Panzer rollen von einem Landungsschiff


Panzer rollen von einem Landungsschiff

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Im Blickpunkt:
  • Deutsche Infanterie Strassenkampf

    Organisation der Formationen und Verbände der deutschen Wehrmacht vom Polenfeldzug 1939 bis zum Unternehmen Barbarossa 1941. Im März 1939 wurde zur Operationskontrolle der deutschen Streitkräfte das Oberkommando der Wehrmacht – oder kurz OKW – gegründet, dessen Chef Generaloberst Keitel war. Das Heer wurde vom Oberkommando des Heeres – kurz OKH – mit seinem Generalstab geführt. Oberbefehlshaber der Wehrmacht, also aller deutschen Streitkräfte, war Adolf Hitler. Spitzen-Organisation Das Deutsche Reich war 1939 in dreizehn geografische Wehrkreise eingeteilt, wovon jeder die Mannschaften für eine Anzahl von Divisionen und die Heimatstandorte der Regimenter stellte. Zum Zeitpunkt der Mobilisation am 26. August 1939 verfügte das deutsche Heer über 51 Divisionen: 35 Infanterie-Divisionen, 4 motorisierte Infanterie-Divisionen, 5 Panzer-Divisionen und eine Panzer-Brigade, 4 Leichte Divisionen und 3 Gebirgs-Divisionen. Siehe auch: Wehrmacht Kriegsgliederung Polen-Feldzug 1939. Nach der Mobilisation wurde dieses Friedensheer durch 16 Reserve-, 21 Landwehr- und 14 Ergänzungsdivisionen verstärkt. Zudem wurde bis zum Westfeldzug im Mai 1940 die Anzahl der Panzer-Divisionen auf 10 verdoppelt, vor allem, indem eine Reihe der Leichten Divisionen umgewandelt wurden. Die wichtigsten Formationen in der deutschen Armee war die Division, welche aus einem der fünf Grundtypen bestand: Infanterie-, motorisierte Infanterie-, Panzer-, Leichte oder Gebirgs-Divisionen. Die Infanterie-Divisionen Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten in Bezug auf Größe, Organisation und Ausrüstung, was von der Verfügbarkeit an Menschen und Material und ihrer geplanten Verwendung im Feld abhängig war.   Die 35 Divisionen, welche als Teil der ursprünglichen Welle aufgestellt wurden, hatten noch eine Gesamtstärke von fast 18.000 Mann, während die der nachfolgenden Welle etwa 15.000 Mann stark waren. Die mit der dritten und vierten Welle aufgestellten Divisionen hatten deutlich weniger Artillerieunterstützung als die vorausgegangenen Formationen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimenter (jeweils ca. 3.000 Mann) und einem Artillerie-Regiment, sowie unterstützenden Divisionseinheiten, wie die Panzerabwehr-, Nachrichten- und Aufklärungs-Abteilung, sowie Ambulanz- und Versorgungsdienste, das Pionier-Bataillon und ein Feldersatz-Bataillon. Im Gegensatz zur Praxis in den meisten anderen Armeen, waren das Pionier-Bataillon und die Aufklärungs-Abteilung auch Kampfeinheiten und führten mit Flammenwerfern und Panzerabwehr-Kanonen oft sogar die Angriffe an. Die Abteilung war in der Wehrmacht eine Formation in unterschiedlicher Stärke, irgendwo zwischen einem Regiment, Batterie oder Schwadron. Ein weiteres Merkmal der deutschen Armee war die Dezentralisierung von schweren Waffen innerhalb der Division, sodass jedes Regiment seine eigene Panzerabwehr- und Infanteriegeschütz-Kompanien hatte. Das Infanterie-Regiment besaß sein eigenes Hauptquartier mit einer Stabskompanie und einen Melder-, Fahrrad- und Pionier-Zug. Im Infanterie-Bataillon gab es drei Schützen-Kompanien (etwa 180 Mann mit einem Panzerabwehr-Zug), eine Maschinengewehr-Kompanie mit drei Maschinengewehr-Zügen (jeweils 12 Mann und zwei schwere Maschinengewehre) und einen schweren Granatwerfer-Zug mit drei Gruppen zu je 19 Mann mit zwei 8,1-cm-Granatwerfern. Die Aufteilung des Bataillons in eine Maschinengewehr- und drei Schützen-Kompanien erfolgte nur in Infanterie-Divisionen der ersten Welle, während die Divisionen nachfolgender Wellen über gemischte Kompanien verfügten.   Die Feuerkraft des Regimentes bestand aus: 26 schweren Maschinengewehren, 85 leichten Maschinengewehren MG 34, 18 8,1-cm-Granatwerfern, 27 5-cm-Granatwerfern, 12 3,7-cm PAK 36 Panzerabwehrkanonen, 6 7,5-cm-Infanteriegeschützen und 2 15-cm-Infanteriegeschützen. Das Artillerie-Regiment war in drei Feldartillerie-Abteilungen mit je drei Batterien aus je vier Feldgeschützen 105 mm leFH 18 gegliedert. Die Mittlere Artillerie-Abteilung war ursprünglich keine Divisionseinheit, welche nur dem Artillerie-Regiment zur Verfügung gestellt wurde. Später wurde sie jedoch ein fester Bestandteil der Infanterie-Divisionen der ersten Welle. Motorisierte Infanterie-Divisionen Die motorisierten Infanteriedivisionen sollten mit den schnell vorstoßenden Panzer-Divisionen Schritt halten und waren daher komplett mit Kraftfahrzeugen ausgestattet. Beim Polenfeldzug gab es vier motorisierte Infanterie-Divisionen, jede aus drei Infanterie- und einem motorisierten Artillerie-Regiment. Nach dem Feldzug verloren sie jedoch ihr drittes Infanterie-Regiment, da mit diesen zusätzliche Panzer-Divisionen gebildet wurden. Artillerie-Verbände Zusätzlich zur Divisions-Artillerie, welche zudem sich bei jeder Division in Ausstattung und Organisation unterscheiden konnte, verfügten noch Armeen und Korps über ihre eigenen, zusätzlichen Batterien aus mittlerer und schwerer Artillerie.   Diese Batterien konnten in der Kaliber-Größe von der 88-mm-Flak bis zum gigantischen 60-cm-Belagerungsmörser auf Selbstfahrlafette, dem Karl-Mörser auftreten. Je nach Bedarf wurden diese Artillerie-Batterien bei Schwerpunkten der Schlacht von den höheren Stäben eingesetzt bzw. unterstellten Einheiten zur Verstärkung zugeteilt. Die meisten schweren Flugabwehr-Batterien standen unter dem Kommando der Luftwaffe, wurden aber dem Heer für besondere Aufgaben zugeteilt. Panzer-Divisionen Die Panzer-Division während des Polen- und Westfeldzuges bestanden aus zwei Panzer-Regimentern mit je zwei Bataillonen zu vier Kompanien mit je 32 Panzern. Dies ergab auf dem Papier insgesamt 561 Panzer, einschließlich Reserve- und Stabsfahrzeuge. Praktisch belief sich die Panzerstärke zum Zeitpunkt der Mobilisation aber deutlich unter dieser Sollstärke und war durchschnittlich etwa 320 Fahrzeuge stark.   Die Division war mit einer Kombination aus leichten Panzern der Typen PzKpfw I und PzKpfw II, welche nur mit Maschinengewehren bzw. mit einer 2-cm-Schnellfeuerkanone bewaffnet waren, tschechischen PzKpfw 35(t) und 38(t) und einigen modernen, mittleren Panzern der Typen PzKpfw III und PzKpfw IV ausgestattet. Dazu verfügte jede der Panzer-Divisionen über zwei vollständig motorisierte Infanterie-Regimenter, die ab 1942 in Panzergrenadiere umbenannt werden sollten. Das Aufklärungsbataillon war mit Panzerspähwagen und Kradschützen ausgestattet und die Division verfügte auch über ein eigenes, motorisiertes Bataillon für Nachrichtenübermittlung und andere Dienste. Der Erfolg der deutschen Panzerformationen bei den Blitzkriegen lag nicht in der Qualität ihrer Panzer, die in mancher Hinsicht denen ihrer Gegner von 1940 bis 1942 unterlegen waren, sondern in der organisatorischen und taktischen Überlegenheit. Dies ermöglichte es den deutschen Panzer-Divisionen, die scharfe Klinge des Heeres zu sein. Leichte Divisionen Die ursprünglichen Leichten Divisionen, die 1937 und 1938 aufgestellt wurden, waren motorisierte Kavallerie-Formationen, die in ihrer Organisation variierten. In der Regel verfügten sie jedoch über ein leichtes Panzer-Bataillon, ein oder zwei Regimenter berittener Infanterie mit jeweils zwei oder drei Bataillonen, ein motorisiertes Artillerie-Regiment mit 24 105 mm leFH, ein Panzerabwehr-Bataillon mit 36 3,7-cm PAK 36 und 12 2-cm Flak 38 und ein motorisiertes Aufklärungs-Bataillon oder ein Aufklärungs-Regiment mit Panzerspähwagen. Für einen Divisions-Verband waren sie nicht ausreichend bewaffnet und gepanzert und nach dem Polenfeldzug wurden sie zu Panzer-Divisionen aufgestockt. Anfang 1940 wurden aber wieder vier Infanterie-Divisionen zu ‘Leichten Division’ umgebildet, wenn auch ihre Struktur eher die von einer Infanterie-Division war. Gebirgs-Divisionen Die drei Gebirgs-Division waren ähnlich wie die üblichen Infanterie-Divisionen organisiert, obwohl ihre Organisation im Feld je nach Umständen unterschiedlich war. Die typische Stärke waren zwei Infanterie-Regimenter, jedes mehr …

  • 3d-Modell Do 335

    Dornier Do 335 Pfeil Jagdbomber der deutschen Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Dornier Do 335 Pfeil Typ: Jagdbomber, Langstrecken-Jagdflugzeug, Zerstörer, Nachtjäger und Aufklärer. Geschichte Den deutschen Flugzeug-Ingenieuren aus der Zweiten Weltkriegs kann man vieles nachsagen, auf jeden Fall aber nicht, dass sich ihre Entwürfe durch konservative Gedankengänge eingrenzen ließen, obwohl die Mehrzahl der deutschen Flugzeugtypen natürlich konventioneller Art waren. Darüber hinaus gab es aber andere Entwicklungen, welche zu Vorreitern in der Luftfahrttechnologie wurden. Unbeeinflusst von traditionellen Gedankengängen suchten sie nach neuen Wegen, um alte Probleme zu lösen. Auf diese Weise versorgten sie bei Kriegsende die siegreichen Alliierten im Westen und Osten mit wertvollen Forschungsmaterialien. Einer der bekanntesten und am meisten bizarren Entwürfe, welcher sich sogar noch während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland in die Lüfte erhob, war die Dornier Do 335 Pfeil, ein mutiger Versuch der deutschen Luftwaffe einen starken Jagdbomber, Nachtjäger und Aufklärer zur Verfügung zu stellen. Professor Dr. Claudius Dornier war das Genie hinter dem berühmten deutschen Flugzeughersteller Dornier-Werke GmbH. Er hatte schon eine lange Reihe erfolgreicher Flugzeugentwürfe herausgebracht, vor allem im Bereich der Flugboote. Seit Ende der 1930er Jahre und während des Zweiten Weltkriegs war Dornier hauptsächlich mit der Entwicklung und Produktion von Bombern beschäftigt. Aber schon seit dem 1. Weltkrieg war Claudius Dornier an den Möglichkeiten des Mittellinienschub-Antriebs interessiert, wobei zwei Motoren an der gleichen Schubkraftlinie hingen, wovon einer zieht und der andere schiebt. Die Vorteile eines solchen Antriebssystems gegenüber dem konventionellen zweimotorigen Antrieb lagen auf der Hand, da die Front des Flugzeuges dann genau die gleiche war, wie bei einer einmotorigen Maschine. Dies vermied Motorgondeln und zugehörige Strukturen an und in den Flügeln, zusätzlichen Luftwiderstand und asymmetrische Kräfte, falls ein Motor ausfällt oder unregelmäßig läuft. Dafür gab es jedoch zusätzliche Probleme beim Antriebsstrang, welcher den hinteren Propeller antrieb. Dorniers umfassende Erfahrung bei Flugbooten gab ihm wertvolles Wissen in einfachen Mittellinienschub-Anordnungen, wo zwei Motoren Rücken an Rücken über der Mittellinie bei vielen seiner Entwürfe zum Einsatz kamen. Mitte der 1930er Jahre sah er dann die Möglichkeit dieses Antriebssystem auch bei Hochgeschwindigkeits-Jagdflugzeugen anzuwenden, aber zuvor musste eine geeignete Verlängerungswelle des Heckmotors erprobt werden. Zu diesem Zweck wurde Ulrich Hutter beauftragt, einen kleinen fliegenden Prüfstand für diese Motoranordnung zu entwickeln. Bezeichnet als Göpping Go 9 und gebaut von der Firma Schempp-Hirth, hatte dieser ‘fliegende Prüfstand’ einen bleistiftdünnen Rumpf mit einem 80-PS Hirth HM 60R Motor, welcher im Schwerpunktzentrum zwischen den schultergelagerten Flügel eingebaut war. Stielförmige Hauptfahrwerke zogen sich in den Flügel ein, während eine Bugrad-Einheit in die vorderste Nasenspitze eingezogen wurde. Hinter dem Flügel verdeckte ein langer und schlanker Heckausleger die Antriebswelle, welche sich durch einen kreuzförmigen Schwanz bis zu einem vierblättrigen Heckpropeller verlängerte. Die Go 9 flog erstmals 1940 und bewies, dass das Prinzip mit dem Heckschub-Antrieb zugleich effizient wie sicher war, was Dornier weiteren Auftrieb gab, seinen Jägerentwurf auf den Zeichenbrettern Gestalt annehmen zu lassen. Obwohl das Technische Amt des RLM (Reichsluftfahrtministerium) ein gewisses Interesse an dem radikalen Entwurf zeigte, ordnete es trotzdem an, dass Dornier die Arbeiten an dem Projekt einstellen sollte und sich auf seine Hauptaufgabe, dem Bau und der Entwicklung von Bombern und Flugbooten, zu konzentrieren. 1942 gab das Technische Amt des RLM jedoch eine Anforderung für ein unbewaffnetes Hochgeschwindigkeits-Flugzeug zum Eindringen in den feindlichen Luftraum heraus, und Dornier reichte seinen Entwurf des Mittellinienschub-Antriebs als Projekt 231 ein. Nach einer Prüfung erhielt Dornier den Zuschlag gegenüber den Projekten von Arado und Junkers und aus Projekt 231 wurde der Entwicklungsauftrag für die Do 335. Erste Prototypen des Jagdbomber Während an dem Entwurf gearbeitet wurde, gab das RLM eine neue Anordnung heraus, die Do 335 zu einem Mehrzweck-Tagjäger, Nachtjäger, Jagdbomber, Zerstörer und Aufklärungsflugzeug abzuändern, was zu einer Verzögerung bei dem Bau des Prototyps führte. Erst im Herbst 1943 war die Do 335 fertig, um zu fliegen. Das Konzept von Dornier resultierte in einem furchteinflößend aussehenden Flugzeug, was für ein Jagdflugzeug recht sinnvoll war. Im vorderen Rumpf befand sich ein Daimler-Benz DB 603 Motor in einer ringförmigen Verkleidung, während Auspuffstummel kurz hinter der Hinterkante die Position des Heckmotors verrieten. Unter dem hinteren Rumpf saugte eine große Öffnung die Luft für den zweiten Motor an, der einen dreiblättrigen Propeller hinter einem kreuzförmiger Schwanz antrieb. Unter dem Mittelabschnitt des Rumpfes waren Klappen für einen kleinen Bombenschacht, wo eine 500-kg oder zwei 250-kg-Bomben untergebracht werden konnten. Das Fahrwerk war eine Dreiradanordnung, wobei die breitspurigen Einheiten nach innen in den Flügel und das Bugrad nach einer 90°-Grad-Rotation nach hinten in den Bereich unterhalb des Cockpits eingezogen wurden. Der breite Flügel war ein gutes Stück nach hinten versetzt und obwohl der inoffizielle Name des Flugzeuges schon Pfeil lautete, bezeichneten die Testpiloten es als ‘Ameisenbär’ aufgrund der langen Nase. Ein Testpilot von Dornier saß im Cockpit während des Erstflugs mit der Do 335 V1 (CP+UA) von Oberpfaffenhofen aus, welcher am 26. Oktober 1943 stattfand. Nach den ersten Testflügen durch die Firma Dornier, wurde das Flugzeug nach Rechlin gebracht, wo die intensiven offiziellen Versuche begannen. Die Berichte aus Oberpfaffenhofen und Rechlin waren vorteilhaft, wobei nur geringe Stabilitätsprobleme an der Längsachse festgestellt wurden. Die meisten Testpiloten waren von Geschwindigkeit, Beschleunigung, Wendekreis und der allgemeinen Handhabung des neuen Typs positiv überrascht und die Weiterentwicklung verlief reibungslos. Weitere Prototypen wurden fertiggestellt und nahmen an den Versuchen bei Dornier und in Rechlin teil, wobei neue Verbesserungen, wie Fahrwerksklappen und eine Blasen-Kabinenhaube mit Spiegeln für verbesserte Sicht nach hinten, eingeführt wurden. Beim fünften Prototypen wurde eine Bewaffnung eingebaut, welche aus zwei 15-mm MG 151 Maschinenkanonen in der oberen Rumpfverkleidung und einer einzelnen 30-mm MK 103 Maschinenkanone, welche durch den vordern Propellerkreis schoss, bestand. Nachfolgende Prototypen wurden für weitere Flugversuche und Motorentests verwendet, welche in der Do 335 V9 gipfelten, die schon nach Standards für die Vorserie gebaut wurde. Kurz danach, etwa Mitte 1944, wurde das erste Vorserienflugzeug Do 335A-0 (VG+PG) mit vollständiger Bewaffnung fertiggestellt, um mit der Einsatzerprobung zu beginnen. Das Erprobungskommando 335 wurde im September 1944 aufgestellt, um taktische Einsatzerfahrungen zu sammeln und verwendete dabei viele der zehn gebauten Do 335A-0 der Vorserie. Einsatztest begannen auch mit dem Prototypen V9 beim ‘Versuchsverband mehr …

  • Dirlewangers Männer

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 33-38 (ungarische Nr. 3 bis Nibelungen). Einige der hier als ‘Divisionen’ bezeichnete Verbände waren eigentlich nur Brigaden, Regimenter und manchmal nicht mehr als ein paar hundert schlecht ausgerüstete Männer, zusammengewürfelt aus sogenannten Volksdeutschen (Bewohner des Balkans oder Baltikums mit deutschen Wurzeln) und anderen Ausländern, welche noch durch Mitglieder aufgelöster Waffen-SS-Ausbildungsschulen verstärkt waren. Dazu findet sich auf dieser Seite der am meisten verbrecherische ‘Truppen’-Verband überhaupt. hier zu Waffen-SS-Divisionen 26-32 33. Waffen-Kavallerie-Division der SS (ungarische Nr.3) Befehlshaber: nicht bekannt. Aufstellung (als Division) Aufgestellt 1944/45 in Ungarn. Ende Zerstört in Budapest im Februar 1945. Infanterie-Stärke Unbekannt, aber weit unter Divisionsstärke. Panzerausstattung keine. Einsätze: Hastig eine in Ungarn 1944/1945 zusammengestellte, weitgehend ungarische Kavallerie-Einheit. Weit unter Sollstärke und in den Kämpfen in Budapest im Februar 1945 vernichtet. Nach dem Untergang wurde die Divisions-Nummer von Charlemagne übernommen (siehe nachfolgende Division). 33. Waffen-Grenadier-Division der SS ‘Charlemagne’ (französische Nr.1) Befehlshaber: SS-Oberführer Puaud (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Dr. Krukenberg (bis April 1945), SS-Standartenführer Zimmermann. Aufstellung (als Division): Die ‘Französische Freiwilligen-Legion’ wurde vom Heer an die Waffen-SS im August 1943 abgegeben. Am 10. Februar 1945 wurde sie zur Division umbenannt und übernahm die Nummer der in Budapest untergegangenen, zuvor aufgelisteten, Division. Ende: Teile wurden im März 1945 aus der Festung Kolberg nach Wollin evakuiert. Eine Kampfgruppe verteidigte das Berliner Regierungsviertel, wo sie aufgerieben wurde. Infanterie-Stärke: 1 motorisiertes Infanterie-Regiment (mit 3 Bataillonen), 1945 ein zweites Infanterie-Regiment (ursprünglich das 638. französische Regiment). Bezeichnet als Waffen-Grenadier-Regimenter 57 und 58. Panzerausstattung: PAK-Selbstfahrlafetten waren in der Panzerjäger-Kompanie vorhanden. Einsätze: Französische Freiwillige-Legion des Heeres mit guten Kampfleistungen. Im August 1943 zur Waffen-SS überführt als ‘Französisches SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment’. Nach schweren Verlusten im Juli 1944 nach Böhmen-Mähren verlegt und zur ‘Französischen Freiwilligen-Sturmbrigade Charlemagne’ umbenannt. Schwere Kämpfe im August 1944 im Abschnitt Sanok bei Mielec an der Front in den Karpaten. Wiederherstellung auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken im Herbst 1944 und kurzer Einsatz an der Westfront. Anschließend nach Pommern verlegt. Anfang 1945 zur Division umbenannt und im Einsatz bei Neustettin. Der Verbleib der Division ist unbestätigt, einige Überlebende erreichten die US-Kriegsgefangenschaft in der Gegend von Moosburg. Ob die in Berlin im April/Mai 1945 vernichtete französische Einheit Bestandteil der Division war, ist nicht geklärt. Aufgestellt mit französischen Freiwilligen und aus anderen westeuropäischen Nationen. Beinhaltete auch ehemalige französische Fremdenlegionäre. Erreichte nicht mehr Divisionsstärke. Hohe Kampfleistungen. Individuelle Abzeichen: SS-Runen am Kragen, ein Abzeichen mit Schwert und Lorbeeren wurde wohl nicht mehr ausgegeben. Überlebende der Division gaben an, ein Armband mit der Bezeichnung ‘Charlemagne’ getragen zu haben. 34. SS-Grenadier-Division Landstorm Nederland (Holländisch) Befehlshaber: SS-Standartenführer Knapp, SS-Standartenführer Kohlroser (Mai bis November 1944). Aufstellung (als Division): Im Frühjahr 1943 in Holland aufgestellt, im September 1944 zur Waffen-SS transferiert. Ende: Kapitulierte im Mai 1945 gegenüber den Briten. Infanterie-Stärke: 2 Infanterie-Regimenter (erreichte niemals Divisionsstärke). Im Oktober 1944 bestehend aus SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimentern 83 und 84 sowie der SS-Flak-Batterie ‘Clingendaal’. Panzerausstattung: SS-Panzerjäger-Abteilung Nordwest (Ausstattung unbekannt, womöglich keine Selbstfahrlafetten oder Sturmgeschütze, sondern nur gezogene PAK-Geschütze). Einsätze: Im Frühjahr 1943 als ‘Landwacht Niederlande’ formiert und eine Sicherheits-Einheit mit holländischen Freiwilligen unter dem Kommando von deutschen Polizei-Offizieren. Im September 1944 zur Waffen-SS überführt und im Kampfeinsatz bei Arnheim. Operationen gegen Widerstandskämpfer im Nordbrabant. Im Februar 1945 in das Gelderland verlegt, anschließend nach Rhein-Waal. Kapitulierte im Mai 1945 und der Verband erreichte niemals Divisionsstärke. Individuelle Abzeichen: Am Kragen SS-Runen. Dazu Motiv einer flammenden Granate in Metall an der Mütze, welches später durch den Totenkopf abgelöst wurde. Auf dem Armband wurde ‘Landstorm Nederland’ getragen. 35. SS-Polizei-Grenadier-Division Befehlshaber: SS-Oberführer Wirth, SS-Standartenführer Pipkorn. Aufstellung (als Division): Gegründet im Februar 1945. Ende: Kapitulierte gegenüber der Roten Armee im Kessel von Halbe, Mai 1945. Infanterie-Stärke: 3 Polizei-Infanterie-Regimenter, zuerst bestehend aus Polizei-Regimentern 29, 30 und 14, später zu Nummer 1, 2 und 3 geändert und schließlich als Polizei-Grenadier-Regimenter 89, 90 und 91 geführt. Panzerausstattung: keine. Einsätze: Im Februar 1945 aus Personal der Polizei-Schule Dresden und der SS-Junkerschule Braunschweig gebildet. Im Einsatz an der Neisse-Front im April 1945 und kapitulierte bei Halbe im Mai 1945. 36. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Oberführer Dr. Oskar Dirlewanger (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Schmedes. Aufstellung (als Division): Formiert 1940 als ein schwaches Bataillon (Strafeinheit). Zwischen 1942 und 1944 ständig erweitert bis zur Brigaden-Größe und letztlich als Division bezeichnet. Ende: Die Einheit wurde von der Roten Armee am 29. April 1945 südöstlich von Berlin massakriert. Ihr langjähriger Kommandant Dirlewanger (war im Februar 1945 verwundet worden) starb auf mysteriöse Weise in der Haft im Juni 1945. Infanterie-Stärke: Etwa 4.000 ‘Metzger’ im Sommer 1944. Panzer-Ausstattung keine. Einsätze: Diese Einheit war berüchtigt und Befehlshaber Dirlewanger war vor dem Krieg im Jahr 1935 wegen Sexualverbrechen inhaftiert. Früher war er im Heer ein Kamerad vom damaligen Stabschef der Waffen-SS, Gottlob Berger. Nachdem Dirlewanger aus dem Gefängnis entlassen wurde, erhielt er durch Fürsprache von Berger einen Posten in der Legion Condor in Spanien. Im Jahr 1940 wurde Dirlewanger erlaubt, ein kleines Bataillon aus deutschen Straftätern, welche wegen Wilderei verurteilt waren, aufzustellen. Diese Einheit wurde als ein Totenkopf-Sonderkommando 1941 in Polen eingesetzt, wo die Männer zum Arbeitsdienst eingesetzt wurden, aber auch Zwangsarbeiter bewachte. Im Jahr 1942 bis 1944 wuchs die Strafeinheit zu einer Brigade an und wurde schließlich als Division bezeichnet. Sie wurde als Sicherungsverband in Russland eingesetzt und erhielt ihr Personal aus deutschen Strafanstalten, Konzentrationslagern, SS-Militärgefängnissen und sonstigen menschlichen ‘Jauchegruben’. Der Verband war berüchtigt für skandalöse Kriegsverbrechen, aber Dirlewanger, welcher persönlich in die schrecklichsten Gräueltaten verwickelt war, wurde immer wieder von Vorgesetzten gedeckt. Himmler waren diese Vorfälle bekannt, trotzdem verlieh er Direlwanger im August 1943 das Eiserne Kreuz in Gold. Im Sommer 1944 führte Direlewanger seine 4.000 Schlächter, Vergewaltiger, Plünderer und Brandstifter zum Einsatz gegen den Warschauer Aufstand an. Innerhalb kürzester Zeit verübten sie dermaßen schreckliche Kriegsverbrechen, dass von Heeres- und auch den Waffen-SS-Befehlshabern erfolgreich ihre Abberufung durchgesetzt wurde. Trotz allem erhielt Direlwanger im Oktober 1944 nun auch noch das Ritterkreuz. Anschließend wurde die Einheit in der Slowakei, Ungarn und an der Oder-Front eingesetzt. Dort wurde Dirlewanger im Februar 1945 verwundet. Seine ‘Division’ wurde am 29. April 1945 südöstlich von Berlin von der Roten Armee eingeschlossen und massakriert. Dirlewanger selbst wurde im Juni 1945 unter mehr …

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