Ausgebrannter Panzer II


Ausgebrannter Panzer II

Ausgebrannter Panzer II

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  • PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

    Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II). Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende. Hier zu Teil I: 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. Arnheim Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden. Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen. Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen. Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde. Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon. Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen. Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden. Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.   Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS. Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.   Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben. Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.   Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können. Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert. Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann. Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Ardennen-Offensive Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.   Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich. Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen. Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich. Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen mehr …

  • Die österreichisch-ungarische Armee im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Uniformen, Stärke, Organisation, Befehlshaber und Verluste. Österreich-Ungarn wurde von den Franzosen 1859 besiegt und 1866 von Preußen vernichtend geschlagen. Seitdem wurde die österreich-ungarische Armee – oder kurz KuK-Streitkräfte – nach preußischem Vorbild reformiert, war aber seit 48 Jahren niemals mehr in einem Krieg erprobt worden. Österreich-ungarische Armee Die Bevölkerung aus 50 Millionen Menschen im Jahr 1914 bestand aus einem komplizierten Gemisch verschiedener Volksgruppen. Deutsche waren die herrschende Gruppe in Österreich, Magyaren in Ungarn. Polen in Österreich und Kroaten in Ungarn hatten besondere Privilegien. Ruthenen, Tschechen, Slowaken, Slowenen, Serben, Italiener und Rumänen wurden als potenziell Unzufriedene angesehen. Die Sprachen, Alphabete, Religionen und Rasseneigenschaften waren sehr unterschiedlich. Die slawischen Volksangehörigen bildeten zwei Drittel der Infanterie und den verantwortlichen Deutschen fehlte notorisch die hohe Seriosität und der Kampfwillen der Preußen. Doch wenn das von Jaroslav Hasek, einem tschechischen Schriftsteller, in seinem Buch Der brave Soldat Schejk hervorragend beschriebene Völker-Chaos auch zutraf, so gab es jedoch auch die andere Seite der Medaille: für viele Menschen war die österreich-ungarische Armee das Ideal eines Reiches als eine supranationale Gesellschaft. Zu Beginn des Jahres 1914 betrug die Friedensstärke der österreichisch-ungarischen Armee ungefähr 450.000 Mann. Nach der Mobilisierung stieg sie auf über 3.000.000 Mann, von denen etwa 1.800.000 Mann das Feldheer aus sechs Armeen mit zusammen 16 Armeekorps bildeten. Die meisten dieser Armeekorps bestanden aus 3 Divisionen, wovon auch einige Reserve-Divisionen waren, sowie 11 Kavalleriedivisionen. Im Falle eines Krieges gegen Serbien sollte nach Plan B (Balkanfeldzug) die Dritte, Fünfte und Sechste Armee im Süden eingesetzt werden. Bei einem gleichzeitigen Krieg gegen Serbien und Russland sollten nach Plan R jedoch die Dritte Armee zusammen mit der Ersten, Zweiten und Vierten Armee in der galizischen Ebene jenseits der Karpaten zum Einsatz kommen. Mit der Verkündung der Teilmobilisierung am 25. Juli 1914 marschierte das Feldheer jedoch nach Plan B auf, bis die Dritte Armee nicht mehr an der serbischen Front benötigt werden würde. General Conrad von Hötzendorf war Generalstabschef und 62 Jahre alt. Er war Kavallerist, fleißig, spartanisch, ein Schriftsteller für Taktik und Ausbildung und war – wie der Franzose Foch – ein Apostel der Offensive. Sein Rezept für den Sieg gegen Russland war ein früher Angriff, bevor der Feind die Masse seines Heeres zum Einsatz bringen könnte. Von Hötzendorf würde die nördlichen Armeen gegen Russland befehligen. Währenddessen sollte General Potiorek, ein zwar ebenfalls spartanischer, aber scharfer, eitler und inkompetenter Mann, mit guten Kontakten zur Justiz und auch verantwortlich für das Durcheinander in Sarajewo, welches den Attentätern erst die Möglichkeit zur Ausführung ihrer Pläne gab, die Armeen gegen Serbien führen. Österreich-Ungarn (28. Juli 1914 – 3. November 1918) Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 3.000.000 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 8.322.000 Tote Militär = 1.200.000 Verwundete Militär = 3.620.000 Ziviltote (Serbien und Österreich-Ungarn zusammen) = 1.000.000 Uniformen der österreich-ungarischen Armee Die kaiserlich-österreichischen und königlich-ungarischen Armeen waren ein Jahr nach der Niederlage von 1866 gegen Preußen zusammengelegt worden. Im Jahr 1878 wurde auch das Gebiet von Bosnien-Herzegowina in das Kaiserreich eingegliedert und stellte Truppen. Im Jahr 1909 wurde eine neue ‘hechtgraue’ Felduniform für alle Fußtruppen, Maschinengewehr-Bataillone, Artillerie und die berittenen Tiroler und dalmatinischen Schützen eingeführt. Auf Druck des Kaisers durfte die Kavallerie ihre farbigen Uniformen beibehalten, obwohl eine Uniform für sie bereits im Projektstadium war. Die hechtgraue Uniform bestand aus einem Käppi mit schwarzem Lederschirm und einer Lasche, die vorne mit zwei Knöpfen geschlossen wurde. Allerdings wurde der obere Knopf bei einigen Einheiten durch ein Abzeichen ersetzt. Auf der Vorderseite befand sich ein rundes Abzeichen aus Metall für die gewöhnlichen Dienstgrade und aus Gold für Offiziere. In der Mitte befand sich die Chiffre des ‘Allerhöchsten’ (‘FJI’ für Franz Joseph b.z.w. später ‘K’ für Karl). Die berittene Artillerie behielt ihren Tschako, der mit grauer Decke und schwarzer Rosshaarfeder getragen wurde. Im Winter wurde eine hellgraue Wollstrickmütze ausgegeben. Die Tunika aus Wolle für den Winter und aus Drillich für den Sommer war einreihig mit Stehkragen (später Stehkragen und Fallkragen) und Kragenaufnähern mit Kragenflecken in der Blende oder der ‘Egalisierung-Farbe’, passenden Schulterträgern mit einer Rolle auf der rechten Seite, einer Schlitzfront, aufgesetzten Brust- und Seitentaschen mit Dreipunkt-Klappen und bis zum Handgelenk verjüngten Ärmeln. Es gab vier Grundtypen von Hosen, die alle aus passendem Material gefertigt waren. Personal der Fußtruppen trug eine lange, locker sitzende Hose mit integrierter Stoffgamasche, die mit zwei Knöpfen um den Knöchel geschlossen wurde. Landesschützen und Gebirgsjäger trugen Kniebundhosen und graue Wollstrümpfe. Das berittene Personal trug Kniehosen, und die Artilleristen der Fußartillerie hatten Hosen, die oberhalb des Knies locker und unterhalb des Knies eng anliegend waren. Zu Fuß kämpfendes Personal trug Springerstiefel, Gebirgsjäger Kletterstiefel und berittenes Personal Springerstiefel mit Ledergamaschen. Der Mantel ähnelte dem weiter unten bei dem Offizier der Uniformen von 1915 bis 1918 abgebildeten feldgrauen Mantel, nur dass er zu Beginn des Krieges spitze Kragenspiegel (Parolli) in den Egalisierung-Farben hatte. Die Offiziersuniform entsprach weitgehend dem Ausgabemuster. Generäle und Generalstabsoffiziere trugen eine graue Version der Kappe aus der Friedenszeit mit Bullionabzeichen, Flechtschlaufe und ledernem Kinnriemen. Offiziere trugen Reithosen (Generale mit Lampassen), mit entweder schwarzen Reitstiefeln oder naturfarbenen Ledergamaschen. Offiziere außerhalb des Dienstes trugen weiterhin lange schwarze ‘Salon’-Hosen mit entweder Paspeln oder Lampassen. Der Offiziersmantel und der Mantel hatten einen grauen Samtkragen, während Generäle scharlachrote Aufschläge und Paspeln hatten. Die Friedensuniform der Kavallerie – mit Ausnahme der Tiroler und dalmatinischen berittenen Schützen – bestand aus dem Dragoner-Helm nach dem Muster von 1905, der Czapka für Lanzenreiter und dem Tschako für Husaren. Sie wurden entweder mit einem grauen oder in den Regimentsfarben gehaltenen Leinenüberzug getragen, oder sie waren grau gestrichen. Dragoner und Lanzenreiter trugen einen hellblauen Waffenrock mit Krapprot-Besatz, Husaren einen blauen ‘Attila’ mit gelber (Offiziere in gold) Borte, während die Hosen aller Regimenter in Krapp oder Krapprot gehalten waren. Zusätzlich zum braunen Standardmantel hatten alle Dienstgrade einen pelzgefütterten und besetzten ‘Pelz’. Bei der Ausgehuniform trugen die Offiziere weiterhin das schwarze Käppi. Im aktiven Dienst tendierten alle Ränge wie im Bild links dazu, die rote Seitenmütze anstelle der auffälligen, markanten Kopfbedeckung zu tragen. Die königlich-ungarische Armee trug die gleiche Grunduniform mit bestimmten Unterscheidungsmerkmalen. mehr …

  • B-25J Mitchell Angriffsbomber.

    Bester mittlerer Bomber des 2. Weltkriegs und Angriffsbomber North American B-25 Mitchell und der Doolittle-Raid. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. North American B-25 Mitchell. Typ: Mittlerer Bomber und Angriffsbomber. Geschichte B-25 Mitchell: Am 18. April 1942 starteten 16 speziell modifizierte zweimotorige Bomber vom amerikanischen Flugzeugträger Hornet rund 1.300 Kilometer vor der japanischen Küste. So begannen eine der spektakulärsten und kühnsten Missionen des Pazifik-Krieges, dem ersten Bombenangriff auf Tokio. Unter dem Befehl von James H. Doolittle gelang es den 16 Bombern ihre Mission trotz ungünstiger Bedingungen durchzuführen. Das Wetter war schlecht, die Flugzeuge mussten in geringer Höhe anfliegen, um der vorzeitigen Entdeckung durch den Gegner zu entgehen und schließlich musste der Treibstoffverbrauch so gering wie möglich gehalten werden, damit die B-25 Mitchell nach dem Überfall noch die improvisierten Landebahnen in China erreichen konnten. Die propagandistischen und moralischen Auswirkungen dieses Angriffs überwogen bei weitem den tatsächlichen Schaden und zwangen die Japaner, sich über ihre bisher angenommen Unverwundbarkeit der Heimat Gedanken zu machen. Dieser Überfall war vermutlich der berühmteste Einsatz der North American B-25 Mitchell, einem der besten mittleren Bomber des Krieges. Mehr als 11.000 wurden zwischen 1940 und 1945 in mehreren Versionen (einschließlich Aufklärer, Transporter, Trainer) gebaut. Etwas mehr als 9.800 sahen Einsätze mit der US Army und Navy Air Force. Der Rest ging unter Lend-Lease an Großbritannien, die Commonwealth-Länder und die Sowjetunion. Russland alleine erhielt fast 900 B-25 Mitchell. Benannt wurde das Flugzeug nach General William ‘Billy’ Mitchell, dem Mann, der die Behörden bereits 1920 drängte, sich auf die Luftmacht zu konzentrieren, und dessen Engagement für diese Sache ihm 1925 ein Kriegsgerichts-Verfahren wegen Ungehorsam einbrachte. Dazu wurde der mittlere Bomber von einer Firma entwickelt, die bisher keine Erfahrungen im Bau von zweimotorigen Flugzeugen, Bombern oder Hochleistungsflugzeugen hatte. Trotzdem war das Ergebnis so überragend, dass die B-25 Mitchell oft als bestes Flugzeug in der Klasse der mittleren Bomber des Zweiten Weltkriegs bezeichnet wird und in größeren Stückzahlen als jedes andere amerikanische Kampfflugzeug mit zwei Motoren gebaut wurde. Das Konstruktionsteam unter Lee Atwood und Ray Rice brachte zunächst die NA-40 mit Twin-Wasp-Motor heraus. Dieses ursprüngliche Projekt wurde 1938 begonnen, aber der Prototyp ging im März 1939 bei einem Flugzeugunfall verloren. Die Techniker und Ingenieure bei der Firma North American setzten aber die Arbeiten an dem Entwurf fort, waren jedoch gezwungen, wegen neuer Spezifikation-Forderungen – darunter eine Verdoppelung der Bombenzuladung auf 1.089 kg – ein stärkeres und stromlinienförmiges Flugzeug zu bauen. Sechs Monate später stellten sie die veränderte Version NA-62 fertig. Das US-Army Air Corps bestellte von der NA-62 direkt vom Reißbrett 184 Flugzeuge. Der Prototyp der B-25 Mitchell stieg am 19. August 1940 erstmals in die Luft auf. Anschließend mussten noch einige strukturelle Veränderungen vorgenommen werden, um leichte Tendenzen von Instabilität zu beseitigen, bevor 24 Exemplare der ersten Baureihe produziert werden konnten. Nach den ersten 24 B-25, folgten 40 Maschinen der Baureihe B-25A mit Panzerung und selbstdichtenden Tanks. Die Abwehrbewaffnung bestand aus einem 12,7-mm MG im engen Heck und einzelnen 7,62-mm MG im Bug und aus den Seitenfenstern. Die Bombenladung betrug 1.361 kg. Diese Flugzeuge wurden 1941 an die erste Einheit (17. Bomber-Gruppe), welche den Flugzeugtyp in Dienst stellt, ausgeliefert. Anschließend wurden 119 B-25B, 1.619 B-25C und 2.290 B-25D gebaut. Diese Versionen hatten eine schwerere Bewaffnung und es wurde ein Rückenturm und Bauchturm zur Selbstverteidigung hinzugefügt. So verfügte die B-25B über ein Zwilllings-12,7-mm-MG im elektrisch angetriebenen Rückenturm und eine einziehbare Bodenwanne, wobei auf den Heckstand verzichtet wurde. Am 18. April 1942 starteten 16 B-25B unter Lt-Col. Jimmy Doolittle vom Flugzeugträger Honet aus über 1.290 km Entfernung zu ihrem Angriff auf Tokio. Mit zusätzlichen Tanks, äußeren Waffenaufhängungen und weiteren Zusatzausrüstungen wurde hieraus die B-25C. Doolittle-Raid Als die Japaner im ganzen Pazifik immer noch weiter vordrangen und die letzte amerikanische Inselfestung Corregidor vor Manila auf den Philippinen kurz vor dem Fall stand, arbeitete Oberstleutnant (Lieutenant-Colonel) J.H. Doolittle von der USAAF bereits an einem Gegenschlag und Vergeltung für Pearl Harbor.   Dazu sollten 16 mittlere Bomber vom Typ B-25 Mitchell etwa 1.050 Kilometer vor Tokio vom Flugzeugträger Hornet starten und nach dem Bombenabwurf über der japanischen Hauptstadt in unbesetzte Gebiete in Ost-China weiterfliegen, wo provisorische Flugfelder angelegt wurden. Für einen Rückflug war einerseits die Reichweite nicht ausreichend und andererseits die Landung auf einem Flugzeugträger auf hoher See mit den großen Flugzeugen praktisch ausgeschlossen. Da die Flügel der B-25 sich nicht einklappen ließen, mussten die Flugzeuge auf dem Deck des Trägers abgestellt werden, wo sie dem Wetter und der See ausgesetzt waren. Der Anmarsch der amerikanischen Kampfgruppe blieb jedoch nicht unentdeckt, da schon am Morgen des 18. April 1942 ein japanisches Vorpostenboot den Träger Hornet sichtete und noch vor seiner Versenkung einen Funkspruch absetzen konnte. Deshalb wurden Doolittle und seine Besatzungen gezwungen, trotz des schlechten Wetters und dem risikoreichen Stampfen des Trägers während der Starts und in einer Entfernung von 1.300 Kilometern bis Tokio den Angriff umgehend zu beginnen. Die amerikanischen Piloten waren jedoch Profis und obwohl noch nie einer von ihnen mit einer B-25 zuvor von einem Flugzeugträger gestartet war, gelang allen mit einer Portion Glück der Start. Unter normalen Umständen wäre eine voll beladene B-25 niemals in der Lage gewesen, von dem kurzen Deck eines Flugzeugträgers zu starten, da sie auf dieser Strecke nicht die nötige Startgeschwindigkeit erreichen konnte.   Der amerikanische Flottenverband mit Hornet und dem sichernden Flugzeugträger Enterprise drehte anschließend sofort ab und lief mit Höchstgeschwindigkeit nach Hawaii zurück. Von den B-25 Mitchell konnten dreizehn ihre Bomben über Tokio abwerfen, während jeweils eine Maschine Osaka, Nogoja und Kobe angriff. Die Gesamtmenge von 16 Tonnen Bomben wurde dabei abgeworfen. Vor dem Eintreffen der amerikanischen Bomber wurde in Japan zufällig gerade eine große Luftschutz-Übung abgehalten, sodass man die B-25 als Nachzügler des vorgetäuschten Scheinangriffes hielt. Deshalb setzte Flak- und Jagdabwehr zu spät ein und Doolittle und seine Besatzungen konnten unbehelligt in Richtung China weiterfliegen. In China war dann jedoch das Wetter schlecht und die 80 Mann der Bomberbesatzungen konnten ohne Bodensicht nur per Fallschirm abspringen. Dabei kamen fünf Mann ums Leben und acht wurden von den Japanern geschnappt. Diese wurden als mehr …

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