3D-Modell Heinkel He 111


3D-Modell Heinkel He 111

3D-Modell Heinkel He 111

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  • 3D-Modell Messerschmitt Bf 109 F-4

    Messerschmitt Bf 109 F Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. hier zum Vorgänger-Modell Bf 109 E ‘Emil’ Bf 109 F Messerschmitt Bf 109 F Typ: Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Geschichte: Die Messerschmitt Bf 109E von Professor Willy Messerschmitt war zwar die Speerspitze der Luftwaffe bei ihrem triumphalen Siegeszug durch Europa in den Jahren 1939 bis 1940. Dieses Jagdflugzeug trug auch noch die Hauptlast der Luftkämpfe in der Schlacht um England während der schicksalhaften Monate des Sommers 1940, aber bis zum Frühjahr 1941 war es eindeutig der neuen Spitfire V in Nordwest-Europa unterlegen, welche im März dieses Jahres erstmals an die 92. Squadron ausgeliefert wurde. Trotzdem konnte die ‘Emil’ ihre großartige Erfolgsserie in Nordafrika fortsetzen, bis dort viel später die ersten Spitfire-Jäger erschienen. Auch in Russland mit Beginn des Unternehmen Barbarossa war das Flugzeug weiterhin überlegen. Trotzdem war schon weit früher absehbar gewesen, dass die ‘Emil’ nicht für immer der beste Jäger am Himmel sein würde und so machte schon lange vor dem Höhepunkt der Luftschlacht um England der Prototyp der nächsten Hauptversion der Bf 109 den Erstflug. Am 10. Juli 1940 flog eine ‘Emil’ mit der Werksnummer 5604 erstmals mit einem neuen 1.200-PS-Daimler-Benz DB 601E-1-Motor bei Augsburg-Haunstetten. Zwar hatte dieser Prototyp VK+AB immer noch die quadratisch geschnittenen Flügelspitzen, aber schon erhebliche aerodynamische Verbesserungen an der Flugzeugnase und die streben-verspannte Schwanzflosse war gegen eine freitragende Ausführung ersetzt worden. In dieser Form zeichnete sich schon die wohl bei den Piloten beliebteste und auch beste Version des Messerschmitt-Jägers ab, die Bf 109F. Zwei weitere Prototypen, die Bf109V17 und V18, wurden gebaut und diese Flugzeuge wurden mit einem neuen Flügel mit abgerundeten Spitzen ausgestattet, neuen Querrudern und schlichten, ungeschliffene Klappen. Dazu wurden kleinere Ruder und ein einziehbares Heckrad eingebaut. Diesen Flugzeugen folgte die Produktion einer kleinen Vorserie von Bf 109F-0, welche als vorübergehende Lösung mit dem DB 601N-Motoren mit flachen Kolben und 100-Octan-Treibstoff ausgerüstet waren. Der gesamte Rumpf war aerodynamisch sauberer konstruiert, herausragend dabei die abgerundeten Ruder, unbefestigte Leitwerke und ein einziehbares Heckrad. Die Flügel, welche geringfügig verlängert wurden, waren an den Spitzen abgerundet und die Leistung war in allen Flughöhen besser als bei den vorhergehenden Versionen. Diese F-0 und die ersten Serienmaschinen Bf 109F-1 hatten weiterhin eine Bewaffnung aus der durch den Propellerkreis feuernden 20-mm-MG-FF-Kanone und zwei in der Nase synchronisierten Maschinengewehren 7,92-mm-MG 17. Die ersten Flugzeuge wurden im Januar 1941 an die Luftwaffen-Versuchsanstalten in Rechlin und anderswo ausgeliefert, wo es sofort einige schwere und unerklärliche Unfälle gab. Schließlich wurde richtig vermutet, dass es bei bestimmten Motorleistungen zu übertragenen Schwingungen kommt, welche in dem neu gestalteten Heckabschnitt zu Frakturbrüchen führten, wobei es bis zum Verlust der Schwanzflosse kommen konnte. Deshalb wurden alle Bf 109F zurück zur Fabrik für Abhilfemaßnahmen geschickt. Als dann endlich im März 1941 die ersten Bf 109F-1 die Jagdgeschwader an der Front erreichten – etwa zur selben Zeit, als die Spitfire V bei der 92. Squadron eingeführt wurde -, wurde schon der nächste Untertyp F-2 von den Fabriken ausgeliefert. Dieses Modell hatte eine durch den Propellerkreis schießende 15-mm-MG151-Kanone, welche 950 Schuss in der Minute abgeben konnte. Dazu kamen noch die üblichen zwei 7,92-mm-MG 17 in der Nase. Dieses Modell wurde auch als Tropen-Version für Nordafrika gebaut und wurde später auch über Süd-Russland verwendet. Angetrieben mit dem 1.200 PS starken Daimler-Benz DB 601N oder 1.350 PS DB 601E-Motor, stellte die Bf 109 F einen erheblichen Fortschritt gegenüber den vorhergehenden Versionen in Bezug auf Leistung und klare Formgebung dar und die Luftwaffe hatte endlich ein Jagdflugzeug, welches die Spitfire V ausmanövrieren konnte. Die BF 109F war ein schneller und extrem beweglicher Jäger mit einer sehr leichten und schnell reagierenden Steuerung für seinen Piloten. Die Bf 109F-2/Z war die Hochleistungs-Version mit einem GM-1 Stickoxid-Einspritzer, welcher kurze, zusätzliche Leistungsschübe oberhalb der üblichen Leistungsgrenze des Motors ermöglichte. Die Bf 109F-1 und F-2 waren das ganze Jahr 1941 über im Einsatz und wurden Anfang 1942 durch die F-3 ergänzt, welche von einem DB 601E-Motor mit 82-Oktan B2-Treibstoff angetrieben wurde. Genauso wie die F-2 bewaffnet, hatte der Jäger eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 645 km/h in 6.700 Metern Flughöhe, eine gewöhnliche Reichweite von 725 km und eine Dienstgipfelhöhe von 11.280 Metern. Die Anfangssteigleistung von 1.012 Metern pro Minute war geringfügig derjenigen von der Spitfire V überlegen, aber geringer als die der neuen Spitfire Mk IX, welche bei den Jagdstaffeln der RAF in Großbritannien ab Juli 1942 langsam eingeführt wurde. Es gab starke Ansichten, welche gleichermaßen ebenso geteilt waren, über die Vorzüge der in der Propellernarbe und in der Nase bewaffneten, neuen Bf 109F bei den Jagdflieger-Piloten der deutschen Luftwaffe. Derartige geteilte Ansichten gab es allerdings schon seit der Einführung der ‘Emil’. Zwar wurden die Meinung solcher Asse wie Werner Mölders respektiert und nicht leichtfertig abgetan, aber im Allgemeinen tragen die jedoch relativ langsameren und unterbrochenen Feuerstösse von im Motorraum eingebauten Maschinenkanonen und Maschinengewehren, welche zudem noch unter Problemen mit der Kühlung dort leiden, nicht zu einer überragenden Flugzeugbewaffnung bei. Diese Ansicht wurde zum Beispiel von Adolf Galland vertreten. Allerdings sind alle im Zentrum eines Flugzeuges angebrachten Waffen extrem akkurat, da die Geschosse direkt nach vorne fliegen und somit kein Konvergent-Punkt wie bei einer Flügelbewaffnung eingestellt werden muss. So wurde noch Anfang 1942 die Bf 109F-4 eingeführt, welche über eine mit einem neuen Lauf versehene, durch die Propellernarbe mit 20-mm-Geschossen feuernde MG 151-Kanone verfügte, allerdings mit der reduzierten Feuergeschwindigkeit von 650 Schuss pro Minute. Eine alternative Unter-Variante war die Bf 109F-4/R-1, welche mit zwei zusätzlichen 20-mm-MG151-Kanonen in die sperrigen Unterflügelstationen bewaffnet werden konnte. Obwohl diese Feuerkraft gegen die alliierten Bomber des Jahres 1942 brauchbar war, bedeutete es jedoch, dass die aerodynamischen Formgebung verloren ging und das Flugzeug seine überlegenen Flugeigenschaften im Luftkampf gegenüber anderen Jägern einbüßte. So war eine derartig stark bewaffnete Bf 109F einer Spitfire im Luftkampf eindeutig unterlegen und der zuvor wirklich herrliche Luftkampf-Jäger wurde in diesem Element nach und nach immer schwächer. Drei weitere Untervarianten der Bf 109F waren die F-4/B als Jagdbomber, welcher eine 500-kg- oder vier 100-kg-Bomben tragen konnte. Die F-5 wurde ebenfalls 1942 als Langstrecken-Aufklärungsjagdflugzeug eingeführt mehr …

  • Typ100/40

    Japanische Maschinenpistole Typ 100. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Typ: Japanische Maschinenpistole. Geschichte: Ähnlich wie in Großbritannien wurde in Japan die Entwicklung einer Maschinenpistole verschlafen. Erst 1935 wurde ein experimentelles Modell hergestellt und getestet. Aber es scheint so, als hat es wenig Begeisterung für diese Waffe gegeben, was unter den Umständen, dass Japan heftig in einen Krieg in China verwickelt war und einen Feldzug in Ostasien und dem Pazifik erwog, eigentlich sehr verwunderlich ist. Eigentlich wäre die Maschinenpistole die ideale Waffe für den japanischen Soldaten gewesen und der Gedanke das die japanische Armee mit einer billigen und einfachen MP – ähnlich der russischen PPSh – ausgerüstet worden wäre, dürfte für die Amerikaner ziemlich erschreckend gewesen sein. Der Krieg im Fernen Osten wäre eine wesentlich blutigere Angelegenheit geworden und die ein oder andere knapp entschiedene Schlacht hätte auch in die entgegengesetzte Richtung verlaufen können. Die Maschinenpistole Typ 100 Modell 1940 wurde 1941/42 in begrenzter Zahl an die Truppe ausgegeben. Im Grunde war dies nur eine modifizierte Schweizer Solothurn S1-100 Maschinenpistole, welche auch von der Wehrmacht und anderen Achsen-Armeen während des 2. Weltkrieg verwendet wurde. Die Maschinenpistole 100 war mäßig gut gemacht, hatte aber einige ziemlich seltsame Merkmale. Eines davon war die Verwendung einer komplexen Vorrichtung zur Munitionszufuhr, die sicherstellte, dass eine Patrone zuvor vollständig in der Kammer lag, bevor der Schlagbolzen funktionierte. Der genaue Zweck dieser Eigenschaft ist nicht klar, es kann aber eigentlich nur als eine Sicherheitsvorrichtung für den Schützen gedacht gewesen sein. Die Patrone, welche von allen Varianten der Maschinenpistole Typ 100 verwendet wurde, war die etwas kraftlose japanische 8-mm-Pistolenpatrone. Dies war eine eher schwache und ineffektive Wahl, was nicht gerade dadurch begünstigt wurde, dass es sich um eine flaschenförmiges Geschoss handelte, was die Munitionszufuhr komplizierter machte. Der Lauf der Maschinenpistole Typ 100 wurde verchromt um die Reinigung zu erleichtern und den Verschleiß zu reduzieren. Um den Entwurf um noch weitere Feinheiten zu ergänzen, hatte die Waffe ein komplexes Visier und ein gekrümmtes Magazin. Weitere Kuriositäten waren die Verwendung einer komplizierten Mündungsbremse an einigen Modellen und die Verwendung einer großen Bajonettbefestigung unter dem Lauf. Einige Versionen hatten sogar auch ein Zweibein, wie für leichte Maschinengewehre. Das Modell 40 erschien in zwei Mustern: eines für die Infanterie mit einem festen Schaft und eines für die Luftlandetruppe mit einem klappbaren Schaft. An beiden war eine Halterung für ein Bajonett unter dem Lauf montiert und der Lauf war innen verchromt. Einige der Waffen für die Infanterie wurden manchmal mit einem kleinen Zweibein ausgestattet. Mechanisch waren sie wenig bemerkenswert, sie waren einfache Rückstoß-Waffen, welche nach allgemein bekannten Prinzipien arbeiteten. Der einzige nachweisbare, größere Kampfeinsatz dieser Waffen erfolgte 1942 während des Angriffs japanischer Fallschirmjäger auf die niederländischen Ölfelder auf Java, wo vermeldet wurde, dass sie äußerst wirksam waren. Es gibt weder Aufzeichnungen zu ihrer Verwendung gegen US-Streitkräfte im Pazifik noch gegen die britischen Truppen in Burma. Es wird daher vermutet, dass weniger als 10.000 von beiden Modellen produziert wurden. Obwohl der Typ 100/40 bei weitem nicht perfekt war, war seine Leistung gut genug um das Interesse an dieser Waffe zu wecken. Es begann die Entwicklung einer verbesserten Version, dem Modell 1944, als die Rufe von der Front nach seiner solchen Waffe immer lauter wurden. Aber die Arbeiten begannen zu spät und waren zu langsam, um größere Bestände der Waffe herzustellen. Um die Herstellung der Waffe zu beschleunigen, wurde dafür der ursprüngliche Typ 100 stark vereinfacht, mit dem Ergebnis, dass die Konstruktion leicht verlängert wurde. Der Holzschaft war oft ziemlich unbearbeitet und die Schussfrequenz wurde von den früheren 450 Schuss pro Minute auf 800 erhöht. Das Visier wurden auf wenig mehr als ein Zielkorn reduziert und die große Befestigung für ein Bajonett an der Mündung wurde durch eine einfachere Halterung ersetzt. An der Mündung ragte der Lauf mehr aus der perforierten Ummantelung heraus und hatte eine einfache Mündungsbremse bestehend aus zwei Öffnungen, die in den Lauf gebohrt waren. Schweißen, oft grob, wurde wo immer möglich eingesetzt. Das Ergebnis war eine viel gröbere Waffe im Vergleich zur früheren Version – aber eine, die solide genug für ihren Zweck war. Das Hauptproblem für die Japaner im Jahr 1944 lag nicht so sehr in der Tatsache, dass die Maschinenpistole Type 100 nicht gut genug war, sondern dass es ihnen an der industriellen Kapazität für die Massenproduktion fehlte. Folglich mussten die japanischen Truppen ihren letzten, verzweifelten Abwehrkämpfe hauptsächlich immer noch mit dem Ariska-Gewehr austragen und waren daher ständig im Nachteil gegenüber den besser bewaffneten alliierten Soldaten. Variante: Typ 100/44: Mechanisch glich es dem Typ 100/40, hatte aber eine schwächere Schließfeder, welche die Feuerrate auf 800 Schuss in der Minute steigerte. Die Bajonett-Halterung wurde entfernt und das Bajonett konnte nun auf die Mündung aufgesetzt werden. Die Mündung wurde zu einem Kompensator durch das Anbohren zweier seitlicher Löcher gebildet. Es gab noch einige andere, kleinere Veränderungen, um die Waffe leichter herstellen zu können. Es wird berichtet, dass rund 7.000 Stück im letzten Kriegsjahr produziert wurden, aber es scheinen keine in die Hände der Fronttruppen gelangt zu sein. Benutzer: Japan (für alle Varianten). Animation 3D-Modell Japanische MP Typ 100 Spezifikationen Typ 100 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Leichte Maschinengewehre Taisho 11 und Typ 96 Ursprünglich war die japanische Armee recht schnell im Erkennen des Potenzials des Maschinengewehrs und erwarb schon 1902 die Rechte zur Lizenzproduktion des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs M1897 und führte dies bei der Truppe ein. Es wurde mit beträchtlichem Erfolg im Russisch-Japanischen Krieg eingesetzt und als Folge davon wurde der Hotchkiss-Entwurf zur Grundlage weiterer Entwürfe. Die japanischen schweren Maschinengewehre, welche zwischen 1941 und 1945 verwendet wurden, waren daher beide Ableitungen des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs mit nur wenigen, lokalisierten Veränderungen. Bei den leichten Maschinengewehren entwickelten die Japaner jedoch ihrer eigenen Modelle, wobei das erste noch auf der Grundlage der gleichen Funktionsweise wie bei den Hotchkiss entstand, jedoch mit den üblichen lokalen Variationen. Das erste davon war das 6,5-mm leichte Maschinengewehr Taisho 11 (Typ 11), welches 1922 eingeführt wurde und bis 1945 im Dienst blieb. Der Name Taisho 11 leitet sich vom elften Jahr der Taisho-Ära ab. Seine Ursprünge aus dem Hotchkiss-Maschinengewehr sind mehr …

  • Japanischer Soldat im Zweiten Weltkrieg

    Japanisches Infanterie-Gewehr Modell Meji 38 Ariska aus dem 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Gewehr Modell 38 (Ariska). Typ: Infanterie-Gewehr. Geschichte Ariska-Gewehr Als die japanische Armee wie viele andere auch entschied, ein Magazin-Gewehr einzuführen, kam sie zu der Erkenntnis, dass das Mauser-System die beste Lösung war. Aber ebenso wie einige andere Streitkräfte bevorzugten sie ein eigenes Produkt und hatten einige andere Vorstellungen davon, was ein gutes Gewehr ausmacht. So nahmen sie Mauser als Ausgangspunkt und entwickelten ihre eigene Version.   Der Entwurf war die Arbeit heute unbekannter Techniker, aber die Kommission, welche vom Kaiser für die Entwicklung des neuen Gewehres eingesetzt war, wurde von Oberst N. Ariska geleitet. Und deshalb ist das Gewehr seitdem unter seinem Namen bekannt. Das erste Repetiergewehr Modell 30 wurde 1897 fertiggestellt und 1905 vervollkommnet. Dieses als Meiji 38 bezeichnete Gewehr wurde 1905 eingeführt, was das 38. Regierungsjahr des japanischen Kaisers Meiji war, daher die Bezeichnung Modell 38. Die Waffe ersetzte das ursprüngliche Modell 1897 und hatte demgegenüber zwei oder drei Verbesserungen. Der Mechanismus ist grundsätzlich wie von Mauser, aber mit einem großen pilzförmigen Sicherheitsknopf am hinteren Ende des Bolzens, was deswegen zu einer Überarbeitung des Auslöser-Mechanismus führte. Daneben wurden einige Eigenschaften des Mannlicher-Gewehrs übernommen, kombiniert mit einigen japanischen Entwicklungen. Ein ungewöhnlicher Zusatz, welcher allerdings bei erhaltenen Exemplaren nur noch selten vorhanden ist, war eine Blechabdeckung, welche zusammen mit dem Bolzen funktionierte und verhinderte, dass Regenwasser oder Staub in den Mechanismus gelangen konnte. Diese funktionierte zwar wie vorgesehen, aber wie bei den meisten anderen derartigen Vorrichtungen ähnlicher Art, war es fadenscheinig und neigte zum Rasseln in den ungünstigsten Momenten, was die Position des Trägers der Waffe verriet. So ging der Großteil dieser Abdeckungen bei erster Gelegenheit ‘im Einsatz verloren’. Das Kaliber von 6,5 mm war der kleineren Statur der japanischen Soldaten angepasst und die große Länge des Gewehrs von 1,27 Meter sollte ihre Reichweite im Bajonettkampf vergrößern. Dies macht das Gewehr aber ziemlich unhandlich. Das Ariska-Gewehr wurde auch nach Thailand exportiert und von den Truppen verschiedener Kriegsherren in China verwendet. Während des Ersten Weltkrieges kaufte Großbritannien 500.000 Ariska-Gewehre für die Royal Navy und zu Ausbildungszwecken. Russland verwendete 763.000 Stück der Modelle von 1897 und 1905 für Einheiten an der Nordfront. In Mexiko wurde das Gewehr mit Kaliber 7 mm im Jahr 1913 übernommen. Wie die Italiener, kamen auch die Japaner zu der Erkenntnis, dass ihr älteres 6,5-mm-Kaliber nicht weiterhin effizient genug war und deshalb entwickelten sie in den 1930er Jahren eine neue 7,7-mm-Patrone als Ersatz. Als logische Folge davon musste ein Gewehr entwickelt werden, welches diese Patrone verfeuern konnte. Dieses wurde nicht mehr als eine für das Kaliber aufgebohrten Modell 38 und als Typ 99 bezeichnet Es hatte einige weitere fragwürdige neue Eigenschaften, wie ein spezielles Visier zur Bekämpfung von Tieffliegern, was aber die Feuergeschwindigkeit der Waffe beeinträchtigte. Allerdings erreichten nur wenige der neuen Gewehre die Hände der Truppe und die Japaner waren nicht erfolgreicher als die Italiener beim Wechsel des Kalibers, was hauptsächlich an Produktionsschwierigkeiten lag. Als Ergebnis davon blieb die 6,5-mm-Patrone mit dem zugehörigen Gewehr der japanische Standard während des Zweiten Weltkrieges. Das Modell 38 wurde dadurch zu Japans bekanntester Infanterie-Waffe. Nachdem der Pazifik-Krieg im Jahr 1942 in vollem Gang war, fiel der Produktionsstandard für die japanischen Ariska-Gewehre und Karabiner schnell ab. Jedes Teil der Waffe, was nicht unbedingt benötigt wurde, blieb beim Produktionsprozess auf der Strecke. Dies ging so weit, dass aufgrund der alliierten See- und Luftblockade einige der gegen Kriegsende hergestellten Gewehre mit Holz und Metall schlechter Qualität gebaut werden mussten, was sie gefährlicher für den Schützen als sein Ziel machten. Zum Schluss wurden sogar einschüssige Waffen mit 8-mm-Patronen aus Pistolen gebaut. Varianten Karabiner M1938: Angeblich für Kavalleristen und Artilleristen hergestellt, wurde dieses Modell auch von der japanischen Infanterie verwendet, welche es sogar dem Standard-Gewehr wegen seiner 30 cm kürzeren Länge und knapp einem viertel Kilo weniger Gewicht vorzogen. Der Mechanismus der Waffe war der gleiche wie beim langen Gewehr. Zusätzlich gab es noch ein klappbare Version für die Fallschirmtruppe. Scharfschützengewehr M97: Dies war das ursprüngliche Ariska-Gewehr mit einem zusätzlichen Zweibein und einem Zielfernrohr niedriger Auflösung an der linken Seite des Gewehres, um das Nachladen zu ermöglichen. Der Verriegelungsgriff war heruntergeklappt, um zu vermeiden, dass die Hand des Schützen beim Betätigen des Bolzens das Visier verunreinigte. Spezifikationen Ariska-Gewehr Modell 38 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Panzerbekämpfung der japanischen Infanterie Die Japaner waren bestürzend schlecht auf die Panzerabwehr (Taisensha Senta) im Zweiten Weltkrieg vorbereitet und dafür geeignete Waffen existierten praktisch nicht. Obwohl diese Schwäche bereits 1939 in Mandschuko-Zwischenfall von den Sowjets aufgezeigt worden war, spielten die japanischen Verantwortlichen dies herunter. Es gab keine japanische Doktrin für den Masseneinsatz von Panzern und das Gleiche erwarteten die Japaner auch von ihren zukünftigen Gegnern im Pazifikkrieg. Sie erwarteten höchsten leichte amerikanische Panzer und als sie erstmals im November 1943 auf Tarawa auf M4 Sherman Panzer trafen, waren sie darauf völlig unvorbereitet. Die japanische Panzerabwehr verließ sich deshalb seitdem auf den Offensivgeist ihrer Armee und so wurden neben wenig wirksamen konventionellen kleinkalibrigen Pak-Geschützen und schwachen Panzerabwehrbüchsen auch Granatwerferbecher nach deutschem Vorbild sowie zunehmend unorthodoxe Methoden angewandt. Typ 2 Panzerabwehr-Granatwerferbecher Ein gewisses Maß zur Panzerbekämpfung für die japanische Infanterie wurde durch das Aufsetzen von speziellen Granatwerferbechern auf dem Ariska-Gewehr Modell 38 erreicht. Diese Granatwerferbecher Typ 2 konnten an der Mündung mittels einer Verriegelung-Mündungsbremse an der Mündung aufgeschraubt werden. Die Idee war eine Kopie der deutschen Schießbecher-Granatwerfer des Karabiner 98 und verwendete sehr ähnliche Granaten. Der Panzerabwehr-Granatwerferbecher Typ 2 hatte eine gewisse Effektivität, konnte auf allen Ariska-Gewehren Modell 38 angebracht werden und es gab Granaten im Kaliber von 30 oder 40 mm. Unorthodoxe Methoden der Panzerbekämpfung Japanische Soldaten griffen alliierte Panzer auch mit Tretminen an, wobei sie oft im Moment der Explosion getötet wurden. Die Tretmine war aber eigentlich keine ‘Selbstmordwaffe’, denn theoretisch hatte der Träger gute Möglichkeiten, den Einsatz zu überleben. Die japanische Selbstmord-Taktik zur Panzerabwehr war daher extremer, denn seit 1944 war sie zu einer allgemein akzeptierten Methode der Kriegsführung geworden. Alle japanischen Soldaten, Matrosen oder Piloten wurden dazu aufgerufen, bei dem Versuch alliiertes Material oder Personal mehr …

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