Ju 52 im Mai 1940 über Holland


Ju 52 im Mai 1940 über Holland

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Im Blickpunkt:
  • 'Stuka zu Fuß'

    Nebelwerfer für 28- oder 32-cm Wurfkörper und 30-cm Wurfkörper 42 (Teil II der deutschen Nebelwerfer im Zweiten Weltkrieg.) Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 28- oder 32-cm Wurfkörper und 30-cm Wurfkörper 42 Typ: Nebelwerfer-Raketenartillerie. 28-cm und 32-cm-Wurfkörper Die 28-cm und 32-cm-Raketen waren noch vor den 15-cm-Raketen bei der Wehrmacht im Einsatz und die ersten erschienen bereits während des Jahres 1940. Beide Raketen-Typen verwendeten den gleichen Raketenantrieb, hatten aber einen unterschiedlichen Sprengkopf. Beide waren unbeholfene, sperrige Raketen mit einer schlechten ballistischen Formgebung, hatten aber eine wirksame Zuladung. Hier zu Teil I des Nebelwerfer. Die kleinere Waffe war der 28-cm Wurfkörper Spreng, welche einen schweren, hochexplosiven Sprengkopf hatte, während die größere Waffe 32-cm Wurfkörper MF150 einen Brandsatz-Sprengkopf mit schweren Flüssigkeitsgemischen in der Art eines frühen Napalms hatte. Beide hatten eine Reichweite von rund 2.000 Meter und waren trotz ihrer Spin-Stabilisierung sehr ungenau, was dazu führte, dass sie, wenn möglich immer in großen Massen eingesetzt wurden. Als Ausgleich für diese Nachteile war ihre Wirkung jedoch verheerend, wenn sie ein Ziel trafen und die Rakete mit dem hochexplosiven Sprengstoff wurde vorzugsweise im Stadtkampf eingesetzt, wo Häuser oder andere Gebäude zerstört werden mussten. Der Wurfkörper Spreng hatte eine Reichweite von 1.925 Metern, aber sein 61-kg- Anatol-Sprengkopf hatte eine enorme zerstörerische Wirkung, während die Flamm-Version auf bis zu 2.200 Meter verschossen werden konnte. Beide Raketen-Typen wurden an die Truppe in hölzernen Transport- oder Packkisten ausgegeben. Diese Kisten dienten auch als Starter-Rahmen und wurden mit einfachen, vorderen Stützbeinen zum rudimentären Zielen ausgeliefert. Die Zündung erfolgte elektrisch. In dieser Form konnten beide Raketen von Sturmpionieren verwendet werden um Bunker oder Widerstandsnester zu zerstören. Wesentlich öfters wurden die Raketen aber in Vierergruppen von einem einfachen Starter-Rahmen, der als schweres Wurfgerät 40 oder schweres Wurfgerät 41 bezeichnet wurde, verschossen. Diese beiden Geräte unterschieden sich nur dadurch, dass letzterer aus Stahlrohren und nicht wie zuvor aus einem Holzrahmen bestand. Gewöhnlich bildeten 10 dieser Werfer eine Batterie. Während des Jahres 1940 wurden etwa 10.000 Wurfkörper Spreng und 12.000 Wurfkörper Flamm Raketen hergestellt und 1941 stieg diese Anzahl auf 77.150 Wurfkörper Spreng und 62.550 Wurfkörper Flamm an. Mehr als 600.000 Wurfkörper wurden bis Kriegsende gefertigt, sowie 700 Werfer, von denen 345 ab 1941 gebaut wurden. Sie wurden an die Pioniertruppe, ausgewählte Infanterie-Einheiten und motorisierte Entgiftung-Abteilungen ausgegeben. Am 22. Juni 1941 gab es acht motorisierte Entgiftung-Abteilungen, davon drei Straßen-Bataillone, welche sich alle beim Truppenaufmarsch im Osten gegen die Sowjetunion befanden. Beide Raketentypen konnten für vorbereitendes Sperrfeuer eingesetzt werden, wie dies zum Beispiel während der Belagerung von Sewastopol 1942 geschah. Doch das bisher beschriebene Abschusserfahren war statisch und um einen gewissen Grad von Mobilität zu erreichen, wurde der 32-cm Nebelwerfer 41 entwickelt. Dies war ein einfacher Anhänger mit einem Abschuss-Rahmen für sechs Raketen in zwei übereinander angeordneten Reihen zu je drei Stück. Nach dem 15-cm Nebelwerfer 41 wurde dieser zur wichtigsten Ausstattung der ersten Nebelwerfer-Einheiten. Ein weiterer, mobiler Werfer für diese Raketen war der schwere Wurfrahmen 40, bei dem sechs Abschuss-Rahmen an die Seiten des Halbkettenfahrzeugs SdKfz 251/1 montiert wurden. Dabei wurden die Raketen an den Seitenhalterungen montiert, wobei sie sich immer noch in ihren Transportkisten befanden. Gezielt wurde einfach damit, dass das Fahrzeug in Richtung des Zielgebietes aufgestellt wurde und die Raketen wurden eine nach der anderen und einer festgelegten Reihenfolge abgefeuert. Diese Kombination aus Abschussfahrzeug und Raketen hatte verschiedene Namen, wurde aber oft als ‘Stuka zu Fuß’ oder ‘Heulende Kuh’ bezeichnet. Dieses Waffensystem wurde öfters für die Unterstützung bei Operationen von Panzerverbänden verwendet, insbesondere in der Anfangszeit von Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf die Sowjetunion. Im weiteren Verlauf des Krieges wurden auch andere Fahrzeuge, vor allem französische oder andere erbeutete Fahrzeuge verwendet, um noch mehr mobile Werfer zur Verfügung zu haben. Alle möglichen Typen von leicht gepanzerter Fahrzeuge wurden für diesen Zweck verwendet, wobei einige nur vier Abschuss-Rahmen trugen. Viele dieser Fahrzeug-Improvisationen wurden während der Kämpfe in der Normandie im Sommer 1944 eingesetzt. Am 22. Juni 1941, mit Beginn des Krieges gegen Russland, verfügte das deutsche Heer über vier motorisierte Spezial-Hauptquartiere für Raketenwerfer, fünf Nebelwerfer-Regimenter mit dem 15 cm Nebelwerfer 41, sieben motorisierte Nebelwerfer-Bataillone und eine unabhängige Batterie sowie die acht motorisierte Entgiftung-Abteilungen mit dem Wurfkörper Spreng bzw. Wurfkörper Flamm. All diese Verbände waren Anfangs in Russland eingesetzt. Über die Wirkung der Nebelwerfer zu Beginn des Krieges in Russland lässt sich der wohl fähigste deutsche Stratege des Zweiten Weltkriegs, der spätere Feldmarschall von Manstein (1887-1973), welcher zu diesem Zeitpunkt kommandierender General des 56. Panzer-Korps bei der Heeresgruppe Nord war, in seinen Erinnerungen wie folgt kurz aus: Beim tiefen Vorstoß des Panzer-Korps auf Leningrad Mitte Juli 1941 wurde dieses vorübergehend zwischen dem Peipus- und Illmen-See von seinen rückwärtigen Verbindungen getrennt. Dabei gelang es sowjetischen Truppen auf den Nachschubstraßen einen deutschen Tross zu überwältigen und geheime Kommandosachen zu erbeuten. Dies wurde von Radio Moskau freudig gefeiert, handelte es sich dabei doch um die streng geheimen Dienstvorschriften für die neuen deutschen Nebelwerfer. Diese neue Waffe, welche auch Flammöl-Geschosse verfeuern konnte, war der Roten Armee offensichtlich besonders ein Dorn im Auge. So meldete sich die den Verbänden Mansteins gegenüber befindliche sowjetische Armee offen über Funk an die Deutschen, wenn diese die ‘Spielereien’ mit dem Flammöl nicht einstellen würden, so müssten sie zum Gaskrieg übergehen. 30-cm Wurfkörper 42 Verglichen mit den vorausgegangenen 28-cm und 32-cm-Raketen, war der Wurfkörper 42 Spreng oder auch Wurfkörper Spreng 4491 eine deutliche Verbesserung gegenüber den früheren Entwürfen, als dieser bei der Nebelwerfer-Artillerie Ende 1942 erschien. Nicht nur war seine Aerodynamik ein viel glatter und sauberer Entwurf, sondern er hatte auch noch den größten Anteil an Sprengstoff im Verhältnis zum Treibstoff aller deutschen Artillerie-Raketen. Für die Soldaten im Feld waren diese Vorzüge jedoch weniger wichtig als der Umstand, dass die neue Rakete ein fortschrittlicheres Treibmittel verwendete, was weniger Rauch und Abgasspuren erzeugte und damit die Feuerstellung der Raketenwerfer-Batterie nicht so leicht erkennen ließ. Dazu hatte die 30-cm-Rakete auch noch einen erheblichen Vorteil in der Reichweite gegenüber allen existierenden Typen und konnte theoretisch bis auf Ziele in 6.000 Metern Entfernung verschossen werden. Im praktischen Einsatz erfolgte der Abschuss aber nur über etwa 4.550 mehr …

  • 3D-Modell Panzerkampfwagen III Ausf. L

    Deutscher mittlerer Panzerkampfwagen III Ausf.J2 bis N mit langer 5-cm-KwK L/60 und 7,5-cm KwK L/24. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. PzKpfw III Ausf. J2, L, M (SdKfz 141/1), N (SdKfz 141/2) und Fl (SdKfz 141/3) Typ: deutscher mittlerer Kampfpanzer. PzKpfw III Ausf. J2-N Bei Beginn des Unternehmen Barbarossa, im Juni 1941, befanden sich nahezu 1.500 PzKpfw III in den Verbänden der Wehrmacht, da sie sich zuvor als erfolgreich erwiesen hatten. Aber mit Beginn des Russland-Feldzuges und dem Auftreten der sowjetischen T-34 und KW-Panzer war die bisherige 5-cm-Kanone nicht mehr ausreichend. So erfolgte schnell die Einführung einer wirksameren, längeren 5-cm-Kanone. Doch auch diese war an der Ostfront ungenügend, wogegen sie sich in der nordafrikanischen Wüste bewährte. Deshalb wurden nun in schnellen Tempo 1942 verbesserte Versionen des PzKpfw III entwickelt, um den Fahrzeugen einen gewissen Kampfwert zu erhalten, bis der neue mittlere PzKpfw V Panther zum Einsatz bereit sein würde. Trotzdem erreichte die Herstellung des PzKpfw III niemals die geplanten Ausstoßzahlen. 1942 wurden noch 2.600 Stück des bereits veralteten Panzers gebaut und erst die letzte Ausführung N mit der kurzen 7,5-cm-Kanone war für die Feuerunterstützung nochmals wirksam. Hier zu den Vorgängermodellen PzKpfw III G bis J mit kurzer 5-cn-KwK L/42 PzKpfw III Ausf.J2 (SdKfz 141/1) Nach dem Auftreten der neuen sowjetischen Panzer in Russland wurden Aufträge erteilt, die Kanone 5-cm-KwK39 L/60 so schnell wie möglich in den PzKpfw III einzubauen, was dazu führte, dass die Panzer der Serie des Panzer 3 Ausführung J ab Dezember 1941 teilweise mit der neuen und teilweise mit der bisherigen, kurzläufigen 5-cm KwK L/42 bis Sommer 1942 bewaffnet wurden. Ursprünglich hatte Hitler den Einbau der längeren L/60-Kanone ja schon im August 1940 angeordnet, aber das Waffenamt setzte die Entscheidung nicht um, da die L/42-Kanone ja erst vor kurzem eingeführt worden war und sich bisher als erfolgreich erwiesen hatte. Bei seiner Geburtstags-Parade im April 1941 sah Hitler den neuen PzKpfw III Ausf.J noch ohne die lange Kanone und bestand darauf, diese so bald wie möglich einzubauen. Die Ereignisse in Russland zwei Monate später bewiesen die Notwendigkeit einer stärkeren Bewaffnung des Panzers. Die einzigen Unterschiede zwischen der Ausf.J mit der bisherigen 5-cm-KwK L/42 und denjenigen mit der neuen 5-cm-KwK39 L/60 (oft als Ausf. J2 bezeichnet) waren die Kanone selbst und die Lagerung der Munition, welche durch die Vergrößerung der Kanone reduziert werden musste. Der PzKpfw III Ausf.J mit den langläufigen 5-cm-KwK39 L/60 wurde erstmals an fünf neue Panzer-Einheiten ausgegeben, die Anfang 1942 aufgestellt wurden. Diese waren für die 3., 16., 29. und 60. motorisierte Infanterie-Division und die 5. motorisierte SS-Division Wiking. Die anderen Fahrzeuge wurden als Ersatz für die sehr großen Verluste in Russland und Nordafrika an bestehende Panzerverbände ausgeliefert. Die lange 5-cm-KwK des PzKpfw III Ausf.J2 war sehr nützlich in Nordafrika gegen die britischen Grant-, Valentine- und Crusader-Panzer, aber von nur geringem Wert in Frontalgefechten gegen russische T-34 und KW-1. Animation 3d-Modell Panzerkampfwagen III Ausf. J (SdKfz 141/1): PzKpfw III Ausf.L Im März 1942 wurde eine Studie durchgeführt, um festzustellen, ob der Turm des PzKpfw IV auf das Fahrgestell des PzKpfw III passen würde. Die Analyse ergab, dass die daraus resultierende Gewichtszunahme erheblich war und zahlreiche Modifikationen nötig wären. Die Idee wurde daraufhin fallengelassen und die Produktion des PzKpfw III mit der 5cm KwK39 L/60 fortgesetzt. Der ursprüngliche Auftrag für 1100 Ausf. L wurde durch eine neue Bestellung Anfang Juni 1942 dadurch reduziert, dass stattdessen bei 450 PzKpfw III die 7,5 cm KwK L/24 eingebaut werden sollte. 447 Ausf.L erhielten die kurze 7,5-cm-Kanone und wurde dadurch zur Ausführung N. Ein Panzer der Ausf.L wurde mit einer experimentellen KwK0725-Kanone fertiggestellt. Die Verbesserungen bei der Ausf.L beinhalteten eine Verstärkung der Panzerung an der Vorderseite des Turmes von 30 mm auf 57 mm, die Installation eines Torsions-Gegengewicht anstelle einer Spiralfeder für die Kanone und die Änderung der Entlüftungsklappen auf dem hinteren Rumpf. Alle Ausführung L bekamen eine zusätzliche 20-mm-Panzerplatte mit etwas Abstand vor den Vorderrumpf angebracht sowie die meisten ebenso an der Geschützblende. Die Notausstiegsluken an den Seiten, der Sehschlitz für den Ladekanonier und die Turmseitenschlitze wurde schon bald nach Beginn der Serienproduktion weggelassen. Ein für den russischen Winter nützliches Starthilfesystem, welches heiße Luft aus dem laufenden Motor zu einem anderen Fahrzeug übertragen konnte, wurde mit der Ausf.L eingeführt. Ende Juni 1942, zum Beginn der Sommer-Offensive in Russland, gab es rund 600 Panzerkampfwagen III mit der langen 5-cm KwK L/60 bei den deutschen Panzerverbänden an der russischen Front. Abgesehen von dem Ersatz für Ausfälle wurde die Ausführung L auch dafür verwendet, die neuen Panzer-Regimenter der 1. SS-Panzergrenadier-Division Leibstandarte Adolf Hitler, 2. SS-Panzergrenadier-Division Das Reich, 3. SS-Panzergrenadier-Divison Totenkopf und der Panzergrenadier-Division Grossdeutschland auszurüsten. Animation 3d-Modell Panzerkampfwagen III Ausf. L (SdKfz 141/1) PzKpfw III Ausf.M Bereits im März 1942 überlegte das OKH, den PzKpfw III so schnell wie möglich durch den neuen PzKpfw V Panther zu ersetzen. Im Juli 1942 wurde daher der Auftrag für 1.000 Fahrzeuge der letzten geplanten PzKpfw III-Serie, der Ausf.M, auf 775 beschnitten. Kurz darauf wurde beschlossen, das Fahrgestell des PzKpfw III für den Bau von Sturmgeschützen zu verwenden, und 165 Ausf.M-Fahrgestelle wurden für diesen Zweck abgezweigt. Die Reaktion der Truppe auf die neue Ausf.N mit der kurzen 7,5 cm KwK L/24 waren sehr positiv und führte Anfang November 1942 zu einem Auftrag, die Fahrzeuge der Ausf.M als Ausf.N mit der 7,5 cm KwK L/24 fertigzustellen. Dazu wurde 1942 aufgrund der Erfahrungen der heftigen Straßenkämpfe in Stalingrad die Idee geboren, einen Flammenwerfer im Turm des PzKpfw III zu montieren und 100 Panzer der Ausf.M waren für diesen Zweck vorgesehen. Weitere 47 PzKpfw III wurden nie gebaut, sodass vom ursprünglichen Auftrag über 1.000 Ausf.M tatsächlich nur 250 fertiggestellt wurden. Der Hauptunterschied zwischen der Ausführung L und der Ausf.M bestand in der neuen Wat-Ausrüstung der Ausf. M. Diese wurde durch Abdichtvorrichtungen um alle Rumpf-Lufteinlässe, Abluftklappen und durch einen modifizierten Auspuff-Schalldämpfer mit einem hoch auf dem Rumpfheck montierten Verschlussventil erreicht. Zusätzlich wurde die Vernebelungs-Vorrichtung von dem 5-Rauchkerzen-Heckgestell auf 3 Werfer, welche auf jeder Turmseite vorne angebracht waren, geändert. Mit der breiten ‘Ostkette’ erhöhte sich die Gesamtbreite des Panzers mehr …

  • PzKpfw III dient hier der Infanterie als Feuerschutz

    Geschichte von deutschen Divisionen im Zweiten Weltkrieg. Bezeichnungen, Aufstellung, Kommandeure, Gliederung und Ausrüstung, Geschichte, Einsätze und Ende ausgewählter Divisionen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Divisionen der Wehrmacht Die Dauer des Zweiten Weltkrieges erforderte es, die seit 1935 existierende deutsche Großverbände – darunter fallen Divisionen, Brigaden und manchmal auch besondere Regimenter – der Wehrmacht immer wieder aufzufrischen und der neuen waffentechnischen und taktischen Entwicklung anzupassen. Deshalb entstanden zwischen 1939 und 1945 verschiedene Gliederungen, Sollstärken und Bezeichnungen für Divisionen. Wieder andere, bewährte Verbände wurden schließlich von Regimentsstärke auf ein ganzes Korps erweitert, so wie z.B. das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring. Zusätzlich wurden noch zahlreiche Verbände neu aufgestellt, manchmal für spezielle Aufgaben oder nur als Improvisation für einen kurzen Zeitraum. Da bis zum Kriegsende viele hunderte deutsche Division im Rahmen der Wehrmacht aufgestellt wurden, können in dieser Kategorie der Webseite WWW.WELTKRIEG2.DE nur herausragende, einzigartige oder repräsentative Großverbände mit den wichtigsten Einzelheiten aus Bezeichnungen, Aufstellung und Ausbau, Gliederung, Ausrüstung, Kommandeure, Besonderheiten und ihre Geschichte und Einsätze bis zu ihrem Ende während des Zweiten Weltkrieges behandelt werden. Dies sind vor allem die Elite-Verbände des Heeres, Waffen-SS und der Luftwaffe, sowie einige der Panzer-Divisionen und weitere Spezialeinheiten. Kriegsgeschichte von Divisionen Wiederbewaffnung und Gründung der Wehrmacht Am 2. August 1934 verstarb der alte Reichspräsident von Hindenburg und Adolf Hitler verkündete sofort, dass er nun als ‘Führer’ die Aufgaben von Reichskanzler und Reichspräsident gemeinsam übernehmen werde. Schon am nächsten Tag legte die Reichswehr einen Treueid auf den Führer persönlich, und nicht wie zuvor auf das Amt des Präsidenten und des deutschen Staates ab. Bis zum nächsten Jahr war die zuerst heimliche Wiederbewaffnung Deutschlands nicht mehr zu verbergen, die Alliierten beließen es aber lediglich bei Protesten gegen den offensichtlichen Bruch des Vertrags von Versailles. Nur die Briten luden im Februar 1935 eine deutsche Delegation nach London ein, um fruchtlose Gespräche zu führen. Kurz zuvor, am 13. Januar 1935, stimmen 90,3 % der Wähler im Saarland für den Wiederanschluss an Deutschland. Als Reaktion darauf verdoppelte Frankreich seine Armee am 6. März durch Heraufsetzung der Dienstzeit und Herabsetzung des Alters zur Wehrpflicht. Als Folge davon verkündet Göring am 10. März bei einem Empfang für die ausländischen Luftwaffen-Attachés, dass Deutschland bereits eine schlagkräftige Luftwaffe aufbaut und schon über mehrere Jagd- und Bombergeschwader verfüge. Hitler legte am 16. März 1935 nach, indem er die Klauseln zur Rüstungsbeschränkung des Versailler Vertrages aufkündigte. Das ‘Truppenamt’ wurde wieder zum Generalstab unter von Beck und die neue Wehrmacht sollte von den 100.000 Mann der Reichswehr auf 550.000 Mann in 36 Divisionen vergrößert werden. Pläne für die Vergrößerung der deutschen Streitkräfte wurden bereits um die Jahreswende 1933/1934 ausgearbeitet, allerdings ging das Truppenamt ursprünglich nur von 20 oder 21 Divisionen mit 300.000 Mann aus. Nach Becks Vorstellung sollte ein langsames Anwachsen auf 500.00 Mann bis zum Beginn der 1940er Jahre erfolgen, um Mannschaften und Offiziere bestmöglich auszubilden und nicht als Kanonenfutter zu verheizen. Hitler setzte sich jedoch durch, indem er betonte, dass jeder gute Nationalsozialist mangelnde Ausbildung durch seinen fanatischen patriotischen Eifer ausgleichen würde. Bereits im Juni 1934 wurde die ‘Inspektion der Kraftfahrtruppen’ eingerichtet, wobei Oberstleutnant Heinz Guderian ihr Stabschef wurde. Guderian hatte kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Kriegsakademie besucht und war auch ein Teilnehmer der Sedan-Generalstabslehrgänge gewesen. Schon kurz nach Kriegsende entwickelte er sich dann bei der Reichswehr zum führenden Fachmann und Befürworter des Bewegungskrieges mit Panzern. In dieser Zeit entwickelte er bereits die Gliederungen, Taktiken und Techniken einer zukünftigen Panzertruppe. Ab 1935 erstellte das ‘Kommando der Kraftfahrtruppen’ Spezifikationen für Panzerkampfwagen, leichte Artilleriegeschütze, Panzerabwehrkanonen, LKWs, Waffenträger, Feldfunkgeräte und anderes Material für die zukünftige Panzertruppe. Bereits im Spätsommer 1935 war die erste Versuchs-Panzer-Division einsatzbereit und nach vier Wochen intensiver Ausbildung wurden eine ganze Reihe taktischer Einsatzversuche durchgeführt. Kurz nach diesen Manövern wurde die Bezeichnung des Stabes in ‘Kommando der Panzertruppen’ geändert. Wenige Tage später, am 15. Oktober 1935, wurden drei weitere Panzer-Divisionen aufgestellt und Guderian wurde bereits nur mit dem Rang eines Obersten schon einer ihrer Divisionskommandeure. Nach dem Anschluss von Österreich wurde das deutsche Heer mit Stichtag 1. April 1939 auf etwa eine Million Mann in 51 aktiven Divisionen vergrößert. Bei einer Mobilmachung standen zusätzlich noch 750.000 Reservisten für 52 Reserve- und Landwehr-Divisionen bereit. Das Offizierkorps hatte zu diesem Zeitpunkt eine Stärke von über 25.000 aktiven Offizieren, darunter 500 Generalstabsoffiziere, erreicht. Dabei war die Qualität der Offiziere aufgrund des schnellen Anwachsens der Wehrmacht schlechter als es wünschenswert gewesen wäre. Die motorisierten Verbände bestanden aus 12 hinreichend ausgebildeten und ausgerüsteten Panzer- und motorisierten Divisionen. Vier weitere Divisionen standen kurz vor der Einsatzbereitschaft. Dies war aber nur etwa ein Viertel des deutschen Heeres, dem Rest fehlten Offiziere und vor allem erfahrene und verlässliche Unteroffiziere. Die traditionellen Divisionen waren aufgrund der raschen Vergrößerung des Heeres nicht hinreichend ausgebildet und es fehlten ihnen immer noch ausreichend moderne Waffen und Ausrüstung. Nur durch die Beschlagnahmung der Waffen des tschechoslowakischen Heeres im Frühjahr konnte die Lage verbessert werden, führte aber gleichzeitig zu Organisationsproblemen durch die Integration von fremden Waffensystemen. Generalstabschef Halder, welcher nach dem Rücktritt von Beck, diesen Posten übernommen hatte, erwartete eigentlich erst einen zufriedenstellenden Ausbildungsstand bei Offizieren und Mannschaften im Jahr 1943. Die wichtigste Einheit in der Wehrmacht war die Division, von der fünf Basistypen existierten: Infanterie-Division, motorisierte Infanterie-Division, Panzer-Division, Leichte Division und Gebirgsdivision. Infanterie-Division der Wehrmacht Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten bis zu einem gewissen Grad in Umfang, Organisation und Ausrüstung, abhängig von ihrem vorgesehenen Verwendungszweck und der Verfügbarkeit von Männern und Material. Die 35 Divisionen, welche die ursprünglich erste Welle der Wehrmacht bildeten, hatten eine Stärke von jeweils nahezu 18.000 Mann, während die der nächsten Welle 15.000 Mann stark waren. Divisionen der dritten und vierten Welle hatten wesentlich weniger Artillerie-Unterstützung als die vorhergehenden Formationen. Die Infanterie-Division der Wehrmacht bestand aus drei Infanterie-Regimentern von jeweils etwa 3.000 Mann und einem Artillerie-Regiment sowie zusätzliche Unterstützungseinheiten. Im Gegensatz zu der Praxis in den meisten anderen Armeen, galten Pioniere und die Aufklärungseinheit als Kampfeinheiten, und führten oft mit ihrer hervorragenden Ausstattung aus Flammenwerfern und Panzerabwehrkanonen den Angriff an. Die Abteilung war eine Einheit unterschiedlicher Stärke, mehr …

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