M3 Lee I


M3 Lee I

M3 Lee I

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell Ju 52/3mg9

    Deutsches Transportflugzeug Junkers Ju 52/3m ‘Tante Ju’. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Junkers Ju 52/3m Typ: Transportflugzeug (auch Passagierflugzeug, Bomber, Aufklärer, Minenräumer, Sanitätsflugzeug und Lastensegler-Schlepper). Geschichte Im Volksmund bekannt als ‘Tante Ju’, war die dreimotorige Ju 52/3m das bedeutendste Luftwaffen-Transportflugzeug während des 2. Weltkrieg und wurde an allen Fronten und wichtigen Feldzügen eingesetzt. Die Ju 52 erblickte das Licht der Welt als einmotoriges Transport- und Verkehrsflugzeug nach dem Entwurf von Ernst Zindel im Jahr 1928. Der Prototyp dieses Flugzeuges flog erstmals im Oktober 1930 mit einem 750-PS-Junkers-Jumo-Motor. Das Flugzeug war ein Tiefdecker-Entwurf mit einem großen, gewinkelten Rumpf und großen Passagierfenstern sowie einer relativ großen Flügelfläche. Es war ein Ganzmetall-Flugzeug und verwendete die später für Junkers so charakteristische gewellte Metallhülle. Dies ergab eine enorm starke Flugzeugzelle, was dazu führte, daß die Ju 52 so vielseitig einsetzbar war. Sechs Monate später, im April 1931, machte die erste dreimotorige Ju 52/3m ihren Erstflug, angetrieben durch 550-PS starke Pratt&Whitney-Hornet-Sternmotoren. Mit Ausnahme der ersten paar produzierten Flugzeuge wurden dann 725-PS starke BMW 123A Sternmotoren verwendet. Der Großteil der ersten Ju 52 waren zivile Passagierflugzeuge und etwa 200 Stück wurden bis 1939 an 30 Fluggesellschaften auf der ganzen Welt ausgeliefert, die Masse an die Deutsche Lufthansa. 75 Prozent des Flugzeugbestandes der Lufthansa machte die Ju 52 aus, wo sie die Notlandungen von 7 auf 1,5 per Millionen Flugkilometer reduzierte. Einige dieser Flugzeuge wurden mit zweistufigen Metall-Schwimmern ausgestattet und in dieser Konfiguration wurden sie als Ju 52/3mW bekannt. In Folge des Fehlschlages mit der Dornier Do 11 bestellte die deutsche Luftwaffe auch einige frühe Modelle der Ju 52 als vorübergehende Bomber, bis die Auslieferung der neuen Ju 86, Do 17 und He 111 erfolgen konnte. Diese frühen Bomber wurden als Ju 52/3mg3e bezeichnet und rüsteten die ersten Bomberstaffeln der Luftwaffe in erster Line als Trainingsflugzeuge aus. Sie waren in der Lage eine Bombenlast bis 1.500 kg zu tragen. Der halb versenkbare Bauchstand mit einem 7,92-mm-MG 15 wurde in der Regel bei der späteren Verwendung als Transportflugzeug weggelassen, obwohl sie das MG 15 in einem offenen Kampfstand auf dem Rücken in Kampfzonen beibehielten. Das Kampfdebüt der Ju 52 kam dann während des spanischen Bürgerkrieges, in dem die 20 eingesetzten Flugzeuge 13.000 Flugstunden flogen und rund 6.000 Tonnen Bomben abwarfen. Bis Ende 1937 ist jedoch die Ju 52/3m durch modernere Typen wie die Do 17, He 111 und Ju 86 in der Bomberrolle bei der Luftwaffe weitgehend ersetzt worden und wurde in der weit geeigneteren Rolle als Truppen- und Versorgungstransporter verwendet, wo sie weltberühmt wurde. Die meisten der Ju 52, welche als ‘Bomber’ ausgeliefert wurden, wurden niemals als solche verwendet und bereits 1938 erwies sich die Ju 52 schon als ausgezeichneter STOL-Militärtransporter für kurze Start- und Landebahnen. Wahrscheinlich war das herausragendste Merkmal der Ju 52 ihre Fähigkeit, voll beladen (mit 10.476 kg) mit nur 109 km/h von einer nur 350 Meter langen Startbahn abzuheben. Eine voll beladene Ju 52 konnte noch auf einer nur 400 Meter langen Landebahn landen, mit Ausnahme bei äußerst widrigen Bedingungen. Viele moderne militärische STOL-Flugzeuge erreichen auch keine bessere Leistung. Darüber hinaus ermöglichte es das robuste Fahrwerk und die sehr starke Flugzeugzelle, die Ju 52 auch von relativ unpräparierten und nicht-asphaltierten Flugfeldern aus einzusetzen. Diese Vielseitigkeit wurde noch durch die Fähigkeit gesteigert, ein austauschbares Fahrwerk aus Rädern, Skiern oder Doppelschwimmern zu verwenden. Im Anschluss an die Ju 52/3g3eE mit 725-PS BMW 132A-3-Motore) kam aufeinander folgend neue militärischen Varianten heraus, welche sich durch die Suffixe von g4e zu g14e unterschieden, die entweder die spezifische Rolle eines bestimmten Modells angab (Transport, Ambulanz, Minenräumung etc.), die Installation neuer Varianten des BMW 132 Motor (ein in Lizenz gebaute Version der Hornet) oder sonstige bauliche Veränderungen. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges sind rund 1.600 Ju 52 gebaut worden und von diesen sahen etwa 550-600 operative Einsätze bei den frühen Blitzkriegen. Sie wurden in großem Umfang als Transporter, Lastensegler-Schlepper und auch für größere und kleinere Fallschirmjäger-Einsätze während des Unternehmen Weserübung (der Invasion von Norwegen), Frankreich, den Niederlanden und bei der Luftlandung auf Kreta eingesetzt. Die Invasion in Norwegen im Jahr 1940 war von besonderer Bedeutung, weil sie die erste groß angelegte Verwendung des Lufttransportes in einen Krieg wurde. In diesem Feldzug fiel es den Ju 52 zu, eine große Anzahl von Fallschirmjäger abzusetzen, ebenso wie eine große Anzahl von Gebirgstruppen einzufliegen und diese alle zu Versorgen. Ju 52/3 mW (‘W’ für Wasser) Wasserflugzeuge landeten auch in den Fjorden und brachten Truppen und Ausrüstung nach Norwegen hinein. Doch wie die meisten Transportflugzeuge des 2. Weltkrieg war auch die Ju 52 eine ‘lahme Ente’ mit einer Höchstgeschwindigkeit von nur 275 km/h, sodass sie ohne Jagdschutz nicht lange in Anwesenheit von feindlichen Jäger überleben konnte. Während dieses Feldzuges gingen rund ein Viertel aller eingesetzten Ju 52 verloren, obwohl die meisten davon durch Flak abgeschossen oder am Boden zerstört wurden. Ende 1940 wurden die Motoren der Ju 52 aufgerüstet und die Ju 52/3mg5e eingeführt, um den leistungsfähigeren 830-PS BMW 13T Sternmotor zu verwenden, während die spätere Ju 52/3mg9e den BMW132Z hatte und die Ju 52/3mg12e den 800-PS BMW 132L. Die Ju 52/3mg6e war der Ju 52/3g5e mit Ausnahme der Funkausrüstung ähnlich. Eine der wichtigsten Produktionsversionen , die Ju 52/3mg7e hatte breitere Kabinentüren und andere Detailverbesserungen und wurde mit einem Autopiloten ausgestattet. Sie konnte entweder als Truppentransporter mit 18 Sitzen oder als Ambulanz-Flugzeug mit 12 Bahren eingerichtet werden, was zwei der wichtigsten Rollen für dieses Flugzeug waren. Am 21. Juni 1941 gab es 355 Ju 52/3m im Äquivalent von 9 KGr zbV (Kampfgeschwader zur besonderen Verwendung) in Bereitschaft für das Unternehmen Barbarossa. Zu dieser Zeit war die Ju 52/3mg5e der vorherrschende Typ im Dienst. Dies bedeutet, es wurden fast 63 Prozent der 567 Transportflugzeug im Inventar der Luftwaffe am 21. Juni 1941 an der Ostfront eingesetzt. Die einzige andere große Konzentration von Transportflugzeugen war zu diesem Zeitpunkt im Reich, wo das X. Fliegerkorps aus dem Mittelmeer-Raum zurückkehrte. Dieses hatte das Äquivalent von 5 KGr zbV (mit 164 Flugzeuge) und wurde nach den Verlusten während der Operation Merkur, der deutschen Luftlandung auf Kreta, mehr …

  • Deutsche Soldaten entfernen die Grenzschranken zu Polen

    Der Weg in den 2. Weltkrieg und das Kriegstagebuch für das Jahr 1939. Monatliche Kriegstagebücher für September, Oktober, November und Dezember 1939.   Friede in unserer Zeit In einer später berüchtigten Radiosendung vom 28. September 1938 klagte der britische Premierminister Chamberlain darüber: ‘Wie schrecklich und unglaublich erscheint es, dass wir Schützengräben ausheben und Gasmasken tragen sollen, wegen eines Streits in fernen Ländern, zwischen Menschen, über welche wir überhaupt nichts wissen’. Obwohl dieser sogenannte ‘Streit’ offenbar zwei Tage später durch das Münchner Abkommen beigelegt wurde, war das Ergebnis nicht der ‘Frieden in unserer Zeit’ – wie von Chamberlain verkündet – sondern lediglich eine Atempause über 5 1/2 Monate. Bestärkt durch Verachtung und Hohn für die Leichtgläubigkeit des ‘netten, alten Mannes’, welchem er ja nur seine Unterschrift in München gegeben hatte, steigerte Hitler die Propaganda und den Druck auf die Tschechoslowakei und drohte dreist Prag in Ruinen zu bombardieren, wenn der schüchterne Präsident Hacha nicht auf seine Forderungen eingeht. Am 15. März 1939 unterzeichnete Hacha eine Erklärung in Berlin, in welcher es lautete, dass um die ‘abschließende Befriedung zu erreichen, er zuversichtlich das Schicksal des tschechischen Volkes und Landes in die Hände der Führer des Deutschen Reiches legt.’ Kriegstagebuch 1939 Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1939: Ende der Appeasement-Politik Der deutsche Einmarsch in die Tschechoslowakei am 15. März 1939 zwangen die britische und französische Regierung die ‘Appeasement’-Politik aufzugeben. Innerhalb von zwei Tagen gab Chamberlain eine öffentliche Verurteilung ab. Darauf folgte am Ende des gleichen Monats eine anglofranzösische Garantie zur Hilfe für Polen, welches offenbar das nächste Opfer Hitlers werden sollte: ‘Im Falle einer Handlung, die eindeutig die polnische Unabhängigkeit bedroht, und welche die polnische Regierung entsprechend zwingt, mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand zu leisten … werden wir der polnischen Regierung alle in unserer Macht nur mögliche Unterstützung gewähren.’ Am 26. April wurde als Reaktion auf Mussolinis Besetzung des kleinen Königreichs Albanien in Großbritannien die Wehrpflicht wieder eingeführt, ein einmaliger Vorgang in Friedenszeiten, ebenso wie es die Garantie für Polen in der britischen Außenpolitik gewesen war. Darauf hin einigten sich Deutschland und Italien darauf, ihre Achse in ein formelles Militärbündnis umzuwandeln. Großbritannien und Frankreich schlossen Pakte mit der Türkei, Griechenland und Rumänien. Hitler war inzwischen damit beschäftigt, die Wiedergewinnung des polnischen Korridors, Danzig und letztlich die Zerschlagung des polnischen Staates vorzubereiten. Der Wehrmacht wurde öffentlich befohlen, bis zum 25. August 1939 für alle Eventualitäten bereit zu sein. Eine große Frage blieb jedoch noch bestehen: Welche Rollen würden das sowjetische Russland und die USA in den heraufziehenden Konflikt spielen ? Es gab wenig Zweifel über das vorläufige Verhalten der USA, denn gebunden durch drei selbst auferlegte Neutralitätsakte musste ein noch isolationistisches Amerika von seinem Präsidenten umworben werden, mehr Interesse in Europa zu zeigen, als an dem zwei Jahre alten chinesisch-japanischen Konflikt. Es gab deshalb mehr Diskussionen darüber, welche Politik die Sowjetunion verfolgen würde. Die sogenannte ‘Friedensfront’, welche Großbritannien und Frankreich aufbauen wollten und an welcher bis jetzt Polen, die Türkei, Griechenland und Rumänien teilnahmen, konnte niemals eine wirksame Abschreckung für Hitler ohne Russland sein. Britische und russische Diplomaten trafen sich zwar in ständigen und herzlichen Konferenzen, welche aber fruchtlos blieben. Die sowjetische Presse beendet die Denunziation von Chamberlain wegen seines angeblichen Verrats an der Tschechoslowakei und der Londoner Times wurde ungewöhnlich still darüber, über die Mängel der sowjetischen Politik zu berichten. Anfang Juni ging schließlich William Strang, ein hoher Beamter im Auswärtigen Amt und ein Experte in russischen Angelegenheiten, als Sonderbotschafter nach Moskau, um Gespräche über einen anglo-russischen Militärpakt einzuleiten. Stalins Doppelspiel Aber für diejenigen, welche offene Augen hatten, war zu erkennen, dass Stalin ein doppeltes Spiel betrieb. Während einer großen Rede am 28. April 1939 kündigte Hitler zwar den deutsch-polnischen Pakt von 1934 und das deutsch-englische Flottenabkommen von 1939 auf, ließ jedoch die übliche Hetze gegen den ‘jüdischen Bolschewismus’ und die ‘monströsen Untermenschen’ aus dem Kreml weg. Am 3. Mai wurde der diplomatische und britisch-freundliche Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Litwinow, plötzlich gegen den grimmigen und provinziellen Molotow ersetzt. Einige Tage später traf auch ein neuer russischer Botschafter in Berlin ein und erhielt einen außergewöhnlich herzlichen Empfang. Als Anfang August schließlich britische und französische Stabsoffiziere nach Moskau geschickt wurden, um Gespräche mit dem russischen Marschall Woroschilow zu beginnen, fanden sie sich bald in einem Kreislauf von mysteriösen Verzögerungen und Hindernissen wieder. Woroschilow verlangte Zustimmung zur russischen militärische Kontrolle über die baltischen Staaten und es gab endlose Diskussionen über geeignete militärische Gegenmaßnahmen gegen die ‘indirekte Aggression’. Die baltischen Staaten waren abgeneigt, ihre Neutralität zu gefährden und bevorzugten getrennte Nichtangriffspakte mit Deutschland auszuhandeln. Die Polen hielt immer noch an ihrer traditionellen Russen-Phobie fest. Dann, am 19. August 1939 kündigte Stalin gegenüber dem Politbüro seine feste Absicht an, einen Pakt mit Deutschland zu schließen. Am 21. August wurde dann der bevorstehende Abschluss eines deutsch-sowjetischen Pakts in Berlin gegenüber einer erstaunten Welt bekannt gegeben. Im Laufe des Tages versuchten die britischen und französischen Offiziere in Moskau, Woroschilow zu kontaktieren. Aber als der Leiter der französischen Militärmission schließlich mit dem russischen Marschall sprechen konnte, wurde er mit einem peinlichen Vortrag abgehandelt: ‘Die Frage der militärischen Zusammenarbeit mit Frankreich steht seit mehreren Jahren im Raum, wurde aber niemals vereinbart. Im vergangenen Jahr, als die Tschechoslowakei geopfert wurde, warteten wir vergeblich auf ein Signal aus Frankreich, aber es wurde keines gegeben. Unsere Truppen waren bereit … Die französische und englische Regierung haben nun die politische Diskussion zu lange verschleppt.’ Am nächsten Tag traf Hitlers arroganter Außenminister von Ribbentrop in Moskau für die feierliche Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts ein. Der ‘unnatürliche’ Hitler-Stalin-Pakt Obwohl es auf den ersten Blick nach Churchills Worten ein ‘so sehr unnatürlicher Pakt’ war, hatte er eine gewisse machiavellistische Logik. Stalin konnte sich aus dem drohenden Krieg in Europa heraus halten und den Kampf Deutschland und den westlichen Demokratien überlassen. Dies war insbesondere wichtig, als der sowjetische Führer vor kurzem erst Tausende von hohen Offizieren der Roten Armee hat liquidieren lassen. Stalin glaubte, dass die westlichen Demokratien ihn immer wieder in einen Krieg mit Deutschland verwickeln wollten, und das diese hofften, aus einem deutsch-russischen Vernichtungskrieg unversehrt mehr …

  • Französische Soldaten 1940

    Stärke, Organisation und Uniformen des französischen Heeres und der l’Armee de l’Air bei Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939. Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges stand ein erheblicher politischer Druck hinter der Auffassung, dass eine Strategie basierend auf eine starke Verteidigungslinie am besten den Anforderungen eines modernen Krieges und den Bedürfnissen der französischen Nation gerecht werden konnte. Das Ergebnis war der Bau der Festungskomplexe der Maginot-Linie, welcher einen Großteil des Verteidigungshaushaltes aufbrauchte. Das konservative französische Militär hatte zwar eine kleine aber lautstarke Schule des modernen Denkens, welche die Abhängigkeit von statischen Befestigungen verurteilte, sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Französische Streitkräfte Frankreich ging aus dem 1. Weltkrieg mit beträchtlichen militärischen Prestige hervor, jedoch waren die französischen Streitkräfte und tatsächlich auch die ganze Nation erschöpft. Das französische Heer war eine Armee der Wehrpflichtigen und von sehr unterschiedlicher Qualität. Die Reserve-Divisionen wurden häufig zu einer Belastung und Beobachter, darunter der englische General Brooke, waren von ihrem Ungehorsam und schlampigen Auftreten erschüttert. Die französische Armee wurde am 1. September 1939 mobilisiert, wobei etwa 5 Millionen Reservisten in das stehende Heer von 900.000 Mann übernommen wurden. Grundsätzliche Verbände der französischen Armee Bestand an Panzerkampfwagen im September 1939 Uniformen Zwanzig Jahre nach seiner Einführung wich das alte ‘Horizont-Blau’ der französischen Uniformen des Ersten Weltkrieges dem Khaki, als dieses 1935 zur Standardfarbe der Uniformen der französischen Armee bestimmt wurde. Zuvor hatten nur die Kolonialsoldaten und afrikanischen Truppen khaki getragen. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wurden eine Reihe von Änderungen an den bestehenden Uniformen vorgenommen und völlig neue Kleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände eingeführt, die aber bis zum Sommer 1940 noch nicht alle Truppenteile erreicht hatten. Offiziere trugen entweder weiterhin den alten geschlossenen Waffenrock oder das neue offene Muster, das links unten beim Generalleutnant (rechts) abgebildet ist. Im Feld trugen die Generäle ein einfaches khakifarbenes Käppi mit metallischen Rangsternen auf der Vorderseite. Der Mantel war einreihig, mit fünf oder sechs Knöpfen vorne und einem niedrigen Fallkragen mit ausgeprägter Spitze, und der Umschlagmantel war einreihig, mit fünf Manschetten. Als Ausgehuniform konnten Offiziere lange khakifarbene Hosen mit braunen Paspeln und Streifen tragen. Die grundlegende Felduniform für andere Dienstgrade ist in der Abbildung links dargestellt. Andere Formen der Kopfbedeckung waren die khakifarbene Seitenmütze und das khakifarbene Barett für Festungstruppen. Eine der wichtigsten Variationen der Felduniform wurde vom berittenen Personal bei der Kavallerie, bespannten Artillerie und Versorgungskolonnen mit Pferdefuhrwerken getragen. Sie erhielten einen einreihigen Mantel und Reithosen, während ihr Schuhwerk aus Stiefeletten, Sporen und Leggings bestand. Schützen (Chasseurs a pied) und Gebirgsschützen (Chasseurs alpins) trugen eine unverwechselbare dunkelblaue Uniform, obwohl sie den khakifarbenen Mantel der Infanterie für den Wintereinsatz beibehielten. Die Kopfbedeckung war ein dunkelblaues Barett. Der Winter von 1939/1940 war besonders streng, und der französische Soldat fand seine Uniform unzureichend für die Temperaturen, die manchmal minus 20 Grad Celsius erreichten. Die Winterkleidung musste von der Einheit oder dem Einzelnen improvisiert werden und bestand im Wesentlichen aus zusätzlicher Unterwäsche und Pullovern. Die gebräuchlichsten Formen der äußerlichen Winterkleidung waren ärmellose Schaffellmäntel und Stulpen, Gummistiefel und Wintertarnanzüge. Angehörige von motorisierten und gepanzerten Verbänden erhielten die Standarduniform, trugen aber im Dienst mit ihren Fahrzeugen einen speziellen Helm oder ein schwarzes Barett und entweder den veralteten doppelreihigen, schwarzen Ledermantel oder das neue einreihige braune Modell. Über khakifarbenen Hosen und Gamaschen trugen sie khakifarbene Exerzierhosen, die um den Knöchel herum geschlossen wurden. Bei warmem Wetter trugen Panzerbesatzungen in der Regel ihre zweiteiligen Arbeitsoveralls. Motorradtruppen trugen ebenfalls den Helm der motorisierten Truppe und einen Ledermantel oder die neue zweireihige Baumwoll-Entenjacke des Modells 1938 oder einen wasserdichten Regenmantel aus Segeltuch. Die Kolonialsoldaten und afrikanischen Truppen, die während des Feldzuges 1940 in Frankreich eingesetzt wurden, trugen die Standarduniform der französischen Armee mit bestimmten Unterscheidungsmerkmalen. Die Fremdenlegion zum Beispiel hatte das Recht, das weiße Käppi zu tragen (obwohl es nur selten im Einsatz verwendet wurde), während die Zouaven, Tirailleure und Spahis den Chechias oder Turbane in verschiedenen Farben trugen. Darüber hinaus trugen die Fremdenlegion und die Zouaven eine blaue Schärpe, die Tirailleure eine rote Schärpe und die Spahis einen weiß-roten Burnus. Abzeichen Der Rang der Offiziere wurde durch die Abzeichen an den Ärmeln des Waffenrocks und des Übermantels sowie an der Kopfbedeckung und der Futtermütze angezeigt. Auf dem Mantel und anderer Überbekleidung wurden die Rangabzeichen durch eine Reihe von Streifen auf Laschen dargestellt, die an einem Mantelknopf befestigt waren. Offiziere im Generalsrang hatten goldene Eichenblätter auf das Käppi gestickt, während andere Offiziere goldene und silberne Spitzen auf dem Käppi trugen, um den Rang zu kennzeichnen. Das Regiments-Abzeichen oder die Regiments-Nummer wurde auf der Vorderseite des Käppis gezeigt. Abzeichen für Offiziere und Unteroffiziere wurden als Chevrons und Streifen am Arm getragen. Die Dienstgrade ab Gefreiter aufwärts waren berechtigt, einen goldenen oder silbernen Kinnriemen am Käppi zu tragen. Die Farbe der Chevrons und Ziffern sowie die Farbe des Kragenspiegels selbst identifizierten die Einheit des Trägers. Infanterie und Panzertruppen hatten zum Beispiel khakifarbene Abzeichen – aber während die Infanterie blaue Chevrons und rote Ziffern verwendete, hatten die Panzertruppen normalerweise graue Chevrons und Ziffern. Die Artillerie wiederum hatte rote Kragenabzeichen mit blauen Chevrons. Französische Rangabzeichen für Offiziere Erste Reihe am Käppi, zweite Reihe Manschetten (v.l.n.r.): Marschall von Frankreich; Armee-General; Korps-General; Generalleutnant (einer Division); Generalmajor (einer Brigade); Oberst; Oberstleutnant (Panzertruppe); Major (Sahara-Kompanien); Hauptmann (Dragoner); Leutnant (Marokkanische Spahis); Zweiter Leutnant (Fremdenlegion). Französische Rangabzeichen für Unteroffiziere und Mannschaften Erste Reihe am Käppi (bis auf letzte drei), zweite Reihe (und erste Reihe letzte drei) Manschetten (v.l.n.r.): Chef-Adjutant; Adjutant; Oberfeldwebel; Unterfeldwebel (reguläre Truppen); Unterfeldwebel; Korporal-Major (Rang über Unteroffizier); Korporal (Unteroffizier); Oberschütze. Letzte drei – erste Reihe: Oberfeldwebel; Unterfeldwebel (der Regulären); Unterfeldwebel. Letzte drei – zweite Reihe: Korporal-Major (Panzertruppe); Korporal (Unteroffizier der Kavallerie); Oberschütze (Marokkanische Schützen). Französische Luftwaffe Stärke der l’Armee de l’Air Die Luftverteidigung Frankreich und seinen überseeischen Provinzen lag in der Hand von fünf Luft-Regionen (Dijon, Paris, Tours, Aix-en-Provence und Nordafrika), von denen jede in zwei Bezirke aufgeteilt war. Die größten fliegenden Verbände waren die Luftwaffen-Divisionen und selbständigen Luftwaffen-Brigaden. Eine Luftwaffen-Division hatte zwei oder drei Brigaden mit je zwei oder drei Staffeln. Die Stärke am Vorabend des 2. Weltkrieges waren 1.114 Jagdflugzeuge, 1.002 Bomber und 800 Aufklärer mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top