Bismarck feuert auf die sich zurückziehende Prince of Wales


Bismarck feuert auf die sich zurückziehende Prince of Wales

Bismarck feuert auf die sich zurückziehende Prince of Wales

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Im Blickpunkt:
  • Gotha G.IV

    Deutsche Bomber Gotha G.I bis G.V aus dem Ersten Weltkrieg, welche die ersten Angriffe auf England flogen. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Gotha G.I bis G.IV Typ: Bomber. Geschichte Das erste ‘Großflugzeug’ welches von der Gothaer Waggonfabrik A.G. gebaut wurde, war die G.I. Das Flugzeug wurde von Oskar Ursinus und Major Friedel vom Heer aus einem Prototyp entwickelt, welcher erstmals im Januar 1915 flog. Ein paar davon wurden durch Gotha als Lizenzhersteller in einer vereinfachten und verbesserten Ausführung gebaut. Die Flugzeuge waren für Bodenangriffe und allgemeine, taktische Einsätze vorgesehen und wurden an der West- und Ostfront eingesetzt. Die G.I war charakteristisch für den schlanken Rumpf, welcher an dem Oberflügel angebracht war, während die zwei 160-PS-Mercedes-D.III-Motoren nahe beieinander am unteren Flügel montiert waren. Wenn der Gotha G.II auch dem gleichen Grundkonzept entsprach, war er doch ein vollkommen neuer Entwurf, welcher bei der Firma Gotha von dem Schweizer Ingenieur Hans Burkhard entwickelt wurde. Der Erstflug fand im März 1916 statt. Der Rumpf und die zwei 220-PS-Mercedes-D.IV-Motoren waren diesmal konventionell an den unteren Flügeln befestigt und die Spannweite war verbreitert worden. Ein vorderes Hilfsrad war zum Landefahrwerk hinzugefügt worden, um das Risiko mit der Nase auf dem Boden zu überschlagen, zu vermeiden. Die Gotha G.II hatte eine Besatzung von drei Mann und eine Abwehrbewaffnung aus zwei Maschinengewehren. Das erste Serienflugzeug wurde im April 1916 fertig. Der Ersteinsatz erfolgte im Herbst an der Balkanfront, aber die Flugzeuge wurden schnell wieder zurückgezogen, nachdem wiederholtes Versagen der Motorkurbelwellen aufgetreten war. Deshalb wurde das Modell durch die Gotha G.III an der Balkan- und Westfront ab Oktober 1916 ersetzt. Dieses neue Modell hatte einen verstärkten Rumpf, ein weiteres Maschinengewehr und 260-PS-Mercedes-D.IVa-Motoren. Ein Anfangsauftrag über 25 G.III wurde erteilt und bis Dezember 1916 waren 14 an der Front im Einsatz. Das erste hauptsächliche Serienmodell war die Gotha G.IV, welche dafür ausgewählt wurde, die Angriffe auf englische Städte durchzuführen. Eine Anfangsbestellung von fünfzig G.IV wurde bei Gotha in Auftrag gegeben, weitere 80 wurden von Siemens-Schuckert und etwa 100 Stück von L.V.G. gebaut. Die G.IV wurde im März 1917 in Dienst gestellt und begann mit Tagesangriffen auf Südengland gegen Ende Mai. Während der Jahre 1917 bis 1918 befanden sich die Bewohner englischer Städte – und insbesondere diejenigen von London – unter der ständigen Angst vor Luftangriffen der ‘Gothas’, eine Bezeichnung, welche wahllos allen deutschen Bombern zuteil wurde, welche Tages- oder Nachtangriffe flogen. Die G.IV behielt die Mercedes-D.IVa-Motoren, hatte aber eine größere Reichweite, welche Einsätze über den Ärmelkanal hinweg ermöglichte. Die zwei Motoren waren an die Streben zwischen den Flügeln montiert, direkt über dem Landefahrwerk. Sie waren ausgelegt, um Schubpropeller anzutreiben und ein großer Ausschnitt befand sich im oberen Flügel, um den Propellern den notwendigen Freiraum zu geben. Sie unterschied sich vom vorhergehenden Modell in bemerkenswerter Weise in einem ausgehöhlten Tunnel im hinteren Rumpf, sodass der Heckschütze den toten Winkel unter und im Heck des Bombers bestreichen konnte. Gewöhnlich wurde dies durch ein standardmäßiges Heck-MG sichergestellt und ein viertes Maschinengewehr konnte zu diesem Zweck auf Kosten eines Teils der Bombenzuladung mitgeführt werden. Die G.IV wurde in Gemischtbauweise aus Holz und Stahl gebaut und der Rumpf war vollständig mit Sperrholz und Stoff verkleidet. Die G.IV war ein Doppeldecker mit drei Ausbuchtungen und einem Rumpf mit einem grundsätzlich quadratischem Querschnitt, festen Schwanz und Heckspornfahrwerk mit Doppelrädern am Hauptfahrwerk. Dazu hatte sie Querruder an oberen und unteren Flügeln, war stabiler und trotzdem einfacher zu fliegen, als ihre Vorgänger. Sie konnte Flughöhen bis zu 4.500 Metern erreichen, welche die zu diesem Zeitpunkt verfügbaren britischen Abfangjägern an ihre Grenzen brachten. Dazu hatte sie eine respektable Höchstgeschwindigkeit. Ihr Erscheinen über England führte 1918 zur Vereinigung des bisherigen Royal Flying Corps und des Royal Navy Air Service zur RAF (Royal Air Force) um die Abwehrmaßnahmen zu bündeln. Allerdings entsprach die Flugleistung immer noch der G.III und deshalb mussten die deutschen Luftangriffe auf Großbritannien ab September 1917 auf die Nacht verlegt werden. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Modell durch die neue Gotha G.V ersetzt, welche bereits im August 1917 erstmals in Dienst gestellt worden war. Diese Version führte die nächtlichen Bombenangriffe auf England bis zum Mai 1918 fort. Zum Zeitpunkt des Höhepunktes ihres Einsatzes im April 1918 befanden sich 36 Gotha G.V gleichzeitig in Dienst. Die typische Bombenzuladung bei ihren Angriffen über den Ärmelkanal hinweg bestand auch sechs 50-kg-Bomben, was die Hälfte der maximal möglichen Zuladung war. Die G.V entsprach grundsätzlich der G.IV, war aber besser ausgerüstet und hatte eine Reihe von Detailverbesserungen, sowie eine saubere, stromlinienförmige Nase. Die letzten Versionen im Einsatz waren die Gotha G.Va und G.Vb. Diese unterschieden sich voneinander nur durch geringfügige Einzelheiten, konnten aber von der G.V durch die Anordnung ihres Doppeldeckelschwanzes und einer kürzeren Nase unterschieden werden. Die G.Va und G.Vb ging im März 1918 in die Herstellung und wurde im Juni 1918 in Dienst gestellt. Im August des Jahres befanden sich 21 G.Vb an der Front. Die G.Vb hatte ein Paar von Hilfsrädern unter der Nase, um die Gefahr von Überschlägen bei den Nachtlandungen zu verringern. Es folgten noch einige weitere Gotha-G-Serienmodelle, aber von diesen wurden zumeist nur ein oder zwei Exemplare gebaut. Im Allgemeinen waren die Gotha-Bomber ziemlich wendige Flugzeuge für ihre Größe, mit einer guten Abwehrbewaffnung und schwierig, abzuschießen. Es gingen mehr an die Flugabwehrkanonen verloren als im Luftkampf – aber noch mehr wurden bei Bruchlandungen zerstört. 40 der von Siemens gebauten G.IV wurden als Trainingsflugzeuge fertiggestellt und hatten zumeist 180-PS-Argus-As.III oder 185-PS-N.A.G.-Motoren. 30 der von L.V.G. gebauten G.IV wurden an Österreich-Ungarn abgegeben, wo sie mit 230-PS-Hiero-Motoren ausgerüstet an der italienischen Front eingesetzt wurden. Der Entwurf eines Wasserflugzeuges aus der G.I, genannt Gotha-Ursinus UWD, wurde Ende 1915 fertiggestellt. Es wurde an die deutsche Marine geliefert und von Januar 1916 an eingesetzt. Benutzer: Deutsches Reich, Österreich-Ungarn. Animation 3D-Modell Gotha G.IV Gotha-Bomber über England Obwohl die Deutschen im Sommer 1917 ihre kostspieligen Angriffe mit Luftschiffen aufgaben, plante sie trotzdem, die strategische Bombardierung Großbritanniens mit Flugzeugen fortzusetzen. Die Angriffe bei Tageslicht begannen mit den zweimotorigen Gotha-Bombern. Die ersten Luftangriffe auf Großbritannien begannen schon Ende 1914 durch deutsche Wasserflugzeuge. Diese Angriffe mehr …

  • schweres Vickers-Maschinengewehr

    Stärke und Organisation der britischen Armee in Nordafrika (Schlachten von El Alamein) und Großbritannien von 1941 bis 1943. Die britischen Streitkräfte 1941 bis 1943 siehe auch: die britische Armee 1940 Die Britische Armee in Nordafrika von 1941 bis 1943 Nach den großen Siegen über die Italiener in Nordafrika im Winter 1940/1941 wurden im folgenden Frühjahr die dortigen britischen Streitkräfte reduziert, als mehrere Einheiten zur Unterstützung für Griechenland verschifft wurden. Insgesamt wurden über 50.000 britische und Empire-Soldaten nach Griechenland gebracht, zusammen mit 100 Panzern. Dazu gehörten die 1. Armored (Panzer) Brigade, 6. australische Division und die 2. neuseeländische Division. Trotzdem wurden diese Truppen schnell beim Balkanfeldzug der Wehrmacht überrannt und verloren dabei 11.000 Mann. Die verbliebenen Soldaten wurden nach Kreta und Nordafrika evakuiert. Die 28.000 Mann auf Kreta sahen sich nach der deutschen Luftlandung auf Kreta ebenfalls gezwungen, ihre Stellungen zu räumen und wurden auch nach Nordafrika zurückgebracht. Auf Kreta verlor die britische Armee 612 Gefallene, 224 Verwundete und 5.315 Kriegsgefangene. Dagegen wurden die britische Operation in Italienisch-Ostafrika zu einem vollständigen Triumph, als zwei Kolonnen aus britischen und Empire-Truppen eine Zangen-Operation gegen die Italiener durchführten. Am 19. Januar 1941 begann die erste Kolonne aus zwei indischen Divisionen und einheimischen Truppen mit dem Vormarsch aus dem Sudan. Die zweite Kolonne griff am 24. Januar in nördlicher Richtung von Kenia aus an und bestand aus drei südafrikanischen Divisionen. Beide Kolonnen hatten zusammen etwa 70.000 Mann. In dem dreimonatigen Feldzug brachten die britischen und Empire-Streitkräfte 50.000 italienische Kriegsgefangene ein und eroberten praktisch ganz Italienisch-Ostafrika bei weniger als 500 Mann Verlusten. Den Briten drohte jedoch weiteres Ungemach im Nahen Osten, als ein von den Achsenmächten unterstützter Aufstand im Irak ausbrach, welcher aber bald zusammenbrach. Dagegen war die Situation in Syrien gefährlicher, wo sich eine 35.000 Mann starke Streitmacht von Vichy-Frankreich befand. So wurde eine britische Truppe aus 20.000 Soldaten zusammengekratzt, um Syrien am 8. Juni 1941 anzugreifen. Die alliierten Streitkräfte bestanden aus der 7. australischen Division, der 5. indischen Infanterie-Brigade-Gruppe mit der zugeteilten Trans-jordanischen Grenztruppe sowie einer frei-französischen Division. Damaskus wurde schnell erobert, aber die Vichy-französischen Truppen leisteten erbitterten Widerstand und kapitulieren erst am 12. Juli 1941 gegenüber den Briten und ihren Verbündeten. Während des Sommers und Herbst 1941 bereiteten sich die britischen Truppen in Nordafrika auf ihre nächste Offensive vor. Dabei wurden Veränderung bei ihrer Organisation und Führung vorgenommen. So ersetzt General Sir Claude Auchinleck den gegen Rommel glücklosen General Wavell als britischer Oberbefehlshaber Mittlerer Osten am 15. Juli 1941. Auf dem Kriegsschauplatz trafen zwischen Januar und Juli 1941 239.000 Mann Verstärkungen ein, davon 144.000 aus Großbritannien. Dazu gehörte die 50. britische Division und das Hauptquartier des X. Korps. Am 9. September 1941 wurde die Western Desert Force zur britischen 8. Armee mit dem XIII. und dem XXX. Korps. Die Einheiten in Palästina und Syrien wurden neu geordnet als die britische 9. Armee mit dem I. australischen und X. Korps. Im November 1941 waren die britischen Panzertruppen einsatzbereit und auch in Umfang und Stärke angestiegen. Die 7. Armored (Panzer) Division war neu ausgerüstet worden, die 22 Armored Brigade traf neu in Ägypten ein und die 32. Armee-Tank-Brigade war einsatzbereit im eingeschlossenen Tobruk und die 1. Armee-Tank-Brigade wurde gerade in das XIII. Korps eingegliedert. Von Ende 1941 bis Sommer 1942 focht die britische 8. Armee eine Reihe von Gefechten, die gravierende Mängel im Vergleich zu den deutschen Verbänden bei der Vorbereitung auf den Wüstenkrieg aufzeigten. Zum Beispiel hatten die Kämpfe während des Unternehmens ‘Crusader’ (Kreuzzug) im November 1941 General Auchinleck, den Oberbefehlshaber der englischen 8. Armee, davon überzeugt, dass die britische Panzerdivision eine unausgewogene Zusammenstellung aus zu vielen Panzern und zu wenig Infanterie waren. Er strukturierte daher die englischen Panzerdivisionen um. Die Armored (Panzer) Divisionen sollten nur aus einer Armored (Panzer) Brigaden-Gruppe mit knapp unter 200 Panzern bestehen, sowie einer motorisierten Infanterie-Brigaden-Gruppe mit Panzerspähwagen und unterstützt durch Artillerie, Pioniere und Verwaltungs- und Versorgungseinheiten. Die Armee-Tank-Brigaden, welche aus drei Regimentern mit etwa 60 Panzern bestanden, sollten weiterhin unabhängige Formationen bleiben, welche zu stärkeren Gruppen bei Bedarf zusammengefasst werden könnten. General Auchinleck bildete auch die Infanterie-Brigaden um, um ein besseres und dauerhaftes Zusammenwirken der verschiedenen Waffengattungen zu erreichen. Infanterie-Divisionen sollten nun aus drei Infanterie-Brigaden zu je drei Bataillonen bestehen. Dazu ein Feldartillerie-Regiment mit vierundzwanzig 25-Pfündern, ein Panzerabwehr-Regiment mit 48 6-Pfünder-Kanonen, zugeteilte Flugabwehr-Kanonen, Pionieren und Verwaltungs- und Versorgungseinheiten. Unglücklicherweise für die Briten konnten diese Änderungen nicht vollständig umgesetzt werden, als Rommel am 26. Mai 1942 die 8. Armee angriff und zurückdrängte. Rommel nahm am 21. Juni Tobruk ein, wobei die 8. Armee die 2. südafrikanische Division zusammen mit einer Armee-Panzerbrigade und je eine britische und indische Infanterie-Brigade durch Kapitulation verlor. In der Zeit von November 1941 bis August 1942 verlor die 8. Armee 102.000 Mann (davon 49.000 Briten), jedoch stieg die Stärke der Armee von 88.000 Mann im Januar 1942 auf 126.000 im Mai durch Verstärkungen an. Unter den 149.800 Mann Verstärkungen, welche im Mittleren Osten zwischen Januar und August 1942 angekommen waren, befanden sich auch die 8. britische Panzerdivision und die 44. und 51. britische Infanterie-Divisionen. Britische Kriegsgliederung im Mittleren Osten am 1. Juli 1942 Panzerstärke und Verluste der 8. Armee im Juli 1942: Zur Schlacht von El Alamein konnte General Montgomery, der neue Befehlshaber der 8. Armee, drei Korps mit zusammen 195.000 Mann einsetzen: Britische Kriegsgliederung zur Schlacht von El Alamein am 23. Oktober 1942: Ausstattung der 8. Armee zur Schlacht von El Alamein: Die Kampfstärke der britischen 8. Armee während der Schlacht von El Alamein belief sich auf etwa 195.000 Mann. Sie erlitt dabei 13.650 Mann Verluste, welche zu 58 Prozent Truppeneinheiten aus Großbritannien betraf. Als die Achsen-Streitkräfte sich von El Alamein zurückzogen und von der britischen 8. Armee verfolgt wurden, erfolgte die alliierte Landung in Französisch-Nordwestafrika durch das Unternehmen Torch. Die östliche Invasionsgruppe beinhaltete die 11. und 36. britischen Brigade-Gruppen mit 9.000 Soldaten und die gemischten anglo-amerikanischen 1. und 6. Commandos (Kommando-Einheiten) 2.000 Mann. Diese britischen Truppen bildeten den Grundstock, was zur britischen 1. Armee in Tunesien wurde. Am 20. Dezember 1942 bestand diese aus insgesamt 189.000 Mann und beinhaltete die 6. Armored mehr …

  • 3D-Modell Sten Mk 2

    Englische Maschinenpistole Sten Gun. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der britischen Standard-Maschinenpistole Sten MP im Zweiten Weltkrieg. Sten Mk I, II, III, V Typ: Maschinenpistole. Geschichte der Sten MP Die britische Armee musste 1939 ohne irgendeine Maschinenpistole in den Krieg ziehen, da sie diese gering schätzte und sich lange gegen die Einführung einer derartigen Waffe gewehrt hatte. Schnell mussten die britischen Soldaten aber erkennen, dass es ohne die bisher verschmähte Maschinenpistole in einem modernen Krieg überhaupt nicht mehr ging. So kauften die Briten in den USA in großen Stückzahlen die Thompson-MPi ein. Diese amerikanische Maschinenpistole hatte jedoch einige Nachteile. Sie war schwer, schwierig in der Herstellung und obendrein teuer. Der hohe Preis und die Versorgungsschwierigkeiten der Thompson-MP ließen die Engländer bald daran denken, ein eigenes Modell zu entwickeln. Die Ereignisse Mitte des Jahres 1940, wo die Briten viele ihrer Waffen bei der Evakuierung aus Dünkirchen verloren, führten zu einer Beschleunigung dieser Gedanken. Im August 1940 wurde die Entscheidung von der britischen Regierung getroffen, eine Kopie der deutschen MP28 in die Produktion zu nehmen und davon 50.000 Waffen zu bauen. Gleichzeitig wurden 110 Millionen Stück 9-mm-Patronen dafür in den USA bestellt, da die Herstellung dieses Kalibers in Großbritannien viel zu gering war. Die neue Maschinenpistole wurde als ‘Lanchester’ bezeichnet und Einsatzvorführungen wurden am 28. November 1940 durchgeführt. Anschließend wurden Vorbereitungen zur Produktion dieser Waffe getroffen. Allerdings änderte sich in den ersten Tagen des neuen Jahres 1941 die Lage. Eine einfachere Waffe, bezeichnet als ‘N.O.T.40/1’ wurde von Major R.V. Stepherd und Mr. H.J.Turpin vom Chief Superintendent of Design’s Department (Chef-Superintendenten der Entwicklungsabteilung) fabriziert. Die Waffe wurde bei der Royal Small Arms Factory in Enfield Lock bereits am 10. Januar 1941 vorgeführt. Daraufhin wurde am 21. Januar Anweisung erteilt, sofortige Versuche mit beiden Maschinenpistolen durchzuführen und zeitnah zu entscheiden, ob die ‘Lancaster’ wie geplant oder der neue Entwurf produziert werden soll. Das britische Beschaffungsamt teilte am nächsten Tag dazu mit, daß ‘die wichtigste Berücksichtigung im Moment ist, irgendeine Art von Maschinenkarabiner, welche bei allen drei Bereichen der Streitkräfte verwendet werden kann, so schnell als möglich in die Produktion zu bringen’. Die N.O.T.40/1 wurde anschließend getestet und ein Bericht darüber ging am 31. Januar 1941 heraus. Die verschiedenen Versuche wurden zufriedenstellend abgeschlossen und 5.400 Schuss ohne Unterbrechung oder eine Fehlfunktion abgefeuert. Der Bericht schloss zusammenfassend, dass ‘dieser Karabiner scheint grundsätzlich brauchbar zu sein und funktioniert zufriedenstellend und genau.’ Daraufhin wurden Vorbereitungen getroffen, diese neue Waffe in Produktion zu nehmen und die ersten Exemplare kamen im Juni 1941 aus den Fabriken. Sten Mk I Das Ergebnis all dieser Bemühungen wurde zur Sten Mark I MP. Der Name ‘STEN’ setzt sich aus den beiden Namen der Konstrukteure Shepperd und Turpin sowie dem Hersteller Enfield zusammen. Während die Waffe immer noch einfach war, so verfügte sie doch immer noch über eine gewisse Raffinesse. So gab es einen hölzernen Vorderschaft und einen Klappgriff für die vordere Hand, einen Rohrrahmen-Hauptschaft als Laufummantelung, einen Schutz für das Zielkorn und einen Kompensator zur Unterdrückung von Mündungsblitzen. Ein Sicherheitsschlitz an der Rückseite des Spannhebels ermöglichte eine rudimentäre Sicherung des Abzugshebels. Sobald die Produktion begann, wurde untersucht, ob ein Teil dieser Verfeinerung abgeschafft werden konnte, was sowohl die Produktion beschleunigte als auch die Waffe leichter machte. Der Unterdrücker für Mündungsblitze und der Vordergriff wurden weggelassen und das hölzerne Vorderende wurde durch eine Blechabdeckung über dem Abzugsmechanismus ersetzt. Die Konstruktion war sehr einfach und verwendete nur ein Minimum an Drehteilen. Die Herstellung fand vor allem mit Pressteilen und Schweißarbeiten statt. In ihrer äußeren Erscheinung wirkte sie beinahe so ‘zusammengehauen’, wie die russische PPS-MPi, da alles an ihr aus gepresstem, zum Teil gewelltem Metall bestand, auch die Schulterstütze. Doch sie besaß genau jene Vorzüge, die gefordert wurden: sie arbeitete gut und sie war billig, schnell und einfach zu produzieren. Ohne weitere Einwendungen ging die Sten MP in Produktion. Von Juni 1941 bis Juli 1942 wurde die Sten Mk I in einer Stückzahl von 100.000 Exemplaren gebaut. Sten Mk II Um die Forderung nach einer Monatsproduktion von 20.000 Stück zu erfüllen, wurden weitere Vereinfachung an der Maschinenpistole vorgenommen. Die dadurch entstandene Sten Mark II wurde zur häufigsten aller Varianten. Sie wurde in zwei Ausführungen hergestellt, mit Schulterstütze aus einem Profilrahmen oder aus Rohrmaterial mit aufgeschweißter Kappe. Die Schulterstütze ließ sich einfach abnehmen. Da am Verschluss und am Abzug so gut wie nichts mehr vereinfacht werden konnte, entfiel lediglich der hölzerne Vorderschaft. Es wurde aber auf den Laufmantel verzichtet und der Lauf mit einer kurzen zylindrische und perforierte Hülle, welche auch als Vorderhandgriff diente, angeschraubt. Dieser Lauf ließ sich ebenfalls leicht abnehmen. Das Magazingehäuse wurde so modifiziert, dass es um 90 Grad heruntergeschwenkt werden konnte, um die Zufuhr- und Auswurföffnungen gegen Schmutz zu verschließen. Der Sicherheitsschlitz wurde an der oberen Rückseite des Spanngriffschlitzes neu positioniert, da das Drehen des Griffs zum Verriegeln eine leichtere Bewegung war als das Herunterdrehen. In den Laufmantel konnte außerdem ein kurzes Tüllenbajonett eingeschoben werden. Über zwei Millionen dieser Muster wurden hergestellt und eine Zeit lang wurden sie mit einer Rate von mehr als 20.000 Stück pro Woche aus einer einzigen Fabrik hergestellt, dazu viel der Preis der Herstellung auf 2,87 Britische Pfund (ca. 30 Reichsmark) pro Waffe. Die Mark II wurde zum ersten Mal während der Dieppe-Landung im August 1942 eingesetzt. Obwohl der Überfall ein Fiasko war, gab es keine Beschwerden über den Teil, den die Sten-MP dabei spielte. Eine große Zahl der Sten Mk II wurde über den von Deutschland besetzten Teilen Europas für Partisanengruppen und Widerstandskämpfer aus Flugzeugen abgeworfen, wofür die einfache Zerlegbarkeit wichtig war. Es gab noch die Version Sten Mk IIS für Kommando- und Untergrundeinsätze, wo auf dem Lauf einen Schalldämpfer angebracht wurde. Dabei waren allerdings nur Einzelschüsse möglich. Sten Mk III Als Nächstes kam die Sten Mk III, welche noch einfacher herzustellen war. Dafür wurde aber auf den abnehmbaren Lauf und das bewegliche Magazingehäuse verzichtet. Der Feuermechanismus und die beiden Schulterstützen blieben zwar identisch, aber das Verschlussgehäuse wurde zusammen mit dem Laufmantel als ein Stück im Maschinenschweißen produziert. Dieses geschweißte Stahlrohr hatte ein mehr …

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