PzKpfw II Ausf. A


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Im Blickpunkt:
  • Getarnte Feuerstellung einer Pak 43/41 am Rhein

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 1. März 1945 vor der Überquerung des Rheins durch die Alliierten. Heeresgruppen, Armeen, Korps und Divisionen. Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 1. März 1945 Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten am 1. März 1945. Dabei sind: VG-Division die Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 1. März 1945. Ostfront Heeresgruppe F (OB Südost, in Jugoslawien und auf Kreta sowie Rhodos) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Weichsel Heeresgruppe Nord Heeresgruppe Kurland Norden OB West Reserven im Westen: 159., 172. Inf.Div., 245. bodenständige Inf.Div. Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien (OB Südwest) Reserven: 600. Inf.Div. (Münsingen), 48. Inf.Div. (Wehrkreis XVII), 264. Inf.Div. (Dänemark), 716. bodenständige Inf.Div. (Oberrhein), 106. Inf.Div. (Oberrhein), 189. Inf. Div. (Oberrhein), unklare Inf.Div. (Mährisch-Ostrau), 14. (ukrainische Nr.1) SS-Div. (Slowakei), 34. Waffen-SS-Brigade Nederland (Holland), 2. Kosaken-Div. (Kroatien), 25. (ungar. Nr.2) SS-Gren.Div., 30. (russische Nr.2) Waffen-SS-Div. (Grafenwöhr) Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45 Der alliierte Angriff auf die Rhein-Barriere im März 1945 Gerade als die Offensive der Roten Armee an der Oder zum Stillstand kam und die Wehrmacht sich auf eine weitere Gegenoffensive in Ungarn vorbereitete, machten sich auch die Alliierten im Westen wieder zum Angriff bereit. Sie hatten nun den Fronteinbruch, welche die deutsche Ardennen-Offensive im Dezember verursacht hatte, bereinigt. Zuerst bestand aber Eisenhower noch auf die Beseitigung der deutschen Frontausbuchtung um Colmar im Elsass westlich des Oberrheins, welche durch französische und amerikanische Truppen der 6. Armee-Gruppe von General Devers durchzuführen waren. Dahinter stand der Gedanke, dass Adolf Hitler wie schon bisher seine Truppen bei der Verteidigung des Vorfeldes vom Rhein verheizte und damit nur noch weniger Kräfte für die eigentliche Abwehrlinie am Rhein verblieben. Der Plan ging auf und erbitterten Kämpfen erreichten die Alliierten während des Februars den Oberrhein. Anschließend wurden eine Reihe von Operationen durchgeführt, welche mit dem Unternehmen ‘Veritable’ im Norden durch britisch-kanadische Einheiten in Richtung Wesel begann. Dieser Angriff traf mit einer amerikanischen Offensive unter dem Codenamen ‘Grenade’ (Granate) weiter südlich aus der Gegend um Jülich in Richtung Nordosten zusammen. Der Erfolg dieser Operationen würde den Niederrhein absperren und anschließend einen Großangriff über den Rhein unter dem Befehl von Montgomery in die deutsche Tiefebene nördlich des Ruhrgebiets ermöglichen. Im Anschluss an diese Zangenoperation sollten Bradleys Streitkräfte mit der Operation ‘Lumberjack’ (‘Holzfäller’) weiter südlich in Richtung Rhein und Mosel vorstoßen. Anschließend sollte der Angriff in südöstlicher Richtung über die Mosel in den Rücken der deutschen Truppen am Westwall entlang der alten französisch-deutschen Grenze und Luxemburg fortgesetzt werden. Die Möglichkeit einer frühzeitigen Überquerung des Rheins während dieser Operationen wurde zwar nicht ausgeschlossen, aber die alliierten Stäbe gingen davon aus, dass nach Erreichen des Rheins auf breiter Front zusätzliche Übersetzungs-Operationen südlich des Ruhrgebietes zur Einschliessung des Industriegebietes zusammen mit den britisch-kanadischen Truppen von Montgomery weiter nördlich, sowie in Richtung Frankfurt am Main durchgeführt werden müssten. Für diese Pläne wurde Montgomerys 21. Armee-Gruppe mit drei kanadischen und zwei britischen Divisionen aus Italien verstärkt, während die Amerikaner ihre letzte verfügbare Division aus den USA über den Atlantik heranbrachten. Somit standen über 400.000 Briten und Kanadier, 1,5 Millionen Amerikaner und mehr als 100.000 Franzosen für den Sturm auf Deutschland bereit. Die kanadische 1. Armee begann mit dem Unternehmen ‘Veritable’ am 8. Februar und kam langsam gegen erbitterten deutschen Widerstand vorwärts. Überschwemmungen durch die Schneeschmelze und die Öffnung der Schleusentore durch die Deutschen, zusammen mit ihrem entschlossenen Widerstand, verlangsamten sowohl den kanadischen Vormarsch, wie auch den darauf beginnenden Angriff der südlichen Zangenbewegung unter dem Codenamen ‘Grenade’ der 9. US-Armee. Erst am 3. März konnten die amerikanischen und kanadischen Speerspitzen aufeinandertreffen. Bis zum 7. März erreichten die alliierten Truppen den gesamten Niederrhein mit Ausnahme eines kleinen deutschen Brückenkopfs um Xanten. Die deutschen Verteidiger zogen sich nun über den Rhein zurück und sprengten hinter sich die Brücken. Wenn auch die Kämpfe heftig waren, so zeigten sich jedoch erstmals Anzeichen, dass die deutschen Truppen zunehmend demoralisiert wurden, denn über 50.000 Gefangene fielen in alliierte Hände. Montgomery begann nun mit gewaltigen Vorbereitungen zur Rheinüberquerung. Während er damit beschäftigt war, durchtrennten die Amerikaner weiter südlich die deutschen Abwehrlinien westlich des Rheins und konnten den Rhein noch aus der Bewegung überqueren. Am 23. Februar griff die Armee von General Hodges südwestlich an und drängte auf Köln vor. Die Amerikaner drangen schnell in die Außenbezirke der großen Stadt vor und drehten nach Süden ein, in das Hinterland der deutschen Truppen, die noch an der deutsch-belgischen Grenze standen. Als sie dabei am 7. März die Höhen über der Eisenbahnbrücke bei Remagen erreichten, sahen die Vorhut der amerikanischen Panzertruppen die Brücke immer noch intakt stehen und stürmte auf sie zu, während die Deutschen verzweifelt versuchten, sie zu sprengen. Ironischerweise hatte die durch einen amerikanischen Luftangriff verursachte Explosion vom Oktober 1944, bei der eine Hängebrücke in den Rhein gestürzt war, die Deutschen dazu veranlasst, die Sprengsätze der anderen Brücken erst vor der geplanten Sprengung zu verdrahten, damit kein weiteres, ähnliches Unglück passierte. Das überraschende Auftauchen der Amerikaner verhinderte nun die vollständige Verdrahtung der Sprengsätze und so fiel die Brücke kaum beschädigt in deren Hände. Mit der Zustimmung von Bradley und Eisenhower beorderte Hodges alle verfügbaren amerikanischen Streitkräfte schnell über den Fluss und errichtete einen Brückenkopf auf dem östlichen Rheinufer gegen verzweifelte deutsche Gegenangriffe. Dazu ließ er noch Pontonbrücken neben der durch den Sprengversuch geschwächten Eisenbahnbrücke errichten, welche dann nach einiger Zeit durch Bomben und Artilleriebeschuss zusammenbrach. Damit war die letzte und mächtigste Barriere im Westen von Deutschland durchbrochen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pattons 3. US-Armee die Deutschen auf der rechten Flanke der 1. Armee an die Mosel zurückgedrängt und fuhr nun fort über diesen Fluss hinweg in das rückwärtige Gebiet der deutschen Streitkräfte einzudringen, welche einem Angriff der 7. US-Armee der südlichen 6. Armee-Gruppe gegenüberstanden. Als der deutsche Oberbefehlshaber im Westen, von Rundstedt, diese Einheiten über den Rhein zurückziehen wollte, ersetzte Hitler ihn durch Feldmarschall Albert Kesselring, der die mehr …

  • 3D-Modell Fokker E.

    Fokker E.I, E.II, E.III, E.IV. Deutscher einsitziger Fokker Jagd-Eindecker aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker Eindecker E.I bis E.III Typ: Jagdflugzeug. Geschichte: Der Holländer Anthony Fokker baute und flog sein erstes Flugzeug im Jahr 1912. Diesen zweisitzigen Eindecker ohne Querruder bot er in England an, wo das Flugzeug jedoch als ‘schlecht’ eingestuft wurde. Für diese Entscheidung gab es keinen anderen Grund, als die Abnei­gung der Briten gegen Eindecker. Fok­ker ging daraufhin zu den Mittelmächten, wo er seinen M.5 Eindecker erstmals 1913 flog, welcher in großen Stückzahlen in vielen Versionen gebaut wurde. Aus diesem Flugzeug entwickelte er den M.5L mit großer Spannweite und den M.5K mit kurzer Spannweite. Dabei war der ursprüngliche Prototyp der M.5K im Wesentlichen eine ungefähre Kopie des französischen Morane-Saulnier Typ H Eindeckers der Vorkriegszeit und flog erstmals 1914. Der M.5L und M.5K wurden beide von einem 80-PS-Oberursel-Umlaufmotor angetrieben und beide Modelle wurden in bescheidenen Stückzahlen bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs verwendet. Einige wenige M.5L verwendeten auch die österreich-ungarischen Flieger. Nachdem der französische Flugpionier Roland Garros mit seiner Morane-Saulnier Typ L im April 1915 hinter den deutschen Linien gefangengenommen wurde, wurde bei seinem Flugzeug der von ihm eingebaute Kugelabweiser am Propeller für das dahinter befestigte Maschinengewehr entdeckt. Fokkers Ingenieure Luebbe, Heber und Leimberger entwickelten daraus innerhalb von 14 Tagen ein fortschrittlicheres Unterbrechergetriebe und bauten dies zusammen mit einem MG 08/15 7,92-mm-Maschinengewehr in eine M.5K ein. Anthony Fokker selbst flog damit einige Vorführungen bei Fronteinheiten im Mai 1915. Zwei weitere M.5K wurden auf gleiche Weise erprobt und anschließend ging dieses Flugzeug als Fokker E.I mit höchster Dringlichkeit in die Produktion. Fokkers Eindecker war dabei die Manifestation einer Entwicklungs-Philosophie, welcher Manövrierfähigkeit mit einem synchronisierten Maschinengewehr von akzeptabler Zuverlässigkeit kombinierte. Die deutschen Fliegereinheiten erzielten nach dem Eintreffen dieser Flugzeuge ab Juni 1915 eine sprunghaft höhere Abschusszahl, da sie mit dieser Bewaffnung den alliierten Jägern weit überlegen waren. Mitte Juli flogen 11 Frontpiloten der Feldfliegerabteilung 62 in Douai eine Fokker E.I, darunter Leutnant Oswald Boelcke. Ein weiterer Pilot, welcher bald auf den neuen Jäger eingewiesen wurde, war Immelmann. Es wird angenommen, dass von dieser Version nur 68 Stück gebaut wurden. Da die E.I im wesentlichen nur ein Eilauftrag gewesen war, folgte einen Monat später auf diese die Fokker E.II, in welcher der 100 PS starke Oberursel-Motor eingebaut wurde. Weitere Veränderungen bei der E.II beinhalteten die Verringerung der Flügelgröße, was sie etwas schwieriger zu fliegen machte, ohne dafür eine besondere Leistungssteigerung zu erhalten. Die Auslieferung der etwa 50 bis 65 Maschinen begann im Juli 1915. Die zahlenmäßig stärkste und endgültige Version war die Fokker E.III, bei der die Flügel zu einer größeren Spannweite – selbst gegenüber der ursprünglichen E.I – vergrößert wurden. Dadurch hatte das Flugzeug wieder die guten Flugeigenschaften der ersten Version und wurde in der Hand von Piloten wie Boelcke, von Althaus, Buddecke, Parschau, Wintgens und Immelmann zu einem gefürchteten Gegner. Das neue Jagdflugzeug erschien ab August 1916 an der Front. Die E.III war normalerweise mit einem einzelnen 7,92-mm-Spandau-Maschinengewehr bewaffnet, aber einige wurden mit zwei Maschinengewehren geflogen. Dieses zusätzliche Gewicht führte aber zu einer nicht akzeptablen Leistungseinbuße. Es sollen 260 bis 300 E.III gebaut worden sein, welche von deutschen und österreich-ungarischen Fliegereinheiten verwendet wurden. Österreich-Ungarn hatte zuvor auch schon einige Flugzeuge der ersten Version E.I erhalten und alle Fokker-Eindecker wurden dort gewöhnlich mit dem 8-mm-Schwarzlose-MG bewaffnet. Obwohl ihre Bauzahl relativ gering war, schossen die Fokker E.III Jäger mindestens 1.000 alliierte Flugzeuge ab. Allerdings war es auch nur dem Erfolg des Flugzeuges an der Front zuzuschreiben, dass ein Flugverbot für den Fokker-Eindecker aufgehoben wurde, nachdem es zu einer Reihe schwerer Unfälle mit dem Typ in Deutschland selbst gekommen war. Es wurde noch ein Versuch unternommen, ein praktikables Jagdflugzeug mit einer Standardbewaffnung aus zwei Maschinengewehren zu bauen, was in der Fokker E.IV endete. Der Prototyp erschien im November 1915 und hatte einen 160 PS starken, zweireihigen Oberursel-Motor. Auch die Flügel wurden noch weiter auf 10 Meter Spannweite vergrößert. Zwar wurde die E.IV damit schneller als die E.III, war aber wesentlich weniger manövrierfähig, sodass nur etwa 45 Stück davon gebaut wurden. Für einen kurzen Zeitraum flog Max Immelmann eine E.IV mit sogar drei Maschinengewehren, wechselte aber später wieder zu einem standardmäßigen Flugzeug mit zwei MGs zurück. Die Flugzeuge der Fokker-Eindecker-Reihe waren über der Westfront von Mitte 1915 bis zum Spätsommer 1916 im Einsatz. Ihren Höhepunkt in der Effektivität erreichten sie etwa im Oktober 1915 und waren von diesem Zeitpunkt bis Januar 1916 praktisch ohne gleichwertige Gegner in den Lüften über Europa. Das Fehlen ebenbürtiger Gegner führte zur legendären ‘Fokker-Plage’, die in keinem Verhältnis zu der geringen Anzahl der in Dienst befindlichen Fokker-Eindecker stand. Ihr hauptsächliches Opfer war die unglückliche B.E.2c, welche bald den Ruf des ‘Fokker-Futters’ erhielt. Ab Januar 1916 begannen die Fokker-Eindecker würdigeren Gegnern in Form der Airco D.H.2, Nieuport XI und F.E.2b zu begegnen, welche die ‘Fokker-Plage’ bis zum Frühjahr praktisch beendeten. Am 8. April 1916 wurde zudem noch eine Fokker E.III von den Alliierten intakt erbeutet, welche ausgiebig für Gegenmaßnahmen untersucht wurde. Hinzu kam noch, dass die Maschinengewehr-Bewaffnung der Fokker-Eindecker unzuverlässig und zum Verklemmen neigte, sowie ihre Munition nicht für den Einsatz in Flugzeugen geeignet war. Trotzdem war der Eindecker gut genug, um den Luftraum über Frankreich für fast ein Jahr freizuhalten. Die Fokker-Eindecker wurden dann noch bis Ende 1916 an der Ostfront, in Mesopotamien, Palästina und in der Türkei eingesetzt. Anschließend wurden sie fast ausschließlich noch zum Piloten-Training verwendet. Benutzer: Deutschland, Österreich-Ungarn. Animation 3d-Modell Fokker E Spezifikationen Fokker E Spezifikationen: Fokker D.I bis D.V Gebaut von Mitte 1916 als Ersatz für die Fokker E.III Eindecker, waren die frühen D-Typen in ihrer Gesamtheit eine mittelmäßige Ansammlung. Entworfen von Martin Kreutzer, hatten die D.I bis D.IV weiterhin den gleiche, grundsätzlichen Rumpf der E.III, welcher dabei zu einem Doppeldecker mit Zelluloid-Flügeln wurde. Verhältnismäßig wenige D.I und D.IV mit Reihenmotor wurden gebaut und die Produktion der mit Umlaufmotoren ausgestatteten D.II und D.III betrug insgesamt 290 Stück. Die Fokker D.I., welche aus dem Prototyp M.18Z entstand, wurde von einem 120 PS starken Mercedes D.II-Motor angetrieben war mit einem mehr …

  • Tiger-Panzer der SS-Leibstandarte in Nord-Italien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 4. Oktober 1943 und die Kapitulation Italiens. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten nach der Kapitulation Italiens vom 8. September 1943 und der Entwaffnung der italienischen Truppen und Übernahme derer Frontabschnitte. Als Festungs-Divisionen werden offiziell als ‘bodenständige’ Divisionen bezeichnet, die zur Verteidigung von Küstenabschnitten im Westen aufgestellt wurden und kaum mobil waren. Luftwaffen-Felddivisionen wurden aus überzähligem Boden- und Flak-Personal der Luftwaffe aufgestellt, um das Feldheer zu verstärken, waren aber von geringem Kampfwert, da ihre Soldaten und Offiziere nur wenig Erfahrung im Landkampf hatten. Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet. Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet. Auffallend ist, dass viele der im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzten Division seit der Panzerschlacht von Kursk (Juli 1943) weit unter Sollstärke gefallen sind (als ‘Reste’ bezeichnet) und kaum Ersatz erhalten haben dürften, da alle Reserven zur Entwaffnung Italiens und der Übernahme der italienischen Besatzungsgebiete sowie nicht zuletzt zum Kampf gegen die Angloamerikaner in Süd-Italien benötigt wurden. Ebenso wurde in diesem Zeitraum eine weitere Invasion auf dem Balkan in Griechenland für wahrscheinlich gehalten, was bei einem Erfolg auch zu einem Abfall Rumäniens, Ungarns und Bulgariens aus dem Achsen-Bündnis in das Lager der westlichen Alliierten hätte führen können. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 4.10.1943 Heeres-Gruppe A Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord:   dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Heeresgruppe B: Oberbefehlshaber Süd: Heeresgruppe F, Oberbefehlshaber Südost: Heeresgruppe E, Oberbefehlshaber Südost (der Heeresgruppe F unterstellt): Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Zahlenmässige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, des Ersatzheeres und Verbündeten: Insgesamt 353 Divisionen (326 ohne Verbündete, 274 ohne Ersatz-Divisionen) Pz = Panzer; PzGr = Panzer-Grenadier; Inf = Inf; Jäg = Jäger; Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-; Res = Feld-Ausbildungs-, Reserve oder Ersatz-Divisionen; Lw = Luftwaffen-Feld- und Fallschirmjäger-Divisionen; Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten Die italienische Kapitulation von 1943 Schon unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Achsentruppen in Tunesien hatte Hitler die Schaffung eines Sonderstabs angeordnet, um Maßnahmen vorzubereiten, falls Italien einbrechen oder die Seiten wechseln sollte. Da Rommel auch teilweise auf Drängen der Italiener aus Nordafrika zurückberufen worden war, war es naheliegend, dass er diese Vorbereitungen leitete. Der Codename für das Unternehmen war zuerst ‘Alarich’ und später ‘Achse’ und Ziel war es, die italienischen Besatzungszonen in Frankreich und auf dem Balkan zu übernehmen, die Alpenpässe an der italienischen Grenze zu Frankreich und Deutschland, sowie in Italien selbst so viele Gebiete wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Deutsche Truppen, welche ursprünglich für Spanien und Portugal vorgesehen waren, falls die Alliierten auf der iberischen Halbinsel landen würden, wurden nun für dieses Unternehmen vorgesehen. Hinzu sollten noch drei Waffen-SS-Divisionen von der Ostfront kommen, was sich dann aber später nicht mehr realisieren ließ. In der Praxis aber veränderte die deutsche Verschiebung der Offensive bei Kursk und die Invasion von Sizilien durch die Alliierten die Einzelheiten der deutschen Pläne. Dazu wurde Rommel noch am 21. Juli 1943 für kurze Zeit nach Saloniki in Griechenland versetzt. Aber immerhin hatten die Deutschen mit ernsthafter Planung für den Fall eines italienischen Ausscheidens aus dem Achsen-Bündnis begonnen, während die Italiener ihr Ausscheiden aus dem Krieg in ebenso dramatischer Weise verpatzten, wie es Mussolini mit dem Kriegseintritt seines Landes zuvor schon getan hatte. Seit einigen Monaten gab es in Italien schon Unzufriedenheit. Der Verlust des Imperiums, die offenkundige Bedrohung durch die Invasion und die Unfähigkeit Italiens oder des deutschen Verbündeten, italienische Städte gegen alliierte Luftangriffe zu verteidigen, verdoppelten die ursprüngliche Unpopularität des Bündnisses mit Deutschland und dem Krieg. Außerdem hatte der Duce, welcher das Regime personifizierte, seine Ausstrahlung, seine politische Feinfühligkeit und offensichtlich auch seine Gesundheit eingebüßt. Die ‘Wachablösung’ vom Februar 1943, mit der Mussolini die Krise Italiens bewältigen wollte, führte einfach nicht zu der Art des nationalen Widerstandswillens, welcher nötig war. Drei Tendenzen der Unzufriedenheit verschmolzen zu einem Umbruch, der das faschistische System zerstörte. Erstens gab es die doktrinären und rabiaten Faschisten unter der Führung von Roberto Farinacci, die das erhoffte energische faschistische Regime wiederbeleben wollten, was die Massen dazu bringen würde, zusammen mit Deutschland gegen die Briten und Amerikaner zu kämpfen. Es gab eine zweite Gruppe unter der Führung von Dino Grandi, der ebenfalls ein Faschist war, aber weit weniger sicher als Farinacci, dass Mussolini immer noch der richtige Mann war, der das Land führen konnte. Grandi wollte Mussolinis Autorität über das Militär verringern, da dieser dies offensichtlich nicht effektiv steuern konnte. Die dritte und wichtigste Gruppe war der Kreis um den Hof und König Viktor Emanuel III. und einiger der militärischen Führer, die Mussolinis Regime ersetzen wollten, damit für Italien ein Weg aus dem Krieg gefunden werden konnte. Durch ein zufällig zeitliches Zusammenfallen, das größtenteils bei allen drei Gruppen durch die offensichtliche Unfähigkeit der deutschen und italienischen Streitkräfte ausgelöst wurde, die Invasion Italiens zu verhindern, spitzten sich diese Komplotte am 24. bis 26. Juli 1943 zu. Auf einem Treffen des Faschisten Großen Rat am 24. und 25. Juli, dem erste seit Oktober 1939, setzten die Gegner Mussolinis mit 19 zu 8 Stimmen einen Misstrauensantrag gegen ihn durch. Dieses Geschehnis machte es dem König leicht, den vorher entworfenen Plan um einen Tag vorzuziehen und Mussolini zu entlassen, anschließend sofort festzunehmen und gleichzeitig die Ernennung von Marshall Pietro Badoglio als Leiter einer neuen Regierung bekannt zugeben. In kürzester Zeit war die faschistische Partei, die seit mehr als zwei Jahrzehnten die italienische Politik beherrschte, praktisch verschwunden, während eine neue Regierung von Bürokraten versuchte, das Land zu retten. Ohne Mut dafür, die Deutschen zu erzürnen und sich den Alliierten zu unterwerfen, dümpelte die Politik Badoglios und seiner militärischen und diplomatischen Mitarbeiter wochenlang vor sich hin. Am Ende musste Badoglio kapitulieren, wie die Alliierten es von Anfang von ihm gefordert hatten. In der Zwischenzeit jedoch hatten die Italiener den Deutschen erlaubt, an wichtigen Stellen in den von Italien besetzten Gebieten, den Alpenpässen aus Frankreich und Deutschland festzusetzen und Schlüsselpositionen in ganz Nord- und Mittelitalien mehr …

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