Wehrpass


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Im Blickpunkt:
  • StuG vor Akropolis

    Deutsche Sturmgeschütze 40 Ausf.F, Ausf.F/8, Ausf.G (Sdkfz 142/1), StuH 42 (SdKfz 142/2) und Flamm aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Die Sturmgeschütze mit der langen 7,5-cm-Kanone (F bis G), mit der 10,5-cm-Sturmhaubitze (StuH 42) und als Flammenwerfer-Panzer (Fl) bildeten von 1942 bis 1945 die Masse der hergestellten Panzerfahrzeuge in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges. Sturmgeschütze Hier zu den ersten Sturmgeschützen: StuG III Ausf. A-E Sturmgeschütz 40 Ausf. F (SdKfz 142/1) Geschichte: Am 28. September 1941 heißt es in einem Schreiben des OKW (Oberkommando der Wehrmacht) an das OKH (Oberkommando des Heeres), dass Adolf Hitler die Erhöhung der Panzerung des bisherigen Modells StuG III Ausf. E und den Einbau der längeren 7,5-cm-Kanone forderte. Diese Verbesserungen sollten so schnell wie möglich durchgeführt werden, um die Überlegenheit gegenüber den neuen Typen der feindlichen Panzer (insbesondere KW-Panzer und T-34 Panzer) zu erlangen. Diese Forderung führte dazu, dass die Ausf. F mit der langen StuK40-L/43-Kanone von März bis Juli 1942 die 6. Serie und von Juli bis September 1942 die 7. Serie wurde. Die Zusatzpanzerung wurde im Juni 1942 eingebaut und wurde für den Rest der Ausf.F-Produktion beibehalten, sodass 182 Fahrzeuge die Zusatzpanzerung erhielten. Einunddreißig der letzten Fahrzeuge der Ausf. F wurden mit der etwas längeren L/48-Kanone bewaffnet. Besonderes: Die Ausf. F hatte die gleiche Wanne und den gleichen Aufbau wie die vorausgegangene Ausf. E, mit Ausnahme einer neuen Modifikation der Aufbauabdeckung durch den Einbau eines Abluftventilators zur Beseitigung von Geschützdämpfen. Schon früh während der Produktionsserie wurde die obere Front des Aufbaus modifiziert, um den Schutz zu verbessern. Die 7,5-cm-StuK40 wurde an der gleichen Stelle wie die kurze StuK37 montiert, aber der Geschützmantel wurde neu gestaltet, um den größeren Rückstoßmechanismus des längeren Geschützes aufzunehmen. Einsatz: Die Ausf. F wurden hauptsächlich an Sturmgeschütz-Abteilungen als Ersatz ausgeliefert, welche sich bereits an der Front befanden. Mit ihrem Erscheinen erhielten die Truppen an der Front eine wirksame Panzerabwehrwaffe, welche die russischen KW-1 und T -34 leicht ausschalten konnte. Die Ausf. F wurden auch an die neu gebildeten FSkl-Kompanien 312, 313 und 314 für ihre ferngesteuerten Ladungsträger Goliath und an die Sturmgeschütz-Abteilungen der Division Hermann Göring ausgegeben. Animation 3d-Modell StuG 40 Ausf. F Sturmgeschütz 40 Ausf. F/8 (SdKfz 142/1) Geschichte: Die Ausf. F/8 war die achte Serie der StuG-Produktion. Die grundlegende Konstruktionsänderung war die Verbesserung der Wanne. Vier Ausf. F/8 wurden zur StuH 42 umgebaut und zwölf Fahrgestelle wurden für das StuIG 33B verwendet. Besonderes: Von der Ausf. A bis F des Sturmgeschützes war die gleiche Wannenbauweise beibehalten worden. Dies wurde bei der Ausf. F/8 durch die Einführung einer verbesserten Wannenbauweise geändert, ähnlich wie bei den PzKpfw III Ausf. J und L. Die Seitenplatten wurden über die Frontplatte hinaus verlängert und mit Löchern versehen, um Schlepphalterungen für Seitenschürzen einzubauen. Das hintere Deck wurde weiter nach hinten verlängert, und die Konstruktion der Luftschlitze wurde geändert, um die Belüftung zu verbessern. Die Panzerstärke der hinteren Wanne wurde von 30 mm auf 50 mm erhöht und alle Ausf. F/8 hatten die zusätzliche 30-mm-Panzerung an der Vorderseite der Wanne und des Aufbaus aufgeschraubt. Im Laufe des Jahres 1942, als die Nachfrage nach dem StuG gegenüber dem PzKpfw III stieg, stellte die Firma Alkett die Produktion des letzteren ein und konzentrierte sich auf das StuG. Infolgedessen wurde ein Teil der Ausf. F/8 auf Wannen des Typs PzKpfw III gebaut, die an der einteiligen, nach vorn öffnenden Luke über dem Achsenendantrieb zu erkennen sind. Einsatz: Ein gewisser Aufbau von neuen Sturmgeschütz-Abteilungen setzte sich im Herbst und Winter 1942 fort. Aber wiederrum wurden die meisten StuG der Ausf. F/8 verwendet, um Verluste in bestehenden Fronteinheiten zu ersetzen. Zusätzlich zu den selbständigen Einheiten unter Heeresführung erhielten die Divisionen Leibstandarte Adolf Hitler, Das Reich, SS-Panzergrenadier-Division Totenkopf und Panzergrenadier-Division Grossdeutschland jeweils eine Sturmgeschütz-Abteilung oder es wurde ihre bereits vorhandene Sturmgeschütz-Kompanie auf Abteilungsstärke erweitert und im Jahr 1942 mit Modellen der Ausf. F und Ausf F/8 ausgerüstet. Sturmgeschütz 40 Ausf. G (SdKfz 142/1) Geschichte: Das StuG 40 Ausf. G war die letzte Produktionsserie des Sturmgeschütz III. Die Ausf. G rollte von den Montagebändern seit Dezember 1942 und wurde ohne größere Veränderungen bis zum Kriegsende durchgehend weitergebaut. 1942 wurde die Entscheidung getroffen, die Fahrgestelle des PzKpfw III für die Sturmgeschütz-Produktion zu verwenden, da dieser Kampfpanzer aus der Produktion genommen werden sollte, um durch den PzKpfw V Panther ersetzt zu werden. Als Folge dieser Programmänderung wurden zwischen Februar und November 1943 die Fahrgestelle von 165 PzKpfw III Ausf. M für den Bau von StuG 40 Ausf. G verwendet. Weitere 173 PzKpfw III, welche im Jahr 1944 zur Überholung von der Front zurückgeschickt wurden, wurden ebenfalls zu StuG 40 Ausf. G umgebaut. Besonderes: Die Wanne der Ausf. G wurde unverändert vom Entwurf des StuG III Ausf. F/8 übernommen. Die wichtigsten Änderungen sind am Aufbau zu finden. Das Dach wurde verändert und eine Kuppel mit Periskop für den Kommandanten hinzugefügt und ein Schutzschild für das Maschinengewehr wurde vor der Luke des Ladeschützen installiert. Die Seiten des Aufbaus waren nun abgeschrägt und schräge Panzerplatten wurden hinzugefügt, um die beiden Vorderseiten zu schützen. Verschiedene Verbesserungen wurden während der Serienproduktion durchgeführt, einschließlich einer Saugkopf-Blende für die Kanone Ende 1943, ein koaxiales MG34 Anfang 1944 und die ‘Nahverteidigungswaffe’, ein ferngesteuertes Maschinengewehr auf dem Dach des Aufbaus im Frühjahr 1944. Fahrzeuge der Funklenk-Kompanien (für ferngesteuerte Ladungsträger Goliath u.a.) wurden mit einer zusätzlichen Funkantenne auf der linken Seite vom Dach des Kampfraums ausgestattet.   Einsatz: Zur Zeit der Sommeroffensive bei Kursk 1943 befanden sich 28 unabhängige Sturmgeschütz-Abteilungen, 2 Funklenk-Kompanien und 12 Sturmgeschütz-Züge (mit den Luftwaffen-Feld-Divisionen) an der Ostfront. Seit Beginn des Krieges wurde das Sturmgeschütz immer verbreiteter eingesetzt und befand sich nicht mehr nur in Artillerie-Abteilungen, sondern zunehmend auch bei anderen Typen von Verbänden, einschließlich Panzer-Abteilungen, Panzerjäger-Abteilungen und Funklenk-Kompanien. Animation 3d-Modell StuG 40 Ausf. G Benutzer (Ausf. F bis G): Deutschland, Finnland. Sturmhaubitze 42 (SdKfz 142/2) Geschichte: Aus der bisherigen Kampferfahrung erkannten die Männer der Sturmgeschütz-Einheiten, dass sie eine schwerere Waffe zur Ergänzung der 7,5-cm-StuK von ihren Sturmgeschützen benötigten. Dies führte 1941 zu dem Auftrag, die LeFH18 in einer Versuchsserie von zwölf StuG zu mehr …

  • Panzerbataillon mit Königstiger

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 26. November 1944 nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan im Anschluss an den Putsch in Rumänien. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan am 26. November 1944. Wehrmacht Kriegsgliederung November 1944 Erläuterungen zu einigen Typen von Divisionen und Verbänden: VG-Division die neu eingeführten Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26. November 1944 Ostfront Heeresgruppe F (in Jugoslawien und in der Ägäis) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe A Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Nord Norden Westfront Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien Heeresgruppe C Reserven und Neuaufstellungen Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45. Der deutsche Rückzug vom Balkan Die Vernichtung der deutschen Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 hatte zu einem tiefen sowjetischen Einbruch in der Mitte der Ostfront geführt und war erst vor Warschau zum Stillstand gekommen, was auch durch den westlich orientierten Warschauer Aufstand im August 1944 verursacht wurde und dessen Niederschlagung durch Hitler sich Stalin erhoffte. Deshalb setzte die Rote Armee ihre Offensiven an den Flanken fort. Zu diesem Zeitpunkt hielten rumänische und deutsche Truppen nach den sowjetischen Frühjahrsoffensiven eine wackelige Abwehrfront in Moldawien im Süden. Die deutschen Verbände wurden ständig durch Abzüge zu anderen, bedrohten Frontabschnitten im Norden verringert, während die Rumänen schon bei Stalingrad im Winter 1942/43 ihre besten Divisionen eingebüßt hatten. Weitere Verluste traten bei den Kämpfen und der Evakuierung der Krim 1944 ein. Dadurch hatten sowohl die rumänische Armee, wie auch die politische Führung des Landes ihren Willen zur Fortsetzung des Krieges eingebüßt. Die Armee war innerlich bereits zusammengebrochen und Offiziere und Mannschaften waren nicht mehr bereit weiterzukämpfen und der geringste Anlass würde zur Auflösung führen. Zwischenzeitlich hatten die Sowjets in den letzten Monaten in den zurückgewonnenen ukrainischen Gebieten mehrere hunderttausend Männer eingezogen, ausgebildet und politisch indoktriniert, sodass die 2. und 3. Ukrainische Front unter Malinowsky und Tolbuchin voll kampfkräftig waren. Die sowjetische Offensive am 20. August gegen die rumänischen 4. und 3. Armeen, welche links und rechts von der deutschen 6. Armee standen, traf praktisch auf keinen Widerstand; die rumänischen Truppen weigerten sich einfach, zu kämpfen. So wurde die 18 Divisionen der wieder aufgestellte deutsche 6. Armee zum zweiten Mal nach Stalingrad eingeschlossen und vernichtet. Die Reste der deutschen 8. Armee mussten sich auf die Karpaten zurückziehen. Am 23. August erfolgte dann ein Putsch in Bukarest, bei dem Marschall Antonescu von König Michael gestürzt wurde und die neue politische Führung suchte Frieden. Die überraschten Deutschen versuchten Stellungen innerhalb Rumäniens, insbesondere die wichtigen Karpaten-Pässe zu halten und ein von Hitler angeordneter Luftangriff auf Bukarest vereinigte nur Front und neue Regierung. So zog sich Rumänien nicht nur aus dem Achsenbündnis zurück, sondern erklärte auch gegenüber Deutschland und Ungarn den Krieg.   In wenigen Tage überrollten die Russen Rumänien und die Wehrmacht verlor über 380.000 Mann innerhalb von zwei Wochen. Am 5. September 1944 erklärte die Sowjetunion auch Bulgarien den Krieg und am 8. September überschritt die Rote Armee die Grenze. Noch am selben Tag erklärte Bulgarien Deutschland den Krieg und die bulgarischen Truppen, welche sich bisher nicht aufgelöst hatten, kämpften nun auf Alliierter Seite. So hatte der Zusammenbruch Rumäniens dramatische Auswirkungen, nicht nur auf Bulgarien und Ungarn, sondern auch auf alle deutschen Stellungen weiter südlich auf dem Balkan. Auf der einen Seite kämpften nun die Ungarn viel erbitterter, härter und effektiver als jemals zuvor im Zweiten Weltkrieg, als sie endlich gegen die verhassten Rumänen antreten konnten. Trotzdem begann Ungarns Regent, Admiral Horthy, nun Friedensfühler nach Moskau auszustrecken. Am 24. September schickt er Abgesandte nach Moskau und plante das Achsenbündnis am 15. Oktober zu verlassen. Die ungarische Führung vermasselte dies aber genauso, wie ihre italienischen Kollegen ein Jahr zuvor.   Deutsche Spezialkommandos nahmen Horthy fest und deutsche Truppen besetzten die Hauptstadt Budapest. Es wurde ein neues Regime unter Ferenc Szalasi, dem Führer der ungarischen Pfeilkreuzler, eingesetzt. Die Pfeilkreuzler waren noch wahnsinniger als die gläubigsten Nazis und nicht wenige hielten ihren Anführer ebenso für einen Verrückten. So hatte Hitler nun die direkte Kontrolle über Ungarn und mit der enthusiastischen Hilfe von Szalasi und seiner Bewegung wurde erst einmal die wichtigste Aufgabe angegangen: die Deportation von über einer halben Million Juden in die Vernichtungslager aus dem einzig verbliebenen Zufluchtsort in Europa. Ende Oktober setzte dann eine deutsch-ungarische Gegenoffensive gegen die nach Ungarn vorgedrungene Zweite Ukrainische Front ein, aber die von den Russen schon kontrollierten Karpaten-Pässe konnten nicht mehr zurückgewonnen werden. Die weiteren Aussichten waren daher düster, da das ungarische Tiefland nur schwer zu verteidigen war. Die dramatischen Entwicklungen in Budapest führten zu einer langen und erbitterten Schlacht um Ungarn, die von Oktober 1944 bis in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs andauerte und enorme Zerstörungen und schwere Verluste für beide Seiten zur Folge hatte. Die Auswirkungen des Zusammenbruchs Rumäniens und der deutschen Truppen dort auf die Lage in Griechenland und der angrenzenden Gebiete auf dem Balkan waren ebenso dramatisch, aber nicht so zerstörerisch. Als am 23. August die ersten Nachrichten von dem Putsch, welcher den rumänischen Diktator Antonescu stürzte, im Führerhauptquartier eingingen, befand sich der Oberbefehlshaber Südost, Feldmarschall Maximilian von Weichs, ebenfalls dort. Auf der an diesem Tag abgehaltenen Konferenz traf Adolf Hitler mehrere Entscheidungen, welche die deutsche Strategie und den allgemeinen Verlauf des weiteren Kriegsgeschehens wesentlich beeinflussten. Jahrelang hatte Hitler bisher darauf bestanden, die deutschen Positionen in Griechenland, auf Kreta und den Inseln in der Ägäis mit Truppen aufzubauen und zu halten. Als Italien im September 1943 kapitulierte, besetzten deutsche Truppen umgehend die italienischen Besatzungsgebiete in Griechenland und die zum italienischen Staatsgebiet gehörenden Domdekans-Inseln. Ursprünglich als Ausgangsstellung für ein weiteres Vordringen im Nahen Osten gedacht, hatte die deutsche Position dort seit einiger Zeit nun die Aufgabe, die Türkei vom Kriegseintritt auf alliierter Seite abzuhalten und gleichzeitig die Versorgung mit Chrom von dort sicherzustellen. Gleichzeitig verweigerten die Türken aus diesem Grund den Alliierten Luftwaffenbasen, von denen aus ihre Flugzeuge leichter die rumänischen Ölfelder mehr …

  • Münchener Konferenz

    Biografien und Kurzbeschreibungen einiger bedeutender Persönlichkeiten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Hitler, Chamberlain, Petain, Chiang Kai-shek, Tojo, Sikroski u.a. CHAMBERLAIN, Arthur Neville (1869-1940) Britischer Premierminister. Ein wohlmeinender Karriere-Politiker mit hohen Prinzipien, dessen Außenpolitik zusammengefasst werden kann, als ‘Beschwichtigung um jeden Preis’, was zu jener Zeit die Stimmung der großen Mehrheit in einem Land, das unvorbereitet für einen Krieg war, widerspiegelte. Geboren in Birmingham als Sohn von Joseph Chamberlain (1836-1914) verläuft seine Karriere wie folgt: 1915 Oberbürgermeister von Birmingham, Direktor für Wehrdienst 1916-1917, Ministerpräsident 1918, Postminister 1922, Gesundheitsminister 1923, 1924 bis 1929 und 1931, Kanzler der Schatzkammer 1923 bis 1924 und 1931 bis 1937, Premierminister von Mai 1937 bis Mai 1940. Persönlich in die deutsch-tschechoslowakische Krise von 1938 involviert, trifft er sich mit Hitler in Bad Godesberg und München. Erhält den Empfang eines Helden in London nach seiner Rückkehr nach der Unterzeichnung des Münchener Abkommens und prophezeit den ‘Frieden in unserer Zeit’. Er verurteilt streng die deutsche Besetzung der Tschechien im März 1939. Versucht im Sommer 1939 ein Militärbündnis mit der Sowjetunion auszuhandeln und gibt Polen eine feste Garantie auf militärische Unterstützung bei einer Nazi-Aggression. Beschwört am 3. September 1939 die britische Bevölkerung ein, die ‘bösen Dinge’ zu bekämpfen, für welche der Hitlerismus steht. Verurteilt im November 1939 die sowjetische Aggression gegen Finnland und plant eine britische Expeditionsstreitmacht nach Skandinavien zu schicken. Sein scheitern, Finnland zu retten oder Hitlers Invasion von Norwegen – das Unternehmen Weserübung – zu vereiteln, bringt ihm Tadel durch das britische Parlament House of Commons ein und Chamberlain tritt am 10. Mai 1940 zurück. Er wird Präsident des Rates von Mai bis Oktober 1940, bevor er an Krebs am 9. November 1940 stirbt. HITLER, Adolf (1889-1945) Alles über den Führer des Dritten Reichs: PETAIN, Henri Philippe (1856-1951) Französischer Marschall und Chef des französischen Staates. Petain ist eine der am meisten kontroversen Personen in der französischen Geschichte. Er spielte viele wichtige Rollen in seinem langen Leben, der unbezwingbare ‘Retter von Verdun’ 1916, Anwalt der einfachen französischen Soldaten, der ‘Große, Alte Mann von Vichy’ als Marionette von harten französischen Faschisten und zuletzt der senile politische Gefangene auf einer windgepeitschten Atlantik-Insel. Geboren am 24. April 1856, besuchte er die St.Cyr Militärschule 1876 bis 1878 und wird Dozent unter Foch am Ecole de Guerre. 1912 zum Oberst befördert und Korpskommandeur 1914 bis 1915. 1915 übernimmt er das Kommando über eine französische Armee. Übernimmt im Februar 1916 den Befehl über die Verteidigung von Verdun und wehrt wiederholte deutsche Angriffsversuche bis Dezember ab. Im April 1917 zum Chef des französischen Generalstabes ernannt. Im Mai 1917 gelingt es ihm mit durch seinen hervorragenden Umgang mit den Meutereien in der französischen Armee diese zu ersticken. Im November 1918 zum Marschall von Frankreich ernannt. 1920 Vizepräsident des Obersten Kriegsrates, 1922 Generalinspekteur der französischen Armee und befürwortete eine vollständig defensive Strategie. 1925/1926 schlägt er die langwierige Riff-Rebellion in Marokko nieder. 1934 bis 1938 enge Kontakte zu faschistischen französischen Politikern. Im März 1939 als Botschafter nach Spanien entstand und auf der Höhe der Krise des französischen Zusammenbruchs im Mai 1940 zurückgerufen. Nachfolger von Reynaud als französischer Ministerpräsident am 16. Juni 1940 und suchte sofort einen Waffenstillstand mit Deutschland und Italien. Chef des französischen Staates am 10. Juli 1940, mit Vollmachten welche denen Napoleons nah kamen. Der Amtssitz seiner Regierung wird Vichy im unbesetzten Frankreich und ruft zu einer ‘nationalen Revolution’ auf, welche auf ‘Arbeit, Familie und Vaterland’ gegründet sein soll. Entlässt Laval als Ministerpräsident im Februar 1941, wird aber auf deutschen Druck im April 1942 gezwungen, diesen wieder einzusetzen. Er wird zunehmend schwächer und schwächer, politisch und als Mensch. Am 20. August 1944 durch die Deutschen verhaftet und nach Belfort in Nordost-Frankreich deportiert. Anschließend nach Sigmaringen in Südost-Deutschland. Kehrt im April 1945 freiwillig nach Frankreich zurück und wird mit 14 zu 13 Stimmen durch den Obersten Gerichtshof zum Tode verurteilt. Durch de Gaulle in lebenslängliche Haft auf der Gefängnisinsel Ile d’Yeu im Golf von Biskaya umgewandelt. CHIANG KAI-SHEK (1887-1975) Alliierter Oberbefehlshaber in China. Ein in seiner Jugend bemerkenswerter Soldat, welcher ebenfalls 1937 bis 1945 der japanischen Invasion trotzte. Trotz massiver US-Unterstützung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde seine Herrschaft durch die kommunistischen Streitkräfte Mao Tse-tungs beendet und er wurde 1949 zum Rückzug nach Formosa (Taiwan) gezwungen. Geboren, aufgewachsen und ausgebildet in der Provinz Zhejiang. Er besuchte die Paoting-Militärakademie 1906 und die ‘Vorbereitende Militärakademie’ von Tokio in Japan von 1907 bis 1909. Diente im japanischen 13. Feldartillerie-Regiment von 1909 bis 1911. Er kämpfte 1911 in der chinesischen Revolution. In das Zentralexekutiv-Komitee der Kuomintang-Partei (Nationalisten) gewählt und 1927 zum Oberbefehlshaber der ‘Nördlichen Bestrafungsexpedition’ ernannt. Besiegt den großen Kriegsherrn Wu Pei-fu und erobert Peking 1927/28. 1928 zum Generalissimus und Vorsitzenden des Staatsrates der nationalistischen Regierung in Nanking ernannt. Tritt von allen Ämtern nach einer Rebellion in Süd-China 1931 zurück. 1932 wird er jedoch von einer verzweifelten Regierung nach dem japanischen Angriff auf Schanghai zurückgerufen. Schlägt den kommunistischen Aufstand in der Provinz Fukien nieder. Zwingt 100.000 Kommunisten unter Mao Tse-tung einen quälenden Rückzug über 10.000 Kilometer aus dem Südosten nach Nordwest-China durchzuführen (den ‘Langen Marsch’), dem 92.000 Kommunisten zum Opfer fallen. Weist die japanische Forderung an ihn zurück, eine ‘besondere Stellung’ in Nord-China zu erhalten. Vereinbart einen Pakt mit Mao Tse-tung am 5. Juli 1937, zwei Tage bevor die Japaner in der Nähe von Peking mit ihrem Angriff beginnen. Verzögert den japanischen Vorstoß für drei Monate vor Schanghai von September bis November 1937. Im Dezember 1937 zieht er sich nach Hankow und im Oktober 1938 nach Tschungking zurück. Verbleibt in Tschungking, trotz heftiger japanischer Luftangriffe 1939 bis 1941. Zerschlägt die kommunistische 4. Marsch-Armee im Januar 1941 und bricht damit dem Pakt vom Juli 1937. Verwendet 1942 bis 1945 einen kostbaren Teil der amerikanischen Waffenlieferungen, welche mit großem Aufwand über den Himalaja eingeflogen wurden, für die Blockade von Maos Streitkräften. Zwingt US-Präsident Roosevelt dazu, Stillwell als Militärberater im Oktober 1944 abzuberufen. Sein Ansehen und militärische Machtbasis in Süd-China wird durch die japanische Offensive von April 1944 bis Januar 1945 schwer erschüttert. Befiehlt vorsichtige Gegenangriffe gegen die sich im Sommer 1945 mehr …

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