gespendete KW-1



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Im Blickpunkt:
  • Pak 40

    7,5-cm Panzerabwehrkanone Pak 40, Feldkanone 40, Pak 41 und Pak 44, 50. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. 7,5-cm Panzerabwehrkanone 40 (Pak 40) Typ: mittlere Panzerabwehrkanone. Geschichte der Pak 40 Die Wehrmacht erkannte bereits früh die unvermeidliche Zunahme von Größe, Stärke und Dicke der Panzerung der nächsten Generation der Kampfpanzer und schloss daher schon im Sommer 1939 mit den Firmen Krupp und Rheinmetall-Borsig Entwicklungsaufträge für eine neue 75-mm-Panzerabwehrkanone ab. Zu diesem Zeitpunkt begann gerade erst die neue 5-cm-Pak 38 mit Truppenversuchen und es schien wahrscheinlich, dass diese Kanone alle Anforderungen für einige Zeit erfüllen würde. Deshalb hatte die Entwicklung der 75-mm-Kanonen keine Dringlichkeit. Erst nach dem Beginn des Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf Russland, zeigte sich durch das Erscheinen schwerer russischer KW-Panzer und insbesondere dem mittleren T-34 mit seiner hervorragend abgewinkelten Panzerung, dass die Pak 38 überfordert war und die Pak 36 sogar zum ‘Panzeranklopfgerät’ degradiert wurde. Deshalb wurden die Aufträge für die 75-mm Pak 40 beschleunigt und die ersten Truppenlieferungen begannen im November 1941. Die ursprünglichen Entwürfe der beiden Auftragnehmer waren vollständig unterschiedlich. Schließlich wurde der Entwurf von Rheinmetall-Borsig zur Pak 40 angenommen, welcher lediglich eine Vergrößerung der schon existierenden Pak 38 vom Kaliber 5 cm auf 7,5 cm war. Und tatsächlich ist es auf Fotos nicht immer ganz einfach, die beiden Kanonen zu unterscheiden, sofern es keine eindeutigen Hinweise zum Vergleich der Größen gibt. Im Aussehen ähnelte die Pak 40 zwar dem Vorgänger, aber neben der Größe gab es im Detail noch viele Unterschiede. Der Grundentwurf der 5-cm Pak 38 wurde zwar beibehalten, aber dieses Mal wurde Rücksicht auf die Rohstofflage genommen und knappe Ressourcen nach Möglichkeit ausgespart. So wurden insbesondere leichte Legierungen, welche vor allem für die Anforderungen der Luftwaffe bestimmt waren, nicht verwendet. Deshalb wurde die Pak 40 vor allem aus verschiedenen Formen von Stahl hergestellt und wurde so proportional noch viel schwerer als die kleinere Pak 38. Allerdings verbesserte sich durch die Verwendung von Stahl anstatt von Aluminium die ballistische Leistung. Um die Herstellung zu vereinfachen, wurde der Schild für die Bedienmannschaft aus flachen Platten zusammengeschweißt und war nicht gebogen. Derartige Veränderungen für eine einfachere und billigere Produktion gab es noch mehr. Das Ergebnis war aber trotzdem eine ausgezeichnete Kanone, welche in der Lage war, nahezu jeden alliierten Panzer an allen Fronten erfolgreich zu bekämpfen. Die Pak 40 wurde zur Standard-Panzerabwehr-Kanone der Wehrmacht und blieb den gesamten Krieg über im Einsatz. Dabei wurde sie praktisch kaum verändert, im Gegensatz zu ihrer Version als Panzerkampfwagengeschütz. Die Produktion der Großserie der Pak 40 begann im Februar 1942 und während dieses Jahres wurden durchschnittlich monatlich 175 Stück ausgeliefert. Im Jahr 1943 waren es durchschnittlich 730 Geschütze und 975 im Jahr 1944. Alleine im Oktober 1944 wurden 1.050 Pak 40 produziert, trotz fortgesetzter alliierter Luftangriffe auf die Produktionsstätten. Im Januar 1945 wurden immer noch etwa 1.000 Geschütze abgeliefert und 335 im Februar. Im Januar konnten davon 81 Prozent an die Front gebracht werden, im Februar nur noch 67 Prozent, was auch mit der immer schwierigeren Transportlage im Reich zusammenhing. Die Verluste der Pak 40 waren aber auch enorm, was auch bei der Überlegenheit der Gegner an Panzerfahrzeugen und sonstigen Waffen nicht anders zu erwarten war. Im September 1944 gingen 669, im Oktober 1.020, im November 494 und Dezember 1944 lediglich 307 Pak 40 verloren. Am 1. Oktober 1944 befanden sich 4.805 Stück an der Front und am 1. Januar 1945 waren 4.817 Pak 40 in der Bestandsliste der Frontverbände.   Von der Pak 40 wurde außerdem eine Version für den Einsatz als Flugabwehrgeschütz entwickelt und auf die Lafette konnten auch kurzläufige 75-mm-Rohre montiert werden, um den Einsatz als kombiniertes Infanteriegeschütz und Pak-Geschütz zu ermöglichen. Nach Kriegsende wurde sie zudem noch bei verschiedenen anderen Streitkräften in Europa als Panzerabwehrkanone verwendet. Der einzige Nachteil der Pak 40 war die Handhabung aufgrund ihrer Masse und der Umstand, daß die dafür notwendigen Zugfahrzeuge auf dem Gefechtsfeld zu auffällig waren, um einen Stellungswechsel bei Tageslicht möglichst ungefährdet durchführen zu können. War die Panzerabwehrkanone aber erst einmal in eine gute Stellung gebracht, so war es die Mühe Wert, denn die Pak 40 konnte einen T-34 schon auf 1.000 Metern zum Stehen bringen. Die Pak 40 konnte eine Vielzahl unterschiedlicher Granaten verschießen, vom gewöhnlichen panzerbrechenden Geschoss bis zur Wolfram-AP40-Granate. Es gab auch Sprenggranaten mit ausreichender Explosionswirkung, um die Kanone als Feldgeschütz verwenden zu können, sowie verschiedene Varianten von Hohlladungsgranate. Eine Vorstellung von der Effektivität der Waffe erhält man, wenn man sich die panzerbrechende Wirkung auf die verschiedenen Schussentfernungen ansieht. Auf 2.000 Metern konnte das Wolfram-AP40-Projektil nicht weniger als 98 mm bei einer 30° angewinkelte Panzerplatte durchschlagen, während diese Zahl sich auf 154 mm bei der hauptsächlichen Kampfentfernung von 500 Metern erhöhte. Kein Wunder, dass viele deutsche Kanoniere diese Panzerabwehrkanone als ihre beste Waffe ansahen – und viele alliierte Panzerbesatzungen die unangenehme Gelegenheit hatten, dies zu bestätigen. 7,5-cm Feldkanone 40 Diese Variante ist genau die gleiche Kanone wie die Pak 40 und lediglich eine Änderung der Bezeichnung, wenn sie als Feldgeschütz des Artillerie-Regimentes einer Infanterie-Division verwendet wurde. Hierbei wurde die Panzerabwehrkanone auf die Lafette einer Feldhaubitze gesetzt, um Artillerie-Batterien eine besser Möglichkeit zu geben, auch zusätzlich Panzer bekämpfen zu können. Die Einführung begann erst Ende 1944 und bis Kriegsende konnten nicht mehr alle Batterien mit der Feldkanone 40 ausgestattet werden. Benutzer: deutsche Wehrmacht, Rumänien, Finnland u.a. Spezifikationen für 7,5-cm Pak 40 Spezifikationen: Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte: Herstellung: 3D-Modell Pak 40 7,5-cm Pak 41 Die Pak 41 war der konkurrierende Entwurf der Firma Krupp, welche aufgrund der Ausschreibung des deutschen Heeres von 1939 für eine neue Panzerabwehrkanone entwickelt wurde. Es war eine völlig unorthodoxe und eine brillante technische Meisterleistung, die aber an einem von den Konstrukteuren unerwarteten Hindernis scheiterte. Sie beruhte auf Erfahrungen des französischen Heeres, welche bis dahin schon Geschütze mit sich verjüngenden Läufen verwendete. Die erste Eigenschaft, welche besondere Beachtung verdient, ist der sich verjüngende Lauf. Dies war eine angepasste Übernahme des Gerlich-Systems, welches schon in den 28-mm- und 42-mm-Kanonen verwendet wurde. Aber anstelle eines sich gleichmäßig über die gesamte Länge verjüngenden Laufs mehr …

  • PPS-43

    Russische Maschinenpistolen PPS-42, PPS-43 und PPD-1934/38. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. PPS-43, PPS-42 Typ: Maschinenpistole. Geschichte der PPS Dies war die dritte Standard-Maschinenpistole, welche von der Roten Armee während des 2. Weltkrieg angenommen wurde. Sie wurde von A.J. Sudarew entworfen und ihre Produktion war für das von der Sowjetunion praktizierte System, immer nur einen Entwurf zur Massenherstellung auszuwählen, ungewöhnlich. Denn schließlich gab es schon die PPSh, aber die Erfordernisse des Kriegsverlaufs erzwangen diesen Sonderfall. Als die Stadt Leningrad von der deutschen Armee während des Jahres 1941/42 belagert wurde, waren Waffen dort Mangelware. So wurde die PPS dort entwickelt und in Fabriken der belagerten Stadt hergestellt, von wo sie direkt an die nahen Frontlinien geliefert wurden. Die Waffe war eine bemerkenswerte Produktion, da sie mit Ausnahme des Laufes und Bolzen komplett aus Stahl gepresst wurde und an einigen Punkten zusammengeschweißt wurde. Die einzigen Teile, welche nicht aus Metall waren, sind der hölzerne Griff und ein kleines Stückchen Leder als Puffer auf dem Schlagbolzen. Die PPS hatte auch keinen Holzschaft, wie sonst bei sowjetischen Maschinenpistolen üblich, sondern eine einklappbare Metallstütze, offensichtlich in Anlehnung an die deutsche MP 40. Die Waffe funktionierte durch einen Masseverschluss. Feinarbeiten existierten praktisch nicht, stattdessen gab es grobe Schweißnähte und Schleifspuren auf der ganzen Waffe. Es muss die billigste Schusswaffe jeglicher Art sein, die jemals hergestellt wurde. Aber trotz allem, sie funktionierte gut und zuverlässig und viele Tausend wurden in ihrer ursprünglichen Form (PPS-42) und in der leicht veränderten Form (PPS-43), welcher aber im wesentlich identisch ist, hergestellt. Der perforierte Laufmantel erstreckt sich über den Lauf und dient als Mündungsbremse und Kompensator, wie auch bei der PPSh. Ein gekrümmtes Kastenmagazin wurde von unten hineingedrückt und das Stahlgehäuse zieht sich über die Oberseite der Waffe. Eine einfache Sicherung ist an der vorderen Kante des Abzugsbügels angebracht und es gibt keine Möglichkeit Einzelschüsse abzugeben. Die Waffe ist so viel billiger und einfacher in der Herstellung als die PPD oder selbst die PPSh-Modelle, dass sich die Frage aufdrängt, warum sie diese nicht ersetzte. Die einfache Konstruktion erforderte nur die Hälfte der Rohstoffe und ein Drittel an Dreharbeiten im Vergleich zur PPS-41. Die gesicherte Antwort darauf wird wohl niemals bekannt werden, aber eine Ahnung von den herrschenden Verhältnissen in der damaligen Sowjetunion erhält man davon, wie die Belagerung von Leningrad anschließend von offizieller Seite abgehandelt wurde. Während der Belagerung wurden die heldenhaften Verteidiger der Stadt zu Nationalhelden – und in den Augen der Moskauer Führung wuchsen sie etwas zu sehr über sich hinaus. Als die Belagerung ausgestanden war, verschwanden viele prominente Persönlichkeiten aus Leningrad aus den Augen der Öffentlichkeit und die ganze Angelegenheit wurde stark heruntergespielt. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass diese Haltung auch dazu führte, daß eine Waffe, welche während der Belagerung von Leningrad geboren wurde, nicht weiter verbreitet werden sollte. Deshalb ging die PPS niemals in volle Massenproduktion. Allerdings war die PPS-Maschinenpistole weniger sperrig als die anderen sowjetischen Modelle und eignete sich daher besser für Besatzungen von Panzern und Fahrzeugen, Fernmeldern und anderen Spezialisten, deren Hauptaufgabe nicht der Infanterie-Kampf war. Die meisten PPS-Modelle wurden nach Kriegsende aus den Beständen der Roten Armee entfernt und meist an die Satelliten-Länder weitergegeben. Auf jeden Fall war die PPS in Korea 1951/52 häufiger anzutreffen als jede andere russische Maschinenpistole. Die Produktion der PPS wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Polen, China und anderen Staaten fortgesetzt. Benutzer: Russland/Sowjetunion. Animation 3D-Modell PPS-43 Spezifikationen PPS-43 Spezifikationen: Einsatzstatistik: PPD-1934/38 Eine weitere sowjetische Maschinenpistole ist das Modell 1934/38 oder Degtjarajew PPD-34/38. Dies ist überhaupt die erste in der Sowjetunion hergestellte und von der Roten Armee verwendete Maschinenpistole. Ursprünglich waren die Italiener die ersten, welche 1915 so etwas wie eine Maschinenpistole einführten. Dies war die Villar-Perosa, welche aber von der Konstruktion her in einer Sackgasse endete und nur als eine Art leichtes Maschinengewehr eingesetzt wurde. Die Waffe wurde daher nicht weiter entwickelt. So war die erste wirkliche Maschinenpistole die deutsche Bergmann MP 18, welche einem Karabiner ähnlich sah und Pistolenmunition vom Kaliber 9mm Parabellum im Dauerfeuer verschoss. Allerdings erschien sie zu spät auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, sodass sich ihr Kampfwert nicht mehr auswirken konnte. Die von der MP 18 verwendete Pistolenmunition war kleiner und eine relativ leistungsschwächere Patrone, dafür war die Kugel ab schwer. Eine Waffe, die in der Hand gehalten vollautomatisch schießen sollte, musste aber leicht sein und so war die Pistolenmunition die offensichtliche Wahl. Die von der MP 18 verfeuerte 9-mm-Parabellum-Patrone wurden in den nachfolgenden Jahren praktisch zur universellen Wahl der meisten Entwürfe. Die Pistolenmunition erlaubte auch die Verwendung einer Arbeitsweise, welche schon lange bei automatischen Pistolen verwendet wurde, das Rückstoßprinzip. Das Rückstoßprinzip ist sehr einfach. Bei der MP 18 wurde das Magazin eingesteckt und die Waffe durch einen seitlich montierten Hebel in einer Rille gespannt. Wenn der Auslöser gezogen wurde, ließ der Verschlussblock los und bewegte sich durch die Energie einer großen Feder vorwärts. Bei der Vorwärtsbewegung nimmt der Verschlussblock eine Patrone aus dem Magazin mit, drückt diese in die Laufkammer und wenn die Patrone und der Verschlussblock in Position war, verfeuerte der Schlagbolzen die Patrone. Die durch die Patrone erzeugten Rückstoßkräfte wurden zunächst von der Energie der Vorwärtsbewegung überwunden, welche von der Masse des Verschlussblocks und der Feder erzeugt wurden. Jedoch blieb der Verschlussblock an seiner Stelle lange genug, um das System zu verriegeln, bis die Rückstoßkräfte in der Lage waren, diesen zurück zu drücken und die Feder in die ursprüngliche Position zu bringen. Falls der Auslöser noch durchgezogen wurde, beginnt dieser Zyklus wieder vor vorne, bis der Schütze den Finger vom Auslöser nimmt. Wenn dieses einfache Funktionsprinzip jemals aufgegeben wurde, war das Ergebnis in der Regel weniger zufriedenstellend, denn der Mechanismus wurde übermäßig komplex und bot mehr Schwachstellen zum Brechen oder Verklemmen. Aber wenn dieser Arbeitsmechanismus einfach und leicht gehalten werden konnte, war das grundlegende Gesamtkonzept der Maschinenpistole simpel. Die MP 18 war leicht genug um von einem einzigen Mann getragen und abgefeuert zu werden. Zu Beginn wurde dies nicht immer realisiert, als Büchsenmacher ihre beträchtlichen Fähigkeiten an vielen der frühen Maschinenpistolen verschwendeten. Während der Zwanziger und mehr …

  • Eiserne Kreuz 1939

    Eisernes Kreuz und Gefallen an der Ostfront. Bilder vom Onkel des Autors in verschiedenen Wehrmachts-Uniformen der Panzer-Divisionen. Er erhielt als Panzerabwehr-Kanonier bei der 8. Panzer-Division im Raum Tarnopol an der Ostfront das Eiserne Kreuz und ist zwei Tage später – am 28. Juli 1944 – gefallen. Zur Vergrößerung bitte auf eines der Fotos klicken. Vorherige Seite: an der Ostfront 1944 Nächste Seite: Wehrpass der Wehrmacht Geschichte des Eisernen Kreuz Napoleonische Kriege Das Eiserne Kreuz wurde vom König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., am 10. März 1813, dem Geburtstag seiner Königin Louise, eingeführt. Preußen begann damals gerade, zusammen mit Russland, sich in den ‘Befreiungskriegen’ gegen die Unterdrückung Napoleons aufzulehnen. Selbstaufopferung, Mut und Tapferkeit im Streben nach Freiheit sollten durch die Verleihung dieses Eisernen Kreuzes anerkannt werden. Es gilt als gesichert, dass die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse an Generalleutnant von Borke am 2. April 1813 für die Schlacht bei Lüneberg erfolgte. Im Jahr 1813 wurden rund 16.000 Eiserne Kreuze Zweiter Klasse vergeben. Die genaue Anzahl ist umstritten, da eine Reihe von Quellen unterschiedliche Schätzungen wiedergeben. Da die Original-Aufzeichnungen aus dieser Zeit verloren gingen, lasst sich die genaue Anzahl nicht mehr ermitteln. Aber bekannt ist, dass eine Handvoll der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse von 1813 auch an Frauen vergeben wurde. Das Eiserne Kreuz Zweite Klasse wurde an die Kämpfer mit einem Band ausgeben, welches hauptsächlich schwarz war und zwei weiße Randstreifen hatten. Um auch Verdienste oder Tapferkeit von Nicht-Kombattanten, wie zum Beispiel Sanitäter oder Chirurgen, zu würdigen, wurde ein spezielles Band mit umgekehrter Farbanordnung ausgegeben, also mit weißem Band und schwarzen Randstreifen. Das erste Eiserne Kreuz Zweiter Klasse für Nicht-Kombattanten ging an General von Esloeg, Militärgouverneur von Berlin. Um die Wertschätzung für die Empfänger des Eisernen Kreuzes weiter zu erhöhen, befahl Friedrich Wilhelm, dass die Prinzen von Königsblut nur die zweite Klasse erhalten sollten. Am 5. Mai 1814 befahl der König zusätzlich zur ursprünglichen Satzung, dass ‘Jeder Soldat, der bei einer heldenhaften Handlung starb, die nach dem einstimmigen Urteil seiner Führer und Kameraden das Eiserne Kreuz verdient hätte, wird nach seinem Tod durch ein Denkmal in der Kirche seines Regiments auf Kosten des Staates geehrt.’ Die Gesamtzahl der Auszeichnungen vom Eisernen Kreuz Erster Klasse während der Napoleonischen Kriege lag bei etwa 635 bis 670, wobei das Erste am 17. April 1813 in der Schlacht von Warfed an General von Helwig vergeben wurde. Deutsch-Französicher Krieg 1870/71 Die beeindruckende Staatskunst von Otto von Bismarck hatte Preußen sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht unglaubliche Fortschritte eingebracht. Abgesehen von einem kurzen und erfolglosen Zwischenspiel revolutionärer Aktivitäten im Jahr 1848, erlebte es eine Zeit des Friedens und des Wohlstands bis 1864. Dann folgte ein Streit mit Dänemark über die Gebiete Schleswig-Holsteins, was zu einer gemeinsamen österreichisch-preußisch-bayerischen Besetzung dieses Gebietes führte. Die Dänen waren schnell besiegt, aber das Dreier-Bündnis war nur von kurzer Dauer und 1866 übernahm Preußen die alleinige Kontrolle über Schleswig-Holstein. Innerhalb weniger Wochen hatte Preußen auch die Kontrolle über Sachsen, Hannover und Hessen übernommen und die Österreicher in der Schlacht von Königgrätz besiegt und sich damit als unangefochtener Herrscher über den größten Teil Deutschlands – mit Ausnahme des katholischen Südens – etabliert. Preußen hatte jedoch mit den meisten dieser Staaten, aber auch mit Russland im Osten, geheime Verträge und konnte sich so sicher fühlen. Die kluge Staatskunst von Bismarck führte dazu, dass Österreich-Ungarn eine sehr günstige Friedensregelung erhielt. Es sollten keine Besatzungstruppen auf österreich-ungarischen Boden stationiert werden, ebenso wenig wie lähmende Reparationen. Bismarck wusste, dass die Franzosen der größte potenzielle Feind der Bestrebungen Preußens, ein Deutsches Reich zu schaffen, waren. Deshalb wollte er freundschaftliche Beziehungen zu den Österreichern im Falle eines zukünftigen europäischen Konflikts unterhalten. Der französische Kaiser Napoleon III. war verständlicherweise wütend über den Gedanken, als später auch noch Spanien drohte unter preußischen Einfluss zu geraten. In Unkenntnis der wahren Stärke des aufkommenden deutschen Nationalismus, der in all den noch vereinzelten deutschen Staaten spürbar wurde, tauschte Napoleon in diplomatischen Schreiben Beleidigungen mit den Preußen aus. Diese wurden von Bismarck geschickt so konstruiert, dass diese Napoleon III. provozierten, woraufhin er im Juli 1870 Preußen den Krieg erklärte. Die Franzosen waren zuversichtlich, dass sich die süddeutschen Staaten an Frankreich binden würden. Umso mehr waren sie entsetzt, als alle Deutschen fest hinter Preußen standen. Die deutschen Streitkräfte fegten im 1870/71 deutsch-französischer Krieg durch Frankreich und innerhalb von vier kurzen Wochen wurde die französische Armee in Metz zusammen mit ihrem Kaiser eingeschlossen und dieser bei Sedan gefangen genommen. Die französische Armee war vernichtet, trotzdem wurde Paris verteidigt und belagert und Franceurs führten einen erbarmungslosen Guerilla-Krieg gegen die Deutschen. Bereits am 19. Juli 1870 gab König Wilhelm I. von Preußen eine Proklamation heraus, welche wieder die Ausgabe des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse beinhaltete. Da erst nach Kriegsende eine Reihe der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse fertiggestellt werden konnten, welche für Kämpfe im Jahr 1870 verliehen worden waren, sind die Schätzungen über die Anzahl der vergebenen Auszeichnungen unklar. Wenn man die verschiedenen Quellen im Mittel nimmt, kommt man auf eine Anzahl von rund 41.770 Auszeichnungen, davon 3.500 an Nicht-Kombattanten. Es sind sogar eine Reihe von Briten unter den Ausgezeichneten von 1870. Darunter General Sir C.P.B Walker, die Chirugen im Generalsrang J.H.K.Innes und W.G.N.Manley (auch Victoria Cross), General Sir Henry Brakenbury und Captain Sir James Lumsden Seaton. General Manley ist ein besonders interessanter Fall. Manley, der für die B-Abteilung der Britischen Ambulanz zuständig war, welche der preußischen 22 Infanterie-Division angegliedert war, erhielt das Eiserne Kreuz für sein ‘hingebungsvolles und ausgezeichnetes Verhalten bei der Suche nach Verwundeten und deren Pflege bei der 22. Division in den Kämpfen von Chateauneuf und Bretoncelle am 18. und 21. November und den Schlachten um Orleans und Cravant vom 10. Dezember 1870’. Die Gesamtzahl der Eisernen Kreuze Erster Klasse von 1870 schwankt zwischen 1.230 bis 1.903, je nach Quelle. Aber bei den meisten Quellen liegt die Zahl um die 1.300. Die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes Erster Klasse von 1870 ging an Generalfeldmarschall von Steinmek, einen Veteranen der Befreiungskriege, der bereits das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse von 1813 trug. Erster Weltkrieg mehr …

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