Heinkel He 111 H-16


Heinkel He 111 H-16

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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • 'Schlanke Emma' in Feuerstellung

    Skoda-Haubitzen 30,5cm Modell 1911 ‘Schlanke Emma’ und 149-mm-Feldhaubitzen Modell 14 und 14/16. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. In den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg war der Skoda-Konzern mit Sitz in Pilsen in Österreich-Ungarn (heute Tschechoslowakei) bei der Entwicklung und Herstellung von überschwerer Artillerie führend. Wie so viele andere Nationen in Europa während dieser Zeit stand die österreich-ungarische Armee vor dem Problem, sich durch einen Ring massiver Festungswerke durchschlagen zu müssen, welche die wichtigsten Gebiete ihrer potenziellen Gegner schützten. Da diese Befestigungen immer mächtiger wurden, waren auch immer schwerere Waffen notwendig, diese zu überwinden. Skoda-Haubitze Schlanke Emma 1911 baute Skoda bereits eine 305-mm-Haubitze, die gleichwertig zu jeder ähnlichen Waffe bei den europäischen Streitkräften war. Diese kurzläufige Haubitze konnte eine 382-kg oder 287-kg-Granate verschießen, welche in der Lage waren, die dicksten aller vorhandenen Festungswerke zu durchdringen. Diese Haubitze Skoda Modell 1911 war ein bedeutender Entwurf, da es eines der ersten derartig schweren Artilleriegeschütze war, welche von Beginn unter Berücksichtigung des Transportes mit motorisierten Traktoren entwickelt worden war. Dazu konnte jede Haubitze in drei Hauptlasten zerlegt werden: den Lauf, die Feuerplattform und das Hauptgestell. Lauf und Hauptgestell konnten von einem kräftigen Austro-Daimler-Traktor über Straßen gezogen werden; zwar schwerfällig, aber dauerhaft über größere Strecken. Im Jahre 1911 waren solche Traktoren zwar nichts mehr ungewöhnliches, aber die Konstruktion einer schweren Haubitze, welche davon gezogen werden sollte, war neuartig und erregte deshalb viel Aufmerksamkeit. Die Haubitzen wurden in Batterien zu je zwei Geschützen organisiert, wozu zwei Traktoren für die beiden Geschützlasten und ein weiterer Traktor für beide Feuerplattformen hinzukamen. Auf jeder gezogenen Last saßen Mannschaftsmitglieder der Haubitzen, um die Bremsen während der Fahrt zu bedienen. Weitere Traktoren zogen Munitionsvorräte, Montagekräne, Werkzeuge und sogar eine besondere, mobile Werkstatt. Zusätzliche Lastkraftwagen transportierten die Feuerleit-Instrumente, Verpflegungen für die Batterie, ihre Offiziere und weitere benötigte Dinge. Derartige österreich-ungarische mobile Batterien aus der ‘Schlanken Emma’ wurden auch bei der Zerschlagung der belgischen Forts neben den 42-cm Dicken Berta-Haubitzen von Krupp eingesetzt. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 12. August 1914 gegen den angeblichen stärksten Festungskomplex der Welt von Lüttich. Zur Bestätigung der Mittelmächte und Entsetzen der übrigen Welt wurden die angeblich undurchdringbaren Beton- und Stahlwände der Festungen in weniger als vier Tagen in Schutthaufen verwandelt. Das Festungssystem von Namur erlitt kurz danach und die Forts von Antwerpen später das gleiche Schicksal. Zumindest die österreich-ungarischen ‘Schlanken Emmas’ hätten für die Welt keine Überraschung sein dürfen, denn die Österreicher legten nicht besonders viel Wert auf Geheimhaltung und so ziemlich alle Einzelheiten über diese Waffen hätte man auch aus den Zeitungen erfahren können. Trotzdem sorgten diese schweren Haubitzen unter den Alliierten für Entsetzen und so versuchten diese, schnell ihrerseits ähnlich schwere Haubitzen zu bauen. Einige der erfolgreicheren Versuche war die 220-mm Schneider Modell 1917, welche zwar nur eine 90,7 kg schwere Granate verschießen konnte, dafür aber über 22.400 Meter. Die meisten der alliierten schweren Haubitzen hatten kürzere Feuerreichweiten und konnten ebenfalls in mehrere Teile zerlegt werden. Später kam die ‘Schlanke Emma’ auch vor Verdun sowie an der Ostfront in Russland und an der italienischen Front zum Einsatz. Nachdem der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, gab es bedarf nach noch schwerer Artillerie und Skoda begann damit, Waffen mit größerem Kaliber zu bauen. Das erste Geschütz war schon 1914 fertig, war aber nicht als Feldhaubitze geplant, sondern als Küstenartillerie zum Einbau in Panzerkuppeln vorgesehen. Das Kaliber dieses Geschützes Skoda Modell 1914 war 420 mm, genauso wie das der Krupp-Haubitze ‘Dicke Berta’. Trotz des ursprünglich vorgesehenen Einsatzzwecks wurde das Modell 1914 bei verschiedenen Gelegenheiten an der italienischen Front zur Zerschlagung von starken Befestigungen verwendet. Einige blieben jedoch in ihren Küstenbatterie-Stellungen bis in den Zweiten Weltkrieg hinein im Einsatz. Die massive 420-mm-Haubitze zu bewegen war eine so gewaltige Aufgabe, sodass Skoda im Jahr 1916 eine formale Haubitzen-Version Skoda Modell 1916 einführte, um das Geschütz im Feld besser verwenden zu können. Trotzdem war es immer noch eine Herausforderung, die mächtig und schwere 420-mm-Haubitze in Stellung zu bringen oder zu bewegen, was Tage an Vorbereitungen und Arbeiten erforderte. Es dauerte bis in das Jahr 1917, bis aus dem 420-mm-Entwurf von seinem ursprünglichen Einsatzzweck als Küstengeschütz ein verhältnismäßig einfach zu bewegende und in Stellung zu bringende Feldhaubitze entstanden war. Diese Skoda Modell 1917 war in vielen Bereichen das gleiche Geschütz wie das Modell 1916, konnte jedoch in verschiedene, einzelne Ladungen zerlegt werden, sodass es von großen Rad-Traktoren gezogen werden konnte. Das Gesamtgewicht des Skoda Modell 1917 in Feuerstellung betrug über 100 Tonnen und auf der Straße erreichten alle Teilladungen zusammen ein noch weitaus größeres Gewicht. Die Feuergeschwindigkeit betrug nicht mehr als ein oder zwei Schüsse per Stunde, aber die schwerste Granate wog nicht weniger als 1.000 kg und die maximale Schussweite betrug 14.600 Meter. Die Firma Skoda baute im Jahr 1916 auch noch die Skoda Modell 1916 Haubitze mit 380 mm, welche den Spitznamen ‘Barbara’ erhielt. Sie war ebenfalls für den motorisierten Transport entworfen worden, aber nur wenige dieser Waffen wurden dann tatsächlich gebaut. Nach 1918 waren die 305-mm-Haubitzen ‘Schlanke Emma’ auf die Streitkräfte der aus der Donaumonarchie neu entstandenen Staaten verteilt. Die meisten befanden sich in Besitz der Ungarn und Tschechen, aber Italien besaß ebenfalls einige, zusammen mit den 420-mm-Haubitzen in seinen neu eroberten Küstenbatterie-Stellungen. Benutzer: Österreich-Ungarn. Skoda 149mm Modell 14 und 14/16 In vielerlei Hinsicht kann das Skoda 149mm Modell 14 als die mittlere Haubitzen-Version angesehen werden, welche dem 100-mm-Modell 1914 entspricht. Die 149-mm-Haubitze war jedoch viel größer und schwerer und war für den Einsatz auf höheren Organisationsebenen der Artillerie vorgesehen, als die von der Feldartillerie verwendete 100-mm-Haubitze. Deshalb wurde sie auf Regiments-Ebene und höher eingesetzt, einschließlich bei der Korps-Artillerie. Das Modell 14 war für die Zerstörung der größeren gegnerischen Stellungen und Feldwerke bestimmt und konnte eine sehr mächtige Waffe sein. Das Modell 14 war nur für den Einsatz als Feldhaubitze vorgesehen und es gab keine Möglichkeit, die Waffe in Lasten zu zerlegen, wie es bei den kleinkalibrigen Waffen oder größeren Haubitzen der Fall war. Stattdessen war das Modell 14 mit einem großen Kastenwagen ausgestattet, der so schwer war, dass ein spezieller Nachlauflüftungshebel über den Spaten angebracht werden mehr …

  • Kriegsbegeisterung in Berlin 1914

    Kriegsbeginn 1914: Marne-Schlacht und Tannenberg. Die letzte Vorkriegskrise wurde durch die tödlichen Schüsse auf Erzherzog Franz Ferdinand, Erbe des österreich-ungarischen Throns, in Sarajewo (Bosnien) am 28. Juni 1914 ausgelöst. Der Attentäter, Gavrilo Princip, war ein Bosnier und nicht ein Serbe, obwohl er die Universität in Belgrad besucht hatte. Sein Komplize Cabrinovic war unleugbar ein Serbe. Beide wurden festgenommen und zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Folgen ihrer Verbrechen würde das Leben von mindestens 9.700.000 Soldaten und etwa 10 Millionen Zivilisten kosten, einschließlich der Todesfälle aufgrund von Völkermord, Hunger und Grippe. Österreich-Ungarn erklärte daraufhin am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg für eine begrenzte Strafaktion. Als dann Russland ebenfalls mobilisierte, um seine Solidarität mit den slawischen Völkern zu demonstrieren, erklärte das Deutsche Reich den Krieg gegenüber Russland und Frankreich. Die deutschen Armeen marschierten in das neutrale Belgien ein, um Frankreichs Grenzbefestigungen zu umgehen. Diese Missachtung der vertraglichen Verpflichtungen (Vertrag von London von 1839) und des Völkerrechts ruft Großbritannien auf den Plan, welches am 4. August 1914 Deutschland den Krieg erklärt. Die Briten treffen Vorbereitungen, ihre kleines (2 Korps) aber hoch-professionelles Expeditionskorps nach Frankreich zu schicken. Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1914: Frankreich war entschlossen, den lang gehegten Revanche-Krieg gegen das Deutsche Reich zu führen und seine Armeen operierten mit der Doktrin ‘l ‘Offensive ein l’ outrance’ (Totale Offensive). Der ‘Plan XVII’ des französischen Oberbefehlshaber Joffre sah eine Invasion von Elsaß-Lothringen vor, gefolgt von einem Vormarsch zum Rhein. Dabei wurde völlig vernachlässigt, Vorbereitungen für andere Fälle zu treffen, als für einen raschen französischen Sieg. Das Ergebnis war, dass, als der deutsche Generalstabschef Moltke, den sogenannten ‘Schlieffen-Plan’ seines Vorgängers von 1891 bis 1905 umzusetzte, welcher einen schnellen Vormarsch durch Belgien und Nordfrankreich vorsah, um die französischen Armeen einzukreisen, dies beinahe gelang. Nur die Fehler des kranken, nervlich überforderten Moltkes bei gleichzeitiger Nervenstärke, Anpassungsfähigkeit und Organisationstalent von Joffre und des Pariser Kommandanten Gallieni rettete Frankreich mit dem alliierten Sieg in der Marne-Schlacht im September 1914. Das Wunder an der Marne In der letzten August-Woche befanden sich die alliierten Armeen im Westen überall auf dem Rückzug. Zu diesem Zeitpunkt war klar, daß der ambionierte französische Plan XVII, der Angriff nach Elsaß-Lothringen hinein, gescheitert war. Nun zeigte der passive französische Oberbfehlshaber Joffre seine besten Qualitäten und ließ jegliche Gedanken an eine Offensive über Bord werfen. Er begann mit der Aufstellung der neuen französischen Sechsten Armee unter General Maunoury an der linken alliierten Flanke. Dazu verwendete er seine eigene Reserve und Truppen vom rechten französischen Flügel. Joffres Ruhe unter größtem Druck stand in vollstämdigem Kontrast zu der zunehmenden Nervosität seines Gegenspielers, Moltke. Bereits am 22. August standen deutsche Truppen der Ersten Armee unter Kluck nur noch etwa 100 km nördlich von Paris. Nachdem diese das Britische Expeditionskorps nach der Schlacht von Mons hatten entkommen lassen, wurde Kluck wieder aus dem Oberbefehl von v. Bülow von der Zweiten Armee entlassen und wandte sich am 27. August wieder nach Südwesten in Richtung Paris. Jedoch wurde der Schlieffen-Plan bereits am 25. August weiter verwässert, als Moltke zwei Korps vom entscheidenden deutschen rechten Flügel nach Ostpreußen verlegen ließ, um dort den Russen zu begegnen. Dazu kamen noch Verbände, welche durch die Belagerung von verschiedenen Festungen hinter der Front gebunden waren. Und dies, obwohl die deutschen Armeen am rechten Flügel bisher schon mehr als fünfundzwanzig Prozent Verluste erlitten hatten und ihre hauptsächlichen Operationsziele noch nicht erreicht hatten. Ende August hatten die deutschen und alliierten Truppen bereits täglich über 30 km in großer Hitze zurückgelegt, waren durstig, müde, hungrig und hatten wundgelaufen Füße. Bis zum 28. August war das Britische Expeditionskorps BEF für Kluck nicht mehr von großer Bedeutung und er begann nach Osten einzudrehen, um die einzige ihm bekannte französische Armee in der Nähe von Paris, die Fünfte unter Lanrezac, von der Hauptstadt abzudrängen. In diesem Moment befahl der französische Oberbefehlshaber Joffre dem wenig begeisterten Lanrezac sich nach Westen zu wenden und zwischen Guise und St. Quentin einen Gegenangriff durchzuführen. Lanrezac führte die Operation jedoch mit großem Geschick durch und brachte das prestigeträchtige preußische Garde-Koprs bei Guise durch das französische I. Korps, kommandiert von den energischen Franchet d’Esperey, zum stehen. Dieser Schlag brachte den besorgten Bülow dazu, um Unterstützung von Kluck zu rufen, was diesen den Vorwand dafür lieferte, seine Marschrichtung nach Osten zu ändern. Ohne Moltkes zuvor gegebene Prioritäten zu beachten, befahl Kluck am 30. August seiner Ersten Armee, einzudrehen. Anstatt westlich der französischen Hauptstadt vorbeizumarschieren, würde die Erste Armee nun nordöstlich vorbeiziehen und dabei unbewusst ihre ungedeckte Flanke der nördlich von Paris neu aufgestellten französischen Sechsten Armee unter Maunoury aussetzen. Durch beide Ereignisse und dem Gefühl, die endgültige Kontrolle über seine Untergebenen zu verlieren, gab Moltke schließlich die Einwilligung zu Klucks schon eingeleitetes Manöver. Die großen Möglichkeiten, welche durch Klucks Schlenker nach Osten entstanden waren, wurden von den Alliierten jedoch nicht sofort erkannt. Der erste Effekt war jedoch, daß das Britische Expeditionskorps BEF wieder in Kontakt mit Klucks Truppen geriet. Es folgten einige elanvolle Rückzugsgefechte, wie bei Nery am 1. September 1914, wo die L-Batterie der britisch-königlichen bespannten Artillerie drei Victoria Cross erhielt, als sie dabei half, die deutsche 4. Kavallerie-Division für mehrere Stunden aufzuhalten. Nachdem das BEF sich nun schon über 320 km zurückgezogen hatte, überquerte es am 3. September die Marne, als plötzlich die Luftaufklärung die ungeschützte linke Flanke von Kluck offenbar machte. Am 4. September, als die Truppen Klucks vor denen von Bülow voranzogen und die Marne überquerten, überredete der Militärgoverneur von Paris, General Gallieni, Joffre dazu, den Rückzug anzuhalten und den alliierten linken Flügel einen Generalangriff starten zu lassen. Etwa zur selben Zeit wurde Moltke der taktische Fehler der Offensive des deutschen rechten Flügels bewußt und er ließ Kluck und Bülow anhalten, um Front nach Westen, gegenüber der Ostseite von Paris, zu machen. Am 6. und 7. September ging Kluck brilliant mit den anfänglichen Angriffen der französischen Sechsten Armee gegen seine Flanke und den hinteren Verbindungslinien um, schwenkte seine Erste Armee in Richtung Westen und schickte drei Korps im Eilmasch gegen Maunoury an der Ourcq. Trotz der durch die berühmten Pariser Taxis herangebrachten mehr …

  • Repetierflinte mit Extras

    Selbstladeflinten im Krieg und Demonstration einer Maverick Modell 88. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Grabengewehr, Selbstladeflinte, Repetierflinte. Typ: Grabengewehr im Kriegseinsatz. Grabengewehr Geschichte der Selbstladeflinten Sogenannte Selbstladeflinten oder auch Repetierflinten (im englischen ‘Pump action shotgun’ oder kurz ‘Pumpgun’) wurden weit verbreitet während der Grabenkämpfe im 1. Weltkrieg und auch teilweise noch im Zweiten Weltkrieg und bis heute von verschiedenen Heeren – darunter auch die Bundeswehr – verwendet. Sie sind nur auf sehr kurze Distanz (unter 50 Meter) wirksam, dafür aber bei Entfernungen darunter, welche im Graben- und Häuserkampf sehr oft vorkommen, äußerst effektiv. Das erste Patent für eine Selbstladeflinte wurde 1854 auf den Briten Alexander Bain ausgestellt. Ältere Pump-Action-Flinten sind oft schneller als moderne halbautomatische Flinten, da sie oft keinen Abzugstrenner hatten und in der Lage waren, eine neue Patrone so schnell abzufeuern, wie die Pump-Action betätigt wurde, wobei der Abzug kontinuierlich gedrückt gehalten wurde. Diese Technik wird als ‘Slamfire’ bezeichnet und wurde oft beim Einsatz des Winchester Model 1897 in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs angewendet. Moderne Pump-Action-Entwürfe sind etwas langsamer als eine halbautomatische Schrotflinte, aber die Pump-Action bietet eine größere Flexibilität bei der Auswahl der Schrotpatronen, die es dem Schützen erlaubt, verschiedene Arten von Ladungen zu mischen und Spezialladungen oder geringer Wirksamkeit, z.B. für Polizeieinsätze, zum Einsatz zu bringen. Halbautomatische Schrotflinten müssen einen Teil der Energie jedes abgefeuerten Schusses nutzen, um ihre Mechanik zu aktivieren, was bedeutet, dass sie mit Patronen geladen werden müssen, die stark genug sind, um zuverlässig zu funktionieren. Die Pump-Action vermeidet diese Einschränkung. Außerdem sind Pump-Action-Waffen, wie alle Handfeuerwaffen, unter ungünstigen Bedingungen wie Schmutz, Sand oder extremen klimatischen Bedingungen zuverlässiger als halbautomatische Waffen. Daher waren bis vor kurzem die militärischen Kampfschrotflinten fast ausschließlich Pump-Action-Entwürfe. Funktion Die Mehrladeflinte oder Vorderschaft-Repetierflinte ist ein Gewehr mit glattem Lauf, die manuell durch Bewegen eines verschiebbaren Handschutzes am Vorderschaft der Waffe bedient wird. Beim Schießen wird der verschiebbare Vorderschaft nach hinten gezogen, um eine verbrauchte Patrone auszuwerfen, und dann nach vorne geschoben, um den Hahn oder Schlagbolzen zu spannen und eine neue Patrone in die Kammer zu laden. Die Munitionszufuhr erfolgt in der Regel aus einem Röhrenmagazin unterhalb des Laufes, zumeist um die 8 Geschosse mit Ladungen von bis zu 6 bis 9-mm großen Schrotkugeln. Einige Waffen verfügen auch über ein abnehmbares Kastenmagazin. Die Patronen einer Pump-Action-Waffe wird typischerweise aus einem Röhrenmagazin unterhalb des Laufs zugeführt, das auch als Führung für den beweglichen Vorderschaft dient. Die Patronen werden eine nach der anderen durch eine Öffnung im Gehäuse zugeführt, wo sie nach vorne geschoben werden. Eine Verriegelung an der Rückseite des Magazins hält die Patronen im Magazin fest, bis sie benötigt werden. Wenn die Waffe vollständig geladen werden soll, kann eine Patrone durch die Auswurföffnung direkt in das Patronenlager geladen oder aus dem Magazin gezogen werden, das dann mit einer weiteren Patrone aufgefüllt wird. Es gibt Pumpguns mit abnehmbaren Kastenmagazinen oder sogar Trommeln, bei denen das Magazin eingelegt werden kann, ohne die oberste Patrone zu entfernen. Wie die meisten Unterhebelrepetierer verwenden auch die meisten Pump-Action-Schrotflinten und Gewehre ein festes Röhrenmagazin. Dies führt zu einem langsamen Nachladen, da die Patronen einzeln in die Waffe eingelegt werden müssen. Einige Pump-Action-Flinten und Gewehre, wie die russische Zlatoust RB-12, die italienische Valtro PM5, die amerikanische Remington 7600-Serie und die Mossberg 590M, verwenden deshalb abnehmbare Kastenmagazine. Es gibt auch kleinere Geschosse mit weniger und kleineren Schrotkugeln, deren Mannstoppwirkung oder Effizienz beim Beseitigen oder Öffnen von Hindernissen (wie Türen oder Barrikaden) aber natürlich wesentlich geringer ist. Umso größer die Ladung und Schrotkugeln, desto größer folglich auch die Wirkung auf das Ziel. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, mit kleineren aber mehr Schrotkugeln in dem Geschoss Treffer zu erzielen, natürlich deutlich größer. Da der Vorderschaft in der Regel mit der Stützhand bedient wird, ist eine Pump-Action-Waffe viel schneller als eine Repetierwaffe und etwas schneller als eine Hebelwaffe, da die Abzugshand beim Nachladen nicht vom Abzug genommen werden muss. Da der Abzug linear betätigt wird, entsteht auch weniger Drehmoment, welcher die Waffe bei schnellen Schusswiederholungen kippen und aus dem Ziel werfen könnte. Ein geübter Schütze kann mit einem Grabengewehr ohne Schwierigkeiten ein bis zwei Schüsse pro Sekunde abgeben, da die Handhabung recht einfach und die Trefferwahrscheinlichkeit auf kurze Distanz äußerst hoch ist. Der Schütze muss lediglich den Vorderschaft zurückziehen, schon wird der Verschluss geöffnet und der Schlaghahn gespannt. Eine schon verschossene, leere Hülse wird gleichzeitig ausgeworfen. Nun zieht der Schütze wieder den Vorderschaft nach vorne und die nächste Patrone wird geladen und der Verschluss geschlossen. Dazu muss man im Gegensatz zum normalen Gewehr noch nicht einmal die Waffe abgesetzt werden, was es ermöglicht, die Waffe ständig auf das Ziel zu richten und eine hohe Feuerrate zu erreichen. Video Maverick Modell 88 und Fabarm Pumpgun https://youtu.be/zjTErUp-IfE Video vom Tontaubenschießen mit der Maverick Modell 88 sowie einer Fabarm Pumpe (1:13 min). Feuer-Zyklus Fast alle Pump-Mechaniken verwenden eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Vorderschafts, um die Mechanik zu betätigen. Der Vorderschaft ist durch eine oder zwei Stangen mit dem Verschluss verbunden. Zwei Stangen gelten als zuverlässiger, da sie symmetrische Kräfte auf den Verschluss und die Pumpe ausüben und die Gefahr des Klemmens verringern. Die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Verschlusses in einem Röhrenmagazin betätigt auch die Hebevorrichtung, welche die Patronen von der Ebene des Magazins auf die Ebene des Laufs anhebt. Nach dem Abfeuern eines Schusses wird der Verschluss entriegelt und der Vorderschaft ist frei beweglich. Der Schütze zieht den Vorderschaft zurück, um den Feuer-Zyklus zu beginnen. Der Verschluss wird entriegelt und beginnt sich nach hinten zu bewegen, wodurch die leere Patrone aus dem Patronenlager herausgezogen und ausgeworfen wird, der Hahn gespannt wird und das Laden der neuen Patrone beginnt. Bei einem Röhrenmagazin wird bei der Rückwärtsbewegung des Verschlusses eine einzelne Patrone aus dem Magazin freigegeben und nach hinten geschoben, bis sie auf der Hebevorrichtung zur Ruhe kommt. Wenn der Vorderschaft die Rückseite erreicht und sich nach vorne bewegt, hebt die Hebevorrichtung die Hülse an und richtet sie mit dem Lauf aus. Wenn sich der Verschluss nach vorne bewegt, gleitet die Patrone in das Patronenlager, und der letzte Teil des Stulpwegs verriegelt mehr …

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