Wehrpass


Wehrpass

Wehrpass

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Spanische Soldaten der Blauen Division an der Ostfront

    Die neben den Achsenmächten an der Ostfront kämpfenden weiteren deutschen Verbündeten. Neben Rumänien, Ungarn, Finnland und der Slowakei kämpften noch Freiwilligen-Einheiten der Spanier, Franzosen, Kroaten und Serben Seite an Seiten mit deutschen Truppen an der Ostfront. Achsen-Verbündete an der Ostfront Spanische Freiwilligen-Einheiten Als Gegenleistung für die deutsche Hilfe während des Spanischen Bürgerkrieges schickte der spanische Diktator Franco eine Freiwilligen-Division mit 18.000 Mann zum Kreuzzug gegen den Bolschewismus an die Ostfront. Die meisten der Männer waren reguläre Soldaten und wurden regelmäßig ausgetauscht. Am 25. Juli 1941 wurde diese spanische Blaue (Azul) Division zur 250. Infanterie-Division der Wehrmacht. Die üblichen vier Infanterie-Regimenter einer spanischen Division wurden auf drei reduziert (262., 263. und 269. Infanterie-Regiment), dazu kamen das 250. Artillerie-Bataillon und Divisions-Einheiten. Die Personalstärke lag dann bei 641 Offizieren, 2.272 Unteroffizieren und 15.780 Mannschaften. Die Division erlitt 12.776 blutige Verluste bis sie im Oktober 1943 aus der Front gezogen wurde. Von November 1943 kämpfte dann eine spanische Blaue Legion mit zwei Banderas (Bataillonen) Infanterie sowie einer gemischten Bandera aus Artillerie und Panzerabwehrkanonen vor allem gegen Partisanen im nördlichen Abschnitt der Ostfront. Nach dem allgemeinen Rückzug nach Estland begann die Legion im April 1944 nach Spanien zurückzukehren. Uniformen: Die spanischen Freiwilligen, welche in Deutschland eintrafen, trugen Uniformen der spanischen Armee oder der Falangisten. Diese wurden gegen deutsche Uniformen ausgetauscht, wobei das blaue Hemd der Falangisten-Partei weiterhin unter der Feldbluse getragen wurde, sodass die Farbe sichtbar war. Daher der Name ‘Blaue’ Division. Am rechten Ärmel der Feldbluse und des Mantels, sowie an der rechten Seite des Stahlhelms trugen sie ein schildförmiges Abzeichen in den spanischen Nationalfarben. Das ‘Joch- und Pfeile’-Symbol der Falangisten und andere falangistische Abzeichen erschien an verschiedenen Stellen der unterschiedlichen Mützen und Helme, sowie auf der Feldbluse. Spanische und deutsche Auszeichnungen wurden oft nach spanischer Art getragen. Spanische Freiwilligen-Luftstreitkräfte Fünf spanische Flugzeug-Staffeln, welche durch Deutschland ausgebildet und ausgerüstet wurden, operierten mit der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront. Allerdings befand sich immer nur eine Staffel zur gleichen Zeit im Fronteinsatz. Die Staffeln flogen vor allem Begleitschutz für Bomber und erzielten insgesamt 156 Abschüsse von sowjetischen Flugzeugen über der Ostfront. Uniformen: Spanier bei den Luftwaffen-Einheiten trugen zuerst die blau-graue Uniform der spanischen Luftwaffe, welcher aber ebenfalls in Deutschland durch die Standard-Uniform der deutschen Luftwaffe ersetzt wurde. Dabei wurden die spanischen Nationalfarben in der Form eines Schildes am oberen rechten Ärmel getragen. Spanische Luftwaffen-‘Flügel’ und andere Abzeichen sowie spanische Medaillen und andere Auszeichnungen wurden auf der deutschen Luftwaffen-Uniform getragen. Französische Legion Im Oktober 1941 überschritt ein 2.452 Mann starkes französisches Infanterie-Regiment die ehemalige Grenze der Sowjetunion als Teil der fremdländischen Kontingente im ‘Kreuzzug gegen den Bolschewismus’. Im Frühjahr 1942 wurde die Legion Voluntaire Francaise (L.V.F.) reorganisiert und bestand nur noch aus dem 1. und 3. Bataillon. Die Bataillone wurden getrennt zur Bekämpfung von Partisanen im rückwärtigen Heeresgebiet eingesetzt. Im Juni 1943 wurden die zwei unabhängigen Bataillone wieder zu einem einzigen Regiment zusammengelegt und bekämpften Partisanen als ‘verstärktes 638. Infanterie-Regiment’ der Wehrmacht in der Ukraine. Am 1. September 1944 wurde die Legion Volontaire Francaise offiziell aufgelöst. Uniformen: Französische Freiwillige erhielten deutsche Uniformen. Wie bei andere fremdländischen Verbänden wurde auch den Franzosen erlaubt, die Nationalfarben der Trikolore am rechten Ärmel ihrer deutschen Uniform und am Stahlhelm zu tragen. Es wurden deutsche und französische Auszeichnungen getragen. Im Bild rechts: Die Uniform dieses französischen Infanteristen der Legion Voluntaire Francaise (L.V.F.) ist deutsch, aber die Auszeichnungen französisch – von links nach rechts: Militär-Auszeichnung für ausgezeichnetes Verhalten, Kombattanten-Kreuz 1940 und die Kolonial-Auszeichnung für zwei Feldzüge. Der deutsche Karabiner 98k wird in französischer Art getragen. Es gab auch noch das ‘Wallonische Infanterie-Bataillon 373’ mit belgischen Freiwilligen in Süd-Russland bis August 1943. Die spanischen, französischen und belgischen Truppen bewährten sich gut und erlitten oft hohe Verluste und viele von ihnen wurden später in die Waffen-SS übernommen. Kroatische Armee Noch bevor der deutsche Sieg über Jugoslawien vollkommen war, befand sich das Land bereits im Stadium des Zerfalls und am 10. April 1941 wurde der unabhängige Staat Kroatien proklamiert. Der neue kroatische Staat begann mit der Aufstellung eigener bewaffneter Streitkräfte mithilfe der Wehrpflicht. Diese neue Armee nannte sich Hrvatsko Domobranstvo (was übersetzt Heimatarmee bedeutet) und bestand Ende 1941 aus vier Armeekorps, sechs Divisionen und 46 Bataillonen. Es gab zwei Arten von kroatischen Einheiten: Jägerbrigaden und Gebirgsjäger-Brigaden. Die Gebirgsjäger-Brigaden bestanden aus zwei Gebirgsjäger-Regimentern und zwei Bataillonen Artillerie. 1944 belief sich die Personalstärke der vier Gebirgsjäger-Brigaden auf 35.000 Mann. Es wurde eine Italienisch-kroatische Legion für die Ostfront aufgestellt, welche wie eine italienische Schwarzhemden-Legion gegliedert war und aus zwei Bataillonen Infanterie und einem Artillerie-Bataillon bestand. Die Legion kämpfte gut bei der italienischen 3. Mobilen Division, bevor sie während des Rückzugs vom Don zerstört wurde. Daneben gab es noch eine Deutsch-koratische Legion, welche als ein Infanterie-Regiment mit drei Bataillonen und einem Artillerie-Bataillon gegliedert war. Sie war bekannt als 369. verstärktes kroatisches Infanterie-Regiment und ging in Stalingrad unter. Die kroatische para-militärische Organisation, welche gegen Titos Partisanen und die Chetniks gleichermaßen kämpfte, war die Ustascha. Sie hatte Militär- und Polizei-Aufgaben und war einer Art SS-Formation ähnlich und berüchtigt. Neben diesen etwas besser organisierten und disziplinierten Einheiten gab es noch eine Reihe von mehr oder weniger irregulären Kämpfern, eigentlich nicht mehr als Banditen und Mörder. Bis Ende 1941 gab es 15 Ustascha-Bataillone, welche mit Armee-Bataillonen zusammengelegt wurden, um 16 Domobranstvo-Ustascha-Divisionen zu formieren, sowie 30 weitere Brigaden mit einer Gesamtstärke von 114.000 Mann und weiteren 38.000 Mann Heimatschutz (Volkssturm). Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Reste dieser Einheiten zu einer einzigen, kampfkräftigen Division zusammengelegt: der 1. kroatischen Sturm-Division. Uniformen: Die Uniform der kroatischen Armee war in Khaki. Offiziere trugen eine Dienst-Tunika mit Stehkragen und passender Kniehose oder langer Hose. Die Kopfbedeckung war entweder eine Schirmmütze oder eine Feld-Schirmmütze. Das Mützenband und Tunika-Farbe war dunkelbraun. Knöpfe und Abzeichen war bei Generalen in goldener Farbe, Silber für Offiziere und Bronze bei anderen Rängen. Rangabzeichen wurden auf den Kragenstücken getragen, welche in der Waffenfarbe waren. Auf kroatischen Uniformen waren die fünfzackigen Sterne der ehemaligen jugoslawischen Stereitkräfte, welche den Rang angaben, durch Metall-Kleeblätter ersetzt worden. Kroatische Luftwaffe Zunächst wurde die kroatische Luftwaffe mit Flugzeugen der ehemaligen mehr …

  • Britische Infanterie

    Die alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. ‘Alle Schlachten und alle Kriege werden am Ende von Infanteristen gewonnen’ (Feldmarschall Wavell). Alliierte Streitkräfte im 2. Weltkrieg Ein Erbe des Ersten Weltkriegs, welches sich bis weit in den Zweiten hinein hielt, war der Glaube, dass der Infanterist ein phlegmatisches und etwas einfaches Individuum sei, das nach langer Unterweisung in der Lage sei, die Feinheiten des Repetiergewehrs und der Schaufel zu beherrschen und einfache Befehle auszuführen, wenn man ihm die richtige Richtung zeige. Deshalb kam der Ausdruck ‘Kanonenfutter’ schnell für diese Männer über die Lippen. Diese Verallgemeinerung mochte im Jahr 1800 gerade noch stimmen, aber 1918 war sie eine grobe Fehldarstellung und 1939 geradezu eine Verleumdung. In den Jahren 1914 bis 1918 hatte sich die Bewaffnung der Infanteristen beträchtlich erweitert: mehr Maschinengewehre, die Einführung des Granatwerfers, des leichten Maschinengewehrs, in einigen Fällen sogar des automatischen Gewehrs und der Maschinenpistole. Die Granate wurde wiederentdeckt und der Grabenmörser erhielt ein neues Aussehen und Renaissance. All diese Waffen wurden an den Infanteristen ausgegeben und er musste sie beherrschen. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden Anzahl dieser Waffen ausgedünnt. Zwar wurden sie nicht ganz abgeschafft, sondern in kleinen Stückzahlen beibehalten und in den Folgejahren verbessert, sodass es sie 1939 noch alle gab. Von jedem Infanteristen – und auch von vielen Soldaten anderer Waffengattungen – wurde erwartet, dass er in der Lage war, sie zu bedienen, wenn es ihm befohlen wurde oder es notwendig war. Das galt unabhängig von seiner eigentlichen Aufgabe und der Waffe, welche er gewöhnlich dafür verwendete. Zahlreiche junge Männer in England, die mit den Erinnerungen ihrer Väter an das Gewehr mit Bajonett und dem Schlamm im Ypern-Bogen aufgewachsen waren, erlebten eine böse Überraschung, als sie 1939 den neuen Kampfanzug trugen und die Bandbreite der Waffen sahen, die sie erlernen mussten. Die alliierten Streitkräfte Alliierte Infanteristen Nach einem alten britischen Sprichwort war die Aufgabe der Kavallerie in der Schlacht, für den Lärm zu sorgen, da man sonst nichts Lautes wird hören können. Dies lässt erahnen, dass die Infanterie die Basis aller Streitkräfte und jeder militärischen Auseinandersetzung überhaupt ist. Der Infanterist ist das ‘Mädchen für alles’ in jeder Armee der Welt und dazu noch ein Meister im Kampf ‘Mann gegen Mann’. Er gehört zu denjenigen, welche dem Feind von Angesicht zu Angesicht auf dem´Schlachtfeld gegenüberstehen und auch die Entscheidung herbeiführt. Artillerie, Panzer und Flugzeuge können die feindliche Front aufbrechen, können den Feind demoralisieren und Verluste verursachen, aber wenn nicht die entschlossene Infanterie dies ausnutzt, geht jeder erzielter Vorteil wieder verloren. Daher war, ist und bleibt die Infanterie das Rückgrat jeder Streitmacht. Mit dem Fortschreiten des Zweiten Weltkrieges tauchten immer mehr neue Waffen auf – entweder weil die alten nicht mehr in den für den neuen globalen Krieg erforderlichen Mengen produziert werden konnten oder weil ihre Leistungsfähigkeit nicht mehr ausreichte. Andere Gründe waren taktische Probleme, die aufgetaucht waren und die neue Lösungen erforderten; oder weil neue technische Entwicklungen den Weg zu einer effektiveren Waffe wiesen, die die alte ersetzen sollte. Bei jeder Neuerung musste der Infanterist auch neu dazulernen, war nicht nur einfaches lernen bedeutete, sondern es musste so gründlich einstudiert werden, dass die neue Waffe praktisch ein Teil von ihm wurde und er sie instinktiv bei Tag oder Nacht mit bestmöglichem Erfolg einsetzen konnte. Ein britischer Infanterist, der von 1939 bis 1945 diente, musste so in diesen Jahren vielleicht drei oder vier Gewehre, zwei Maschinenpistolen, drei leichte Maschinengewehre, ein Dutzend Granatentypen, zwei schwere Maschinengewehre, zwei Granatwerfer, eine Panzerabwehrbüchse und das PIAT erlernen, dazu noch womöglich auch zwei oder drei unterschiedliche Panzerabwehrkanonen bedienen können. Wenn es sich dazu noch um irgendeiner Art von besonderer Kampftruppe handelte, wie z. B. bei den Commandos oder den Luftlandetruppen, dann wurde von ihm auch erwartet, dass er rudimentär auch eine ähnliche Anzahl von feindlichen Waffen kannte, sodass er im Notfall eine Waffe vom Schlachtfeld aufheben und benutzen konnte. Wenn er dazu mit seiner Einheit noch im Rahmen einer anderen alliierten Armee eingesetzt wurde, musste er möglicherweise auch die Waffen seiner neuen Kameraden erlernen müssen. Wurde er später als Ausbilder verwendet, musste er noch eine Sammlung veralteter Waffen erlernen, die noch zur Ausbildung verwendet oder an die Home Guard zum lokalen Einsatz ausgegeben wurden. Dazu weiß jeder ehemalige Infanterist, dass die Beherrschung von Waffen nur eine Facette des Fachwissens dieser Männer war und immer noch ist. Denn von ihm wurde auch erwartet, dass er alle wichtigen Taktiken beherrschte, damit er die jeweiligen Waffen optimal einsetzen konnte. Dazu musste er auch in der Lage sein, auf sich selbst aufzupassen, Karten zu lesen, zu kochen und tausende von anderen Dinge zu tun, die alle zu einem vollkommenen Berufssoldaten gehören. Dies wurde ihm in der britischen Armee während der Grundausbildung, dem sogenannten ‘Battle Drill’ beigebracht. Es wurde auf dem Exerzierplatz alles in allen Einzelheiten immer wieder durchexerziert, bevor die Soldaten an die Front kamen. Das Ergebnis des scharfen Drills dieser Kampfführung war, dass der Ablauf des Geschehens jedem Soldaten so sehr ins Blut übergeht, sodass er im Notfall jederzeit den Befehl über seine Gruppe übernehmen konnte. Dadurch kam kein einmal begonnener Angriff zu erliegen, wenn der Kommandant ausfiel, denn sein Ersatz wusste genau, dass er alles richtig machen würde. Dieses Schema ließ sich im übrigen auch auf größere Einheiten übertragen. Im Englischen wird die Gruppe der Infanteristen als ‘Section’ bezeichnet, welche Teil des ‘Platoon’ (Zuges) waren. Letzter bestand im Normalfall aus drei bis vier Gruppen, welche als Zugführer einen Offizier, einen Feldwebel und einen Funker hatte. Dadurch konnten die einzelnen Elemente unabhängig, aber auch geschlossen eingesetzt werden. Bei einem gemeinsam operierenden Zug gibt dabei immer eine Gruppe Feuerschutz, während sich eine andere vorarbeitet. Das ganze Verfahren basierte auf dem ‘Battle Drill’. Organisation Bei der Betrachtung der Organisation der alliierten Infanterie ist es gut, sich zu Beginn die berühmte Bemerkung von Feldmarschall Sir William Robertson aus dem Ersten Weltkrieg ins Gedächtnis zu rufen, über die er sagte, dass sie ihm gegenüber von einem sehr hohen General um die Jahrhundertwende gemacht wurde: ‘Vergessen Sie nie, Robertson, dass wir zwei (britische) Armeen haben: die Armee des Kriegsministeriums mehr …

  • Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop Jagdflugzeuge

    Messerschmitt Bf 109 Emil aus dem Blitzkrieg und der Schlacht um England, das Jagdflugzeug der Superlative. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Bf 109 E und T Typ: deutsches Jagdflugzeug aus dem Blitzkrieg und der Schlacht um England (Bf 109 T = Trägerflugzeug-Version). Die Superlative der Bf 109 Die Messerschmitt Bf 109 kann berechtigterweise von sich behaupten, eines der größten jemals produzierten Kampfflugzeuge gewesen zu sein und ist wohl der großartigste Jäger, der je eingesetzt wurde. Das ist eine natürlich ziemliche schwerwiegende Behauptung und ist sehr subjektiv, da es weitgehend davon abhängt, wie man ‘großartig’ definiert. Aber im Fall der Bf 109 ist diese Aussage nicht nur einfach Spinnerei oder Überheblichkeit, da sie durch eine Reihe von bemerkenswerten Fakten untermauert wird. Es lohnt sich, kurz abzuschweifen, ein paar von diesen hier aufzuführen: Während ihrer langen Karriere schoss die Bf 109 weit mehr feindliche Flugzeuge ab als jeder andere Typ in der Geschichte. ‘Weit mehr’ sind in diesem Fall nicht nur ein paar tausend oder so, sondern wahrscheinlich ein mehrfaches des nachfolgenden Rivalen. Es ist eine Tatsache, dass gerade die Messerschmitt Bf 109 Emil und F – und vorher schon die B bis D-Versionen von März 1937 mit Beginn des Spanischen Bürgerkriegs an – bis 1942 über ganz Europa und Nordafrika eine gewaltig hohe Abschussquote hatte. Das diese Abschusszahlen dabei auch unterlegene Flugzeuge beinhaltet, ist statistisch irrelevant, denn es waren allesamt feindliche Flugzeuge, die in atemberaubender Zahl abgeschossen wurden. hier zu den Vorgänger-Modellen B bis D und Export-Versionen. So wurde das Jagdgeschwader 52 der deutschen Luftwaffe die erfolgreichste Jagdflieger-Einheit aller Zeiten. Diese Einheit, welche komplett eine Sollstärke von 164 Flugzeugen hatte, flog während des gesamten Zweiten Weltkrieges ausschließlich Versionen der Bf 109 und seinen Piloten wurden rund 10.000 Abschüsse – hauptsächlich an der Ostfront – von feindlichen Flugzeugen anerkannt. Was dies bedeutet, mag man erahnen, daß somit alleine das JG 52 mehr feindliche Flugzeuge im Luftkampf zerstörte als alle Grumman F6F Hellcats und Vought F4U-1 Corsairs der US-Marine und des Marine-Korps während des gesamten Pazifik-Kriegs, welche insgesamt ungefähr 7.300 feindliche Flugzeuge abschossen. Und auch hier wurden die Erfolge fast immer gegen unterlegene japanische Flugzeuge, die obendrein noch von mangelhaft ausgebildeten Piloten geflogen wurden, erzielt. Auch andere deutsche Jagdgeschwader hatten bis Kriegsende fast unglaubliche Abschusszahlen erzielt. Dazu gehörten das JG 54 mit über 9.450 bestätigen Abschüssen, zumeist mit der Bf 109. JG 51 mit über 8.000 Abschüssen mit der Bf 109, JG 3 über 6.400 Abschüsse, davon der Großteil mit der Bf 109. JG 53, knapp 5.000 Abschüsse nur mit der Bf 109, JG 27 3.140 mit der Bf 109 und die Masse gegen die West-Alliierten. Dazu noch JG 2 mit über 2.700 Abschüssen, mit mindestens der Hälfte in der Bf 109 und zum Großteil im Westen. Die ersten 105 Jagdflieger-Asse der Militärgeschichte waren alles Piloten der deutschen Luftwaffe und die überwiegende Mehrheit dieser Piloten verbrachte ihre gesamte Karriere in der Bf 109. Dies schließt nur zwei Nachtjäger-Asse der Luftwaffe aus, die jeweils mehr als 109 Abschüsse erzielten. Die Liste beginnt mit dem Jagdflieger-Ass mit der höchsten Abschusszahl aller Zeiten, Major Erich Hartmann mit 352 bestätigten Abschüssen und alle in der Bf 109. Sie endet auf Platz 105 mit Leutnant Ulrich Wernitz mit 101 bestätigten Abschüssen. Bezeichnenderweise erzielten viele der in dieser Liste aufgeführten Jagdflieger-Asse die meisten ihrer Abschüsse sogar erst nach 1941, oft gegen qualitativ bessere und so gut wie immer gegen quantitativ überlegene Gegner. Darüber hinaus erzielte die Mehrzahl der rund 100 von Platz 106 bis 206 folgenden Jagdflieger-Asse der Geschichte zum größten Teil ihre Abschüsse auch mit der Messerschmitt Bf 109 oder alternativ mit der Focke-Wulf Fw 190. Darunter sind auch eine Reihe nicht-Deutscher Piloten, welche vor allem die Bf 109 flogen. Zu diesen Superlativen kommt noch hinzu, dass die Bf 109 numerisch das meist gebaute Kampfflugzeug aller Zeiten mit rund 35.000 produzierten Exemplaren war. Die Bf 109 war über einen Zeitraum von fast 18 Jahren – von 1937 bis 1955 – in aktiven Luftkampfeinheiten im Einsatz. Dazu gehörte der Einsatz ab dem frühen Spanischen Bürgerkrieg seit März 1937, der gesamte Zeitraum des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit bei den spanischen, tschechischen und israelischen Luftwaffen. Selbst noch 1945 ermöglichte der Daimler-Benz DB 605ASCM-Motor mit 2.000 PS der Bf 109K-4 eine Höchstgeschwindigkeit von 727 km/h in 6.000 Metern und eine phänomenale anfängliche Steigrate von 1.469 m/min. Die Zeit zum Erreichen einer Flughöhe von 10 000 Metern betrug nur 6,7 Minuten. Dies bedeutete, dass die ‘müde und alte’ Bf 109-Zelle immer noch schneller fliegen und schneller steigen konnte, als die exzellente Supermarine Spitfire XIV und die amerikanische P-51D Mustang. Dies soll aber nicht heißen, dass die Bf 109K ein überlegenes Jagdflugzeug gewesen wäre. Im Luftkampf war es tatsächlich den beiden zuvor angegeben alliierten Flugzeugen unterlegen, aber der Vergleich dient nur dazu, die bemerkenswerte Verlässlichkeit des ursprünglichen Entwurfs hervorzuheben. Der Messerschmitt-Jäger hatte die erstaunliche Fähigkeit, kontinuierlich während seiner gesamten Einsatzdauer verbessert zu werden und selbst noch im Jahr 1945 war die Bf 109 ein durchaus ernsthafter Gegner, sogar für die besten der alliierten Jagdflugzeuge. Und mit Ausnahme der Spitfire waren die Konkurrenten der Bf 109 zu diesem Zeitpunkt überhaupt erst alle Mitte des Krieges entwickelt worden. Das ist nichts weniger als eine unglaubliche Leistung für ein Flugzeugmuster, welches zuvor über acht Jahre lang fast ununterbrochenen im Kriegseinsatz stand und ursprünglich mal von einem bekannten Testpiloten als ‘ein Flugzeug, was niemals zu einem Jäger wird’ bezeichnet wurde. Animation 3d-Modell Bf 109 E Geschichte der Bf 109 Emil Die Bf 109 sollte eine Spezifikation des Reichsluftfahrtministerium (RLM) von 1934 erfüllen und wurde unter der Leitung von Willy Messerschmitt entwickelt und war der weltweit erste, integrierte Ganzmetall-Eindecker-Jäger mit geschlossenem Cockpit und einziehbarem Fahrwerk, welcher in Dienst gestellt wurde. Der Prototyp Bf 109V1 verwendete einen 695 PS starken Rolls-Royce Kestrel-Motor und wurde im Mai 1935 erstmals geflogen. Die erste Produktionsserie war die Bf 109B-1 und wurde Anfang 1937 ausgeliefert. 45 Bf 109B wurden von März 1937 an nach Spanien geschickt, wo sie von der Legion Condor eingesetzt wurden. Die Bf 109C-1 wurde mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top