu verlängern. Solche Umbauten und Umrüstungen sind in runden Klammern angegeben (…). Bei der Betrachtung der Zahlen auf dieser Webseite zur deutschen Produktion von Panzerfahrzeugen sollten einige Punkte berücksichtigt werden, welche im Zusammenhang des Kriegsgeschehens gesehen werden müssen. Bis Ende 1939, als Hitler-Deutschland gerade den Zweiten Weltkrieg ausgelöst hatte, waren nur 5.420 Panzerfahrzeuge aller Typen an die Wehrmacht ausgeliefert worden. Im selben Zeitraum von 1939 bis 1939 erhielt zum Vergleich die Rote Armee der Sowjetunion etwa 17.000 Panzerfahrzeuge zu der geringen Anzahl, über welche sie zuvor verfügt hatte. Noch überraschender ist es, dass von den 5.420 deutschen Panzerfahrzeugen lediglich 533 Panzerkampfwagen (PzKpfw III und PzKpfw IV) waren, welche mit einer 3,7-cm oder 7,5-cm Kanone bewaffnet waren. Dies macht deutlich, wie herausragend die neue Form des ‘Blitzkrieges’ durch die deutschen Truppen war. Die einsatzbereiten Panzer beider Seiten während des Westfeldzug 1940 beliefen sich auf 4.000 britische und französische gegen nur 2.800 deutsche Panzerfahrzeuge, von denen zudem noch der Großteil aus veralteten PzKpfw I und PzKpfw II zusammensetzte. Der Anteil der ehemaligen tschechoslowakischen Fahrzeuge für die deutsche Armee war während des ganzen Krieges sehr bedeutend und umfasste nahezu acht Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge, aber während der ersten Kriegsjahre war ihre Bedeutung aufgrund der Qualität des PzKpfw 38(t) noch größer. Zusätzlich zu den gerade mal 533 mit einer richtigen Kanone bewaffneten deutschen Panzern von Ende 1939, gab es noch 219 PzKpfw 35(t), welche von der ehemaligen tschechoslowakischen Armee übernommen waren, sowie 150 brandneue PzKpfw 38(t), welche von der Praga-Fabrik in Böhmen ausgeliefert waren. Beide Typen waren zu ihrer Zeit hervorragende Kampfpanzer und mit 3,7-cm-Kanonen bewaffnet. Die unzureichende Produktion während der ersten drei Jahre des Krieges stellte sich mit dem Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf die Sowjetunion, in den Jahren 1941 und 1942 als katastrophal heraus. Trotz dramatischer Siegesserien, erlitten die deutschen Panzer-Divisionen so große Verluste an Fahrzeugen, dass sie niemals mehr so erfolgreich wie in den vorausgegangenen Jahren operieren konnten. Die deutschen Siege in Russland und Nordafrika waren nicht nachhaltig und konnten daher die Katastrophen ab Ende 1942 nicht vermeiden. Gegen Ende des Jahres 1942 wurden endlich erhebliche Änderungen bei der Panzerproduktion vorgenommen, welche zu einem starken Anstieg führten. Im Verlauf des Jahres 1943 wurden unter dem Programm von Rüstungsminister Speer fast fünfmal so viele (25.000) Panzerfahrzeuge abgeliefert, wie noch 1941. Die Produktion stieg auch noch während des Jahres 1944 an, wenn auch nicht so dramatisch und stark wie im vergangenen Jahr. Dazu muss noch darauf hingewiesen werden, dass diese Produktion aus zunehmend anspruchsvolleren Fahrzeugen bestand, welche zugleich größer, schwerer und kampfkräftiger waren. Dieser Anstieg ist noch eindrucksvoller, wenn man dies in Relation zum Kriegsverlauf und der totalen alliierten Lufthoheit über Deutschland setzt. Der Zerstörung von Fabriken durch Luftangriffe wurde durch die Verteilung der Produktionszentren, welche jeweils nur bestimmte Bauteile herstellten und der Vereinfachung des Fabrikationsprozesses begegnet. Selbst noch 1945, als Verkehrswege und Transporte innerhalb Deutschlands praktisch zum Stillstand kamen, wurden noch 5.592 Panzerfahrzeuge nur in den ersten drei Monaten fertiggestellt und die Hochrechnung für dieses Jahr ergibt unter diesen Bedingungen eine Jahresproduktion von etwa 23.000 Fahrzeugen. Trotz dieser eindrucksvollen Zahlen belief sich aber die Produktion in der Sowjetunion im gleichen Zeitraum auf 125.000 Panzerfahrzeuge und die Amerikaner bauten alleine von ihrem bekanntesten Typ, dem M4 Sherman, über 46.000 Stück. Deutsche Produktion an Panzerfahrzeugen aller Typen Panzerkampfwagen: Panzerbefehlswagen: Flammenwerfer-Panzer: Sturmgeschütze: Sturmartillerie: Jagdpanzer: Pak-Selbstfahrlafetten: Artillerie-Selbstfahrlafetten: Munitionstransport-Panzer: Artillerie-Beobachtungspanzer: Flak-Selbstfahrlafetten: Bergepanzer: Brückenlege-Panzer: Spreng- und Räumpanzer: Halbkettenfahrzeuge (Schützenpanzerwagen): Panzerspähwagen: GESAMTPRODUKTION: Deutsche Panzerproduktion und Verluste von Juni bis Dezember 1941: Etwa 240 Pzkpfw II, III und IV gingen davon in Nordafrika verloren.

  • PPSh-1941G mit Munitionstasche

    Sowjetische Maschinenpistole PPSh-41 aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der sowjetischen Standard-MPi im 2. Weltkrieg. PPSh-41 Maschinenpistole PPSh-41G Typ: Maschinenpistole. Geschichte: Die Russen sammelten ihre ersten Erfahrungen mit Maschinenpistolen im spanischen Bürgerkrieg. Bereits seit Mitte der zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in Russland verschiedene Entwürfe von Maschinenpistolen erprobt. Die erste russische Maschinenpistole wurde dann im Jahr 1935 bei der Roten Armee eingeführt, welche von Degtjarjew entwickelt war und als PPD bezeichnet wurde. Sie wurde von ‘Freiwilligen’ der linken Truppen in Spanien erfolgreich verwendet und so wurde in Moskau die Massenproduktion beschlossen. Das erste Modell wurde als PPD-34/38 bezeichnet und mehrere Tausend Exemplare wurden davon hergestellt. Nach dem Auftreten der finnischen Suomi-Maschienpistole wurde die Waffe zur PPD-40 überarbeitet, welche eine verbesserte Magazin-Konstruktion mit einem großen Trommelmagazin besaß. Hier begannen die 71-Schuss-Trommelmagazin erstmals aufzutreten, welche für die deutschen Soldaten im Russlandfeldzug so unangenehm werden sollten. Der Mechanismus erfolgte durch einfachen Rückstoß und die Waffe ist leicht an ihrem hölzernen Schaft und dem gelöcherten Kühlmantel rund um den Lauf zu erkennen. Die Produktion der PPD-40 begann schon im März 1940. Jedoch war die PPD-40 nicht einfach herzustellen, da sie aus handfesten Stahl und im Lauf mit Chrom bestand. So wurden 1940 lediglich 81.118 Stück und 1941 nochmals 5.868 Stück gebaut. Die Produktion endete dann aus dem einfachen Grund, daß die Waffenfabriken, in welchen die PPD-34/38 und PPD-40 gebaut wurden, schnell von den deutschen Truppen überrannt wurden und die umfangreichen Maschinen, welche zu ihrer Herstellung benötigt wurden, nicht woanders wieder aufgebaut werden konnten. Der Großteil dieser Maschinenpistolen ging in den ersten Monaten von Unternehmen Barbarossa verloren, doch waren vereinzelte Exemplare der gut verarbeiteten Waffen während des gesamten Krieges im Einsatz. Entwicklung und Herstellung der PPSh-41 So wurde die russische Maschinenpistole PPSh-41 des Zweiten Weltkriegs – was ausgeschrieben in Russisch Pistolet Pulyemet Shpagin bedeutet – am 21. Dezember 1940 als Ersatz für die PPD-40 Maschinenpistole eingeführt. Jedoch erst unter dem Druck der deutschen Invasion wurde die Waffe ab 1942 in größerem Umfang an sowjetische Einheiten ausgegeben. Wenn auch die PPD gut war, so war sie nicht dafür geeignet, in großen Mengen schnell von ungelernten Arbeitern in primitiven Waffenfabriken produziert zu werden. Dies war jedoch das wichtigste russische Anliegen im Jahr 1941. Deshalb legte Konstrukteur Georgi Semjonowitsch Schpagin größten Wert auf eine einfache und schnelle Massenfertigung seiner neuen Maschinenpistole. Sie sollte auch in schlecht ausgestatteten Waffenfabriken gebaut werden und deshalb sollte der einzige aufwendige Arbeitsvorgang nur das Drehen des Laufes und Verschlusses sein. Die meisten anderen Teile wurden nur gepresst. Für die Maschinenpistole Schpagin PPS-41 (oder PPSh-41 bzw. PPSh-41G) wurde gestanzter Stahl verwendet, wenn auch der Lauf noch verchromt war und ein hölzerner Griff verwendet wurde. Nur der Lauf und der Verschluss musste anspruchsvoll gedreht und bearbeitet werden, sodass auch Waffenfabriken mit begrenzter Ausstattung die PPS herstellen konnten. Eine interessante ökonomische Entscheidung war es, alte oder Reserve-Läufe der Mosin-Nagant Gewehre als Lauf zu benutzen. Ein Gewehrlauf konnte in der Mitte durchgeschnitten werden und ergab so zwei Läufe für Maschinenpistolen, was eine erhebliche Einsparung an Zeit, Maschinen und Material mit sich brachte. Die gesamte Montage erfolgte durch Schweißen und Nieten und die Laufummantelung wurde über den Lauf hin verlängert, um einige Austrittsgase nach oben abzuleiten, was die Tendenz aller Maschinenpistolen reduzierte, beim automatischen Feuern nach oben zu ziehen. Die ersten Modelle hatten eine sehr optimistische und luxuriöse Zielvorrichtung, was aber schnell zugunsten eines einfachen Zielkorns verworfen wurden. Dieses einfache Schiebvisier, zusammen mit dem Bananenmagazin für nur 35 Patronen, wurde vom Konstrukteur im Jahr 1942 entworfen. Das 71-Schuss-Trommelmagazin von der PPD Maschinenpistole wurde jedoch zumeist beibehalten, da die Produktion schon davon gut am Laufen war und die hohe Schusszahl eine gute Reserve für den Schützen darstellte, was in Anbetracht der hohen Feuerrate der Waffe keine schlechte Sache war. Der Feuer-Mechanismus war ein einfacher Rückstoß-Mechanismus. Die Waffe war robust, einfach zu bedienen und billig herzustellen. Ungefähr fünf Millionen wurden während des 2. Weltkrieg produziert. Bereits 1942 erhielt die Rote Armee aus mehreren Fabriken etwa 1,5 Millionen Stück. Während des 2. Weltkrieg stellte die Waffenfabrik Teheran im besetzten Iran etwa 10.000 PPS-Maschinenpistolen für die Rote Armee her. Zusätzlich zu den 71-Schuss-Trommelmagazin gab es auch ab 1942 das 35-Schuss-Kastenmagazin, welches aber viel seltener verwendet wurde. Wenn man den ursprünglichen Ausgangsentwurf als eine billige Infanteriewaffe zur Massenproduktion betrachtet, war die PPSh-41 trotzdem eine sehr gut konstruierte Waffe mit einem schweren, soliden Schulterstück aus Holz. Dazu war sie eine widerstandsfähige und zuverlässige Maschinenpistole und war klar sowohl der deutschen MPi 40 als auch der britischen Sten überlegen. Einsatz der PPSh-41 Die PPSh-41 erschien erstmals Anfang 1942 in nennenswerter Zahl bei den Verbänden der Roten Armee. Derartig große Zahlen wurden von der deutschen Armee an der Ostfront erbeutet, dass es wert war, sie ab 1944/45 zum Feuern auf das 9-mm-Kaliber der deutschen Standard-Maschinenpistole MP 40 umzurüsten. War russische Beutemunition für unmodifizierte Schpagin PPS-41 bei den Deutschen knapp, konnten Magazine auch mit den Kugeln der 7,63-mm-Mauser-Pistole bestückt werden. Praktisch wurde damit die Schpagin PPS-41 bei der Wehrmacht ebenso wie bei der Roten Armee und Partisanen zu einer weit verbreiteten Standardwaffe ! Die Schpagin PPS-41 Maschinenpistole war somit das Erkennungszeichen eines Rotarmisten, ähnlich wie die MP 40 für einen deutschen Landser oder die Sten MP des britischen Tommy. Sie war DIE RUSSISCHE WAFFE DES ZWEITEN WELTKRIEGES ! Ganze Schützen-Divisionen wurden ausschließlich mit dieser Waffe ausgerüstet. Dies waren die Stoßtruppen, welche auf T-34-Panzern in den Angriff fuhren und nur mit Schpagin PPS-41 Maschinenpistolen und Handgranaten bewaffnet waren. Sie trugen nur ein Minimum an Munition, Ausrüstung und Vorräten mit sich und hielten nur zur Verpflegung oder Pause an. Es war nicht ihre Aufgabe, das eroberte Gelände zu verteidigen und zu halten, sondern nur weiter nach vorne zu stürmen. Ihre Lebensbedingungen waren schlecht und ihre Lebenserwartung an der Front noch viel schlechter. Aber Tausende dieser gefürchteten ‘Horden’ überrannten die deutsche Ostfront und trieben alles vor sich her. Unter derartigen Umständen wurde die Schpagin PPS-41 (von ihren Benutzern als ‘Pah-Pah-Shah’ ausgesprochen) natürlich praktisch nicht gepflegt und kaum gereinigt. An der Ostfront hat mehr …

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