SdKfz 251 Ausf. A


SdKfz 251 Ausf. A

SdKfz 251 Ausf. A

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Im Blickpunkt:
  • Grille

    Grille und Bison, 15-cm schweres Infanteriegeschütz 33 (Sf) auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H oder Selbstfahrlafette 38(t) Ausf. M (SdKfz 138/1). Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell von Grille und Bison, sowie ihren Vorgängern Geschützwagen I Ausf. B, Sturmpanzer II und StuIG 33B. Grille oder Bison (SdKfz 138/1) Typ: Selbstfahrlafette für schweres Infanteriegeschütz. Grille / Bison Geschichte Die Infanterie-Bataillone der Wehrmacht verfügten zur direkten Feuerunterstützung neben vier 7,5-cm-Infanteriegeschützen auch zwei schwere 15-cm-Infanterie-Haubitzen. Beide waren sehr brauchbare und vielseitige Waffen und mit der Einführung motorisierter Verbände begann auch ihre Verwendung auf Selbstfahrlafetten. Die erste Form des sIG 33 auf Selbstfahrlafette erschien während des Westfeldzugs im Mai 1940 auf dem Fahrgestell des PzKpfw I. Das Fahrgestell des leichten Panzers war aber mit dem Geschütz völlig überladen und auch der Schwerpunkt lag viel zu hoch, sodass als Nächstes der PzKpfw II Ausf. C dafür verwendet wurde. Dieser Umbau war so erfolgreich, dass 1943 eine Version auf einem verlängerten Fahrgestell des Panzer II erschien. Allerdings sollten später alle verfügbaren PzKpfw II zur Herstellung der Wespe verwendet werden, sodass auch andere Fahrgestelle für das IG 33 verwendet wurden, darunter sogar PzKpfw III. Doch war dieses Fahrgestell für das IG 33 zu überdimensioniert und konnte ohne weiteres auch schwerere Waffen tragen, sodass nur lediglich 12 Stück gebaut wurden, welche an der Ostfront verwendet wurden. Deshalb wurde das sIG 33 hauptsächlich auf dem Fahrgestell des veralteten PzKpfw 38(t) montiert. Grille auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H Die Grille sollte ursprünglich aus dem überarbeiteten Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. M für Selbstfahrlafetten entstehen. Zweihundert sIG33 sollten auf diesen montiert werden. Am 1. Februar 1943 stimmte Hitler jedoch dem Vorschlag zu, das sIG33 auf das Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. H zu montieren, dessen Motor noch im hinteren Teil des Fahrzeuges lag, um die Grille so schnell als möglich zum Einsatz zu bringen. Zudem konnten beschädigte, von der Front zurückgeschickte PzKpfw 38(t), in die Grille umgebaut werden. Infolgedessen befahl Adolf Hitler, dass ab März 1943 alle zu reparierenden Fahrzeuge des ursprünglichen tschechischen Panzers zu diesem Zweck verwendet werden sollten. Zusätzlich wurde vereinbart, dass, nach dem der Bau von 200 Stück erfolgt war, alle weiteren Grille aus dem Umbau von der Front zurück geschickter PzKpfw 38(t) entstehen sollten. Das Standard-Fahrgestell der Ausf. H musste mit einem neuen Kampfraum überzogen werden, welcher über den hinten liegenden Motorraum erweitert wurde, um das schwere Geschütz und die zugehörige Munition aufzunehmen. Da der Motor hinten lag, begann der Kampfraum mit Kanone ähnlich wie bei einem Sturmgeschütz fast direkt vorne am Fahrzeug. Von Februar bis April 1943 wurden 90 Stück sowie ein Prototyp der Grille auf dem Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. H hergestellt. Die Grille wurde sofort an die schweren Infanteriegeschütz-Kompanien der Panzergrenadier-Regimenter ausgegeben. Sie wurde in Russland, Tunesien, Italien und Frankreich ab Anfang 1943 verwendet. Im Juni 1944 befand sich diese erste Version der Grille immer noch im Einsatz bei der 38. schweren Infanteriegeschütz-Panzerabteilung der 2. Panzer-Division in der Normandie. Jede Abteilung hatte sechs Fahrzeuge. Grille auf Selbstfahrlafette 38(t) Ausf. M Die ursprüngliche Bestellung von 200 Grille forderte zuerst die Verwendung des alten Fahrgestells der Ausf. H, um das Fahrzeug so schnell wie möglich in den Einsatz zu bringen. Neunzig wurden auf dem Fahrgestell der Ausf. H fertiggestellt und die verbleibenden 110 Stück des Auftrags wurden dann ab April 1943 auf dem neuen Fahrgestell der Ausf. M, welches extra für Selbstfahrlafetten entwickelt worden war, gebaut. Dieser Auftrag wurde im Juni 1943 abgeschlossen. Allerdings war das Fahrzeug so erfolgreich, dass ein weiterer Auftrag erteilt wurde und eine regelmäßige Serienproduktion begann ab Oktober 1943 und lief bis zum September 1944. Die Grille war das letzte Fahrzeug, welches auf der Selbstfahrlafette Ausf. M des ehemaligen PzKpfw 38(t) gebaut wurde und die letzten 10 Stück im September 1944 mussten auf Fahrgestelle montiert werden, welche ursprünglich für den Flakpanzer 38(t) gebaut worden waren. Wie beim Panzerjäger 38(t) Marder befand sich der Kampfraum auf dem hinteren Teil und der Motor in der Mitte des Fahrzeuges. Beim Aufrichten wurde die Kanone durch eine schwere Federklappe geschützt, welches ein Merkmal aller sIG33 (Sf) war. Insgesamt wurden 282 Grille auf Selbstfahrlafette Ausf. M gebaut und an allen Fronten bei den schweren Infanteriegeschütz-Kompanien (Sf) der Panzergrenadiere verwendet. Es wurde keine besondere Unterscheidung zwischen den beiden Versionen der Grille gemacht und im Februar 1945 waren immer noch 173 Stück im Einsatz. Auf der Selbstfahrlafette Ausf. M wurden zusätzlich von Januar bis Mai 1944 noch 102 Munitionstransporter gebaut, welche 40 Reservegranaten für die Grille transportieren konnten. Diese Munitionspanzer 38(t) (Sf) Ausf. M (Sdkfz 138) konnten bei Bedarf auch zu einer Grille mit 15-cm sIG33 umgebaut werden. Die Fahrzeuge mit dem sIG33 auf PzKpfw 38(t) wurden auch manchmal als Bison bezeichnet, womöglich zur besseren Unterscheidung derjenigen mit dem Kampfraum vorne auf PzKpfw 38(t) Ausf. H und hinten auf der neueren Ausf. M. Benutzer: Deutschland. Animation 3d-Modell Grille Weitere Selbstfahrlafetten mit 15cm sIG33 15cm sIG33(Sf) auf Panzerkampfwagen I Ausf. B Die erste Form des mobilen sIG33 trat während des Westfeldzugs im Jahr 1940 auf. Sie war entwickelt worden, um der motorisierten Infanterie (später Panzergrenadiere) schnell schwere Feuerunterstützung von einer selbstfahrenden, gepanzerten Plattform geben zu können, welche ihnen bei ihren Einsätzen dicht folgen konnte. Es war eine der einfachsten deutschen Konstruktionen an Selbstfahrlafetten, denn lediglich Turm und Aufbau wurden von dem PzKpfw I Ausf. B entfernt. Anschließend wurde ein großer kastenförmiger, oben und hinten offener Geschützschild auf die Wanne montiert. Das 15 cm sIG (schweres Infanteriegeschütz) auf seiner normalen Feldwagen, jedoch ohne die Lafetten-Räder, wurde in diesen Umbau montiert. Das war es und das Ganze wurde als Geschützwagen I Ausf. B bezeichnet. Die Selbstfahrlafette war kein besonders zufriedenstellender Umbau, da der Schwerpunkt ziemlich hoch lag und das Fahrgestell überladen war. Außerdem war der Panzerschutz schlecht. Aber er gab der deutschen Panzertruppe eine Vorstellung davon, was zukünftig von Selbstfahrlafetten erwartet werden musste. Die 38 im Februar 1940 umgebauten Fahrzeuge dienten zur Ausrüstung der sIG(Sf) Kompanien 701-706, die vor dem Angriff auf Belgien, Holland und Frankreich sechs Panzerdivisionen zugeordnet wurden. Sie befanden sich im Mai und Juni 1940 im Westen mehr …

  • Uniformen griechische Armee

    Armee und Geschichte Griechenlands im Ersten Weltkrieg. Organisation, Uniformen, Kriegsgliederung, Stärke und Verluste der griechischen Armee von 1917 bis 1918. Im Februar 1821 begann der entscheidende Aufstand der Griechen gegen das Osmanische Reich und sie erzielten am 3. Februar 1830 ihre Unabhängigkeit. Organisation der griechischen Armee Im Juli 1914 hatte Griechenland unter König Konstantin I. eine Einwohnerzahl von 4.733.013 Griechen sowie türkische und von mazedonisch-slawischen Minderheiten und umfasste etwa 122.000 km² des heutigen Griechenlands, mit Ausnahme von West-Thrakien (damals zu Bulgarien) und den italienischen Dodekanes-Inseln. König Konstantin war der Oberbefehlshaber der griechischen Armee (Ellinikos Stratos), welche in eine aktive Armee der Ersten Linie für Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren, in eine Reserve-Armee der Zweiten Linie für Männer von 24 bis 44 Jahren und eine weitere Reserve-Armee der Dritten Linie für Männer von 45 bis 52 Jahren organisiert war. Garnisonstruppen mit Pionieren und Nachrichten-Regimenter, sowie Eisenbahn-, Brückenbau-Pioniere und motorisierte Transport-Bataillone unterstanden direkt dem Armee-Hauptquartier. Griechenland war in fünf Militärbezirke unterteilt, die jeweils ein Armeekorps (I-V, im griechischen A-E) mobilisierten, aber das V. Korps wurde nur teilweise gebildet. Es gab 14 Divisionen (1-14). Ein Korps bestand aus einem 480 Mann starken Kavallerie-Regiment (im V. Korps nur ein Bataillon) mit vier Schwadronen zu je 120 Mann. Dazu ein Feldartillerie-Regiment mit vier Bataillonen (V. Korps nur drei Bataillone), jeweils mit drei Batterien zu 153 Mann, einem Pionier-Regiment mit sechs Kompanien (V. Korps, ein Bataillon mit vier Kompanien), ein Transport-Bataillon mit drei Kompanien (V. Korps nur zwei), ein Sanitäts-Bataillon sowie zwischen zwei und drei Divisionen. Eine Division (eigentlich eine reine Infanterie-Division) umfasste drei (5. Division nur zwei) Infanterie- und Evzone-Regimenter, jeweils mit drei 1.045 Mann starken Infanterie-Bataillonen zu je vier 253 Mann starken Schützenkompanien und einem Maschinengewehr-Zug sowie einem Gebirgsartillerie-Bataillon (drei Batterien zu je 103 Mann). Es gab insgesamt 41 Infanterie-Regimenter: 33 der Linie, 5 der Elite Evzones und drei kretische Regimenter. Die königlich-griechische Marine (Vasilikon Naftikon) war umfangreich, aber veraltet. Sie bestand aus 5 Vor-Dreadnoughts, einem Panzerkreuzer, einem leichten Kreuzer, 14 Zerstörer, 14 Torpedoboote und 2 U-Booten. Das im September 1912 aufgestellte Armee-Flieger-Korps (Ellinikos Polemikis Aeroporisas) wuchs auf drei Staffeln an. Zusätzlich gab es die Gendarmerie (Polizei: Elliniki Chorofilaki) mit 16 Fuß-Kompanien und drei berittenen Schwadronen. Geschichte Griechenlands im 1. Weltkrieg Der 1. Weltkrieg spaltete Griechenland in die neutrale Fraktion von König Konstantin, einschließlich des Oberkommandos der Armee, welche nicht in den Konflikt verwickelt werden wollte, und die Fraktion unter der Leitung des Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos, die es vorzogen, sich der Entente (Alliierten) anzuschließen. Venizelos Angebot an die Alliierten vom 5. März 1915, griechische Truppen an die Dardanellen zu schicken, wurde von König Konstantin abgelehnt, der damit seine Befugnisse als konstitutioneller Monarchen überschritt. Dies führte zum Rücktritt von Venizelos und verursachte eine andauernde Konstitution-Krise – das ‘Nationale Schisma’. Gemäß dem serbisch-griechischen Bündnisvertrag vom Mai 1913 mobilisierte Venizelos die griechische Armee im September 1915 und sanktionierte die Landung der alliierten Armee de l’Orient in Saloniki am 5. Oktober. Bulgarien erklärte daraufhin am 14. Oktober 1915 den Krieg an Griechenland, aber König Konstantins entschlossene Neutralität führte dazu, dass das griechische IV. Korps am 18. September 1916 das östlichen Mazedonien auf erniedrigende Weise übergab. Zwischenzeitlich hatte Oberst Zymbrakakis am 30. August 1916 mit Unterstützung der Alliierten einen Putsch in Saloniki durchgeführt und am 29. September bildeten Venizelos dort eine Provisorische Regierung, welche am 23. November den Mittelmächten den Krieg erklärte. Im September 1916 gründete – der nun Generalmajor – Zymbrakis die Nationale Verteidigungs-Armee (später als Korps bezeichnet) mit 60.000 Freiwilligen. Diese formierten sich in die Infanterie-Divisionen Arkhipelagnos, Kritis, Seres und Kiklades kai Ionia, benannt nach den Heimatgebieten der Freiwilligen. Die ersten drei dieser Divisionen kämpften von Dezember 1916 an der mazedonischen Front. Am 10. Oktober 1916 beschlagnahmten die Alliierten die Schiffe der griechischen Marine und legten eine Blockade über den größten Teil von Griechenland, um König Konstantin unter Druck zu setzen. Allerdings führte erst die alliierte Invasion von Thessalien schließlich dazu, dass die Stellung des Königs unhaltbar wurde. Er dankte am 12. Juni 1917 ab und ging freiwillig ins Exil. Am 27. Juni brach Griechenland unter Ministerpräsident Venizelos die Beziehungen zu den Mittelmächten ab und erklärte am 2. Juli den Krieg. Zwischenzeitlich hatten die Griechen auch wieder die Schiffe ihrer Marine zurückbekommen. Bis zum Juli 1918 befanden sich dann insgesamt 250.000 Mann in 7 griechischen Divisionen an der mazedonischen Front. Das I. Korps (1. 2., 13. Infanterie-Division) in Ost-Makedonien, das II. Korps (3., 4., 14. Infanterie-Division) im Abschnitt am See Dorian, sowie die 9. Infanterie-Division. Diese Verbände zeichneten sich in den letzten drei Monaten des Krieges aus und stellten Griechenlands Reputation bei den siegreichen Alliierten wieder her. Uniformen der griechischen Armee Im Jahre 1912 übernahm die griechische Armee, während sie sich in der Reorganisation befand, eine grünliche khaki-Felduniform. Im Bild weiter oben nicht dargestellt sind die zweireihigen, langen Übermantel für Offiziere mit Halskragen, mit zwei Reihen zu vier Metallknöpfen und rückseitigen Manschetten und der Einreiher-Mantel für andere Ränge. Neben der Schirmmütze gab es eine khakifarbene oder hellblaue Seitenkappe im französischen Schnitt. Die Schützen – oder in Griechisch Evzones – trugen eine khakifarbenen Fez und eine knielange, einreihige Tunika mit Fallkragen, fünf Knöpfen vorne, rückseitige Manschetten und senkrechte, schräg geöffnete Taschen mit dreispitzigen Klappen vor dem Taillen-Gürtel. Die Kartentaschenklappen und -manschetten waren rot gefärbt. Spezielle, eng anliegende Hosen waren entweder aus weißen oder khakifarbenen Tuch und wurden mit blauen und weißen Strumpfbändern knapp unter dem Knie befestigt. Die Schuhe waren aus naturfarbenen Leder mit schwarzem Woll-Pompon an der Vorderseite. Rangunterschiede waren auf dem Käppi in der Form von Pfeilen aus hellen, metallischen oder khakifarbenen Seidenspitze und Litzen sowie auf den farbigen Schultergurten auf der Tunika und dem Mantel vorhanden. Andere Ränge trugen ihre Rangabzeichen an den Manschetten. Die weiße (silberne) oder gelbe (Gold-) Spitzen wurde in verschiedenen Farben entsprechend der Waffengattung umrandet. Kriegsliederung Griechische Armee Kriegsgliederung der griechischen Armee vom 5. Oktober 1915 bis zum 11. November 1918. I. (‘A’) Korps (Athen, Einsatz in Rumelien und Thessalien) 1. Kavallerie-Regiment, 1. Feld-Artillerie-Regiment, 1. Pionier-Regiment, 1. Transportbataillon, Sanitätsbataillon 1. Division (Larissa, Einsatz in Thessalien): 4., 5. mehr …

  • Kapitulation Stalingrad

    Das Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg Die deutschen Pläne und Hoffnungen für das Jahr 1943 nach der Katastrophe von Stalingrad. Die deutsche Führung schaute Anfang 1943 auf die Zukunft mit guten und schlechten Aussichten. Die guten Aussichten bestanden aus zwei Umständen: Die Katastrophen, welche mit der Kapitulation der deutschen Sechsten Armee in Stalingrad ihren Höhepunkt erreicht hatten, konnten aufgehalten werden. Zum Zweiten waren endlich neue Waffen bereit zum Einsatz, darunter die dringend erwarteten Panther- und Tiger-Panzer. Zwischenzeitlich konnte der Verlauf der Kampfhandlungen an der Ostfront durch den Gegenangriff und der Rückeroberung von Charkow wieder gewendet werden, wodurch wieder neue Hoffnungen auf eine erneute Sommer-Offensive im Osten geweckt werden konnten. Allerdings war der Ausblick in Nordafrika im März – dem Monat der großen deutschen Siege im Osten – grimmig für die Achsen-Streitkräfte. Aber wenigstens wurde ein schneller alliierter Sieg in Nordafrika verhindert, welcher womöglich für den Sommer oder Herbst 1943 eine alliierte Invasion in Nordwest-Europa ermöglicht hätte. Selbst wenn nun nach einer erfolgreiche alliierte Offensive in Tunesien noch weitere Unternehmungen im Mittelmeer-Raum folgen sollten, wurde doch ein enormer Zeitgewinn geschunden. Weiterhin erschienen neue Waffen aus den Rüstungswerken in immer größeren Stückzahlen. Der Bau von U-Booten hatte einen Umfang erreicht, der es ermöglichte, immer Einhundert von ihnen gleichzeitig auf See zu halten. Die neuen, schweren Tiger-Panzer überwanden ihre anfänglichen technischen Probleme und der mittlere PzKpfw V Panther wurde zwischenzeitlich auch ausgeliefert. Es bestanden auch beste Aussichten, dass im Laufe des Jahres 1943 der monatliche Ausstoß dieser und anderer wichtiger Waffen – insbesondere Sturmgeschütze – ständig zunehmen würde. Von größter Wichtigkeit waren allerdings die Auswirkungen der Mobilisation auf die Heeresstärke. Die Kombination aus Rationalisierungen in der Industrie und der massive Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ermöglichte es, das Heer zu verstärken, sodass im Sommer 1943 die deutschen Armeen im Osten fast so stark waren, wie zwei Jahre zuvor. Die Versuche der Finnen, Ungarn und Rumänen, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden, wurden von der deutschen Führung wirksam ausgehebelt. Vom U-Boot-Krieg konnte erwartet werden, dass dieser die westlichen Alliierten während des Jahres 1943 ziemlich einschränken würde und es gab die Erwartung, dass im Verlauf dieses Jahres sich die Lage am Südabschnitt der Ostfront wieder erholen würde. Die nun freigemachten Verbände durch die Räumung der Frontvorsprünge von Demjansk und Rschew erlaubten zumindest den großen Angriff an einem Abschnitt der Ostfront. Die Kämpfe auf diesem Kriegsschauplatz würden weiterhin Priorität haben und würden auch mit großer Heftigkeit fortgesetzt werden. Der Druck, den Nazi-Deutschland durch die U-Boote auf die westlichen Alliierten und an der Landfront auf die Sowjetunion ausüben würde, könnte ein Durchkämpfen ermöglichen – zumindest bis daran die Allianz aus Großbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika zerbricht. Die tatsächlichen Ereignisse Nach dem erfolgreichen Unternehmen Torch rückten die Alliierten schnell vor und näherten sich Tunis im Januar 1943. Aber die Vorräte gingen zur Neige, und die deutschen Truppen schlossen sich mit Rommels Armee aus Libyen zusammen, um die noch ‘grünen’ Amerikaner am Kasserine-Pass zu schlagen. Dieser Rückschlag war aber nur vorübergehend. Montgomery überwältigte Rommel im Osten Tunesiens und die US-Streitkräfte unter einem neuen Kommandanten, dem Panzer-Taktiker George S. Patton, schlug hart aus dem Westen zu. Alliierte Luft- und Seestreitkräfte brachten fast alle Nachschubkonvois der Achsenmächte zum Erliegen. Die deutschen und italienischen Truppen in Afrika kapitulierten im Mai 1943. Für 75.000 Mann Verluste haben die Alliierten alleine 250.000 Kriegsgefangene eingebracht. Der Feldzug unterstrich die Bedeutung Maltas, dessen Verbleib in alliierten Händen die Grundlage für die Luft- und Seeherrschaft der Briten bildete. Zusätzlich half ULTRA Montgomery dabei, Rommel zu besiegen und die Achsen-Konvois mit erstaunlicher Präzision durch Flugzeuge zu zerschlagen. Eisenhower erwies sich als ein begabter alliierter Führer mit viel politischem Verständnis und Pattons Fähigkeiten als Kommandant der Panzerstreitkräfte zeichneten sich ab. Rommels Ruf von Ritterlichkeit sowie brillante Taktiken blieb erhalten, obwohl dies zum Teil eine Folge des öden Landes und des geringen Rassenwahns war, in dem der Feldzug geführt wurden. Denn weniger zivile Opfer bedeuten auch weniger unnötige Brutalität. Dieser Sieg half den Alliierten ungemein. El Alamein, zusammen mit Stalingrad, überzeugte einige Vichy-Befehlshaber, es mit den Alliierten zu versuchen. Franco, schon immer ein Opportunist, weigerte sich, die Deutschen durch Spanien zum Angriff auf Gibraltar ziehen zu lassen. Diese britische Enklave im Süden Spaniens garantierte den Alliierten den sicheren Zugang durch die Meerenge in das Mittelmeer. Das was Churchill als ‘Tunisgrad’ bezeichnete und höhere Verluste und größere Folgen für die Achsenmächte hatte, als die Schlacht im Südosten Russlands an der fernen Wolga, war das Ergebnis der alliierten Behauptung von Malta und Gibraltar. Auf der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 plädierte Roosevelt für eine Landung im deutsch-besetzten Frankreich in diesem Sommer. Churchill forderte dagegen Maßnahmen in Italien oder auf dem Balkan. Als Kompromiss einigte man sich auf Sizilien. Die Invasion Siziliens begann im Juli mit einem Angriff von 160.000 Amerikanern, Briten und Kanadiern, unterstützt von 4.000 Flugzeugen und mächtigen Seestreitkräften. Die britische 8. Armee unter der Führung von Montgomery landete ungehindert in der Nähe von Syrakus und zog nach Norden, bevor sie von deutschen Einheiten rund um den Ätna zum Stehen gebracht wurde. Die amerikanische 5. Armee unter George Patton landete in Gela, schlug Gegenangriffe der Achsenstreitkräfte ab und marschierte entgegen der Befehle über Palermo nach Messina, wo sie noch vor Montgomery im August einmarschierte. Die Invasion war aber nur ein Teilerfolg. Die Alliierten sammelten Erfahrungen mit amphibischen Operationen, veranlassten den faschistischen Großen Rat, Mussolini zu entlassen und Gespräche über die Kapitulation aufzunehmen und sicherten die Insel. Aber sie konnten 100.000 deutsche und italienische Soldaten nicht daran hindern, zusammen mit 10.000 Fahrzeugen auf das italienische Festland zu entkommen. Churchill forderte nun eine Invasion Italiens, von der er behauptete, dass sie den ‘weichen Unterbauch’ der ‘Festung Europa’ treffen wird, um die Deutschen zu zwingen, Divisionen aus Russland abzuziehen und damit Montgomery mit der britischen 8. Armee die Gelegenheit weiterer Siege eröffnen würde. Roosevelt dagegen favorisierte eine Landung in Südfrankreich, gab dann aber nach, da seine Luftwaffen-Führung Bomberbasen in Italien haben wollte. Die Invasion begann im September 1943. Montgomery nahm Reggio und Tarent und bewegte sich geschickt auf der mehr …

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