Kriegstagebuch 31. Oktober 1917


Australische und neuseeländische Soldaten Dritte Schlacht von Gaza
Australische und neuseeländische Soldaten reiten zu Beginn der Dritten Schlacht von Gaza vorwärts.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. Oktober 1917:

Naher Osten


Palästina – DRITTE SCHLACHT VON GAZA (bis zum 7. November): Das britische DMC (11.000 Mann und 28 Kanonen) nimmt Beersheba nach einem Marsch über 38 bis 48 km gegen 5.400 Türken mit 28 Kanonen. Das XX. Korps (17.000 Mann) erstürmt die westlichen Verteidigsstellungen. Hauptmann Collins von den 25. Welsch-Füsilieren erhält das Victoria Cross für den Transport von Verwundeten und der Tötung von 15 Türken mit dem Bajonett. Oberst Newcombes 70 britische Kamel-Reiter durchschneiden die Telegraphen-Linie Hebron-Jerusalem in Teilen. Allenby nimmt 1.947 Kriegsgefangene, 15 Kanonen und über 4 MGs für 1.348 Mann Verluste.

Südfronten

Isonzo: Bis 01.00 Uhr sind die Italiener hinter dem Fluss Tagliamento über 8 Brücken. Der britische Generalstabschef Robertson kommt in Cadornas Treviso-Hauptquartier an und stimmt mit Foch überein, dass die Italiener die Flusslinie halten können. Erzherzog Eugene gibt an, 180.000 Kriegsgefangene eingebracht und 1.500 Geschütze erbeutet zu haben.

Westfront

Flandern: Insgesamt 700 Mark IV-Tanks wurden bis Ende Oktober an das BEF ausgeliefert. Die Verluste des BEF für den Monat Oktober sind mit 119.808 Soldaten der zweitschlechteste Wert im Jahr 1917. Haig inspiziert die britische 23. Division, die nach Italien gehen soll.

Seekrieg

Ostsee: Russische Admirale erklären, ‘das Schicksal Finnlands und die Zugänge zur Hauptstadt hängen in erster Linie vom Willen des Feindes ab’. Flottenbefehlshaber Razvozov hat am 30. Oktober mitgeteilt, daß sein Posten in kürze zur Wahl stehen wird.
Atlantik, Nordsee und Mittelmeer: ​​Während des Oktobers belaufen sich die alliierten und neutralen Schiffsverluste gegen U-Boote auf 159 Schiffe (davon 68 britische mit 293 Besatzungsmitgliedern) mit zusammen 448.923 Tonnen. Die deutsche Zahl sind 466.542 t, einschließlich 144.603 t im Mittelmeerraum. 99 Konvois sind seit Mai nach Großbritannien gelaufen. 1.502 Dampfer (10 in Konvois verloren) und 6 deutsche U-Boote (alle durch Minen) seitdem verloren.
Nordsee und Ärmelkanal: 10.400 britische Minen in der Helgoland-Bucht und der Strasse von Dover bis zum 31. Dezember verlegt.

Luftkrieg

Großbritannien – Erster deutscher Gotha-Angriff mit Brandbomben: 22 Gotha-Bomber (183 Bomben über Kent abgeworfen), 10 Bomber erreichen London (83 Bomben), welche nur 32 zivile Opfer verursachen, da die 4,5-kg-Brandbomben sich oft nicht entzünden. 50 Abfangeinsätze (2 Bruchlandungen) führen nur zu 6 kurzen Sichtungen; 5 Gotha-Bomber machen bei der Rückkehr in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November Bruchlandungen.

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Im Blickpunkt:
  • Deutsche Uniformen 1916-18

    Die Uniformen der Deutschen Armee im Ersten Weltkrieg von 1916 bis 1918 (Teil II). hier zu Teil I: deutsche Uniformen im 1. Weltkrieg Deutsche Uniformen von 1916 bis 1918 Jeder deutsche Bundesstaat hatte seine eigenen Farben, die vor allem auf der kreisförmigen Kokarde, die unterhalb der Reichskokarde auf der Vorderseite der Mützen- und Feldkappen und auf der linken Seite des Helms getragen wurde, zu sehen waren. Jene Einheiten, die berechtigt waren, den Jäger-Tschako zu tragen (außer in Sachsen), Pelzmütze oder Ulanen-Tschako, trugen eine ovale Kokarde auf der Vorderseite der Kopfbedeckung. Die Farben der deutschen Nationalstaaten wurden auch in das Geflecht der Schultergurte bei einigen Offizieren eingearbeitet, Rang-Unterscheidungsmerkmalen auf der Spitze der Kragenabzeichen der Mäntel, auf dem Wiederverpflichtens-Abzeichen, Schwert-Knoten, Trompeten-Schnüre und es wurden auch auf einige auf Trommeln aufgemalt. Auch erschien das Landeswappen auf dem Helm und Tschako-Platten, Knöpfen, Schnallen und auf einigen Schwerthaltern. Im aktiven Dienst war die Kopfbedeckung mit einer grauen Abdeckung versehen, auf dessen Vorderseite manchmal gedruckt oder eingestanzt, die folgenden Abzeichen, Buchstaben und Ziffern zu sehen waren: für Linieninfanterie-Regimenter: die arabische Nummer. für Reserve-Infanterie-Regimenter: ‘R’ gefolgt von der arabischen Nummer. Landwehr-Infanterie-Regimenter: ‘L’ gefolgt von der arabischen Nummer. Landsturm: Eisernes Kreuz. Diese Abzeichen, welche nicht von den Garde-Einheiten getragen wurden, waren anfangs in Rot, aber im August 1914 wurden sie auf Grün geändert, bevor sie vollständig vom ‘Höchsten-Kabinett’-Befehl vom 27. Oktober 1916 abgeschafft wurden. Während der ersten Hälfte des Krieges wurden Metallbeschläge an den Helmen mit billigeren Materialien hergestellt und grau lackiert. Dann wurde die Schale des Helmes aus Metall – oder häufiger – aus Filz-Hutstumpen hergestellt. An der Vorderseite wurde oft die Spitze der Kugelhalterung entfernt. Anstelle der unverwechselbaren Kopfbedeckung für Offiziere und Portepee-Unteroffiziere trugen diese eine Schirmmütze mit Band und Kordel in Farbe der Waffengattung oder Regiment mit anfangs schwarzen und dann feldgrauen Lederspitzen. Die Schirmmütze wurde auch von anderen Rängen außerhalb des Diensts getragen, ansonsten trugen sie eine runde, Spitzenlose Feldkappe. In aktivem Dienst wurde das hell gefärbte Kappen-Band mit einem grauen Streifen abgedeckt, um den Träger weniger auffällig zu machen. Landsturm-Mannschaften trug eine Schirmmütze aus schwarzem Öltuch mit Silber- oder Messing-Landwehrkreuz auf der Vorderseite über der Landes-Kokarde. Die Uniform-Vorschriften vom September 1915 Die Uniform-Vorschriften vom 21. September 1915 standardisierten die verschiedenen Modifikationen, welche seit Kriegsbeginn durchgeführt worden waren. Dazu gehörten das Schwärzen der Lederausrüstung usw. Gleichzeitig wurde ein neuer Übermantel und eine neue Tunika für den Fronteinsatz – die ‘Feldbluse’ – für alle Waffengattungen eingeführt. Kurz vor der Schlacht von Verdun Anfang 1916 begannen deutsche Truppen den neuen Stahlhelm als Ersatz für die Pickelhaube zu erhalten, der mit einer zusätzlichen vorderen Verstärkungsplatte für Beobachter ausgestattet war. Er wurde oft mit einem Überzugtuch getragen oder mit einem eckigen Tarnmuster bemalt. 1918 erschien eine neue Ausführung des Helms in begrenzter Stückzahl für Fernmelder und Telefonisten. Nach dem Krieg wurde dieser an die berittenen Truppen ausgegeben. Bei Verdun sah der deutsche Infanterist nun so aus, wie er es bis Kriegsende bleiben sollte, was ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild zum August 1914 abgab. Dieses strenge, eintönige Outfit änderte sich bis zum Waffenstillstand im November 1918 kaum noch. Der einzige Farbtropfen war nur noch am Bajonettknoten zu sehen, wo die unterschiedlichen Farben die Kompanie-Zugehörigkeit des Soldaten anzeigten. Der Grenadier der 184. Infanterie etwas weiter oben rechts trägt die Sturmausrüstung. Seinen schweren Rucksack hat er für diese zweckmäßigere und leichtere Anordnung ausgetauscht, wo er nur die unbedingt notwendigsten Dinge mit sich trägt. Dazu gehören die M1915 Gummi-Gasmaske, das M1915 Sturmgepäck, die M1887 Brottasche, die M1907 Wasserflasche, ein Bajonett, M1895 Gürtel, M1866 Feldstiefel und das M1898 Mauser-Gewehr. Der neue Stahlhelm Sein M1916-Stahlhelm wurde aus hartem Silizium-Nickel-Stahl heiß-gepresst und war damit teurer als die alliierten Helme, welche kalt-gepresst wurden. Er war auch mit 1,2 kg schwerer, bot aber einen besseren Schutz für das Gesicht, Ohren und den Nacken. Es hatte ein effizientes internes Größensystem aus Lederlaschen und Polster und verwendete den alten M1891 Kinnriemen. Zwei Außenlaschen ermöglichten bei Bedarf die Anbringung einer zusätzlichen, an die Vorderseite des Helms angepassten Stahlplatte, die von Wachposten und anderen besonders gefährdeten Soldaten verwendet werden konnte und als ‘Stirnpanzer’ bezeichnet wurde. Ausgegeben mit einer feldgrauen Lackierung, wurden einige Helme später in einem eckigen, mehrfarbigen Tarnmuster aus mattem Rot-Braun, Ocker, Grün und Blau-Grau, unterteilt durch schwarze Linien, lackiert. Zur zusätzlichen Tarnung wurden auch verschiedene Stoffüberzüge verwendet, am häufigsten aus hellem khakifarbenem Sandsackmaterial. Rangabzeichen Die Rangabzeichen wurden wie folgt angegeben: Obergefreite: Ein kleiner Rangabzeichen-Knopf mit Staatswappen auf beiden Seiten des Kragens. Obergefreiter nur für die Fußartillerie: Ein größerer Rangabzeichen-Knopf mit Staatswappen auf beiden Seiten des Kragens. Unteroffiziere oder Oberjäger in Jäger- und Schützen-Bataillonen (mit Ausnahme aus Sachsen): Goldene oder silberne Spitze an der Vorder- und Unterkante des Tunikakragens und an den Manschetten. Ein kleiner, schlichter Knopf und ein vertikaler Spitzenstreifen an den Kragenspiegeln des Mantels. Feldwebel: Wie bei Unteroffizieren, jedoch zusätzlich ein großer Rangabzeichen-Knopf am Kragen. Ein größerer und schlichter Knopf und ein senkrechter Spitzenstreifen auf den Kragenspiegeln des Übermantels. Vizefeldwebel oder Vizewachtmeister bei berittenen Einheiten: Wie für Unteroffiziere, jedoch mit Offiziersdegen und -knoten sowie Offizierskokarden an der Kopfbedeckung. Oberstabsfeldwebel bzw. Hauptfeldwebel der Kompanie: Wie für Vizefeldwebel, jedoch mit einer zweiten Spitzenreihe oberhalb der Manschetten, bzw. um den oberen Rand der Manschetten bei der Bluse M.1915. Offiziersdegen und -knoten und Kopfbedeckung. Großer schlichter Knopf und zwei vertikale Spitzenstreifen an den Kragenspiegeln des Übermantels. Rangabzeichen-Knöpfe waren anfangs aus Kupfer oder Weißmetall, wurden aber dann Feldgrau gemalt. Ab 1915 wurden die Spitzen in einem stumpfen Grau gefertigt. Später im Krieg wurde die Spitze auf dem Kragen oft auf ‘Winkel’ an den Punkten des Kragens reduziert. Auf der M.1915-Uniform wurden die Mantelkragen-Abzeichen nicht getragen, aber jene, die dazu berechtigt waren, trugen weiterhin die Rangunterscheidungsspitze am Kragen. In Mecklenburg hatten Portepee-Unteroffiziere goldene oder silberne Ragunterscheidungs-Spitzen. Auf den Kragenstücken, welche Garde-Litzen zeigten, wurde die Spitze horizontal über und unter der Litzen platziert. Offiziersstellvertreter: Wie beim Vizefeldwebel, jedoch mit metallischer Spitze um die Schulterstücke und metallischen Schulterstückabzeichen wie bei den Offizieren. Offiziersdegen und -knoten, sowie Kokarden am Kopfschmuck. Feldwebelleutnant (auch in berittenen Einheiten): Wie bei Vizefeldwebel, jedoch mit Leutnants-Schulterriemen. Fähnrich: Wie für Unteroffizier, aber mit mehr …

  • SdKfz 251/9

    Varianten des mittleren Schützenpanzerwagens SdKfz 251/4 bis 7,5cm PaK42 L/70 auf 3t Zgkw. Varianten, Spezifikationen, Statistiken und Bilder (Teil II). Hier zu Teil I: Deutscher mittlerer Schützenpanzerwagen SdKfz 251. SdKfz 251/4 bis 7,5cm PaK42 L/70 SdKfz 251/4 mittlerer Schützenpanzerwagen (IG) oder Gerät 904: Gewicht: 8,75 Tonnen – Besatzung: 7 Mann – Bewaffnung: Ein 7,92mm MG34 – Munition: 1,100 Schuss. Munitionstransporter und Zugmaschine für das 7,5cm leIG18. Dieses Fahrzeug wurde 1942 durch das SdKfz 251/9 mit der eingebauten 7,5-cm-Kanone ersetzt. 120 Schuss Munition wurden mitgeführt. SdKfz 251/5 mittlerer Schützenpanzerwagen (Pi) oder Gerät 905: Gewicht: 8,81 Tonnen – Besatzung: 9 Mann – Bewaffnung: Zwei 7,92mm MG34 – Munition: 4,800 Schuss. Nachrichtenmittel: FuG8 und FuG4. Funkbefehlsfahrzeug für den Pionierzug, dessen Bau 1943 eingestellt wurde. SdKfz 251/5 mittlerer Schützenpanzerwagen (Pi): Nachrichtenmittel: FuG8 und FuG5. Funkbefehlsfahrzeug für den schweren Zug der Panzerpionier-Gruppe. Bau 1943 eingestellt. SdKfz 251/6 mittlerer Kommandopanzerwagen: Gewicht: 8,50 Tonnen – Besatzung: 8 Mann – Bewaffnung: Ein 7,92 mm MG34 – Munition: 1.100 Schuss – Nachrichtenmittel: FuG11 und FuGTr100mw. Voll ausgestattetes Kommandoposten-Fahrzeug, Bau 1943 eingestellt. Späte Version des Kommandopostens wurde mit dem FuG19 und FuG12 ausgestattet.   SdKfz 251/7 mittlerer Pionierpanzerwagen: Gewicht: 8,07 Tonnen – Besatzung: 7 bis 8 Mann – Höhe: 2,70 m – Bewaffnung: Zwei 7,92mm MG34 oder MG42; eine 7,92mm PzB39 (Panzerbüchse) – Munition: 4.800 für MG, 40 für Panzerbüchse. Spezialtransporter mit Gestellen zur Aufnahme von kleinen Sturmbrücken, Minen und anderen schweren Geräten der Panzerpionier-Kompanie (gp). Bei Verwendung in der Hauptquartier-Kompanie wurden diese Fahrzeuge mit einem FuG5 ausgestattet. Eine andere Bezeichnung war Gerät 907. Bild: siehe ganz oben. SdKfz 251/8 mittlerer Sanitäts-Panzerwagen oder Gerät 908: Gewicht: 7,47 Tonnen – Besatzung: 3 Mann – Gepanzerter Ambulanzwagen zur Aufnahme von zwei Krankentragen und vier sitzenden Verwundeten. Spätere Versionen hatten die hinteren Türen modifiziert, um das Ein- und Ausladen zu erleichtern. Bei Verwendung mit der Hauptquartier-Kompanien oder einer Panzer-Abteilung wurde das Nachrichtenmittel FuG5 eingebaut. (Hinweis: Fahrzeug-Bild Ausf.D im ersten Teil über das SdKfz 251)   SdKfz 251/9 mittlerer Schützenpanzerwagen (7,5cm), Gerät 909: Gewicht: 8,53 Tonnen – Besatzung: 3 Mann – Höhe: 2,07 m – Bewaffnung: Eine 7,5 cm KwK37 (L/24) – Seitenrichtbereich: 12° links und 12° rechts – Höhenrichtbereich: -10 bis +12° – Optik: SflZF1 – Munition: 52 Granaten – Sekundärbewaffnung: Zwei 7,92mm MG34 oder MG42 – Munition: 2.010 Schuss. Entwickelt für eine beweglichere Unterstützung der Schweren gepanzerten Infanterie-Kompanie (gp). Am 31. März 1942 wurde Büssing-NAG beauftragt, einen gepanzerten Überbau für den Einbau der älteren 7,5cm KwK zu entwickeln, welche seit dem Auslaufen des PzKpfw IV A bis F mit der kurzen KwK40 (L/24) verfügbar war. Im Juni 1942 wurden zwei Prototypen zu Einsatzversuchen nach Russland geschickt und als Ergebnis davon wurde im selben Monat eine Bestellung über 150 Stück erteilt. 1944 wurde ein neues Konzept zum Einbau der Kanone eingeführt, das ohne größere Änderungen für den Einbau in eine ganze Reihe unterschiedlicher Fahrzeugtypen verwendet werden konnte. Die 7,5cm wurde als K51(Sf) bezeichnet, wenn sie mit der neuen Halterung eingebaut wurde. Der inoffizielle Name, der manchmal für dieses Fahrzeug verwendet wurde, war ‘Stummel’.   SdKfz 251/10 mittlerer Schützenpanzerwagen (3,7cm PaK), Gerät 910: Gewicht: 8,02 Tonnen – Besatzung: 5 Mann – Höhe: 2,17 m – Bewaffnung: Ein 3,7cm PaK35/36 (L/45), ein 7,92mm MG34 oder MG42, ein 7,92mm Panzerbüchse PzB39. Munition: 168 (PaK), 1.100 (MG), 40 (Panzerbüchse). Ab 1940 wurde das SdKfz 251/10 als Zugführerwagen an Zugführer ausgegeben, um eine schwerere Unterstützung zu bieten. Bei der Anordnung des 3,7cm PaK-Schildes gab es geringfügige Abweichungen.   SdKfz 251/11 mittlerer Fernsprechpanzerwagen, Gerät 911: Gewicht: 8,50 Tonnen – Besatzung: 5 Mann – Höhe: 2,17 m – Bewaffnung: Zwei 7,92mm MG34 oder MG42 – Munition: 2.010 Schuss. Mittlere Telefonzentrale und Kabelverlegefahrzeug ähnlich dem SdKfz 250/2. Es gab zwei Versionen, eine mit dem leichteren Feldkabelträger 6 (gp) und eine andere mit der mittleren Feldkabelträger 10 (gp). Im Januar 1942 bestellt, wurden die ersten Fahrzeuge am 15. August 1942 ausgeliefert. SdKfz 251/12 mittlerer Messtrupp und Gerätepanzerwagen, Gerät 912: Besatzung: 6 Mann. Artillerie-Vermessungsfahrzeug zum Transport der Vermessungs-Abteilung und ihrer Ausrüstung. Das FuG8 Funkgerät wurde mit einer Rahmenantenne geführt. Der Bau wurde 1943 eingestellt. SdKfz 251/13 mittlerer Schallaufnahme-Panzerwagen, Gerät 913: Fahrzeug mit Artillerie-Schallmessgerät. Bau 1943 eingestellt. SdKfz 251/14 mittlerer Schallauswerte-Panzerwagen, Gerät 914: Gewicht: 8,50 Tonnen – Besatzung 8 Mann – Höhe: 2,50 m. Artillerie-Schallortungsfahrzeug, Bau auch 1943 eingestellt. SdKfz 251/15 mittlerer Lichtauswerte-Panzerwagen, Gerät 915: Artillerie-Mündungsblitz-Erkennungsmaschine. Bau ebenfalls 1943 eingestellt. SdKfz 251/16 mittlerer Flammpanzerwagen, Gerät 916: Gewicht: 8,62 Tonnen – Besatzung: 5 Mann – Bewaffnung: Zwei 1,4cm Flammenwerfer, zwei 7,92mm MG34 oder MG42 – Munition: 700 Liter Flammenbrennstoff, 2.010 Schuss für MGs – Höhe: 2,10 m. Das ab Januar 1943 ausgelieferte SdKfz 251/16 trug genügend Flammenbrennstoff, um etwa 80 Stöße von bis zu zwei Sekunden Dauer zu ermöglichen. Die Flammenwerfer, die auf beiden Seiten des Fahrzeugs montiert waren, hatten einen Schwenkbereich von 90° Grad und einen Höhenrichtwinkel von bis zu +40° Grad. Die Reichweite betrug je nach Windverhältnissen ca. 35 Meter. Die früheren Versionen waren auch zusätzlich mit einem 7mm-Flammwerfer 42 ausgestattet, einem tragbaren Flammenwerfer, der an einer 10 Meter langen Schlauchleitung montiert war.   SdKfz 251/17 mittlerer Schützenpanzerwagen (2cm), Gerät 917: Gewicht: 8,80 Tonnen – Besatzung: 4 bis 6 Mann – Höhe: 2,25 m – Bewaffnung: Eine 2cm KwK38 Flakrohr, zwei 7,92mm MG34 oder MG42 – Munition: 600 Schuss für KwK, 600 für MGs. Bereits am 26. Oktober 1943 gab es eine Ausf. A und Ausf. B des SdKfz 251/17. Fotos zeigen drei verschiedene Modelle mit dem Fahrgestell des SdKfz 251 Ausf. C. Auf zwei ist ein erheblicher Umbau des Überbaus zu erkennen, um eine Ausrichtung in alle Richtungen zu ermöglichen. Auf dem Fahrgestell des SdKfz 251 Ausf.D wurde eine modifizierte Geschütz-Halterung eingeführt, die in den normalen Aufbau eingebaut werden konnte. Spätere Versionen davon wurden mit einem kleinen Turm um die 2cm KwK38 herum ausgestattet, welche einen Flak-Lauf hatte.   SdKfz 251/18 mittlerer Beobachtungs-Panzerwagen: Besatzung: 6 Mann. Beobachtungsfahrzeug auf dem Fahrgestell des SdKfz 251 anstelle des SdKfz 250. Die Funkeinrichtung bestand aus dem FuG12. Die Geräte-Nummer 918 für das Fahrzeug wurde ab dem 24. August 1944 in den Bestandslisten ausgegeben. 5dKfz 251/19 mittlerer mehr …

  • Ungarischer Panzer Turan II

    Ungarischer mittlerer Kampfpanzer Turan, Zrinyi-Sturmgeschütz und Csaba-Panzerspähwagen. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. 40M und 41M Turan, Zrinyi, Csaaba Typ: ungarischer mittlerer Kampfpanzer, Sturmgeschütz und Panzerspähwagen. Turan Vor dem 2. Weltkrieg hatte Ungarn seine gepanzerten Einheiten mit Panzerfahrzeugen aus dem Ausland (vor allem italienische CV-33 Tanketten) ausgerüstet, welche für die eigenen Einsatzzwecke umgebaut wurden. 1940 erhielt Ungarn dann die Erlaubnis einen eigenen mittleren Kampfpanzer zu bauen, welcher im Jahr 1941 eingeführt wurde und auf dem ex-tschechischen Skoda-Entwurf (nun der deutsche PzKpfw 35(t)) basierte. Dieser neue Kampfpanzer wurde Turan I getauft, war ein mittlerer Panzer von etwa 16 Tonnen mit einer fünfköpfigen Besatzung, sowie einem umgebauten und größeren Turm (mit einer eckigen Kuppel) mit einer 40-mm-Skoda-Kanone. Der Turan wurde von den Weiss&Cspel Stahlwerken in Budapest gebaut und wurde durch einen 260 PS starken ungarischen Motor angetrieben. Die Produktion des Panzers begann im Oktober 1941. Nach den verheerenden Kämpfen um Stalingrad erkannte die ungarische Armee, dass sie eine stärkere Bewaffnung benötigte, um mit den russischen T-34 Panzern fertig zu werden. So erschien 1943 der Turan II mit einem geänderten Turm, Kuppel und einer kurzrohrigen 75-mm-Kanone. Der erste Kampfeinsatz des neuen Kampfpanzers fand allerdings nicht vor April 1944 statt, da die Ungarn während des Jahres 1943 zur Auffrischung und Neuausrüstung aus der Frontlinie gezogen waren. Der Turan II wurde immer noch von dem meisten russischen Panzern deklassiert und so wurde die lange deutsche 75-mm-Kanone L/43 eingebaut. Dieser Kampfpanzer wurde Turan III benannt. Er befand sich aber immer noch im Prototypen-Stadium, als deutsche Truppen Ungarn besetzten und die bisherige Regierung austauschten, welche Friedensfühler zu den westlichen Alliierten ausgestreckt hatte. Hier zum Original-Entwurf: PzKpfw 35(t) bzw. Skoda LT vz 35 Danach wurde die nun faschistische ungarische Armee mit deutschen Panzerfahrzeugen ausgerüstet und Pläne wurden erstellt, den kampfstarken Panther-Panzer in Ungarn in Lizenz nachzubauen (die russische Einkreisung und Belagerung von Budapest beendete jedoch dieses Projekt). 3d-Modell 40M Turan I Zrinyi-Sturmgeschütz Der Zrinyi war ein erfolgreiches Sturmgeschütz auf dem Fahrgestell des mittleren Turan-Kampfpanzers. Zrinyi I wurde nur als Prototyp gebaut, da die Kriegslage die Serienproduktion nicht mehr zuließ. Es wurde zur Panzerabwehr mit einer durchschlagskräftigen 7,5-cm-Kanone 43 bewaffnet und der Produktionsbeginn war für Juni 1944 geplant. Dagegen wurde Zrinyi II mit einer 10,5-cm-Haubitze zur Unterstützung der Infanterie gebaut. Es wurde bei der ungarischen Armee als 40/43M Zrinyi Rofamloveg eingeführt und über 60 Stück wurden gebaut. Die Hauptbewaffnung bestand aus einer 10,5-cm ML20.5 (MAVAG) Haubitze, für welche 52 Schuss mitgeführt werden konnten. Obwohl es sich bei der Haubitze hauptsächlich um eine Unterstützungswaffe für die Infanterie handelte, wurde sie doch mit gutem Erfolg gegen russische Panzer eingesetzt. Die Wirkung war eindeutig besser, als bei der Bewaffnung der mittleren Kampfpanzer Turan. Das 21,5 Tonnen schwere Fahrzeug hatte eine Besatzung von vier Mann und war 5,68 Meter lang, 2,99 Meter breit und 1,90 Meter hoch. Die Panzerung war zwischen 13 und 75 mm dick. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 43 km/h und der Fahrbereich bei 220 km. Später wurde die ungarische Armee auch noch mit 100 Hetzer-Jagdpanzer von den Deutschen ausgerüstet. 3d-Modell 43M Zrinyi II 105mm Panzerspähwagen Csaba Nicholas Straussler, welcher für die Erfindung des Duplex-Antrieb für Amphibien-Panzer bekannt ist, entwickelte eine Reihe von Panzerspähwagen für Großbritannien zwischen den beiden Weltkriegen.   Er entwarf für sein Heimatland Ungarn auch den Csaba 39 Mppcgk, welcher ein gut erscheinender Panzerspähwagen mit drei Mann Besatzung war. Das Fahrzeug wurde ab 1939 gebaut und hatte eine 20-mm-Kanone mit einem koaxialen Maschinengewehr in einem gut geformten, zentral platzierten Turm. Es war 4,52 Meter lang, 2,10 Meter breit und 2,30 Meter hoch. Die Fahrzeuge wurden von der ungarischen Automobilfabrik Manfred Weiss gebaut und spätere Modelle hatten neben einem Vierrad-Antrieb mit 90-PS Ford V8-Motor, Zwei- oder Vierrad-Lenkung mit Einrichtung für die Rückwärtsfahrt. Das Gesamtgewicht belief sich auf 5.959 kg und neben der 20-mm-Schnellfeuerkanone war es mit zwei Maschinengewehren bewaffnet und hatte eine Besatzung von vier Mann. Als Kommandofahrzeug hatte es anstatt der Kanone drei Funkgeräte und eine abklappbare Rahmenantenne. 172 Csaba wurden für die ungarischen Streitkräfte gebaut und die Fahrzeuge wurden später auch von der Wehrmacht in Ungarn eingesetzt. Benutzer: Ungarn (Angabe für alle Varianten). Einige Csaba-Panzerwagen auch von Deutschland verwendet. Einsatz der ungarischen Panzer Das Mobile Korps wurde bei der ungarischen Wiederaufrüstung 1939 gebildet und erstmals beim Einmarsch nach Ruthenien in der Tschechoslowakei im März 1939 eingesetzt. Diese Elite-Einheit der Ungarn verwendete veraltete italienische Tanketten, ungarische Csaba-Panzerspähwagen und leichte Toldi-Panzer. Der nächste Einsatz erfolgte beim Einmarsch in das rumänische Transsilvanien, welches den Ungarn durch Hitlers Wiener Schiedsspruch zugesprochen worden war. Im April 1941 erfolgte der Angriff auf Jugoslawien, zusammen mit deutschen und italienischen Streitkräften während des Balkanfeldzuges. Das Mobile Korps bestand Anfang 1941 aus zwei motorisierten Infanterie-Brigaden und zwei Kavallerie-Brigaden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ungarn praktisch sein nach dem Ersten Weltkrieg als Teil der österreich-ungarischen Doppelmonarchie verlorenes Staatsgebiet zurückgewonnen. Dafür hatte es sich allerdings mit allen seinen Nachbarn – mit Ausnahme des Deutschen Reiches – überworfen und Rumänien wurde zu einem erbitterten Gegner, wodurch eine starke Garnison in Transsilvanien während des Zweiten Weltkrieges gebunden war. Ungarn war von nun an deshalb vollkommen von der Unterstützung Deutschlands abhängig. Deshalb nahm Ungarn am Unternehmen Barbarossa teil, obwohl das Land keine Streitpunkte mit der Sowjetunion hatte. Als Ungarn am 27. Juni 1941 der Sowjetunion den Krieg erklärte, blieb die Masse seiner Streitkräfte in der Heimat zurück, um gegen die Rumänen zu sichern und nur eine relativ kleine Streitmacht schloss sich den Achsen-Truppen in Russland an. Zu dieser ‘Karpaten-Gruppe’ gehörten neben der 1. Gebirgs- und 8. Grenz-Brigade auch das Mobile Korps, allerdings ohne die 2. Kavallerie-Brigade. Dieser Verband marschierte nach Galizien ein und überschritten den Dnjestr. Anschließend stieß das Mobile Korps alleine durch die Ukraine als Teil der deutschen 17. Armee vor. Es kämpfte gut in der Kesselschlacht von Uman, wenn es auch zurückgehalten werden musste, in Nikolajew einzumarschieren, da sich in der Gegend rumänische Truppen befanden. Im Oktober erreichte das Mobile Korps nach einem spektakulären Vorstoß über knapp 1.000 km den Donez, wobei es 80 Prozent seiner Motorfahrzeuge im Schlamm der ukrainischen Straßen und Wege unterwegs eingebüßt hatte. mehr …

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