Tirpitz feuert Vollsalve



Tirpitz feuert Vollsalve

Tirpitz feuert Vollsalve

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Eintreffen des BEF in Frankreich

    Britische und Empire-Armeen bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939. Divisionen, Ausrüstung und Panzerausstattung. Am 2. September 1939, dem Tag vor dem England Deutschland den Krieg erklärte, flog eine kleine Vorhut des englischen Militärs nach Frankreich, um die bald darauf folgende Ankunft des Britischen Expeditionskorps (BEF) vorzubereiten. Am 27. September waren 152.031 Soldaten, 21.424 Fahrzeuge und alle notwendigen Waffen und Vorräte in Frankreich angekommen. Britische  Armee im September 1939 Das Hauptquartier des BEF wurde in der Nähe von Arras eingerichtet, während das I. britische Korps, bestehend aus der 1. und 2. Division, seine Stellung an der französisch-belgischen Grenze östlich von Lille einnahm. Wie zwischen der englischen und französischen Regierung vereinbart, kam das BEF unter den Oberbefehl des französischen Befehlshabers der Nord-Ost-Front (General Georges), aber der englische kommandierende General Gort hatte sich das Recht vorbehalten, Rücksprache mit der englischen Regierung halten zu dürfen, wenn er glaubte, das die Befehle, die er erhielt, das BEF gefährden könnten. Organisation der britischen Armee Der britische König führte auch den Rang eines Feldmarschalls und war nominell der Oberbefehlshaber der Armee. Tatsächlich wurde die Kontrolle über die Armee aber von einem bereits im Februar 1904 eingerichteten Armeerat durchgeführt. Dieser Rat hatte sowohl militärische als auch zivile Mitglieder unter dem Vorsitz des Kriegsministers. Zu den Mitgliedern, deren Aufgabe es war, den Kriegsminister zu beraten, gehörte der parlamentarische Unterstaatssekretär, der Finanzsekretär des Kriegsministeriums, der Chef des königlichen Generalstabs, der Generaladjutant der Streitkräfte, der Quartiermeister-General der Streitkräfte, ein Vertreter des Staatsdienstes und der permanente Unterstaatssekretär des Kriegsministeriums. Zusätzlich zu ihrer gemeinsamen Verantwortung im Armeerat waren dessen Mitglieder auch eigenständig verantwortlich für die Arbeit ihrer eigenen Abteilungen im Kriegsministerium. Die Abteilung des Chefs des königlichen Generalstabes bestand zum Beispiel aus dem Direktorium für militärische Operationen, militärischer Nachrichtendienst und Aufklärung und militärische Ausbildung. Dagegen umfasste die Abteilung des Generaladjutanten der Streitkräfte das Direktorium zur Rekrutierung und Organisation, zur Mobilisation und das Personalamt. Der Chef des königlichen Generalstabes als der höchste Offizier vertrat die Armee in der Generalstabs-Kommission, welche gegenüber den drei Ministern der Waffengattungen und der Verteidigungs-Kommission Bericht zu erstatten hatte. Im Jahre 1939 hatte die reguläre englische Armee eine Stärke von 227.000 Mann, einschließlich der britischen Truppen in Indien und Burma, und war wie folgt organisiert: 2 Regimenter der Household (Garde) Kavallerie 20 Regimenter Linien-Kavallerie 5 Regimenter der Garde-Infanterie 64 Linien-Infanterie-Regimenter die königliche Artillerie das königliche Tank-Regiment sowie Unterstützungs- und Nachschubeinheiten. Diese Streitmacht wurde von der Territorial-Armee unterstützt, welche eine Stärke von 204.000 Soldaten und Offiziere hatte und in neun Infanterie-Divisionen, einer Mobilen Division, zwei Kavallerie-Brigaden und einem Flugabwehr-Korps von fünf Divisionen gegliedert war. Während des Jahres 1939 wurde die Territorial-Armee erheblich verstärkt, um für einen Krieg vorbereitet zu sein und hatte im August 428.000 Mann. Diese schnelle Vergrößerung war das Ergebnis einer Woge an freiwilligen Meldungen zur Rekrutierung, der Einberufung von Reservisten und der Einführung der Wehrpflicht im Mai 1939. Die Notwendigkeit, das große britische Weltreich zu bewachen, bedeutete aber, dass während des Zweiten Weltkrieges viele dieser Truppen in Garnisonen verzettelt wurden. Das Britische Königreich war in sechs geografische Armee-Kommandos unterteilt, zwei unabhängigen Bezirken und einem funktionellen Kommandobereich für die Luftverteidigung. Die geografischen Kommandos waren Aldershot, Süd-, Ost-, Nord- und West-England (einschließlich Wales und Cornwall), das schottische Kommando und jeweils ein Bezirk für London und Nord-Irland. Diese Kommandos waren in eine Reihe von lokalen Bereiche und Zonen eingeteilt, abhängig von ihrer Bedeutung und der Anzahl der dort stationierten Truppen. Ein befehlshabender Offizier im Generalsrang war für jeden Kommandobereich verantwortlich und die gesamte Struktur wurde vom Generalhauptquartier vom Oberbefehlshaber der Heimat-Streitkräfte befehligt. Die Truppen in jedem Kommandobereich waren in Korps, Divisionen und Brigaden oder als Depot- bzw. Trainings-Einrichtungen organisiert. In Friedenszeiten war Aldershot das Erste Armee-Kommando mit zwei regulären Divisionen, welche dort stationiert waren. Das südliche, östliche und nördliche Kommando hatten jeweils eine reguläre Division. Dazu verfügte jeder Kommando-Bereich über drei oder vier Territorial-Divisionen, welche zu einem großen Teil durch die Territorial County Associations verwaltet wurden. Als der Krieg ausbrach, wurde die Territorial-Armee mit der regulären Armee zusammengelegt, aber jede nachfolgende Erweiterung basierte auf den Territorial-Streitkräften. Alle Rekruten, egal ob Freiwillige oder Eingezogene, traten der Territorial-Armee bei. Wie in allen anderen Streitkräften war die Infanterie-Division die grundsätzliche und hauptsächliche Einheit. Diese bestand allerdings aus Brigaden und trotz ihrer etwas geringen Stärke war eine britische Division hervorragend mit Artillerie ausgestattet. Dazu kamen als Divisions-Kavallerie 28 leichte Panzer und 44 Bren-Gun-Schützenpanzer. Hauptsächliche Verbände der englischen Armee: Jede Brigade bestand aus drei Bataillonen mit 33 Offizieren und 780 Mann und war in vier Schützen-Kompanien mit je einem Hauptquartier und drei Zügen unterteilt. Dazu kam eine Hauptquartier-Kompanie aus sechs Zügen für Funk- und Nachrichten, Flugabwehr, Granatwerfer, Transport, Pioniere und Verwaltung. In Kriegszeiten war das Bataillon und die Brigade die grundsätzliche taktische Formation, da das Infanterie-Regiment in der britischen Armee lediglich administrative Funktion hatte. Neben den Feldartillerie-Regimentern gab es noch mittlere und schwere Artillerie-Regimenter mit Geschützen von größerem Kaliber. Das mittlere Artillerie-Regiment hatte eine Stärke von 650 Mann und zwei Batterien zu je 8 Kanonen, entweder 6-inch-Haubitzen (152 mm) oder 60-Pfünder. Das schwere Artillerie-Regiment mit 700 Mann hatte eine Batterie aus vier 6-inch-Haubitzen und drei Batterien zu je vier 8-inch (203 mm) oder 9,2-inch-Haubitzen (234 mm). Die größte Panzer-Formation in der britischen Armee war die ‘Armoured Division’ (Panzer-Division), welche aus zwei Panzer-Brigaden, einer Artillerie-Unterstützungsgruppe und zwei motorisierten Infanterie-Bataillonen bestand. Eine typische Panzer-Brigade bestand aus drei Panzer-Regimentern mit je einer Hauptquartier-Schwadron und drei Panzer-Schwadronen mit zusammen 52 Kreuzer-Panzern, 10 Panzerspähwagen und 575 Mann. Bestand an Panzerkampfwagen im September 1939: siehe auch: RAF Staffeln im September 1939 Kanadische Armee Der erste Truppen-Konvoi mit 7.400 Soldaten der 1. kanadischen Division kam in England am 17. Dezember 1939 an und bis Februar 1940 waren 1.066 Offiziere und 22.238 Mannschaften versammelt. Die Truppen waren jedoch nicht im vollen Umfang für einen modernen Krieg ausgebildet und es fehlten wesentliche Teile ihrer Ausrüstung, wie zum Beispiel genügend Stahlhelme. Auch waren fast alle schweren Waffen veraltet. Die Division erhielt daher ein schnelles Trainingsprogramm in Aldershot, damit sie für den Einsatz beim IV. britischen Korps in Frankreich verwendungsfähig wird. Das Tempo der nachfolgenden Ereignisse führte mehr …

  • Fallschirmjäger mit einem frühen 'E-Modell' des FG42-Sturmgewehr

    Deutsches Fallschirmjägergewehr 42 (FG-42, FjG42) aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Herstellung, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fallschirmjägergewehr 42 (FG 42, FjG42) Typ: Automatisches Sturmgewehr. Geschichte: Als die Entwicklung der MP 43 begann, waren auch die deutschen Fallschirmjäger an dieser interessiert, da eine solche Waffe eine Lücke in ihrer Ausrüstung schließen würde. Bei Luftlandeoperationen kam es nämlich immer auf maximale Feuerkraft bei möglichst geringem Gewichts- und Platzverbrauch an. Nach einer eingehenden Untersuchung lehnte die Luftlandetruppe jedoch den Entwurf mit der Begründung ab, dass die kurze Patrone, um welche herum die neue Waffe entwickelt wurde, nicht ausreichend für ihre besonderen Bedürfnisse war. Sie verlangten eine ähnliche Waffe, welche die normal lange Standardpatrone verschoss. Diese Forderung ergab sich aus den Erfahrungen der Luftlandung auf Kreta, wo sie unter Fernfeuer der englischen Lee-Enfield Gewehre lagen und dass davon ausgegangen werden kann, dass die gewöhnlich 7,92-mm-Standardpatrone auf jedem Kriegsschauplatz leichter verfügbar war. Da das Heer nicht an einer solchen Waffe interessiert war und die Fallschirmjäger ein Teil der Luftwaffe waren, legten sie ihre Forderung erneut über die Kanäle der Luftwaffe vor und dort wurden diese erhört. Die Waffe wurde von Rheinmetall-Borsig entwickelt, welches die ersten Spezifikationen bereits Ende 1940 erhalten hatte. Der erste Prototyp war Mitte 1942 für Tests fertiggestellt. Die Spezifikationen wurden ursprünglich an nicht weniger als acht Firmen vergeben, aber nur der Entwurf von Rheinmetall-Borsig war es wert, weiter verfolgt zu werden. Zwar wurde das Gewehr schließlich in die Produktion genommen, aber während des Herstellungsprozesses gab es so viele Änderungen und Modifikationen, sodass die Waffe noch nicht einmal bei Kriegsende endgültig fertig entwickelt worden war. Das FG 42 war ein hervorragender Entwurf, welcher auf bewährten Techniken basierte. Es wurde durch Gasdruck betrieben und der Mechanismus war so ausgelegt, dass bei Einzelschüssen der Bolzen die Patrone umschloss und beim Zurückziehen des Auslösers die Waffe schoss, welche dann automatisch sich neu lud. Während automatischen Feuers blieb der Bolzen offen, wenn der Auslöser losgelassen wurde, um die Kammer und den Lauf zwischen den Feuerstößen abzukühlen. Große Teile der Waffen wurden mit billigem Pressstahl fabriziert, während die Verkleidung aus Schichtholz oder Kunststoff bestand. Zwar war es eine genial einfache und effektive Waffe, aber wegen des starken Rückschlags der Standardpatrone war es schwierig mit Einzelschüssen genau zu zielen, während es aufgrund seiner leichten Bauweise und fehlenden Zweibein nicht einfach war, vollautomatisch damit zu feuern. Herstellung und Einsatz des Fallschirmjägergewehr 42 Beim Fallschirmjägergewehr 42 wurden die meisten Teile aus Blech gestanzt. Die ersten Modelle hatten neben einer Mündungsbremse auch ein einklappbares Zweibein sowie ein Bajonett, das in einem Bügel drehbar eingebaut war. Die Waffe war zwar billig beim Material und revolutionär entworfen, war jedoch nur aufwändig und mit vielen Arbeitsschritten herzustellen. Deshalb wurde nur eine relativ kleine Anzahl hergestellt – die meisten Quellen zitieren 7.000 Stück – da sich während der Entwicklung die Prioritäten ständig verändert hatten. Davon sollen etwa 2.000 bis 2.100 Exemplare vom ersten Modell E produziert worden sein. Anschließend wurde bei der Version F das Zweibein weiter vorne befestigt und zusätzliche Vereinfachungen eingeführt. Bei der anschließenden Ausführung G wurde ein einfacher Holzschaft verwendet und der Pistolengriff wurde durch eine mehr orthodoxe Komponente ersetzt. Von den Modellen F und G wurden etwa weitere 5.000 Exemplare bis Kriegsende hergestellt. Die Luftlandung auf Kreta, wo der Einsatz dieser Waffe sinnvoll gewesen wäre, hatte auch gezeigt, dass solche Operationen zu kostspielig waren um öfters wiederholt zu werden, und so verbrachten die Luftlandetruppen den Rest des Krieges zumeist als herkömmliche Bodentruppen, wenn auch mit hoher militärischer Leistungsfähigkeit aufgrund ihrer langen und hervorragenden Ausbildung. Zudem wurden die meisten Waffenfabriken vom Heer kontrolliert, welches zögerlich war, Produktionskapazitäten für Waffen abzuzweigen, welches es als überflüssig ansah. Schon die Entwicklung musste bei der Firma Rheinmetall-Borsig in Auftrag gegeben werden, da diese zu diesem Zeitpunkt zu den Reichswerken Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, gehörten. Angeblich soll das FG 42 erstmals bei der Befreiung Mussolinis im September 1943 eingesetzt worden sein. Anschließend wurde es von den Fallschirmjäger-Einheiten – den bei den Alliierten gefürchteten ‘Grünen Teufeln’ – in den Kämpfen um Monte Cassino in Italien verwendet.   Das Fallschirmjägergewehr 42 stellte sich als so erfolgreich heraus, dass die Bodeneinheiten der Luftwaffe ständig mehr Waffen davon forderten, was aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung kaum möglich war. Die Mehrzahl der Waffen wurde an Einheiten an der Westfront ausgegeben, wo auch eine große Anzahl durch alliierten Truppen 1944 erbeutet wurden, was zu der Spekulation Anlass gab, dass es in größerer Zahl vorhanden sein musste, als es tatsächlich produziert wurde. Das Fallschirmjägergewehr 42 war trotz allem seiner Zeit weit voraus und nach dem 2. Weltkrieg wurden viele seiner Eigenschaften und Ideen bei anderen Entwürfen verwendet und sind bis heute bei vielen modernen Sturmgewehren enthalten. Benutzer: Deutschland (Luftlandetruppen). Animation 3d-Modell Fallschirmjägergewehr 42 Spezifikationen FG 42 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Video vom Schiessen mit dem Fallschirmjägergewehr 42 https://www.youtube.com/watch?v=NstrbkCg_ks

  • Bf 109 G-2 Gustav

    Deutsche Messerschmitt Bf 109-Jäger der G-Serie. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der Bf 109 Gustav. hier zum Vorgänger-Modell Bf 109F Bf 109 Gustav Messerschmitt Bf 109 G (Gustav) Typ: einsitziges Jagdflugzeug. Geschichte Die kriegsbedingten Anforderungen nach einem leistungsfähigeren Jagdeinsitzer, welche insbesondere durch die Luftschlacht um England deutlich wurden, führten bis zum Frühsommer 1942 zur Entwicklung der Bf 109 G mit dem stärkeren DB605A-Motor. Bei einer Startleistung von 1.475 PS gab dieser Motor der ‘Gustav’ eine Geschwindigkeit von über 650 km/h in einer Höhe von 6000 Metern. Die neue Flugzeugzelle erhielt ein stärkeres Fahrwerk, einen größeren Treibstoffbehälter, eine gerade neue verfügbar gewordene Druckkabine, Einbaumöglichkeiten für die GM-1 Stickstoff-Einspritzanlage, Rücken- und Kopf-Panzerschutz für den Piloten und Roller-gelagerte Lamellen. Es konnten auch Aufhängungen für Bomben oder Abwurftanks angebaut werden. Bereits im Herbst 1941 wurde eine Vorserie von mehreren Modellen des neuen Jägers mit dem DB601E-Motor getestet. Die Bf 109 G-1 wurde als einsitziger Höhenjäger mit einer Druckkabine konzipiert. Das Flugzeug ging an das II/JG1 und später erhielt das II/JG26 einige zur Ausrüstung für Höhenjäger-Staffeln. Ende 1942 sahen sie den ersten Kampfeinsatz über dem Mittelmeer. Die Serienproduktion der Bf 109 G-2 ohne Druckkabine begann gleichzeitig zusammen mit der Bf 109 G-1. Die G-2 wurde im Sommer 1942 unter anderen an die Jagdgeschwader JG 2, 3, 5, 27, 62, 53, 54 und 66 ausgeliefert, sowie an verschiedene Aufklärungs-Gruppen. Als Nächstes kam die Bf 109 G-3, welche die zweite ‘Gustav’ mit einer Druckkabine war. Von 1943 wurde dieses Modell in kleiner Zahl von Höhenjäger-Staffeln und von der Ergänzungsjagdgruppe West verwendet. Ab Mai 1943 begann die Ausrüstung mit dem GN-1 Einspritz-System. Im August 1942 begann die Produktion der Bf 109 G-4 in großer Zahl. Diese Version kam ab November 1942 zum Kampfeinsatz. Die Bf 109 G-5 war die letzte Serie, welche als Höhenjäger mit Druckkabine gebaut wurden. Durch die Einführung der stärkeren Bf 109 G-6 hatte die G-5 nur eine begrenzte Verbreitung in den Jagdgruppen. Im Februar 1943 wurde die Bf 109 G-6 eingeführt und wurde in großen Stückzahlen bis zum Sommer 1944 gebaut. Die G-6 wurde zum wichtigsten Jäger in der Reichsverteidigung und an allen Fronten. Die ersten Flugzeuge unterschieden sich nur geringfügig von der G-4, so wurden die zwei MG17 über dem Motor durch MG131 ersetzt. Es war nicht möglich einen ausreichenden Munitionsvorrat innerhalb der bisherigen Motorhaube unterzubringen, sodass ab der G-6 die so typischen Ausbuchtungen auf beiden Seiten des vorderen Rumpfes eingearbeitet wurden. Zum besseren Schutz des Piloten wurden die Flugzeuge ab 1943 mit der sogenannten ‘Galland-Panzerung’ aus Panzerglas ausgerüstet und etwas später mit der ‘Erla-Kabinenhaube’ oder auch manchmal als ‘Galland-Kabinenhaube’ bezeichnet. Weitere Modifikationen bestanden aus der teilweisen Entfernung der Radarantenne hinter das Cockpit. In den ersten Monaten des Jahres 1944 erhielt eine zunehmende Anzahl von Bf 109 G-6 größere Flossen mit integriertem Servo-Ruder. Um die Motorleistung in größeren Höhen zu verbessern, wurde Anfang 1944 der DB605AS Motor mit dem stärkeren Lader des DB603 eingeführt. Dieser Motor war erheblich größer, sodass die Motorverkleidung der Bf 109 G/AS vollständig geändert werden musste. Gleichzeitig wurde der Munitionsvorrat für die MG131 etwas reduziert und ein neuer Propeller eingeführt. Die ersten dieser stärkeren Jagdflugzeuge wurden zu Beginn des Jahres 1944 an III/JG1 und I/JG5 ausgeliefert. Ein Teil der älteren Flugzeuge wurde auf den AS-Standard nachgerüstet.   Die G-8-Serie war eine Modifikation der Bf 109 G-6 für die Nahaufklärer-Rolle. Die G-10, welche im Spätsommer 1944 eingeführt wurde, war ein ‘Aufmotzen’ der nun älteren Flugzeuge an die Verhältnisse der aktuellen Luftkriegsführung. Mit verschiedenen Bauteilen der G-Typen wurde versucht, eine Annäherung an das Leistungsspektrum der Bf 109 K-4 zu erreichen. Da die DB695D-Motoren nicht in ausreichender Anzahl verfügbar waren, musste der DB605AS stattdessen verwendet werden. Der Rumpf bestand aus Bauteilen der G-6 oder K-4-Serie, die Flügel stammten von der G-2, G-14 und K-4 und die fest eingebaute Bewaffnung aus der G-5. Die Mehrzahl der ersten G-10-Jäger ging an die Jagdgeschwader 1, 3, 4, 6, 27 und 77. Auch wurde der Typ bei allen drei Gruppen des JG300 verwendet. Nachdem die Bauzahlen erhöht wurden, wurden auch der Nachtjagdverband II/NJG 11 und die Jäger-Kampfgruppe I/KG(J)6 damit ausgerüstet. Einige Flugzeuge gingen auch an Aufklärungsgruppen. Die Bf 109 G-10 wurde oft als Begleitschutz und Höhendeckung für Fw 190 F Jabo verwendet, welche ihrerseits zunehmend mit ‘Panzerblitz’ und Panzerschreck Panzerabwehr-Raketen ausgerüstet waren. Von Mitte 1944 wurden rund 145 ältere G-2, G-3, G-4 und G-6 Flugzeuge – vor allem durch Blohm&Voss – zu zweisitzigen Trainingsflugzeugen G-12 umgebaut. Die G-14 war das letzte Modell der G-Reihe. Die ersten Flugzeuge wurden an JG 4, 76 und 77 in Frankreich im Juni 1944 geliefert. Später erhielten sie nahezu alle Jagdgeschwader. Unter anderem wurden sie auch als Ersatz an das Kampfgeschwader I/KG(J)6, I/KG(J)27 und II/KG(J)30 sowie an die ersten beiden Gruppen von KG(J)55 geliefert. Einige dieser Flugzeuge gingen auch zur Nachtjagdgruppe 11 und an die NAG 1,2,34 und 14. Animation 3D-Modell Messerschmitt Bf 109 G-2/Trop Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen Der Einsatz der Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen und auch die Lizenzproduktion war ziemlich weit verbreitet. Ungarn: Die königlich-ungarische Luftwaffe erhielt 59 in Deutschland hergestellte Gustav (G-2 und G-6) und zusätzlich wurden etwa 700 Flugzeuge in den Fabriken in Györ und Budapest in Lizenz gebaut. Die Duna Fabrik wechselte die Produktion von der Me 210 auf die Bf 109 G im März 1944. Die ersten dieser Jagdflugzeuge erhielten die 5/1. und 5/2. Staffel der 5/I. Jagdflieger-Gruppe an der Ostfront. Später wurde die 5/1. Staffel zurückgezogen und die 5/2. Staffel dafür zur 102. unabhängigen Jagdfliegerstaffel ausgebaut. 1944 wurde die 101. Jagdflieger-Gruppe, auch bekannt als Puma-Gruppe, unter Obstl. Alador Heppes aufgestellt, welche Ungarn selbst gegen die vordringende Rote Armee verteidigen sollte. Bulgarien: 145 Gustav wurden 1943-44 nach Bulgarien geliefert und das 6. Jagdflieger-Regiment der bulgarischen Luftwaffe verwendete diese bei der Verteidigung von Sofia gegen alliierte Bombenangriffe im April 1944. Slowakei: Die Slowakei erhielt 15 Gustav (G-6) 1944 und die Lizenzproduktion der G-14 in der Prag-Kattowize-Avia-Fabrik wurde geplant. Aber dies konnte nicht vor Ende des 2. Weltkrieges durchgeführt werden und anschließend erfolgte die Produktion für die tschechoslowakische Luftwaffe mehr …

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