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04-1917, April 1917


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für April 1917.

wilden Enthusiasmus und wehenden Fahnen auf dem Broadway
Mit wilden Enthusiasmus und wehenden Fahnen auf dem Broadway zieht Amerika in den Krieg.

Blutiger April; die durchschnittliche Lebenserwartung eines britischen Fliegers liegt bei nur noch 23 Tagen – alliierte Schiffsverluste erreichen mit 545.200 t einen neuen Monatsrekord – Präsident Wilsons Kriegsbotschaft an den Kongress – Gleichberechtigung für Frauen in Russland – USA erklären Deutschland den Krieg – Schlacht bei Arras – Schlacht an der Vimy-Höhe – Nivelle-Offensive – erster französischer Panzerangriff – Lenin trifft in Petrograd ein – französische Armee-Unruhen – Zweite Schlacht von Gaza – Thorneycroft-Wasserbombenwerfer innerhalb von 10 Tagen entworfen – Schlacht von Istabulat – Zweite Schlacht an der Scarpe – Schlacht am See Doiran – Jellicoe genehmigt einen Probe-Konvoi – Petain zum Chef des französischen Generalstabs ernannt – Einführung der Wehrpflicht in USA – Schlacht von Band-i-Adhaim – Alliierte und neutrale Schiffsverluste während des April sind die höchsten Monatsverluste beider Weltkriege.

April 1917

Seiteninhalt:


zurück Zurück zu März 1917.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 1. April 1917:

Pilot und Heckschütze einer  Sopwith 1 1/2-Strutter
Pilot und Heckschütze einer Sopwith 1 1/2-Strutter, dem hauptsächlichen britischen taktischen Bomber zu dieser Zeit.

Luftkrieg
Westfront – ‚BLUTIGER APRIL‘: Richthofens ‚Fliegender Zirkus‘ beherrscht den Himmel. Nur die Ausnahmeflieger Collishaw, Dallas, Little und die Sopwith Triplane Dreidecker vom Royal Navy Air Service ‚Black Flight‘ geben Hoffnung, dass die Flut irgendwann einmal enden wird. Das Royal Flying Corps hat 754 Flugzeuge (41 Staffeln) in Frankreich.

Westfront
Sollstärke des BEF 1.893.874 Mann (einschließlich 139.353 vom ANZAC und 130.255 Kanadier).
Somme: Die britische Vierte Armee nimmt Savy mit dem Savy-Wald 6,5 km westlich von St. Quentin. Der französische Präsident Poincare besucht das befreite Gebiet.
Aisne: Die Franzosen drängen die Deutschen nach Vauxaillon nordöstlich von Soissons ab.
Champagne: Deutsche Artillerie beschiesst Reims (25.000 Granaten innerhalb einer Woche).

Seekrieg
Atlantik: DIE SCHIFFSVERLUSTE WÄHREND DES APRIL ERREICHEN DEN MONATSREKORD VON 545.200 TONNEN (373 alliierte Schiffe, weltweite Verluste 873.754 Tonnen). Es sind jetzt 120 deutsche U-Boote im Einsatz. Ab April werden auch britische Flugzeuge neben Wasserflugzeugen für Anti-U-Boot-Patrouillen eingesetzt.
USA: 600.000 Tonnen deutscher Handelsschiffsraum beschlagnahmt, welcher seit 1914/15 interniert war.
Mittelmeer: ​​Im April kommen die japanische ‚2. abgestelle Flottille‘ unter Konteradmiral K. Sato in Malta an. Um den 17. April laufen der Kreuzer Akashi und 8 neue Zerstörer ein. Lord R. Cecil veröffentlicht die Ankunft der Japaner am 24. Mai. Der Kreuzer Idzumo trifft mit 4 weiteren Zerstörern im August ein, die Briten überlassen im Juni den Japanern 2 weitere Zerstörer.
Adria: Das österreich-ungarische U-Boot U 30 geht aus unbekannten Gründen in der Strasse von Otranto verloren (oder am nachfolgenden Tag).
Ostsee: Im April behaupten die Bolschewiken, 1.400 Mitglieder an Bord von 22 Schiffen zu haben.

Geheimkrieg
Frankreich: Langevin testet seinen ersten Quarztransmitter in Labortanks, dessen Strahl Fische tötet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 2. April 1917:

Präsident Woodrow Wilson bei seiner Rede vor dem Kongress
Präsident Woodrow Wilson bei seiner Rede vor dem Kongress an diesem Tag. Er fordert von den Anwesenden Unterstützung für einen Krieg gegen Deutschland.

Politik
USA: Präsident Wilsons Kriegsbotschaft an den Kongress ‚Die Welt muss für die Demokratie sicher sein‘.
Großbritannien: Die US-Flagge weht neben der britischen Fahnen vom Victoria Tower in Westminster.

Westfront
Aisne: Das französische Entfernungsmesser- und Gegenfeuer auf deutsche Artillerie-Batterien beginnt mit 4.544 Geschützen (3 Millionen Granaten), wird aber durch schlechtes Wetter und die deutschen Flugzeuge behindert.
Artois: Das BEF erobert 9 Dörfer (6 fallen an die 7. Britische Division und 4. Australische Division mit 700 Gefallenen und 240 Kriegsgefangenen für 1.000 Mann Verluste) zwischen Arras und St. Quentin.
Frankreich: Petain trifft Premierminister Ribot zum ersten Mal zu einem Abendessen.

Seekrieg
Mittelmeer: 13 deutsche und 2 österreich-ungarische U-Boote auf See.

Heimatfronten
Russland: Gleichberechtigung für Frauen. Rechtliche und religiöse Einschränkungen und Todesstrafe abgeschafft, 8-Stunden-Tag für Arbeiter am 6. April.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 3. April 1917:

Emil Meinecke steht an seinem Halberstadt-Jäger
Der deutsche Leutnant Emil Meinecke steht an seinem Halberstadt-Jäger nach einem anstrengenden Luftkampf mit britischen Flugzeugen. Meinecke fliegt im Nahen Osten für die Türken.

Luftkrieg
Mesopotamien: Eine BE2c des Royal Flying Corps wird durch eine deutsche Fokker E beschädigt, von denen 9 Flugzeuge neu eingetroffen sind. Ein weiterer BE2c (geflogen seit November 1915) wird von einem Halberstadt-Jäger über Samarra am 15. April abgeschossen, während eine Bristol Scout des RFC eine Halberstadt am 22. April zerstören kann.

Westfront
Frankreich: Das französische Grand-Quartier Général wird von nördlich von Beauvais nach Compiegne verlegt.
Somme: Französische Truppen besetzen 7 Dörfer südlich und südwestlich von St. Quentin, bis zum 4. März.

Ostfront
Pripjet: Linsings deutsche Truppen überqueren den Fluss Stokhod, nehmen 10.000 Kriegsgefangene im russischen Tobol-Brückenkopf.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 4. April 1917:

Britische Haubitze Arras
Die Mannschaft einer britischen 300-mm-Haubitze macht ihr Geschütz zum Sperrfeuer bei Arras bereit.

Westfront
Artois: Das BEF beginnt mit 2.000 Geschützen das Sperrfeuer bei Arras und verschießt auch Gasgranaten. Es kommt zu großen Zerstörung entlang der deutschen 20-km-Front.
Aisne: Ein deutscher Stoßtrupp erbeutet eine Kopie der Divisionsbefehle am Mt.Sapigneul, welcher die geplanten Bewegungen von 3 Korps auf der rechten Flanke der französischen Fünfte Armee offenbart. Nivelle erfährt davon am 7. April.

Seekrieg
Nordsee: Die Royal Navy beschließt, Schiffe aus Skandinavien, welche den wichtigen Holzzellstoff transportieren, im Konvoi fahren zu lassen.
Westliches Mittelmeer: Der britische Liner City of Paris wird durch UC 35 südlich von Nizza versenkt, wobei 122 Menschen ihr Leben verlieren.

Neutrale
USA: Der Senat stimmt für die Kriegserklärung mit 82 zu 6 Stimmen.

Geheimkrieg
Schweiz: Lenin und der Stadtrat von Zürich, Platten, verhandeln mit dem deutschen Botschafter Romberg im Bern.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 5. April 1917:

Beobachtungsballon wird startklar gemacht
Ein deutscher Beobachtungsballon wird startklar gemacht.

Luftkrieg
Westfront: Die Einsätze Royal Flying Corps bei Arras beginnen mit Angriffe auf deutsche Beobachtungsballons, von denen aber nur 5 bis zum 8. April zerstört werden können. Die 100. Squadron des RFC bombardiert in der Nacht vom 5./6. April den Flugplatz Douai, der Basis von Richthofens ‚Fliegendem Zirkus‘: 4 Hangars werden beschädigt und der Angriff wird zweimal am 7./8. April wiederholt, wobei mit 1-Pfünder-Pom-Poms der Flugplatz im Tiefflug beschossen wird. Pilot Frankl von Jasta 4 in einer Albatros gelingt beim ersten geplante Nachtjagdeinsatz der Abschuss einer BE2c.
Die Briten verlieren 75 Flugzeuge mit 105 Besatzungsmitgliedern bis zum 9. April, weitere 56 stürzen ab oder müssen abgeschrieben werden. Bristol-Zweisitzer-Jäger fliegen ihre erste Offensiv-Patrouille, wobei 4 von 6 Stück durch Richthofens 5 Albatros D.III-Jäger abgeschossen werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines britischen Fliegers liegt im April bei nur noch 23 Tagen.
Mazedonien: Bomber des KG 1 zerstören einen Munitionszug und das Munitionslager bei Karasuli am See Ardjan nördlich von Saloniki.

Westfront
Somme: Die alliierte Verfolgung der sich zurückziehenden deutschen Truppen wurde durch das schlechte Wetter, unbrauchbar gewordene Straßen, Zerstörungen, Sprengfallen und Nachhuten verzögert. Aber zum jetzigen Zeitpunkt sind die meisten deutschen Vorposten vertrieben worden und die alliierten Verbände stehen an der Hindenburg-Linie.

Heimatfronten
Großbritannien: Zuvor abgelehnte oder teilweise behinderte Männer sollen für den Militärdienst erneut geprüft werden. Assistant Chief Commissioner Thomson findet ‚eine Menge von ignoranten Alarmismus [über Unruhen bei Industriearbeitern], vor allem bei den jetzigen Generälen‘ vor.
Rumänien: König Ferdinand verspricht in einer Proklamation Land und Bürgerrechte für Bauern (und in einem Armeebefehl am 6. Mai).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 6. April 1917:

Kriegserklärung des US-Präsidenten Wilson
Der Text der Kriegserklärung des US-Präsidenten Wilson.

Politik
USA ERKLÄRT DEUTSCHLAND DEN KRIEG um 13 Uhr mit 373 zu 50 Stimmen im Repräsentantenhaus. 87 deutsche Schiffe in amerikanischen Häfen werden besetzt und am 9. April folgen 14 österreich-ungarische Schiffe.

Westfront
Frankreich: Präsident Poincare und die Generäle treffen sich im Zug bei Compiegne, um die Offensive zu überdenken. Nivelle droht zurückzutreten und erhält die Erlaubnis anzugreifen. Allerdings kann die Genehmigung zur Offensive zurückgezogen werden, falls nach 48 Stunden nicht die erhofften Gewinne eintreten. 5.350 französische Geschütze beschießen jetzt die deutschen Stellungen.

Luftkrieg
Westfront: Mannock wird zur 40. Squadron versetzt. 5 Sopwith Pup Jagdflugzeuge der 3. (Marine) Squadron schießen eine Gruppe aus 4 Halberstadt-Jäger vollständig ab.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 7. April 1917:

Nieuport XVII
Albert Ball wurde zum Fliegerhelden in seiner Nieuport XVII – bis zu seinem mysteriösen Tod im Mai 1917.

Luftkrieg
Westfront: Zweiter Leutnant Ball kehrt zurück an die Front (zur 56. Squadron), nach dem er Piloten in England unterrichtet hat. Richthofens 5 Albatros DIII schießen 2 von 6 Nieuport-Jägern der 60. Squadron ab. Letztere verliert am 16. April nochmals 4 von 6 Flugzeugen.

Seekrieg
Nordsee: 4 britische CMB (Küsten-Motor-Torpedoboote) überfallen Zeebrügge in der Nacht vom 7./8. April. CMB8 torpediert und versenkt dabei den deutschen Zerstörer G88 am 8. April.

Politik
Kuba und Panama erklären Deutschland den Krieg; 4 deutsche Schiffe werden in Havanna beschlagnahmt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 8. April 1917:

Lenin auf dem Weg nach Petrograd
Lenin auf dem Weg nach Petrograd, um die Revolution anzuführen.

Geheimkrieg
Deutschland: Lenin mit 19 oder 20 Bolschewiken beginnt mit der ‚versiegelten Zugfahrt‘ von der Schweiz nach Petrograd (Ankunft 16. April) über Berlin (am 11. April wird dies dem Kaiser mitgeteilt).

Politik
Österreich-Ungarn: Die Regierung beendet die Beziehungen zu den USA (ebenfalls Bulgarien am 10. April).

Seekrieg
Ost-Atlantik – Das Torrington-Massaker: U 55 (Werner) versenkt den britischen Dampfer vor den Scilly-Inseln, zerstört ein Rettungsboot (14 Tote) und ertränkt 20 Passagiere, indem das U-Boot wegtaucht, während sich am Rumpf Schiffbrüchige befinden.

Luftkrieg
Mazedonien: Das KG 1 bombardiert den Eisenbahnendpunkt Yanesch. Dabei zwingen Sopwith-Flugzeuge einen bereits durch Flakfeuer beschädigten Friedrichshafen-G-Typ-Bomber zu Notlandung und 3 Besatzungsmitglieder geraten in Kriegsgefangenschaft.
Westfront: Oberstleutnant Hoeppner und der Chef des Stabes, Oberstleutnant Thomsen, wird der Pour le Merite verliehen, für die Reorganisation der deutschen Heeres-Luftstreitkräfte seit dem 12. November 1916.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 9. April 1917:

Arras: Deutsche Kriegsgefangene werden nach hinten gebracht
Deutsche Kriegsgefangene werden nach hinten gebracht, während britische Soldaten bei der Arras-Offensive nach vorne marschieren.

Westfront
Ostermontag – Artois: SCHLACHT BEI ARRAS (bis 16. Mai) beginnt um 05:30 Uhr in bitterer Kälte und Graupel auf einer 20 km breiten Front. Allenby erreicht die dritte Linie der Hindenburg-Line, wobei 5.600 Kriegsgefangene und 36 Kanonen bei einem Vorstoß über 2.000-6.000 Meter eingebracht werden. Eine für 7 Stunden offene, 6,5 km breite Lücke kann aber nicht ausgenutzt werden, da die Kavallerie zu langsam nach vorne kommt (bis zum 10. April).
SCHLACHT AN DER VIMY-HÖHE (bis 14. April): Nach einem nur 3-minütigen Beschuss aus 1.203 Geschützen (davon 383 Schwere) und einem Sperrfeuer durch 150 Vickers-MG erstürmen 30.000 Mann des Kanadischen Korps (Byng) die Höhe auf einer etwas über 3 km breiten Front und nehmen 5 Dörfer und 4.000 Kriegsgefangene mit 54 Kanonen. Das nördliche Ende der Höhe bleibt jedoch in deutscher Hand.
Frankreich: Die Testversuche mit dem leichten Panzer Renault FT-17 beginnen.

Seekrieg
Irische See: Das US-Passagierschiff New York läuft vor Liverpool auf eine Mine von UC 65. An Bord befindet sich auch Konteradmiral Sims von der United States Navy, um sich mit britischen Marinevertretern zu beraten. Jellicoe sagt ihm am 10. April, dass es im Moment anscheinend keine Lösung für das U-Boot-Problem gibt.

Luftkrieg
Westfront: Kommandant de Peuty weißt Trenchard darauf hin, dass der ‚Sieg in der Luft dem Sieg auf dem Land vorausgehen muss.‘ Das Royal Flying Corps hat 754 (davon 385 einsitzige Jäger) gegen 264 deutsche (davon 114 einsitzige Jäger) Flugzeuge.
Das RFC (einschließlich Leutnant ‚Billy‘ Bischof) unterstützt die angreifenden Bodentruppen durch MG-Beschuss im Tiefflug.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 10. April 1917:

Kanadische Soldaten Vimy-Höhe
Kanadische Soldaten befestigen das eroberte Gelände auf der Vimy-Höhe.

Westfront
Artois: Kanadische Truppen (7.707 Verluste am 9./10. April) säubern die Vimy-Höhe mit dem Fall des hart verteidigten Hügels 145. Die deutschen Reserven beginnen, die Frontlücke bei Arras zu schließen.
Champagne: Die französische Artillerie beschießt das Moronvilliers-Massiv östlich von Reims (bis zum 17. April).

Luftkrieg
Westfront: Die 60. Squadron des Royal Flying Corps setzt erstmals einsitzige Nieuport-Jäger als Foto-Aufklärer ein.

Neutrale
Argentinien: Die Regierung genehmigt US-Aktionen, entscheidet sich für eine wohlwollende Neutralität gegenüber diesen am 11. April.

Politik
Österreich-Ungarn: Kaiser Karl und Czernin schreiben einen Brief an Kaiser Wilhelm II., indem sie darauf hinweisen, dass ‚Fünf Monarchen in diesem Krieg bisher entthront worden sind …‘ und warnen vor dem Einfluss der Russischen Revolution.

Heimatfronten
Deutschland: Ein Artikel im Berliner Lokal-Anzeiger über eine Fabrik zur Leichenumwandlung (welcher zuerst in einer belgischen Zeitung erschienen war) wird die berüchtigtste Horror-Geschichte des Krieges, welche sich bis 1925 hält. Balfour schreibt darüber am 26. April, dass es wahr sein könnte.

Besetzte Gebiete
Polen: Österreich-Ungarn unterstellt die polnischen Legionen der deutschen Kontrolle.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 11. April 1917:

als zerschossenen Baumstamm getarnten deutschen Beobachtungsposten
Britische Soldaten untersuchen einen als zerschossenen Baumstamm getarnten deutschen Beobachtungs- posten.

Westfront
Artois: Die britische 3. Kavallerie-Division mit 2 Divisionen der Dritten Armee, zusammen mit 11 Panzern, nimmt Monchy-Ie-Preux und Wancourt, aber die deutsche Verteidigung versteift sich. Allenby hat 21.000 deutsche Verluste (einschließlich 7.000 Kriegsgefangenen) zugefügt und 112 Geschütze erbeutet für 8.238 Mann eigene Verluste. Die britische 62. Division und die 4. Australische Division mit 11 Panzern (2 von deutschen Infanteristen mit dem Gewehr 98 und panzerbrechender Munition ausgeschaltet und erbeutet) unternehmen einen ersten Angriff auf Bullecourt, welcher zu einem Fiasko wird, welches 3.052 Mann Verluste (davon 1.170 Kriegsgefangene) kostet.

Luftkrieg
Westfront: Richthofen erreicht Boelckes Anzahl von 40 Luftsiegen mit dem Abschuss einer BE2c der 13. Squadron, welche dabei einen Flügel weggeschossen bekommt, aber die Besatzung nur Quetschungen bei der Notlandung erleidet. An diesem Tag verliert das Royal Flying Corps 13 gegenüber 5 deutschen Flugzeugen.

Politik

Brasilien: Die Regierung bricht die Beziehungen zu Deutschland ab (Bolivien ebenfalls am 13. April), bleibt aber im amerikanisch-deutschen Konflikt neutral. Lediglich der deutsche Botschafter verlässt das Land am 27. April.
Deutschland: Berlin lehnt Czernins Vorschlag ab, zu gemeinsamen Friedensgesprächen mit Russland.
Großbritannien: Lloyd George und Ribot besprechen den ‚Friedensbrief‘ des österreich-ungarischen Kaisers Charles in Folkestone und vereinbaren, dass Italien dazu konsultiert werden muss.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 12. April 1917:

Britische Postkarte US-Kriegseintritt
Britische Postkarte: Für Großbritannien bedeutete der US-Kriegseintritt Soldaten – und Hoffnung.

Heimatfronten
Großbritannien: Bei Treffen in London wird der US-Kriegseintritt gefeiert. Der US-Botschafter meint dazu, dass ‚Ziel sei es, die Erde als einen Ort zu retten, auf dem es wert ist, zu leben.‘
Österreich-Ungarn: General Stager-Steiner folgt General Krobatin als Kriegsminister nach.
Russland: Ein Gesetz vergrößert Estland und erlaubt ein eigenes Regional-Parlament.

Westfront
Artois: Kanadische Truppen erstürmen den Pimple-Hügel nördlich der Vimy-Höhe, aber 2 deutsche ‚Gegenangriffs‘-Divisionen halten jetzt die Linie Mericourt-Arleux gegen einen Ausbruch.

Politik
Spanien: Die Regierung protestiert gegenüber Berlin wegen der Torpedierung der San Fulgencio am 9. April.
Costa Rica: Die Regierung stellt alle Gewässer und Häfen des Landes der USA zur Verfügung.

Neutrale
Schweiz: Die bulgarischen und österreich-ungarischen Gesandten senden zu den Alliierten Friedensfühler aus.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 13. April 1917:

Kanadische Soldaten Vimy
Kanadische Soldaten rücken im Abschnitt von Vimy vorwärts.

Westfront
Artois: Kanadische Truppen nehmen das Dorf Vimy und Petit Vimy. Die Britische 50. Division greift die Wancourt-Höhe an und nimmt sie bis zum 15. April.
Somme und Oise: Der französische Angriff der Dritten Armee wird schon am 14. April abgebrochen, trotz der Unterstützung durch 390 schwere Geschütze.

Luftkrieg
Westfront: Richthofen gelingen zwei weitere Abschüsse, darunter eine von 6 abgeschossenen RE8, welche nicht mit dem Begleitschutz zusammengetroffen sind. 21 Bomber des Royal Flying Corps (davon 4 von Richthofens Einheit abgeschossen, welche selbst 1 Jäger verliert) mit Begleitjägern greifen den Bahnhof Henin-Lietard an.

Seekrieg
Ostsee und Schwarzes Meer: Viele russische Schlachtschiffe und Kreuzer werden von der Provisorischen Regierung umbenannt, um demokratisch zu klingen (sowie am 29. April), wobei oft die ehemaligen Namen während der Meutereien von 1905 verwendet werden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 14. April 1917:

Kanadische Soldaten haben eine deutsche Grabenbesatzung überwältigt
Kanadische Soldaten haben eine deutsche Grabenbesatzung überwältigt und sammeln Militärpässe ein.

Westfront
Artois: Schlacht von Vimy und Erste Schlacht von Scarpe 1917 enden. 10 Mann des Royal Neufundland Regiments (485 Verluste) halten Monchy gegen die 3. Bayerische Division für 5 Stunden, bis sie verstärkt werden. 10.602 Mann kanadische Verluste für einen Geländegewinn von unter 4.500 Metern und der Einbringung von mehr als 4.000 Kriegsgefangenen, 54 Kanonen, 104 Mörser und 124 MGs.

Luftkrieg
Deutschland: 21 französische und britische Flugzeug bombardieren Freiburg als Vergeltung für versenkte alliierte Lazarettschiffe. Der 3. Wing des Royal Navy Air Service wird Mitte Mai aus Luxeuil abgezogen.

Ostfront
Russland: 7.688 Deserteure von der russischen Nord- und Westfront bis zum 21. April sind eine erhebliche Unterschätzung.

Politik
Österreich-Ungarn: In einem Briefentwurf von Kaiser Karl an Czernin steht ‚Ein vernichtender deutscher Sieg wäre der Ruin‘. Russland verbrennt Friedensfühler aus Österreich-Ungarn.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 15. April 1917:

britischer Schützengraben
In einem britischen Schützengraben.

Westfront
Artois: Das ANZAC-Korps und britische 62. Division der Fünften Armee wehren einen großen Angriff von 4 deutschen Divisionen auf einem 11,5-km breiten Frontabschnitt ab.

Seekrieg
Östliches Mittelmeer: Der britische Truppentransporter Cameronian (22 Mann Verluste) wird trotz einer Eskorte aus 2 Zerstörern von U 33 (Siess) 250 km östlich von Malta versenkt. Ebenfalls wird der nach Ägypten laufende Truppentransporter Arcadian (279 Mann Verluste) vor Milo in der Ägäis durch UC 74 versenkt.

Neutrale
Brasilien: 1.000 Randalierer brennen ca. 300 deutsche Gebäude in Porto Alegre bis zum 17. April nieder. 7.400 Truppen werden dorthin und auch anderswo geschickt, um die Unruhen zu beenden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 16. April 1917:

Beginn der Nivelle-Offensive
Bei dem Beginn der Nivelle-Offensive rücken französische Soldaten gegen die von deutschen Truppen befestigten Höhen des Chemin des Dames vor.

Westfront
Aisne – NIVELLE-OFFENSIVE (ZWEITE SCHLACHT AN DES AISNE) auf einem 41 km langen Frontabschnitt (bis 20. April): Trotz langer Artillerievorbereitung und dem ersten französischen Panzerangriff können 20 französische Divisionen (alleine bei 3 Divisionen fallen 6.731 Infanteristen) ab 6 Uhr bis zum Einbruch der Nacht gegen 15 deutsche Divisionen nur weniger als ca. 600 Meter Gelände gewinnen – gegenüber 10 km, welche eigentlich geplant waren.
Durch MG-Feuer dezimiert senegalesische Truppen brechen zusammen und fliehen. Von den 128 Schneider-Panzer der Fünfte Armee gehen 32 verloren und die meisten bleiben in Schlammlöchern stecken; nur wenige erreichen die deutsche dritte Linie. Die französischen Verluste steigen bis auf ca. 100.000 Mann an, anstatt der 15.000 eingeplanten.
Nivelle lässt verspätet die deutsche Flanke auf dem Chemin des Dames angreifen. Vorgewarnt haben die Deutschen die neue Erste Armee (F. Below) von Somme zwischen die Dritte und Siebte Armee an der Angriffsfront eingeschoben.
Artois: Haig und seine Armeekommandanten treffen sich, um den nächsten Angriff zu planen.

Luftkrieg
Aisne: 131 französische Flugzeuge (von 200 auf dem Papier) unterstützen die Nivelle-Offensive, anschließend 153 bis zum 21. April. Aber die deutschen Jäger vertreiben die französischen Artilleriebeobachtungs- und Kontakt-Patrouillen, dazu kommen Behinderungen durch schlechtes Wetter.

Heimatfronten
Deutschland: Streiks (bis zum 23. April) in Berlin (217.000 Arbeiter) und Leipzig gegen die Verringerung der Brotration am 15. April.
Russland: Lenin trifft in Petrograd ein und gibt am 17. April seine ‚April-Thesen‘ in einer Rede vor dem Petrograder Sowjet bekannt.
USA: Eine zivile Schifffahrts-Flotte wird gechartert. 280.000 Werftarbeiter werden bis zum 20. April eingeschrieben.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 17. April 1917:

Exekution eines französischen Soldaten
Exekution eines französischen Soldaten wegen Befehlsverweigerung.

Westfront
Champagne – Schlacht um die Hügel (Moronvillers) beginnt (bis zum 20. Mai) bei sich verschlechternden Wetter: die französische Vierte Armee (7 Divisionen) bricht nicht die deutsche Ostflanke auf und nimmt nur die erste Linie in einem bis 2,5 km tiefen Vorstoß.
Aisne: Die Deutschen evakuieren und verbrennen 4 Dörfer südlich vom Chemin des Dames.
Foch besuchte General H. Wilson bei Senlis. Foch stellt klar gegenüber Wilson fest, dass ‚Nivelle fertig ist, vor allem wegen des Scheiterns der Sechsten Armee … Foch sagte, er wusste … dass die Stellungen, wo sich diese Armee befand … im Angriff unmöglich zu nehmen waren … Er denkt … Nivelle wird ‚degomme‘ (entlassen) und Petain nimmt seinen Platz ein, der ein Zeitspiel spielen wird, bis die USA kommen … sagen wir für ein Jahr. Ich fragte nach einer zentralen Organisation der Alliierten, um wirklich anzuhalten und er war auch dafür … würde gerne der französische Vertreter sein.‘
DIE FRANZÖSISCHEN ARMEE-UNRUHEN BEGINNEN mit 17 Mann beim 108. Infanterie-Regiment, die ihre Posten vor einem Angriff verlassen. Bis Ende August 1917 sind 46 Divisionen davon ernsthaft betroffen, mit ca. 35.000 Meuterern, die sich Streikende nennen. 2.873 Kriegsgerichtsverfahren und Verurteilungen, viele werden suspendiert. 629 erhalten Todesurteile (von denen 43 ausgeführt werden).

Mittlerer Osten
Palästina – Zweite Schlacht von Gaza (bis zum 19. April): 40.000 britische Soldaten, 170 Kanonen, 8 Panzer gegen 19.500 Türken mit 101 Kanonen und 86 MGs. Die britischen Truppen erstürmen die Samsons-Höhe, aber es gibt zu wenige Panzer und Gasgranaten, um die Geländegewinne zu halten. Dobell verliert 6.444 Mann (272 Kriegsgefangene) und 3 Panzer gegenüber 2.013 Türken (200 Kriegsgefangene).

Seekrieg
Großbritannien: Thorneycroft-Wasserbombenwerfer innerhalb von 10 Tagen entworfen (von Sir J. Thorneycroft, einem Marine-Ingenieur). 2.760 werden hergestellt und 28 U-Boote durch diese versenkt (6 im Jahre 1917).
Jellicoe drängt auf einen Rückzug aus Saloniki, um Schiffsraum für 1918 zu sparen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 18. April 1917:

deutsche 15-cm-Haubitze wird während der Nivelle-Offensive
Eine deutsche 15-cm-Haubitze wird während der Nivelle-Offensive an der Aisne bereit gemacht.

Westfront
Somme: Die britische Fünfte Armee nimmt Villers Guislain (20 km südlich von Cambrai) und Gonnelieu (am 20. April, 13 km südwestlich davon) ein.
Aisne: Ein deutscher Gegenangriff wird in der Nähe von Juvincourt abgewehrt.

Naher Osten
Mesopotamien: Marshalls 4.000 Mann und 40 Kanonen erzwingen den Übergang über den Shatt-el-Adhaim (östlich vom Tigris) und bauen eine Brücke, nehmen türkische 1.250 Kriegsgefangene und 6 MGs bei einer Verfolgung über 23 km mit 73 Mann Verlusten.

Seekrieg
Großbritannien: Kriegsminister Lord Derby schreibt an Haig: ‚… wir haben die Herrschaft über das Meer verloren‘.
Östliches Mittelmeer: Das französische Schlachtschiff Requin, 2 Monitore der Royal Navy und 3 französische Zerstörer beschießen Gaza.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 19. April 1917:

deutsche Polizei gegen Streikende
Die deutsche Polizei geht vor einer Munitionsfabrik gegen Streikende vor.

Heimatfronten
Deutschland: Truppen und Polizei besetzten zwei Berliner Fabriken. Ein Appell Hindenburgs an die Streikenden wird veröffentlicht. Alle Arbeiter, welche noch am 21. April streiken, sollen in die Armee eingezogen werden.
Großbritannien: Häufiger erscheinende oder neue Publikationen werden verboten (um Papier zu sparen). Endgültige britische Weigerung, dem Zaren Asyl anzubieten.
USA: Baumwollpreis auf dem Höchststand seit dem US-Bürgerkrieg.

Westfront
Aisne: Französische Truppen nehmen Fort Conde und sichern die Straße vom Chemin des Dames auf dem Plateau von Craonne.
Champagne: Das Legion-Regiment RMLE (2/3 Verluste) erstürmt Auberive, der deutsche Legionär Feldwebel Mader erobert 6 schwere Kanonen einer sächsischen Artilleriebatterie mit Handgranaten am 21. April.

Seekrieg
Atlantik – Erster US-Schuss des Krieges: Das Passagier- und Frachtschiff Mongolia wehrt ein U-Boot ab.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 20. April 1917:

Hölzerne Kreuze für französische Gefallene
Hölzerne Kreuze für französische Gefallene der Nivelle-Offensive.

Westfront
Aisne: ZWEITE SCHLACHT AN DER AISNE ENDET. Schlacht um die Hügel endet. Nach 5 Tagen ist Nivelles Haupterfolg die Sechste Armee (Mangin), die einen 6,5 km tiefen Frontbogen an der Westflanke erobert hat. Dieser Pyrrhussieg führt lediglich dazu, dass die deutschen Truppen nun eine kürzere Linie zu verteidigen haben. Die Beute umfasst jedoch auch 16.300 Kriegsgefangene, 140 Kanonen und 300 MGs. Der lächerlich zuversichtliche Nivelle ist jetzt gezwungen, die Durchbruchsversuche einzustellen, nach dem er bis zum 25. April 134.000 Mann geopfert hat und schlägt stattdessen vor, wieder zu lokalen Angriffen überzugehen.
Der britische Premierminister Lloyd George ist auf der Pariser Konferenz anwesend.

Seekrieg
Ärmelkanal: Der britischer Antarktis-Entdecker Kapitän Evans (später Lord Mountevans) mit den Zerstörern Broke (57 Mann Verluste) und Swift (5 Verluste) der Dover Patrol besiegt 6 deutsche Zerstörer der 2. Flottille in der Nacht vom 20./21. April in völliger Dunkelheit an der belgischen Küste. Evans versenkt G42 durch einen Rammstoß und es kommt zu Nahkämpfen auf dem Deck von Broke. G85 sinkt auch, 140 von 180 deutschen Besatzungsmitgliedern werden gerettet.

Politik
Osmanisches Reich: Die Regierung beendet die Beziehungen zu den USA, jedoch sind die Jungtürken darüber stark zerstritten.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 21. April 1917:

Abschuss eines Beobachtungsballons
Abschuss eines Beobachtungsballons. Der Beobachter konnte im Bild links mit dem Fallschirm abspringen.

Luftkrieg
Westfront: Das Royal Flying Corps zerstört 2 deutsche Beobachtungsballons (dabei 3 britische Flugzeuge verloren) und beschädigt 3 weitere. Die Bombardierung von Arras wird erneuert. 2 neue Sopwith Triplane Dreidecker des Royal Navy Air Service der 1. Squadron zerstreuen 14 deutsche DFW CV und schießen 3 in einer Höhe von 4.900 Metern ab, bevor sie die Linien des BEF aufklären können.

Westfront
Somme: Die britische 40. Division (Vierte Armee) nimmt drei lokale Operationsziele (einschließlich am 24. und 25. April).
Aisne: Mangin protestiert gegen die Fortsetzung der Offensive; die Munitions-Versorgung ist schon kritisch. Die französische Zehnte Armee (Duchene) steht zwischen Hurtebise und Berry-au-Bac im Kampf.

Naher Osten
Mesopotamien: Schlacht von Istabulat (bis zum 22. April). General Cobbe mit der 7. Division (2.228 Mann Verluste) und 76 Kanonen greift zweimal die 7.000 Mann türkischen Truppen (2.200 Verluste, einschließlich 700 Kriegsgefangenen) von Shefhet auf der Eisenbahnstrecke an und erobert schließlich die Stellung zusammen mit einer Kanone. Leutnant Graham vom MG-Korps erhält das 23. und letzte Victoria Cross dieses Feldzugs.
Palästina: Chewode ersetzt Dobell als kommandierender General der Eastern Force, Chauvel übernimmt die Wüsten-Kolonne.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 22. April 1917:

SE5
Trotz anfänglicher Probleme mit dem Motor und nur einem Maschinengewehr vor dem Piloten (ein weiteres auf der oberen Tragfläche) beendet die SE5 zusammen mit der Sopwith Camel die Überlegenheit der deutschen Albatros-Jäger.

Luftkrieg
Westfront: Die 56. Squadron, ausgerüstet mit neuen SE5 Jägern, zerstört 4 Albatros D.III (1 durch Ball) auf ihrer ersten Patrouille.
Mazedonien: Das KG 1 bombardiert britische Zeltlager in der Nähe von Yanesh.

Politik
USA: Die britische Mission von Balfour trifft in Washington ein; die französische Mission kommt am 24. April in New York an.

Geheimkrieg
Österreich-Ungarn: Alliierten lehnen Prince Sixtus Friedensvermittlungen ab.

Westfront
Artois: Falkenhausen wird vermutlich wegen seiner schlechten Defensivtaktik als Befehlshaber der deutschen Sechsten Armee abgelöst. Er wird durch O. Below ersetzt (bis zum 9. September). Oberst Lossberg wurde bereits ab dem 11. April als neuer Generalstabschef der Armee eingesetzt.

Ostfront
Baltikum: Hutier wird zum Befehlshaber der deutsche Achte Armee ernannt (bis 12. Dezember) und ersetzt den versetzten Scholtz (siehe Südfronten). Graf Kirchbach übernimmt die Armeeabteilung D (bis zum 12. Dezember).

Südfronten
Mazedonien: General Scholtz (von der Achten Armee an der Ostfront) ersetzt bis zum Kriegsende Bewlow (siehe Westfront) im Kommando über die deutsche Elfte und bulgarischen Erste Armen (Armeegruppe Scholtz).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 23. April 1917:

Deutsche Soldaten nehmen im Graben Deckung
Deutsche Soldaten nehmen im Graben Deckung vor feindlichen Handgranaten.

Westfront
Artois – Zweite Schlacht an der Scarpe (bis zum 24. April): 9 britische Divisionen (2. Armee) mit 2.685 Kanonen (gegen 1.329 deutsche Geschütze), 20 Panzer (5 außer Gefecht gesetzt) greifen auf einem 15 km breiten Frontabschnitt an und gewinnen 1,5 bis 3 km Gelände nördlich und südlich des Flusses Scarpe. Die 63. (Royal Navy) Division wehrt 5 Gegenangriffe bei Gavrelle ab und die britische 15. Division nimmt Guemappe. Die Briten bringen 2.500 Kriegsgefangene ein, verlieren aber selbst 10.000 Mann.
Aisne: Präsident Poincare drängt darauf, die französische Offensive zu verschieben.

Luftkrieg
Westfront: 68 Jäger des Royal Flying Corps fliegen offensive Patrouille, um den neuen Bodenangriff zu unterstützen. Eine Stunde lang gibt es heftige Luftkämpfe ohne einen abgeschossenen Jäger. Ball macht 2 Abschüsse. Richthofen’s Jasta 11 erzielt den 100. Luftsieg (von insgesamt 350 während des Krieges und wird damit die führende deutsche Einheit).

Seekrieg
Atlantik: Das Schlachtschiff New Mexico (BB49) läuft in der New York Navy Yard vom Stapel und ist der erste Dreadnought mit einem Turbo-Elektrischen Antrieb (Fertigstellung am 20. Mai 1918).
Nordsee: 3 Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service bombardieren 5 deutsche Zerstörer vor Zeebrügge, von denen 1 sinkt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 24. April 1917:

wilden Enthusiasmus und wehenden Fahnen auf dem Broadway
Mit wildem Enthusiasmus und wehenden Fahnen auf dem Broadway zieht Amerika in den Krieg.

Heimatfronten
USA: Liberty Loan Act (‚Freiheits-Kriegsanleihen-Gesetz‘) über 7 Milliarden US-Dollar (davon 3 Milliarden US-Dollar für die Alliierten) verabschiedet.
Russland: Die Ukraine verlangt Autonomie.
Frankreich: 155-mm GPF-Kanone zum ersten Mal bei Tests bei Paris abgefeuert.

Südfronten
Saloniki – Schlacht am See Doiran (bis zum 25. April): Die britische 22. und 26. Divisionen greifen um 21:45 Uhr auf einem über 4 km breiten Frontabschnitt an, aber unter dem Feuer von 147 bulgarischen Geschützen (einschließlich einer Batterie deutscher 15-cm Marinegeschütze) und 33 Scheinwerfern können sie nirgendwo die aus Betonwerken bestehende erste Linie auf einer steilen Hügelkette durchbrechen. Die britischen Verluste belaufen sich auf 3.163 Mann; die der Bulgaren und Deutschen auf mehr als 835 (davon 22 Kriegsgefangene) Mann, einschließlich bei 7 Gegenangriffen.

Naher Osten
Mesopotamien: General Cobbe besetzt Samarra (100 km nördlich von Bagdad, Bahnhof am 23. April besetzt), nimmt 340 kranke und verwundete türkische Soldaten gefangen. Marshall drückt 2.000 Türken östlich über Adhaim und nimmt 160 Kriegsgefangene, aber große Hitze stoppt die Operationen.

Luftkrieg
Westfront: 5 von Richthofens Jagdflugzeugen überstehen Angriffe von 20 Jägern des Royal Flying Corps. Erste deutsche Kampfstaffel für spezielle Bodenangriff mit MGs und Handgranaten zur Unterstützung eines Infanterieangriffs gebildet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 25. April 1917:

HMS E22
HMS E22 war zu einem Transport-U-Boot für Wasserflugzeuge umgebaut worden.

Seekrieg
Nordsee: UB 18 (Steinbrinck) versenkt das britische U-Boot E22, nach dem letzteres versucht hat, zu rammen.
Ärmelkanal: Deutsche Zerstörer beschießen in der Nacht vom 24./25. April Dünkirchen. Dabei wird der französische Zerstörer Etendard mit der gesamten Besatzung versenkt, aber anglofranzösische Patrouillen vertreiben sie. Andere deutsche Schiffe beschießen Ramsgate (5 zivile Opfer) in der Nacht vom 26./27. April.

Luftkrieg
Mazedonien: 6 britische Jäger mit 8 Bombern begegnen einer Bomberformation vom KG 1, welche zersprengt wird und beide Seiten je 1 Flugzeug verlieren. Die britische Bomber fliegen anschließend weiter, um ihr Ziel anzugreifen (Vorratslager bei Bogdanci).

Politik
Chile: Die Regierung bricht die Beziehungen zu Deutschland ab.
USA: Die Regierung leiht Großbritannien 200 Millionen US-Dollar.
China: Die Militärgouverneure der Provinzen treffen sich in Peking und stimmen zu, dass der Krieg gegenüber Deutschland erklärt werden sollte.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 26. April 1917:

Deutsches Plakat für Kriegsanleihen
‚So kann dein Geld kämpfen – verwandle es in U-Boote‘. Deutsches Plakat für Kriegsanleihen und im Hintergrund ein sinkendes alliiertes Schiff.

Seekrieg
Großbritannien: Der Leiter der Anti-U-Boot-Abteilung der britischen Admiralität fordert die allgemeine Einführung des Konvoi-Systemes, Jellicoe genehmigt einen Probe-Konvoi aus Gibraltar.
Q-Schiff-Schoner (U-Boot-Falle unter dem neuseeländischen Skipper Sanders, welcher das Victoria Cross erhält) Prize (das erste 1914 erbeutete, ehemalige deutsches Schiff Else) beschädigt U 93 (welches 11 Schiffe auf dieser ersten Feindfahrt versenken konnte) und nimmt ihren Kapitän Spiegel plus 2 weitere Besatzungsmitglieder gefangen, aber das U-Boot entkommt nach Hause (wird am 7. Januar 1918 vom Frachter Braeneil durch Rammen versenkt). Die U-Boot-Falle Prize wird unter dem Verlust der gesamten Besatzung am 14. August 1917 durch U 48 versenkt.

Südfronten
Saloniki: Fortsetzung bulgarischer Angriffe und Artilleriebeschuss auf Hügel 380 (die ehemalige bulgarische Frontlinie) sowie am 28. April. Sarrail verschiebt die Offensive nach Westen hin wegen schlechtem Wetter.

Naher Osten
Mesopotamien: Marshall lässt die türkischen Stellungen von Ali Ihsans Band-i-Adhaim aufklären, welche seit dem 23. April angelegt werden. Staubstürme und große Hitze (über 43° im Schatten) verhindern einen stärkeren Beschuss der Stellungen bis zum 29. April.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 27. April 1917:

Lenin
1870 wurde Lenin unter dem Namen Wladimir Iljitsch Uljanow in Simbirsk geboren.

Heimatfronten
Russland: Lenin hält den Vorsitz auf der Petrograder Stadtkonferenz der Bolschewiken (bis zum 5. Mai). Der Sowjet von Kronstadt Sowjet erklärt sich weitestgehend zur Unterstützung der Republik am 29. April bereit.
Großbritannien: Premierminister Lloyd Georges Rede über die U-Boot-Bedrohung.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Die NRFF besetzt Hauptmann Linckes evakuiertes Lager in Likuyu, nachdem es den Fluss am 23. April überschritten hatte.

Politik
Guatemala: Die Regierung beendet die Beziehungen zu Deutschland.
USA: Der amerikanische Botschafter in London Botschafter schickt nach Washington ein Telegramm, worin er auf 30 weitere Zerstörer für die europäischen Gewässer drängt. Der US-Marinesekretär bestellt 32 Stück am 20. Juni.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 28. April 1917:

Petain
Henri Philippe Petain (1856-1951).

Westfront
Frankreich: PETAIN ZUM CHEF DES FRANZÖSISCHEN GENERALSTABS ERNANNT. Paris bemüht sich, das Vertrauen wiederherzustellen und eine Pause bei der Aisne-Offensive einzulegen, ohne Nivelle zu entlassen (Haig unterstützt ihn noch). Fayolle erhält das zum Kommando über die französische Zentrale Armee-Gruppe.
Artois – Schlacht von Arieux (bis zum 29. April): die kanadische 1. Division (ca. 1.500 Mann Verluste) nimmt das Dorf mit 450 Kriegsgefangenen von der deutschen 111. Division in einem zweistündigem, 1.000 Meter tiefen Vorstoß, trotz zahlreicher MG-Nester in drei versunkenen Straßen. Jedoch scheitern südlich davon 3 britische Divisionen unter schweren Verlusten, darunter 475 Kriegsgefangene.

Luftkrieg
Westfront: Das Royal Flying Corps verliert 12 Flugzeuge, darunter 10 auf Kontaktpatrouillen.

Heimatfronten
USA – Einführung der Wehrpflicht entschieden: Der Kongress verabschiedet ein Gesetz zum Einzug von 500.000 Männern für die US-Armee.
Deutschland: Der Innenminister behauptet in seiner Reichstags-Rede, dass über 1,6 Millionen Tonnen alliierter Schiffsraum in den ersten 2 Monaten des uneingeschränkten U-Boot-Krieges versenkt wurden und fordert die Deutschen auf, durchzuhalten.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 29. April 1917:

Manfred und Lothar von  Richthofen
Manfred von Richthofen (rechts) und sein jüngerer Bruder Lothar. Später begonnen, erreichte Lothar eindrucksvolle 40 Luftsiege. Lothars Kampfstil war viel emotionaler als der seines älteren Bruders und brachte ihn oft in Schwierigkeiten und er wurde mehrmals im Einsatz verwundet – aber im Gegensatz zu Manfred überlebte er den Krieg.

Luftkrieg
Westfront: Richthofen erzielt 3 Luftsiege (sein 50. bis 52.) in drei Einsätzen, darunter ein Spad-Jäger zusammen mit Bruder Lothar. Anschließend Mittagessen in der Messe mit Vater Major Baron Albrecht von Richthofen.

Westfront
Artois: Die britische 2. Division nimmt deutsche Schützengräben südlich von Oppy ein.
Aisne: Nivelle entlässt Mangin (ersetzt am 2. Mai durch Maistre).
Marne und Champagne: 200 Mann des französischen 20. Regiments fliehen aus den Chalons-Kasernen in die Wälder, anstatt nach vorne zur Front abzurücken.

Ostfront
Russland: Generalstabschef Alexejew zum Kriegsminister ‚Die Situation in der Armee wird jeden Tag schlimmer; Informationen … von allen Seiten deuten darauf hin, dass die Armee systematisch auseinanderfällt.‘ Der Kriegsminister-Befehl Nr. 213 gibt alle Strafverfahren an Disziplinargerichte weiter (Offizier als Präsidenten, plus 2 Soldaten gewählt für 6 Monate) mit Ausnahme während des Einsatzes, aber die Anwendung unterscheidet sich von Armee zu Armee.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 30. April 1917:

Luftkampf zwischen britischen und deutschen Jagdflugzeugen
Luftkampf zwischen britischen und deutschen Jagdflugzeugen über der Westfront.

Luftkrieg
Westfront: Zusammenstöße über der Frontlinie, als deutsche Zweisitzer die britischen Linien im Tiefflug beschießen. Jasta 11 kombiniert mit Jasta 2, 3 und 33 zur Jagdgruppe 1 mit 20 Jagdeinsitzern, welchen die britischen Piloten als ‚Richthofens Zirkus‘ taufen (umbenannt in Jagdgeschwader 1 am 24. Juli). Richthofen verlässt die Einheit am 1. Mai nach 21 Luftsiegen während des Aprils.
Das Royal Flying Corps verliert im April 316 Flugzeugbesatzung und 151 Flugzeuge (davon 88 an Richthofens Jasta 11) und davon 82 an nur 5 deutsche Piloten. Die Deutschen verlieren dagegen 119 Flugzeugbesatzungen und 66 Flugzeuge.
Die deutschen Top-Asse im April sind: Kurt Wolff 21, Karl Wolff und Lothar von Richthofen 15, Otto Bernert 11 und Sebastian Festner mit 10 Luftsiegen (neben Manfred von Richthofen).
Mesopotamien: Im April fliegt das Royal Flying Corps die Rekordzahl von 335 Einsatzstunden.
Großbritannien: Das Luftschiff SL 9 der Royal Navy wird in einem Sturm zerstört.

Seekrieg
Die alliierten und neutralen Schiffsverluste während des April sind die höchsten Monatsverluste beider Weltkriege: 873.754 Tonnen mit 373 Schiffen. Die deutschen U-Boote melden 860.334 Tonnen, davon 278.038 Tonnen (23.037 Tonnen durch die österreich-ungarische Marine) im Mittelmeer. Weitere 113.000 Tonnen Schiffsraum werden beschädigt.
Damit ergibt sich seit dem 17. April auf das Jahr hochgerechnet ein 50-prozentiges Risiko zur Vernichtung von 2 aus 11 heimwärts laufenden Schiffen. Die jährliche Verlustrate würde eins von vier Schiffen versenkt ergeben, welche aus Großbritannien auslaufen. Es ging nur 1 U-Boot dabei verloren. Britische Minenräumer können die Rekordzahl von 515 Minen unschädlich machen, verlieren aber fast täglich ein Fahrzeug.
Seit dem 1. Februar haben U-Boote 781 Schiffe angegriffen, von denen 526 versenkt und 37 beschädigt wurden für den Verlust von 10 U-Booten (der Rekord liegt im Mittelmeer mit täglich 802 Tonnen für jedes auf See befindliche U-Boot). 13 weitere U-Boote in Dienst gestellt.
Premierminister Lloyd George besucht die britische Admiralität, um die Entscheidung zur Einführung eines Konvoi-Systems zu unterstützen.

Geheimkrieg
Nordsee: Im April bestellt die Royal Navy nach erfolgreichen Versuchen 136 geschleppte Hydrofone Nash Fish. Im Einsatz mit 54 Patrouillenschiff seit 1918 als U-Boot-Abwehrmaßnahme.

Naher Osten
Mesopotamien – Schlacht von Band-i-Adhaim: Marshalls 5.200 Mann (692 Verluste) und 64 Kanonen gegen 6.270 Türken (565 Verluste, einschließlich 365 an Kriegsgefangenen) mit 39 Kanonen (1 verloren). Der britische Sturmangriff durchdringt die zweite türkische Linie und darüber hinaus vor, verliert aber die Geländegewinne wieder bei 6 gegen 1 Gegenangriffe in einem Sandsturm.


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