T-34 Panzermuseum Munster


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Im Blickpunkt:
  • Soldaten einer nordafrikanischen Einheit von Juins französischem Korps

    Stärke und Organisation der Frei-französischen Streitkräfte 1941-1945. Divisonen des französischen Expeditonskorps und die Luftwaffe der Frei-Franzosen. Nach dem Fall Frankreichs bevorzugten es verschiedene Einheiten der französischen Truppen im Nahen Osten sich den Alliierten anzuschließen. Ihre Lage war jedoch schwierig, da sie von der Mehrheit der Franzosen als kleine Gruppe von Dissidenten angesehen wurden, und ihr Anführer de Gaulle als Verräter. Frei-französische Armee 1941-44 Im Mai 1941, als abzusehen war, dass ein Unternehmen gegen das französische Mandatsgebiet Syrien geführt werden sollte, wurden die überall verstreuten, kleinen frei-französischen Gruppen bei Quastina in Palästina zur 1. Frei-französischen Leichten Division zusammengelegt. Obwohl die frei-französischen Truppen mit dem traditionellen französischen Elan kämpften, gab es verständliche Schwierigkeiten mit der Moral, als sie gegen ihre ehemaligen Kameraden und Landsleute anzutreten hatten. Insgesamt erlitten die frei-französischen Truppen 1.300 Mann Verluste, was eine schwere Einbuße bei einer solch geringen Truppenstärke war. Nach der Eroberung Syriens wurden die frei-französischen Truppen in Nordafrika ungegliedert und mit anderen Einheiten verstärkt. Anfangs spielten die frei-französischen Streitkräfte nur eine untergeordnete Rolle, bis zur bemerkenswert hartnäckigen Verteidigung der Wüsten-Festung Bir Hakeim durch die 1. frei-französische Leichte Division während der Schlacht von Gazala. Zum Schluss konnte die Division aus der Festung ausbrechen und wieder die alliierten Linien erreichen. Die Situation für die Frei-Franzosen ändert sich erst dramatisch durch den Zusammenbruch der Achsenstreitkräfte in Nordafrika und der Verweigerung des größten Teils der Vichy-Streitkräfte, sich den alliierten Landungstruppen zu widersetzen. Die frei-französischen Befehlshaber konnten die Vichy-Truppen davon überzeugen, sich der Sache der Alliierten anzuschließen, was auch durch die deutsche Besetzung von Südfrankreich erleichtert wurde. Dadurch gab es einen enormen Zulauf für die frei-französischen Streitkräfte die nun – mit amerikanischer Hilfe bei der Bewaffnung und Ausrüstung – in der Lage waren, einen bedeutenden militärischen Beitrag zu leisten. Frei-französische Truppen kämpften in der letzten Phase des Feldzugs in Tunesien, aber es war der Krieg in Italien, wo die neu organisierten Streitkräfte wirksam zum Einsatz kamen. Ende 1943 begannen die Einheiten des Französischen Expeditionskorps in Italien einzutreffen. Erst 2 Divisionen, bevor das Korps mit 2 weiteren Divisionen im Frühjahr 1944 verstärkt wurde. Das Französische Expeditionskorps war heftig in die Schlachten um Cassino verwickelt und es war seine Umgehungsoperation, welche die deutsche Bergstellung von der Flanke aushebelten und so den Sieg der Alliierten möglich machte. Nach der Besetzung Roms ab Ende Mai 1944 wurden die französischen Truppen von der italienischen Front abgezogen, um sich für die Befreiung Frankreichs selbst vorzubereiten. Organisation der Frei-französischen Armee im Mittelmeerraum Die 1. Frei-französische Leichte Division, welche in Syrien gekämpft hatte, war in zwei kleine Brigaden gegliedert. Die erste Brigade bestand aus einem Bataillon der 13. Demi-(Halb-)Brigade der französischen Fremdenlegionen und 2 Senegalesen-Bataillonen. Die zweite Brigade bestand aus einem Bataillon Marine-Infanterie (welches 2 motorisierte Kompanien beinhaltete) und 2 weiteren Senegalesen-Bataillonen. Die Division wurde unterstützt von einer Artillerie-Batterie mit 6 Geschützen, einer Panzer-Kompanie (8 Panzer und Panzerspähwagen) und einem Kontingent Marine-Infanterie. Zusätzlich gab es zwei Staffeln Tscherkessen-Kavallerie und eine Staffel Spahis (motorisiert auf LKWs) unter dem Kommando von Oberst Collet. Eine der ersten, effektivsten Einheiten in Nordafrika war die frei-französische Kampfkolonne oder ‘L-Force’: eine kleine, gemischte Einheit aus Panzerspähwagen, Panzern, motorisierter Infanterie und Panzerabwehr- und Flugabwehr-Kanonen unter dem Kommando des Generals Leclerc. ‘L-Force’ kämpfte sich durch den Wüstenfeldzug bis ins Jahr 1943, bevor sie aus der Front gezogen wurde um neu ausgerüstet und mit anderen französischen Truppenteilen gruppiert zu werden. Sie wurde zur französischen 2. Panzer-Division, welche an den Kämpfen in der Normandie teilnahm. Nach dem Feldzug in Syrien konnte die Frei-Franzosen 2 Brigaden-Gruppen bilden, welche als 1. und 2. französische Leichte Divisionen bezeichnet wurden. Während der Kämpfe in Nordafrika wurden sie von einem Regiment marokkanischer Spahis unterstützt, welche Aufklärungsmissionen für die Frei-Franzosen übernahmen, wo dies notwendig war. Nach der Niederlage des deutschen Afrika-Korps bei El Alamein wurden die Brigaden aus der Front gezogen und im Februar 1943 wurde damit begonnen, diese als 1. Frei-Französische Division zu formieren. Die beiden Brigaden dieser Division operierten allerdings getrennt in Tunesien bis zum Herbst 1943, als sie nach Tripolitanien in Libyen verlegt wurden um neu organisiert und ausgestattet zu werden. Während der kurzen Unterbrechung der Kampfhandlungen nach der Kapitulation der Achsenstreitkräfte in Tunesien im Jahr 1943 wurden die Truppen der Frei-Franzosen und ehemaligen Vichy-Streitkräfte neu organisiert und es entstand das Französische Expeditionskorps. Neben den frei-französischen Truppen bestanden die französischen Streitkräfte aus dem XIX. Korps mit 3 Kolonial-Divisionen und einer Gruppe aus Panzerkampfwagen, 3 Bataillonen des Corps Franc d’ Afrique plus zwei marokkanischen Tabors, welche dem 2. US-Korps unterstellt waren. Ein Tabor war eine Einheit aus marokkanischen irregulärer Kämpfern, welche als Goumiers bezeichnet wurden. Die 4 Divisionen des Französischen Expeditionskorps unter dem Befehl von General Juin bestanden aus: 2 Infanterie-Regimenter, 1 Marine-Infanterie-Regiment, 6 Infanterie-Bataillone, 3 Artillerie-Regimenter, 1 Gebirgsartillerie-Regiment, 3 Spahi Regimenter, 3 algerische Schützen-Regimenter, 5 marokkanische Schützen-Regimenter, 1 tunesisches Schützen-Regiment, 1 Bataillon Chasseurs, 1 Bataillon Marine-Infanterie, 2 Bataillone Fremdenlegion. Neben diesen Divisionstruppen gab es noch eine allgemeine Reserve aus 3 marokkanischen Tabors aus Goumiers, 2 Regimenter Panzerwagen und 2 Regimenter von Artillerie. Die Streitkräfte des Französischen Expeditionskorps erreichten eine Stärke von mehr als 100.00 Mann, welche in Italien Verluste von 7.260 Mann erlitten. Frei-französische Luftwaffe Während die meisten Mitglieder der französischen Luftwaffe die Bedingungen des Waffenstillstandes von 1940 akzeptierten, entfloh eine Anzahl mit ihren Flugzeugen zu britischen Stützpunkten im Mittelmeer. Diese wurden neu organisiert und mit englischen Flugzeugen ausgestattet. Diese frei-französischen Luftwaffen-Einheiten kämpften im Nahen Osten, Eritrea und Nordafrika. Nach der Eingliederung der ehemaligen Vichy-französischen Luftwaffe in Nordafrika waren diese Luftstreitkräfte in ständigem Einsatz gegen die Achsenmächte in Italien und Südeuropa. In Nordafrika und Nahen Osten hat es zuerst eine Weile gedauert, bevor diese frei-französischen Flieger in regulären Einheiten organisiert werden konnten. Bis zum Juli 1941 gab es 2 Bomber-Gruppen, welche über Nordafrika im Einsatz waren, sowie 2 Escadrilles aus Jägern welche in Syrien zur Jagdgruppe ‘Alsac’ (Elsass) zusammengelegt wurden und Hurricane-Jagdflugzeuge flogen. Letztere war dann aktiv über der Wüste während des Feldzuges in Nordafrika. Die ehemaligen Vichy-französischen Luftwaffen-Einheiten, welche nach dem Unternehmen Torch zu den Alliierten überliefen, wurden mit modernen englischen und amerikanischen Flugzeugen neu ausgerüstet. Einige dieser Bombergruppen wurden mehr …

  • Freiwillige der britischen Home Guard

    Britische Armee und Home Guard in Westeuropa und im Mittelmeer-Raum im Jahr 1940. Organisation, Divisionen, Ausrüstung und Home-Guard-Uniformen. Die kanadische Armee in Großbritannien und die Empire-Verbände im Nahen Osten. In den ersten sechs Monaten des 2. Weltkrieges gab es wenig Kampfhandlungen an der Westfront, mit Ausnahme einer kleinen und halbherzigen französischen Offensive in der Saar-Region. Das britische Expeditionskorps BEF führte Übungen durch, verstärkte seine Stellungen und legte Depots und Vorratslager an. Von November 1939 an befand sich, in Absprache mit den Franzosen, immer eine der englischen Divisionen für einen kurzen Zeitraum an der Saar-Front und unter französischem Kommando, um Einsatzerfahrung zu sammeln. Die britische Armee 1940 Ende April 1940 hatte das BEF eine Stärke von 394.165 Mann in 10 Divisionen. Als dann der Krieg am 10. Mai 1940 ernsthaft begann, war das relativ kleine englische Kontingent nicht in der Lage, den schnellen deutschen Vorstoß aufzuhalten. Innerhalb von zwei Wochen wurde das BEF an die Kanalküste zurückgeworfen und das Unternehmen ‘Dynamo’, die Evakuierung aus Dünkirchen, begann. Vor allem durch den Widerstand der französischen Streitkräfte, welche den deutschen Vormarsch verzögerte, und des umstrittenen Halte-Befehls Hitlers, die deutschen Panzer außerhalb Dünkirchens zurückzuhalten, konnten 224.320 englische (einschließlich 15.350 Verwundete) und 141.842 alliierte Soldaten evakuiert werden. Obwohl Dünkirchen der letzte Akt einer großen englischen Niederlage war, stellte das Entkommen von über 350.000 alliierten Soldaten einen großen Erfolg dar und war ein wichtiger Impuls für die auf ihren Tiefpunkt angekommene britische Kampfmoral. 3.457 Mitglieder des BEF sind während des Westfeldzug gefallen und wenn auch die englische Rolle in den Kämpfen nur untergeordnet war, so waren doch viele deutsche Soldaten von dem disziplinierten Auftreten der britischen Truppen beeindruckt. Home Guard (Heimwehr) Die deutschen Luftlandeeinsätze in Holland und Belgien zur Besetzung wichtiger Positionen hinter der eigentlichen feindlichen Hauptverteidigungslinie richtete die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit, dass diese Form des Angriffes auch gegen England selbst eingesetzt werden könnte. Als Vorsichtsmaßnahme rief der Kriegs-Staatssekretär Anthony Eden am 14. Mai 1940 über Rundfunk alle einsatzfähigen Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren dazu auf, sich bei einer Militärorganisation, welche als ‘Local Defence Volunteers’ (abgekürzt LDV und das britische Äquivalent zum späteren deutschen Volkssturm) benannt wurde, zu melden. Bis zum 20. Mai hatten sich fast 250.000 Freiwillige in die Listen eingetragen und bis zum Ende des Monats hatte ihre Zahl 300.000 erreicht. Diese Streitmacht wurde zusammen mit den Territorial-Streitkräften organisiert und kam unter die Einsatzkontrolle des Oberbefehlshabers der britischen Heimatstreitkräfte. Am 31. Juli 1940 wurde dann die Bezeichnung dieser Streitmacht in Home Guard (Heimwehr) geändert. Das unmittelbare Problem mit dem die Home Guard konfrontiert war, war ein akuter Mangel an Waffen, Uniformen und Ausrüstung. Es gab nur Militär-Gewehre für ein Drittel der Home Guard und der Rest musste sich auf Monate mit Schrotflinten, Sport- und Jagdgewehren oder sogar Golfschlägern und selbstgemachten Piken begnügen. Die Mitglieder der Home Guard erhielten keinen Sold und wurden zum Dienst oder zur Übung nur außerhalb der Arbeitszeit eingezogen. Sie waren in Bataillone, Kompanien und Züge organisiert, aber es gab keine festgelegte Anzahl für die Größe dieser Einheiten. Eine Kompanie konnte zwischen 300 und 400 Mann stark sein. Befehlshaber der Einheiten waren nicht Offiziere des regulären Militärs, sondern damit beauftragte öffentliche Amtsträger (z.B. Bürgermeister) und alle Mitglieder unterstanden dem Militärrecht als einfache Soldaten. Die Heimwehr war über das ganze Land zerstreut und jeder Bezirk, Stadt oder jedes Dorf hatte seine eigenen Einheiten. Ihre Aufgaben bestanden in der Bewachung wichtiger Gebäude, Verkehrskreuzungen, Eisenbahnlinien und Fabriken sowie mit der Patrouille an Küstenabschnitten, wo deutsche Landungen stattfinden könnten. Bis Ende Juli 1940 war die Home Guard bis auf 500.000 Mann aller Ränge angewachsen und während der Monate der Gefahr einer deutschen Invasion hatte ihre Präsenz und Begeisterung nicht nur geholfen, die britische Bevölkerung zu beruhigen und zu motivieren, sondern sie befreite auch eine große Anzahl regulärer Soldaten vom Wach- und Garnison-Dienst, welche dadurch bei aktiven Kampfverbänden verwendet werden konnten. Einige der amerikanischen Staatsbürger, welche in London lebten, traten den Local Defence Volunteers bei. Sie bildeten die ‘1st American Squadron’ (1. Amerikanische Staffel), welche als ‘Red Eagles’ (Rote Adler) bekannt wurde. Etwa 128 amerikanische Staatsbürger dienten in dieser Einheit während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Sie setzten dabei nicht nur ihre eigenen Privat-Fahrzeuge ein, sondern einige der Mitglieder besorgten sich auch ihre eigenen Thompson-Maschinenpistolen. Uniformen der Home Guard: Zu Beginn verwendeten die Local Defence Volunteers ihre gewöhnliche, tägliche Kleidung mit einer khakifarbenen Armbinde am oberen rechten Arm, auf welcher die Buchstaben LDV in schwarz zu sehen waren. Ehemalige Soldaten und hier insbesondere die Offiziere verwendeten ihre alten Uniformen. Ebenso wurden die ehemaligen Regiments- und Korps-Abzeichen auf diesen alten Uniformen oder denen der Home Guard gerne geführt. Diese Praxis wurde aber von offizieller Seite nicht gerne gesehen und aktiv bekämpft. Sobald es möglich war, erhielten die Mitglieder der Home Guard besondere Jacken und später Kampfanzüge, sodass sie nach und nach begannen, wie richtige Soldaten auszusehen. Die Ausrüstung bestand zuerst aus dem sogenannten ‘Home-Guard’-Mustern mit einem Taillen-Gürtel und Riemen aus Leder, Web-Beuteln und einem speziellen Muster einer Wasserflasche und Brotbeutel. Die ersten Abzeichen, welche offiziell an die Home Guard ausgegeben wurden, war eine Armbinde mit einem großen Buchstaben, welcher aus farbigen Stoffen herausgeschnitten wurde. Dieses zeigte die Einsatzzone des Mitgliedes an, z.B. ‘S’ für ‘South’ (Süden). Diese wurden aber recht schnelle gegen ein Regional-Abzeichen ausgetauscht, welches die Bataillons-Nummer anzeigte. Stabsmitglieder der Home Guard, welche den Distrikt-Kommandos zugeteilt waren, führten zusätzliche Formations-Abzeichen des Kommandos. Einige Einheiten der Home Guard in Küstenabschnitten übernahmen auch Marine-Uniformen, auf welchen sie die Abzeichen der Home Guard führten. Kanadische Armee Im Juni 1940 wurde die kurz zuvor ausgeschiffte 1. kanadische Division wieder schon aus Frankreich evakuiert. Im Juli wurde die Division zusammen mit der 1. britischen Panzer-Division und der Masse der 2. neuseeländischen Division zum 7. britischen Korps zusammengefasst. Seit Mai 1940 kamen außerdem Einheiten der 2. kanadischen Division in Großbritannien an, aber die Division war nicht vollständig vor dem 25. Dezember 1940 versammelt. Von Ende Oktober an bewachten die schon eingetroffenen Teile der Division die Strände zwischen Worthing und Newhaven in Sussex. Am Weihnachtstag 1940 wurde das 7. britische mehr …

  • Beretta 1938A

    Italienische Maschinenpistolen Beretta Modell 1918, 1938A, 1942 und 12. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Beretta Modell 1938A, 1942. Typ: Maschinenpistole. Geschichte Beretta-Maschinenpistolen Die Beretta-Maschinenpistolen hatten ihren Ursprung aus einem halbautomatischen Karabiner aus dem Jahr 1935. Die Waffe des Konstrukteurs Tullio Marengoni wurde aber überarbeitet und ging mit selektiver Feuerauswahl 1938 bei der Firma Beretta in Brescia in die Produktion. Es war eine Waffe in Form eines Karabiners mit nicht verriegeltem Verschluss. Als eine höchst erfolgreiche Waffe unterlag diese zahlreichen, geringfügigen Veränderungen während ihrer Bauzeit und blieb bis 1950 in der Produktion, bevor sie durch modernere Entwürfe abgelöst wurde. Das erste Model hatte einen vollständigen Holzschaft, ähnlich dem alten Modell 1918, aber das Magazin befand sich unter der Waffe. Sie hatte ein speziell entworfenes, klappbares Bajonett und einen Kühlmantel mit großen, zunächst ovalen, Löchern um den Lauf herum. Die Beretta-Maschinenpistole hatte auch einen vollständigen neuen Feuermechanismus mit zwei Abzügen. Der vordere Auslöser war für das Abgeben von Einzelschüssen und der hintere Auslöser für das vollautomatische Feuern. Das vordere Ende des Laufmantels war in einen rudimentären Kompensator geformt, mit zwei großen Löchern obendrauf. Obwohl es ein sehr brauchbarer Entwurf war, wurde diese Waffe nur in geringen Stückzahlen im Jahr 1938 gebaut und schnell durch eine zweite Version ersetzt, welche keine unverwechselbare Modellnummer hatte. Diese Version erhielt einen Feuerauswahlhebel durch einen Sperrriegel in der Form eines Querbolzen hinter dem letzten Abzug. Wurde dieser hineingedrückt, verhinderte dieser, dass der hintere Abzug betätigt werden konnte und die Waffe arbeitete nur im Einzelfeuer. Die Laufummantelung hatte kleinere, kreisförmige Löcher, aber der Kompensator und das Bajonett des ersten Modells wurden beibehalten. Eine dritte Version wurde Ende 1938 entworfen und ging 1939 neben der zweiten Version in die Serienproduktion. Der Unterschied lag in dem Weglassen des Bajonetts und eine Änderung im Entwurf des Kompensators auf vier nach oben ausgerichtete Löcher. Beide Versionen wurden in Massenproduktion in großen Stückzahlen für die italienischen, deutschen und rumänischen Streitkräfte bis 1944 ausgeliefert. Danach setzte die Produktion für einige Zeit aus, um nach Kriegsende fortgesetzt zu werden. Der ursprüngliche Entwurf erforderte komplett maschinell erstellte Komponenten, ein teurer und langsamer Fertigungsprozess. So wurden 1940 leichte Veränderungen durchgeführt, um eine schnellere Produktion zu ermöglichen. Die Laufummantelung war nun aus gestanzten Blech, gerollt und geschweißt, während der Entwurf des Bolzens durch die Übernahme eines Erbes der Villar Perosa Modell 1918, des festen Schlagbolzens anstatt eines getrennten Bauteils, vereinfacht wurde. Die Beretta-Maschinenpistolen wurden selbst später noch unter Bedingungen der Massenproduktion aufwendig – vergleichbar mit Handarbeit – in hervorragender Qualität gebaut. Dazu war die Waffe so ausbalanciert, dass sie in besonderer Weise im Gefecht eingesetzt werden konnte. Sie war zwar ziemlich schwer, dafür aber zumeist zuverlässig und auch präzise. Mit einem 10-Schuss-Magazin konnte sie genauso wie ein Einzelfeuer-Karabiner eingesetzt werden und war dabei sehr genau auf Entfernungen bis zu 300 Metern. Während die Waffe ursprünglich für die 9-mm-Glisenti-Munition vorgesehen war, konnte aber genauso gut auch die deutsche 9-mm-Parabellum-Patrone verschossen werden. Um aber die bestmögliche Leistung zu erzielen, wurde ursprünglich eine besondere Patrone, genannt 9mm M38, für die Waffe ausgegeben. Diese war durch eine grüne Umrandung an der Spitze markiert und wurde in 10-Schuss-Paletten geliefert, welche mit einem speziellen Werkzeug in das Magazin geladen wurde. Es gab Magazine in verschiedenen Größen für 10, 20, 30 oder 40 Patronen. Die Beretta-Maschinenpistole Modell 1938A wurde weit verbreitet während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. Die italienischen Streitkräfte verwendeten sie vor allem in Nordafrika und Russland und sie wurde auch von der Wehrmacht als Maschinenpistole (Beretta) 38(i) übernommen. Neben den 1943 erbeuteten Exemplaren wurden weitere 230.000 Stück direkt von der Fabrik an die Deutschen ausgeliefert. Ebenfalls wurde die Waffe von der rumänischen und kroatischen Armee verwendet. Auch bei den alliierten Truppen waren erbeutete Beretta-Maschinenpistolen willkommen, obwohl zumeist bei ihnen immer ein Mangel an ausreichenden Magazinen und Patronen bestand. Die italienische Armee und Polizei verwendeten die Beretta-Maschinenpistolen noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Varianten Beretta Modell 38/42: Um die Herstellung des Modells 1938A noch weiter zu vereinfachen, wurde sie von ihrem Konstrukteur Marengoni zum Modell 38/42 weiterentwickelt. Während es grundsätzlich die gleiche Waffe wie das Modell 1938A war, waren Bauteile und Magazingehäuse aus Metallstanzteilen, auf den Kühlmantel wurde verzichtet und der Kompensator zu einem zwei-löchrigen Typ zurückgesetzt. Das Klappvisier wurde durch ein einfaches, umklappbares Visier ersetzt. Die erste Version erhielt einen Lauf mit Kühlrippen und zwei Einschnitte oben an der Mündung, welche als Hubkompensator dienten. Diese Einrichtung stellte sich als überflüssig heraus und wurde schnell weggelassen und der Lauf wurde glatt. Der Lauf und Holzschaft wurde ebenfalls gekürzt und endete hinter dem Magazingehäuse. Beretta Modell 38/43: Der Begriff wird manchmal für das Modell 38/42 mit glattem Lauf verwendet. Beretta Modell 38/44: Weitgehend das gleiche wie das Modell 38/43, aber mit einer leichten Veränderung im Entwurf des Bolzens und der Rückholfeder. Im Ergebnis war die Rückschlägerkappe glatt, während die Modelle 38/42 und 38/43 ein abgehobenes Zentrum auf der Kappe hatten, der als Anker für die Rückholfeder diente. Benutzer: Italien, Deutschland, Rumänien, Kroatien. Spezifikationen Beretta-Maschinenpistole Modell 1938A Spezifikationen: Einsatzstatistik: Weitere Beretta-Maschinenpistolen Beretta Modell 1918 Die Beretta 1918 ist, ähnlich wie die OVP-MPi, kaum mehr als der Mechanismus der Villar Perosa aus dem 1. Weltkrieg, der in einer praktischeren Form präsentiert wurde. Die Firma Beretta erhielt zeitgleich mit OVP den Auftrag, die schwerfällige Villar Perosa (kurz ‘VP’) zu einer geeigneteren Waffe umzubauen. Das Modell 1918 wurde von Tullio Marengoni entworfen und war seine erste Entwicklung auf dem Gebiet der Maschinenpistolen. Danach entwarf er noch viele Waffen und blieb selbst dann noch beratender Ingenieur bei der Firma Beretta, als er sich 1956 vom Posten des leitenden Entwicklers zurückzogen hatte. Die Veränderungen bestanden darin, einen neuen Auslösemechanismus, der auf demjenigen des damaligen italienischen Standardgewehrs basierte, einen langen Holzschaft mit einem Auswurfschlitz darunter und ein klappbares Bajonett, ähnlich dem italienischen Standard-Karabiner, einzubauen. Das Ergebnis war eine äußerst praktische und handliche Waffe. Der Mechanismus blieb unverändert, wobei das Drehbolzensystem verwendet wurde und das geschlitzte, gebogene Magazin passt in die Oberseite des Mechanismus. Um die Waffe in großer Serie herzustellen, da sie derjenigen von OVP vorgezogen wurde, wurde die Masse der vorhandenen mehr …

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