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Im Blickpunkt:
  • Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1

    Das Standard-Gewehr der englischen Infanterie im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.   Lee-Enfield Gewehre Rifle No.1 Mk III Im späten 19. Jahrhundert übernahm die Britische Armee das Magazin- und Riegelverschluss-System für ihre Gewehre, welches vom amerikanischen Ingenieur James Lee entwickelt wurde. Nach einem langen Prozess mit eigenen, englischen Verbesserungen und Versuchen führte dies zu der Serie von Infanterie-Gewehren, welche als Lee-Enfield bekannt wurden. Der Teil von Enfield im Waffenname kommt von der in der britischen Grafschaft Middlesex gelegenen staatlichen Waffenfabrik Royal Small Arms Factory in Enfield Lock. Diese Waffenserie führte im Jahr 1907 zu einem neuen Entwurf, der Short Magazine Lee-Enfield (SMLE), einem Gewehr dessen Länge zwischen den bisherigen, normalen Infanterie-Gewehren und dem Karabiner der Kavallerie lag. Die SMLE war somit eine weitere Schusswaffe der neuen Generation, welche für alle Waffengattung von der Infanterie bis zur Kavallerie vorgesehen war. Die ersten SMLE-Gewehre hatten einen schweren Stand im Truppengebrauch, aber ständige Verbesserungen und einige Modifikationen lösten die Probleme. So wurde die SMLE im Jahr 1914 als Standardwaffe vom BEF nach Frankreich mitgenommen und wurde zu diesem Zeitpunkt als Rifle No. 1 Mk III bezeichnet. Dieses Gewehr entwickelte sich dabei zu einem weiteren Kandidaten für das ‘beste Infanterie-Gewehr aller Zeiten’. Es war eine vollbestückte Waffe mit einer stummelförmige Anpassung an der Mündung um das lange Messerbajonett zu befestigen. Der Verschluss bestand aus einem Drehriegel-Verschluss und benutzte Ohrverriegelungs-Laschen im Gegensatz zu den vorderen Verriegelungslaschen des Mauser-Systems. Theoretisch bedeutete dies, dass das Lee-System weniger sicher war als das Mauser-System, aber im Einsatz verursachte es keinerlei Probleme, und die reibungslose Funktion des Lee-Enfield-Mechanismus machte das britische Gewehr einfach und extrem schnell beim Abfeuern von Schüssen. Das abnehmbare Kastenmagazin vor der Abzugsgruppe fasste zehn Schuss, was der doppelten Kapazität vieler seiner Zeitgenossen entsprach. Es gab auch eine Ausschaltvorrichtung, welche alle Patronen im Magazin hielt, während der Schütze einzelne Patronen per Hand in die Kammer einführen konnte. Diese Einrichtung war dafür gedacht, das volle Magazin nur zu verwenden, wenn es unbedingt nötig war. Die wichtigsten Visiere waren vom Rampentyp und auf weit über 1.000 Yards (914 m) kalibriert. Dazu befand sich auf der linken Seite des Gewehrschaftes ein eigentümliches Fernvisier, das dazu diente, wirklich weitreichendes Flächenfeuer zur Abdeckung eines Schussfeldes zu ermöglichen. Es wurde nur unter sorgfältiger Kontrolle eingesetzt, wenn Salvenfeuer verwendet werden sollte. Das Lee-Enfield-Gewehr No. I Mk III war zwar ein exzellentes Gewehr für den Truppengebrauch, aber seine Herstellung war teuer und zeitaufwendig, denn schließlich musste alles maschinell oder von Hand gefertigt werden. Als die Kämpfe zum Stellungskrieg in den Schützengräben übergegangen waren, wurde eine immer größere Anzahl von Gewehren benötigt. So wurden einige Abstriche an der Serienausführung des Gewehres bei der Produktion vorgenommen, darunter die Entfernung des Magazinausschnitts und das Fernvisier. Das Ergebnis war die Rifle No. 1 Mk III* und diese Waffe wurde damit praktisch zum Standardgewehr der britischen Armee im Ersten Weltkrieg. Es wurde in Zehntausenden von Exemplaren nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in Indien und Australien (wo es bis 1955 produziert wurde) hergestellt. Es handelte sich um ein robustes und solides Gewehr, das den Beanspruchungen der Kämpfe in den Schützengräben gut widerstehen konnte. Um seinen Nutzen zu erhöhen, wurden alle möglichen Vorrichtungen erfunden, von Periskop-Visieren bis hin zu Granatwerfern. In den Händen eines voll ausgebildeten Soldaten war es in der Lage, hohe Schussraten zu erzielen. Dabei wurde eine Feuerrate von 15 Schuss pro Minute als Norm angenommen und ausgebildete Soldaten konnten weitaus mehr Schüsse abgeben. Bei Mons im Jahr 1914 dachten die beteiligten deutschen Truppen zeitweise, sie hätten es mit Maschinengewehren statt mit Gewehren beim Gegner zu tun. Dies war aber nicht der Fall, denn es war einfach nur das massenhafte Schnellfeuer, das die hervorragend ausgebildeten Soldaten des BEF mit ihrer No. 1 Mk III Lee-Enfield-Gewehren voll ausnutzen wussten. Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1 Typ: Infanterie-Gewehr. Geschichte Das bekannte Lee-Enfield Gewehr begann seinen Dienst bei der englischen Armee im Jahr 1895 und es erschienen rund 27 verschiedene Modelle, bevor er durch eine automatische Waffe 1957 ersetzt wurde. Das bekannteste Modell war wohl Mark 3, genannt “Short” (englisch: kurz) Lee Enfield, weil es eine neue Idee für eine Militär-Waffe war. Vor seiner Einführung (1903) war es üblich, zwei Gewehre in einer Armee zu haben: eine lange Waffe für die Infanterie und einen kurzen Karabiner für die Kavallerie und andere berittene Truppen, wie Pioniere und Artilleristen. Die ‘kurze’ Lee Enfield war kürzer als ein normales “lange” Infanterie-Gewehr, aber länger als ein Karabiner, und somit war es möglich, eine einheitliche Waffe für die gesamte Armee zu haben. Als Mark 3 bezeichnet, gab es aber auch einige Nachteile an dem Gewehr. Der wichtigste war, dass die Herstellung viel Zeit kostete und anspruchsvoll war. Eine andere wichtige Beschwerde ihrer Benutzer war, dass das Gewehr aufgrund seines Abzuges nicht schnell im Kampf gehandhabt werden konnte. Deshalb begannen direkt nach dem Waffenstillstand des 1. Weltkrieges (1918) Versuche, die Vorzüge des Lee-Enfield Gewehres, wie Robustheit, Feuergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit beizubehalten, aber die Nachteile zu beseitigen. Nach zwei nicht übernommenen Entwürfen wurde die Lee-Enfield No.4 Mark 1 das englische Standard-Gewehr des 2. Weltkrieges. Das Gewehr war ähnlich dem älteren, es gab aber viele kleine Veränderungen, welche die Produktion vereinfachten. Es wurde erstmals 1939 verwendet, aber nicht vor dem 13. Februar 1941 offiziell das Standard-Infanteriegewehr. Weit über eine Million Lee-Enfield No.4 Mark 1 wurden während des Zweiten Weltkrieges hergestellt, und zwar in England, Kanada und den USA. Das Lee-Enfield Gewehr war zwar etwas ungenau bei Schussentfernungen von 1000 m, was aber in der Praxis auf dem Schlachtfeld überhaupt keine Bedeutung hatte. Wesentlich wichtiger war die Eigenschaft, dass hinsichtlich der leichten Funktion seines Schlosses, bis zu 10 Schüsse in 10 Sekunden abgefeuert werden konnten. Das zeigte sich vor allem im 2. Weltkrieg bei den Kämpfen um jedes einzelne Haus in Ortschaften. Dabei wurde das Gewehr mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand in Hüfthöhe gehalten, die um den Kammerstängel fassten, während der Mittelfinger am Abzug lag und ihn durchdrückte, um den Schuss zu feuern. Ein kurzer Ruck aus dem Handgelenk, schon war das Gewehr wieder gespannt, mehr …

  • 3D-Modell Schachtschiff Bismarck

    Deutsches Schlachtschiff Bismarck aus dem Zweiten Weltkrieg. Entwurf, Bau und letzte Fahrt des deutschen Schlachtschiffs Bismarck mit Spezifikationen, zahlreichen Fotos und 3d-Modell. Schlachtschiff der Bismarck-Klasse (2 Schiffe: Bismarck, Tirpitz). Typ: Schlachtschiff Geschichte des Schlachtschiff Bismarck Unter den Bedingungen des Britisch-Deutschen Flottenvertrag von 1935 wurde Deutschland erlaubt, seine Seestreitkräfte auf 35 Prozent der Stärke der Royal Navy aufzubauen. Kurz darauf entschied sich die Reichsregierung für den Bau von zwei neuen Schlachtschiffen, die unter den Bedingungen des Vertrags auf eine maximale Wasserverdrängung von 35.000 Standard-Tonnen beschränkt waren. Die Schiffe sollten mit Zwillings-38-cm-Türmen bewaffnet werden, welche von Krupp seit 1934 entwickelt wurden. Die Entwurfsarbeiten, welche auf Studien aus dem Jahr 1933 basierten, begannen umgehend und es wurde schnell klar, dass die geplanten Spezifikationen nicht in den erlaubten 35.000 Tonnen untergebracht werden konnten. Die Vertragsbedingungen wurden daher ignoriert und der endgültige Entwurf überschritt 40.000 Tonnen. 1938 wurden zwar die Vertragsbegrenzungen auf 45.000 Tonnen erhöht, wodurch der Entwurf zwar theoretisch legalisiert wurde, aber durch ihre Handlungen hatten die Deutschen einen zweijährigen Vorsprung beim Bau neuer Schlachtschiffe erhalten. Der Entwurf für die beiden Schlachtschiffe, welche zu Bismarck und Tirpitz wurden, bestand aus einer Mischung aus fortschrittlichen und älteren Merkmalen. Obwohl die deutsche Stahl- und Rüstungsindustrie seit 1919 erhebliche Fortschritte gemacht hatten, waren die Vorstellungen über den Bau von Schlachtschiffen nur wenig weiterentwickelt worden. Dies lag natürlich an den nach dem 1. Weltkrieg erzwungene Einstellung der Entwurfs- und Erprobungsarbeiten für größere Kriegsschiffe. Die besten Eigenschaften der beiden Schlachtschiffe waren zum einen die Verwendung eines neuen, verfestigten Stahl im Rumpf, der zu 90 Prozent verschweißt war, was eine erhebliche Gewichtseinsparung zur Folge hatte. Dazu kamen der Einbau eines sehr fortschrittlichen Feuerleitsystems (vor allem für die Flak), sowie ein Funkmessgerät und eine ausgezeichnete Bewaffnung. Der Schiffskörper war zwar verhältnismäßig breit, was theoretisch mehr Platz für den Unterwasserschutz für die Magazine und Maschinen erlaubt hätte, aber dieser Bereich wurde nicht optimal genutzt und die Anordnung der Schutzmaßnahmen gegen Torpedos unterschied sich nur geringfügig von denen im 1. Weltkrieg verwendeten Techniken. Auch der Aufbau der Panzerung und die Anordnung der Antriebsmaschinen waren ähnlich der im 1. Weltkrieg gebauten deutschen Schlachtschiffen und verglichen mit den modernen Schiffen der anderen Seemächte schnitt der Entwurf dabei nicht gut ab. Die Maschinen, welche zwar effizient waren, benötigten eine Menge Raum und Gewicht, was zum Teil auf die erhebliche Menge von Hilfsmaschinen zurückzuführen war. Der bessere Teil davon war, dass die Generatorleistungen dieser Hilfsmaschinen es auf 7.910 kW brachten. Die Treibstoffkapazität lag bei knapp 7.500 Tonnen; einer beachtlichen Menge, welche nur noch von den US-Kriegsschiffen übertroffen wurde, welche in den weiten Bereichen des Pazifik operieren sollten. Dadurch konnten die Schiffe bei 16 Knoten eine Reichweite von 9.280 Seemeilen erreichen. Die Aufträge für den Bau der beiden Schiffe wurden 1936 erteilt und Bismarck wurde am 1. Juli des gleichen Jahres auf der Werft von Blohm und Voss in Hamburg auf Stapel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 14. Februar 1939 und am 24. August 1940 wurde sie in Dienst gestellt. Das Schiff begann sofort mit einem umfangreichen Erprobungsprogramm und Übungen, welche bis zum Mai 1941 andauerten. Anschließend sollte Schlachtschiff Bismarck in Begleitung des Schweren Kreuzer Prinz Eugen in den Atlantik vorstoßen, britische Handelsschiffe angreifen und das Konvoi-System durcheinander bringen. Teil II: Unternehmen Rheinübung, mehr Fotos und Video Animation 3D-Modell Schlachtschiff Bismarck Spezifikationen Schlachtschiff Bismarck Spezifikationen: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff Bismarck in WoWs Sieben Versenkungen und Sieg in letzter Minute mit dem Schlachtschiff Bismarck im F2P-Spiel World of Warships (WoWs): https://youtu.be/aAFGCYsm2ZY Wer World of Warships noch nicht kennt, kann sich den kostenlosen Spiel-Client hier herunterladen: Teil II: Unternehmen Rheinübung, mehr Fotos und Video

  • Browning Modell 1919A4

    Browning M1917 und M1919-Maschinengewehre. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Browning M1917, M1919 Typ: Schweres Maschinengewehr. Browning M1917 Mit den Arbeiten an seinem ersten Maschinengewehr hatte John Moses Browning bereits 1889 begonnen, als die amerikanischen Streitkräfte immer noch auf der durch eine Handkurbel betriebenen Gatling-Gun angewiesen waren und als Maxim sein durch Rückstoß arbeitendes Maschinengewehr patentiert hatte. Aus diesem Grund musste Browning für sein erstes Maschinengewehr noch auf einen Gas-Mechanismus zurückgreifen. Die ersten seiner Maschinengewehre Colt-Browning Model 1895 gingen mit dem US-Marine-Korps beim Feldzug auf Kuba 1898 in den Einsatz. Einige wurden auch an Belgien und Russland verkauft, aber bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs war das Modell 1895 bereits veraltet. Trotzdem wurden von der Firma Colt noch etwa 100.000 Stück während des Krieges gebaut. Von diesen wurden aber nur wenige von den US-Streitkräften verwendet, aber von Belgien und Russland wurden sie eingesetzt. Einige der russischen Exemplare wurden sogar 1941 noch von der Roten Armee verwendet. Sobald sich das Colt-Browning Modell 1895 Maschinengewehr in der Produktion befand, begann Browning mit der Arbeit an einer neuen, nach dem Rückstoß-Prinzip arbeitenden, Waffe. Zum Nachteil Brownings hatten die amerikanischen Militärbehörden zu dieser Zeit kein Interesse in weiteren Maschinengewehren, da sie annahmen, dass sie schon genug davon hätten und die verfügbaren Gelder knapp waren. Browning reichte das Patent für das neue Maschinengewehr schon 1901 ein, hatte aber erst 1910 genügend finanzielle Mittel, um einen Prototyp zu bauen. Er konnte zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht das Interesse des US-Militärs erwecken. So passierte bis 1917 praktisch nichts, als die US-Army im Februar 1917 endlich aufwachte, dass womöglich ein Krieg auf sie zukam und es praktisch so gut wie keine Maschinengewehre gab. Schließlich konnte Browning nun endlich seine neuen Waffen – darunter auch das BAR – vorführen. Hier zum leichten Browning-Maschinengewehr BAR Das US-Kriegsministerium konnte sich aber zu keiner Entscheidung durchringen und im April 1917 befanden sich die USA plötzlich mit nur wenigen modernen Waffen und noch weniger einsetzbaren Maschinengewehren im Krieg. Im folgenden Monat führte Browning das M1917 noch einmal vor und verfeuerte spektakulär 20.000 Schuss ohne Unterbrechung. So wurde das ‘neu entdeckte’ Browning-Maschinengewehr innerhalb kürzester Zeit als Machine-Gun Caliber .30 M1917 in die Massenproduktion genommen und ein Vertrag über 45.000 Stück vereinbart. Äußerlich ähnelte das M1917 anderen Maschinengewehren dieser Zeit, insbesondere dem Vickers-Maschinengewehr. Jedoch war das M1917 völlig unterschiedlich, da es einen Mechanismus verwendete, der als ‘kurzes Rückstoßsystem’ bezeichnet wird. Dort drückt die Rückstoßkraft, welche beim Zünden der Patrone erzeugt wird, den Lauf und den Verschlussblock zurück zum Ende der Waffe. Nachdem beide, Lauf und Verschlussblock, über eine kurze Entfernung zurückgedrängt worden waren, wird deren Bewegung angehalten und ein Schwenkhebel als Beschleuniger drückt den Bolzen nach hinten. Während dieser Bewegung führen eine Reihe von Nocken auch zu einer Weiterbewegung des Gurtmechanismus, welcher eine weitere Patrone in die Kammer bringt. Eine Rückholfeder drückt nun den Bolzen wieder nach vorne auf den Lauf und feuert die Patrone ab und der ganze Prozeß beginnt wieder von vorne. Dieser grundsätzliche Mechanismus wurde für alle weiteren Entwürfe von Browning-Maschinengewehren beibehalten, von den luftgekühlten 7,62-mm bis zu den großen 12,7-mm-M2-Waffen. Abgesehen von der internen Mechanik war ein weiterer Punkt, welcher das M1917 von dem britischen Vickers-MG unterschied, der Feuergriff, denn das Browning-Maschinengewehr hatte einen Pistolengriff und einen konventionellen Auslöser. Eine nähere Betrachtung der beiden Typen von Maschinengewehren führt noch zu vielen weiteren Unterschieden, aber der Pistolengriff im Browning ist das am offensichtlichsten erkennbare Unterscheidungsmerkmal. Das M1917 wurde in mehreren Fabriken sofort in die Produktion genommen und es wurde in solchen Mengen hergestellt, dass bis zum Ende des Ersten Weltkrieges nicht weniger als 68.000 fertig wurden. Nicht alle von diesen erreichten die Truppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, aber nach 1918 wurde das M1917 zum amerikanischen Standard-Maschinengewehr und blieb bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst. Nach 1918 wurden durch die Kampferfahrungen in Frankreich geringfügige Veränderungen vorgenommen, die jedoch nicht bedeutsam waren. Dazu gehörten eine neue Bodenplatte, verschiedene Teile wurden aus Stahl anstatt aus Bronze hergestellt und es gab ein verbessertes Wasserkühlsystem. Das Ganze wurde nun als M1917A1 bezeichnet. Drastischere Veränderung erfolgten erst kurze Zeit danach, als der Wasser-Kühlmantel vollständig entfernt wurde und das M1919 entstand. Während der Kämpfe 1918 erwies sich der Einsatz des M1917 auf dem Gefechtsfeld als relativ problemlos und trotz der Eile, mit dem es in die Produktion genommen und an die Truppe ausgeliefert wurde, schienen nur wenige Probleme bekannt geworden zu sein. Relativ wenige M1917 erreichten die amerikanischen Fronttruppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, wenn sich auch viele auf dem Weg dorthin befanden. Diejenigen, welche ankamen, wurden intensiv verwendet, da das M1917 eine der wenigen, reinen amerikanischen Waffen der US-Truppen war. Die US-Soldaten hatten sonst nur noch ihre Springfield-Gewehre, einige wenige BAR und andere Ausrüstungsgegenstände, welche sie aus der Heimat erhalten hatte. Es war in dieser Situation gut für ihre Moral, dass sich das M1917 als exzellenter Waffenentwurf herausstellte. Polnisches schweres Maschinengewehr Modell 1930 Die polnischen Streitkräfte entschieden sich für das erprobte Browning M1917A1 als ihr schweres Maschinengewehr. Sie kauften davon zwei Stück und bauten diese praktisch unverändert und ohne Lizenz in der Waffenfabrik Warschau als ihr Modell 1930 nach. Die Waffe war wassergekühlt, auf ein Dreibein montiert und die Munition wurde durch einen Patronengurt eingeführt. Insgesamt wurden davon 7.861 Maschinengewehre hergestellt, von denen der Großteil von den polnischen Armeen im Jahr 1939 bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. Einige waren zuvor aber auch an Rumänien und Spanien verkauft worden. Browning M1919 Die Browning M1919-Serie unterschied sich von der früheren M1917-Serie darin, das der ursprüngliche wassergekühlte Lauf durch einen luftgekühlten Lauf ersetzt wurde. Dieses luftgekühltes Modell war ursprünglich vorgesehen zur Verwendung in den vielen Tanks, welche die Amerikaner bauen wollten. Das Ende des Ersten Weltkrieges führte dazu, dass die Aufträge für dieses Tanks und das Original-M1919-Maschinengewehr annulliert wurden. Aber dieses luftgekühlte Browning wurde zum M1919A1 weiterentwickelt, sowie anschließend zum M1919A2 für die Kavallerie und dann zum M1919A3. Die produzierten Stückzahlen dieser Modelle waren niemals sonderlich groß, aber mit der Vervollkommnung zur Variante M1919A4 in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts änderte sich dies. mehr …

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