Kriegstagebuch 18. Oktober 1917


Dieser Zerstörer wird benötigt um Hunnen-U-Boote zu versenken
‘Dieser Zerstörer wird benötigt um Hunnen-U-Boote zu versenken’ steht auf dem rechten Schild. Dieser US-Zerstörer wurde innerhalb von 17 Tagen gebaut.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. Oktober 1917:

Heimatfronten


USA: Navy-Sekretär Daniels ruft zum Liberty Loan U-Boot während einer Ausstellung in New York auf, ‘dieses Stilett der modernen Kriegsführung’. 58 Ausländer aus Feindstaaten werden in den Hoboken Docks, New Jersey, verhaftet. Hoover beginnt mit einer Kampagne für niedrigere Lebensmittelpreise.
Russland: Kerenski beschließt, die Hauptstadt nach Moskau zu verlegen. Der Rada der Kuban-Kosaken erklärt die Republik.

Ostfront

Russland: Der Kriegsminister schlägt eine Reduzierung der Armee um 2,5 Millionen Mann vor, um die Moral zu verbessern. Alle politischen Aktivitäten sollen nach den Wahlen vom 15. November eingestellt werden. 43.000 von 210.000 russischen Offizieren werden schon nicht im Dienst verwendet, obwohl es immer noch 121 deutsche und österreich-ungarische Divisionen an der Ostfront gibt.
Baltikum: Die Russen evakuieren die Moon-Insel und die Deutschen melden dort 5.000 Kriegsgefangene.

Westfront

Frankreich: Haig und Petain treffen sich in Amiens, erster stimmt zu, mit dem 2. November die Linien des BEF bis an die Oise zu verlängern.
Aisne: Französische Truppen wehren einen Angriff auf das Vauclere-Plateau ab, westlich von Craonne.

Afrika

Ostafrika: Harnorces Kings African Rifles und das Gold Coast Regiment mit zwei Panzerwagen bringen gerade so den Gegenangriff von Major Kraut bei der Lukuledi-Mission zum stehen und besetzen diese am 19. Oktober.

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Im Blickpunkt:
  • Acht-Acht Flakbatterie im Erdkampf

    Einsätze des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring bei der Verteidigung Ostpreußens, bei der sowjetischen Winteroffensive und im Endkampf an der Ostfront 1944-45 (Teil IV der Division HG). Hier zu Teil III: Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring. Verteidigung Ostpreußens Am 5. Oktober 1944 begann vor Warschau eine neue sowjetische Offensive der 3. Weißrussischen Front mit 19 Infanterie-, sechs Panzer- und zwei Artillerie-Divisionen gegen die geschwächte deutsche Front. Schon zwei Tage später wurde jedoch das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring aus der Front gezogen und als Reserve nach Ostpreußen verlegt. Hier wurden die Korps-Truppen durch das Flak-Regiment ‘HG’ und die Sturmgeschütz-Abteilung ‘HG’ ergänzt. Mitte Oktober wurde ‘HG’ per Eisenbahntransport nach Schloßberg und Gumbinnen gebracht, um gegen den sowjetischen Vorstoß auf Königsberg eingesetzt zu werden. Zusammen mit der 5. Panzer-Division und der Führer-Begleit-Brigade drängte das nur nach und nach eintreffende Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring bis zum 21. Oktober die Stoßkeile der sowjetischen 11. Garde-Armee bis in den Raum von Gumbinnen und Nemmersdorf ab. Bis zum 23. Oktober konnte auch die Abwehrfront südlich bis Groß-Tellrode durch Gegenangriff und Verbindungsaufnahme zur Führer-Begleit-Brigade Grossdeutschland und der Panzer-Brigade 103 hergestellt werden. Die westlich durchgebrochenen sowjetischen Truppen wurden anschließend vernichtet und die Gegend um Goldap konnte bis zum Monatsende zurückerobert werden.   In den vierzehntägigen, heftigen Kämpfen konnten die Truppenteile des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring erfolgreich deutschen Boden verteidigen und alles zurückschlagen, was die Russen auf sie losließen. Nachdem die sowjetische Offensive verblutet war, gingen die Kämpfe in einen statischen Grabenkrieg über. Von Dezember 1944 bis Anfang Januar 1945 war ‘HG’ Reserve der Heeresgruppe Mitte und das Korps schloss seine Aufstellung größtenteils ab und war ab 1945 Einsatzbereit. Den Befehl über das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring blieb bei Generalmajor Schmalz, welcher am 30. Januar 1945 zum Generalleutnant befördert wurde. Die grundsätzliche Kriegsgliederung des neuen Korps war wie folgt, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass der volle Umfang niemals erreicht worden ist: Generalkommando Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring Korpstruppen: Fallschirm-Panzer-Sturm-Bataillon ‘HG’ (Infanterie-Bataillon auf SPW), Fallschirm-Panzerkorps-Pionier-Bataillon ‘HG’, Fallschirm-Panzerkorps-Nachrichten-Abteilung ‘HG’, Fallschirm-Flak-Regiment ‘HG’, Nachschub-Abteilung ‘HG’, Instandsetzungs-Abteilung ‘HG’, Verwaltungs-Bataillon ‘HG’, Sanitäts-Abteilung ‘HG’. Korpstruppen in der Heimat: Fallschirm-Panzer-Ersatz und Ausbildungsbrigade ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Ersatz und Ausbildungsbrigade 2 ‘HG’, Führer-Flak-Abteilung, Begleit-Bataillon ‘Reichsmarschall Göring’, Ersatz- und Ausbildungsregiment ‘HG’, Heimatstab Berlin. Fallschirm-Panzer-Division 1 ‘Hermann Göring’: Divisionsstab, Fallschirm-Panzer-Regiment ‘HG’ (2 Bataillone), Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 1 ‘HG’ (2 Bataillone), Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 2 ‘HG’ (2 Bataillone), Fallschirm-Panzer-Artillerie-Regiment 1 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Panzerfüsilier-Bataillon 1 ‘HG’ (Jäger), Fallschirm-Panzer-Pionier-Bataillon 1 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Nachrichten-Abteilung 1 ‘HG’, Feldersatz-Bataillon 1 ‘HG’, Sanitäts-Abteilung 1 ‘HG’. Fallschirm-Panzergrenadier-Division 2 ‘Hermann Göring’: Divisionsstab, Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 3 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 4 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Panzer-Artillerie-Regiment 2 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Sturmgeschütz-Abteilung ‘HG’ (5 Züge), Fallschirm-Panzerfüsilier-Bataillon 2 ‘HG’ (Jäger), Fallschirm-Panzer-Pionier-Bataillon 2 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 2 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Nachrichten-Abteilung 2 ‘HG’, Feldersatz-Bataillon 2 ‘HG’, Sanitäts-Abteilung 2 ‘HG’. Memelfront 1945 Bevor das neue Korps aber als gemeinsamer Großverband zum Einsatz kommen konnte, mussten die Fallschirm-Panzer-Division und das Flak-Regiment der Korps-Truppen in die Gegend zum Fluss Russ in die Nähe von Memel geschickt werden, wo ein sowjetischer Durchbruch drohte. Hier zeigte sich wieder der hohe Kampfgeist von ‘HG’, wo es den Truppen gelang, den Gegner aufzuhalten und einen katastrophalen Zusammenbruch der Front zu vermeiden. Gemeinsam mit anderen Teilen der deutschen 4. Armee büßten die Panzer- und Sturmgeschütz-Einheiten der ‘HG’ zwar erhebliche Verluste ein, zerschlugen aber die Rote Armee aufs heftigste. Feldwebel Bowitz zum Beispiel, Kommandant eines Panther-Panzers der 4. Kompanie vom Panzer-Regiment ‘HG’, zerstörte innerhalb weniger Stunden 13 feindliche Panzer und erhielt am 14. Januar 1945 das Ritterkreuz dafür. Die 1. Kompanie erzielte ebenfalls herausragende Erfolge, als sie innerhalb von sechs Tagen schwerer Kämpfe 47 sowjetische Panzer und 30 Panzerabwehrkanonen ausschaltete. Nachdem die Kämpfe in dem Abschnitt nachgelassen hatten, wurde die Fallschirm-Panzer-Division ‘HG’ wieder nach Süden in die Gegend von Gumbinnen verlegt, wo die Aufstellung des neuen Korps abgeschlossen werden sollte. Dem Korps gehörten nun auch die Panzergrenadier-Division Grossdeutschland, zwei Infanterie- und zwei Volksgrenadier-Divisionen an. Die sich gegenüberliegenden deutschen und russischen Truppen waren allerdings erschöpft und so hielt der statische Stellungskrieg an. Sowjetische Winteroffensive Den Deutschen war allerdings klar, dass eine neue sowjetische Offensive unvermeidlich war. Am 12. Januar begann schließlich die große und letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen, welche sich bis hinauf zur Ostsee bei Tilsit ausdehnte. Als 14. Januar 1945 befahl daher das Oberkommando der Wehrmacht, die Fallschirm-Panzer-Division 1 ‘Hermann Göring’ zusammen mit dem ersten Bataillon des Flak-Regiments, der Panzergrenadier-Division Brandenburg und dem General-Kommando des Panzer-Korps ‘Grossdeutschland’ als Reserve zur Heeresgruppe A westlich von Radom und Lodz abzutransportieren.   Die in Ostpreußen zurückgebliebenen Teile des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring wurden von starken sowjetischen Panzerverbänden immer weiter nach Ostpreußen hineingedrängt. Innerhalb von zehn Tagen schnitten die Sowjets ganz Ostpreußen ab und schlossen dort die deutschen 2., 3. und 4. Armeen ein. Wenn auch nun eingeschlossen, so fügten die Korpstruppen und die Fallschirm-Panzergrenadier-Division 2 ‘Hermann Göring’ dem Feind schwere Verluste zu und wurden herausragend erwähnt. Aber sie erlitten ebenfalls schwere Verluste und viele Teile des Korps ‘HG’ wurden praktisch vollkommen zerschlagen. Am 25. März 1945 wurden die überlebenden Truppen von Balga und Kahlholz über das Frische Haff nach Pillau evakuiert. Von dort erfolgte der Abtransport über See nach Swinemünde, Wismar und von Teilen sogar bis nach Dänemark. Innerhalb der ersten zehn Wochen seit Beginn der sowjetischen Winteroffensive hat das Korps ‘HG’ etwa 75 Prozent seines Bestandes in den schweren Kämpfen eingebüßt. Die als Reserve vorgesehene Fallschirm-Panzergrenadier-Division ‘HG’ dagegen musste schon bei Lodz aus dem Zug entladen werden, da die sowjetischen Panzerspitzen schon vor der Stadt standen. Division ‘GD’ und ‘HG’ wurden eingeschlossen und konnten aber das zurückflutende XXIV. Panzer-Korps aufnehmen. Nach dem Ausbruch erfolgten Rückzugsgefechte bis hinter die Oder, welche die Truppen in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1945 bei Glogau erreichten, nachdem Pioniere von ‘Grossdeutschland’ eine Behelfsbrücke geschlagen hatten. Es folgte ein Stellungskrieg an der Neiße und Anfang März eine kurze Auffrischung nahe der Front bei Görlitz. Endkampf 1945 Mitte März stand die Fallschirm-Panzer-Division ‘HG’ bis zum 6. April 1945 wieder in Abwehrkämpfen an der Neiße. Vom 10. bis 14. April wurde die Division wieder in die Gegend nördlich von Görlitz verlegt, wo Abwehrkämpfe bei Kodersdorf bis zum 20. April erfolgten. Dort stieß mehr …

  • PzKpfw IV erklimmt Sanddüne

    Panzer 4, deutscher mittlerer Panzerkampfwagen IV aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. Panzerkampfwagen IV Ausf. A, B, C, D, F (F1) Typ: mittlerer Kampfpanzer mit kurzer 7,5-cm KwK37 L/24. Geschichte Wenn auch der PzKpfw III der wichtigste deutsche Panzertyp der Wehrmacht in den ersten beiden Kriegsjahren war, so wurde der Panzer 4 – bzw. Panzerkampfwagen IV, PzKpfw IV oder Panzer IV – zum wichtigsten Kampfpanzer im Jahr 1942 und 1943. Dies war möglich durch den hervorragenden, ursprünglichen Entwurf des Panzers IV, der umfangreiche Verbesserungen zuließ, während für den Panzer III auf dem kleineren Fahrgestell nur eine beschränkt bessere Panzerung und Bewaffnung möglich war. Bis zum Auftreten des Panther-Panzers in größeren Zahlen ersetzte der Panzer IV den Panzer III als den hauptsächlichen deutschen Kampfpanzer. In der Mitte der 1930er Jahre stellte die Wehrmacht einen Bedarf für einen mittleren Kampfpanzer fest, welcher Feuerunterstützung auf kurze Entfernungen leisten und von feindlicher Infanterie bemannte Panzerabwehrkanonen in der Tiefe des Gefechtsfeldes bekämpfen sollte. Deshalb forderten die Spezifikationen einen Panzer in der 20-Tonnen-Klasse mit einer geeigneten, großkalibrigen Kanone. Die möglichst hohe Beweglichkeit und Fähigkeit, gegnerische Panzer zu bekämpfen, war im Gegensatz zu dem ‘anderen’ mittleren Panzer, dem PzKpfw III, nur zweitrangig. Im Jahr 1935 stellten Rheinmetall-Borsig, die Krupp AG und MAN alle Prototypen des neuen mittleren Panzers für Versuche her. Letztlich wurde der Entwurf von Krupp ausgewählt, wenn auch einige der besseren Eigenschaften des Prototyps von Rheinmetall-Borsig übernommen wurden. Im Oktober 1937 begann die begrenzte Produktion des PzKpfw IV Ausf.A. Dieser neue mittlere Panzer war 18,4 Tonnen schwer, mit einer Basis-Panzerung von 15 mm und einer kurzen 7,5-cm-KwK37 L/24 Kanone bewaffnet. Die Aufhängung war vom Blattfeder-Typ mit vier Paaren von Straßenrädern und vier Rücklaufrollen auf jeder Seite. Wichtiger war jedoch, dass der PzKpfw IV die gleiche Besatzung von fünf Mann wie der PzKpfw III hatte, von denen ebenfalls drei im Turm untergebracht waren. 35 PzKpfw IV Ausf.A wurden bis zum März 1938 gebaut und sahen Kampfeinsätze in Polen, Norwegen und Frankreich. Der PzKpfw IV Ausf.B ging im April 1938 in die Produktion. Verbesserungen beinhalteten einen größeren 300-PS-Motor, sechs verschiedene Geschwindigkeitsübertragung, eine verstärkte Frontalpanzerung von bis zu 30 mm und ein neuer Typ einer Turmkuppel. Etwas unüblich für die deutschen Panzer dieser Zeit war, dass auf das Maschinengewehr in der vorderen Wanne verzichtet wurde und der Panzer nur ein MG koaxial zur Kanone hatte. Es folgte schnell der PzKpfw IV Ausf.C mit nur geringen Verbesserungen, sodass bis August 1939 insgesamt 176 PzKpfw IV der Ausf.B und C hergestellt waren. Diese Zahl war ausreichend, um die 1. Panzer-Division und die 1. Leichte Division mit jeweils einer mittleren Kompanie aus PzKpfw IV in jedem Panzer-Bataillon vor dem Polenfeldzug auszustatten. Für die anderen Panzerverbände waren aber nur ein Zug mit vier bis sechs PzKpfw IV in jedem Panzer-Bataillon verfügbar. Der PzKpfw IV Ausf.D erschien zum ersten Mal im Oktober 1939. Dieser beinhaltete eine verstärkte Seitenpanzerung von 15 auf 20 mm, eine zusätzliche Kanonenblende mit 35 mm Panzerung, ein wieder eingeführtes Maschinengewehr in der vorderen Wanne, sodass der Fahrer etwas weiter vor dem Funker und MG-Schützen saß. Das Gewicht des PzKpfw IV Ausf.D betrug nun 20 Tonnen. Die Steigerung in der Produktion beim Panzerkampfwagen IV bedeutete, dass bis zum Westfeldzug im Mai 1940 alle 10 Panzer-Divisionen über eine mittlere Kompanie in jedem Panzer-Bataillon mit jeweils 6 bis 11 PzKpfw IV verfügten. Später gebaute Modelle der Ausf. D hatten zusätzliche 30-mm-Panzerplatten, welche auf die Frontpanzerung aufgeschraubt wurden, sowie zusätzliche 20-mm-Platten an den Seiten. Noch während sich die Ausf.D in Produktion befand, wurde der PzKpfw IV Ausf. E im September 1940 eingeführt. Dieser hatte einen neuen Entwurf der Kuppel, eine 50 mm starke Frontpanzerung in einem Stück und 30-mm-Panzerplatten zusätzlich auf den Überbau genietet, sowie auch die zusätzlichen 20-mm-Panzerplatten an der Seitenpanzerung. Dies ergab eine maximale Panzerung von 60 mm vorne und 40 mm an den Seiten bei den spät gebauten Panzern der Ausf.D und allen Ausf.E. Diese zusätzlich gepanzerten PzKpfw IV wogen nun 21 Tonnen und nach den Standards von 1941 konnten sie als gut gepanzert betrachtet werden. Von Ende 1940 an wurden auch zusätzliche Panzerplatten auf die Wanne und Seiten einiger PzKpfw IV Ausf.C genietet. Zwischen Oktober 1939 bis Mai 1941 wurden insgesamt 452 PzKpfw IV der Ausf.D und E gebaut. Diese beiden Modelle waren somit der am meisten vorhandene Typ zu Beginn des Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf Sowjet-Russland. Zwischen dem 22. Juni und 4. Juli 1941 wurden 439 Panzer IV gegen die Rote Armee zum Einsatz gebracht, hauptsächlich von der Ausführung D und E. Diese Panzer waren in mittlere Panzer-Kompanien aus 10 bis 12 Panzern organisiert und jeder der 17 eingesetzten Panzer-Divisionen hatte eine mittlere Kompanie mit PzKpfw IV in jedem ihrer Panzer-Bataillone. Panzerkampfwagen IV Ausf.E (SdKfz 161)   Geschichte: Im Januar 1938 wurde ein Auftrag für die 223 Panzer IV der 6. Serie BW an Krupp-Gruson vergeben und dieser wurde vollständig abgeschlossen. Besonderheiten: Die wichtigsten Verbesserungen, die mit dem Ausf E eingeführt wurden, waren ein neuer Kuppel-Entwurf, Änderungen am Turm und verbesserter Panzerschutz. Der Turm hatte jetzt eine einzige gebogene Platte für den hinteren Teil und einen Abluftventilator, um Geschützdämpfe abzugeben. Während alle Ausf. E eine Panzerung von 50 mm an der Vorderseite des Rumpfes und 20-mm-Zusatzpanzerplatten an den Rumpf und Seiten des Aufbaus angeschraubt bekamen, waren einige der ersten Modelle der Ausführung E ohne die zusätzliche 30-mm-Platte am Aufbau. Kleinere Veränderungen beinhalteten einen vereinfachten Entwurf des Kettenrads, leicht ansteigende und abgesenkte Luken mit ansteigender Oberfläche, ein neuer Entwurf eines schwenkbaren Visiers für den Fahrer, Signalpfosten auf dem Turmdach und eine gepanzerte Abdeckung für den Rauchkerzen-Werfer. Kampfeinsatz: Mit der fortlaufenden Produktion der Ausf. D und der Fertigstellung des Auftrags über die Ausf. E waren genug Panzer vorhanden, um jede mittlere Panzerkompanie mit 10 PzKpfw IV für den Balkanfeldzug, in Nordafrika und für den Angriff auf Russland auszustatten. 40 Panzer der Ausführung D und E wurden vom 5. und 8. Panzer-Regiment mit nach Nordafrika genommen und 439 PzKpfw IV der Ausführung B bis F befanden sich in den 17 Panzer-Divisionen, welche die Rote mehr …

  • Vormarsch in Jugoslawien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 5. April 1941 beim Angriff auf Jugoslawien und Griechenland, Luftlandetruppe und Luftwaffe. Um seine Südflanke für den geplanten Angriff auf Russland abzusichern, hatte Hitler den jugoslawischen Prinzregenten Paul in das Achsen-Bündnis gedrängt. Als dann aber anti-deutsche Putschisten die Regierung in Belgrad stürzten, befahl Hitler die Besetzung von Jugoslawien und die Vertreibung der Engländer aus Griechenland. Kriegsgliederung der Wehrmacht im Balkanfeldzug Unternehmen Marita, die Invasion Jugoslawiens begann am 6. April 1941, nach einer erstaunlich kurzen Vorbereitungszeit von nur 10 Tagen. Es wurde zu einem vollen Erfolg, denn bei einem Verlust von 558 Mann wurde die jugoslawische Armee völlig zerschlagen und über 300.000 Mann gerieten in Gefangenschaft. Gleichzeitig griffen 5 Divisionen von Lists 12. Armee Griechenland an und eroberten das Land bis Ende April, wenn auch die Verluste hier mit knapp über 5.000 Mann viel höher waren. Der schnelle Sieg der Wehrmacht auf dem Balkan beruhte auf dem perfekten Umgang mit den Panzer- und Luftstreitkräften gegen die Armeen eines unorganisierten Gegners. Aus der Kriegsgliederung weiter unten ist zu sehen, dass die deutschen Armee-Korps eine sehr flexible Zusammensetzung hatten, wodurch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formationen für die jeweiligen, örtlichen Gegebenheiten verwendet werden konnte. So verfügte das XVIII. Korps beispielsweise über 2 Gebirgsdivisionen und eine Panzerdivision, speziell für den Einsatz in dem schwierigen Gelände dort. Die Divisionsgliederung der Wehrmacht war die gleiche wie aus dem Jahr 1940, mit Ausnahme der Panzerdivisionen, welche neu zusammengesetzt wurden, um ein ausgewogeneres infanteristisches Element zu erhalten. Im Frankreich-Feldzug 1940 trat nämlich des Öfteren das Problem auf, dass Panzerverbände ohne die Unterstützung der anderen Waffengattungen durch das Feindesland rasten, während die zu Fuß marschierende Infanterie überhaupt nicht mehr hinterherkam. Die Panzer-Divisionen hatten daher jetzt nur noch ein Panzer-Regiment bei weiterhin zwei motorisierten Infanterie-Regimenter sowie stärkere Unterstützungseinheiten, welche Selbstfahrlafetten für die PAK und Artillerie beinhalteten. Die Division war nun 15.600 Mann stark und hatte eine Sollstärke von 211 Panzern, wobei die PzKpfw III und PzKpfw IV nun deren hauptsächliche Schlagkraft bildeten. Luftlandetruppe Nach dem Erfolg der Fallschirmjäger in Holland und Belgien wurde das XI. Luftlande-Korps im Sommer 1940 unter dem Kommando von Kurt Student offiziell aufgestellt. Dieser neue Verband war erstmals in Aktion während der deutschen Invasion Griechenlands, als das 2. Fallschirmjäger-Regiment über Korinth absprang, um die einzige Brücke über den Kanal intakt zu sichern, was allerdings letztlich fehlschlug. Die Kontrolle über Griechenland war jedoch nicht gleichzeitig die Kontrolle über das Mittelmeer und so wurden schnell Pläne erstellt, um die strategisch wichtige Insel Kreta zu erobern. Das XI. Luftlande-Korps war die Speerspitze dieses Angriffs. Die Luftlandung auf Kreta mit 22.000 Mann und mehr als 500 Transportflugzeugen, sowie Kräften welche über See anlanden sollten, begann am 20. Mai 1941 und nach 11 Tagen erbitterter Kämpfe evakuierten die Alliierten die Insel. Die Verluste waren jedoch hoch und die Deutschen hatten 3.250 Gefallene und Vermisste sowie 3.400 Verwundete, während 10.000 alliierte Soldaten gefangengenommen werden konnten. Die Eroberung Kretas nur aus der Luft war einer der größten Triumphe der Luftlandetruppe, während deren hohe Verluste Hitler dermaßen schockierten, das diese Eliteverbände von nun an praktisch nur noch in der Infanterie-Rolle zum Einsatz kamen. Die Landung auf Kreta wurde von der 7. Fallschirmjäger-Division, unterstützt durch die 5. Gebirgs-Division, durchgeführt. Die 7. Fallschirmjäger-Division war wie folgt gegliedert: 3 Fallschirmjäger-Regimenter zu je 3 Bataillonen, Luft-Nachrichten Kompanie, Transport-Kompanie, Sanitätskompanie, leichte Flak-Batterie, PAK-Kompanie, Motorrad-Zug. Nach der Eroberung der Insel wurde die 7. Fallschirmjäger-Division abgezogen und später der Ostfront zugeführt, während die hochwertige 22. Luftlande-Division, welche nicht am Angriff beteiligt war, stattdessen als Besatzungstruppe auf Kreta verblieb. Die 22. Luftlande-Division war eine soweit normale Infanterie-Division, welche für den Lufttransport trainiert war und eine entsprechende Ausrüstung erhalten hatte. Luftwaffe Der erste Einsatz der deutschen Luftwaffe über dem Mittelmeer erfolgte nach der Ankunft des X. Fliegerkorps aus Norwegen im Dezember 1940. Es sollte Unterstützung für die Bodenkämpfe in Nordafrika liefern und die englischen Versorgungsrouten durch das Mittelmeer abschneiden. Für einige Zeit beherrschte die deutsche Luftwaffe den dortigen Himmel, was auch an der Überlegenheit der Messerschmitt Bf 109 über die dort nur vorhandene Hawker Hurricane der RAF lag. Der Balkan-Feldzug wurde von der Luftflotte 4 mit 1.200 Flugzeugen mit großem Erfolg unterstützt, was auch die Eroberung Kretas ermöglichte. Jedoch wurden anschließend eine große Anzahl der Flugzeuge, sowohl vom X. Fliegerkorps als auch von der Luftflotte 4, zurückgezogen und zur Unterstützung der Invasion Russlands verwendet. Dies hatte zur Folge, dass die deutsche Luftwaffe im Mittelmeerraum von nun an der Zahl der Flugzeuge hoffnungslos unterlegen war. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 5.4.1941 Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe D: Heeres-Gruppe C: Heeres-Gruppe B: Aufmarsch Balkan-Feldzug: Sonstige: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS und Luftwaffe: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Kav = Kavallerie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Luftl. = Luftlande Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1941: Überblick Balkanfeldzug Die Invasion von Jugoslawien Am 6. April 1941 begann die Sicherung des deutschen Einflussraumes auf dem Balkan durch die Invasion von Jugoslawien durch die Wehrmacht. Dessen Regent, Prinz Paul, war bis zum 25. März 1941 dazu gedrängt worden, den Dreimächte-Pakt zu unterzeichnen. Durch einen schon seit längerem geplanten Putsch wurde er durch anti-deutsche, serbische Kräfte abgesetzt, welche den jungen König Peter auf den Thron erhoben und eine Regierung bildeten, welche aber nur wenige Tage bestehen sollte. Hitler befahl den Angriff mit 33 Divisionen auf Jugoslawien und ein schwerer Luftangriff traf Belgrad in einer neuen Eskalation des Blitzkrieges. Gleichzeitig wurde die jugoslawische Luftwaffe ausgeschaltet, bevor sie überhaupt zur Verteidigung eingesetzt werden konnte. Der deutsche Angriffsplan sah den Einfall der 12. Armee aus Bulgarien vor, welcher nach Süden in Richtung Skopje zielen sollte, um Monastir zu nehmen und die Vereinigung mit den griechischen Streitkräften zu verhindern. Von dort aus sollte die Armee – wie schon seit dem letzten Jahr geplant, als Jugoslawien noch als Verbündeter galt – nach Griechenland eindringen. Zwei Tage später führte General Paul von Kleist seine Panzer-Gruppe 1 gegen Nis und Belgrad selbst, wo sie mit der deutschen Zweiten Armee aus Österreich sowie italienischen und ungarischen Truppen zusammentreffen sollte. Der Angriffplan mehr …

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