Kriegstagebuch 28. Oktober 1918


Türkische Kavallerie aus Mossul
Türkische Kavallerie rückt aus Mossul heran.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 28. Oktober 1918:

Naher Osten


Mesopotamien – Schlacht bei Sharqat (bis zum 30. Oktober): Das 1. Bataillon der 7. Gurkhas wird nach einem 53-Kilometer-Eilmarsch innerhalb von 21 Stunden Cassels Truppen unterstellt, als dieser gegen 6.000 türkisiche Soldaten mit 24 Kanonen aus Mossul kämpft.

Westfront

Schelde: Die britische 51. Division erobert Mont Houy südlich von Valenciennes, wird aber bis zum 29. Oktober zurück zu den Südhängen durch einen Gegenangriff von 3 deutschen Divisionen getrieben.

Südfronten

Serbien: Die serbischen Truppen erreichen die Linie Uzice-Arandelovac-Pozarevac.
Albanien: Italienische Truppen marschieren in Alessio ein.
Bulgarien: Die britische 22. Division landet in Dedeagach an. Nach zwei Verschiebungen wegen schlechten Wetter wurde sie aus Stavros auf 17 Zerstörern für die Invasion der europäischen Türkei herangebracht, welche nur 16 Kilometer entfernt beginnt. Transporter und Kavallerie kommen am 30. Oktober nach einem zermürbenden Überlandmarsch an. Unter Berthelot entsteht die französische Armee der Donau (bis zum 25. Januar 1920).
Piave: Das italienische XVIII. Korps verstärkt den anglo-italienischen Brückenkopf von Papadopoli und nimmt 3.000 Kriegsgefangene, 7 Kanonen und 150 MGs mit Hilfe britischen Sperrfeuers. Die österreich-ungarische Sechsten Armee gibt um 20:30 Uhr den Befehl zum Rückzug heraus, nachdem die Italiener die drei Brückenköpfe vereinigt haben und schon bis zu 6,5 km vom Fluss entfernt stehen. Der italienische König beobachtet die Operationen von Montello aus. Sitzung der österreich-ungarischen Waffenstillstands-Kommission. Boroevic sagt in der Nacht vom 28./29. Oktober zu Kaiser Karl, daß die Lage ‘unhaltbar’ sei.

Seekrieg

Nordsee – Letzter U-Boot-Einsatz: Das >Küsten-U-Boot UB 116 (Emsmann) der Flottille aus Flandern mit einer Besatzung aus Freiwilligen unternimmt eine ‘Selbstmord-Mission’ gegen das Flaggschiff der Grand Fleet Queen Elisabeth, von dem fälschlicherweise angenommen wird, dass es bei Scapa Flow liegt. Der Angreifer wird in einem elektrisch gezündeten Minenfeld zerstört.
Adria: Das deutsche Personal evakuiert Pola, das von Cattaro wird am 30. Oktober verschifft und versenkt bis zum 1. November 10 U-Boote dort und in Fiume selbst.

Luftkrieg

Westfront: 3 Fokker D.VII (2 verloren) fangen Airco DH9 Bomber (1 verloren) über Mons ab und die 205. Squadron der RAF bombardiert Namur (bis zum 30. Oktober).

Politik

Frankreich: Alliierte Waffenstillstands-Konferenz in Paris (bis 30. Oktober).
Österreich-Ungarn: Galizien trennt sich vom Reich der Habsburger. Der tschechische Nationalrat in Prag übernimmt die innere Verwaltung. TSCHECHOSLOWAKEI UNABHÄNGIG.

Heimatfronten

Deutschland: Kaiser Wilhelm II. unterzeichnet eine geänderte Verfassung, sagt ‘… (sein) Amt ist ein Dienst am deutschen Volk’, aber auf Wunsch von Hindenburg kehrt er am 29. Oktober mit dem Zug nach Spa zurück und weigert sich, Prinz Max zu treffen.
Österreich-Ungarn: Das Militärkommando Agram kapituliert gegenüber dem jugoslawischen Rat.
Frankreich: Das BEF paradiert in das kürzlich befreite Lille ein, wobei Churchill anwesend ist.
Kanada: Fünfte Kriegsanleihe.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Spitfire von Bf 109 verfolgt

    Schlacht um England 1940. Vom Unternehmen Seelöwe zur Luftschlacht um England (Battle of Britain) vom Adlertag bis zum ‘Blitz’. Unternehmen Seelöwe Die Schlacht um England wurde in der Luft geschlagen, um eine Invasion der Britischen Inseln über See zu verhindern bzw. – vom deutschen Standpunkt – zu ermöglichen. Der deutsche Invasionsplan mit dem Codenamen Unternehmen Seelöwe nahm Gestalt an, nachdem England nach der Niederlage Frankreichs nicht um Frieden gebeten hatte, wie es Hitler eigentlich erwartet hatte. Am 16. Juli 1940 wurde die Wehrmacht angewiesen, dass die deutsche Luftwaffe zuerst die englische Royal Air Force (RAF) niederringen muss, sodass die Kriegsschiffe der Royal Navy ungeschützt sein würden, falls sie die deutschen Invasionsflotten bei ihrer Überquerung des Ärmelkanals angreifen würden. Für die verhältnismäßig kleine deutsche Kriegsmarine war das Unternehmen Seelöwe ein sehr ehrgeiziges Projekt, wenn auch der Erfolg letztlich von der Luftüberlegenheit und nicht von der Seemacht abhängen würde. Kriegsbereitschaft der deutschen Seestreitkräfte im August 1940 Schlachtkreuzer Scharnhorst in Instandsetzung nach Torpedotreffer, kriegsbereit Oktober 1940. Schlachtkreuzer Gneisenau in Instandsetzung nach Torpedotreffer, kriegsbereit November 1940. Panzerschiff Admiral Scheer in Instandsetzung, kriegsbereit September 1940. Panzerschiff Lützow (ex Deutschland) unter Werftliegezeit, voraussichtlich kriegsbereit April 1941. Schwerer Kreuzer Prinz Eugen kriegsbereit. Schwerer Kreuzer Admiral Hipper unter Werftliegezeit, kriegsbereit voraussichtlich September 1940. Leichter Kreuzer Nürnberg kriegsbereit. Leichter Kreuzer Leipzig unter Werftliegezeit seit Dezember 1939, kriegsbereit voraussichtlich November 1940. Leichter Kreuzer Köln kriegsbereit. Leichter Kreuzer Emden im Einsatz als Schulschiff. 7 Zerstörer kriegsbereit, 3 unter Werftliegezeit. 19 Torpedoboote kriegsbereit, 1 in Fertigstellung. 23 Schnellboote (S-Boote) kriegsbereit, 12 in Reparatur oder Überholung. 28 U-Boote im Einsatz. Es standen nur 26 alliierte Divisionen in Großbritannien bereit, mit unzureichenden und veralteten Waffen, Transportmitteln und Panzern und dazu noch verstreut zwischen Kent und Cromarty und ohne die Gewissheit, an welcher Stelle die Deutschen beim Unternehmen Seelöwe landen würden. Nur die RAF alleine könnte in der Luftschlacht um England die nötige Zeit herausschlagen, um die britische Armee nach der Evakuierung aus Dünkirchen wieder richtig auszurüsten und die 25 erfahrenen, auf die Landungen vorbereiteten und gut ausgerüsteten deutschen Divisionen (darunter zwei Luftlandedivisionen) auf der anderen Seite des Kanals festzuhalten, bis es das stürmische Herbstwetter unmöglich machen würde, das Unternehmen Seelöwe durchgeführt wird. Siehe: Britische Armee und Home Guard in Westeuropa. Stärke der deutschen Luftwaffe vor dem Adlertag (13. August 1940) Luftwaffe: 14 Kampfgeschwader, 8 Jagdgeschwader, 4 Stukageschwader, 3 Zerstörergeschwader verteilt auf die Luftflotte 3 (GFM Sperrle in Paris), Luftflotte 2 (GFM Kesselring in Brüssel) und Luftflotte 5 (Generaloberst Stumpff in Norwegen und Dänemark). 1.700 einsatzbereite Flugzeuge (600 mittlere Bomber, 200 Junkers Ju 87 Sturzkampfbomber, 700 Messerschmitt Bf 109E Jäger, 200 Messerschmitt Bf 110 Zerstörer). Insgesamt im Westen 2287 Flugzeuge: 734 Bf 109, 268 Bf 110, 336 Ju 87, 949 mittlere Bomber. Gesamtstärke: 3.000 Flugzeuge (800 Bf 109 Jäger, 300 Bf 110 Zerstörer, 400 Ju 87 Stuka Sturzkampfbomber, 1.500 He 111, Do 17 und Ju 88 Bomber). Stärke der englischen RAF vor dem Adlertag (13. August 1940) RAF: 52 Jäger-Staffeln (Fighter Squadrons) in den Jäger-Kommandos (Fighter Commands) 11 (London und Südost-England), 10 (Cornwall und Süd-Wales), 12 (Mittel-England und Nord-Wales), 13 (Nordengland und Schottland) unter dem Kommando von Luftmarschall (Air Marshall) Hugh Dowding. 960 Jagdflugzeuge, davon 704 Hawker Hurricane und Supermarine Spitfire (sowie 289 von diesen in Reserve). Die anderen sind mit den schweren Bristol Blenheim oder zweisitzigen Boulton Paul Defiant Jagdflugzeugen ausgerüstet, welche für die Bf 109 überhaupt keine Gegner sind. Siehe: RAF-Staffeln am Adlertag Genaue Zahlen vom 8. August: 527 Hawker Hurricane, 306 Supermarine Spitfire, 82 Bristol Blenheim, 26 Boulton-Paul Defiant (insgesamt 941). 350 Bomber (einschließlich 100 Bristol Blenheim), später 470. 2.000 Flugabwehrkanonen in 7 Flak-Divisionen. 21 einsatzbereite Radarstationen (von Oktober 1940 sind 40 einsatzbereit). Schlacht um England Im Juli 1940, als die deutsche Luftwaffe bereitstand von den erst kürzlich besetzten Flugplätzen an der Kanal- und Nordseeküste die englische Royal Air Force anzugreifen, war das Konzept des unabhängigen Luftkrieges kaum aus seinen Kinderschuhen heraus gewachsen und noch fast reine Theorie. Noch nie war eine reine Luftschlacht zwischen zwei etwa gleichstarken Gegnern ausgetragen worden, bevor es ab dem 10. Juli 1940 zur sogenannten Schlacht um England über Südengland und Südwales kam. Der Begriff ‘Battle of Britain’ stammte ursprünglich von Churchill und wurde zur allgemeinen Bezeichnung für die Luftschlacht. Während der nächsten 15 Wochen wurde so ziemlich jeder Aspekt der Philosophie, Theorie und Praxis von der Ausübung von Luftmacht und dem Entwurf von Militärflugzeugen auf die Probe gestellt. Zum Nachteil von Hitler und seinem korpulenten Luftwaffen-Oberbefehlshaber, Reichsmarschall Hermann Göring, stellte sich heraus, dass die deutsche Luftwaffe weder eine qualifizierte Führung, noch geeignete Taktiken oder auch Ausrüstungen für ein derartiges Unternehmen hatte. Kurzstreckenflugzeuge wie die Bf 109-Jäger oder die Ju 87 Sturzkampfbomber, schwerfällige zweimotorige Zerstörer vom Typ Bf 110 und unzureichend bewaffnete Mittelstreckenbomber – von denen keines für Einsätze entworfen wurde, welche die Luftschlacht um England oder die nächtlichen Terrorangriffe auf Städte (als ‘the Blitz’ von den Briten bezeichnet) charakterisierten. Die Ergebnisse der ‘elektronischen Kriegsführung’ waren vom deutschen Standpunkt aus ebenfalls unglücklich. Die Radio-Leitstrahlen in Richtung der Ziele in den englischen Städten wurden ausnahmslos erkannt und von den Engländern gestört, während die Radarstationen der RAF unschätzbar wertvolle Frühwarnungen über die deutschen Angriffsverbände gaben. So konnte die RAF ihre Hurricane- und Spitfire-Staffeln mit maximaler Konzentration einsetzen und vermied es, diese in ständigen Luftpatrouillen vor der englischen Küste zu verzetteln. Die RAF profitierte auch aus den geheimen Informationen, welche von den deutschen ‘Enigma’-Nachrichten der Luftwaffe entziffert wurden. Die Schlacht um England hatte verschiedene Phasen. Im Juli und bis Anfang August beschäftigten die Deutschen die RAF über dem Ärmelkanal durch Angriffe auf die dortige Schifffahrt, in dem Bemühen diese durch ständige Abnutzung aufzureiben. Aber die deutsche Luftwaffe verlor dabei doppelt soviel Flugzeuge wie die Engländer und so begann sie stattdessen Radarstationen und Flugplätze anzugreifen. Diese Angriffe verbesserten das Verlustverhältnis auf Vier für Drei, war aber in den zu wenigen Tagen ihrer Anwendung nicht ausreichend, den Himmel von der RAF zu säubern. 211 Spitfire und Hurricane Jäger wurden in diesen 10 Tagen abgeschossen und nur 40 konnten durch neue Maschinen in dieser Zeit ersetzt werden. Die begrenzte Reichweite ist die mehr …

  • Fokker D.VII

    Fokker D.VII und D.VIII (E.V), beste und letzte deutsche Jäger im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker D.VII und Fokker D.VIII aus dem 1. Weltkrieg. Fokker D.VII Fokker D.VII Typ: Jagdflugzeug. Geschichte Die Fokker D.VII ist ohne Frage das beste deutsches Jagdflugzeug und wahrscheinlich sogar der kampfstärkste des Ersten Weltkriegs gewesen. Die Entwicklung entstand aus einer Spezifikation, welche Ende 1917 herausgegeben wurde und der wirkliche Prototyp war die Fokker V.II, welche von Rheinhold Platz entworfen wurde. Das Flugzeug war die natürliche Weiterentwicklung der Fokker D.VI. Zusammen mit dreißig anderen Flugzeugentwürfen, wovon sechs alternative Fokker-Entwürfe waren – darunter auch die D.VI – , wurde die V.II bei Adlershof im Januar und Februar 1918 getestet. Dabei war sie allen anderen Entwürfen mit großem Abstand überlegen und mit einigen Veränderungen, welche persönlich von Rittmeister von Richthofen vorgeschlagen wurden, erfolgte sofort der Auftrag für eine Massenproduktion. Es wurden 400 Stück von Fokker und ebenfalls umfangreiche Stückzahlen von Lizenzaufträge bei den Firmen Albatros und O.A.W. bestellt. Die Ironie wollte es nun, dass die Albatros-Werke – eigentlich der größte Konkurrent von Fokker – die neue D.VII unter Lizenz in ihren eigenen Fabriken herstellen mussten, da die Produktion des firmeneigenen Albatros-Jäger nach der Flugerprobung bei Adlershof eingestellt werden musste. Obwohl die Testpiloten einstimmig die D.VII bevorzugten, wurden auch Aufträge für die D.VI erteilt und beide Modelle wurden später in Dienst gestellt. Die V.II war etwas instabil beim Sturzflug und deshalb erhielten die Serienmaschinen der Fokker D.VII eine längere Flugzeugzelle und eine starre, vertikale Flosse. Die ersten Serienflugzeuge der D.VII hatten den wassergekühlten 160-PS-Mercedes-D.III-Motor mit einem Frontkühler ähnlich den von Kraftfahrzeugen. Es gab eine hervorragende Rundumsicht aus dem Cockpit und die Fokker D.VII war mit einem Zwillings-7,92-mm-Spandau-Maschinengewehr mit jeweils 500 Schuss pro Minute bewaffnet, welches sich direkt vor dem Piloten befand. Sie war einfach zu fliegen, aber ihrer hauptsächlicher Vorteil gegenüber den früheren deutschen Jägern war, daß sie in der Lage war ihre Leistung auch in größeren Flughöhen beizubehalten. Dies wurde noch weiter durch die Fokker D.VIIF ab Spätsommer 1918 verbessert, welche durch einen 185 PS starken BMW IIIa-Motor angetrieben war. Die D.VIIF war nur geringfügig schneller als die D.VII, hatte aber eine größere Kraftreserve bei Flughöhen über 5.000 Meter. Eine Höhe, welche die D.VIIF in 14 Minuten erreichen konnte, gegenüber den über 38 Minuten, welche die D.VII dafür benötigte. Deshalb wurde die Fokker D.VIIF dann natürlich bevorzugt. Der Erfolg der Fokker D.VII beruhte nicht nur auf den fortschrittlichen Flugeigenschaften, welche bis zur Gipfelhöhe beibehalten werden konnten und ein kontrolliertes Überziehen ohne ein plötzliches Abfallen der Flügel ermöglichten, sondern auch wegen der einfachen Herstellung und Reparaturen. Die Flügel bestanden aus einer Holzkonstruktion überzogen mit Stoff und der Flugzeugrumpf war ein versteifter Stahlrohr-Kastenträger. Die Nase war vorne aus Metall bis zum unteren Flügel und anschließend mit Sperrholz verkleidet, während gespannter Stoff an der Oberseite verwendet wurde. Der unterere Flügel wurde aus einem Stück hergestellt und die untere Rumpfverlängerung eingeschnitten, um die Flügelholme direkt durch den Rumpf einzulassen. Diese Anordnung resultierte in großer Stabilität. Alle Zwischenebenen und der Mittelteil waren aus einem stromlinienförmigen Stahlrohr.   Von Richthofens Jagdgeschwader I erhielt die ersten Fokker D.VII im April 1918. Da Richthofen nur wenige Tage zuvor in seiner Fokker Dr.I ums Leben gekommen war, wurde das Geschwader nun von Hermann Göring befehligt und seine Jasta 4, 6, 10 und 11 mit dem neuen Jäger ausgerüstet. Das übliche Verfahren bestand darin, neue Jäger auf die Jastas, und dort dann wiederum an Piloten in der Reihenfolge des Ansehens zu verteilen. So konnten mehrere Monate vergehen, bevor weniger bedeutende Staffeln und Piloten die Fokker D.VII erhielten. Als Nächstes folgten die Jastas 12, 13, 15 und 19 des Jagdgeschwaders Nr.2. Das Z.A.K. (Zentrale Annahme-Kommission) konnte bis zum Waffenstillstand im November 1918 noch 760 Fokker D.VII annehmen und der Typ wurde an 46 bis 48 Jastas an der West- und Südfront ausgeliefert, auch wenn mehrere Einheiten deutlich unter der Sollstärke im Einsatz standen. Trotzdem bestanden somit etwa 65 Prozent aller deutschen Jagdflugzeuge aus der Fokker D.VII. Insgesamt baute Fokker mindestens 840 D.VII. Dazu waren 785 bei der Firma Albatros und 975 von den Ostdeutschen Albatros-Werken bestellt worden. In Österreich-Ungarn wurde der Typ von M.A.G. als Serie 93 gebaut. Von der Firma Aviatik in Österreich-Ungarn wurde die Fokker D.VII als Serie 132 bestellt, aber von dieser konnte keine bis zum Waffenstillstand mehr ausgeliefert werden. Während dem Sommer und Herbst 1918 begegneten die alliierten Piloten trotz ihrer im Jahr 1918 neu eingesetzten Flugzeuge, wie der S.E.5a oder Sopwith Snipe, der Fokker D.VII mit dem gleichen Respekt, wie dies für die Fokker E drei Jahre zuvor zugetroffen hatte. Unter den bekannten Top-Assen und ‘Oberkanonen’ der Fokker D.VII Piloten waren Namen wie Ernst Udet, Rudolf Berthold, von Beaulieu-Marconnay und Georg von Hantelmann – und nicht zu vergessen, Hermann Göring, welcher eine vollkommen weiße Fokker D.VII flog. Der Artikel IV der Waffenstillstandsvereinbarung zollte dem Flugzeug einen besonderen Tribut, da es die einzige im besonderen namentlich aufgeführte Ausrüstung aus dem gesamten deutschen Militärbestand war, welche an die Alliierten ausgeliefert werden musste. Dies zerstörte die Hoffnungen von Anthony Fokker, den Flugzeugbau mit seiner Firma nach dem Krieg in Deutschland fortzusetzen. Es folgte die berühmte Episode, bei der er erfolgreich 400 Flugmotoren und Bauteile für 120 Flugzeuge, von denen die meisten Fokker D.VII waren, von Deutschland nach Holland schmuggelte. So wurde die Produktion der Fokker D.VII nach dem Krieg in Holland fortgesetzt. Die Flugzeuge blieben beim holländischen Heeres-Flugdienst und später in Niederländisch-Ostindien bis zum Ende der 1920er Jahre im Einsatz. Dazu wurden zwischen 1919 und 1926 eine Anzahl ehemaliger Fokker D.VII aus dem Krieg zu Zweisitzern umgebaut und von der belgischen Aviation Militaire als Trainingsflugzeuge verwendet. Weitere 27 wurden an die Fliegertruppe der Schweiz geliefert. Benutzer: Deutsches Reich, Österreich-Ungarn (im 1. Weltkrieg), Holland, Belgien (danach). Animation 3D-Modell Fokker D.VII Spezifikationen Fokker D.VII Spezifikationen: Fokker D.VIII Fokker D.VIII, letzter deutscher Jäger im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Fokker D.VIII (E.V) Typ: Jagdflugzeug. Geschichte Rheinhold Platz entwarf und baute mehrere Schulterflügel-Eindecker von Ende 1917 an. Sein erstes Flugzeug mehr …

  • 3D-Modell der 3,7-cm PAK 36.

    3,7-cm Pak 36, deutsche Standard-Panzerabwehrkanone zu Beginn des 2. Weltkrieges. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. 3,7-cm PAK 36 Typ: leichte Panzerabwehrkanone. Entwicklung Die 3,7-cm PAK 36 war die deutsche Standard-Panzerabwehrkanone bei Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die 3,7-cm PAK 36 war mehr oder weniger vergleichbar mit ihren Zeitgenossen und in der Lage mit den meisten Panzern dieser Tage fertig zu werden. Die Ursprünge von dem, was zur Pak 36 (Pak = Panzerabwehrkanone) wurde, können bis in das Jahr 1925 zurückverfolgt werden, als die Firma Rheinmetall ernsthaft mit der Entwicklung einer Panzerabwehrkanone für die Reichswehr begann. Eigentlich verbot der Versailler Vertrag Deutschland eine solche Waffe über dem Kaliber von 1,7 cm. Aber nach dem das besetzte Rheinland im Jahr 1925 geräumt wurde und die alliierte Kontrollkommission ihre Arbeit nicht mehr so ernst nahm, stand dem Projekt nicht mehr viel im Weg. Die Produktion der neuen Panzerabwehrkanone begann daher schon 1928 und da zu diesem Zeitpunkt das deutsche Heer noch nahezu vollständig vom Pferd als Zugmittel abhängig war, hatten diese Panzerabwehrkanonen Speichen-Räder. Zu seiner Zeit war es ein moderner Entwurf, welcher einen gut geformten Schutzschild für die Mannschaft hatte sowie ein röhrenförmiges, spreizbares Fahrgestell und einen langen und schlanken Geschützlauf. Zu Beginn war die Herstellung ziemlich begrenzt und nur 200 Stück wurden unter dem Namen TAK (Tank-Abwehrkanone) gebaut, aber nachdem Hitler 1933 an die Macht gekommen war, kräftig erweitert. 1934 wurden auch die ersten Panzerabwehr-Einheiten des deutschen Heeres gebildet. Zur Waffenfarbe dieser neuen Einheiten wurde Pink, genauso wie bei der ebenfalls neuen Panzertruppe. Um die Angehörigen von dieser zu unterscheiden, trugen diejenigen der Panzerabwehr-Einheiten auf den Schulterstücken ein großes ‘P’. Bei den später aufgestellten 14. Kompanien (Panzerabwehr) der Infanterie-Regimenter blieb die weiße Waffenfarbe der Infanterie bestehen. Im Jahr 1934 wurde eine Version mit Stahlrädern und pneumatische Reifen zum Transport angehängt an Kraftfahrzeugen von der Firma Rheinmetall in Düsseldorf entwickelt und die ersten Exemplare wurden nun als 3,7-cm Pak 35 bezeichnet. Dieses Modell konnte einfach und ohne große Probleme von der vierköpfigen Bedienungsmannschaft sogar über Gräben und Hügel gezogen werden und war daher sehr mobil. Allerdings konnte die Kanone noch weiter optimiert werden und dies geschah mithilfe von Waffenoffizieren des Heeres. Dieses Modell wurde zur eigentlichen 3,7-cm Pak 36. Die geringe Höhe und kurze Länge der Panzerabwehrkanone ermöglichte es auch, diese fast unsichtbar in kleinsten Stellungen einzugraben. Dazu konnte die obere Hälfte des Schutzschildes heruntergeklappt werden und die Kanone war praktisch nicht mehr vor dem ersten Schuss auszumachen. Die Mannschaft der Pak 36, welche einer Gruppe in einer Infanterie-Kompanie entsprach, bestand aus einem Unteroffizier als Gruppenführer, einem Kanonier (1), Ladekanonier (Kanonier Nr. 2) sowie den Kanonieren Nr. 3 und 4, welche für das Heranbringen der Munition verantwortlich waren. Dazu kamen zwei Fahrer, von welchen einer das Zugfahrzeug fuhr, während der andere für den angehängten Munitionswagen zuständig war. Die neue Kanone konnte drei verschiedene Granaten verschießen: panzerbrechende Munition, Explosivgeschosse gegen Infanterie und 1940 wurden noch Hartkerngeschosse gegen Panzer eingeführt. Im selben Jahr sah die Pak 36 auch erstmals bei Kampfhandlungen im Spanischen Bürgerkrieg, wo sich die kleine Kanone als großartig geeignet gegen die dortigen, nur relativ leicht gepanzerten Fahrzeuge herausstellte. Der Entwurf auf einem zweirädrigen und spreizbaren Fahrgestell war sehr effizient und höchst mobil und so wurde das Konzept weitverbreitet kopiert, insbesondere in den USA und Japan. Die Durchschlagskraft der Granaten hätte besser sein können, aber sie war ausreichend zu ihrer Zeit und dies wurde durch die große Mobilität mehr als ausgeglichen. Allerdings war schon in den letzten Monaten in Spanien auch festzustellen, dass die 37-mm-Pak nicht mehr die zu diesem Zeitpunkt auftretenden schweren Panzer bekämpfen konnte. Die Panzerabwehrkanone wurde bis 1939 in großen Zahlen exportiert und die Japaner kopierten sie als ihren Typ 97. Die japanische Firma Kyuyon Shiki Sanjuananana Miro Ho erwarb die deutsche Lizenz und baute sie für das japanische Heer nach. Bei den Italiener wurde sie als Cannone contracarro da 37/45 verwendet und auch an Holland, Estland, Finnland, Griechenland, Spanien, Tschechoslowakei und Türkei verkauft. Die Rote Armee verwendete die Pak 36 ebenfalls, da es zwischen der Firma Rheinmetall-Borsig AG und den Russen ein Lizenzabkommen gab auf der Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und der Sowjetunion aus den Zwanziger Jahren. Während des Russland-Feldzuges wurden erbeutete russische Modelle sofort von der Wehrmacht weiter verwendet, da diese auch die deutschen 37-mm-Granaten verschießen konnten. Das russische Modell kann man an den Speichen-Rädern erkennen, welche besser für den Schlamm geeignet waren. Auch hielt der Entwurf als Vorlage für die amerikanische 37-mm M3 Gun her. Organisation Im letzten Friedensjahr verfügte die Wehrmacht über 51 Panzerabwehr-Einheiten, ohne die Ausbildungseinheiten in Wünsdorf und Berlin. Diese Panzerabwehr-Einheiten waren auf die verschiedenen Divisionen verteilt. Die Anzahl der Pak-Geschütze bei den Divisionen belief sich auf 75 bei Infanterie-Divisionen, 48 bei Panzer- und Gebirgs-Divisionen, 72 bei motorisierten Infanterie-Divisionen, 54 bei den Leichten Divisionen und 21 bei der Kavallerie-Brigade. Die Panzerabwehr-Einheit bestand in der Regel aus einem Stab, drei Kompanien und einer Ersatz-Kompanie mit 22 Offizieren, drei Beamten, 132 Unteroffizieren und 551 Mannschaften. Sie verfügten über 45 Personen-Kraftfahrzeuge, 91 Lastkraftwagen und 78 Motorräder, wovon 46 einen Seitenwagen hatten. Als der Zweite Weltkrieg am 1. September 1939 ausbrach und neue Divisionen aufgestellt wurden, bestanden diese Panzerabwehr-Einheiten aus 23.029 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften und in dem Ersatzheer gab es weitere 16.353 Mann. Im Winter 1939/1940 steig das Personal auf 2.250 Offiziere, 363 Beamte, 13.713 Unteroffiziere und 56.783 Mannschaften im Feldheer und auf 333 Offiziere, 66 Beamte, 2.284 Unteroffiziere und 13.670 Mannschaften im Ersatzheer an. Der Bestand an 37-mm-Pak stieg von 11.200 Stück am 1. September 1939 auf 12.830 am 1. April 1940 an. Am 1. Juni 1941, kurz vor dem Angriff auf Russland, gab es 14.459 Pak 36 bei der Truppe. Die Verluste waren ebenso hoch. Nur im Westfeldzug vom 10. Mai bis 20. Juni 1940 gingen 636 Stück verloren. Während der Winterschlacht im Osten vom 1. Dezember 1941 bis zum 28. Februar 1942 mussten 1.502 Pak 36 abgeschrieben werden. Am 16. März 1940 befahl das Oberkommando der Wehrmacht, die Panzerabwehr-Einheiten ab sofort als Panzerjäger-Einheiten zu bezeichnen und die bisherigen Panzerabwehrkanonen wurden zur mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top