Panzerkampfwagen FT-17/18 730(f)



Panzerkampfwagen FT-17/18 730(f)

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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • BAR M1918A2

    Browning Automatic Rifle, amerikanisches leichtes Maschinengewehr oder Sturmgewehr. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell vom BAR. Browning Automatic Rifle (BAR) Typ: schweres automatisches Gewehr oder leichtes Maschinengewehr. Browning M1918 BAR im 1. Weltkrieg Kurz vor dem Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg führte Browning im Februar 1917 zwei automatische Waffenentwürfe dem Kongress in Washington vor. Eines davon war das schwere Maschinengewehr Browning M1917, während die andere Waffe eigentlich ein Zwitter ist. Dieses Browning Automatic Rifle M1918 oder kurz BAR passte in keine Kategorie. Die Waffe hatte die Größe eines gewöhnlichen Repetiergewehr, aber mit dem zweifachen Gewicht und ermöglichte Dauerfeuer durch einen Gasdruckmechanismus, welcher den verriegelten Verschluss bewegte. In vielen anderen Streitkräften diente die Waffe später als leichtes Maschinengewehr, aber in der US-Armee galt sie anfangs ausschließlich als automatisches Gewehr und wurde oft in ähnlicher Weise wie die späteren Sturmgewehre verwendet. Es war eine immer noch verhältnismäßig leichte und bewegliche Waffe, welche Einzel- oder Dauerfeuer abgeben konnte und von einem Mann eingesetzt wurde. Anfang 1918 wurde das BAR in mehreren Fabriken hergestellt, aber da die Firma Colt zu diesem Zeitpunkt die Browning-Patente hielt, stellte diese erst einmal die technischen Zeichnungen und Modelle für die anderen Hersteller fertig. So dauerte es bis zum September 1918, bis das BAR endlich in den Einsatz kommen konnte. Dann jedoch machte die Waffe einen derartig großartigen Eindruck auf die amerikanischen Soldaten, dass das BAR noch im Korea-Krieg eingesetzt wurde und bis 1957 von der US-Army verwendet wurde. Wieso die amerikanischen Soldaten so sehr vom BAR fasziniert waren, ist eigentlich schwer zu erklären. Die ersten BAR, welche im 1. Weltkrieg verwendet wurden, konnten nur aus den Händen abgefeuert werden, da sie noch nicht einmal das Zweibein eines leichten Maschinengewehrs hatten. Dazu fasste das Kastenmagazin nur 20 Schuss Munition, sodass beim automatischen Feuern die Länge des möglichen Feuerstoßes stark begrenzt war und für die meisten Infanteriegefechte viel zu kurz war. Auch konnte ein heißer Lauf nicht schnell und einfach ausgewechselt werden. Als ein leichtes Maschinengewehr war das BAR eigentlich zu leicht, während es als automatisches Gewehr zu groß und zu schwer war. Aber während des 1. Weltkrieges waren die amerikanischen Soldaten froh, das BAR erhalten zu haben und nicht mehr mit dem schrecklichen Chauchat-Maschinengewehr kämpfen zu müssen. Abgesehen vom Springfield-Gewehr war das BAR so ziemlich die einzige wirkliche amerikanische Waffe, welche sie erhalten hatten und zweifellos wollten sie die Qualität ihrer nationalen Schusswaffen hervorheben. Das BAR war tatsächlich eine eindrucksvoll aussehende Waffe, war exzellent verarbeitet und hatte einen hervorragenden hölzernen Schaft. Dazu konnte die Waffe schwere Schläge und eine harte Behandlung gut überstehen. Zur Pflege und für Reparaturen konnte das BAR schnell und einfach in seine 70 Einzelteile zerlegt werden und auch genauso einfach wieder zusammengebaut werden. Für den Gefechtseinsatz ließ die US-Army einige Kampfübungen für das BAR durchführen. Eine Drill hielt nicht lange an, bei dem angreifende Soldaten bei jedem linken Fußschritt vorwärts einen Schuss abgeben sollten. Tatsächlich entstanden praktische Drills erst nach dem die wenigen Kriegsmonate mit amerikanischer Beteiligung nach dem Waffenstillstand vom November 1918 analysiert worden waren. So wurde nun ein Zweibein und Schulterriemen zum Tragen an das BAR montiert und es wurde 1937 zum BAR M1918A1. Anstatt also als eine Art Sturmwaffe, wie es im Grabenkrieg des 1. Weltkrieges verwendet wurde, unterstützte das BAR fortan eher die Infanterie-Gruppe durch Deckungsfeuer während des Gefechtes. Insgesamt wurden etwa 85.000 Exemplare des Modells 1918 ausgeliefert und die Originalbestände des M1918 wurden im Jahr 1940 nach Großbritannien zur Ausrüstung der Home Guard und für andere zweitrangige Aufgaben geschickt. Browning M1918A2 BAR im 2. Weltkrieg Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das leichte Browning-Maschinengewehr 1940 zum BAR M1918A2 abgeändert und in dieser Ausführung wurden von der US-Army in große Mengen bestellt. Bei diesem Modell wurde das Zweibein überarbeitet und die Stabilität beim Feuern verbessert. Neben dem M1918A1 war das neue M1918A2 die hauptsächlichen leichten Unterstützungswaffen für einen Infanterie-Zug der US-Army und der US-Marines im 2. Weltkrieg. Allerdings wurde die Waffe auch noch von Fall zu Fall als eine Art ‘Sturmgewehr’ in den Händen haltend abgefeuert. Die neue Waffe wurde von der New England Arms Company und der International Business Machines in einer Stückzahl von 208.380 hergestellt. Damit wurde das BAR M1918A2 zum häufigsten leichten Maschinengewehr in den US-Streitkräften und blieb in dieser Form bis Anfang der 1960er Jahre im Einsatz. Trotzdem bestand weiterhin der Mangel des zu kleinen Magazins mit nur 20 Schuss bei der Verwendung als leichtes Maschinengewehr. Es galt für Militär-Theoretiker immer noch als Zwitter, während es bei der Truppe im Feld im allgemeinen beliebt war. Während des 2. Weltkrieges wurde das M1918A2 von auch von vielen alliierten Streitkräften verwendet, darunter vor allem bei der National-chinesischen Armee. In Ländern der Dritten Welt wird es noch heute benutzt und für Polizei-Aufgaben ist eine modernisierte Version unter dem Namen ‘Monitor’ erhältlich. Browning M1918 BAR in Belgien und Polen Der Erfinder des Browning-Maschingewehr, John M. Browning, arbeitete noch Jahre nach dem 1. Weltkrieg für die belgische Fabrique Nationale d’Armes de Guerre in Herstal, wo er 1928 auch verstarb. Seit 1920 wurde sein BAR hier unter Lizenz hergestellt und geringe Mengen auch an die Streitkräfte von Schweden, einigen baltischen Staaten sowie in Mittel- und Südamerika, darunter auch Honduras, geliefert. Davon landeten viele schließlich bei der national-chinesischen Armee. Die belgischen Streitkräfte führten die leicht verbesserte und präzise verarbeitete Original-Waffe im Kaliber 7,65 mm als Modell 1930 ein und verwendete diese 1940. Die FN-Waffenfabrik baute während der deutschen Besetzung das Maschinengewehr für die Wehrmacht weiter. Die polnische Armee führte das BAR modifiziert im Kaliber 7,92 mm als Modell 1926 ein und die belgische Firma lieferte bis 1930 etwa 10.000 Stück. Anschließend begann die Waffenfabrik in Warschau ihr eigenes Modell 1928 zu bauen, welches auf einer belgischen Lizenz beruhte. Dieses leichte Maschinengewehr wurde bis 1939 perfektioniert und etwa 11.000 Stück standen den polnischen Streitkräften bei Ausbruch des 2. Weltkrieges zur Verfügung. Vor dem Krieg wurden von den Polen 1.880 Stück exportiert und in Polen erbeutete Exemplare wurden sowohl von der Roten Armee als auch den Deutschen während des 2. Weltkrieges verwendet. mehr …

  • Legendäres französisches Schnellfeuer-Feldgeschütz Canon de 75 mle 1897 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3D-Modell. Canon de 75 mle 1897 Typ: Feldgeschütz. Geschichte Der Anspruch auf eine der berühmtesten Kanonen aller Zeiten zu sein, kann wirklich der französischen ’75’, der bekannten ‘Soixante-Quinze’ oder ‘Canon de 75 mle 1897’ zugesprochen werden. Im Laufe der Jahre hat diese Waffe für sich einen fast schon legendären Ruf erworben, aber im historischen Vergleich ist es der verdiente Ruhm, eines der ersten echten Schnellfeuergeschütze gewesen zu sein. Dies wurde durch die Einführung eines neuen hydraulischen Rücklaufsystem möglich gemacht, welches zeitgenössischen Mechanismen, welche alleine auf der Verwendung von Federn basierten, über Nacht zum alten Eisen werden ließen. Dieser Mechanismus, kombiniert mit der etwa zeitgleichen Einführung des Nordenfeldt-Verschlussmechanismus, welcher durch das Umlegen eines Hebels geöffnet und geschlossen werden konnte, ermöglichte es der ‘M 1897’, bis zu 28 Granaten per Minute zu verschießen, was zu dieser Zeit eine wirklich revolutionäre Feuergeschwindigkeit war. Die ‘M 1897’ war ein staatlicher Entwurf und wurde zunächst im Atelier de Bourges hergestellt. Aber nach kurzer Zeit wurde das Modell in vielen Fabriken gebaut, darunter vor allem durch Schneider & Cie in Le Creusot. Die Produktion dort war so zahlreich, dass der Entwurf manchmal als ‘Schneider’ bezeichnet wurde. Die ersten Modelle erschienen im Jahre 1897 (daher mle 1897) und wurden für eine beträchtliche Zeit unter Verschluss gehalten, da sie als Geheimwaffen betrachtet wurden. Viel wurde von ihnen erwartet, denn sie wurden als die wichtigste Unterstützungswaffe für die französische Angriffsdoktrin angesehen, in welcher der Offensivgeist jeden Widerstand überwinden sollte. Die hohe Feuerrate der ‘M 1897’ sollte das relativ geringe Geschossgewicht der Explosivgranate von 6,195 kg überwinden helfen. Diese Doktrin war es jedoch, welche der französischen Armee im Jahr 1914 teuer zu stehen kam, aber trotzdem blieb die ‘M 1897’ den ganzen Krieg über das Standard-Feldgeschütz des französischen Heeres. Das Hydraulikrücklaufsystem der ‘M 1897’ erzeugte eine relativ lange Rückstoßwirkung, welche so enorm war, dass zwei Führungsrollen unter der Mündung angebracht wurden, um dem Zerren des Rücklaufsystems bei voller Kraft zu begegnen und eine Tonnenlast aus dem Kolben zu nehmen. Diese zwei Führungsrollen sind ein eindeutiges Erkennungszeichen der ‘M 1897’. Der Verschlussmechanismus verwendete einen einfachen Hebel mit einer Unterbrechungsaktion, die schnell und einfach ausgeführt werden konnte, damit die einteilige Munition in die Kammer eingeführt werden konnte. Ein kastenartiger Pfostenanhänger wurde verwendet, welcher den maximalen Höhenwinkel und damit die Reichweite begrenzte, aber diese später eigentlich unerwünschte Eigenschaft wurde erst nach dem 1. Weltkrieg entfernt. Viele ‘M 1897’ hatten ein Sicherungssystem gegen das Verrücken beim Feuern, welches an der Lafette angebracht war. Von der ‘M 1897’ waren bei Kriegsausbruch 1914 etwa 4.000 bei der französischen Armee vorhanden und weitere 17.000 wurden während des 1. Weltkrieg hergestellt. Das Feldgeschütz wurde auch von vielen anderen Armeen verwendet und die US-Armee übernahm die ‘M 1897’ im Jahr 1917 und begann später mit der Produktion ihrer eigenen Version (ca. 1000 Stück). Es wurden so viele ‘M 1897’ hergestellt, dass sie auch für eine Vielzahl von anderen Zwecken verwendet wurden. So bestand die Bewaffnung der ersten französischen Panzer aus der ‘M 1897’. Sie wurde auch als Flugabwehrkanone eingesetzt, entweder auf einem schrecklich anmutenden Gestell mit Metallrahmen oder als eine Selbstfahrlafetten auf einen Dion-LKW montiert. Einige wurden auch als Küstenverteidigungs-Geschütze verwendet und als eine 37-mm-Grabenkanone 1916 benötigt wurde, war das Ergebnis eine ‘halbierte M 1897’. Die ‘M 1897′ blickte nach 1918 noch eine auf eine lange Nachkriegskarriere und wurde auch später noch in einigen seltsamen Formen produziert, aber es ist der Einsatz als eines der meist verwendeten Geschütze des 1. Weltkrieges, welches in Erinnerung bleibt. Die deutsche Wehrmacht setzte erbeutete Exemplare als 7,S-cm Feldkanone 231 (f) – oder häufiger kurz als 7,5-cm-FK 97 (f) – noch während des 2. Weltkrieg ein. Benutzer: Frankreich, USA, Großbritannien, Belgien, Rumänien, Serbien, Portugal, Spanien, Polen, Finnland, Deutsches Reich (Wehrmacht). Animation 7,5-cm Geschütz M 1897 Spezifikationen 7,5-cm Geschütz M 1897 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Die Legende Die Waffe, welche international als die ’75’ bekannt wurde, hatte ihren Ursprung in einem französischen Armeeprojekt der 1890er Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Hinterladekanonen an der Tagesordnung, aber diese litt unter dem Problem, von welchem alle Artilleriewaffen seit den Tagen des Schwarzpulvers betroffen waren: wenn die Kanone abgefeuert war, führten die Rückstoßkräfte dazu, dass Lauf und Lafette aus ihrer Position sprangen. Vor dem nächsten Schuss musste die Kanonen erst wieder in ihre Stellung gerückt werden. Wenn ein Verfahren zur Absorbierung dieses Rückstoßes gefunden wurde, wäre eine schnellere Feuerrate möglich, da es für die Bedienungsmannschaft nicht notwendig wäre, das Geschütz nach jedem Schuss in seine Feuerstellung zurechtzurücken. Die Lösung schien auf dem Gebiet der Hydraulik zu liegen, für welche eine deutsche Firma einen Weg gefunden hatte durch die Herstellung eines Kolbens mit einem beweglichen Zylinder, welcher sich durch eine dickflüssige Flüssigkeit bewegte. Bei einer sorgfältigen Konstruktion könnte dies die Rückstoßkräfte absorbieren. Dieses Prinzip wurden bei einigen großen, statischen Küstenverteidigungsgeschützen angewendet, aber das Gleiche bei einem viel kleineren und leichten Feldgeschütz zu erreichen, war eine andere Sache. Die meisten europäischen Großmächte ließen ihre Artillerie-Ingenieure an diesem Problem arbeiten, aber die Franzosen fanden die Lösung als Erstes. Die französische Lösung war eine einfache Verlängerung der ursprünglichen deutschen Kolben- und Flüssigkeits-Idee. Sie machten es nur einfach kleiner und mit Öffnungen im Kolben, sodass eine Mischung aus Wasser und Glycerin in niedriger Geschwindigkeit durch die Löcher fließen konnte. Dies konnte die Rückstoßkräfte praktisch vollständig absorbieren und keine Kräfte würden auf die Lafette der Kanone einwirken. So wurde die ‘M 1897’ geboren und die französische Armee stellte sie sofort unter größte Geheimhaltung in Dienst. Niemand außerhalb des unmittelbaren Kreises der Benutzer, der Kanoniere, durfte die Waffe sogar nur sehen – und noch nicht einmal die Kanoniere hatten eine Vorstellung davon, wie das Rückstoß-System überhaupt funktionierte. Zum Leidwesen der Franzosen zog diese schon verzweifelte Geheimhaltung nun große Aufmerksamkeit auf sich und es dauerte nicht lange, bis die Arbeitsweise das Rückstoß-System bekannt wurde. Zu dieser Zeit hatten die anderen europäischen Großmächte schon entschieden, dass, wenn die Franzosen ein neues Schnellfeuergeschütz mit einem effizienten Rückstoß-System hatten, dass sie dann ebenso eines mehr …

  • Unternehmen Barbarossa

    Hätte Unternehmen Barbarossa, Hitlers Angriff auf Sowjet-Russland anders verlaufen können und warum erfolgte die Invasion im Juni 1941 ? Es wird oft argumentiert, dass die fünfwöchige Verzögerung bis zum Start des Unternehmens Barbarossa durch die Entscheidung von Adolf Hitler, zuerst mit dem Balkanfeldzug in Jugoslawien und Griechenland Ordnung zu schaffen und seine Flanke zu sichern, den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg an der Ostfront ausgemacht hat. Warum Unternehmen Barbarossa im Juni 1941 ? Wenn man bedenkt, dass der Balkanfeldzug praktisch schon vor Ende April 1941 abgeschlossen war (Kapitulation der letzten griechischen Armee am 22. April) und die Luftlandung auf Kreta keine entscheidenden Kräfte mehr band, hätte Unternehmen Barbarossa auch, wie ursprünglich vorgesehen, ohne weiteres Mitte Mai 1941 beginnen können. Hinzu kommt, dass die auf dem Balkan eingesetzten Verbände in der Mehrzahl lediglich zur Heeresgruppe Süd herantransportiert werden mussten, welche mit der 11. Armee in Rumänien dazu noch später zum Angriff startete. Da auch in den nachfolgenden Jahren 1942, 1943 und 1944 keine Sommer-Offensiven in Russland vor Mitte/Ende Juni bzw. sogar Juli (1943) erfolgten, da Straßen und Flüsse durch das vorhergehende Wintertauwetter immer noch weitgehend unpassierbar waren, dürfte auch hier dieses Argument einer der Hauptgründe für die Verschiebung des Unternehmens Barbarossa gewesen sein. Anstatt sich also über ein paar verlorene Wochen im Jahr 1941 Gedanken zu machen, scheint die Frage doch wesentlich wichtiger, warum Deutschland überhaupt Russland angegriffen hat ! Bereits im September 1939 wurde die Masse von Hitlers neuer Wehrmacht, darunter alle 14 Panzer und motorisierte Divisionen und die Hälfte der Flugzeuge der Luftwaffe, gegen Polen eingesetzt. Der Feldzug gegen Polen dauerte nur vier Wochen. Acht Tage vor dem Angriff auf Polen hatte Hitler einen Nichtangriffspakt mit Stalin geschlossen, bei welchem Ostpolen durch die Rote Armee besetzt werden sollte. Dieses welterschütternde Bündnis war entgegen aller anti-kommunistischen Äußerungen des deutschen Führers seit den Tagen der Veröffentlichung von Mein Kampf im Jahr 1923, in welchem er geschrieben hatte, dass es Deutschlands Schicksal sei, den großen ‘Lebensraum’ im Osten zu erobern. Es wäre für Hitler sicherlich durchaus möglich gewesen, dieses ‘unnatürliche Bündnis’ einfach zu ignorieren und anschließend direkt weiter nach Osten fortzufahren. Der Hauptgrund für Hitlers vorsichtiges, schrittweises Vorgehen in Osteuropa liegt in den Umstand, dass Frankreich und Großbritannien im September 1939 den Krieg erklärt hatten und das er eine Wiederholung des ‘Zweifrontenkrieges’ wie im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 vermeiden wollte. Doch diese Argumentation ist nach sorgfältiger Überprüfung nicht ganz überzeugend. Denn im Gegensatz zum August 1914 hatten im September 1939 weder die französische noch die britische Regierung viel Lust auf einen ernsthaften Krieg mit Deutschland. Das französische Oberkommando hatte sich vollständig auf das Konzept des statischen Verteidigungskriegs festgelegt, was durch die Existenz der Maginot-Linie veranschaulicht wird. Und die Briten schickten gerade einmal vier Divisionen (welche bis auf 10 im März 1940 anstiegen) an diese ‘Westfront’. Die französische und britische Abneigung gegen einen Angriff auf Deutschland wurde noch sehr verstärkt durch die große Furcht vor den starken mittleren Bombern und Bf 109 Jägern der deutschen Luftwaffe. Bis Juni 1940 hatte Stalin auch Hitler schon dadurch alarmiert, dass er Finnland Angriff, die Baltischen Staaten und das rumänische Bessarabien besetzte, wodurch die Russen bis auf Schlagdistanz auf die wichtigen Erdölfelder von Ploesti herankamen. Hätte Hitler im Westen 1940 nicht einfach dort stehen bleiben können, wo er stand ? Er hätte bereits zu diesem Zeitpunkt die Sowjetunion in einem schnellen Feldzug zerschlagen können. Das europäische Russland unter deutscher Herrschaft hätte alle Bedürfnisse an Öl, Mineralien, Weizen und billigen Arbeitskräften befriedigt und die Seeblockade der britischen Flotte, auf welcher die hauptsächlichen Hoffnungen der westlichen Alliierten lagen, sinnlos gemacht. Zumal die Rote Armee 1939-1940 weit schwächer dastand, als sie es im Juni 1941 tat. Und auch im Juni 1941 standen immerhin auch noch rund 55 deutsche Divisionen im Westen, auf dem Balkan und in Afrika an ebensolchen ‘Sitzkrieg’-Fronten, wie es bis Mai 1940 am Westwall gewesen war. Ursachen zum Scheitern von Unternehmen Barbarossa Betrachtet man den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse, so stellt sich die Frage, ob Hitler den ‘sowjetischen Koloss’ in den fünf Monaten zwischen dem 22. Juni 1941 bis zum Einbruch des russischen Winters hätte zerschlagen können ? Die überraschende Antwort ist in der Rückbetrachtung ein ziemlich wahrscheinliches ‘Ja’ ! Eine wesentliche Voraussetzung wäre ein vernünftiger, logischer Feldzugsplan gewesen. Im Idealfall hätte dieser entlang der nördlichen und südlichen Ränder der unpassierbaren Pripjet-Sümpfe mit zwei kräftigen, gepanzerten Stoßkeilen über Minsk, Smolensk bis in das Herz des sowjetischen politischen und militärischen Systems, Moskau, erfolgen müssen. Dazu eine kampfstarke Sekundärgruppe, welche die russischen Armeen im Süden zwischen Kiew und den deutschen Hauptstoßkräften, welche dann von Moskau kommen, einschließt. Sowie eine Kräftegruppe, welche südlich von Leningrad flankiert. Dies war genau der ursprüngliche Operationsplan von Generalmajor Marcks, leitender Stabsoffizier im OKH (Oberkommando des Heeres), vom 5. August 1940. Aber Marcks hervorragende Anlage wurde durch zwei größere Revisionen zunichtegemacht. General Halder, Chef des Stabes im OKH, entschied, dass die Einnahme von Leningrad die gleiche Priorität hätte, wie die von Moskau. Später machte Hitler sogar Moskau nur noch zu einem sekundären Ziel, welches nach der Einnahme von Leningrad angegangen werden sollte. Zu diesen grundlegenden Mängeln in der deutschen Strategie kam noch die fehlerhafte und unzureichende nachrichtendienstliche Aufklärung und Unterschätzung der Feindverbände (hier, insbesondere die tatsächlichen russischen Panzerzahlen), erschreckende Nachschubschwierigkeiten, gegenüber der neusten russischen Generation unterlegene deutsche Panzer, das Fehlen von Langstreckenbombern zum Angriff auf Ziele weit hinter der Front und die deutsche Selbstüberschätzung. Letztere führte tatsächlich dazu, dass eine große Zahl von verwendungsfähigen und nicht benötigten Divisionen im Westen zurückgehalten wurden und modernste Rüstungserzeugnisse nicht an die Ostfront geliefert wurden, um Bestände für den für 1942 voraussichtlichen Krieg gegen das Britische Empire und wahrscheinlich die USA aufzubauen. Dies sind alles Bausteine, welche das kommende deutsche Debakel in Russland erklären. Aber dazu kam, dass der Krieg an der Ostfront sich nicht nur auf übliche Fragen in den Bereichen Strategie, Taktik und Militärtechnik beschränkte. Krieg der Weltanschauungen Hitler sah im Unternehmen Barbarossa einen ideologischen Kampf gegen die Rasse von slawischen ‘Untermenschen’, welche nur zur Ausbeutung oder Vernichtung geeignet wären und welche von ‘bolschewistischen mehr …

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