M3 Lee in Murmansk


M3 Lee in Murmansk

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Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell Mosquito-Bomber

    De Havilland Mosquito schneller Tag- und Nachtbomber sowie Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. de Havilland DH98 Mosquito Typ: schneller Tagbomber und Nachtbomber, Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger der englischen RAF. Mosquito-Bomber Im Oktober 1938 begann das Entwicklerteam unter Geoffrey de Havilland, zusammen mit R.E. Bischof und C.C. Walker, mit der Arbeit an einem leichten Bomber, welcher vollständig aus Holz konstruiert werden sollte, um den Bedarf an strategisch wichtige Materialien so gering wie möglich zu halten, was im Kriegsfall wichtig werden würde. Das britische Luftfahrtministerium war nicht interessiert und schlug vor, die de Havilland-Werke sollten Flügel für existierende schwere Bomber herstellen. Deshalb wurde der erste Prototyp geheim in Salisbury Hall von einem Team aus nur 12 Mann im Januar 1940 gebaut. Nur widerwillig erlaubte das Luftfahrtministerium dann die Fortführung der Arbeiten, da man sich ein unbewaffnetes Flugzeug nur als Aufklärer vorstellen konnte. Das Team, welches an dem Prototyp arbeitete, stieg daher im Sommer 1940 auf 30 Mann an. Nach einem Auftrag im Jahr 1940 über 50 Stück gemäß der Spezifikation B.I/40, flog dann der erste Prototyp der de Havilland Mosquito am 25. November 1940. Das Flugzeug wurde von zwei 1.460-PS-Merlin-21-Motoren angetrieben. Dabei zeigte es von Beginn an eine überragende Leistung und war sogar noch schneller als die aktuellen Jagdflugzeuge der RAF. Einsätze Von den ersten Serienflugzeugen wurden 10 zum leichten Bomber De Havilland Mosquito B IV mit einem verglasten Bug und einem internen Bombenschacht umgebaut. Der erste dieser Bomber mit der Seriennummer W4072 flog am 8. September 1941. Das hauptsächliche Serienmodell war die Mosquito B IV Serie II, welche Merlin 21, 23 oder 25-Motoren in verlängerten Gondeln hatte. Die 105. Squadron, zu dieser Zeit bei Marham als Teil der 2. Bomber-Gruppe stationiert, erhielt die ersten dieser Mosquito B IV Serie II im Frühjahr 1942. Der erste Einsatz wurde gegen Köln am 31. Mai 1942 geflogen, dem Morgen nach dem ersten ‘1000-Bomber-Angriff’. Die Besatzungen lernten schnell, die Geschwindigkeit der Mosquito als hauptsächliche Verteidigung gegen feindliche Jagdflugzeuge zu benutzen, da dieser Typ vollständig unbewaffnet war. Angriffe im Tiefflug mit einem Sturzflug auf das Ziel wurden bald zur Standard-Taktik bei den Tageseinsätzen und eine der ersten wichtigen Angriffe der 105. Squadron auf das Gestapo-Hauptquartier von Oslo in Norwegen erfolgten auf diese Weise. Die Mosquito wurde wohl neben der deutschen Junkers Ju 88 zu dem vielseitigsten Flugzeug des 2. Weltkrieges. Dazu gehörte es zu den erfolgreichsten und war so ziemlich an jeder Front präsent. Am bekanntesten wurde das hölzerne Flugzeug aber bei seinen Einsätzen in Nordwest-Europa mit dem Bomber-, Jäger- und Küsten-Kommando der RAF. Auch wenn die ‘Mossie’, wie sie von ihren Besatzungen genannt wurde, einen großen Beitrag bei den Pfadfinder-Verbänden des Bomberkommandos leistete, waren es doch die Einsätze als leichter Bomber, welche die dramatischsten Resultate erbrachten. Der Bedarf an Mosquitos zur Aufklärung und als Nachtjäger war zu dieser Zeit derartig groß, dass die Bildung weiterer Bombereinheiten nur langsam voranging. Erst im Herbst 1942 begann die 139. Squadron auf Mosquito B IV Bomber umzurüsten. Zusammen mit der 105. Squadron waren deren Mosquito-Bomber am Morgen des 30. Januar 1943 über Berlin und sorgten für kräftige Verwirrung, als mehrere Reden von Nazi-Führern zum zehnten Jahrestag der Machtergreifung Hitlers abgehalten wurden. Es folgten weitere Einsätze gegen Schlüsselziele, bis die 2. Gruppe ab 1. Juni 1943 Teil der 2. Taktischen Luftwaffe wurde, wo sie zusammen mit der 109. Squadron bei Pfadfinder-Einsätzen verwendet wurden. Sie setzten dabei ihre Störangriffe fort und lenkten die Aufmerksamkeit vom Bomberstrom mit den schweren, viermotorigen Bomber ab und wurden nach und nach auf die B Mk IX und XVI umgerüstet. Aufklärungs- und Bomberversionen der Mosquito durchstreiften nahezu unbedrängt die besetzten Gebiete in Westeuropa und Deutschland in den Jahren 1943 und 1944. Deshalb bildete die deutsche Luftwaffe 1943 zwei spezielle Jagdgruppen, Nr. 25 und 50, welche mit aufgemotzten Messerschmitt Bf 109G-6 Jagdflugzeugen ausgerüstet waren, aber auch diese hatten keinen Erfolg gegen die schnellen Mosquito-Bomber. Als Anfang 1944 die ‘Light Night Striking Force’ (leichte Nachtangriffs-Einheit) im Rahmen der 8.(PFF)-Gruppe gebildet wurde, bestand diese aus der 139., 627. und 692. Squadron. Allerdings wurde die 627. Squadron bald abgezogen, um bei der 5. Gruppe als Zielmarkierungs-Bomber eingesetzt zu werden. Später traten dann die 128., 571. und 608. Squadron der LNSF (Light Night Striking Force) bei und nahmen an den regelmäßigen Störangriffen über Deutschland teil, führten die schweren Bomber mit ihren Oboe-Geräten zu den Zielen und griffen diese mit einer selten erreichten Präzision an. Die bekannte ‘Dambuster’-Squadron 617 verwendete ebenfalls Mosquito-Bomber der Typen Mk IV, IX, XVI, XX und 25, um Ziele im Tiefflug zu markieren. ‘Mossies’ wurden ebenso von den Bomber- und Jägern-Staffeln der 100.(BS)-Gruppe zur elektronischen Kriegführung und Störangriffe verwendet. Vom englischen Bomberkommando wurden modifizierte Mosquito B IV Bomber verwendet, welche in einem größeren, gewölbten Bombenschacht eine 1.814-kg-Bombe tragen konnten. Diese dienten in der ‘Light Night Striking Force’ und waren mit Oboe Mk I bis III Zielfindungsgeräten ausgerüstet. Alleine zwischen Januar und Mai 1945 warfen diese Mosquito-Bomber 1.459 ‘Blockbuster’-Bomben nur auf Berlin, sowie weitere 1.500 auf andere Ziele. Spätere Versionen der ‘Mossie’ wurden schon von der Fabrik standardmäßig mit dem großen, gewölbten Bombenschacht und zusätzlichen 455-Liter-Abwurftanks abgeliefert. In Kanada wurde der Mosquito-Bomber als B.Mk VII mit 1.418-PS-Packard-Merlin-31-Motoren gebaut. Dazu wurden 45 Mosquito B Mk IX-Bomber mit zusätzlicher Bombenzuladung und Merlin-72-Motoren gebaut. De Havillands Hersteller in Kanada baute auch die Mosquito B XX and B 25 bevor der Krieg endete. Die effektivste Bomber-Version war die Mosquito B Mk XVI mit Druckkabine, umfangreicher Navigationsausrüstung und dem großen, gewölbten Bombenschacht. Dieses Flugzeug konnte damit beladen eine Flughöhe von 11.280 Metern bei einer Geschwindigkeit von 660 km/h erreichen. Die Statistik des Bomberkommandos am Ende des Krieges gibt 39.795 Einsätze an, bei denen 254 Mosquito-Bomber verloren gingen. Dies ist damit die geringste Verlustquote von allen Bombern, welche vom britischen Bomberkommando verwendet wurden. Die Gesamtproduktion belief sich auf 7.781 Flugzeuge aller Mosquito-Modelle, welche in Großbritannien, Kanada und Australien gebaut wurden. Bomber-, Trainer- und Aufklärer-Versionen PR I : unbewaffneter Fotoaufklärer mit von 16 m beim Prototyp auf 16,51 m vergrößerter Spannweite, doch noch kurzen Motorgondeln. T mehr …

  • Beretta 1938A

    Italienische Maschinenpistolen Beretta Modell 1918, 1938A, 1942 und 12. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Beretta Modell 1938A, 1942. Typ: Maschinenpistole. Geschichte Beretta-Maschinenpistolen Die Beretta-Maschinenpistolen hatten ihren Ursprung aus einem halbautomatischen Karabiner aus dem Jahr 1935. Die Waffe des Konstrukteurs Tullio Marengoni wurde aber überarbeitet und ging mit selektiver Feuerauswahl 1938 bei der Firma Beretta in Brescia in die Produktion. Es war eine Waffe in Form eines Karabiners mit nicht verriegeltem Verschluss. Als eine höchst erfolgreiche Waffe unterlag diese zahlreichen, geringfügigen Veränderungen während ihrer Bauzeit und blieb bis 1950 in der Produktion, bevor sie durch modernere Entwürfe abgelöst wurde. Das erste Model hatte einen vollständigen Holzschaft, ähnlich dem alten Modell 1918, aber das Magazin befand sich unter der Waffe. Sie hatte ein speziell entworfenes, klappbares Bajonett und einen Kühlmantel mit großen, zunächst ovalen, Löchern um den Lauf herum. Die Beretta-Maschinenpistole hatte auch einen vollständigen neuen Feuermechanismus mit zwei Abzügen. Der vordere Auslöser war für das Abgeben von Einzelschüssen und der hintere Auslöser für das vollautomatische Feuern. Das vordere Ende des Laufmantels war in einen rudimentären Kompensator geformt, mit zwei großen Löchern obendrauf. Obwohl es ein sehr brauchbarer Entwurf war, wurde diese Waffe nur in geringen Stückzahlen im Jahr 1938 gebaut und schnell durch eine zweite Version ersetzt, welche keine unverwechselbare Modellnummer hatte. Diese Version erhielt einen Feuerauswahlhebel durch einen Sperrriegel in der Form eines Querbolzen hinter dem letzten Abzug. Wurde dieser hineingedrückt, verhinderte dieser, dass der hintere Abzug betätigt werden konnte und die Waffe arbeitete nur im Einzelfeuer. Die Laufummantelung hatte kleinere, kreisförmige Löcher, aber der Kompensator und das Bajonett des ersten Modells wurden beibehalten. Eine dritte Version wurde Ende 1938 entworfen und ging 1939 neben der zweiten Version in die Serienproduktion. Der Unterschied lag in dem Weglassen des Bajonetts und eine Änderung im Entwurf des Kompensators auf vier nach oben ausgerichtete Löcher. Beide Versionen wurden in Massenproduktion in großen Stückzahlen für die italienischen, deutschen und rumänischen Streitkräfte bis 1944 ausgeliefert. Danach setzte die Produktion für einige Zeit aus, um nach Kriegsende fortgesetzt zu werden. Der ursprüngliche Entwurf erforderte komplett maschinell erstellte Komponenten, ein teurer und langsamer Fertigungsprozess. So wurden 1940 leichte Veränderungen durchgeführt, um eine schnellere Produktion zu ermöglichen. Die Laufummantelung war nun aus gestanzten Blech, gerollt und geschweißt, während der Entwurf des Bolzens durch die Übernahme eines Erbes der Villar Perosa Modell 1918, des festen Schlagbolzens anstatt eines getrennten Bauteils, vereinfacht wurde. Die Beretta-Maschinenpistolen wurden selbst später noch unter Bedingungen der Massenproduktion aufwendig – vergleichbar mit Handarbeit – in hervorragender Qualität gebaut. Dazu war die Waffe so ausbalanciert, dass sie in besonderer Weise im Gefecht eingesetzt werden konnte. Sie war zwar ziemlich schwer, dafür aber zumeist zuverlässig und auch präzise. Mit einem 10-Schuss-Magazin konnte sie genauso wie ein Einzelfeuer-Karabiner eingesetzt werden und war dabei sehr genau auf Entfernungen bis zu 300 Metern. Während die Waffe ursprünglich für die 9-mm-Glisenti-Munition vorgesehen war, konnte aber genauso gut auch die deutsche 9-mm-Parabellum-Patrone verschossen werden. Um aber die bestmögliche Leistung zu erzielen, wurde ursprünglich eine besondere Patrone, genannt 9mm M38, für die Waffe ausgegeben. Diese war durch eine grüne Umrandung an der Spitze markiert und wurde in 10-Schuss-Paletten geliefert, welche mit einem speziellen Werkzeug in das Magazin geladen wurde. Es gab Magazine in verschiedenen Größen für 10, 20, 30 oder 40 Patronen. Die Beretta-Maschinenpistole Modell 1938A wurde weit verbreitet während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. Die italienischen Streitkräfte verwendeten sie vor allem in Nordafrika und Russland und sie wurde auch von der Wehrmacht als Maschinenpistole (Beretta) 38(i) übernommen. Neben den 1943 erbeuteten Exemplaren wurden weitere 230.000 Stück direkt von der Fabrik an die Deutschen ausgeliefert. Ebenfalls wurde die Waffe von der rumänischen und kroatischen Armee verwendet. Auch bei den alliierten Truppen waren erbeutete Beretta-Maschinenpistolen willkommen, obwohl zumeist bei ihnen immer ein Mangel an ausreichenden Magazinen und Patronen bestand. Die italienische Armee und Polizei verwendeten die Beretta-Maschinenpistolen noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Varianten Beretta Modell 38/42: Um die Herstellung des Modells 1938A noch weiter zu vereinfachen, wurde sie von ihrem Konstrukteur Marengoni zum Modell 38/42 weiterentwickelt. Während es grundsätzlich die gleiche Waffe wie das Modell 1938A war, waren Bauteile und Magazingehäuse aus Metallstanzteilen, auf den Kühlmantel wurde verzichtet und der Kompensator zu einem zwei-löchrigen Typ zurückgesetzt. Das Klappvisier wurde durch ein einfaches, umklappbares Visier ersetzt. Die erste Version erhielt einen Lauf mit Kühlrippen und zwei Einschnitte oben an der Mündung, welche als Hubkompensator dienten. Diese Einrichtung stellte sich als überflüssig heraus und wurde schnell weggelassen und der Lauf wurde glatt. Der Lauf und Holzschaft wurde ebenfalls gekürzt und endete hinter dem Magazingehäuse. Beretta Modell 38/43: Der Begriff wird manchmal für das Modell 38/42 mit glattem Lauf verwendet. Beretta Modell 38/44: Weitgehend das gleiche wie das Modell 38/43, aber mit einer leichten Veränderung im Entwurf des Bolzens und der Rückholfeder. Im Ergebnis war die Rückschlägerkappe glatt, während die Modelle 38/42 und 38/43 ein abgehobenes Zentrum auf der Kappe hatten, der als Anker für die Rückholfeder diente. Benutzer: Italien, Deutschland, Rumänien, Kroatien. Spezifikationen Beretta-Maschinenpistole Modell 1938A Spezifikationen: Einsatzstatistik: Weitere Beretta-Maschinenpistolen Beretta Modell 1918 Die Beretta 1918 ist, ähnlich wie die OVP-MPi, kaum mehr als der Mechanismus der Villar Perosa aus dem 1. Weltkrieg, der in einer praktischeren Form präsentiert wurde. Die Firma Beretta erhielt zeitgleich mit OVP den Auftrag, die schwerfällige Villar Perosa (kurz ‘VP’) zu einer geeigneteren Waffe umzubauen. Das Modell 1918 wurde von Tullio Marengoni entworfen und war seine erste Entwicklung auf dem Gebiet der Maschinenpistolen. Danach entwarf er noch viele Waffen und blieb selbst dann noch beratender Ingenieur bei der Firma Beretta, als er sich 1956 vom Posten des leitenden Entwicklers zurückzogen hatte. Die Veränderungen bestanden darin, einen neuen Auslösemechanismus, der auf demjenigen des damaligen italienischen Standardgewehrs basierte, einen langen Holzschaft mit einem Auswurfschlitz darunter und ein klappbares Bajonett, ähnlich dem italienischen Standard-Karabiner, einzubauen. Das Ergebnis war eine äußerst praktische und handliche Waffe. Der Mechanismus blieb unverändert, wobei das Drehbolzensystem verwendet wurde und das geschlitzte, gebogene Magazin passt in die Oberseite des Mechanismus. Um die Waffe in großer Serie herzustellen, da sie derjenigen von OVP vorgezogen wurde, wurde die Masse der vorhandenen mehr …

  • Altmark im Jössingfjord

    Unternehmen Weserübung, die Invasion von Norwegen und Dänemark im April 1940 durch deutsche See-, Land- und Luftstreitkräfte. Elf Schiffsgruppen bildete die Kriegsmarine für die Invasion von Dänemark und Norwegen. Sie sollten unter anderem Narvik, Trondheim, Bergen, Kristiansand, Oslo, Nyborg und Kopenhagen anlaufen. Zur Sicherung der Operationen waren 2 Schlachtkreuzer, 3 Schwere und 4 Leichte Kreuzer, 14 Zerstörer, 31 U-Boote und viele kleinere Schiffe eingesetzt. Sie mussten überfallartig auftauchen, da sie einer offenen Seeschlacht mit der britischen Marine keinesfalls gewachsen waren. Ursprung des Unternehmen Weserübung Im engen Zusammenhang mit der geplanten deutschen Offensive im Westen, welche ursprünglich nur eine begrenzte Operation zur Eroberung der Niederlande, Belgiens und Nordost-Frankreichs sein sollte, stand das Unternehmen Weserübung zur Erlangung der Kontrolle über Norwegen und dessen Verbindungsstück Dänemark. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch bei den Alliierten eine Diskussion über eine Operation in Skandinavien und die zentrale Figur des deutschen Plans war Großadmiral Raeder, welcher für seine Rolle dabei später im Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess belangt wurde. Bereits im Oktober 1939 gab es in Kreisen der deutschen Marine eine Diskussion über die Notwendigkeit, Marinestützpunkte zum Kampf gegen Großbritannien zu erlangen. Dabei wurden Stützpunkte bei Murmansk, an der norwegischen Küste – vorzugsweise bei Trondheim – und an der französischen Atlantikküste in Erwägung gezogen. Da der Generalstabschef des Heeres, Halder, Bedenken hatte, dass die deutschen Armeen die französische Atlantikküste schnell erreichen können, verstärkte dies das Interesse der Marine an Norwegen. So besprach Admiral Raeder diese Frage mit Hitler bereits im Oktober 1939. Raeder führte aus, um so brutaler Deutschland den Seekrieg führen werde, um so schneller wäre der gesamte Krieg vorüber. Ein daraus resultierender, möglicher Konflikt mit den USA sollte den Seekrieg nicht einschränken, denn wenn der Krieg länger dauert, dann würden diese sowieso daran teilnehmen. Die Sowjets boten zwar einen Stützpunkt bei Murmansk an, aber eine Basis bei Trondheim in Norwegen wäre zu bevorzugen. Das ursprüngliche Konzept von Unternehmen Weserübung richtete sich also gegen Großbritannien, wenn auch die Besetzung von Norwegen zusätzlich die deutschen Eisenerz-Importe aus Schweden sichern würde. Diese liefen nämlich im Winter, wenn der Bottnische Meerbusen zugefroren war, über die Erzbahn nach Narvik, von wo sie per Schiff der norwegischen Küste entlang nach Süden transportiert wurden. Der zunächst vor dem großen Risiko zögernde Hitler richtete Anfang 1940 dann doch sein Augenmerk auf Skandinavien, wo die wichtigen deutschen Erzlieferungen aus Schweden über den norwegischen Erzhafen Narvik abgewickelt wurden. Die drohende Gefahr einer alliierten Landung in Skandinavien zur Unterstützung Finnlands im Kampf gegen die Sowjetunion bei gleichzeitiger Unterbindung der deutschen Erzlieferungen wurde durch den britischen Überfall in norwegischen Gewässern auf das deutsche Versorgungsschiff Altmark am 16. Februar 1940, welches mit britischen Gefangenen des Panzerschiffs Graf Spee nach Deutschland unterwegs war, nur zu offensichtlich. Vorbereitung des Unternehmen Weserübung Bei ihren Vorbereitungen nutzten die Deutschen auch Unterstützung aus norwegischen Regierungskreisen. Diese wurde von einem Mann angeführt und symbolisiert, der dem Konzept der Kollaboration und dem Verkauf seines eigenen Landes an die Gnade eines Eroberers seinen Namen geben sollte. Vidkun Quisling war eine Person mit enormen Eitelkeiten, Machtansprüchen und gleichzeitig großer Dummheit. Dieser Führer der norwegischen Sympathisanten des Nationalsozialismus hatte lange Zeit Kontakt mit dem außenpolitischen Büro der NSDAP unter Alfred Rosenberg und wurde teilweise von ihm finanziert. Er wurde jetzt mit Admiral Raeder in Kontakt gebracht, dem Initiator des Plans zur Besetzung Norwegens. Quisling forderte die Deutschen auf, so schnell wie möglich zu handeln und tat als ehemaliger Kriegsminister Norwegens, was er tun konnte, um militärische Informationen weiterzugeben, die helfen konnten, Norwegen so leicht wie möglich zu erobern. Quislings Rolle als Verräter seines Landes erwies sich für seine deutschen Verbündeten als ein wenig hilfreicher Segen. Er war in Norwegen so unpopulär, dass eine intensivere deutsche Unterstützung von ihm die Entschlossenheit der meisten Norweger gegen den Eindringling Widerstand zu leisten, zweifellos verstärkt hätte. Aber an einer Stelle war seine Hilfe vonnöten. Narvik war ein Schlüsselpunkt in der gesamten deutschen Operation, da es der am weitesten entfernteste und gefährdete Punkt von Deutschland aus war und schwierig für die Kriegsmarine zu erreichen. Der Befehlshaber der dortigen norwegischen Garnison war zufällig ein Quisling-Anhänger, welcher sich umgehend den deutschen Truppen ergeben würde. Diese sollten in erster Linie auf zehn schnelle Zerstörer herangebracht werden, die diese Strecke nicht ohne Absicherung, Versorgung und Betankung zurücklegen konnten. Die dafür notwendige Hilfe wurde wiederum von Deutschlands anderem Unterstützer bei dem wagemutigen Vordringen in arktische Gewässer zur Verfügung gestellt: der Sowjetunion. Ein spezielles Wartungs- und Versorgungsschiff, der Tanker Jan Weilern, war zuvor zur ‘Basis Nord’, dem deutschen Marinestützpunkt in der Bucht von Zapadnaya Litsa bei Murmansk, entsandt worden. Sobald der Beginn der Invasion von Norwegen für den 9. April festgelegt wurde, lief das Schiff von dort nach Narvik aus, wo es die deutschen Zerstörer traf und betankte. Nachdem die Royal Navy die deutschen Kriegsschiffe in Narvik zerstört hatte, wurde auch die Jan Weilern versenkt, aber sie hatte ihre entscheidende Rolle dabei gespielt, die Eroberung Norwegens zu ermöglichen. Als sich das nahende Ende des russisch-finnischen Winterkrieges ankündigte, welches eine Intervention der Alliierten in Skandinavien unwahrscheinlich machen würde, begannen einige deutsche Offiziere Zweifel an der geplanten Unternehmung gegen Norwegen und Dänemark zu äußern. Selbst in der Kriegsmarine scheint es in letzter Minute Vorbehalte gegeben zu haben, vielleicht verstärkt durch das Wissen, dass die inzwischen in den deutschen Offensivplänen im Westen vorgenommenen Veränderungen den Zugang zu den erhofften, besser geeigneten Stützpunkten an der französischen Küste versprachen. Diese Zweifel wurden von dem deutschen Botschafter in Norwegen bekräftigt, die zuversichtlich war, dass Norwegen seine Neutralität wahren und die Alliierten diese nicht verletzen würden. Raeder glaubte aber immer noch an das Unternehmen Weserübung, wie er Hitler am 26. März sagte. Hitler hatte sich bereits entschieden und würde nun nicht mehr zurückweichen. Wie er den Befehlshabern zum bevorstehenden Unternehmen auf einer Abschlusskonferenz am 1. April erklärte, würde das große Wagnis dieser Operation auch zugleich deren Erfolg sichern. Für den Krieg mit England war der entscheidende Schlüssel der künftige Zugang Deutschlands zu den Ozeanen. Frankreich war schwach und die deutsche Luftwaffe den britischen und französischen Luftstreitkräften überlegen. Mussolini in Italien machte sich bereit, bei Gelegenheit sich der mehr …

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