USS Iowa 1954


USS Iowa 1954

USS Iowa 1954

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Bazooka-Werfer

    60-mm-Raketenwerfer Bazooka. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der leichten amerikanischen Panzerabwehr-Waffe. 60-mm-Raketenwerfer Bazooka Typ: Raketenwerfer zur Panzerabwehr. Geschichte Bereits 1918 entwickelte der amerikanische Wissenschaftler und Experimentierer Goddard einen kleinen Raketenwerfer, aus dem eine kleines Projektil abgefeuert werden konnte. Die Idee wurde der amerikanischen und britischen Regierung angeboten, aber da das Ende des Ersten Weltkriegs zu selben Zeit erfolgte, war das Interesse gering. Dazu kam, dass ein Granatwerfer eine größere Sprengladung mit weniger Treibmitteln verfeuern konnte und als billige Waffe zahlreich verfügbar war, welche dazu noch indirekt schießen konnte, sodass der Benutzer keinen direkten Sichtkontakt zum Ziel benötigte, um es zu treffen. Diese Einschätzung blieb bis 1941 bestehen, als die Idee neu überdacht wurde. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen hatten sich nämlich zwei neue Umstände ergeben: das Auftreten zahlreicher Panzer und der Hohlladungs-Sprengkopf. Im Gegensatz zu den europäischen Armeen, hatte die US Army niemals eine Panzerbüchse oder andere leichte Panzerabwehrwaffen für die Infanterie eingeführt und die Perfektionierung der Hohlladungsgranate versprach eine wesentlich bessere Methode, Panzer mit Hochgeschwindigkeits-Raketen auszuschalten. Die grundsätzliche amerikanische Raketenentwicklung fand seit 1933 auf dem Aberdeen-Testgelände in Maryland statt. Die aktive Truppenverwendung der neuen Waffe begann ernsthaft Anfang 1942 und die ersten Exemplare gingen mit den amerikanischen Truppen bei den Landungen in Nordwestafrika im Rahmen des Unternehmen Torch im November in den Einsatz. Allerdings erfolgte der erstmalige Kampfeinsatz gegen Panzer der Achsenstreitkräfte erst im nachfolgenden Jahr. Die offizielle Bezeichnung der neuen Waffe lautete 2,36-inch Rocket Lauchner M1 (60-mm-Raketenwerfer M1). Zu dieser Zeit war Bob Burns einer der bekanntesten amerikanischen Komödianten und eines seiner Requisiten war ein komplexes und fürchterlich aussehendes Blasinstrument eigener Konstruktion, welches er seine ‘Bazooka’ nannte. Die Ähnlichkeit zwischen diesem und dem langen Rohr des 80-mm-Raketenwerfer M1 erregte die Fantasie einiger GIs und seitdem wurden in Amerika alle über die Schulter abgefeuerten Raketenwerfer als ‘Bazookas’ bezeichnet. Die Bazooka war eine sehr einfache Waffe, nicht mehr als ein Stahlrohr, welches an beiden Enden offen war, durch welches die Rakete abgefeuert wurde. Eine Schulterstütze oder Holzschaft war zusammen mit zwei Griffen zum Zielen angebracht. Der hintere Griff beinhaltete dazu noch den Auslöser. Die Rakete wurde elektrisch gezündet und bei niedrigen Temperaturen wurden nicht alle Treibmittel verbraucht, bevor die Rakete den Werfer verließ. Das unverbrannte Pulver wurde daher in das Gesicht des Schützen getrieben und um dies zu verhindern, konnte ein kleines, kreisförmiges Drahtgitter direkt hinter die Mündung montiert werden. Im praktischen Einsatz konnte die Bazooka auf Ziele bis zu 275 Meter abgefeuert werden, aber in den meisten Fällen erfolgte der Einsatz über etwa 90 Meter. Kurz nach dem die Bazooka M1 von der Truppe übernommen wurde, wurde sie durch das weitgehend identische Modell M1A1 ersetzt. Es war eine populäre Waffe, welche jeden Feindpanzer außer Gefecht setzen konnte und wurde normalerweise durch zwei Mann im Einsatz verwendet. Von diesen war einer der Schütze und der zweite Mann der Lader, welcher die Raketen einführte und diese mit den elektrischen Zünder verband. Die Bazooka wurde schnell auch für andere Rollen auf dem Schlachtfeld verwendet. Sie eignete sich hervorragend, um Bunker jeglicher Art auszuschalten und konnte sogar Löcher durch Stacheldrahthindernisse räumen. Gegen ungepanzerte Fahrzeuge wurde sie bis auf Entfernungen von 600 Meter verwendet und manchmal auch um Durchgänge durch Minenfelder zu sprengen. Es gibt auch Berichte, dass die Bazooka zur Bekämpfung von Artilleriegeschützen auf kurze Distanz verwendet wurde. Aber hauptsächlich setzte die Bazooka gegen Panzer ihre Ausrufezeichen und so wurden Anfang 1943 in Tunesien erbeutete Exemplare der Waffe der Ausgangspunkt für den deutschen Entwurf der Raketenpanzerbüchse, genannt Panzerschreck. Das deutsche Gegenstück hatte ein wesentlich größeres Kaliber, während die Amerikaner weiterhin ihr 60-mm-Kaliber bis nach 1945 beibehielten. Zu dieser Zeit hatten sie jedoch ein neues Modell eingeführt. Der neue M9 konnte im Gegensatz zum M1 in zwei Teile zerlegt werden, um die Waffe leichter zu transportieren oder zu verstauen. Bei Kriegsende erschien noch das Modell M18, welcher aus Aluminium gebaut war, um leichter zu sein. Rauch- und Splitter-Raketen wurden noch vor 1945 entwickelt und eingeführt, allerdings vor allem auf dem pazifischen Kriegsschauplatz verwendet. Gegen Kriegsende erschien doch noch eine größere Version der Bazooka im Kaliber 3,45 inch (88mm), aber da die 60-mm-Version in der Lage war, alles was nötig war zu tun, wurde die ‘Super-Bazooka’ auf Eis gelegt und erst 1951 für den Korea-Krieg in Produktion genommen. Die dortigen russischen T-34-Panzer ließen das 60-mm-Modell über Nacht zum alten Eisen werden. Bis zum Kriegsende wurden 476.628 Bazookas aller Typen gebaut, zusammen mit 15.603.000 Raketen aller Arten. Varianten Raketenwerfer M9: Das verbesserte Modell mit einem Startrohr aus zwei Teilen mit einem Bajonettverschluss, sodass die Waffe zerlegt und leichter transportiert werden konnte. Der Auslöser wurde zu einem Impuls-Magnetzünder in einem Pistolengriff geändert. Die Schulterstütze und andere Ausrüstungsteile wurden verbessert und das Gewicht stieg auf 7,25 kg an. Raketen M6, M6A1,2,3 usw.: Eine Reihe unterschiedlicher Arten der Raketen wurden ausgegeben, wobei Detailveränderungen unter anderem bei den elektrischen Kontakten und Flügelanordnungen vorgenommen wurden. Im Einsatz und bei Testversuchen zur Verbesserung verwendet. Erste Ausführungen hatten eine zugespitzte Nase, ab der M6A3 eine halbkugelförmige Spitze. Bild rechts: Hohlladungsrakete M6A1. Rakete M10: Diese Rakete hatte einen Sprengkopf mit weißem Phosphor, um eine Nebelwand zu bilden oder zum Einsatz gegen Infanterie. Spezifikationen 60-mm-Raketenwerfer M1A1 Bazooka Spezifikationen: Einsatzstatistik: Animation 3d-Modell Bazooka

  • M4A1(76mm) Sherman im Panzermuseum Munster.

    Späte M4 Sherman Panzer mit verbesserter Bewaffnung, Schutz, Zusatzpanzerung und Kettenlaufwerken. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. M4 (76mm), (105mm), HVSS, A3E2 Jumbo und Calliope Sherman. Typ: amerikanischer mittlerer Kampfpanzer. hier zum Vorgänger, dem Standard-Sherman (Teil I) Geschichte: Einsatzerfahrungen mit dem M4 Sherman Panzer führten zu zahlreichen Entwurfsverbesserungen, welche von der Panzertruppe vorgeschlagen wurden und vom US-Rüstungsministerium in die Serienfahrzeuge übernommen wurden. Dazu zählte vor allem die Notwendigkeit einer stärkeren Bewaffnung und ein besserer Schutz. Sherman Panzer mit 76-mm-Kanone: Um die Feuerkraft zu erhöhen wurden vom Ordnance Department seit Juli 1942 die 76-mm-Geschütze M1 und M1A1 entwickelt. Tests zeigten, dass der vorhandene Turm der M4-Serie zu klein war, um die längere Kanone unterzubringen und so wurde der Turm des mittleren T20/T23-Panzers (nur Prototypen gebaut) verwendet und entsprechend geändert. Die 76-mm-Kanone wurde von Februar 1944 serienmäßig verwendet und auf allen Fertigungslinien eingebaut. Die so ausgerüsteten Kampfpanzer standen damit rechtzeitig für die Invasion in der Normandie und die anschließenden Kämpfe in Nordwest-Europa zur Verfügung. Das Suffix ‘(76mm)’ bezeichnete Fahrzeuge welche mit dieser Waffe ausgerüstet waren. Eine modifizierte M1A1C oder M1A2-Kanone mit Mündungsbremse wurde später noch eingeführt. Sherman Panzer mit besserem Schutz: Brandgefahr bei Treffern in den Motor, Munitionsbehälter oder Treibstofftanks waren die größten Mängel der M4-Serie aufgrund der relativ dünnen Panzerung. Zweckdienliche Maßnahmen dagegen waren das zusätzliche Anbringen von zusätzlichen Panzerplatten an den Rumpfseiten bei den Munitionsbehältern und Treibstofftanks sowie weitere Zusatzpanzerungen vorne auf dem Rumpf und manchmal auch an der Vorderseite des Turms. Bei der Fronttruppe wurden in den Werkstätten oft noch Sandsäcke vorne auf dem Rumpf angebracht und Ersatz-Bodenplatten an den gefährdeten Stellen angeschweißt. In manchen Fällen kam es sogar vor, dass große Panzerplatten oder sogar Beton auf der Vorderfront angebracht wurden. Hauptsächliche Entwurfsänderung um dieses Problem zu beheben war die Einführung eines ‘nassen Lagerraum’ (mit Wasser-mantelung und Glycerin-geschützt) für Munition der späten mit der 75-mm-Kanone und alle mit der 76-mm-Kanone bewaffneten Panzer. Panzer, welche mit der Haubitze bewaffnet waren, hatten zudem noch interne Panzerplatten um die Munition herum. Sherman Panzer mit verbesserter Aufhängung der Ketten: Die Einführung der schwereren Kanone und andere Verbesserungen erhöhten das Gesamtgewicht des Fahrzeuges mit negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Im Jahr 1943 wurde daher die neue 58,42 cm breite T80-Kette mit Mittellinienführungen entwickelt. Zu selben Zeit wurde eine ebenfalls neue horizontale Spiralfederung – genannt HVSS – entworfen, welche den vertikalen Typ ersetzte. Drehgestelle wurden den neuen Größen angepasst, aber es gab vier Räder für jedes und die horizontalen Federn waren stabiler als die alten, vertikalen Exemplare. Die Rücklaufrollen wurden nun an die Seiten der Wanne montiert. Das HVSS-System war so konstruiert worden, dass jedes einzelne Rad ersetzt werden konnte, ohne dass das gesamte Drehgestell demontiert werden musste. HVSS wurde von Mitte 1944 eingeführt und damit ausgerüstete Fahrzeuge hatten Kettenabdeckungen wegen der vergrößerten Breite der Kette an der Seite der Wanne. Bei den ursprünglichen Ketten für die M4-Sherman-Panzer waren Gummiblöcke eingebaut gewesen, aber um den Mangel an Gummi zu überwinden, mussten Stahlketten entwickelt werden. Davon gab es zwei verschiedene Muster und sie waren alle zusammen mit den Gummiketten austauschbar und alle drei Typen konnten gleichzeitig an einem Sherman-Panzer gesehen werden. Um die Fahrt in schlammigen Gelände zu verbessern, konnten Verlängerungen an den äußeren Enden der frühen Ketten angebracht werden, um diese breiter zu machen. Mit den neuen T80-Ketten wurden keine Verlängerungen ausgegeben, obwohl sie später noch entwickelt wurden. Sherman-Panzer mit 105-mm-Haubitze: Für die Nahunterstützungsrolle wurde eine 105-mm-Haubitze in Betracht gezogen und zwei M4A4 wurden im November 1942 umgebaut, um damit bewaffnet zu werden. Diese wurden als Standardproduktionsmodelle 1943 aufgenommen. Weitere Verbesserungen am Sherman-Panzer waren neben dem neuen Laufwerk eine bessere elektronische Verkabelung und andere Detailänderungen am Innenraum. Dazu kam eine neue Wanne mit 47°-Winkel vorn, um die Produktion zu vereinfachen und auch einen besseren Schutz zu erreichen, sowie größere Einstiegsluken für Fahrer und Beifahrer, eine Luke für den Ladeschützen und den Einbau eines Sichtgerät in der Kommandanten-Kuppel anstatt des ursprünglichen rotierenden Lukenrings. Serienmodelle verbesserter Sherman-Panzer M4 (105mm): Wie der M4 Sherman, aber mit der neuen 105-mm-Haubitze für die Nahunterstützung. 800 wurden im Detroit Arsenal von Februar bis September 1943 hergestellt. M4 (105mm) HVSS: Wie der M4 (105mm), aber mit besserem Schutz, Ketten-Aufhängung und den zuvor beschriebenen, weiteren Verbesserungen. 841 wurden im Detroit Arsenal von September 1944 bis März 1945 gebaut. M4A1 (76mm): Wie der Standard-M4A1, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen sowie später auch neuer Ketten-Aufhängung. 3.396 wurden von Pressed Steel von Januar 1944 bis Juni 1945 gebaut. M4A2 (76mm): Wie der Standard-M4A2, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen sowie später auch neuer Ketten-Aufhängung. Gebaut von Grand Blanc mit 1.594 Stück von Juni bis Dezember 1944 und 21 von Pressed Steel im Mai und Juni 1945. Gesamtzahl somit 1.615 Stück. M4A3 (76mm): Wie der Standard-M4A3, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen. Gebaut im Detroit Arsenal von Februar bis Juli 1944 mit 1.400 Stück und von Grand Blanc von September bis Dezember 1944 mit 525 Stück. Gesamtzahl somit 1.925 Stück. M4A3 (76mm) HVSS: Wie der Standard-M4A3, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz, neuer Ketten-Aufhängung und den weiteren Verbesserungen. 1.445 vom Detroit Arsenal von August bis Dezember 1944 produziert. M4A3 (105mm): Wie der Standard-M4A3, aber mit 105-mm-Haubitze, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen. 500 Stück im Detroit Arsenal von April bis August 1944 gebaut. M4A3 (105mm) HVSS: Wie der Standard-M4A3, aber mit 105-mm-Haubitze, verbessertem Schutz, neuer Ketten-Aufhängung und den weiteren Verbesserungen. 2.539 Stück im Detroit Arsenal von August 1944 bis Mai 1945 gebaut. M4A3E2 Assault Tank: Dies war ein Kompromiss-Entwurf, welcher Anfang 1944 für den europäischen Kriegsschauplatz als vorgesehener schwerer Panzer zur Infanterieunterstützung angenommen wurde, als es klar war, dass der eigentlich schwere Panzer T26E1 nicht vor Anfang 1945 einsatzbereit sein würde. Da die US Army keinen anderen schweren Panzer in Dienst hatte, wurde beschlossen, den M4A3 für den Einsatz als schweren Panzer zu modifizieren. Zusätzliche Panzerung wurde an alle Oberflächen der Hülle angebracht, wodurch eine maximale Panzerung von 100 mm entstand. Ein neuer, schwerer Turm mit einer Frontalpanzerung von 150 mm wurde entworfen, aber die 75-mm-Kanone trotzdem beibehalten. Das Gesamtgewicht des mehr …

  • Tiger-Panzer der SS-Leibstandarte in Nord-Italien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 4. Oktober 1943 und die Kapitulation Italiens. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten nach der Kapitulation Italiens vom 8. September 1943 und der Entwaffnung der italienischen Truppen und Übernahme derer Frontabschnitte. Als Festungs-Divisionen werden offiziell als ‘bodenständige’ Divisionen bezeichnet, die zur Verteidigung von Küstenabschnitten im Westen aufgestellt wurden und kaum mobil waren. Luftwaffen-Felddivisionen wurden aus überzähligem Boden- und Flak-Personal der Luftwaffe aufgestellt, um das Feldheer zu verstärken, waren aber von geringem Kampfwert, da ihre Soldaten und Offiziere nur wenig Erfahrung im Landkampf hatten. Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet. Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet. Auffallend ist, dass viele der im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzten Division seit der Panzerschlacht von Kursk (Juli 1943) weit unter Sollstärke gefallen sind (als ‘Reste’ bezeichnet) und kaum Ersatz erhalten haben dürften, da alle Reserven zur Entwaffnung Italiens und der Übernahme der italienischen Besatzungsgebiete sowie nicht zuletzt zum Kampf gegen die Angloamerikaner in Süd-Italien benötigt wurden. Ebenso wurde in diesem Zeitraum eine weitere Invasion auf dem Balkan in Griechenland für wahrscheinlich gehalten, was bei einem Erfolg auch zu einem Abfall Rumäniens, Ungarns und Bulgariens aus dem Achsen-Bündnis in das Lager der westlichen Alliierten hätte führen können. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 4.10.1943 Heeres-Gruppe A Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord:   dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Heeresgruppe B: Oberbefehlshaber Süd: Heeresgruppe F, Oberbefehlshaber Südost: Heeresgruppe E, Oberbefehlshaber Südost (der Heeresgruppe F unterstellt): Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Zahlenmässige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, des Ersatzheeres und Verbündeten: Insgesamt 353 Divisionen (326 ohne Verbündete, 274 ohne Ersatz-Divisionen) Pz = Panzer; PzGr = Panzer-Grenadier; Inf = Inf; Jäg = Jäger; Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-; Res = Feld-Ausbildungs-, Reserve oder Ersatz-Divisionen; Lw = Luftwaffen-Feld- und Fallschirmjäger-Divisionen; Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten Die italienische Kapitulation von 1943 Schon unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Achsentruppen in Tunesien hatte Hitler die Schaffung eines Sonderstabs angeordnet, um Maßnahmen vorzubereiten, falls Italien einbrechen oder die Seiten wechseln sollte. Da Rommel auch teilweise auf Drängen der Italiener aus Nordafrika zurückberufen worden war, war es naheliegend, dass er diese Vorbereitungen leitete. Der Codename für das Unternehmen war zuerst ‘Alarich’ und später ‘Achse’ und Ziel war es, die italienischen Besatzungszonen in Frankreich und auf dem Balkan zu übernehmen, die Alpenpässe an der italienischen Grenze zu Frankreich und Deutschland, sowie in Italien selbst so viele Gebiete wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Deutsche Truppen, welche ursprünglich für Spanien und Portugal vorgesehen waren, falls die Alliierten auf der iberischen Halbinsel landen würden, wurden nun für dieses Unternehmen vorgesehen. Hinzu sollten noch drei Waffen-SS-Divisionen von der Ostfront kommen, was sich dann aber später nicht mehr realisieren ließ. In der Praxis aber veränderte die deutsche Verschiebung der Offensive bei Kursk und die Invasion von Sizilien durch die Alliierten die Einzelheiten der deutschen Pläne. Dazu wurde Rommel noch am 21. Juli 1943 für kurze Zeit nach Saloniki in Griechenland versetzt. Aber immerhin hatten die Deutschen mit ernsthafter Planung für den Fall eines italienischen Ausscheidens aus dem Achsen-Bündnis begonnen, während die Italiener ihr Ausscheiden aus dem Krieg in ebenso dramatischer Weise verpatzten, wie es Mussolini mit dem Kriegseintritt seines Landes zuvor schon getan hatte. Seit einigen Monaten gab es in Italien schon Unzufriedenheit. Der Verlust des Imperiums, die offenkundige Bedrohung durch die Invasion und die Unfähigkeit Italiens oder des deutschen Verbündeten, italienische Städte gegen alliierte Luftangriffe zu verteidigen, verdoppelten die ursprüngliche Unpopularität des Bündnisses mit Deutschland und dem Krieg. Außerdem hatte der Duce, welcher das Regime personifizierte, seine Ausstrahlung, seine politische Feinfühligkeit und offensichtlich auch seine Gesundheit eingebüßt. Die ‘Wachablösung’ vom Februar 1943, mit der Mussolini die Krise Italiens bewältigen wollte, führte einfach nicht zu der Art des nationalen Widerstandswillens, welcher nötig war. Drei Tendenzen der Unzufriedenheit verschmolzen zu einem Umbruch, der das faschistische System zerstörte. Erstens gab es die doktrinären und rabiaten Faschisten unter der Führung von Roberto Farinacci, die das erhoffte energische faschistische Regime wiederbeleben wollten, was die Massen dazu bringen würde, zusammen mit Deutschland gegen die Briten und Amerikaner zu kämpfen. Es gab eine zweite Gruppe unter der Führung von Dino Grandi, der ebenfalls ein Faschist war, aber weit weniger sicher als Farinacci, dass Mussolini immer noch der richtige Mann war, der das Land führen konnte. Grandi wollte Mussolinis Autorität über das Militär verringern, da dieser dies offensichtlich nicht effektiv steuern konnte. Die dritte und wichtigste Gruppe war der Kreis um den Hof und König Viktor Emanuel III. und einiger der militärischen Führer, die Mussolinis Regime ersetzen wollten, damit für Italien ein Weg aus dem Krieg gefunden werden konnte. Durch ein zufällig zeitliches Zusammenfallen, das größtenteils bei allen drei Gruppen durch die offensichtliche Unfähigkeit der deutschen und italienischen Streitkräfte ausgelöst wurde, die Invasion Italiens zu verhindern, spitzten sich diese Komplotte am 24. bis 26. Juli 1943 zu. Auf einem Treffen des Faschisten Großen Rat am 24. und 25. Juli, dem erste seit Oktober 1939, setzten die Gegner Mussolinis mit 19 zu 8 Stimmen einen Misstrauensantrag gegen ihn durch. Dieses Geschehnis machte es dem König leicht, den vorher entworfenen Plan um einen Tag vorzuziehen und Mussolini zu entlassen, anschließend sofort festzunehmen und gleichzeitig die Ernennung von Marshall Pietro Badoglio als Leiter einer neuen Regierung bekannt zugeben. In kürzester Zeit war die faschistische Partei, die seit mehr als zwei Jahrzehnten die italienische Politik beherrschte, praktisch verschwunden, während eine neue Regierung von Bürokraten versuchte, das Land zu retten. Ohne Mut dafür, die Deutschen zu erzürnen und sich den Alliierten zu unterwerfen, dümpelte die Politik Badoglios und seiner militärischen und diplomatischen Mitarbeiter wochenlang vor sich hin. Am Ende musste Badoglio kapitulieren, wie die Alliierten es von Anfang von ihm gefordert hatten. In der Zwischenzeit jedoch hatten die Italiener den Deutschen erlaubt, an wichtigen Stellen in den von Italien besetzten Gebieten, den Alpenpässen aus Frankreich und Deutschland festzusetzen und Schlüsselpositionen in ganz Nord- und Mittelitalien mehr …

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