Wehrpass



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  • 7,5-cm Pak 40 der Hitlerjugend-Division

    Übersicht Waffen-SS-Divisionen 5-12 (Wiking, Nord, Prinz Eugen, Florian Geyer, Hohenstaufen, Frundsberg, Nordland, Hitlerjugend). Kommandeure, Infanterie- und Panzer-Stärke, Einsätze, besondere Hinweise und Ende. Hier zu Waffen-SS-Divisionen 1-4. Waffen-SS-Divisionen 5-12 5. SS-Panzer-Division Wiking (W) Aufstellung (als Division) Dezember 1940 (wurde zur Panzer-Division im Sommer 1943). Kommandeure SS-Gruf. Steiner (bis Mai 1943), SS-Gruf. Grille (bis August 1944), SS-Staf. Mühlenkamp (bis Oktober 1944), SS-Staf. Ullrich (bis Kriegsende). Einsätze Unternehmen Barbarossa: Angriff auf Russland im Süden über Tarnopol, Zhitomir, Tscherkassy, Stalino zum Don (Juni bis November 1941). Abwehrkämpfe am Don und Mius (November 1941 bis Frühjahr 1942). Vormarsch in den Kaukasus über Rostow, Kuban, Terek (Juli bis November 1942). Fällt auf Rostow zurück (Januar 1943). Abwehrkämpfe in der Ukraine, Gegenangriffe zwischen Don und Dnjepr, Kämpfe um Charkow herum (April bis September 1943). Panzerverband der Division wird im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen und verliert die Hälfte seines Bestandes beim Ausbruch (Februar 1944). Wiederhergestellte Division im Einsatz an der Weichsel-Front in Polen (Juli bis Dezember 1944). Nach Ungarn verlegt, schwere Kämpfe bei Entsatzversuchen für Budapest (Januar 1945). Rückzugskämpfe über Stuhlweißenburg nach Fürstenfeld (Tschechoslowakei) (Februar bis Mai 1945). Ende Kapitulierte gegenüber den Briten am 8. Mai 1945. Infanterie-Stärke 2 motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit 3 Bataillonen), seit 1944 ein Bataillon mit Schützenpanzern. Bis Sommer 1944 war auch die Brigade Wallonien eingegliedert. Panzer-Ausstattung 1 Panzer-Bataillon (27 Panzer, 48 Panzer 1944) seit 1942, 3 Batterien mit StuG 40 (18 Stück), bis Sommer 1944 auch die Sturmgeschütz-Batterie Wallonien (18 StuG III/IV) – seit 1944 ein zusätzliches Bataillon (48) PzKpfw V Panther, 1 Artillerie-Batterie auf Hummel Selbstfahrlafetten (12 Stück), 1 Raketenwerfer-Batterie auf Sdkfz 251 (12 Stück). Sollstärke: 75 (1942/43), 138 (1944) Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen 1944 Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Bataillone. Besonderes Erste Division der Waffen-SS welche mit Freiwilligen anderer Nationalitäten (Holländer, Flamen, Skandinavier, Wallonen) aufgestellt wurde. Höchste Kampfleistungen. Mehr über die 5. SS-Division Wiking 6. SS-Gebirgs-Division Nord Aufstellung (als Division) Mai 1941 (Spätsommer 1941 zurückgezogen und als Gebirgs-Division ausgebildet). Kommandeure SS-Brigaführer Demelhuber (März 1941 bis April 1942), SS-Brigadeführer Kleinheisterkamp (bis Dezember 1943), danach mehrere kurze Kommandos, einschließlich durch SS-Gruf. Debes und SS-Gruppenführer Brenner. Einsätze Im Frühjahr 1941 aus den Totenkopf-Standarten (KZ-Mannschaften) 6, 7 und 9 gebildet und im Juni 1941 nach Finnland an die Lappland-Front geschickt. Die mangelhafte Ausbildung der Einheit führte zu einer Flucht bei Salla. Deshalb wurde die SS-Kampfgruppe Nord bereits im Spätsommer zurückgezogen, um als Gebirgsjäger-Division ausgebildet zu werden. Vier Bataillone Gebirgsjäger und drei Abteilungen Gebirgsartillerie wurden den Überlebenden der ursprünglichen Kampfgruppe ‘Nord’ beigegeben und in Österreich und auf dem Balkan trainiert. Im August 1942 kehrte die 6. SS-Gebirgs-Division Nord nach Finnland zurück und stand im Einsatz an der Polarfront bis zum September 1944. Anschließend über Norwegen nach Dänemark zurückgezogen. Da die Truppenstärke bis dahin stark abgefallen war, nur noch als Kampfgruppe bezeichnet. Anschließend einige Kampfeinsätze in den Ardennen im Dezember 1944 und der Saar-Region im Januar 1945. Danach Rückzugskämpfe ins Ruhrgebiet und bis nach Bayern, wo sie gegenüber US-Truppen im April 1945 kapitulierte. Ende Kapitulierte gegenüber der US Army in Bayern im April 1945. Infanterie-Stärke 2 Gebirgsjäger-Regimenter, 1 Panzer-Grenadier-Bataillon (motorisiert). Panzer-Ausstattung keine. Besonderes Ursprünglich mit Wachmannschaften aus Konzentrationslagern aufgestellt und sehr schlecht militärisch ausgebildet. 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division Prinz Eugen Aufstellung (als Division) März 1942 (Einsatzbereit Oktober 1942). Kommandeure SS-Gruppenführer Artur Phleps (bis Juni 1943), SS-Brigadeführer Reichsritter von Oberkamp (bis Februar 1944), SS-Brigadeführer Kumm (bis Januar 1945), SS-Oberführer Schmidhuber. Ende Kapitulierte gegenüber den jugoslawischen Partisanen unter Tito bei Cilli, Slowenien. Zahlreiche Angehörige hingerichtet. Infanterie-Stärke 2 Gebirgsjäger-Regimenter, auch Kavallerie- und Panzereinheiten. Panzer-Ausstattung Panzereinheiten mit diversen erbeuteten französischen, italienischen und russischen Panzern. Besonderes Aufgestellt mit Volksdeutschen aus dem Balkan, die Offiziere vorwiegend Österreicher und Rumänen. Praktisch nur gegen Partisanen und Zivilisten eingesetzt, Negativ-Rekord an Kriegsverbrechen. 8. SS-Kavallerie-Division Florian Geyer Aufstellung (als Division) Als Division ab Juni 1942 im Einsatz. Kommandeure SS-Brigadeführer Bittrich (bis Februar 1943), SS-Brigadeführer Fegelein (bis November 1943), SS-Brigadeführer Rumohr. Einsätze Im April 1941 wurden die zwei Totenkopf-Reiter-Standarten in das SS-Kavallerie-Regiment umbenannt. Im August 1941 wurde damit eine Brigade unter dem Kommandostab Reichsführer-SS gebildet und hinter der Ostfront in Russland für Sicherungsaufgaben eingesetzt, wo sie für viele Greueltaten verantwortlich gemacht wird. Im Jahr 1942 war die Einheit teilweise zur Bekämpfung von Partisanen und teilweise als Frontverband im Rahmen der 9. Armee der Heeresgruppe Mitte im Einsatz. Zwischen Juni und August 1942 zur Division verstärkt, kämpfte die 8. SS-Kavallerie-Division Florian Geyer im Frontbogen von Wjasima, Brjansk und Rschew. Anfang 1943 unterstand sie der 9. Armee und 2. Panzer-Armee, bevor sie zwischen Juli 1943 und Anfang 1944 bei der Heeresgruppe Süd zum Einsatz kam. Ab Dezember 1943 werden Teile zur Erholung und Auffrischung nach Kroatien verlegt, wo Anfang 1944 Kämpfe gegen Partisanen stattfanden. Die zersplittert eingesetzten Teileinheiten der Division kämpften dann in verschiedenen Gegenden der südlichen Ostfront und Balkan-Fronten, sowie in Ungarn und Polen. Von November 1944 bis Februar 1945 war die Division dann Teil der Garnison von Budapest und wurde beim Fall der belagerten Stadt vernichtet. Ende Vernichtet beim Fall von Budapest, Februar 1945. Infanterie-Stärke 3 Kavallerie-Regimenter. Panzer-Ausstattung Keine. Besonderes Teilweise im Einsatz gegen Partisanen, teilweise im Fronteinsatz. 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen Aufstellung (als Division) März 1943 (Einsatzbereit im Dezember 1943). Kommandeure SS-Gruppenführer Bittrich (bis Juni 1944), SS-Oberführer Bock (August bis Oktober 1944), SS-Brigadeführer Stadler. Ende Kapitulierte gegenüber US Army bei Steyr (Österreich) am 5. Mai 1945. Infanterie-Stärke 2 motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit 3 Bataillonen). Panzer-Ausstattung 1 Panzer-Bataillon, seit Juni 1944 ein zusätzliches PzKpfw V Panther Bataillon. Hummel Artillerie-Selbstfahrlafetten (12 Stück oder mehr). Insgesamt 105 Panzer bis Juni 1944, danach 154. Besonderes In Auffrischung in der Nähe von Arnheim als die alliierte Fallschirmjäger-Landung erfolgte. Mehr über 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. 10. SS-Panzer-Division Frundsberg Aufstellung (als Division) Januar 1943 (Einsatzbereit März 1944). Kommandeure SS-Brigadeführer Deben (bis November 1943), SS-Gruppenführer von Treuenfeld (bis Mai 1945), SS-Brigadeführer Harmel. Ende Masse kapitulierte gegenüber US Army in Tschechien im Mai 1945. Infanterie-Stärke 2 motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit 3 Bataillonen). Panzer-Ausstattung 1 Panzer-Bataillon, seit Juni 1944 ein weiteres PzKpfw V Panther Bataillon. Insgesamt 93 Panzer bis Juni 1944, danach 142. Besonderes Aufgestellt mit 18 Jahren alten deutschen Wehrpflichtigen, welche 1943 in Frankreich ausgebildet wurden. In Auffrischung mehr …

  • U 151

    Deutsches Hochsee-U-Boot-Klasse U 139 und Handels-U-Boote U-151-Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. U-139-Klasse, Typ UA U-Kreuzer Typ: Hochsee-U-Boot, Untersee-Kreuzer. U-Kreuzer U-139-Klasse Geschichte Die Wiederaufnahme der uneingeschränkten U-Boot-Kriegsführung durch das Deutsche Reich im Februar 1917 führte zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika im April 1917. Da die deutsche Marineführung dies nicht vorausgesehen hatte, gab es nur wenige U-Boote, welche geeignet waren, einen Handelskrieg gegen die Schifffahrt vor der amerikanischen Ostküste zu führen. Der vorübergehende Einsatz der langsamen und verwundbaren Handels-U-Boote als Hochsee-U-Boote konnte nur wenig Abhilfe schaffen. Der Bau dieser großen Handels-U-Boote hatte jedoch wertvolle Erfahrungen eingebracht und so gelang es, ein Bauprogramm für große Hochsee-U-Boote zu beginnen. Bereits zum Zeitpunkt der US-Kriegserklärung befanden sich die großen Hochsee-Minenleger-U-Boote und ein Paar der neuen U-Kreuzer im Bau. Diese U-Kreuzer waren die bisher größten Unterseeboote und von der U-139-Klasse. Trotz ihrer Größe konnten die Hochsee-U-Boote nur 13 Ersatz-Torpedos mit sich führen, sodass lange über eine zusätzliche artilleristische Bewaffnung für sogenannte ‘weiche’ Ziele diskutiert wurde. Schließlich erhielten die Boote zwei 15-cm-Geschütze sowie oft eine zusätzliche 88-mm-Kanone hinter der Seitenflosse. Ein niedriges Bollwerk wurde um den Bereich des Mittelschiffs errichtet, um herum schwemmendes Seewasser davon abzuhalten, die Bedienung des Geschützes zu behindern. Dazu wurde ein einziehbarer 4-Meter-Entfernungsmesser am Ende des Turms untergebracht. Eine respektable Überwasser-Geschwindigkeit war ebenso wichtig, wie ein großer Fahrbereich, aber Dieselmotoren mit ausreichender Leistung befanden sich erst in der Entwicklungsphase. Dampfantrieb wurde in Erwägung gezogen, aber in weiser Voraussicht abgelehnt und so musste eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten akzeptiert werden, obwohl diese im praktischen Einsatz auch kaum erreicht wurde. Die Boote der U-139-Klasse waren also sehr große Boote mit einer hervorragenden artilleristischen Bewaffnung durch die 15-cm-Geschützen und einem großen Einsatzradius. Es waren auch die ersten deutschen U-Boote, welche eigene Namen erhielten, so hieß U 139 ‘Schwiger’ und U 140 ‘Weddingen’ nach dem Kommandeur des berühmten U 9, welches 1914 die drei britischen Panzerkreuzer Cressy, Hogue und Aboukir innerhalb kürzester Zeit versenken konnte. Einsatz Zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät, derartige U-Boote in großen Zahlen zu bauen. Neben dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Materialien gab es zwischenzeitlich auch andere Prioritäten und die drei gebauten Hochsee-U-Boote wurden erst 1918 in Dienst gestellt. Der erfolgreichste deutsche U-Boot-Kommandant Lothar von Arnauld de la Pirere, welcher mit seinen 33 Jahren bis dahin insgesamt 196 Schiffe mit zusammen über 500.000 Tonnen im Mittelmeer versenkt hatte, wurde Anfang 1918 nach Deutschland zurückberufen, um den neuen Untersee-Kreuzer U 139 zu übernehmen. Damit sollte er die Speerspitze des Angriffs auf die amerikanischen Gewässer werden. Andere harte Kerle, wie Kophmels mit U 140, trafen dort im Sommer schon ein und so wurde von Arnauld zurückbeordert und operierte nachfolgend westlich von Spanien. Dabei hatte er aber nur wenig Glück gegen gut gesicherte Geleitzüge, dafür aber erstmals die neue Erfahrung, wie es ist, mit Wasserbomben eingedeckt zu werden. Allerdings wurde ihm die Ehre gewährt, persönlich vom Kaiser empfangen zu werden und er kehrte am 14. Oktober 1918 nach Kiel zurück, wo er die Flotte im Zustand des Aufruhrs vorfand und die gemeinsame Schande teilen musste. U 139 wurde nach der Übergabe im November 1918 von der französischen Marine in Dienst gestellt und blieb unter dem Namen ‘Halbronn’ bis 1935 in Verwendung. Ohne U-Boote in der Nachkriegszeit kommandierte von Arnold 1925 eine Marine-Brigade in Stralsund und Stettin. Es folgte ein Jahr als Navigationsoffizier auf dem alten Linienschiff Elsass, bevor er zum Marinestab nach Wilhelmshaven versetzt wurde. 1931 konnte er als Korvettenkapitän dem neu gegründeten U-Boot-Kommando beitreten und war nun im Alter von 45 Jahren am Aufbau der neuen U-Boot-Waffe beteiligt, wo er seine umfangreichen Erfahrungen als erfolgreichster U-Boot-Kommandant aller Zeiten an die neue Generation der U-Boot-Wölfe des kommenden Zweiten Weltkriegs weitergab. Nachfolger Auf der Danzig DY-Werft wurden 1918 noch die ebenfalls großen Boote U 135 und U 136 gebaut. Sie hatten aufgetaucht eine Wasserverdrängung 1.175 Tonnen und getaucht von 1.534 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus 6 Torpedorohren und einem 15-cm-Geschütz und zwei Diesel-Motoren lieferten je 3.500 PS, wozu noch 2 Elektromotoren mit 1.690 PS kamen. Dies gab den Booten eine Überwasser-Geschwindigkeit von 17,5 Knoten und 8,1 Knoten getaucht. Die Besatzung bestand aus 46 Mann. Die Boote U 137 und U 138 der gleichen Klasse auf derselben Werft wurden bis Kriegsende nicht mehr fertig und 1919 verschrottet. Der geplante Nachfolger, die U-142-Klasse war mit 2.160 t über Wasser bzw. 2.785 t unter Wasser sogar noch größer und hätte alles übertroffen, was sogar noch im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dazu sollten die Boote eine zweite 88-mm-Kanone, 18 Reserve-Torpedos und eine Reichweite von 40.750 km erhalten. Nur das Klassen-Schiff der geplanten neun Boote wurde jemals fertig – und das auch nur einen Tag vor dem Waffenstillstand im November 1918. Zudem wurde eine noch größere Klasse geplant, welche 110 Meter lang sein sollte und mit einer Bewaffnung von vier 15-cm und zwei 88-mm-Geschützen versehen. Zusätzlich sollte die obere Hälfte des U-Bootes gepanzert sein, um auch ein Artilleriegefecht durchstehen zu können. Von diesen Booten wurde allerdings keines mehr gebaut. Nur eine Handvoll der Hochsee-U-Boote und U-Kreuzer erschienen im Westatlantik. Ihre Erfolge waren zwar nur begrenzt, aber sie sorgten für erhebliche Unruhe und zwangen die Amerikaner, dort das Konvoi-System mit all seinen Komplikationen und Verzögerungen einzuführen. Handels-U-Boote U-151-Klasse Der zweite Typ der großen deutschen Untersee-Kreuzer des Ersten Weltkriegs waren die Handels-U-Boote der U-151-Klasse. Ihr Ursprung ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Deutschland zwar versuchte die britischen Inseln mit seinen U-Booten zu blockieren, gleichzeitig aber von der Royal Navy mit einer Seeblockade belegt wurde. Da man in Deutschland ursprünglich nur von einem kurzen Krieg ausgegangen wurde, traten schon 1915 Engpässe bei wichtigen Rohstoffen auf, insbesondere Nickel und Gummi. Beide waren frei verfügbar aus den immer noch neutralen USA. Erste Pläne, kleinere Mengen davon mit vorhandenen Unterseebooten heranzubringen, wurden durch den kommerziellen Vorschlag zum Bau eines spezialisierten, unbewaffneten Transport-U-Bootes, den Handels-U-Booten, abgelöst. Die Investitionen wurden vom deutschen Staat übernommen und als ausführende Gesellschaft wurde die Deutsche Ozeanische Reederei GmbH gegründet. Ein Dringlichkeitsauftrag zur Konstruktion der ersten zwei dieser Zweihüllen-Boote wurde vergeben, welche mehr …

  • 3d-Modell Do 335

    Dornier Do 335 Pfeil Jagdbomber der deutschen Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Dornier Do 335 Pfeil Typ: Jagdbomber, Langstrecken-Jagdflugzeug, Zerstörer, Nachtjäger und Aufklärer. Geschichte Den deutschen Flugzeug-Ingenieuren aus der Zweiten Weltkriegs kann man vieles nachsagen, auf jeden Fall aber nicht, dass sich ihre Entwürfe durch konservative Gedankengänge eingrenzen ließen, obwohl die Mehrzahl der deutschen Flugzeugtypen natürlich konventioneller Art waren. Darüber hinaus gab es aber andere Entwicklungen, welche zu Vorreitern in der Luftfahrttechnologie wurden. Unbeeinflusst von traditionellen Gedankengängen suchten sie nach neuen Wegen, um alte Probleme zu lösen. Auf diese Weise versorgten sie bei Kriegsende die siegreichen Alliierten im Westen und Osten mit wertvollen Forschungsmaterialien. Einer der bekanntesten und am meisten bizarren Entwürfe, welcher sich sogar noch während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland in die Lüfte erhob, war die Dornier Do 335 Pfeil, ein mutiger Versuch der deutschen Luftwaffe einen starken Jagdbomber, Nachtjäger und Aufklärer zur Verfügung zu stellen. Professor Dr. Claudius Dornier war das Genie hinter dem berühmten deutschen Flugzeughersteller Dornier-Werke GmbH. Er hatte schon eine lange Reihe erfolgreicher Flugzeugentwürfe herausgebracht, vor allem im Bereich der Flugboote. Seit Ende der 1930er Jahre und während des Zweiten Weltkriegs war Dornier hauptsächlich mit der Entwicklung und Produktion von Bombern beschäftigt. Aber schon seit dem 1. Weltkrieg war Claudius Dornier an den Möglichkeiten des Mittellinienschub-Antriebs interessiert, wobei zwei Motoren an der gleichen Schubkraftlinie hingen, wovon einer zieht und der andere schiebt. Die Vorteile eines solchen Antriebssystems gegenüber dem konventionellen zweimotorigen Antrieb lagen auf der Hand, da die Front des Flugzeuges dann genau die gleiche war, wie bei einer einmotorigen Maschine. Dies vermied Motorgondeln und zugehörige Strukturen an und in den Flügeln, zusätzlichen Luftwiderstand und asymmetrische Kräfte, falls ein Motor ausfällt oder unregelmäßig läuft. Dafür gab es jedoch zusätzliche Probleme beim Antriebsstrang, welcher den hinteren Propeller antrieb. Dorniers umfassende Erfahrung bei Flugbooten gab ihm wertvolles Wissen in einfachen Mittellinienschub-Anordnungen, wo zwei Motoren Rücken an Rücken über der Mittellinie bei vielen seiner Entwürfe zum Einsatz kamen. Mitte der 1930er Jahre sah er dann die Möglichkeit dieses Antriebssystem auch bei Hochgeschwindigkeits-Jagdflugzeugen anzuwenden, aber zuvor musste eine geeignete Verlängerungswelle des Heckmotors erprobt werden. Zu diesem Zweck wurde Ulrich Hutter beauftragt, einen kleinen fliegenden Prüfstand für diese Motoranordnung zu entwickeln. Bezeichnet als Göpping Go 9 und gebaut von der Firma Schempp-Hirth, hatte dieser ‘fliegende Prüfstand’ einen bleistiftdünnen Rumpf mit einem 80-PS Hirth HM 60R Motor, welcher im Schwerpunktzentrum zwischen den schultergelagerten Flügel eingebaut war. Stielförmige Hauptfahrwerke zogen sich in den Flügel ein, während eine Bugrad-Einheit in die vorderste Nasenspitze eingezogen wurde. Hinter dem Flügel verdeckte ein langer und schlanker Heckausleger die Antriebswelle, welche sich durch einen kreuzförmigen Schwanz bis zu einem vierblättrigen Heckpropeller verlängerte. Die Go 9 flog erstmals 1940 und bewies, dass das Prinzip mit dem Heckschub-Antrieb zugleich effizient wie sicher war, was Dornier weiteren Auftrieb gab, seinen Jägerentwurf auf den Zeichenbrettern Gestalt annehmen zu lassen. Obwohl das Technische Amt des RLM (Reichsluftfahrtministerium) ein gewisses Interesse an dem radikalen Entwurf zeigte, ordnete es trotzdem an, dass Dornier die Arbeiten an dem Projekt einstellen sollte und sich auf seine Hauptaufgabe, dem Bau und der Entwicklung von Bombern und Flugbooten, zu konzentrieren. 1942 gab das Technische Amt des RLM jedoch eine Anforderung für ein unbewaffnetes Hochgeschwindigkeits-Flugzeug zum Eindringen in den feindlichen Luftraum heraus, und Dornier reichte seinen Entwurf des Mittellinienschub-Antriebs als Projekt 231 ein. Nach einer Prüfung erhielt Dornier den Zuschlag gegenüber den Projekten von Arado und Junkers und aus Projekt 231 wurde der Entwicklungsauftrag für die Do 335. Erste Prototypen des Jagdbomber Während an dem Entwurf gearbeitet wurde, gab das RLM eine neue Anordnung heraus, die Do 335 zu einem Mehrzweck-Tagjäger, Nachtjäger, Jagdbomber, Zerstörer und Aufklärungsflugzeug abzuändern, was zu einer Verzögerung bei dem Bau des Prototyps führte. Erst im Herbst 1943 war die Do 335 fertig, um zu fliegen. Das Konzept von Dornier resultierte in einem furchteinflößend aussehenden Flugzeug, was für ein Jagdflugzeug recht sinnvoll war. Im vorderen Rumpf befand sich ein Daimler-Benz DB 603 Motor in einer ringförmigen Verkleidung, während Auspuffstummel kurz hinter der Hinterkante die Position des Heckmotors verrieten. Unter dem hinteren Rumpf saugte eine große Öffnung die Luft für den zweiten Motor an, der einen dreiblättrigen Propeller hinter einem kreuzförmiger Schwanz antrieb. Unter dem Mittelabschnitt des Rumpfes waren Klappen für einen kleinen Bombenschacht, wo eine 500-kg oder zwei 250-kg-Bomben untergebracht werden konnten. Das Fahrwerk war eine Dreiradanordnung, wobei die breitspurigen Einheiten nach innen in den Flügel und das Bugrad nach einer 90°-Grad-Rotation nach hinten in den Bereich unterhalb des Cockpits eingezogen wurden. Der breite Flügel war ein gutes Stück nach hinten versetzt und obwohl der inoffizielle Name des Flugzeuges schon Pfeil lautete, bezeichneten die Testpiloten es als ‘Ameisenbär’ aufgrund der langen Nase. Ein Testpilot von Dornier saß im Cockpit während des Erstflugs mit der Do 335 V1 (CP+UA) von Oberpfaffenhofen aus, welcher am 26. Oktober 1943 stattfand. Nach den ersten Testflügen durch die Firma Dornier, wurde das Flugzeug nach Rechlin gebracht, wo die intensiven offiziellen Versuche begannen. Die Berichte aus Oberpfaffenhofen und Rechlin waren vorteilhaft, wobei nur geringe Stabilitätsprobleme an der Längsachse festgestellt wurden. Die meisten Testpiloten waren von Geschwindigkeit, Beschleunigung, Wendekreis und der allgemeinen Handhabung des neuen Typs positiv überrascht und die Weiterentwicklung verlief reibungslos. Weitere Prototypen wurden fertiggestellt und nahmen an den Versuchen bei Dornier und in Rechlin teil, wobei neue Verbesserungen, wie Fahrwerksklappen und eine Blasen-Kabinenhaube mit Spiegeln für verbesserte Sicht nach hinten, eingeführt wurden. Beim fünften Prototypen wurde eine Bewaffnung eingebaut, welche aus zwei 15-mm MG 151 Maschinenkanonen in der oberen Rumpfverkleidung und einer einzelnen 30-mm MK 103 Maschinenkanone, welche durch den vordern Propellerkreis schoss, bestand. Nachfolgende Prototypen wurden für weitere Flugversuche und Motorentests verwendet, welche in der Do 335 V9 gipfelten, die schon nach Standards für die Vorserie gebaut wurde. Kurz danach, etwa Mitte 1944, wurde das erste Vorserienflugzeug Do 335A-0 (VG+PG) mit vollständiger Bewaffnung fertiggestellt, um mit der Einsatzerprobung zu beginnen. Das Erprobungskommando 335 wurde im September 1944 aufgestellt, um taktische Einsatzerfahrungen zu sammeln und verwendete dabei viele der zehn gebauten Do 335A-0 der Vorserie. Einsatztest begannen auch mit dem Prototypen V9 beim ‘Versuchsverband mehr …

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