03-1944, März 1944


Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für März 1944.

Britische Granatwerfer bei Imphal
Beschuss japanischer Stellungen um Imphal durch britische Granatwerfer.

März 1944

Seiteninhalt:

Schlagzeilen vom März 1944:

Erster US-Luftangriff auf Berlin – ZWEITES CHINDIT-UNTERNEHMEN – ERSTER GROSSER ALLIIERTER TAGESANGRIFF AUF BERLIN – DIE JAPANER ERÖFFNEN EINE GROSSOFFENSIVE ÜBER DEN FLUSS CHINDWIN HINWEG (Unternehmen U-Go) – US-Bomber greifen Toulon, Padua und Florenz an – DEUTSCHE BESETZUNG UNGARNS – Operation Strangle – DER GROSSE AUSBRUCH (GESPRENGTE KETTEN) – Massaker in den Ardeatinischen Höhlen – BELAGERUNG VON IMPHAL – RAF-NACHTANGRIFF AUF NÜRNBERG.

zurück Zurück zu Februar 1944.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 1. März 1944:

Speer und Milch
Rüstungsminister Speer (rechts) in einer Konferenz mit Generalfeldmarschall Milch (Mitte) von der Luftwaffe, welcher verantwortlich für die Flugzeugproduktion ist.

Heimatfronten
Deutschland: Der Jägerstab wird unter der Leitung von Saur von Speers Rüstungsministerium gebildet, um die Produktion der Bf 109 und FW 190 auf bisher unbekannte Größenordnungen zu steigern. Zahlreiche neue Montagebänder werden in bombensicheren Salzstöcken und Tunnels eingerichtet, die Lagerbestände aller Komponenten werden aufgebraucht und die Pläne für die Massenfertigung des neuen Düsenjägers Me 262 zurückgestellt.

Ostfront
Nordabschnitt: Die Russen brechen die deutsche Verteidigungslinie südlich von Narwa auf.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 2. März 1944:

Start eines Lancaster-Bombers
Start eines Lancaster-Bombers zu einem Nachtangriff.

Luftkrieg
Westeuropa: Lancaster– und Halifax-Bomber greifen die Flugzeugfabriken bei Meulan-les-Mureaux und Albert in Frankreich an.
Deutschland: 503 RAF-Bomber greifen Stuttgart an und werfen 1.739 t Bomben ab.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 3. März 1944:

englische Unterseeboote Sunfish (S-Klasse) und Ursula (U-Klasse)
Die beiden englischen Unterseeboote Sunfish (S-Klasse) und Ursula (U-Klasse) werden 1944 an die sowjetische Marine als ‚B 1‘ und ‚B 4‘ abgegeben.

Heimatfronten
USA: Roosevelt gibt bekannt, dass die italienische Flotte zu gleichen Teilen zwischen den USA, Großbritannien und Russland aufgeteilt wird. In den anschließenden Monaten erhält die Rote Flotte der Sowjetunion erst einmal britische und amerikanische Schiffe auf Leihbasis, bis die italienischen Einheiten einsatzbereit sind.

Luftkrieg
Deutschland: P-38 Lightning-Jäger fliegen eine offensive Jagdpatrouille bis über Berlin.

Mittelmeer-Raum
Italien: Die deutsche Artillerie stellt den Beschuss des alliierten Brückenkopfes von Anzio ein.

Besetzte Gebiete
Griechenland: Die Partisanen-Gruppen EDES (Royalisten) und ELAS (Kommunisten) unterzeichnen einen ‚Waffenstillstand‘ und versprechen, von nun an gemeinsam gegen die deutschen Besatzungstruppen zu kämpfen.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 4. März 1944:

GAZ-LKW im Schlamm
Russische Soldaten befreien einen GAZ-LKW aus dem Schlamm des Frühjahrstauwetters.

Ostfront
Südabschnitt: Die russische 1. und 2. Ukrainische Front erobern Uman und Nowoukrainka.


Luftkrieg
Deutschland: Erster US-Luftangriff auf Berlin. 30 B-17 Fliegende Festungen führen einen Probe-Angriff bei Tage durch.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 5. März 1944:

Australische Kommandotruppen von Wingates Chindits
Australische Kommandotruppen von Wingates Chindits warten auf ihren Abflug hinter die japanischen Linien. Die Truppen werden anschließend aus der Luft versorgt und unterstützt und sind damit meist stärker als die japanischen Truppen, die die blockierten Wege versuchen wieder freizukämpfen. Wingates Verfahren ist allerdings nur bei Luftherrschaft möglich.

Luftkrieg
Südost-Asien – ZWEITES CHINDIT-UNTERNEHMEN: Alliierte Transportflugzeuge und Lastensegler fliegen 9.000 Mann von Wingates ‚Long Range Penetration Groups‘ (Tiefen-Eindring-Gruppen) zu im geheimen vorbereiteten Landestreifen (sogenannte ‚Piccadilly‘) in der Nähe von Indaw, 161 km hinter den japanischen Linien in Burma (5. – 10. März).


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 6. März 1944:

Berlins Innenstadt im Bombenhagel.
Berlins Innenstadt im Bombenhagel.

Luftkrieg
Deutschland – ERSTER GROSSER ALLIIERTER TAGESANGRIFF AUF BERLIN: 730 B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator der 8. US-Air-Force (69 verloren) bombardieren die Hauptstadt und die in der Nähe liegende Kugellagerfabrik Erkner mit 1.500 Tonnen Bomben. 796 P-38 Lightning, P-47 Thunderbolt und P-51 Mustang (11 verloren) sowie 2 Mustang-Staffeln der RAF eskortieren die Bomber über die gesamte Flugstrecke. Die US-Flugzeuge liefern sich eine fortlaufende Luftschlacht mit deutschen Abfangjägern (18 verloren) von der holländischen Küste bis nach Berlin. Heftiges Flak-Feuer über dem Ziel.
Westeuropa: Englische Halifax-Bomber bombardieren die Rangierbahnhöfe bei Trappes auf der Eisenbahnstrecke von Paris in die Bretagne.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 7. März 1944:

 britischer Soldat in Burma überwacht Anmarschwege
Ein britischer Soldat in Burma überwacht die Annäherung von Japanern während des Unternehmens U-Go.

Südost-Asien
Burma – DIE JAPANER ERÖFFNEN EINE GROSSOFFENSIVE ÜBER DEN FLUSS CHINDWIN HINWEG (Unternehmen U-Go): Amerikaner und Chinesen schließen 2.000 Japaner im Hukawng-Flusstal ein.

Luftkrieg
Mittelmeer-Raum: Alliierte Bomber greifen die Rangierbahnhöfe von Florenz und Rom an.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 8. März 1944:

B-24 Liberator beim Bombenwurf
B-24 Liberator beim Bombenwurf.

Luftkrieg
Deutschland: Die 8. US-Air-Force bombardiert wieder mit 540 B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator die Erkner-Kugellagerfabrik in der Nähe von Berlin.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 9. März 1944:

Angehöriger der 5. SS-Panzer-Division Wiking
Ein Angehöriger der 5. SS-Panzer-Division Wiking erzählt seinen Kameraden Anfang März 1944 nach dem Ausbruch aus dem Tscherkassy-Kessel, wie sein Gewehr 43 von einer russischen Kugel getroffen wurde.

Ostfront
Südabschnitt: Malinowski überschreitet mit seiner 3. Ukrainischen Front den Fluß Ingul.

Pazifik
Salomon-Inseln: Japanische Gegenoffensive gegen den Torokina-Brückenkopf auf Bougainville. 5.469 Japaner und 263 Amerikaner werden bis zum 24. März getötet.

Neutrale
Argentinien: Präsident Ramirez tritt nach einem Putsch der Armee zurück.

Luftkrieg
Deutschland: 330 USAAF-Bomber greifen Berlin an.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 10. März 1944:

ZIS-LKW in tiefen Schlamm
Trotz des tiefen Schlamms, des diesmal früh einsetzenden Frühjahrstauwetter können die Russen erstmals überall dort weiter vorrücken, wo sie über zahlreiche geländegängige US-LKWs aus dem ansteigenden Lend-Lease-Programm verfügen. Hier jedoch versuchen Soldaten einen ZIS-LKW russischer Bauart aus dem tiefen Schlamm der Schneeschmelze zu manövrieren.

Ostfront
Südabschnitt: Die 2. Ukrainische Front stößt innerhalb von 5 Tagen bis zu 71 km vor.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 11. März 1944:

Landung eines B-25 Mitchell Bombers
Landung eines B-25 Mitchell Bombers nach einem Einsatz auf dem Flugplatz Gaudo im März 1944.

Luftkrieg
Mittelmeer-Raum: US-Bomber greifen Toulon, Padua und Florenz an.

Heimatfronten
Algerien: Pierre Pucheu, ehemaliger Innenminister der Vichy-Regierung, wird von einem Gericht in Algier zum Tode verurteilt.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 12. März 1944:

Russische Soldaten mit PPSh Maschinenpistolen
Russische Soldaten mit Schpagin PPS-41 Maschinenpistolen während der Kämpfe in der Ukraine, Frühjahr 1944.

Ostfront
Südabschnitt: Uman in der Ukraine durch die 2. Ukrainische Front genommen.

Besetzte Gebiete
Tschechoslowakei: Die Exil-Regierung in London ruft über Rundfunk zum bewaffneten Widerstand auf.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 13. März 1944:

Ein russischer Reiter und sein Pferd trinken aus dem Dnjepr.
Ein russischer Reiter und sein Pferd trinken aus dem Dnjepr.

Ostfront
Südabschnitt: Malinowski erobert die Hafenstadt Cherson am Unterlauf des Dnjepr.

Seekrieg
Atlantik: Das deutsche U-Boot U 852 beschießt die Überlebenden des torpedierten griechischen Schiffs Peleus, wobei 32 von 35 Mann getötet werden.
Pazifik: Ein japanischer Truppenkonvoi auf dem Weg nach den Marianen-Inseln wird durch das US-Unterseeboot Sandlance vernichtet.

Politik
Italien: Die mit den Alliierten verbündete, königstreue Regierung in Süditalien nimmt mit der UdSSR diplomatische Beziehungen auf.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 14. März 1944:

 russische Scharfschützin
Eine russische Scharfschützin in Lauerstellung.

Ostfront
Südabschnitt: Malinowski beseitigt einen Kessel in der Nähe von Nikolajew, wobei 10.000 deutsche Soldaten getötet und 4.000 gefangengenommen werden.

Besetzte Gebiete
Italien: Virginio Gayda, der zurückgetretene Herausgeber der faschistischen Zeitung Giornale d’Italia, kommt im Alter von 58 Jahren bei einem Luftangriff ums Leben.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 15. März 1944:

Ortschaft Cassino nach dem Luftschlag
Ortschaft Cassino nach dem Luftschlag durch 500 alliierte Bomber.

Luftkrieg
Mittelmeer-Raum: Alliierte Bomber löschen die Ortschaft Cassino mit 1.107 t Bomben aus.
Deutschland: 1.000 viermotorige RAF-Nachtbomber greifen Stuttgart an und werfen 3.000 t Bomben durch eine dichte Wolkendecke. Zahlreiche Kämpfe mit deutschen Nachtjägern. Ablenkungsangriffe gegen München, Ziele in Nordwest-Deutschland und Amiens in Frankreich (insgesamt 40 RAF-Bomber verloren).

Mittelmeer-Raum
Italien: Massiver 5 1/2-stündiger Artillerie-Beschuss auf Cassino. Indische und neuseeländische Infanterie mit Panzerunterstützung beginnt die zertrümmerte Ortschaft wieder zu besetzen. Der Burg-Berg in der Nähe des Monte Cassino (Kloster) wird auch erobert.

Ostfront
Südabschnitt: Die 2. Ukrainische Front erreicht den Fluss Bug in der Nähe von Uman.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 16. März 1944:

Verwundeter in Cassino
Britische Sanitäter bergen einen Verwundeten aus dem Trümmerfeld von Cassino.

Mittelmeer-Raum
Italien: Drei Viertel der Ortschaft Cassino nun in alliierter Hand.

Besetzte Gebiete
Frankreich: Deat wird zum Vichy-französischen Arbeitsminister ernannt.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 17. März 1944:

gefangene Fallschirmjäger Cassino
Neuseeländische Soldaten haben mit Unterstützung von M4 Sherman Panzern deutsche Fallschirmjäger bei den Kämpfen um Cassino gefangen genommen.

Mittelmeer-Raum
Italien: Neuseeländische Truppen nehmen den Bahnhof von Cassino.

Seekrieg
Mittelmeer: Das deutsche U-Boot U 371 versenkt den US-Truppentransporter Dempo (498 Tote).

Politik
Finnland: Die Regierung lehnt russische Waffenstillstandsbedingungen ab.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 18. März 1944:

Ausbruch Vesuv 1944
Zahlreiche amerikanische Bomber vom Typ B-25 Mitchell werden durch den Ausbruch des Vesuv zerstört.

Heimatfronten
Italien: Vom 18. bis 22. März Vulkanausbrüche des Vesuv, wobei 2 Dörfer von Lava überrollt werden und 26 Menschen getötet werden.
Ungarn: Reichsverweser Horthy besucht Adolf Hitler und verlangt die Rücknahme der ungarischen Streitkräfte von der Ostfront. Im Gegenzug gibt der Führer seine Absicht bekannt, Ungarn zu besetzen.

Luftkrieg
Deutschland: Im bisher schwersten Luftangriff des Krieges werfen 769 RAF-Bomber in der Nacht vom 18./19. März 3.068 t Bomben auf Frankfurt am Main.

Mittelmeer-Raum
Italien: Die Neuseeländer werden unter schweren Verlusten in Cassino zurückgeworfen

Seekrieg
Indischer Ozean: 72 alliierte Kriegsgefangene der MV Behar werden an Bord des japanischen Kreuzers Tone enthauptet.
Pazifik: US-Schlachtschiffe beschießen das Mili-Atoll, wobei das Schlachtschiff Iowa durch Küstenbatterien beschädigt wird.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 19. März 1944:

Pfeilkreuzler in Budapest
Nach der deutschen Besetzung und dem Umsturz in Ungarn marschieren bewaffnete nationalistische ‚Pfeilkreuzler‘ mit der Armbinde durch die Straßen von Budapest.

Heimatfronten
Ungarn: DEUTSCHE BESETZUNG UNGARNS (Unternehmen Panzerfaust), um den ungarischen Versuch zu verhindern, einen Separatfrieden mit den Westalliierten abzuschließen. Ministerpräsident M. Kallay tritt zurück und wird durch den ungarischen Botschafter in Berlin – Sztoaj – ersetzt, welcher eine Kollaborations-Regierung bildet.

Ostfront
Südabschnitt: Die Russen erreichen den Fluss Dnjestr auf einer Länge von 97 km.

Luftkrieg
Großbritannien: Zersplitterter deutscher Nachtangriff auf die Nordostküste von England mit dem beabsichtigen Ziel Hull. 9 deutsche Bomber abgeschossen.
Mittelmeer-Raum – Operation Strangle: Die alliierte Mittelmeer-Luftflotte (MAAF) startet eine dreiwöchige Großoffensive gegen das italienische Eisenbahnsystem, mit dem Ziel, die deutschen Truppen in Italien zu isolieren. Jagdbomber und mittlere Bomber greifen Brücken, Viadukte und Umladestellen vom Schienen- zum Straßenverkehr an, während schwere Bomber die Rangierbahnhöfe, Eisenbahnreparatur-Werkstätten und Verkehrskreuzungen in Norditalien bombardieren. Sekundär-Ziele sind außerdem Häfen und die Küstenschifffahrt. 19.460 t Bomben werden dabei im März abgeworfen. Im April/Mai geht Operation Strangle in Operation Diadem über, wobei 51.500 t Bomben abgeworfen werden. Es entstehen zwar große Schäden, aber schlechtes Wetter und die Vielzahl an Zielen verwässert das ehrgeizige Unternehmen.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 20. März 1944:

Panzer-Nahkämpfer mit Haftmine
Deutscher Panzer-Nahkämpfer mit Haftmine bereitet sich zum Angriff vor.

Ostfront
Südabschnitt: Die Erste Ukrainische Front erobert Winniza am Fluss Bug.

Südost-Asien
Burma: Chinesische und amerikanische Truppen kontrollieren das Hukawng Valley.

Seekrieg
Pazifik: 4 US-Schlachtschiffe beschießen Kavieng. Die Amerikaner landen auf Emirau in der St. Matthias-Gruppe des Bismarck-Archipel.
Ärmelkanal: Britische Küsten-Ferngeschütze versenken den deutschen Tanker Rekum.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 21. März 1944:

Sowjetische Pak unterstützt den Angriff
Sowjetische PAK unterstützt den Angriff der Infanterie.

Ostfront
Südabschnitt: Russische Truppen unterbrechen die Eisenbahnlinie Tschernowitz-Belz (Balti) in Moldawien.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 22. März 1944:

Innenstadt von Frankfurt
Innenstadt von Frankfurt nach den Nachtangriffen vom 18. bis 23. März.

Luftkrieg
Deutschland: Die 8. US-Air-Force bombardiert Berlin. 816 RAF-Bomber werfen wieder ca. 3.116 t Bomben auf Frankfurt am Main ab (Nacht vom 22./23. März).

Mittelmeer-Raum
Italien: General Alexander lässt die Frontalangriffe auf die deutsche Cassino-Stellung einstellen.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 23. März 1944:

Gruppe von B-17 Fliegenden Festungen
Eine Gruppe von B-17 Fliegenden Festungen bereitet sich auf den Start zu einem Einsatz vor.

Luftkrieg
Deutschland: Die 8. US-Air-Force greift die Rangierbahnhöfe von Hamm an.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 24. März 1944:

Generalmajor Orde Wingate
Wingate (links) im Kreise seines Stabes, als sie auf Fallschirm-Versorgungsbehälter hinter den japanischen Linien warteten.

Luftkrieg
Burma: Der Befehlshaber der Chindits, Generalmajor Orde Wingate, kommt im Alter von 41 Jahren bei einem Flugzeugabsturz in Burma ums Leben.
Deutschland: 1.000-Bomber-Nachtangriff (726 über dem Ziel) auf Berlin in der Nacht vom 24./25. März. Schwere Schäden durch 2.496 t Bomben in der Stadt, aber viele Bomber kommen vom Kurs ab und über 50 werden alleine von der Flak abgeschossen. Insgesamt gehen 73 Bomber verloren, einschließlich derer beim Ablenkungsangriff auf Kiel. Flight-Sergeant Alkemade springt über Westdeutschland ohne Fallschirm aus einer brennenden Avro Lancaster in einer Flughöhe von 5.486 m ab und landet ohne ernste Verletzungen in einer Schneeverwehung.

Ostfront
Südabschnitt: Die russische 1. Ukrainische Front erreicht den Fluss Dnjestr.

Heimatfronten
Deutschland – DER GROSSE AUSBRUCH (GESPRENGTE KETTEN): 76 alliierte Flieger brechen in der Nacht von 24./25. März aus dem Hochsicheres-Kriegsgefangenenlager Stalag Luft III in der Nähe bei Sagan aus. 50 werden wieder aufgegriffen und exekutiert (Der Film Gesprengte Ketten (‚The Great Escape‘) von 1963 gibt die Ereignisse weitgehend originalgetreu wieder).

Besetzte Gebiete
Italien – Massaker in den Ardeatinischen Höhlen: SS-Soldaten exekutieren 335 italienische Zivilisten (einschließlich Juden, Strafgefangene und politische Gefangene) in der Nähe von Rom als sogenannte Sühnemaßnahmen für einen Bombenanschlag auf eine deutsche Polizei-Patrouille in Rom am Vortag (1973 verfilmt unter dem deutschen Titel Massaker in Rom – Der Fall Kappler oder auch ‚Tödlicher Irrtum‘, da versehentlich 5 Personen mehr getötet wurden, als angeordnet.)


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 25. März 1944:

Angriff sowjetischer Infanterie
Angriff sowjetischer Infanterie auf eine befestigte Häusergruppe.

Ostfront
Südabschnitt: Russische Verbände erobern Proskurow in der West-Ukraine.

Südost-Asien
Burma: US-Chinesische Streitkräfte erobern Sumprabum im Mogaung-Tal.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 26. März 1944:

Russische Soldaten mit PPSh Maschinenpistolen
Russische Soldaten mit PPSh Maschinenpistolen während der Kämpfe in der West-Ukraine, Frühjahr 1944.

Ostfront
Südabschnitt: Die 2. Ukrainische Front erreicht auf einer Breite von 80 km den Fluss Prut, die sowjetisch-rumänische Grenze von 1940/41, nachdem die Russen zuvor die frühere rumänische Provinz Moldawien (Moldau) besetzt hatten.

Seekrieg
Pazifik: Das US-Unterseeboot Tullibee versenkt sich in der Nähe der Paulau-Inseln mit einem eigenen, fehl gelaufenen Torpedo selbst.

Luftkrieg
Westeuropa: 300 B-26 Marauder bombardieren den S-Boot-Stützpunkt bei Ijmuiden in Holland.

Besetzte Gebiete
Frankreich: Die Résistance sprengt die Philips-Funkgerät-Fabrik in Brive-la-Gaillarde hoch.
Griechenland: Die EAM (Kommunistische Partei von Griechenland) bildet eine provisorische Regierung in den Bergen Nordgriechenlands. Der Rücktritt des offiziellen griechischen Ministerpräsidenten Tsouderos folgt am 6. April.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 27. März 1944:

Ju88 Nachtbomber
Ein Ju 88 Nachtbomber bereitet sich auf den Start vor.

Luftkrieg
Großbritannien: Fehlgeschlagener deutscher Nachtangriff auf Bristol (sowie in der Nacht vom 23./24. April).
Deutschland: 677 RAF-Bomber greifen Essen an und werfen 2.834 t Bomben ab.
Westeuropa: Die 8. US-Air-Force greift 9 Flugplätze in Mittel- und Südwest-Frankreich an.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 28. März 1944:

von der deutschen Luftwaffe übernommen italienischen Savoia-Marchetti-Transportflugzeugen
Mit von der deutschen Luftwaffe übernommen italienischen Savoia-Marchetti-Transportflugzeugen werden Verwundete aus Odessa evakuiert.

Seekrieg
Schwarzes Meer: 24.145 deutsche und rumänische Soldaten und Verwundete werden zwischen dem 28. März und 10. April aus Odessa evakuiert.

Heimatfronten
Kanada: Tod von Professor Stephen Leacock, einem Wirtschaftswissenschaftler und humoristischen Schriftsteller, im Alter von 73 Jahren.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 29. März 1944:

Britische Granatwerfer bei Imphal
Beschuss japanischer Stellungen um Imphal durch britische Granatwerfer.

Südostasien
Burma – BELAGERUNG VON IMPHAL: Nachdem die japanische 15. Armee die burmesisch-indische Grenze überschritten hat, schließt sie 155.000 Mann britisch-indischer Truppen in der Ebene um Imphal ein. Trotz drückender alliierter Luftüberlegenheit können die Japaner ihren Einschließungsring um Imphal bis zum 22. Juni aufrecht erhalten.

Ostfront
Südabschnitt: Die russische 1. Ukrainische Front erreicht die Ausläufer der Karpaten.

Seekrieg
Pazifik: Das Super-Schlachtschiff Musashi wird durch das US-Unterseeboot Tunny am Bug torpediert.

Neutrale
Schweiz: Tod von Dr. Gina Lombroso Ferrero, italienischer Soziologe und Anti-Faschist, im Alter von 73 Jahren.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 30. März 1944:

Funker eines deutschen Nachtjägers
Der Funker eines deutschen Nachtjägers an seinem MG.

Luftkrieg
Deutschland – RAF-NACHTANGRIFF AUF NÜRNBERG: Die deutschen Nachtjäger erzielen ihren größten Luftsieg, als sie 94 (mit Totalschäden und Bruchlandungen 108) der 710 angreifenden Bomber abschießen, welche die Stadt in einem einzigen großen Strom – wetterbedingt ohne die üblicherweise komplexen Ablenkungsmanöver – anfliegen und 2.460 Tonnen Bomben abwerfen. Die englische RAF wird gezwungen, Fernangriffe auf deutsche Städte vorübergehend aufzugeben.

Seekrieg
Pazifik: US-Trägerflugzeuge greifen am 30. und 31. März die japanische Schifffahrt bei den Palau-Inseln an. Die japanische Flotte hat sich kurz zuvor zurückgezogen.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 31. März 1944:

Deutsches U-Boot vor Kapstadt
Deutsches U-Boot vor Kapstadt. In den entfernten Gewässern sind die Versenkungserfolge nun größer als im Atlantik.

Seekrieg
Handelsschiffs-Verluste im März 1944: 8 alliierte Schiffe mit zusammen 41.562 Tonnen im Atlantik, 17 alliierte Schiffe mit 116.398 Tonnen in anderen Gewässern.
67 japanische Schiffe mit 263.805 Tonnen im Pazifik.
20 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 23 U-Boote verloren), 23 neue U-Boote in Dienst gestellt, 470 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Luftkrieg
Pazifik: Admiral Koga, Oberbefehlshaber der kaiserlich-japanischen Vereinigten Flotte, wird während eines Fluges von Paulau nach Mindano als verschollen gemeldet. Admiral Toyoda wird sein Nachfolger.


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Quellenangaben und Literatur

Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)
Luftkrieg (Piekalkiewicz)
Chronology of World War II (Christopher Argyle)
Der Grosse Atlas zum II. Weltkrieg (Peter Young)
Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht, Band 1-8 (Percy E. Schramm)

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