Kriegstagebuch 10. Oktober 1917


Portugiesosche Maschinengewehr-Stellung
Portugiesische Maschinengewehr-Stellung, welche den Fluß Rovuma überblickt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Oktober 1917:

Afrika


Ostafrika: Die erste Kolonne der Kilwa-Force nimmt die Ruponda-Straße und das Nachschubszentrum. Die Linforce (3.200 Mann) geht weiter auf Mtama vor. Portugiesische Truppen nehmen Mauta, 42 km nördlich des Flusses Rovuma.

Westfront

Flandern: Französische Truppen rücken auf das Corverbeck-Tal vor. Petain appelliert erneut an Haig für fortgesetzte BEF-Angriffe, um die deutsche Aufmerksamkeit bis zur Wiederherstellung der französischen Armee abzulenken. Der Nachrichten-Chef des BEF, Charteris, räumt in seinem Tagebuch ein ‘… jetzt keine Chance mehr auf einen vollständigen Erfolg hier in diesem Jahr’.

Seekrieg

Ostsee: Die Kurland-U-Boot-Flotillie wird aufgelöst.
Großbritannien: Beatty trifft auf den neuen stellvertretenden Ersten Seelord, Lord Weymss, um mögliche Interventionen in Holland zu besprechen, sowie einen Angriff auf die deutsche Hochsee-Flotte mit 120 Torpedo-Flugzeugen von 8 Wasserflugzeug-Trägern in der Dämmerung. Die Admiralität hat dafür aber am 20. Oktober nicht den Mut.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Adolf Hitler

    Adolf Hitler (1889-1945); Biografie und der fragliche Stammbaum vom Führer des Dritten Reichs und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, welcher zu seiner eigenen Überraschung den Zweiten Weltkrieg auslöste. Biografie und Lebenslauf von Adolf Hitler. HITLER, Adolf (1889-1945) Führer Drittes Reich, Oberbefehlshaber der Wehrmacht – und der Mann, welcher zu seiner eigenen Überraschung den Zweiten Weltkrieg auslöste … Adolf Hitler war ein Größenwahnsinniger mit einer morbiden Faszination für Tod und Zerstörung sowie einem fanatischen Hass auf Juden und Kommunisten. Als gewandter Lügner und Hetzredner war er auch in der Lage, ein überraschendes Maß an Loyalität von seinen Untergebenen und Anhängern zu erhalten und diese zu inspirieren. Nach seinem erstaunlichen Erfolg im kühnen Blitzkrieg gegen Frankreich hielt er sich selbst in dem Glauben, der ‘größte Feldherr aller Zeiten’ zu sein und entschied Russland zu überfallen. Übernahm im Dezember 1941 persönlich den Befehl über das Heer während der kritischen Schlacht um Moskau und beharrte auf dem Recht, gegen alle taktischen Entscheidungen seiner Armeebefehlshaber ein Veto einlegen zu können. Zusammen mit seiner starren ‘keinen-Schritt-zurück’-Strategie führte dies zu den Katastrophen von Stalingrad und Kursk, in Tunesien, in Weißrussland und in der Ardennen-Offensive. Der selbst auferlegte, fieberhafte Arbeitsstress ruinierte in erschreckendem Maße Hitlers Gesundheit und er wurde drogenabhängig. Verbrachte die letzten Wochen seiner Macht zurückgezogen im Führerbunker in Berlin und wütete über die ‘verräterischen Generäle’ und ‘jüdische Bolschewisten’, kommandierte imaginäre Armeen und Divisionen und gab den ‘Verbrannte-Erde’-Befehl für Deutschland heraus. Mehr über Hitler Kurzbiografie Adolf Hitler Geboren in Braunau am Inn (Österreich) am 20. April 1889 als Sohn eines kleinen Zollbeamten. Verbrachte seine ersten Jahre als ‘brotloser’ Künstler in Wien und München. Diente an der Westfront von 1914 bis 1918 mit dem Rang eines Gefreiten und erhielt das Eiserne Kreuz (1. und 2. Klasse). Erblindete kurzfristig bei einem Gasangriff im Oktober 1918. Nach dem Ersten Weltkrieg tätig in München als Geheimagent der Militärbehörden, mit dem Auftrag die ‘Deutsche Arbeiterpartei ‘ zu unterwandern. Wurde zum Führer der in ‘Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei’ (NSDAP) umbenannten Partei gewählt (1921). Leitete den gescheiterten Putsch in München am 8. November 1923. Verurteilt zu 9 Monaten Festungshaft, wo er das Buch ‘Mein Kampf’ schrieb. Erhielt während der Depression seit 1930 Unterstützung einflussreicher Großindustrieller. Stellte sich erfolglos gegen Hindenburg in den Präsidentschaftswahlen von 1932 auf. Zum Kanzler am 30. Januar 1933 ernannt. Alle Oppositionsparteien und Rivalen innerhalb der Regierung (‘Ermächtigungsgesetz’ nach den ‘Reichsbrand’, 24.3.1933) und der eigenen Nazi-Bewegung werden 1933-1934 unterdrückt oder ausgeschaltet. Höhepunkt ist die ‘Nacht der langen Messer’ (Röhm-Putsch) am 30. Juni 1934. Übernimmt auch zusätzlich das Amt des Reichspräsidenten unter dem neuen Titel Führer nach dem Tod von Hindenburg am 2. August 1934. Die Befugnisse werden durch Volksabstimmung am 19. August 1934 bestätigt.     Befiehlt die Aufstellung einer Luftwaffe am 1. Oktober 1934, führt die Wehrpflicht im März 1935 wieder ein. Erlässt Gesetze gegen Juden im September 1935. Lässt die Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland im März 1936 einmarschieren. Unterstützt im Juli 1936 General Franco im Spanischen Bürgerkrieg. Unterzeichnet die Vereinbarung zur Achse Rom-Berlin im Oktober 1936. Einmarsch und Anschluss von Österreich im März 1938. Trifft die britischen und französischen Staatschefs und Mussolini in München im September 1938 und erhält das Sudetenland von der Tschechoslowakei. Besetzt die Rest-Tschechoslowakei im März 1939. Unterzeichnet einen Nichtangriffspakt mit Stalin (Sowjetunion) im August 1939. Angriff auf Polen am 1. September 1939. Erobert und besetzt Dänemark, Norwegen, Luxemburg, Belgien, die Niederlande und Frankreich zwischen dem 9. April und 22. Juni 1940. Im Machtkampf mit der Armeeführung setzt er sich durch und ermöglicht so dem Britischen Expeditionskorps aus Dünkirchen (Mai/Juni 1940) zu entkommen. Besucht Paris im Juni 1940. Plant im Juli 1940 die Invasion von England und bietet Friedensverhandlungen in seiner Rede zum ‘Letzten Appell an die Vernunft’ an. Befiehlt im September 1940 der Luftwaffe London aus Vergeltung für britische Luftangriffe auf Berlin anzugreifen, anstatt weiter das Jägerkommando der RAF unter Druck zu setzen. Verschiebt die Invasion von England und befiehlt stattdessen den Überfall auf die Sowjetunion (Dezember 1940). Greift im Februar 1941 in den italienischen Krieg in Nordafrika ein (Rommels Afrika-Korps). Schlägt Jugoslawien und Griechenland im April 1941 innerhalb von 17 Tagen nieder. Genehmigt die erste strategische Luftlandung der Militärgeschichte auf Kreta (Mai 1941). Befiehlt die Ermordung der europäischen Juden (‘Endlösung’, Mai 1941). Beginnt mit dem verspäteten Angriff auf die Sowjetunion (Unternehmen Barbarossa, 22. Juni 1941). Greift entscheidend in die Operationsführung ein (Eroberung der wirtschaftlich wichtigen Ukraine mit Kiew anstatt die schnelle Wegnahme des politischen Zentrums Moskau). Befiehlt zu spät die Eroberung von Moskau (Oktober – Dezember 1941). Verhindert den Rückzug und womögliche Zerschlagung der besiegten deutschen Armeen vor Moskau (Dezember 1941) durch strikte ‘keinen-Schritt-zurück’-Befehle und durch die Entlassung vieler bewährter Generale (Guderian). Versucht im Sommer 1942 Stalingrad und die Ölfelder im Kaukasus zu erobern. Verbietet der eingeschlossenen 6. Armee aus Stalingrad auszubrechen (November 1942-Februar 1943). Beginnt die dritte und letzte Sommeroffensive in Russland (Panzerschlacht von Kursk), Juli 1943. Sendet verspätet massive Verstärkungen zu Rommel nach Nordafrika (November 1942-April 1943). Lässt den abgesetzten italienischen Diktator Mussolini im September 1943 befreien. Befiehlt den Angriff auf London mit Vergeltungswaffen (Marschflugkörper V-1 und Rakete V-2) im Mai 1944. Übersteht den Attentats- und Putschversuch vom 20. Juli 1944 (Stauffenberg). Führt eine letzte, verzweifelte große Gegenoffensive an der Westfront im Dezember 1944 durch (Ardennen-Offensive). Ordnet im April 1945 die ‘Verbrannte-Erde’-Strategie für Deutschland an. Entscheidet sich am 22. April 1945 bis zuletzt in Berlin zu verbleiben. Heiratet seine langjährige Geliebte Eva Braun am 28. April 1945. Beide begehen am 30. April 1945 Selbstmord. Siehe auch: Adolf Hitler – Charakter Siehe auch: Hitler Bilder War Hitlers Großvater ein Jude ? Hitlers eigentliche Abstimmung liegt auch noch heute im Halbdunkel. Sicher ist, dass er am 20. April 1889 im ‘Gasthaus zum Pommer’ in der kleinen österreichischen Stadt Braunau am Inn geboren wurde, welcher der Grenzfluss zwischen Österreich und Bayern ist. Vater war ein österreich-ungarischer Zollbeamter im damaligen Alter von 52 Jahren, welcher noch zwölf Jahre vor der Geburt des Sohns Adolf ‘Alois Schickelgruber’ hieß. Über den Verlauf des Stammbaums des Alois Schickelgruber gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten, die alle ein gewisses Maß an Wahrheit mehr …

  • Seeschlacht von Navarino

    Der griechische Unabhängigkeitskrieg von 1821 bis 1829. Teil II der Griechischen Revolution. Hier zu Teil I: die Griechische Revolution. Der griechische Unabhängigkeitskrieg Mit dem Erscheinen von Mehmed Ali, Pascha von Ägypten und eigentlich Vasall des Sultans in Konstantinopel, im Jahr 1824 beginnt die dritte Phase der griechischen Revolution. Ali versuchte, den Sultan zu stürzen oder die Unabhängigkeit zu erlangen, während er sich ihm vordergründig anschloss, um sich seine Gunst zu sichern. Die türkisch-ägyptische Flotte ankerte bei Pylos im Golf von Navarino, während die türkisch-ägyptische Armee, die nach französischen Maßstäben und unter französischen Offizieren reformiert worden war, damit begann, die griechische Revolution in Blut zu ertränken. 1826 fällt nach hartnäckigen Widerstand Missolunghi. In der Zwischenzeit hatte sich jedoch das politische Gleichgewichtssystem in Europa verschoben. Die drei Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland konnten angesichts dieser eher unerwarteten Entwicklung in Griechenland nicht passiv bleiben. Zwar verurteilte der Österreicher Metternich den Aufstand gegen die legitime Herrschaft des Sultans, aber der neue Zar Nikolaus I. steht ihr aus orthodoxer Verwandtschaft, Türkenfeindschaft und wegen dem alten russischen Ziel, das Mittelmeer zu erreichen, positiv gegenüber. 1827 treten dann im Londoner Vertrag Großbritannien, Frankreich und Russland für die griechische Unabhängigkeit ein. Die drei Großmächte versuchten nun den Konflikt zu beenden, ohne in militärische Auseinandersetzungen mit den Osmanen, weder zu Lande noch zur See, zu geraten. Auch wenn die Admirale der alliierten Flotte keine direkten Befehle hatten, war ihre Beteiligung an dem Zustandekommen der Seeschlacht von Navarino im Jahr 1827 nicht so ganz ‘zufällig’. Die Großmächte, vor allem Großbritannien, konnten eine ägyptische Vorherrschaft unter dem Einfluss Frankreichs im östlichen Mittelmeer nicht dulden, da dies das Gleichgewicht der Kräfte untergraben würde. Die Abfolge der Ereignisse, wie sie sich aus türkischer Sicht darstellte, deuten darauf hin, dass die alliierten Flotten nicht nur zum Überwintern in den Golf von Navarino einliefen, sondern mit aggressiven Hintergedanken. Offensichtlich hatten sie den Schlagabtausch unter dem Vorwand eingeleitet, dass Ibrahim sich nicht an das gehalten, was vereinbart worden war, nämlich untätig zu bleiben. Das erklärte Ziel war jedoch, die türkisch-ägyptische Flotte vom Peloponnes zu vertreiben oder zumindest zurückdrängen, was unter den gegebenen explosiven Rahmenbedingungen nicht möglich war. Es brauchte ein vielleicht nur ungeplantes Ereignis, um die Kettenreaktion auszulösen. Es folgte die Vernichtung der türkisch-ägyptischen Flotte durch das britisch-französische-russische Geschwader. Die Seeschlacht von Navarino war ein entscheidender Wendepunkt für die griechische Revolution. Der Weg zur Unabhängigkeit der Griechen war danach kaum noch aufzuhalten, denn nun drehten sich die Interessen der europäischen Großmächte um 180 Grad zugunsten der Griechen. Der Tod des widerwilligen Zars Alexander I. und die Nachfolge durch den mehr resoluten Nikolaus I. im Jahr 1825 und später der Fall des britischen Premierministers, dem Duke von Wellington, im Jahr 1830, halfen der griechischen Sache. Großfürst Kapoditrias wurde Regent und errichtete von Naupalia auf der Peloppones aus eine eigene, griechische Verwaltung. Ein französisches Expeditionskorps unter Nicolas Joseph Maison traf zur Verstärkung der Griechen ein und befreite Morea. 1828/1829 kommt es zu einem weiteren russisch-türkischen Krieg, welcher unter preußischer Vermittlung 1829 im Friede von Adrianopel (Edirne) beendet wird. Dadurch gewinnt Russland die Donaumündung und Griechenland als Protektorat. Auf der Londoner Konferenz von 1830 wird das ‘Londoner Protokoll’ am 3. Februar mit der Unabhängigkeit Griechenlands, der Vertrag von Konstantinopel und schließlich das Protokoll vom 18. Juli und 3. August 1832 unterzeichnet, in dem die Grenzen Griechenlands festgelegt wurden. Für die meisten griechischen Patrioten war jedoch klar, dass dies nur ein erster Schritt sein konnte, denn mehr als die Hälfte der griechischen Bevölkerung lebte noch außerhalb dieser Grenzen unter der Herrschaft des Sultans in Konstantinopel. Schon von Anfang an hatten die Griechen versucht, ein demokratisches Gemeinwesen zu errichten. Sie waren keine Räuberbande, die sich alles nehmen wollte, was sie konnte, oder ihre Gesetze nach Belieben durchsetzte, sondern sie organisierten von Anfang an eine nationale Bewegung mit einem moralischen und ideologischen Hintergrund. Andernfalls hätte sie nicht die weit verbreitete Sympathie großer Bevölkerungsgruppen in Europa und der Vereinigten Staaten für ihren Kampf gewinnen können. Schon in der ersten Verfassung hieß es, Griechenland würde all jenen Asyl gewähren, ‘die wegen ihres Kampfes für die Freiheit verfolgt werden’. Nach der Ermordung von Großfürst Kapodistrias wurde Otto I. von Wittelsbach als König gewählt. Griechenland erhielt zwar 1844 eine Verfassung, aber die absolutistische Herrschaft des bayerischen ‘Othon’ endete 1862 in dessen Absetzung. Eine weitere Folge der griechischen Revolution war die Auflösung der ‘Heiligen Allianz’ wegen des Gegensatzes zwischen Russland und Österreich-Ungarn in der ‘orientalischen Frage’ und den Interessen auf dem Balkan. Die Revolution auf Kreta Die Revolution auf Kreta wurde bereits im April 1821 ausgerufen. Die große Insel liegt ziemlich weit vom übrigen Griechenland entfernt, und daher war die Entsendung von militärischer Hilfe schwierig. Außerdem lebte auf Kreta eine beträchtliche muslimische Minderheit, die fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachte. Trotz dieser widrigen Umstände wurde der Beitritt zur Revolution bei Treffen mit lokalen Anführern und Würdenträgern in Sfakia angesprochen, und dort wurde der Beschluss zum Aufstand gefasst. Die Türken reagierten, indem sie den Bischof von Kissamos hängten, andere Personen inhaftierten und die Verfolgung von Klerus und Laien in der Region fortsetzten. Der erste größere Sieg der Aufständischen ereignete sich am 14. Juni 1821 in Chania, wo eine Einheit der Janitscharen besiegt und ihr Anführer getötet wurde. Die Türken reagierten mit Plünderungen und Abschlachten von Zivilisten. Die Kämpfe gingen jedoch mit Siegen der Griechen im Juli 1821 weiter, aber im August kam eine mächtige osmanische Streitmacht in Sfakia an. Die Osmanen besiegten die Sfakianer und fuhr fort, Gräueltaten zu begehen und Menschen zu ermorden. Aber der Aufstand hörte nicht auf. Dimitrios Ypsilantis ernannte auf Wunsch der Kreter Michael Komninos Afentoulief zum Generalkommandanten der Revolution auf Kreta. Trotz des Scheiterns eines Versuches, Rethymno zu erobern, erzielten die Griechen Siege in der Region von Mylopotamos sowie vor der Festung von Chania. Petros Skylitsis Omiridis kam später auf Kreta als Vertreter der griechischen Zentralverwaltung an. Es wurde eine lokale Versammlung abgehalten, deren Ergebnis am 21. Mai 1822 die Institutionalisierung der ‘Übergangspolitik der Insel Kreta’ war. Afentoulief, mit seinem Titel ‘Generalpräfekt der Insel’, übernahm die allgemeine Führung der griechischen Revolution auf mehr …

  • Ungarischer Panzer Turan II

    Ungarischer mittlerer Kampfpanzer Turan, Zrinyi-Sturmgeschütz und Csaba-Panzerspähwagen. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. 40M und 41M Turan, Zrinyi, Csaaba Typ: ungarischer mittlerer Kampfpanzer, Sturmgeschütz und Panzerspähwagen. Turan Vor dem 2. Weltkrieg hatte Ungarn seine gepanzerten Einheiten mit Panzerfahrzeugen aus dem Ausland (vor allem italienische CV-33 Tanketten) ausgerüstet, welche für die eigenen Einsatzzwecke umgebaut wurden. 1940 erhielt Ungarn dann die Erlaubnis einen eigenen mittleren Kampfpanzer zu bauen, welcher im Jahr 1941 eingeführt wurde und auf dem ex-tschechischen Skoda-Entwurf (nun der deutsche PzKpfw 35(t)) basierte. Dieser neue Kampfpanzer wurde Turan I getauft, war ein mittlerer Panzer von etwa 16 Tonnen mit einer fünfköpfigen Besatzung, sowie einem umgebauten und größeren Turm (mit einer eckigen Kuppel) mit einer 40-mm-Skoda-Kanone. Der Turan wurde von den Weiss&Cspel Stahlwerken in Budapest gebaut und wurde durch einen 260 PS starken ungarischen Motor angetrieben. Die Produktion des Panzers begann im Oktober 1941. Nach den verheerenden Kämpfen um Stalingrad erkannte die ungarische Armee, dass sie eine stärkere Bewaffnung benötigte, um mit den russischen T-34 Panzern fertig zu werden. So erschien 1943 der Turan II mit einem geänderten Turm, Kuppel und einer kurzrohrigen 75-mm-Kanone. Der erste Kampfeinsatz des neuen Kampfpanzers fand allerdings nicht vor April 1944 statt, da die Ungarn während des Jahres 1943 zur Auffrischung und Neuausrüstung aus der Frontlinie gezogen waren. Der Turan II wurde immer noch von dem meisten russischen Panzern deklassiert und so wurde die lange deutsche 75-mm-Kanone L/43 eingebaut. Dieser Kampfpanzer wurde Turan III benannt. Er befand sich aber immer noch im Prototypen-Stadium, als deutsche Truppen Ungarn besetzten und die bisherige Regierung austauschten, welche Friedensfühler zu den westlichen Alliierten ausgestreckt hatte. Hier zum Original-Entwurf: PzKpfw 35(t) bzw. Skoda LT vz 35 Danach wurde die nun faschistische ungarische Armee mit deutschen Panzerfahrzeugen ausgerüstet und Pläne wurden erstellt, den kampfstarken Panther-Panzer in Ungarn in Lizenz nachzubauen (die russische Einkreisung und Belagerung von Budapest beendete jedoch dieses Projekt). 3d-Modell 40M Turan I Zrinyi-Sturmgeschütz Der Zrinyi war ein erfolgreiches Sturmgeschütz auf dem Fahrgestell des mittleren Turan-Kampfpanzers. Zrinyi I wurde nur als Prototyp gebaut, da die Kriegslage die Serienproduktion nicht mehr zuließ. Es wurde zur Panzerabwehr mit einer durchschlagskräftigen 7,5-cm-Kanone 43 bewaffnet und der Produktionsbeginn war für Juni 1944 geplant. Dagegen wurde Zrinyi II mit einer 10,5-cm-Haubitze zur Unterstützung der Infanterie gebaut. Es wurde bei der ungarischen Armee als 40/43M Zrinyi Rofamloveg eingeführt und über 60 Stück wurden gebaut. Die Hauptbewaffnung bestand aus einer 10,5-cm ML20.5 (MAVAG) Haubitze, für welche 52 Schuss mitgeführt werden konnten. Obwohl es sich bei der Haubitze hauptsächlich um eine Unterstützungswaffe für die Infanterie handelte, wurde sie doch mit gutem Erfolg gegen russische Panzer eingesetzt. Die Wirkung war eindeutig besser, als bei der Bewaffnung der mittleren Kampfpanzer Turan. Das 21,5 Tonnen schwere Fahrzeug hatte eine Besatzung von vier Mann und war 5,68 Meter lang, 2,99 Meter breit und 1,90 Meter hoch. Die Panzerung war zwischen 13 und 75 mm dick. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 43 km/h und der Fahrbereich bei 220 km. Später wurde die ungarische Armee auch noch mit 100 Hetzer-Jagdpanzer von den Deutschen ausgerüstet. 3d-Modell 43M Zrinyi II 105mm Panzerspähwagen Csaba Nicholas Straussler, welcher für die Erfindung des Duplex-Antrieb für Amphibien-Panzer bekannt ist, entwickelte eine Reihe von Panzerspähwagen für Großbritannien zwischen den beiden Weltkriegen.   Er entwarf für sein Heimatland Ungarn auch den Csaba 39 Mppcgk, welcher ein gut erscheinender Panzerspähwagen mit drei Mann Besatzung war. Das Fahrzeug wurde ab 1939 gebaut und hatte eine 20-mm-Kanone mit einem koaxialen Maschinengewehr in einem gut geformten, zentral platzierten Turm. Es war 4,52 Meter lang, 2,10 Meter breit und 2,30 Meter hoch. Die Fahrzeuge wurden von der ungarischen Automobilfabrik Manfred Weiss gebaut und spätere Modelle hatten neben einem Vierrad-Antrieb mit 90-PS Ford V8-Motor, Zwei- oder Vierrad-Lenkung mit Einrichtung für die Rückwärtsfahrt. Das Gesamtgewicht belief sich auf 5.959 kg und neben der 20-mm-Schnellfeuerkanone war es mit zwei Maschinengewehren bewaffnet und hatte eine Besatzung von vier Mann. Als Kommandofahrzeug hatte es anstatt der Kanone drei Funkgeräte und eine abklappbare Rahmenantenne. 172 Csaba wurden für die ungarischen Streitkräfte gebaut und die Fahrzeuge wurden später auch von der Wehrmacht in Ungarn eingesetzt. Benutzer: Ungarn (Angabe für alle Varianten). Einige Csaba-Panzerwagen auch von Deutschland verwendet. Einsatz der ungarischen Panzer Das Mobile Korps wurde bei der ungarischen Wiederaufrüstung 1939 gebildet und erstmals beim Einmarsch nach Ruthenien in der Tschechoslowakei im März 1939 eingesetzt. Diese Elite-Einheit der Ungarn verwendete veraltete italienische Tanketten, ungarische Csaba-Panzerspähwagen und leichte Toldi-Panzer. Der nächste Einsatz erfolgte beim Einmarsch in das rumänische Transsilvanien, welches den Ungarn durch Hitlers Wiener Schiedsspruch zugesprochen worden war. Im April 1941 erfolgte der Angriff auf Jugoslawien, zusammen mit deutschen und italienischen Streitkräften während des Balkanfeldzuges. Das Mobile Korps bestand Anfang 1941 aus zwei motorisierten Infanterie-Brigaden und zwei Kavallerie-Brigaden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ungarn praktisch sein nach dem Ersten Weltkrieg als Teil der österreich-ungarischen Doppelmonarchie verlorenes Staatsgebiet zurückgewonnen. Dafür hatte es sich allerdings mit allen seinen Nachbarn – mit Ausnahme des Deutschen Reiches – überworfen und Rumänien wurde zu einem erbitterten Gegner, wodurch eine starke Garnison in Transsilvanien während des Zweiten Weltkrieges gebunden war. Ungarn war von nun an deshalb vollkommen von der Unterstützung Deutschlands abhängig. Deshalb nahm Ungarn am Unternehmen Barbarossa teil, obwohl das Land keine Streitpunkte mit der Sowjetunion hatte. Als Ungarn am 27. Juni 1941 der Sowjetunion den Krieg erklärte, blieb die Masse seiner Streitkräfte in der Heimat zurück, um gegen die Rumänen zu sichern und nur eine relativ kleine Streitmacht schloss sich den Achsen-Truppen in Russland an. Zu dieser ‘Karpaten-Gruppe’ gehörten neben der 1. Gebirgs- und 8. Grenz-Brigade auch das Mobile Korps, allerdings ohne die 2. Kavallerie-Brigade. Dieser Verband marschierte nach Galizien ein und überschritten den Dnjestr. Anschließend stieß das Mobile Korps alleine durch die Ukraine als Teil der deutschen 17. Armee vor. Es kämpfte gut in der Kesselschlacht von Uman, wenn es auch zurückgehalten werden musste, in Nikolajew einzumarschieren, da sich in der Gegend rumänische Truppen befanden. Im Oktober erreichte das Mobile Korps nach einem spektakulären Vorstoß über knapp 1.000 km den Donez, wobei es 80 Prozent seiner Motorfahrzeuge im Schlamm der ukrainischen Straßen und Wege unterwegs eingebüßt hatte. mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top