Seversky P-35 Jagdflugzeugen der Königlich Schwedischen Luftwaffe in der Nähe von Stockholm


Seversky P-35 Jagdflugzeugen der Königlich Schwedischen Luftwaffe in der Nähe von Stockholm

Seversky P-35 Jagdflugzeugen der Königlich Schwedischen Luftwaffe in der Nähe von Stockholm

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Kradschützen der SS-Division Reich

    Die Aufstellung und Einsätze der SS-Verfügungsdivision – später Reich – von 1939 bis 1942. Bezeichnungen, Kommandeure, Aufstellung, Westfeldzug, Balkanfeldzug und in Russland 1941 bis 1942. SS-Division Reich Bezeichnung Panzerverband Ostpreußen (10. September 1939) SS-Verfügungs-Division (mot.) (10. Oktober 1939) SS-Division Deutschland (1. April 1940) SS-Division (mot.) Reich (21. Dezember 1940) SS-Division (mot.) Das Reich (Mai 1942) SS-Panzergrenadier-Division Das Reich (9. November 1942) 2. SS-Panzer-Division Das Reich (R) (22. Oktober 1943) Kommandeure SS-Obergruppenführer Paul Hausser (Oktober 1939 bis Oktober 1941) SS-Obergruppenführer Wilhelm Bittrich (Oktober bis Dezember 1941) SS-Obergruppenführer Matthias Kleinheisterkamp (Dezember 1941 bis April 1942) SS-Obergruppenführer Georg Keppler (April 1942 bis Februar 1943) SS-Brigadeführer Herbert-Ernst Vahl (Februar bis März 1943) SS-Oberführer Kurt Brasack (März 1943) SS-Obergruppenführer Walter Krüger (März bis Oktober 1943) SS-Oberführer Heinz Lammerding (Oktober 1943 bis Juli 1944) SS-Standartenführer Christian Tyschen (Juli 1944) SS-Brigadeführer Otto Braun (Juli bis Oktober 1944) SS-Oberführer Heinz Lammerding (Oktober 1944 bis Januar 1945) SS-Standartenführer Karl Kreutz (Januar 1945) SS-Gruppenführer Werner Ostendorff (Januar bis März 1945) SS-Standartenführer Rudolf Lehmann (März bis April 1945) SS-Standartenführer Karl Kreutz (April bis Mai 1945) Aufstellung Die Division hatte ihren Ursprung in den zuvor bestehenden SS-VT-Regimentern Deutschland, Germania und Der Führer, zusammen mit Pionieren und Angehörigen der Nachrichtentruppe vom SS-Pionier-Sturmbann und dem SS-Nachrichtensturmbann. Die SS-VT, oder vollständig SS-Verfügungstruppe, war im März 1935 aus den zuvor bestehenden SS-Politischen Bereitschaften gebildet worden. Das erste dieser Regimenter der SS-VT, welche zu diesem Zeitpunkt als Standarten bezeichnet wurden, war ‘Deutschland’, welches in München im September dieses Jahres aufgestellt wurde. Ein Jahr später folgte das zweite Regiment ‘Germania’ in Hamburg. Nach dem Anschluss von Österreich folgte das dritte – ‘Der Führer’ – in Wien. Die verschiedenen Einheiten der SS-VT – mit Ausnahme von ‘Der Führer’, welches zu diesem Zeitpunkt immer noch in der Aufstellung war – wurden im Polenfeldzug unter dem Kommando der Wehrmacht eingesetzt. Das ‘Deutschland’-Regiment war der ‘Panzer-Division Kempf’ des Heeres angeschlossen als Teil der Heeresgruppe A, welche von Ostpreußen in Richtung Süden nach Polen einbrechen sollte, während ‘Germania’ der Heeresgruppe B im Süden zugeteilt wurde. ‘Deutschland’ tat sich hervor während der Angriffe auf die polnische Mlava-Verteidigungslinie und nahm insbesondere die Höhe 192, was einen Angriff den Hügel hoch auf eine hart verteidigte Stellung erforderte. Das Regiment beteiligte sich auch an der Einnahme der polnischen Befestigungen der Modlin-Linie und seine Soldaten wurden von General Kempf für ihre hervorragende Leistung während der Schlacht glorreich gelobt. Im Gegensatz zum Schwester-Regiment wurde ‘Germania’ nicht als Gesamtverband eingesetzt, sondern aufgeteilt und in einzelnen Gruppen verschiedenen Heeres-Einheiten zur Unterstützung zugeteilt. Die Entscheidung, nicht alle am Polenfeldzug beteiligten SS-Verbände in einer einzigen Streitmacht zusammenzufassen, war diskutiert worden. Hitler wünschte jedoch, die höheren Wehrmachtsoffiziere nicht zu verärgern, welche jeder Vergrößerung des Einflusses und Macht der bewaffneten SS (später Waffen-SS) neben den traditionellen Streitkräften ablehnend gegenüber standen. Aber nachdem die Leistung der SS-Truppe im Feld so überragend war, befahl Hitler im Oktober 1939 die Bildung der SS-Verfügungsdivision unter SS-Obergruppenführer Paul Hausser, einem sehr erfahrenen, ehemaligen professionellen Offizier des Heeres. Die neue Division sollte neben den Regimentern ‘Deutschland’, ‘Germania’ und ‘Der Führer’ auch das SS-Artillerie-Regiment, den SS-Pionier-Sturmbann, SS-Nachrichtensturmbann, Aufklärungs- und Panzerabwehr-Einheiten umfassen. Im Westen 1940 Bei Eröffnung des Westfeldzug im Mai 1940 griff der neue Verband durch Holland an, um sich mit den bei Rotterdam abgesprungenen deutschen Fallschirmjägern zu vereinigen. Obwohl die verschiedenen SS-VT-Einheiten in einer Division zusammengefasst waren, wurden sie zu Beginn des Feldzuges wieder in einzelne Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Heeres-Einheiten zu unterstützen. Das Regiment ‘Der Führer’ war die Speerspitze des Angriffs, stürmte über den Fluss Issel, obwohl die Holländer die Brücke in die Luft gesprengt hatten. Die Soldaten bildeten einen Brückenkopf auf der anderen Seite des Flusses und nahmen die Ortschaft Westervoort. Dabei stieß das Regiment mehr als 100 km innerhalb eines Tages vor. Anderen Einheiten trafen auf wesentlich entschlossenere Gegner, aber trotz größerer Verluste überwanden sie die holländischen Verteidigungsanlagen am Maas-Waal-Kanal. Das Regiment ‘Der Führer’ setzte seine erstklassigen Kampfleistungen fort, stieß an Utrecht vorbei und stürmte durch Amsterdam nach Tandvoort bis an die Küste. Anschließend trafen die einzelnen SS-VT-Einheiten bei Marienbourg zusammen und als Division gingen sie gemeinsam in westliche Richtung vor, um den holländischen Widerstand auf Walcheren zu brechen. Dort befanden sich die Holländer in einer hervorragenden Verteidigungsstellung und wurden durch Artillerie und Kriegsschiffen vor der Küste unterstützt. Das Regiment ‘Deutschland’ führte den Angriff an und erlitt dabei schwere Verluste. Das Gefecht endete dann mit einem holländischen Rückzug anstatt einem erfolgreichen deutschen Sturmangriff. Am 22. Mai 1940 drängte die Division in Richtung Calais. Während eines Nachtlagers auf dem Weg dorthin wurden die SS-Soldaten von französischen Einheiten angegriffen, welche aus dem Einschließungsring von Dünkirchen ausbrechen wollten. Die Franzosen konnten aufgehalten werden, wenn auch die Kämpfe sehr hart waren. Nachdem die SS-VT erst einmal die Initiative zurückgewonnen hatte, waren die SS-Männer erfolgreich und zerstörten viele Panzer und nahmen mehrere hunderte Gefangene. Am nächsten Tag überschritt die Division den La-Bassee-Kanal und hielt einen Brückenkopf, den sie gegen britische Gegenangriffe hielt. Der Vorstoß wurde fortgesetzt, indem die Regimenter ‘Der Führer’ und ‘Germania’ durch den Wald von Nieppe durchstießen und die Briten zurückdrängten. Zu diesem Zeitpunkt erzwang ‘Deutschland’ den Übergang über den Lys-Kanal und hielt seine Stellungen gegen kräftige britische Panzerangriffe. Der Kampf wurde durch das Eintreffen der SS-Totenkopf-Division genau zum richtigen Zeitpunkt entschieden. Am 1. Juni wurde die Division aus der Front gezogen, um sich neu zu ordnen und für den zweiten Teil des Feldzuges vorzubereiten, der Schlacht um Frankreich. Diese begann vier Tage später, als die SS-VT südwärts durch Orleans losschlug und Angouleme besetzte. In der zweiten Phase der Schlacht war die Division hauptsächlich mit der Säuberung der überrannten Gebiete von zurückgebliebenen französischen Truppen beschäftigt, was bis zum Waffenstillstand am 25. Juni andauerte. Die SS-Soldaten nahmen dabei über 30.000 Gefangene für den Verlust von weniger als 35 Mann. Mehrere Angehörigen der SS-Verfügungsdivision wurden mit dem Ritterkreuz für ihren Einsatz während dieses Feldzuges ausgezeichnet. Im Juni 1940 wurde die Division in das besetzte Holland verlegt, wo sie mehrere Monate verbrachte, um auf den Beginn des Unternehmen Seelöwe zu warten, der Invasion von Großbritannien. Als dieses Unternehmen auf ‘unbestimmte Zeit verschoben’ wurde, mehr …

  • Jagdpanzer Elefant

    Schwerer Jagdpanzer Elefant oder Ferdinand, Sturmgeschütz mit 8,8 cm PaK43/2 (SdKfz 184). Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Sturmgeschütz mit 8,8 cm PaK43/2 (SdKfz 184) Elefant, Ferdinand Typ: Schwerer Jagdpanzer. Geschichte Während der Entwicklung der zwei Modelle des Tiger-Panzer durch Porsche und Henschel hatte Hitler erregt einen Turmentwurf gefordert, welcher große genug war, die 8,8 cm KwK L/17 einzubauen. Dies konnte nicht umgesetzt werden und so wurde am 22. September 1942 entschieden, ein Sturmgeschütz mit 200 mm Frontalpanzerung und der langen 8,8-cm-Kanone auf dem Fahrgestell des Tiger(P) umgehend zu entwickeln und ein Teil der Porsche-Tiger-Produktion wurde für dieses Fahrzeug abgezweigt. Porsche unterlag der Firma Henschel mit der Entwicklung seines zu komplizierten und fehleranfälligen Entwurfs des Tiger-Panzers. Professor Ferdinand Porsches Einfluss bei Hitler war aber groß, da dessen ausgefallene technische Ideen auf den Führer faszinierend wirkten. So kam es, dass auch Porsche im Auftrag von Hitler mit dem Bau der eigenen Fahrzeuge beginnen durfte, sodass dort 90 mehr oder weniger fertige Fahrgestelle vorhanden waren, die dann aber praktisch nicht verwendungsfähig waren. Nur zwei der Porsche-Tiger wurden vollständig fertiggestellt, litten aber unter der zu komplizierten Technik und wurden niemals Frontreif. Um die anderen Fahrgestelle nicht vollständig zu verschwenden, sollten aus diesen der schwere Jagdpanzer Elefant entstehen, indem die unzuverlässigen Porsche-Dieselmotoren mit bewährten Maybach-Vergasermotoren ersetzt wurden. Die neue 8,8-cm Pak43/2 Panzerabwehrkanone, welche aus der 8,8-cm Flak 18/37 entwickelt worden war, sollte als Bewaffnung dienen. Die Firma Alkett wurde ausersehen, diesen Jagdpanzer ‘Ferdinand’ (nach Professor Dr. Ferdinand Porsche, als Spottname bei der Truppe auf dessen unsäglichen Entwurf) zu entwerfen und zu bauen, während die Nibelungenwerke das vollständige Fahrgestell liefern sollten. Trotz eines Mangels an Teilen für die Kettenaufhängung und fehlenden Probeläufen, befahl Hitler am 6. Februar 1943, 90 Jagdpanzer Ferdinand so schnell wie möglich und unter allen Umständen für die Verwendung an der Front zu bauen. Dies führte dazu, dass die Nibelungenwerke statt Alkett das durch Hitler als Jagdpanzer ‘Elefant’ bezeichnete Fahrzeug komplett produzierten. Alle 90 Fahrzeuge waren bis Ende Mai 1943 fertig, um für die große Sommeroffensive in der Panzerschlacht von Kursk eingesetzt zu werden, zusammen mit den Tiger-Panzern und dem ebenfalls für diesen Termin vorgesehenen, neuen PzKpfw V Panther. Die Wanne des Jagdpanzer Elefant war diejenige vom Tiger(P), jedoch wurden zusätzliche 100mm-Panzerplatten auf die Vorderseite genietet, sowie ein Zusatzstück hinten, um den Überbau zu stützen und Ablasser für die Kühlluft des ganz hinten befindlichen Elektromotors zu montieren. Innerhalb des Überbaus befand sich die lange 8,8-cm-Kanone mit begrenztem Richtbereich. Der ursprünglich in der Mitte angelegte Kampfraum des Tiger(P) war nicht geeignet, die lange Kanone mit 50 Schuss Munition aufzunehmen. Deshalb musste der Panzer grundlegend verändert werden, wobei die beiden neuen Motoren in die Mitte verlegt wurden und der Kampfraum nach hinten kam und erst ganz hinten das Elektrogetriebe. Die Seiten des kastenförmigen Aufbaus wurden so gut wie möglich abgeschrägt und die Kanone ragte trotz allem immer noch 1,22 Meter vorne über. Eine Sekundärbewaffnung wurde erst Ende 1943 eingebaut, als die von der Front zurückgekehrten Fahrzeuge umgebaut wurden und ein Maschinengewehr im vorderen Rumpf erhielten. Der Überbau wurde zur gleichen Zeit verändert, um den Kommandanten mit einer Kuppel auszustatten. Auf diese Weise wurden 48 Jagdpanzer Elefant umgebaut und anschließend in Italien eingesetzt. Die Wanne war wie beim Tiger-Panzer oben flach und der Aufbau war sehr geräumig. Die Mannschaft stieg in den Jagdpanzer durch eine große, runde Luke auf der Rückseite ein. Sonst gab es praktisch kaum Öffnungen in der starken Panzerung und alle Stoßstellen überlappten und waren verschweißt. Stahlfelgen wurden für die Laufrollen des Kettenlaufwerks verwendet, was zu etwas Federung und einer ruhigen Fahrt führte. Deshalb waren Stützrollen nicht notwendig und das vordere Leitrad war etwas höher angebracht, damit das Fahrzeug besser über Hindernisse klettern konnte. Die beiden Maybach-Motoren gaben ihre Kraft an einen Siemens-Suchert-Dynamo weiter, der die beiden hinten liegenden Elektromotoren mit Strom versorgte, welche wiederum die Triebräder bewegten. Die Steuerung musste noch durch Hydraulikmotoren unterstützt werden, allerdings war keine Gangschaltung notwendig, was die Arbeit für den Fahrer einfacher machte. Einsatz Die Jagdpanzer Elefant wurden den Schweren Panzerjägerabteilungen 653 und 654 im April und Mai 1943 zugeteilt. Diese Einheiten kämpften bei Kursk während der kurzen deutschen Offensive und halfen später im Sommer und Herbst, Frontlücken an diesem Abschnitt der Ostfront zu stopfen. Dabei machte sich bemerkbar, dass der Elefant mit großer Eile in den Einsatz geschickt wurden, ehe noch vorhandene technische Probleme behoben waren und die Besatzungen genügend Zeit hatten, sich mit den Fahrzeugen ausreichend vertraut zu machen. Sobald die Elefant-Jagdpanzer in den Angriff zogen, blieben viele mit technischen Ausfällen liegen. Bei der Panzerschlacht von Kursk führten die zwei Panzerjäger-Abteilungen trotzdem den ersten Angriff erfolgreich an und durchbrachen die sowjetischen Verteidigungslinien. Obwohl die Fahrzeuge zwar mit der stärksten verfügbaren Kanone bewaffnet waren, hatten sie keine Selbstverteidigungswaffen erhalten. So konnte sowjetische Infanterie viele von ihnen in den rückwärtigen Linien außer Gefecht setzten, da sich ihre Besatzungen nicht verteidigen konnten. Der Vorteil der Jagdpanzer Elefant lag in seiner großen Kanone und dicken Panzerung, sodass er feindliche Panzer auf sehr große Entfernungen bekämpfen konnte, während er selbst unverwundbar gegen jeden Frontalbeschuss war. Doch dieser Vorteil war mit extrem hohen Bodendruck verbunden, sodass sich das Fahrzeug in schwierigem Gelände leicht festfuhr. Deshalb mussten vor dem Marsch oder Kampfeinsatz Straßen, Wege und Gelände genau erkundet werden. Wenn sie jedoch als ‘fahrbare Bunker’ in der Verteidigung eingesetzt wurden, waren sie erfolgreich. Die beiden Einheiten wurden Ende 1943 aus der Frontlinie gezogen, um die Fahrzeuge zu überholen. Anschließend wurde nur die 653. Panzerjäger-Abteilung mit den umgebauten Fahrzeugen wieder ausgestattet und eine getrennte Kompanie der 614. Panzerjäger-Abteilung zugeteilt. Der Panzerjäger Elefant konnte seinen schlechten Ruf aus dem katastrophalen Debüt bei Kursk aber nicht mehr beheben und die verbliebenen Fahrzeuge wurden 1944 in Italien verwendet. Der Mangel an Ersatzteilen, seine Größe, technische Unzuverlässigkeit und Unbeweglichkeit führte zu zahlreichen Ausfällen und einige wurden auch von alliierten Truppen erbeutet. Bergepanzer Tiger(P) Im September 1943 wurden drei Bergepanzer Tiger(P) aus dem Tiger(P)-Fahrgestell umgebaut und an die schwere Panzerabteilung 501 ausgegeben. Die Umrüstung wurde in ähnlicher Weise wie beim Ferdinand-Jagdpanzer durchgeführt. Die Motoren wurden in der mehr …

  • MiG-3 Jäger über Leningrad

    Rote Luftwaffe 1941/1942 und Rote Flotte seit 1941. Stärke, Flugzeugtypen und Organisation in den Jahren 1941 und 1942 und Flotten mit Schiffen der Sowjetunion. Rote Luftwaffe 1941 Die sowjetische Rote Luftwaffe war 1941 die größte Luftstreitmacht der Welt und hatte eine Stärke zwischen 12.000 und 15.000 Flugzeugen, von denen etwa 4.000 in der Nähe der Westgrenzen stationiert waren. Allerdings war die Rote Luftwaffe von einer Reihe von Problemen befallen. Die Säuberungen in den 1930er Jahren hatten die Führung der Luftstreitkräfte vernichtet, wobei viele ihrer aufgewecktesten Offiziere durch politisch Beauftragte ersetzt wurden. Gleichzeitig wurden einige der eher fortschrittlichen Gedanken, wie Langstreckenbomber und Luftlandetruppen, auf unbestimmte Zeit verschoben. Deshalb befand sich die Rote Luftwaffe im Sommer 1941 in den Turbulenzen einer Reorganisation, als die sowjetischen Luftwaffen-Befehlshaber unter dem Eindruck des Winterkrieges gegen Finnland 1939/40 und der deutschen Erfolge in Europa versuchten, ihre Verbände zu modernisieren. Zum Zeitpunkt des Beginns von Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf Russland, waren diese Reformen jedoch noch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. Der deutschen Angriff fand die Rote Luftwaffe praktisch unvorbereitet für Kampfeinsätze vor. Die sowjetischen Flugplätze lagen viel zu weit vorne an der Grenze und die Flugzeuge waren auf diesen Flügel an Flügel nahe nebeneinander abgestellt, was sie zu hervorragenden Zielen für die deutsche Luftwaffe machte. Am ersten Tag des Angriffs meldete die deutsche Luftwaffe die atemberaubende Zahl von 1.811 zerstörten sowjetischen Flugzeugen, davon 1.489 auf dem Boden und 322 in der Luft. Die deutschen Verluste beliefen sich auf lediglich 35 Flugzeuge. Die Deutschen setzen ihre Verwüstungen in den nachfolgenden Monaten fort und die Rote Luftwaffe erlitt enorme Verluste. Sowjetische Flugplätze wurden systematisch von der deutschen Luftwaffe angegriffen, weshalb die meisten Flugzeuge der Roten Luftwaffe auf dem Boden zerstört wurden. Die Piloten der Roten Luftwaffe samt ihrer Flugzeugtypen waren keine Gegner für die deutschen Veteranen und die Verluste im Luftkampf nahmen ebenfalls zu. Bis Ende November 1941 meldeten die Deutschen 16.000 vernichtete sowjetische Flugzeuge (die Sowjets gaben immerhin schon die ebenfalls hohe Zahl von 6.400 zu) für den Verlust von 3.453 zerstörten oder deutschen Flugzeugen. Organisation 1941 Die schweren Verluste gegen die nur schwache finnische Abwehr im Winterkrieg 1939/40 führten schon zu einer Reorganisation der Roten Luftwaffe. Die Staffel mit 20 bis 30 Flugzeugen wurde durch das Flieger-Regiment als grundsätzliche taktische Einheit der Luftwaffe ersetzt. Dieses Regiment bestand aus drei bis vier Schwärmen, was eine durchschnittliche Stärke von etwa 60 Flugzeuge ergab. Drei bis vier Regimenter bildeten eine Flieger-Division und ersetzten die bisherige Brigade. Diese Division wurde unabhängig eingesetzt und war entweder einem Militärbezirk oder Armee zugeordnet, oder wurde zusammen mit anderen Divisionen zu einem Flieger-Korps zusammengelegt. Die Flugzeuge des Regiments bestanden entweder aus einem einzigen Typ oder waren gemischt, sodass die Flieger-Division normalerweise eine große Vielfalt an unterschiedlichen Flugzeugen hatte, welche die verschiedenen taktischen Funktionen widerspiegelte. Es gab drei grundsätzliche Aufgaben, welche die Rote Luftwaffe erfüllen sollte. Als Erstes sollte die taktische und strategische Luftüberlegenheit gewonnen werden, dann die Rote Armee in den Bodenkämpfen unterstützt und schließlich Luftaufklärung geflogen werden. Diese Aufgaben waren Teil der sowjetischen Militär-Doktrin, welche die Luftwaffe nicht als unabhängige Streitmacht ansah, sondern praktisch als das Luftelement der Landstreitkräfte, das die Aufgabe hatte, die sowjetischen Bodenoperationen auf taktischer Ebene zu erleichtern. Im Jahr 1941 war der Großteil der sowjetischen Flugzeuge direkt Bodeneinheiten zugeteilt, sodass die Rote Luftwaffe im Konfliktfall effizient mit der Armee zusammenarbeiten konnte. Diese Dezentralisierung der Roten Luftwaffe hatte aber das große Problem, dass ihre Einheiten über die Armeen verteilt waren und dadurch eine effektive zentrale Kontrolle fehlte. Diese Schwäche wurden während der ersten Monate der deutschen Invasion offensichtlich, denn die sowjetische Reaktion im Luftraum war konfus und es fehlte eine allgemeine Vorgabe. Die massiven Verluste während der ersten Monate des Krieges führten dazu, dass die Kommandostruktur der Roten Luftwaffe reorganisiert wurde. Das STAVKA, mit bemerkenswerter Voraussicht, hielt neue Luftwaffen-Verbände während des Jahres 1941 zurück, sodass diese nicht Stück für Stück in den Kämpfen an den Grenzregionen zerschlagen wurden, sondern eine zentrale Reserve bildeten. Durch vorsichtiges Haushalten mit Ressourcen, gelang es dem STAVKA sechs Reserve-Luftwaffen-Gruppen zwischen jeweils drei bis acht Flieger-Regimentern zu bilden, welche im Notfall an verschiedenen Fronten eingesetzt werden konnten. Die Verluste an Flugzeugen und Ausrüstung führten zu einer Verkleinerung der Luftwaffen-Organisation. Die Stärke der Flieger-Division wurde auf zwei Flieger-Regimenter reduziert, wobei jedes aus zwei Staffeln zu je 10 Flugzeugen bestand. Die Reorganisation der Bodenorganisation wurde ebenfalls 1941 durchgeführt. Ein rückwärtiges Kommando der Roten Luftwaffe wurde gebildet, um die Gesamtkontrolle zu übernehmen. Das alte System auf der Grundlage geografischer Räume wurde durch ein zentralisiertes System logischer Unterstützung mit allen notwendigen technischen und Wartungsdiensten in der Region der Fliegerverbände ersetzt, um die Luftwaffenverbände einsatzfähig zu halten. Aus dieser Versorgungsstruktur baute die Rote Luftwaffe eine Streitmacht, welche schließlich in der Lage sein sollte, die deutsche Luftwaffe zu schlagen. Am 6. Dezember 1941 erhielten sechs Flieger-Regimenter den Garde-Status für ihre Leistung während der Verteidigung von Moskau – und ähnlich wie bei den Bodentruppen, erhielten sie fortan das beste Material und Personal. Dadurch zeigten sie eine durchweg bessere technische und auch Einsatz-Leistung als die gewöhnlichen Verbände. Ihre Zahl stieg im Verlauf des Krieges stark an und die Garde-Einheiten wurden von den Deutschen als gleichwertig zu den Gegnern auf anderen Kriegsschauplätzen angesehen. Rote Luftwaffe 1942 Die erzwungene Pause bei Luftoperationen während der Winterperiode gab der Roten Luftwaffe Zeit sich von den ersten Schocks zu erholen. Das Training wurde verbessert und die Qualität der Besatzungen stieg in der Regel durch die direkte Kampferfahrung. Die Verlegung der Industrie nach Osten in den Ural und Sibirien zeigte die ersten Früchte auch beim militärischen Flugzeugbau. So wurden 2.000 im Monat Mitte 1942 gebaut (insgesamt 9.924 Jäger, 8.219 Schlachtflugzeuge und 3.537 Bomber im Jahr 1942), 2.500 im November 1943 (insgesamt 14.590 Jäger, 11.177 Schlachtflugzeuge und 4.074 Bomber in 1943) und im Sommer 1944 3.355 Flugzeuge (insgesamt 17.913 Jäger, 11.110 Schlachtflugzeuge und 4.186 Bomber in diesem Jahr). Nicht nur die Menge der Flugzeuge stieg an, sondern auch ihre Qualität. 1942 sah die weitverbreitete Einführung von verbesserten Typen wie der Iljuschin Il-2 Stormowik Schlachtflugzeuge und der neuen Jak-9 mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top