SdKfz 251 Ausf. D


SdKfz 251 Ausf. D

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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • PzKpfw III in Strassenkämpfen

    Deutscher mittlerer Kampfpanzer PzKpfw III (Panzerkampfwagen III) Ausf. G, H, J mit 5-cm KwK L/42. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. PzKpfw III, Panzerkampfwagen III Typ: Mittlerer Kampfpanzer. Geschichte: Der PzKpfw III – oder vollständig Panzerkampfwagen III – war der wichtigste Panzertyp des deutschen Heeres in den ersten beiden Jahren des 2. Weltkrieg. Mehr als jeder andere Panzertyp dominierte der PzKpfw III die Blitzkriege der Jahre 1940-1941 und führte die deutschen Streitkräfte fast bis zum strategischen Sieg des Konfliktes. Bis Mitte der 1930er Jahre hatten die deutschen Planer angenommen, dass für die Zukunft zwei verschiedene Panzertypen notwendig wären, nämlich einen Leichten und einen Mittleren Panzer. Der schnelle, leichte Panzer sollte mit einer 2-cm-Schnellfeuerkanone bewaffnet sein (dies wurde der PzKpfw II) und feindliche Panzer bekämpfen sowie Aufklärungsaufgaben übernehmen können. Der mittlere Panzer (dies wurde der PzKpfw IV) wäre langsamer, stärker gepanzert und mit einer großkalibrigen Kanone bewaffnet, welche Sprenggranaten verschießen könnte. Dieser Panzer sollte die Nahunterstützung bieten und mit feindlichen Panzerabwehrgeschützen in der tiefe des Gefechtsfeldes fertig werden. Jedoch zeigten Manöver-Ergebnisse und weitere Studien bald, dass der schwach bewaffnete und dünn gepanzerte leichte Panzer nicht in Panzergefechten bestehen konnte. Es wurde deutlich, dass es eine weitere Panzerklasse irgendwo dazwischen geben müsste. Dieser mittlere Panzer müsste mit einer ausreichend starken Kanone bewaffnet sein, um die meisten der feindlichen Panzer bekämpfen zu können. Dazu müsste er verhältnismäßig gut gepanzert und beweglich sein, um jede Durchbruchs-Möglichkeit auszunutzen. Das war wohl die erste Definition von dessen, was heute als ‘Kampfpanzer’ (MBT = Main Battle Tank, im Englischen) üblicherweise angesehen wird. So wurde der PzKpfw III entwickelt, um die Hauptschlagkraft der zukünftigen Panzerdivisionen zu sein. Guderian und seine Generalinspektion der Panzertruppen wollten diesen neuen Panzer mit einer 5-cm-Kanone bewaffnet sehen, aber das Heereswaffenamt hielt die 3,7-cm-Kanone für ausreichend. Dies vor allem aus Gründen der Standardisierung, da die Infanterie bereits mit der 3,7-cm-Pak 36 ausgerüstet war. Jedoch wurde als Zugeständnis ein ausreichend großer Turmring verwendet, um gegebenenfalls später schwerere Geschütze einzubauen. Der erste moderne Kampfpanzer Aber die wirkliche Innovation des PzKpfw III lag in dem Bereich – und in welchem er weit vor seinen zeitgenössischen Konkurrenten lag – von der Platzierung der Besatzung und ihrer Ergonomie. Von Anfang an wurde der PzKpfw III für den Kampf Panzer gegen Panzer optimiert und wie die Zukunft zeigen wird, damit auch für jede andere Gefechtssituation. Die Besatzung von 5 Mann war offensichtlich ziemlich stark für einen mittleren Panzer. Zu den Besatzungsmitgliedern gehörte der Kommandant, Ladeschütze, Richtschütze, Fahrer und der MG-Schütze, welcher zugleich auch Funker war. Der Schlüssel dabei lag in dem Drei-Mann-Turm, wobei sich der Kommandant in einer geeigneten, angehobenen Position zwischen Richtschütze und Ladeschütze befand und über eine Rundumsicht-Kuppel verfügte. Der Kommandant hatte keinerlei andere Aufgaben, als den Panzer zu befehligen und dessen Aktionen mit den anderen Panzern des Zugs zu koordinieren, wodurch er effizient durch die Funkkommunikation unterstützt wurde. Er wurde nicht davon abgelenkt, noch zusätzlich Richtschütze, Ladeschütze oder sogar beides zur gleichen Zeit zu sein, wie es in fast allen zeitgenössischen alliierten oder russischen Panzern der Fall war. Die Spezifikation für den Panzer 3 wurde 1935 aufgestellt und mehrere Prototypen im folgenden Jahr erprobt. Der Entwurf von Daimler-Benz wurde für die Produktion von zehn Panzerkampfwagen III Ausführung A (PzKpfw III Ausf.A) im Jahr 1937 ausgewählt. Die PzKpfw III A hatten nur 15 mm Panzerung, waren mit der 3.7-cm-KwK L/45.5 bewaffnet, hatten 5 Straßenränder welche durch Federspulen abgedämpft wurden, sowie zwei Rücklaufrollen. Versuche den Entwurf, insbesondere im Bereich des Laufwerks, zu verbessern, folgten kurz darauf. Die PzKpfw III Ausf. B, C und D verwendeten alle 8 Räder auf beiden Seiten, welche sich durch verschiedene Variationen der eingesetzten Blattfederaufhängungen unterschieden. Es wurden insgesamt nur 60 der halb-experimentellen PzKpfw III B, C und D von 1937 bis Juni 1938 hergestellt, alle unter Beibehaltung der relativ dünnen Panzerung von 15 mm. Erst im Dezember 1938 erschien der PzKpfw III Ausf.E, welcher das endgültige Produktionsmodell wurde und der ersten Serie ähnelte. Die Laufwerkaufhängungs-Probleme wurden durch die Verwendung von unabhängigen Drehstabfederungen gelöst, mit sechs Rädern auf beiden Seiten und drei Spur-Umlenkrollen. Die verbesserte Laufwerkaufhängung erlaubte eine Gewichtszunahme auf 19,5 Tonnen, wodurch die Panzerung auf 30 mm verdoppelt werden konnte, was einen beachtlichen Schutz für die Zeit von 1939/40 bot. Insgesamt wurden jedoch nur 96 PzKpfw III E bis Oktober 1939 fertiggestellt. Durch die langsame Herstellung verfügte das deutsche Heer bei Beginn des Polenfeldzug am 1. September 1939 insgesamt nur über 98 Panzer 3 und somit bildete der PzKpfw II das Rückgrat der Panzerverbände in Polen. Von September 1939 bis Juli 1940 wurden dann 435 PzKpfw III Ausf.F produziert. Endlich gab es – zumindest für deutsche Verhältnisse – eine Art von Massenproduktion des Kampfpanzers. Der PzKpfw III F war im wesentlichen identisch zum PzKpfw III E, außer das die etwa 100 letzten Serienfahrzeuge mit einer neuen externen Geschützblende und erstmals mit der stärkeren 5-cm-KwK L/42 ausgerüstet wurden. Am 10. Mai 1940 gab es 348 Panzer III (einschließlich der ersten Ausf. G) in den sieben deutschen Panzerdivisionen an der Westfront. Obwohl es immer noch mehr PzKpfw II gab, bedeutete deren Unfähigkeit, feindliche Panzer oder eingegrabene Panzerabwehrstellungen erfolgreich zu bekämpfen, dass die Panzer 3 die Speerspitze des deutschen Angriffs während des Westfeldzug 1940 bildeten. Nach den Kampferfahrungen in Frankreich wurden im August 1940 viele der PzKpfw III F mit der stärkeren 5-cm-Kanone ausgerüstet und zusätzliche 30-mm-Panzerplatten auf den Rumpf und die Aufbauten verschweißt. Zwischen dem 22. Juni und 4. Juli 1941 gingen aber immer noch 274 PzKpfw III mit der 3,7-cm-Kanone an der Ostfront in den Einsatz. Diese Panzer waren nicht mit der 5-cm-Kanone aufgerüstet worden und waren vornehmlich PzKpfw III Ausf.F. hier zu den Details der ersten Modelle des PzKpfw III Ausführung A bis F Im April 1940 hatte die Produktion des PzKpfw III Ausf.G begonnen. Bei der Ausführung G wurde die 5-cm-KwK L/42 von Juli 1940 an zur Standardbewaffnung, dazu verstärkte Panzerung an der Rückseite und bei den späteren Serienmodellen eine neue Kommandantenkuppel auf dem Turm. Ab Oktober 1940 wurde der PzKpfw III Ausf.H zusätzlich gebaut, welcher einen überarbeiteten und verlängerten Turm mehr …

  • Deutsche Uniformen 1916-18

    Die Uniformen der Deutschen Armee im Ersten Weltkrieg von 1916 bis 1918 (Teil II). hier zu Teil I: deutsche Uniformen im 1. Weltkrieg Deutsche Uniformen von 1916 bis 1918 Jeder deutsche Bundesstaat hatte seine eigenen Farben, die vor allem auf der kreisförmigen Kokarde, die unterhalb der Reichskokarde auf der Vorderseite der Mützen- und Feldkappen und auf der linken Seite des Helms getragen wurde, zu sehen waren. Jene Einheiten, die berechtigt waren, den Jäger-Tschako zu tragen (außer in Sachsen), Pelzmütze oder Ulanen-Tschako, trugen eine ovale Kokarde auf der Vorderseite der Kopfbedeckung. Die Farben der deutschen Nationalstaaten wurden auch in das Geflecht der Schultergurte bei einigen Offizieren eingearbeitet, Rang-Unterscheidungsmerkmalen auf der Spitze der Kragenabzeichen der Mäntel, auf dem Wiederverpflichtens-Abzeichen, Schwert-Knoten, Trompeten-Schnüre und es wurden auch auf einige auf Trommeln aufgemalt. Auch erschien das Landeswappen auf dem Helm und Tschako-Platten, Knöpfen, Schnallen und auf einigen Schwerthaltern. Im aktiven Dienst war die Kopfbedeckung mit einer grauen Abdeckung versehen, auf dessen Vorderseite manchmal gedruckt oder eingestanzt, die folgenden Abzeichen, Buchstaben und Ziffern zu sehen waren: für Linieninfanterie-Regimenter: die arabische Nummer. für Reserve-Infanterie-Regimenter: ‘R’ gefolgt von der arabischen Nummer. Landwehr-Infanterie-Regimenter: ‘L’ gefolgt von der arabischen Nummer. Landsturm: Eisernes Kreuz. Diese Abzeichen, welche nicht von den Garde-Einheiten getragen wurden, waren anfangs in Rot, aber im August 1914 wurden sie auf Grün geändert, bevor sie vollständig vom ‘Höchsten-Kabinett’-Befehl vom 27. Oktober 1916 abgeschafft wurden. Während der ersten Hälfte des Krieges wurden Metallbeschläge an den Helmen mit billigeren Materialien hergestellt und grau lackiert. Dann wurde die Schale des Helmes aus Metall – oder häufiger – aus Filz-Hutstumpen hergestellt. An der Vorderseite wurde oft die Spitze der Kugelhalterung entfernt. Anstelle der unverwechselbaren Kopfbedeckung für Offiziere und Portepee-Unteroffiziere trugen diese eine Schirmmütze mit Band und Kordel in Farbe der Waffengattung oder Regiment mit anfangs schwarzen und dann feldgrauen Lederspitzen. Die Schirmmütze wurde auch von anderen Rängen außerhalb des Diensts getragen, ansonsten trugen sie eine runde, Spitzenlose Feldkappe. In aktivem Dienst wurde das hell gefärbte Kappen-Band mit einem grauen Streifen abgedeckt, um den Träger weniger auffällig zu machen. Landsturm-Mannschaften trug eine Schirmmütze aus schwarzem Öltuch mit Silber- oder Messing-Landwehrkreuz auf der Vorderseite über der Landes-Kokarde. Die Uniform-Vorschriften vom September 1915 Die Uniform-Vorschriften vom 21. September 1915 standardisierten die verschiedenen Modifikationen, welche seit Kriegsbeginn durchgeführt worden waren. Dazu gehörten das Schwärzen der Lederausrüstung usw. Gleichzeitig wurde ein neuer Übermantel und eine neue Tunika für den Fronteinsatz – die ‘Feldbluse’ – für alle Waffengattungen eingeführt. Kurz vor der Schlacht von Verdun Anfang 1916 begannen deutsche Truppen den neuen Stahlhelm als Ersatz für die Pickelhaube zu erhalten, der mit einer zusätzlichen vorderen Verstärkungsplatte für Beobachter ausgestattet war. Er wurde oft mit einem Überzugtuch getragen oder mit einem eckigen Tarnmuster bemalt. 1918 erschien eine neue Ausführung des Helms in begrenzter Stückzahl für Fernmelder und Telefonisten. Nach dem Krieg wurde dieser an die berittenen Truppen ausgegeben. Bei Verdun sah der deutsche Infanterist nun so aus, wie er es bis Kriegsende bleiben sollte, was ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild zum August 1914 abgab. Dieses strenge, eintönige Outfit änderte sich bis zum Waffenstillstand im November 1918 kaum noch. Der einzige Farbtropfen war nur noch am Bajonettknoten zu sehen, wo die unterschiedlichen Farben die Kompanie-Zugehörigkeit des Soldaten anzeigten. Der Grenadier der 184. Infanterie etwas weiter oben rechts trägt die Sturmausrüstung. Seinen schweren Rucksack hat er für diese zweckmäßigere und leichtere Anordnung ausgetauscht, wo er nur die unbedingt notwendigsten Dinge mit sich trägt. Dazu gehören die M1915 Gummi-Gasmaske, das M1915 Sturmgepäck, die M1887 Brottasche, die M1907 Wasserflasche, ein Bajonett, M1895 Gürtel, M1866 Feldstiefel und das M1898 Mauser-Gewehr. Der neue Stahlhelm Sein M1916-Stahlhelm wurde aus hartem Silizium-Nickel-Stahl heiß-gepresst und war damit teurer als die alliierten Helme, welche kalt-gepresst wurden. Er war auch mit 1,2 kg schwerer, bot aber einen besseren Schutz für das Gesicht, Ohren und den Nacken. Es hatte ein effizientes internes Größensystem aus Lederlaschen und Polster und verwendete den alten M1891 Kinnriemen. Zwei Außenlaschen ermöglichten bei Bedarf die Anbringung einer zusätzlichen, an die Vorderseite des Helms angepassten Stahlplatte, die von Wachposten und anderen besonders gefährdeten Soldaten verwendet werden konnte und als ‘Stirnpanzer’ bezeichnet wurde. Ausgegeben mit einer feldgrauen Lackierung, wurden einige Helme später in einem eckigen, mehrfarbigen Tarnmuster aus mattem Rot-Braun, Ocker, Grün und Blau-Grau, unterteilt durch schwarze Linien, lackiert. Zur zusätzlichen Tarnung wurden auch verschiedene Stoffüberzüge verwendet, am häufigsten aus hellem khakifarbenem Sandsackmaterial. Rangabzeichen Die Rangabzeichen wurden wie folgt angegeben: Obergefreite: Ein kleiner Rangabzeichen-Knopf mit Staatswappen auf beiden Seiten des Kragens. Obergefreiter nur für die Fußartillerie: Ein größerer Rangabzeichen-Knopf mit Staatswappen auf beiden Seiten des Kragens. Unteroffiziere oder Oberjäger in Jäger- und Schützen-Bataillonen (mit Ausnahme aus Sachsen): Goldene oder silberne Spitze an der Vorder- und Unterkante des Tunikakragens und an den Manschetten. Ein kleiner, schlichter Knopf und ein vertikaler Spitzenstreifen an den Kragenspiegeln des Mantels. Feldwebel: Wie bei Unteroffizieren, jedoch zusätzlich ein großer Rangabzeichen-Knopf am Kragen. Ein größerer und schlichter Knopf und ein senkrechter Spitzenstreifen auf den Kragenspiegeln des Übermantels. Vizefeldwebel oder Vizewachtmeister bei berittenen Einheiten: Wie für Unteroffiziere, jedoch mit Offiziersdegen und -knoten sowie Offizierskokarden an der Kopfbedeckung. Oberstabsfeldwebel bzw. Hauptfeldwebel der Kompanie: Wie für Vizefeldwebel, jedoch mit einer zweiten Spitzenreihe oberhalb der Manschetten, bzw. um den oberen Rand der Manschetten bei der Bluse M.1915. Offiziersdegen und -knoten und Kopfbedeckung. Großer schlichter Knopf und zwei vertikale Spitzenstreifen an den Kragenspiegeln des Übermantels. Rangabzeichen-Knöpfe waren anfangs aus Kupfer oder Weißmetall, wurden aber dann Feldgrau gemalt. Ab 1915 wurden die Spitzen in einem stumpfen Grau gefertigt. Später im Krieg wurde die Spitze auf dem Kragen oft auf ‘Winkel’ an den Punkten des Kragens reduziert. Auf der M.1915-Uniform wurden die Mantelkragen-Abzeichen nicht getragen, aber jene, die dazu berechtigt waren, trugen weiterhin die Rangunterscheidungsspitze am Kragen. In Mecklenburg hatten Portepee-Unteroffiziere goldene oder silberne Ragunterscheidungs-Spitzen. Auf den Kragenstücken, welche Garde-Litzen zeigten, wurde die Spitze horizontal über und unter der Litzen platziert. Offiziersstellvertreter: Wie beim Vizefeldwebel, jedoch mit metallischer Spitze um die Schulterstücke und metallischen Schulterstückabzeichen wie bei den Offizieren. Offiziersdegen und -knoten, sowie Kokarden am Kopfschmuck. Feldwebelleutnant (auch in berittenen Einheiten): Wie bei Vizefeldwebel, jedoch mit Leutnants-Schulterriemen. Fähnrich: Wie für Unteroffizier, aber mit mehr …

  • 3D-Modell Gotha Go 229

    Jagdbomber mit Strahltriebwerk Horten Ho IX, später Gotha Go 229. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell. Horten Ho IX (später Gotha Go 229). Typ: Jagdbomber mit Strahltriebwerk. Geschichte Gotha Go 229 (Horten Ho IX) Heute weitgehend unbekannt, war der Nurflügler Horten Ho IX (später Go 229) das überraschendste und unkonventionellste Flugzeug, welches noch während des Zweiten Weltkriegs gebaut wurde. Neben dem im Zweiten Weltkrieg noch zum Einsatz gekommen Arado Ar 234 Blitz war der kühnste aller deutschen Bomber mit Strahltriebwerk ein Nurflügelflugzeug der Gebrüder Horten, die als Konstrukteure eleganter Nurflügel-Segelflugzeuge berühmt waren, bekannt unter dem Namen Gotha Go oder Horten Ho 229. Seinen Ursprung hatte das zweistrahlige Düsenflugzeug in dem Glauben der Brüder Walter und Reimar Horten, dass ein ‘fliegender Flügel’ die effizienteste Art für eine Maschine war, die ‘schwerer als die Luft’ sein musste. Sie begannen dies zu Beweisen, indem sie eine Serie von Gleitern entwarfen, welche mit der Horten I im Jahr 1931 begann. Seit 1936 waren die Brüder Angehörige der Luftwaffe, setzten aber ihre Arbeiten fort, welche im Jahr 1942 zu einer Studie für einen Nurflügler-Düsenjäger führte. Wie die meisten Anhänger der Lehre von der Verringerung des Strömungswiderstandes dachten die Hortens in Begriffen von Geschwindigkeit und Jagdflugzeugen. Daher gingen sie an die Entwicklung ihrer Horten Ho IX unter dem Gesichtspunkt heran, daraus ein Jagdflugzeug mit Strahltriebwerk zu bauen. Sie zeichneten die Pläne für den ersten Prototyp, die Horten IX V1 (deutsche Prototypen wurden mit ‘V’ gekennzeichnet, als Abkürzung für ‘Versuchsmaschine’). Dieses Flugzeug sollte als Segelflugzeug gebaut und erprobt werden, worin ja Hortens bedeutendste Sachkenntnisse lagen. Der erste bedeutende Schritt in diese Richtung, war es ein Trainingsflugzeug zu bauen, um Piloten der Luftwaffe dafür auszubilden. Hierzu entstand die Ho VII, welche erstmals 1943 flog. Sie hatte Tandem-Doppelsteuerungen und zwei 240-PS-As10C-Schubmotoren. Die Brüder verheimlichten ihr wahres Konzeptziel und so wurde die Horten Ho VII für aerodynamische Forschung und Verbindungsflüge vorgeschlagen, sodass zwanzig Flugzeuge genehmigt wurden, von denen aber achtzehn später wieder storniert wurden. In der Zwischenzeit begann das ‘Sonderkommando 9’ der Brüder in Göttingen mit dem Bau des endgültigen zweistrahligen Düsenjäger, der Horten Ho IX. Keines der Projekte war jemals offiziell vom Reichsluftfahrtministerium genehmigt worden, aber die Horten-Brüder hatte beste Verbindungen in die Politik. Und nachdem Reichsmarschall Hermann Göring erst einmal die Konstruktionszeichnungen gesehen hatte, war er von dem futuristischen Projekt begeistert und ordnete an, dass diese Maschine so schnell wie möglich fliegen sollte. Dementsprechend wurden die Arbeiten an zwei Prototypen beschleunigt, denn mehr konnte das kleine Team nicht leisten. Die Horten Ho IX V1 sollte erst einmal als Gleiter fliegen und anschließend modifiziert werden, um zwei BMW 003A-Strahltriebwerke zu erhalten. Die Flugversuche als Segelflieger begannen bei Oranienburg etwa im Mai 1944 und von Beginn an waren die Handhabungseigenschaften außergewöhnlich gut. Die Ho IX bestand aus einem Mittelabschnitt und Außenflügeln. Der Mittelabschnitt war breit genug, um den Piloten, die Strahltriebwerke, Kanonen, ein Dreirad-Fahrwerk und nahezu den gesamten Treibstoff aufzunehmen. Es bestand aus geschweißten Stahlrohren mit Sperrholz-Überzug, mit Ausnahme in der Nähe der Motoren, wo diese aus Aluminium oder Stahl bestand, um gegen Brände geschützt zu sein. Die schlanken, nach hinten geneigten Außenflügel bestanden vollständig aus Holz. Teilweise wurde Formholz-Komposite verwendet, welches aus mit Harzkleber verbundenen Holzspänen bestand und unter hohem Druck geformt wurde. Diese Struktur war belastbar bis 7 G, stark genug um nahezu jedes andere Flugzeug zu übertreffen. Erprobungsflüge mit dem vollständig mit Instrumenten ausgestatteten V1-Segelflugzeug legten die Vermutung nah, dass eine Ho IX Serienmaschine mit Strahltriebwerken sich genauso verhalten würde. Jedoch wurde die V1 später im Jahr 1944 zerstört, als der Pilot vergaß, eine lange Inzidenzstange vor der Landung einzufahren. Jedoch hatte das überragende Potenzial des Flugzeuges bis Mai 1944 die volle Aufmerksamkeit des Reichsluftfahrtministeriums auf sich gezogen, welches beschloss, den Gebrüdern Horten industrielle Unterstützung bei ihrem Projekt zukommen zu lassen. So wurde die Weiterentwicklung der Horten Ho IX der Gothaer Waggonfabrik übertragen, der Firma, die während des Ersten Weltkrieges die berühmten Gotha-Bomber entwickelt und gebaut hatte. Gotha war seit damals im Flugzeugbau tätig geblieben, hatte u.a. Lastensegler gebaut und für die deutsche Luftfahrtindustrie Lizenzbauten durchgeführt. Die Ingenieure bei Gotha begutachteten das Modell der Ho 229 am 7. September 1944 und am 23. November erfolgte die abschließende Auswertung durch den leitenden Entwickler Herrmann. Die Gotha-Konstrukteure nahmen einige Änderungen vor und bauten die Ho IX zum Jagdbomber um. Dieses neue Flugzeug wurde umbenannt in Gotha Go 229, aber der Vorgang führte zu Verzögerungen bei Entwicklung und Bau der ersten Maschine. Nach der Horten IX V1 und V2 wurden bei Gotha sieben weitere Prototypen und zwanzig Vorserienmaschinen bestellt. Diese sollten eine Spannweite von 16,75 Metern, zwei Jumo 004B Strahltriebwerke und eine Bewaffnung aus vier 30-mm-Maschinenkanonen MK 103 oder MK 108 erhalten. Für den Piloten war außerdem ein einfacher Schleudersitz vorgesehen. Gotha begann dann mit der Entwicklung einer Prototypen-Serie, die neben dem Jagdbomber eine Allwetter-Jäger- und eine Schul-Version enthielt, während der Gebrüder Horten an der Fertigstellung ihres düsengetriebenen Prototyps weiterarbeiteten. Diese Maschine, die Horten Ho IX V2, flog am 2. Februar 1945 mit dem Piloten Erwin Ziller am Steuerknüppel zum ersten Mal bei Oranienburg. Es folgte ein sehr konservatives Erprobungsprogramm und das Flugzeug arbeitete sich langsam vom unteren Ende der Langsamflug-Skala zu höheren Geschwindigkeiten hoch. Zum Abheben wurde nur eine Startbahnlänge von 450 Metern benötigt und die Handhabung der Maschine war hervorragend. Ende Frühjahr 1945 war sie für die Erprobung im Hochgeschwindigkeitsbereich bereit und erreichte tatsächlich bei einem Flug fast 800 km/h. Beim Platzanflug nach dem Test Anfang März 1945 jedoch fiel ein Triebwerk aus und die Maschine schlug brennend auf. Durch diesen Unfall konnte das Entwicklungsprogramm bis Kriegsende nicht mehr weitergeführt werden. Zwar hatte die Gotha-Fabrik den Prototypen V3 für das Serienflugzeug fast fertiggestellt und weitere Go 229 Düsenflugzeuge waren in einem fortgeschrittenen Fertigstellungsprozess, zu weiteren Probeflügen kam es jedoch nicht mehr. Als Jagdbomber sollte die Gotha Go 229 A-1 alle vorhandenen Bombentypen tragen können. Animation 3d-Modell Gotha Go 229 Spezifikationen Gotha Go 229 A-1 Spezifikationen: Bewaffnung: Einsatzstatistik: Video vom Einsatz der Go 229 in Computerspielen Mission mit der Gotha Go 229 (Horten Ho IX) in mehr …

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