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  • 3D-Modell Messerschmitt Bf 109 F-4

    Messerschmitt Bf 109 F Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. hier zum Vorgänger-Modell Bf 109 E ‘Emil’ Bf 109 F Messerschmitt Bf 109 F Typ: Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Geschichte: Die Messerschmitt Bf 109E von Professor Willy Messerschmitt war zwar die Speerspitze der Luftwaffe bei ihrem triumphalen Siegeszug durch Europa in den Jahren 1939 bis 1940. Dieses Jagdflugzeug trug auch noch die Hauptlast der Luftkämpfe in der Schlacht um England während der schicksalhaften Monate des Sommers 1940, aber bis zum Frühjahr 1941 war es eindeutig der neuen Spitfire V in Nordwest-Europa unterlegen, welche im März dieses Jahres erstmals an die 92. Squadron ausgeliefert wurde. Trotzdem konnte die ‘Emil’ ihre großartige Erfolgsserie in Nordafrika fortsetzen, bis dort viel später die ersten Spitfire-Jäger erschienen. Auch in Russland mit Beginn des Unternehmen Barbarossa war das Flugzeug weiterhin überlegen. Trotzdem war schon weit früher absehbar gewesen, dass die ‘Emil’ nicht für immer der beste Jäger am Himmel sein würde und so machte schon lange vor dem Höhepunkt der Luftschlacht um England der Prototyp der nächsten Hauptversion der Bf 109 den Erstflug. Am 10. Juli 1940 flog eine ‘Emil’ mit der Werksnummer 5604 erstmals mit einem neuen 1.200-PS-Daimler-Benz DB 601E-1-Motor bei Augsburg-Haunstetten. Zwar hatte dieser Prototyp VK+AB immer noch die quadratisch geschnittenen Flügelspitzen, aber schon erhebliche aerodynamische Verbesserungen an der Flugzeugnase und die streben-verspannte Schwanzflosse war gegen eine freitragende Ausführung ersetzt worden. In dieser Form zeichnete sich schon die wohl bei den Piloten beliebteste und auch beste Version des Messerschmitt-Jägers ab, die Bf 109F. Zwei weitere Prototypen, die Bf109V17 und V18, wurden gebaut und diese Flugzeuge wurden mit einem neuen Flügel mit abgerundeten Spitzen ausgestattet, neuen Querrudern und schlichten, ungeschliffene Klappen. Dazu wurden kleinere Ruder und ein einziehbares Heckrad eingebaut. Diesen Flugzeugen folgte die Produktion einer kleinen Vorserie von Bf 109F-0, welche als vorübergehende Lösung mit dem DB 601N-Motoren mit flachen Kolben und 100-Octan-Treibstoff ausgerüstet waren. Der gesamte Rumpf war aerodynamisch sauberer konstruiert, herausragend dabei die abgerundeten Ruder, unbefestigte Leitwerke und ein einziehbares Heckrad. Die Flügel, welche geringfügig verlängert wurden, waren an den Spitzen abgerundet und die Leistung war in allen Flughöhen besser als bei den vorhergehenden Versionen. Diese F-0 und die ersten Serienmaschinen Bf 109F-1 hatten weiterhin eine Bewaffnung aus der durch den Propellerkreis feuernden 20-mm-MG-FF-Kanone und zwei in der Nase synchronisierten Maschinengewehren 7,92-mm-MG 17. Die ersten Flugzeuge wurden im Januar 1941 an die Luftwaffen-Versuchsanstalten in Rechlin und anderswo ausgeliefert, wo es sofort einige schwere und unerklärliche Unfälle gab. Schließlich wurde richtig vermutet, dass es bei bestimmten Motorleistungen zu übertragenen Schwingungen kommt, welche in dem neu gestalteten Heckabschnitt zu Frakturbrüchen führten, wobei es bis zum Verlust der Schwanzflosse kommen konnte. Deshalb wurden alle Bf 109F zurück zur Fabrik für Abhilfemaßnahmen geschickt. Als dann endlich im März 1941 die ersten Bf 109F-1 die Jagdgeschwader an der Front erreichten – etwa zur selben Zeit, als die Spitfire V bei der 92. Squadron eingeführt wurde -, wurde schon der nächste Untertyp F-2 von den Fabriken ausgeliefert. Dieses Modell hatte eine durch den Propellerkreis schießende 15-mm-MG151-Kanone, welche 950 Schuss in der Minute abgeben konnte. Dazu kamen noch die üblichen zwei 7,92-mm-MG 17 in der Nase. Dieses Modell wurde auch als Tropen-Version für Nordafrika gebaut und wurde später auch über Süd-Russland verwendet. Angetrieben mit dem 1.200 PS starken Daimler-Benz DB 601N oder 1.350 PS DB 601E-Motor, stellte die Bf 109 F einen erheblichen Fortschritt gegenüber den vorhergehenden Versionen in Bezug auf Leistung und klare Formgebung dar und die Luftwaffe hatte endlich ein Jagdflugzeug, welches die Spitfire V ausmanövrieren konnte. Die BF 109F war ein schneller und extrem beweglicher Jäger mit einer sehr leichten und schnell reagierenden Steuerung für seinen Piloten. Die Bf 109F-2/Z war die Hochleistungs-Version mit einem GM-1 Stickoxid-Einspritzer, welcher kurze, zusätzliche Leistungsschübe oberhalb der üblichen Leistungsgrenze des Motors ermöglichte. Die Bf 109F-1 und F-2 waren das ganze Jahr 1941 über im Einsatz und wurden Anfang 1942 durch die F-3 ergänzt, welche von einem DB 601E-Motor mit 82-Oktan B2-Treibstoff angetrieben wurde. Genauso wie die F-2 bewaffnet, hatte der Jäger eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 645 km/h in 6.700 Metern Flughöhe, eine gewöhnliche Reichweite von 725 km und eine Dienstgipfelhöhe von 11.280 Metern. Die Anfangssteigleistung von 1.012 Metern pro Minute war geringfügig derjenigen von der Spitfire V überlegen, aber geringer als die der neuen Spitfire Mk IX, welche bei den Jagdstaffeln der RAF in Großbritannien ab Juli 1942 langsam eingeführt wurde. Es gab starke Ansichten, welche gleichermaßen ebenso geteilt waren, über die Vorzüge der in der Propellernarbe und in der Nase bewaffneten, neuen Bf 109F bei den Jagdflieger-Piloten der deutschen Luftwaffe. Derartige geteilte Ansichten gab es allerdings schon seit der Einführung der ‘Emil’. Zwar wurden die Meinung solcher Asse wie Werner Mölders respektiert und nicht leichtfertig abgetan, aber im Allgemeinen tragen die jedoch relativ langsameren und unterbrochenen Feuerstösse von im Motorraum eingebauten Maschinenkanonen und Maschinengewehren, welche zudem noch unter Problemen mit der Kühlung dort leiden, nicht zu einer überragenden Flugzeugbewaffnung bei. Diese Ansicht wurde zum Beispiel von Adolf Galland vertreten. Allerdings sind alle im Zentrum eines Flugzeuges angebrachten Waffen extrem akkurat, da die Geschosse direkt nach vorne fliegen und somit kein Konvergent-Punkt wie bei einer Flügelbewaffnung eingestellt werden muss. So wurde noch Anfang 1942 die Bf 109F-4 eingeführt, welche über eine mit einem neuen Lauf versehene, durch die Propellernarbe mit 20-mm-Geschossen feuernde MG 151-Kanone verfügte, allerdings mit der reduzierten Feuergeschwindigkeit von 650 Schuss pro Minute. Eine alternative Unter-Variante war die Bf 109F-4/R-1, welche mit zwei zusätzlichen 20-mm-MG151-Kanonen in die sperrigen Unterflügelstationen bewaffnet werden konnte. Obwohl diese Feuerkraft gegen die alliierten Bomber des Jahres 1942 brauchbar war, bedeutete es jedoch, dass die aerodynamischen Formgebung verloren ging und das Flugzeug seine überlegenen Flugeigenschaften im Luftkampf gegenüber anderen Jägern einbüßte. So war eine derartig stark bewaffnete Bf 109F einer Spitfire im Luftkampf eindeutig unterlegen und der zuvor wirklich herrliche Luftkampf-Jäger wurde in diesem Element nach und nach immer schwächer. Drei weitere Untervarianten der Bf 109F waren die F-4/B als Jagdbomber, welcher eine 500-kg- oder vier 100-kg-Bomben tragen konnte. Die F-5 wurde ebenfalls 1942 als Langstrecken-Aufklärungsjagdflugzeug eingeführt mehr …

  • Frühe Serienmodelle B-29 Superfortress

    Schwere strategischer US-Langstreckenbomber und Atombomber B-29 Superfortress von Boeing. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, 3d-Modell, die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und die sowjetischen Nachbauten. B-29 Superfortess, Boeing Modell 345 Typ: schwerer US Langstrecken- und Höhen-Bomber, erster Atombomber auf Hiroshima und Nagasaki. Geschichte der B-29 Superfortress Das Atomzeitalter begann um 9:15 Uhr und 30 Sekunden Ortszeit am 6. August 1945 am Himmel über Hiroshima, Japan. In diesem Augenblick warf eine Boeing B-29 Superfortress, die ‘Enola Gay’, welche von Oberst Paul W. Tibbets gesteuert wurde und mit einer Geschwindigkeit von 528 km/h in einer Höhe von mehr als 9.630 m flog, eine zylindrische Bombe mit einer Länge von fast 3,27 m und einem Durchmesser von 2,5 m ab, die etwas mehr als 62 kg Uran 235 enthielt. Dies war die erste auf ein Ziel abgeworfene Atombombe. ‘Little Boy’, wie die Bombe getauft wurde, explodierte in einer Höhe von 244 Metern und verwüstete die Stadt Hiroshima. Etwa 70.000 Menschen wurden sofort getötet und ebenso viele verletzt. Drei Tage später warf eine andere B-29, die ‘Boxcar’, die zweite Atombombe auf Nagasaki ab. Der Zweite Weltkrieg war damit so gut wie vorbei. Der Name der Superfortress wird immer mit diesen beiden Einsätzen verbunden sein. Aber das große, moderne viermotorige Flugzeug hinterließ auch andere Spuren in der Luftfahrtgeschichte und ging als der beste strategische Bomber des Zweiten Weltkrieges in die Geschichte ein. Insgesamt wurden 3.970 Boeing B-29 gebaut, von denen 2.000 oder 3.000 (unterschiedliche Quellenangaben) zwischen 1943 und 1945 ausgeliefert wurden. B-29 waren auch im Koreakrieg im Einsatz und der Typ wurde erst in den späten 1950er Jahren ausgemustert. Und merkwürdigerweise war es die B-29, die das Gleichgewicht der strategischen Luftmacht zwischen der UdSSR und Amerika während des Kalten Krieges wiederherstellte. Drei Superfortress-Bomber mussten 1944 auf sowjetischem Gebiet Notlanden, und nach dem Krieg entwickelten die Russen aus diesen drei Flugzeugen eine ganze Serie von Langstreckenbombern. Die ersten russischen Modelle, als Tu-4 bezeichnet, waren identisch mit der B-29. Die Entwicklung und Massenproduktion des Boeing Modells 345, später B-29 Superfortress genannt, war eine der größten Unternehmungen in der Geschichte der Luftfahrt. Diese Geschichte begann 1937, als die XB-15 (Boeing Modell 294) erschien. Vier Jahre zuvor hatte das USAAC nach einem strategischen Bomber angefragt, der 907 kg Bomben über eine Entfernung von 8.000 km tragen konnte. Dieses Flugzeug kam nie über das Prototypenstadium hinaus, aber die Ingenieure von Boeing leiteten daraus mehrere experimentelle Projekte ab. Diese wurden Anfang 1940 entwickelt, als das Army Air Corps erneut Spezifikationen für einen Langstreckenbomber herausgab. Dieses neue Flugzeug, das Modell 345, wurde neben Consolidated-, Douglas- und Lockheed-Entwürfen eingereicht, und der Vorschlag von Boeing wurde angenommen. Am 24. August 1940 wurden zwei Prototypen bestellt, gefolgt von einem dritten und einem statischen Testflugzeug im Dezember. Als der Krieg an Intensität zunahm, wurde diesem Programm höchste Priorität eingeräumt. Im Januar 1942 bestellten die Militärbehörden 14 YB-29 Vorserienflugzeuge, unmittelbar danach folgten Aufträge für 500 Serienmaschinen. Im September 1942 wurden 1.000 weitere bestellt. Der erste Prototyp hob am 21. September 1942 ab, mit Eddie Allen am Steuer. Der zweite Prototyp flog erstmals am 28. Dezember, aber am 18. Februar 1943 stürzte dieses Flugzeug bei der Landung ab, nachdem in einem Motor Feuer ausgebrochen war. Alle elf Flugtest-Mitarbeiter von Boeing an Bord wurden getötet. Die B-29 war ein großer Mittelflügel-Eindecker mit einem Rumpf mit rundem Querschnitt. Sie war bis auf den Bombenschacht vollständig unter Druck und wurde von vier 2.200 PS starken Wright-Cyclone-Sternmotoren mit Turbolader angetrieben. Die Abwehrbewaffnung bestand aus zehn schweren Maschinengewehren und einer 20-mm-Kanone, die in vier ferngesteuerten Türmen und einem manuellen Geschützturm sowie in einer manuellen Feuerposition im Heck montiert waren. Spätere Modelle der B-29 hatten noch einen vorderen Rückenturm mit vier 12,7-mm-Maschinengewehren. Im Februar 1942, während die Vorserienmodelle gebaut wurden und die Boeing-Ingenieure Tag und Nacht an den enormen technischen Problemen arbeiteten, bereitete die Firma einen gewaltigen Produktionsplan vor, bei dem die Bomber auch von Bell, North American und Fisher (General Motors) und Martin in Lizenz gebaut werden sollten. Martin kam später hinzu und bis zur Kapitulation Japans waren mehr als 3.000 Superfortress ausgeliefert worden. Das war eine fantastische Leistung, denn jeder einzelne repräsentierte das Fünf- oder Sechsfache des technischen Aufwands aller vorausgegangenen Bomber. In Triebwerksleistung, Gesamtgewicht, Flügelbelastung, Kabinendrucksystem, Bewaffnung, Bordsystemen und sogar in der Grundstruktur setzte die B-29 einen völlig neuen Standard. Währenddessen wurde das 58th Very Heavy Bombardment Wing die erste Einheit, die den neuen strategischen Bomber einsetzte. Ende 1943 wurde beschlossen, die Superfortresses nicht in Europa einzusetzen, sondern sie im Pazifik zu konzentrieren, wo das 20. Bomber Command bereit war, japanische Ziele von Basen in Indien und China aus anzugreifen. Die ersten Flugzeuge erreichten diese Basen im Frühjahr 1944, und der erste strategische Einsatz wurde am 5. Juni gegen Bangkok geflogen. Zehn Tage später führte eine B-29-Formation den ersten strategischen Bombeneinsatz gegen japanisches Gebiet durch. In diesem Sommer des Jahres 1944 wurden fünf weitere Basen auf den gerade eroberten Marianen vorbereitet: zwei in Guam, zwei in Tinian und eine in Saipan. Von diesen Basen aus starteten die Superfortress zu ihren verheerendsten Einsätzen. Der erste Angriff auf Tokio fand am 24. November 1944 statt. Bis 1945 schickten 20 Gruppen von den Marianen jeweils 500 B-29 aus, um Japans Städte platt zu machen und niederzubrennen. Bis zum 6. August 1945 spezialisierten sich die B-29 auf Brandbombenangriffe, zuerst bei Tag und dann bei Nacht und in niedriger Höhe. Es gab nur wenig, was japanische Jäger gegen sie ausrichten konnten, und unter den Städten, die von den B-29 bombardiert wurden, waren Tokio, Nagoya, Osaka und Kobe. Bei der B-29C wurden alle Kanonen bis auf die im Heck entfernt, was die Geschwindigkeit und die Flughöhe erhöhte. Nach dem Krieg gab es 19 Varianten der B-29, nicht eingerechnet die Washington B.I, die für Einsätze bei der britischen Royal Air Force in den Jahren 1950 bis 1958 ausgeliefert wurde. Benutzer: USAAF. Animation 3D-Modell B-29 Superfortress Die Atombomben-Abwürfe Am Mittwoch, dem 25. Juli 1945, entschied sich US-Präsident Truman dafür, die Atombombe gegen Japan einzusetzen, falls das Land das kurze Zeit später verkündete ‘Potsdamer Ultimatum’ ablehnen sollte. Gleichzeitig mehr …

  • Langstrecken-Jäger Ju 88C

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten am 20. September 1942. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942 im Einsatz. Diese Kriegsgliederung der deutschen Luftwaffe vom 20. September 1942 gibt die Einsatzstärken und Flugzeugausstattung der Einheiten der deutschen Luftwaffe wieder, als diese relativ am stärksten war. Nach drei Jahren Krieg hatte der von deutschen Truppen kontrollierte Machtbereich schon fast seine größte Ausdehnung erreicht. Ein großer Teil der Luftwaffe unterstützte das Feldheer in Russland, dessen am weitesten vorwärts befindliche Verbände sich gerade durch den äußeren Verteidigungsring von Stalingrad kämpften. Auf dem Kriegsschauplatz im Mittelmeer befand sich die Frontlinie in der Nähe von El Alamein in Ägypten und die Belagerung von Malta hatte ihre kritischste Phase erreicht. Im Westen hatten die Luftflotte 3 und in Deutschland selbst der Luftwaffenbefehlshaber Mitte starke Kräfte an Tag- und Nachtjägern zur Verfügung, um die strategischen Bombenangriffe der englischen Royal Air Force und der US Army Air Force zu bekämpfen. An jeder dieser Fronten wurde die Luftwaffe von nun an durch die gegenüberliegenden englischen, amerikanischen und russischen Luftstreitkräfte zurückgedrängt. In jedem weiteren Monat, der nun noch während des 2. Weltkrieges folgte, würde die deutsche Luftwaffe relativ etwas schwächer werden, während gleichzeitig die gegnerischen Luftstreitkräfte schrittweise jeden Monat relativ stärker werden würden. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 20. September 1942: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffel-Stärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942 Vom 7. Juni bis 1. Juli 1942 flog die deutsche Luftwaffe 23.751 Einsätze gegen die sowjetische Festung Sewastopol auf der Krim, bei denen 20.529 Tonnen Bomben abgeworfen wurden. Zur Einnahme dieses Bollwerks musste die Luftwaffe rollende Angriffe in einem bisher nicht gekannten Ausmaß durchführen und warf dabei fast soviel Bomben ab, wie auf England während des ganzen Jahres 1941 (21.860 Tonnen) zusammen.   Am 4. Juli 1942 griffen erstmals USAAF-Piloten bei einem Einsatz mit A-20 Boston Bombern gegen deutsche Flugplätze in Holland in die Kämpfe in Europa ein. Durch die zunehmende Anzahl der Angriffe der westlichen Alliierten mussten seit Sommer 1942 nahezu zwei Drittel der deutschen Flugzeuge im Westen stationiert werden. Dies bedeutete, dass immer weniger erfahrene Jagdpiloten und moderne Jagdflugzeuge für die Ostfront zur Verfügung standen. So waren zum Zeitpunkt des Falls Blau, den Vorstoß in den Kaukasus und auf Stalingrad, nur noch 2.350 bis 2.500 Flugzeuge aller Typen an der Ostfront, während die Rote Luftwaffe über dreimal soviel Maschinen verfügte. Im Bereich der Jagdflugzeuge waren die Sowjets sogar vier zu eins überlegen. Allerdings waren die deutschen Flugzeugtypen und ihre Piloten den Russen noch überlegen – und trotzdem erzielte die Rote Luftwaffe im Juli erstmals die uneingeschränkte Luftherrschaft im Raum Woronesch am Don. Am 17. August 1942 griffen die Amerikaner dann endgültig in den Luftkrieg über Westeuropa ein, als 12 B-17 Fliegende Festung der Ausführung E der 97. Bombergruppe der 8. US-Luftflotte, angeführt von Brigade-General Eaker im Bomber ‘Yankee Doodle’, den Bahnhof Sotteville-les-Rouen an der Seine im Tageslicht angriffen. Dagegen kam die deutsche Luftwaffe bei der anschließenden Landung bei Dieppe am 19. August einen großen Sieg erringen. Die Alliierten flogen 2.462 Einsätze, wobei die RAF 106 die USAAF 8 Flugzeuge verloren, während dagegen 45 deutsche Flugzeuge verloren gingen.   Zu diesem Zeitpunkt verlegte die Rote Luftwaffe mehrere Fliegerdivisionen aus dem Raum Moskau an die Südfront, wo der Kampf um Stalingrad begonnen hatte. Erstmals tauchten dabei auch die neuen La-5-Jäger auf und die Russen übernahmen nun auch die Taktiken der deutschen Jäger, wie ‘Freie Jagd’ und der Flug in Ketten zu zwei Paaren. Vom 13. bis 18. September 1942 bekämpfte die deutsche Luftwaffe wieder einmal einen Arktis-Konvoi in der Barentssee. Deutsche Bomber und Torpedoflugzeuge versenkten vom Konvoi PQ-18 insgesamt 10 Schiffe mit 52.908 BRT. Dabei gingen 20 deutsche Flugzeuge verloren. Davon einige durch den erstmaligen Einsatz eines britischen Geleitträgers auf dieser Konvoi-Route, welcher mit 12 umgebauten alten Hawker Hurricane aus der Vorkriegszeit bestückt war. Deutsche U-Boote versenkten zudem zwei weitere Frachtschiffe und einen Tanker mit zusammen 17.742 BRT. Im September 1942 erfolgten durchgehende Überfälle alliierter Jäger und Jagdbomber im Westen, welche die deutsche Luftabwehr schwer unter Druck setzte. Dagegen steigerte die deutsche Nachtjagd ihre Leistungen weiter und so konnte das XII. Fliegerkorps am 28. September seinen Tausendsten Abschuss erzielen. Zur Vorbereitung des Unternehmen Torch mussten die amerikanischen und britischen Bombereinsätze vorübergehend eingeschränkt werden. Nach einem letzten Angriff von 108 US-Bombern auf die französische Stadt Lille am 9. Oktober 1942 änderte sich die Ziele nun auf die deutschen U-Boot-Stützpunkte an der Atlantik-Küste, während die britische Royal Air Force ihren Schwerpunkt in den Mittelmeer-Raum verlagerte. In dieser Zeit der relativen Ruhe im Westen und über dem Reichsgebiet wurde die deutsche Jagdabwehr reorganisiert. Dabei wurden alle Tag- und Nachtjäger-Verbände in mehr …

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