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Matilda II


Britischer Infanteriepanzer Mark II (A12), Matilda II, stärkster gepanzerter Kampfpanzer zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Matilda II
Infanteriepanzer Mark II, Matilda II (A12)


Matilda II
Typ: Infanteriepanzer Mark II (A12).

Geschichte:

Zu dem Zeitpunkt als das Pilotmodel A11E1 des Infanteriepanzer Mark I (Matilda I) ausgeliefert wurde, dachte das britische Kriegsministerium bereits über eine aufgerüstete Version mit einem zusätzlichen Besatzungsmitglied, einer 2-Pfünder-Kanone oder einem Zwillings-MG und einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h nach. Gleichzeitig sollte das Gewicht auf 14 Tonnen begrenzt sein, um die Einschränkungen von Brücken für Militärfahrzeuge einzuhalten.

Es wurde bald klar, daß diese Anforderungen nicht vom Grundentwurf des A11 erfüllt werden konnten, da der Einbau einer 2-Pfünder-Kanone in einem Turm das Gewicht überschreiten und der Motor völlig überlastet sein würde. So wurde ein völlig neuer Entwurf in Angriff genommen, auf der Grundlage einer 60 mm starken Panzerung, einem handelsüblichen AEC-Dieselmotors, Seitenschürzen für das Kettenlaufwerk ‘japanischer Art’ vom mittleren Vickers-Panzer. Der Entwurf des ‘Matilda-Seniors’, wie der A12 Infanteriepanzer Mark II anfangs genannt wurde, basierte eng auf dem mittleren Panzer A7, welcher von den Royal Ordnance Factory in Woolwich im Jahr 1929 entwickelt wurde und als Prototyp von 1929 bis 1932 gebaut wurde.

A12E1 Pilotmodell
A12E1 Pilotmodell. Dieses hat noch sechs Öffnungen in den Seitenschürzen.

Im November 1936 wurdem mit der Vulcan Foundry in Warrington Verträge abgeschlossen, ein hölzernes Modell und zwei Pilotmodelle aus Weichstahl vom A12-Entwurf herzustellen. Das Holzmodell wurde im April 1937 begutachtet und es wurde beschlossen, gekoppelte Doppel-AEC-Dieselmotoren und ein Wilson-Schaltgetriebe zu verwenden. Außerdem wurden in dieser frühen Phase Vorbereitungen getroffen, eine 3-inch-Haubitze für Nahunterstützungsmodelle einbauen zu können und verschiedene andere Details.
Der Bau der Pilotmodelle wurden jedoch durch Verzögerungen bei der Lieferung von Getriebe und anderen Bauteilen aufgehalten, und der A12E1 war nicht vor April 1938 fertig. Inzwischen wurden ein Auftrag direkt ‘vom Reißbrett’ für 65 Panzer im Dezember 1937 erteilt, welcher bald auf 165 aufgestockt wurde.
Die Tests waren im allgemeinen zufriedenstellen, wenn auch einige kleine Änderungen am Getriebe und Fahrwerk gemacht wurden. Die Kühlung wurde ebenfalls verbessert und für den Einsatz in Kolonialgebieten der Einbau eines Luftfilters vorgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt war die Aufrüstung voll im Gange und der Bedarf an Panzerfahrzeugen war dringend. Im Juni 1938 wurden Verträge für weitere Fahrzeuge mit Fowler und Rouston&Hornsby als Lizenznehmer vom Hersteller Vulcan unterzeichnet, sowie anschließend mit LMS, Harland&Wolff und North British Locomotive. Für spätere Versionen wurde auch Leyland im Jahr 19430 hinzugenommen, um Motoren herzustellen.
Die Gesamtproduktion des A12 belief sich auf 2.987 Stück, bis die Herstellung im August 1943 eingestellt wurde.

Der A12 eignete sich nicht für die einfache Massenproduktion aufgrund der Größe und Form der Gussteile der Panzerung. Es gab insbesondere Schwierigkeiten bei der Herstellung der nur aus einem einzigen Teil bestehenden Seitenschürzen, sodaß die Anzahl der Öffnungen zum Abwerfen des in den Ketten sitzenden Schmutzes von 6 beim Pilotmodell auf 5 beim Serienmodell reduziert wurde.

Matilda II Panzer des englischen Expeditionskorps
Einige der wenigen Matilda II Panzer des englischen Expeditionskorps wurden in Brand geschossen.

Bei Ausbruch des Krieges mit Deutschland im September 1939 waren erst 2 A12 Infanteriepanzer im Dienst. Allerdings konnte noch eine Reihe an das 7. Royal Tank Regiment in Frankreich bis Anfang 1940 ausgeliefert werden, wo sie erfolgreich in der Schlacht von Arras – kurz vor der Evakuierung bei Dünkirchen – eingesetzt wurden.

Nachdem die ursprüngliche A11 Matilda zurückgezogen wurde, fielen auch die Begriffe ‘Matilda-Senior’ oder ‘Matilda II’ als Bezeichnung für den Infanteriepanzer Mark II weg, und das Fahrzeug wurde einfach als die ‘Matilda’ bezeichnet.

Infanteriepanzer Mark II, Matilda
Als der beste englische Panzer im Jahr 1940 war der Infanteriepanzer Mark II, Matilda, praktisch immun gegen deutsche und italienische PAK oder Panzerkanonen, welche zu dieser Zeit im Einsatz waren. Die Matildas waren die Speerspitze der englischen Panzerverbände bei dem erfolgreichen Feldzug in Libyen Ende 1940.

Die Matilda ist vor allem bekannt geworden wegen ihrer wichtigen Rolle in den frühen Kämpfen in Nordafrika. In Libyen war sie 1940 praktisch immun gegen jede italienische Panzerabwehrwaffe oder Panzer.
Die Matildas beherrschten das Schlachtfeld der Wüste bis zum Erscheinen der 88-mm-Flak in der Rolle als Panzerabwehrgeschütz Mitte 1941 unangefochten. Erst die Acht-Acht war in der Lage, die dicke Panzerung der Matilda auf große Entfernungen zu durchdringen.

Es war nicht möglich, die 6-Pfünder-Kanone in die Matilda einzubauen – auch wenn der Versuch unternommen wurde, den Turm des A27 auf das Chassis zu montieren. Der Turm selbst war zu klein für die stärkere Kanone und ebenso der Turmring, um einen geeigneten anderen Turm stattdessen zu verwenden. So sank die Bedeutung der Matilda als Kampfpanzer während des Jahres 1942 immer weiter ab und ihren letzten Einsatz in dieser Rolle erlebte sie in der ‘Ersten Schlacht von El Alamein’ im Juli 1942.

Matilda-Panzer im Kampfeinsatz in Russland.
Matilda-Panzer im Kampfeinsatz in Russland.

Matildas wurden auch beim Feldzug in Äthopien und später von der australischen Armee in Neu-Guinea eingesetzt. Bei einigen australischen Reserveverbänden waren sie sogar noch in der Nachkriegszeit im Einsatz.
Außerdem wurden mehr als 1/3 aller gebauten Matildas als Lend-Lease nach Russland verschifft, wo sie bei der Roten Armee in ihrer ursprünglich gedachten Aufgabe, nämlich als Unterstützungspanzer für die Infanterie, verwendet wurden.

Minenräumpanzer Matilda

In Nordafrika und Europa wurden Matildas ab der zweiten Jahreshälfte 1942 nur noch in Nebenrollen mit speziellen Sonder-Umbauten verwendet.
Der wichtigste dieser Umbauten war ein Minenräumfahrzeug, da die große Anzahl der Minen, welche von beiden Seiten im Wüstenkrieg ausgelegt wurden, ein derartiges Fahrzeug notwendig machten.

Major Du Toit, ein technischer Offizier der südafrikanischen Streitkräfte, schlug vor, mit einer Kette oder einem Schlegel auf den Boden vor einem sich langsam fahrenden Fahrzeug aufzuschlagen, um so Minen auf seinem Weg zur Explosion zu bringen. Ein Prototyp des von ihm vorgeschlagenen Fahrzeugtyps wurde von AEC unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Versorgung im Dezember 1941 gebaut.
Das Fahrzeug wurde bekannt als Baron Mk I und war ein Matilda-Panzer, welcher seinen Turm und seine Hauptbewaffnung weiterhin behielt, aber zusätzlich eine Welle und einen Rotor etwa 3 Meter davor und in etwa 1,80 Meter Höhe über dem Boden an einem Gestell hielt.
Ein Chrysler-Motor trieb den Schlegel-Rotor an und der Auftrieb für die Schlegel-Montage wurde aus dem hydraulischen Turmantriebssystem des Panzers entnommen. Sowohl der Chrysler-Motor als auch das hydraulische System erwiesen sich als untauglich für diese Aufgabe, als Versuche im Januar 1942 durchgeführt wurden.

Das Fahrzeug wurde somit mit einem 6-Zylinder-Bedford-Motor, der den Chrysler-Motor ersetzte, und Hydraulikzylindern für die Schlegelarme wieder neu ausgerüstet. Das Fahrzeug war im April 1942 fertig und wurde in dieser modifizierten Version Baron II genannt.
Versuche, die im Juni 1942 abgeschlossen wurden, zeigten die Notwendigkeit eines noch leistungsfähigeren Dreschflegel-Antriebs, einer niedrigeren Rotorhöhe, um ein ‘flacheres’ Dreschen zu erreichen und einer besseren Kühlung, um eine Überhitzung zu verhindern.

Weitere Konstruktionsarbeiten führten zu einem unteren ‘Messrad’-Flügel und der Verwendung von zwei Bedford-Motoren zum Antrieb des Rotors. Diese wurden in gepanzerten Kisten am Heck des Fahrzeugs montiert und von einem Mann bedient. So entstand der Baron III.
Aber noch bevor die Arbeiten an dem neuen Fahrzeug im September 1942 fertiggestellt waren, wurde erkannt, dass das durch die Umbauten zusätzliche Gewicht die Leistung beeinträchtigte. So wurden weitere Veränderungen vorgenommen, welche dazu führten, dass der Turm entfernt wurde und die Montage der Kabine für den Bediener des Schlegels an dessen Stelle erfolgte.

Minenräum-Panzer Baron IIIA
Minenräum-Panzer Baron IIIA im Einsatz.

Als Baron IIIA bezeichnet, war das Fahrzeug zur Erprobung Ende 1942 fertig. Die Geschwindigkeit beim Dreschen betrug etwa 0,8 km/h.
Serienfahrzeuge waren Mitte 1943 fertig, aber zu diesem Zeitpunkt war bereits das Scoprion-Gerät in der Produktion, welches ein besseres System war und am Sherman Crab angebracht wurde.
So wurde der Baron nur zum Training eingesetzt.

Matilda Scorpion
Matilda Scorpion. Der Bediener des Minenräumgerätes sitzt in der gepanzerten Kiste an der Seite des Fahrzeuges.

Die Idee von Du Toit wurde nämlich zwischenzeitlich von den Truppen im Nahen Osten unabhängig aufgegriffen, welche vor Ort den Scorpion I zur Anpassung an das Grundmodell der Matilda herstellten. Diese Modifikation war viel einfacher als der Baron und hatte einen starren Rotor und einen einzigen 30-PS-Bedford-Motor, welcher auf der rechten Seite der Wanne, zusammen mit dem Platz für den Bediener, montiert war. Später wurden modifizierte Versionen auch beim M3 Grant und Valentine-Panzern angebracht.

Schon bei der Zweiten Schlacht von El Alamein im Oktober 1942 wurden 32 Matilda mit Scorpion-Minenräumgeräten eingesetzt. Im Dezember 1942 wurden die Einzelheiten dem britischen Kriegsministerium mitgeteilt, und so wurde das Scorpion-Minenräumgerät ab Februar 1943 in Großbritannien zum Einsatz bei Valentine-Panzern hergestellt.

Weitere Bilder zu Matilda II

Versionen

Matilda I, Infanteriepanzer Mk II: Erstes Serienmodell mit AEC-Dieselmotoren und 2-Pfünder-Kanone mit koaxialem Vickers-Maschinengewehr. Die ersten Fahrzeuge hatten einen nicht für tropisches Klima geeigneten Motor.


Matilda II, Infanteriepanzer Mk IIA: Wie Mk II, aber ein 7,92-mm-BESA-MG ersetzte das Vickers-Maschinengewehr.

Matilda III, Infanteriepanzer Mk IIA: Wie vorhergehendes Modell, aber Leyland-Dieselmotoren ersetzten die von AEC.

Matilda IV CS
Matilda IV CS mit 3-inch (76,2mm) Haubitze

Matilda III CS: Wie vorhergehendes Modell, aber eine 3-inch-Haubitze (76,2mm) ersetzte die 2-Pfünder-Kanone.

Matilda IV, Infanteriepanzer Mk IIA: wie Matilda III, aber mit verbesserten Leyland-Motor.

Matilda V: Wie Matilda IV, aber weitere Verbesserungen bei Getriebe und Gangschaltung.

Matilda CDL
Matilda CDL. Ein gepanzerter Turm mit Suchscheinwerfer hat den Standard-Turm ersetzt.

Matilda II CDL, Matilda V CDL: Mit CDL (Canal Defence Light = Kanal-Verteidigungsscheinwerfer) war eine gepanzerte Box mit eienm starken Suchscheinwerfer anstatt des Original-Turms, um das Schlachtfeld in helles Licht einzutauchen. Die Idee wurde schon in den 1930er Jahren von Privatleuten entwickelt und dem britischen Kriegsministerium 1937 vorgeführt und verkauft.
Im September 1939 wurde der Scheinwerfer in einen verbesserten, gepanzerten Turm eingebaut und nach Versuchen im Jahr 1940 wurden 300 Stück für Matilda-Panzer bestellt. Damit wurden eine Brigade in Großbritannien und eine im Nahen Osten ausgerüstet.
Trotz intensivem Training mit dem CDL wurde dieses in seiner vorgesehenen Rolle nur bei der Rheinüberquerung im Jahr 1945 eingesetzt, hauptsächlich, weil sich zuvor niemals eine passende Gelegenheit bot. Aber 1945 war der CDL-Suchscheinwerfer nicht mehr auf Matilda-Panzern montiert, sondern am M3 Grant.

Baron I, II, III und IIIA: Minenräum-Fahrzeug, zuvor ausführlich beschrieben.

Matilda Scorpion I: Matilda-Panzer mit Minenräum-Gerät, ebenfalls zuvor beschrieben.

Matilda AMRA Mk Ia: Ebenfalls eine Minenräum-Gerät mit Fowler-Walzen in einem schweren Gestell, welches vor dem Panzer hergerollt wird und die Minen durch den Druck auf den Boden zur Explosion bringen. In geringen Mengen in der nordafrikanischen Wüste eingesetzt und auch an anderen Panzern, wie dem Churchil-Panzer, angebracht.

Matilda Carrot: Eine Carrot-Sprengladung mit 272 kg am AMRA-Gerät befestigt und wurde durch Fernzündung aus dem Panzer zur Explosion gebracht. Im Einsatz, um Lücken in Hindernisse zu sprengen. Es gab noch eine leichte Carrot-Ladung, welche auf Rollen transportiert werden konnte.

Matilda Frog
Matilda Frog mit Flammenwerfer im Einsatz.

Matilda Frog: Australische Modifikation mit einem Flammenwerfer. 25 Fahrzeuge wurden Ende 1944 dementsprechend umgebaut. Das Flammenwerfer-Rohr ersetzte die 2-Pfünder-Kanone einer Matilda IV oder V. Das Öl wurde im Turm transportiert und hatte eine Reichweite von bis zu 90 Meter, aber zwischen den Feuerstößen mussten 20 Sekunden Pause eingelegt werden, bis wieder genug Druck durch die Pumpe aufgebaut war. Eingesetzt in Neu-Guinea.

Matilda Murray: Verbesserter Flammenwerfer-Panzer, um den Frog zu ersetzten, damit die 20-Sekunden-Pause vermieden wird. Dieses sonst identische Fahrzeug wurde 1945 gebaut.

Matilda Dozer: Australischer Bulldozer an einem Matilda-Panzer.

Matilda Inglis Bridge: Eine leichte Brücke, welche vor einem modifizierten Matilda-Panzer hergeschoben wird, um Hindernisse zu überbrücken. Nur experimentell und zum Training 1942 verwendet, führte aber zu den verbesserten, späteren Brückenlegern aus dem Churchill-Panzer.

Matilda Trench Crossing Device: Ebenfalls nur experimentelles Gerät, welches vor einer Matilda hergeschoben wurde, um Infanterie und leichten ‘B’-Fahrzeugen das Überqueren von Hindernissen zu ermöglichen.

Benutzer: Großbritannien, Australien, Russland.


Animation 3d-Modell Matilda II


Spezifikationen Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12)

Spezifikationen:

Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12) Spezifikation 
TypInfanteriepanzer
Antrieb Mk I,II: zwei AEC-6-Zylinder-Diesel-Reihenmotoren mit insg. 174 PS (Mk III: zwei Leyland-6-Zylinder-Diesel-Reihenmotoren mit insg. 190 PS)
GetriebeWilson
Besatzung insg.4
Turm-Besatzung3
Länge 5,61 m
Breite 2,59 m
Höhe 2,51 m
Gewicht 26.926 kg
Straßengeschwindigkeit24 km/h
Geländegeschwindigkeit 12,8 km/h
Verbrauch/100 km?
Kraftstoffvorrat?
Straßen-Fahrbereich256 km
Gelände-Farbereich?
Kletterfähigkeit 0,61 m
Grabenüberschreitung 2,13 m
Watfähigkeit 0,91 m
Wendekreis?
Steigfähigkeit?

Panzerung:

Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12) mmWinkel 
Turm Vorn75 mm?
Turm Seite75 mm?
Turm Hinten??
Turm Oben20 mm?
Aufbau Vorn78 mm?
Aufbau Seite40-70 mm?
Aufbau Hinten55 mm?
Aufbau Oben20 mm?
Wanne Vorn47 mm?
Wanne Seite40-70 mm + 25 mm Schürzen?
Wanne Hinten55 mm?
Wanne Unten13-20 mm?
Geschütz-Mantel??

Bewaffnung und Ausrüstung:

Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12) Spezifikation 
Hauptbewaffnung 2-Pfünder QQF (wichtiger Hinweis: kann keine Sprenggranaten verschießen)
Schuß93
Schwenkbereich 360°
Höhenbereich?
Mündungsgeschwindigkeit853 m/s
Granatgewicht 1,08 kg
Maximale Schußweite ?
Sekundär-Bewaffnung 1 x 7,92-mm Besa-MG (Vickers-MG in Mk I)
Funkgerät ?
Zieloptik ?

Durchschlagskraft mm der Kanone auf 30° Panzerplatte:

EntfernungDurchschlagskraft
100 m?
500 m57 mm
1.000 m40 mm
1.500 m-
2.000 m-

Herstellung:

Matilda II Angaben 
Produktion 1939 - August 1943
Ersteinsatz Frühjahr 1940 in Frankreich
Stückpreis unbekannt, aber hoch, da nicht geeignet für Massenproduktion
Stückzahl 2.987 (davon 1.084 nach Russland)

Einsatzstatistik für Matilda II:

JahrBestandProduktionVerluste
vor 1939---
19392 (Sep)?-
1940???
1941???
1942 4 am 30.6., 24 am 25.7 bei 8.Armee ? ?
1943- 2.987 von 1939-1943 ?
1944---
1945---
Insgesamt-2.987?

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Die Ural-Schwermaschinenfabrik begann ebenfalls während des Jahres 1942 Teile des T-34 zu produzieren und mit der kompletten Herstellung des Panzers Ende des Jahres. Weitere Verbesserungen wurden am T-34 während des laufenden Jahres vorgenommen. Mehr Treibstoff gab es durch außen angebrachte, im Gefecht abwerfbare Treibstoffbehälter. Verschiedene neue Kettentypen wurden für Schnee und Matsch entwickelt, um die Fahrleistungen zu verbessern. Obwohl es die russischen Panzer auf dem Schlachtfeld nicht an Feuerkraft, Panzerung und Beweglichkeit vermissen ließen, waren ihre Leistungen dort oft ziemlich bescheiden. Die deutschen Soldaten hatten bald herausgefunden, dass die russischen Panzer selten das Gelände zu nutzen wussten, völlig unkoordiniert agierten und dazu neigten, in starren geometrischen Formationen anzugreifen. Einige dieser Probleme lassen sich ohne Zweifel auf die unzureichende Ausbildung der russischen Panzersoldaten zurückführen, welche nur etwa 72 Stunden Taktik-Ausbildung im Klassenzimmer neben der Grundausbildung erhielten. Die Übungen der Einheiten waren auch oft oberflächlich und ungenügend, aber auch die ergonomische Anordnung in den russischen Panzern war schuld – und vor allem das archaische Layout der Panzertürme. Während die deutschen Panzertürme Raum für drei Mann hatten – nämlich Kanonier, Ladeschütze und Kommandant – hatten die russischen Panzertürme nur Platz für den Panzerkommandanten und Kanonier. Dadurch hatte der russische Panzerkommandant nicht nur die gleichen Aufgaben wie sein deutscher Gegenüber, sondern er musste auch noch die Kanone und das koaxiale Maschinengewehr nachladen, was für seine Übersicht im Gefecht sehr störend war. Darüber hinaus waren die Türme des T-34 und KW-Panzer nicht mit einem Turmkorb ausgestattet. Die Mannschaften saßen auf Hockern am Drehkranz aufgehängt. Unter ihren Füßen stapelte sich Munition, nur durch Neoprenmatten abgedeckt. Während des Kampfes wurde der Boden ein einziges Durcheinander aus offenen Behältern und Matten, während die Besatzung damit beschäftigt war, Munition zu entfernen und dies reduzierte natürlich ihre Leistung. Und selbst dann, wenn der russische Panzerkommandant durch das Nachladen nicht abgelenkt wurde, so hatte er nicht die 360-Grad-Sichtkuppel seines deutschen Pedanten. Im T-34 und KW-1 gab es nur einziges Periskop mit einem begrenzten Sichtfeld und einen Beobachtungsschlitz in der Nähe seiner linken Schulter. Viele deutsche Panzerkommandanten hielten während des Gefechtes gerne den Kopf aus dem Turm, um das Gelände besser überblicken zu können. Im KW-Panzer war das aber wegen der Anordnung der Dachluke unmöglich und im T-34 schwierig, weil die einteilige und große Luke nach vorne geöffnet werden musste und dann das Sichtfeld versperrte. Die relative Knappheit an Funkgeräten bis 1943 behinderte auch die taktische Führung der Panzergruppen. Die Kommunikation zwischen den Panzern musste durch Flaggen erfolgen, was langsam und unzuverlässig war. Häufig ordneten die Zugführer nur an, dass ihre Panzer einfach ihrem Beispiel folgen sollten. Die russischen Konstrukteure hatten diese Probleme mit den Entwürfen des KW-3 und T-34M beheben wollen, aber der Druck, der durch die atemberaubenden Panzerverluste auf den Schlachtfeldern entstanden war und der Notwendigkeit, diese irgendwie schnell zu ersetzen, verhinderte, dass solche Verbesserungen bis zur Mitte des Krieges vorgenommen werden konnten. Im Falle des T-34 wurde erst Ende 1942 durch einen Zwischenschritt eine 360-Grad-Beobachtungskuppel auf dem Turmdach eingebaut und mehr Panzer wurden nach und nach mit Funkgeräten ausgestattet. Benutzer: Russland. Nachfolgemodell T-34-85 (1944) Organisation der russischen Panzerverbände 1942/43 Im Mai 1942 wurde erstmals das erste neue Panzer-Korps der Roten Armee aufgestellt. Es wurde nicht sogleich zu einem Erfolg, da es in zögerlichen Abwehrkämpfen und mit schlechter Nachrichtenverbindungen zwischen seinen Einheiten eingesetzt wurde. Die russischen Panzertaktiken zu dieser Zeit waren meist ziemlich schlecht, welches durch fehlende Übung und oben schon beschriebene Nachteile in den Panzerentwürfen verursacht wurde. So wurden mehrere der neuen Panzerkorps bei der vernichtenden Niederlage bei Woronesch schon wieder zerschlagen. Als Ursache wurde aber auch die Zusammenstellung der russischen Panzerbrigaden mit völlig unterschiedlichen Panzerfahrzeugen erkannt. Zwar konnten die leichten Panzer vom Typ T-60 und die mittleren T-34 auf der Straße in etwa die gleiche Geschwindigkeit aufrechterhalten, aber die schweren KW-1 blieben oft weit hinten zurück und konnten nicht alle Brücken überqueren. 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  • Unternehmen Barbarossa

    Hätte Unternehmen Barbarossa, Hitlers Angriff auf Sowjet-Russland anders verlaufen können und warum erfolgte die Invasion im Juni 1941 ? Es wird oft argumentiert, dass die fünfwöchige Verzögerung bis zum Start des Unternehmens Barbarossa durch die Entscheidung von Adolf Hitler, zuerst mit dem Balkanfeldzug in Jugoslawien und Griechenland Ordnung zu schaffen und seine Flanke zu sichern, den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg an der Ostfront ausgemacht hat. Warum Unternehmen Barbarossa im Juni 1941 ? Wenn man bedenkt, dass der Balkanfeldzug praktisch schon vor Ende April 1941 abgeschlossen war (Kapitulation der letzten griechischen Armee am 22. April) und die Luftlandung auf Kreta keine entscheidenden Kräfte mehr band, hätte Unternehmen Barbarossa auch, wie ursprünglich vorgesehen, ohne weiteres Mitte Mai 1941 beginnen können. Hinzu kommt, dass die auf dem Balkan eingesetzten Verbände in der Mehrzahl lediglich zur Heeresgruppe Süd herantransportiert werden mussten, welche mit der 11. Armee in Rumänien dazu noch später zum Angriff startete. Da auch in den nachfolgenden Jahren 1942, 1943 und 1944 keine Sommer-Offensiven in Russland vor Mitte/Ende Juni bzw. sogar Juli (1943) erfolgten, da Straßen und Flüsse durch das vorhergehende Wintertauwetter immer noch weitgehend unpassierbar waren, dürfte auch hier dieses Argument einer der Hauptgründe für die Verschiebung des Unternehmens Barbarossa gewesen sein. Anstatt sich also über ein paar verlorene Wochen im Jahr 1941 Gedanken zu machen, scheint die Frage doch wesentlich wichtiger, warum Deutschland überhaupt Russland angegriffen hat ! Bereits im September 1939 wurde die Masse von Hitlers neuer Wehrmacht, darunter alle 14 Panzer und motorisierte Divisionen und die Hälfte der Flugzeuge der Luftwaffe, gegen Polen eingesetzt. Der Feldzug gegen Polen dauerte nur vier Wochen. Acht Tage vor dem Angriff auf Polen hatte Hitler einen Nichtangriffspakt mit Stalin geschlossen, bei welchem Ostpolen durch die Rote Armee besetzt werden sollte. Dieses welterschütternde Bündnis war entgegen aller anti-kommunistischen Äußerungen des deutschen Führers seit den Tagen der Veröffentlichung von Mein Kampf im Jahr 1923, in welchem er geschrieben hatte, dass es Deutschlands Schicksal sei, den großen ‘Lebensraum’ im Osten zu erobern. Es wäre für Hitler sicherlich durchaus möglich gewesen, dieses ‘unnatürliche Bündnis’ einfach zu ignorieren und anschließend direkt weiter nach Osten fortzufahren. Der Hauptgrund für Hitlers vorsichtiges, schrittweises Vorgehen in Osteuropa liegt in den Umstand, dass Frankreich und Großbritannien im September 1939 den Krieg erklärt hatten und das er eine Wiederholung des ‘Zweifrontenkrieges’ wie im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 vermeiden wollte. Doch diese Argumentation ist nach sorgfältiger Überprüfung nicht ganz überzeugend. Denn im Gegensatz zum August 1914 hatten im September 1939 weder die französische noch die britische Regierung viel Lust auf einen ernsthaften Krieg mit Deutschland. Das französische Oberkommando hatte sich vollständig auf das Konzept des statischen Verteidigungskriegs festgelegt, was durch die Existenz der Maginot-Linie veranschaulicht wird. Und die Briten schickten gerade einmal vier Divisionen (welche bis auf 10 im März 1940 anstiegen) an diese ‘Westfront’. Die französische und britische Abneigung gegen einen Angriff auf Deutschland wurde noch sehr verstärkt durch die große Furcht vor den starken mittleren Bombern und Bf 109 Jägern der deutschen Luftwaffe. Bis Juni 1940 hatte Stalin auch Hitler schon dadurch alarmiert, dass er Finnland Angriff, die Baltischen Staaten und das rumänische Bessarabien besetzte, wodurch die Russen bis auf Schlagdistanz auf die wichtigen Erdölfelder von Ploesti herankamen. Hätte Hitler im Westen 1940 nicht einfach dort stehen bleiben können, wo er stand ? Er hätte bereits zu diesem Zeitpunkt die Sowjetunion in einem schnellen Feldzug zerschlagen können. Das europäische Russland unter deutscher Herrschaft hätte alle Bedürfnisse an Öl, Mineralien, Weizen und billigen Arbeitskräften befriedigt und die Seeblockade der britischen Flotte, auf welcher die hauptsächlichen Hoffnungen der westlichen Alliierten lagen, sinnlos gemacht. Zumal die Rote Armee 1939-1940 weit schwächer dastand, als sie es im Juni 1941 tat. Und auch im Juni 1941 standen immerhin auch noch rund 55 deutsche Divisionen im Westen, auf dem Balkan und in Afrika an ebensolchen ‘Sitzkrieg’-Fronten, wie es bis Mai 1940 am Westwall gewesen war. Ursachen zum Scheitern von Unternehmen Barbarossa Betrachtet man den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse, so stellt sich die Frage, ob Hitler den ‘sowjetischen Koloss’ in den fünf Monaten zwischen dem 22. Juni 1941 bis zum Einbruch des russischen Winters hätte zerschlagen können ? Die überraschende Antwort ist in der Rückbetrachtung ein ziemlich wahrscheinliches ‘Ja’ ! Eine wesentliche Voraussetzung wäre ein vernünftiger, logischer Feldzugsplan gewesen. Im Idealfall hätte dieser entlang der nördlichen und südlichen Ränder der unpassierbaren Pripjet-Sümpfe mit zwei kräftigen, gepanzerten Stoßkeilen über Minsk, Smolensk bis in das Herz des sowjetischen politischen und militärischen Systems, Moskau, erfolgen müssen. Dazu eine kampfstarke Sekundärgruppe, welche die russischen Armeen im Süden zwischen Kiew und den deutschen Hauptstoßkräften, welche dann von Moskau kommen, einschließt. Sowie eine Kräftegruppe, welche südlich von Leningrad flankiert. Dies war genau der ursprüngliche Operationsplan von Generalmajor Marcks, leitender Stabsoffizier im OKH (Oberkommando des Heeres), vom 5. August 1940. Aber Marcks hervorragende Anlage wurde durch zwei größere Revisionen zunichtegemacht. General Halder, Chef des Stabes im OKH, entschied, dass die Einnahme von Leningrad die gleiche Priorität hätte, wie die von Moskau. Später machte Hitler sogar Moskau nur noch zu einem sekundären Ziel, welches nach der Einnahme von Leningrad angegangen werden sollte. Zu diesen grundlegenden Mängeln in der deutschen Strategie kam noch die fehlerhafte und unzureichende nachrichtendienstliche Aufklärung und Unterschätzung der Feindverbände (hier, insbesondere die tatsächlichen russischen Panzerzahlen), erschreckende Nachschubschwierigkeiten, gegenüber der neusten russischen Generation unterlegene deutsche Panzer, das Fehlen von Langstreckenbombern zum Angriff auf Ziele weit hinter der Front und die deutsche Selbstüberschätzung. Letztere führte tatsächlich dazu, dass eine große Zahl von verwendungsfähigen und nicht benötigten Divisionen im Westen zurückgehalten wurden und modernste Rüstungserzeugnisse nicht an die Ostfront geliefert wurden, um Bestände für den für 1942 voraussichtlichen Krieg gegen das Britische Empire und wahrscheinlich die USA aufzubauen. Dies sind alles Bausteine, welche das kommende deutsche Debakel in Russland erklären. Aber dazu kam, dass der Krieg an der Ostfront sich nicht nur auf übliche Fragen in den Bereichen Strategie, Taktik und Militärtechnik beschränkte. Krieg der Weltanschauungen Hitler sah im Unternehmen Barbarossa einen ideologischen Kampf gegen die Rasse von slawischen ‘Untermenschen’, welche nur zur Ausbeutung oder Vernichtung geeignet wären und welche von ‘bolschewistischen mehr …

1 Kommentar zu „Matilda II“

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