Me 410

Deutscher Schnellbomber, Jagdbomber, Zerstörer und Aufklärungsflugzeug Messerschmitt Me 410.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder.

Me410A 3 02
Diese Me 410A-3 wurde von US-Truppen erbeutet und wird hier nach Kriegsende getestet.

Messerschmitt Me 410 Hornisse

Messerschmitt Me 410
Typ: Schnellbomber, Jagdbomber, Zerstörer, Aufklärungsflugzeug.

Die Messerschmitt Me 410 Hornisse war ein deutsches schweres Jagdflugzeug und schneller Bomber, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Überblick

Entwicklung: Sie wurde als verbesserte Version der Me 210 entwickelt, die erhebliche Konstruktionsmängel aufwies.
Einführung: Die Me 410 wurde 1943 in Dienst gestellt und blieb bis zum Kriegsende 1945 im Einsatz.
Konstruktion: Es handelte sich um ein zweimotoriges, zweisitziges Flugzeug mit stromlinienförmigem Rumpf und einem charakteristischen verglasten Nasenteil.
Aufgaben: Die Me 410 wurde als schweres Jagdflugzeug, Aufklärungsflugzeug und schneller Bomber eingesetzt.
Bewaffnung: In der Regel trug sie zwei 20mm MG 151/20 Kanonen und zwei 13mm MG 131 Maschinengewehre. Einige Varianten hatten zusätzliche Kanonen oder konnten Bomben tragen.
Leistung:
– Höchstgeschwindigkeit: 624 km/h
– Reichweite: 2.300 km
– Dienstgipfelhöhe: 10.000 m
Varianten: Es wurden mehrere Versionen produziert, darunter die Me 410A (Jagdbomber), Me 410B (verbesserte A-Serie) und verschiedene Untervarianten für spezielle Aufgaben.
Effektivität: Die Me 410 war erfolgreicher als ihre Vorgängerin und erwies sich in verschiedenen Rollen als effektiv, insbesondere als Bomber-Zerstörer.
Einschränkungen: Wie viele deutsche Flugzeuge in den späten Kriegsjahren litt sie unter Treibstoffmangel und war gegenüber alliierten Jägern verwundbar, vor allem, wenn sie ohne Begleitschutz unterwegs war.
Produktion: Ungefähr 1.160 Me 410 wurden gebaut, bevor die Produktion im September 1944 eingestellt wurde.

Trotz ihrer Verbesserungen gegenüber der Me 210 kam die Me 410 zu spät, um den Ausgang des Krieges noch zu beeinflussen, da Deutschland bereits in der Defensive war, als sie in großer Zahl in Dienst gestellt wurde.

Geschichte

Reihe von Me 410 Zerstörern
Reihe von Me 410 Zerstörern als praktikablen Nachfolger der Bf 110 nach dem Scheitern der Me 210.

Im Februar 1944 begann eine von Major Puttfarken kommandierte Staffel von II./KG 51 der deutschen Luftwaffe mit nächtlichen Angriffsoperationen gegen England. Die letzten Einsätze von deutschen Langstrecken-Nachtjägern, welche mit Bomben beladen waren, lagen schon mehr als ein Jahr zurück und das Flugzeug, welches sie wieder aufnahm, war die Messerschmitt Me 410.
Die Me 410 war eine hervorragende Waffe dafür: schnell, schwer bewaffnet und insgesamt ein beeindruckendes Kampfflugzeug. Puttfarken erzielte persönlich fünf Abschüsse, bevor er selbst in der Nähe von Canterbury am 23. April 1944 abgeschossen wurde.

Dies war alles das Ergebnis von Professor Dr.Ing. Willy Messerschmitt Bemühungen, das nahezu katastrophale Entwicklungsprogramm der ursprünglichen Me 210 zu einem Erfolg zu machen.
Nach den zahlreichen Schwierigkeiten und Produktionsstopp der Me 210 erlaubte Göring der Firma Messerschmitt das Flugzeug mit dem stärkeren DB 603-Motoren und einem überarbeiteten Rumpf umzubauen. Im Herbst 1942 machte eine umgebaute Me 210 als Me 410 V1 den Erstflug.

zurück Hier zum Vorgänger Me 210.

Der neue Rumpf, zusammen mit neuen Flügeln, behob die bisherigen schlimmen Flugeigenschaften und die Anfälligkeit für das Trudeln vollständig und die 1.850 PS starken DB-603A-Motoren führten zu einer überragenden Leistung.
Mit den beiden MG-131-Maschinengewehren, welche nun gut in den hinteren Barbetten funktionierten, begann der Me 410 A-1 Schnellbomber und der Me 410 A-2 Zerstörer im Dezember 1942 aus den Fertigungshallen zu rollen.

Während die Serienproduktion gesteigert wurde, begannen die Firma Messerschmitt und die Bewaffnungs- und Ausrüstungszentren der Luftwaffe eine große Anzahl austauschbarer, unterschiedlicher Bewaffnungen und Ausrüstungsteile für das Flugzeug zu entwickeln.


Bewaffnung

Me 410 Schnellbomber
Der interne Bombenschacht der Me 410 Schnellbomber konnte bis zu acht Bomben SC-50 (kg), zwei SC 250 (kg) oder zwei SC 500 (kg) aufnehmen.

Das Grundmodell von Januar 1943 bis September 1944 war die Me 410A Serie mit DB 603A Motoren und die Me 410B mit 1.417 PS starken DB 603G Motoren und anderen, kleineren Veränderungen.
Die Standardbewaffnung war die gleiche wie in der Me 210A Serie und bestand aus zwei MG 151/20 Maschinenkanonen und zwei MG 17 im Bug und den MG 131-Barbetten im hinteren Teil.

Flugzeuge mit dem Suffix ‚/U1‘ hatten keine MG 17 und stattdessen eine einzelne, vertikal eingebaute Aufklärungskamera im hinteren Rumpf.
Die Bezeichnung ‚/U2‘ hatten Flugzeuge für die Zerstörer-Rolle, welche mit zwei zusätzlichen nach vorne feuernden MG 151/20 Maschinenkanonen im Bombenschacht ausgerüstet waren.
Bei der ‚U2/R2‘ befanden sich im Bombenschacht zwei 30-mm MK103 oder MK108 Maschinenkanonen und das untere Plexiglas-Fenster im Bug war durch eine Stahlplatte ersetzt.
Der Umbau ‚U2/R5‘ war wie die anderen Zerstörer-Versionen dafür gedacht, schwere Tagbomber abzuschießen und hatte vier MG 151 im Bombenschacht, was sechs nach vorne feuernde 20-mm-Maschinenkanonen ergab.
Eine ebenfalls schwere Bewaffnung hatte die ‚U2/R4‘ welche die zwei MG 151 in einem Waffenbehälter im Bombenschaft führte, sowie zwei zusätzliche MG 151 darunter in einem Waffentropfen.

Der Umbau ‚/U4‘ hatte eine einzelne 5-cm-BK5-Kanone. Die ersten Umbauten hatten keine weitere Frontbewaffnung. Neu gebaute ‚A-2/U4‘ hatten neben der 5-cm-BK5-Kanone eine Zwillings-MG 151 und ein Zwillings MG 17. Zusätzlich gab es 100 Umbausätze für die Fliegertruppe, welche aus einer 5-cm-BK5-Kanone mit zwei 30-mm MK 103 und dem ZFR4-Visier bestanden und die derartig umgebauten Flugzeuge wurden als ‚B-2/U4‘ bezeichnet.

Me410 5cm
Me 410 mit 5-cm-Kanone.

Die seltene Me 410B-6 hatte eine Zwillings-MK 103 im Bombenschacht und anstatt der MG 17 zwei MG 131.

Ebenfalls selten war der B-5 Torpedobomber, welcher jede mögliche Kombination aus einem oder zwei Torpedos unterhalb der linken Seite des Rumpfes tragen konnte. Dabei war die Frontbewaffnung auf zwei MG 151 reduziert und die meisten dieser Flugzeuge wurden mit dem FuG200 Hohentwiel-Suchradar ausgerüstet. Neben dem speziellen Friedensengel-Gleit-Torpedo wurde die B-5 auch mit einer rotierenden 800-kg-Bombe gegen Überwasserschiffe erprobt. Dazu gab es noch die SB 1000/410 Druckwellen-Bombe, welche speziell für die Außenstationen der B-5 entworfen wurde und einen elliptischen, widerstandsarmen Querschnitt und eine kleine Schlepprutsche hatte, um ihren Fall zu stabilisieren.

Die Gruppe des Zerstörer-Geschwaders I./ZG 1 verwendete die Version B-6, welche mit einem Zwillings-MG 151/20, Zwillings-MG 131 und zwei MK 103 bewaffnet und mit dem Hohentwiel-Radar ausgerüstet waren. Anfangs wurden sie gegen Schiffsziele eingesetzt, bevor die in die Luftschlacht über dem Reich gegen die schweren amerikanischen Tagbomber geworfen wurden, wobei das Radargerät gewöhnlich entfernt wurde.


Einsätze

Im Januar 1943 übernahm die Luftwaffe ihre ersten Me 410A-1 und Verbände des KG 2 setzten die ‚Hornisse‘ im Frühjahr 1943 erstmals ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die operativen Einsätze zur Unterstützung der Bodentruppen und die taktischen Bombenangriffe bereits praktisch nicht mehr zu unterscheiden. Obwohl die Me 410 vom 5./KG 2 in Lechfeld sowie das 2.(F)/122 und III./ZG1 im Mittelmeer-Raum verwendet wurde, konnten nur die Einsätze der letzten Einheit zur Unterstützung des Heeres in Tunesien und Italien als Bodenangriffe angesehen werden.

Me410 II ZG26
Zerstörer Me 410 von II./ZG26 im Anflug zum Angriff auf amerikanische Bomberformationen im Sommer 1944.

Ein weiterer Bomberverband, das I./KG51 ‚Edelweiss‘ erhielt die Me 410 im Juni 1943 und setzte diese bei Nachtangriffen auf England ein, wo das Flugzeug aufgrund seiner hervorragenden Leistung selbst gegen die Mosquito-Nachtjäger der RAF bestehen konnte.
Zur Zeit der alliierten Invasion im Juni 1944 ging I./KG51 dann zu taktischen Bombenangriffen auf die Landeköpfe über und blieb sehr aktiv während der Kämpfe in der Normandie.

Bis Mitte 1944 waren fast alle vorhandenen Me 410 bei der Verteidigung des Reichs gegen die schweren Tagbomber im Einsatz. Durch ihre hohe Geschwindigkeit und starke Feuerkraft konnten sie viele Bomber abschießen, aber insgesamt war ihre Verluste etwa ebenso groß, da die zweimotorigen Zerstörer eine leichte Beute für die P-51 Mustang und P-47 Thunderbolt des Begleitschutzes waren.

Me 410 im Cockpit
Feldwebel Fritz Bucholz von II./ZG25 im Cockpit seiner Me 410 mit dem speziellen Stahlhelm für Flugzeugbesatzungen.

Mehr Glück hatten zumeist die Aufklärungs-Versionen Me 410A-3 und B-3, welche ab Dezember 1943 gebaut waren und – mit der Ausnahme über dem stark verteidigten Großbritannien – schnell genug waren, gute Ergebnisse unter geringen Verlusten zu erzielen.
Im Gegensatz zu der anfänglichen Version A-1/U1, welche unzureichend ausgerüstet war, hatten sie eine zuverlässige Ausstattung mit zwei Rb20/30, 50/30 oder 75/30-Kameras in der tiefen Unterseite der Nase, wo sich bei den anderen Versionen der Bombenschacht oder die schwere Bewaffnung befand.


 

Bis 1944 hatte sich die Me 410 einen guten Ruf innerhalb der Luftwaffe erarbeitet und wegen des weit verbreiteten Propaganda-Materials über das II./ZG26, welches als Hornissen-Geschwader bekannt war, erhielt das Flugzeug den inoffiziellen Namen ‚Hornisse‘.

Bis September 1944 wurden insgesamt 1.160 Me 410 – einschließlich einiger Umbauten aus Me 210 – fertiggestellt, davon allerdings nur etwa 200 Bomber und Bodenangriffsflugzeuge. Anschließend wurde die Herstellung praktisch aller mehrmotorigen Flugzeugtypen der Luftwaffe zugunsten des Jäger-Notprogramms eingestellt.

getarnte und verlassene Me 410
Eine getarnte und verlassene Me 410 ist von alliierten Truppen 1945 neben der Autobahn bei München gefunden worden.

ZG 26 „Hornisse”

Me 410 von II./ZG76
Me 410 von II./ZG76 an der Ostfront im Herbst 1944.

– Vollständiger Name: *Zerstörergeschwader 26 „Hornisse”*
– Rolle: Ein Geschwader schwerer Jäger der Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs.
– Spitzname: „Hornisse“
– Eingesetzte Flugzeuge: Vor allem die **Messerschmitt Bf 110** (zweimotoriger schwerer Jäger). Später setzten einige Einheiten die Messerschmitt Me 410 „Hornisse” ein, die denselben Spitznamen trug.

Einsatzgeschichte:
– Gründung: Entstanden Ende der 1930er Jahre als Teil der Strategie der Luftwaffe für schwere Jäger.
– Frühe Einsätze: Teilnahme an den Invasionen in Polen (1939) und Frankreich (1940).
– Luftschlacht um England: Erlitt schwere Verluste, da sich die Bf 110 gegenüber den schnelleren und wendigeren RAF-Jägern als zu anfällig erwies.
– Spätere Kriegsjahre: Wurde an andere Fronten verlegt, darunter die Mittelmeer- und die Ostfront. Einige Gruppen wurden auch als Bomberzerstörer gegen die Tagesangriffe der Alliierten eingesetzt.
– Flugzeugwechsel: Die Me 410 „Hornisse” wurde als Ersatz für die Bf 110 eingeführt, kam jedoch zu spät, um das Blatt für die Luftwaffe zu wenden.

– Der Name „Hornisse” war sowohl ein Spitzname der Einheit als auch mit dem Flugzeug Me 410 verbunden.
– Das ZG 26 war eines der prominentesten Zerstörer-Geschwader der Luftwaffe.
– Sie unterstrich den Glauben der Luftwaffe zu Beginn des Krieges an schwere zweimotorige Jäger, eine Doktrin, die sich in der Praxis als fehlerhaft erwies.


Weitere Versuchsmuster

Viele der Flugzeuge wurden auch für besondere Versuche und Testprogramme verwendet. Zumindest ein Flugzeug wurde für einen experimentellen, schnell feuernde 210-mm-Raketenwerfer verwendet. Bisher hatten viele Flugzeuge der Luftwaffe bereits die unbeholfenen Wfr.Gr.21 Raketenrohre unter den Flügeln eingesetzt. Dagegen war der automatische Starter eine große Trommel innerhalb des Waffenschachts der Me 410, welcher in dem üblichen Abschusswinkel ausgerichtet war mit jeweils einem der sechs Rohren unterhalb des Flugzeuges, eine Funktion ähnlich wie bei einem Colt-Revolver. Wenn der Pilot auf die Bomber zuflog, konnte er alle sechs Raketen der Trommel innerhalb von weniger als zwei Sekunden abfeuern.
Erste Versuche führten zu Schäden am Trägerflugzeug, aber das System wurde mit großem Aufwand betriebsbereit gemacht und es wurden noch mehrere Kampferprobungen mit Me 410B durchgeführt, deren genaue Ergebnisse aber nicht mehr aufzufinden sind.

Me 410 Wgr.21-Raketen
Me 410 von II./ZG26 mit zwei konventionellen Werfern für Wgr.21-Raketen unter den Flügeln.

Anfang 1944 war die Entwicklungsmannschaft von Messerschmitt mit einer verlängerten Version beschäftigt, de Me 410C. Diese sollte wesentlich bessere Leistungen in großer Flughöhe erbringen, trotz einer vorgesehenen noch schwereren Bewaffnung und für mache Versionen zusätzliche Nachtjagd-Radargeräte.
Zwei neue Flügel mit einer Spannweite von 18,25 Metern wurden entworfen und stärkere Motoren mit Turboladern sollten verwendet werden, entweder der DB603JZ, Jumo 231E/JZ oder BMW 801TJ. Alle sollten Propeller mit vier breiten Blättern antreiben und der Daimler-Benz-Motor sollte Ringnasenkühler anstatt der gewöhnlichen Kühler unter dem Hinterteil der Flügel haben.
Zumindest zwei Me 410 wurden mit Motoren mit Ringnasenkühler erprobt und die Me 410C sollte einen überarbeiteten vorderen Rumpf und neue Hauptfahrwerke mit Doppelreifen erhalten, welche direkt nach hinten ohne die 90-Grad-Drehung eingezogen werden konnten.
Bevor die Me 410C jedoch vollständig gebaut werden konnte, wurde das Programm abgebrochen.

Stattdessen kam die Me 410D mit Doppelreifen-Landefahrwerk, ringförmig gekühlten 603JZ Motoren und einem überarbeiteten, vorderen Rumpf, von welchem erwartet wurde, dem Piloten eine bessere Sicht zu geben und den Luftwiderstand zu verringern. Eine weitere besondere Eigenschaft waren die äußeren Flügelteile, welche zwar die gleichen aerodynamischen Formen hatten wie bisher, aber aus Holz gebaut wurden, um strategisches Material einzusparen.
Aber auch dieses Projekt kam nicht viel weiter, da schon andere Flugzeug-Programme durch die Verwendung von Holz in Probleme geraten waren, da es dabei zu strukturellem Versagen kam.

So wurde im Sommer 1944 die Me 410D ihrerseits durch die Me 410H ersetzt, welche gegenüber der Me 410B-2 keine großen Unterschiede mit Ausnahme von zusätzlichen ungekehlten Flügelteile zwischen den Motoren und den Außenflügeln hatte. Diese Höhenversion sollte eine Spannweite von 23 Metern haben, aber der begonnene Umbau eines Flugzeuges wurde niemals abgeschlossen.


Spezifikationen Messerschmitt Me 410A-1/U2

Spezifikationen:

Me 410A-1/U2
Spezifikation
Typ
Zerstörer
Antrieb
zwei Daimler-Benz DB 603A Motoren mit je 1.750 PS
Besatzung
2
Spannweite
16,36 m
Länge über alles
12,56 m
Höhe über alles
5,21 m
Flügelfläche
36,20 m²
Leer-Gewicht
7.518 kg
Startgewicht (maximum)
9.650 kg
max. Flügelbelastung
266,57 kg/m²
max. Leistung (A-1)
2,75 kg/PS
Höchstgeschwindigkeit
625 km/h (in Flughöhe von 6.700 m)
Marschgeschwindigkeit
?
Anfangssteigleistung
650 m/min.
Steigleistung
6.000 m in 10,7 min.
Dienstgipfelhöhe
10.000 m
Reichweite
1.690 km

Bewaffnung:

Me 410A-1/U2
Spezifikation
starr nach vorn
2 x 20-mm MG 151/20 Schnellfeuerkanonen (720 Schuss/min, Mündungsgeschwindigkeit 593 m/s) und 2 x 7,92-mm MG 17 (1.200 Schuss/min, Mündungsgeschwindigkeit 765 m/s); im Bombenschacht weitere 2 x 20-mm MG 151/20 Schnellfeuerkanonen
nach hinten
2 x 13-mm MG 131 (930 Schuss/min, Mündungsgeschwindigkeit 760 m/s) in zwei ferngesteuerten Ständen zu beiden Rumpfseiten
Zuladung
Bombenschacht (ohne zusätzlich 2x20-mm MG 151/20) für zwei 500-kg-Bomben oder 10 x 50-kg-Bomben extern oder in Ausnahmefällen zwei 1.000 kg-Bomben

Einsatzstatistik:

Me 410
Angaben
Erstflug (Me 410V-1)
Dezember 1942
Produktion
Januar 1943
Truppenlieferung
Frühjahr 1943
Endlieferung
September 1944
Stückpreis
?
Stückzahl (alle Varianten)
1.160 (mit Umbauten aus Me 210)
Übernommen von Luftwaffe 1/39-12/44 (alle Versionen) "1.160"
Produziert 1939
-
Produziert 1940
-
Produziert 1941
-
Produziert 1942
-
Produziert 1943
271+20 Aufklärer
Produziert 1944
629+93 Aufklärer
Produziert 1945
-
Bestand Me 210 am 1.9.1939
-
Bestand Me 210 am 20.9.1942
-
Bestand Me 210 am 21.12.1942
-
Bestand Me 210 am 10.1.1945
ca. 81


Quellenangaben und Literatur

Combat Aircraft of World War II (Bill Gunston)
Technik und Einsatz der Kampfflugzeuge vom 1. Weltkrieg bis heute (Ian Parsons)
Das große Buch der Luftkämpfe (Ian Parsons)
Luftkrieg (Piekalkiewicz)
German Aircraft of World War 2 in Colour (Kenneth Munson)
Warplanes of the Luftwaffe (David Donald)
The Luftwaffe Album, Bomber and Fighter Aircraft of the German Air Force 1933-1945 (Joachim Dressel, Manfred Griehl)
Luftwaffe Handbook (Dr Alfred Price)
The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)
Messerschmitt Bf 110, Me 210, Me 410 (Heinz Mankau & Peter Petrick)

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