15cm sIG33 auf Fgst PzKpfw II (Sf).


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Im Blickpunkt:
  • PzKpfw III in Strassenkämpfen

    Zweiter Weltkrieg, Zusammenfassung des Verlaufs von 1941 bis 1942, dem Höhepunkt der Expansion der Achsenmächte und die endgültige Kriegswende (Teil II). Hier zu Teil I: Zweiter Weltkrieg Verlauf 1939-40. Der Mittelmeer-Raum Hitler wollte mit dem Angriff auf die Sowjetunion seine alten Träume realisieren, neuen ‘Lebensraum’ für die Deutschen zu erobern. Deshalb ließ er bereits ab Herbst 1940 das Unternehmen Barbarossa planen und vorbereiten. Der geplante Termin für den Beginn des Angriffs war Mai 1941, welcher durch unerwartete Ereignisse auf dem Balkan ins Wanken geriet. Das Scheitern der italienischen Armee gegen Griechenland führte dazu, dass die griechischen Streitkräfte ihrerseits halb Albanien erobern konnten. Dazu kam noch ein Putsch in Belgrad, nachdem Jugoslawien am 25. März 1941 dem Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan beigetreten war. Um ein Festsetzen der Briten in Griechenland zu verhindern, musste Hitler militärische eingreifen und dies war eigentlich mit jugoslawischer Hilfe geplant. Nun musste der Balkanfeldzug gegen beide Staaten geführt werden. Der Angriff begann am 6. April 1941 und die Kämpfe endeten wie erwartet recht schnell im gleichen Monat. Die Luftlandung auf Kreta in der zweiten Maihälfte forderte jedoch hohe Verluste, beendete aber den Feldzug offensichtlich. Jedoch blieben von nun an neben den Italienern und Bulgaren auch starke deutsche Truppenverbände auf dem Balkan gebunden, da vor allem in den zerklüfteten Gebieten Jugoslawiens bald ein heftiger Partisanenkrieg unter der Leitung von Josip Broz Tito ausbrach. Der Mittelmeer-Raum wurde nun auch zu einem deutschen Kriegsschauplatz, da nach schweren Niederlagen der Italiener gegen die Engländer in Nordafrika Rommels Afrikakorps bereits ab Ende 1940 zur Unterstützung der glücklosen Verbündeten nach Libyen geschickt wurde. Diesem gelang es durch einen kühnen Vorstoß die britische Armee zu verjagen, die ägyptische Grenze wieder zugewinnen und Tobruk unter Belagerung zu stellen. Russland-Feldzug Der Balkanfeldzug führte zu einer Verzögerung des Unternehmen Barbarossa, dem Russland-Feldzug, was nicht ohne wesentliche Auswirkungen bleiben sollte. Daher erfolgte der Angriff auf die Sowjetunion erst im Morgengrauen des 22. Juni 1941, als sich die größte Streitmacht der Militärgeschichte in Bewegung setzte. Über drei Millionen Mann hatte Hitler für den Russland-Feldzug aufmarschieren lassen und Stalin scheint dies trotz aller Warnungen bis zuletzt völlig ignoriert zu haben. Nicht zuletzt aus diesem Grund brach eine ungeheure Katastrophe über die Rote Armee von 1941 herein, welche in gigantischen Kesselschlachten hunderttausende Kriegsgefangene und massenhaft Kriegsmaterial verlor. Diese Ereignisse versetzten die deutsche Führung anfangs und zum letzten Mal in den Glauben, daß der Krieg nun schon so gut wie gewonnen sei und schienen den schlechten Eindruck über die Rote Armee, der seit dem Winterkrieg gegen Finnland vorherrschte, zu bestätigen. Jedoch retten der weite Raum Russlands und dessen schier unerschöpfliche Menschen-Reservoir, die strategischen Fehlentscheidung der deutschen obersten Führung und die sofort nach Kriegsausbruch kriminelle Behandlung der ‘Untermenschen’ im Osten, welche den Widerstandswillen nie erlöschen ließ, Stalins Sowjetunion. Als der Kreml in Moskau schon in Sichtweite der Scherenfernrohre der vordersten Stoßtrupps war und die deutschen Truppen nochmals unter letzter Kraftanstrengung versuchten, den Feldzug noch 1941 siegreich zu beenden, kam mit dem eiskalten Winter noch der stärkste Verbündete Russlands hinzu. So wurde Stalins Ignorieren der Bedrohung durch Hitlers Leichtfertig wieder ausgeglichen. Auf Geheiß letzteren wurden die deutschen Soldaten ohne Winterausrüstung oder ausreichende Reserven und Verstärkungen losgeschickt, denn vor dem Wintereinbruch sollte ja alles vorbei sein – oder ‘musste alles vorbei sein’, denn sonst wäre ja eigentlich sowieso schon alles verspielt, wie dem Führer in klaren Stunden durchaus bewusst war. Hitlers Charakter ignorierte dies dann aber in zunehmender Selbsttäuschung bis zum Schluss erfolgreich. So ließ der recht frühe Wintereinbruch den als entscheidend erhofften deutschen Angriff auf Moskau im Schnee steckenblieben und Marschall Schukow konnte am 5. Dezember 1941 mit einer überraschenden Gegenoffensive mit bestens für den Winter ausgerüsteten Sowjetsoldaten beginnen. Drei Tage später ging dann die Führerweisung Nr. 39 ein, in welcher der ‘Übergang zur Verteidigung’ befohlen wurde. Das war zwar nur die symbolische, aber die eigentliche Wendung des Zweiten Weltkriegs, denn noch hatten die deutschen Truppen fast ganz Europa unter ihrer Kontrolle. Der weltweite Konflikt Zwischenzeitlich wurde der Krieg nun auch vollends zu einem Weltkrieg, denn am 7. Dezember hatte ein japanischer Flugzeugträger-Kampfverband Pearl Harbor überfallen und die Vereinigten Staaten befanden sich nun offiziell im Krieg. Die Spannungen zwischen den Japanern und Amerikanern waren über die Situation im Pazifik schon seit vielen Jahren angewachsen. Japan hatte bereits 1931 durch die Besetzung der Mandschurei mit seiner Expansion in Ostasien begonnen. Seit 1937 befand sich Japan mit National-China unter Tschiang Kai-schek in einem unerklärten Krieg und von nun an standen sie den amerikanischen Export-Interessen im Weg, denn China war ein wichtiger Markt. Seitdem kam es immer wieder und zu vermehrten Reibungen zwischen Washington und Tokio. Deshalb war US-Präsident Roosevelt, welcher von 1933 bis 1945 regierte, an einer kriegerischen Entscheidung um die Vormachtstellung, sowohl in Asien als auch in Europa, interessiert. Hierfür stellte er gegenüber dem japanischen Kaiserreich Bedingungen, welches die stolzen Japaner unmöglich erfüllen konnten, ohne ihr Gesicht zu verlieren. In Europa unterstützte er Großbritannien, wie bis zu seiner Niederlage auch Frankreich, derart einseitig mit Waffen, Ausrüstungen und Gütern seit Beginn des Zweiten Weltkriegs und ließ einen ‘unerklärten Krieg’ im Atlantik führen, sodass Hitler unvermeidlich herausgefordert werden musste. Nachdem den Japanern klar geworden war, dass für sie keine annehmbare Lösung in Verhandlungen möglich war, entschlossen sie sich zu dem Überfall auf Pearl Harbor, um die amerikanische Flotte gleich zu Beginn des Krieges im Pazifik auszuschalten. Dieser, sehr wohl von Roosevelt insgeheim herbeigesehnte Angriff, vereinigte die eigentlich Kriegs-unwillige amerikanische Bevölkerung hinter ihrem Präsidenten, welcher dadurch Japan den Krieg erklären konnte. Gegenüber dem Deutschen Reich war die Situation komplizierter, doch wie auf Zuruf nahm Hitler dem US-Präsidenten dieses Problem durch seine eigene Kriegserklärung gegenüber den USA ab. Hochwasser-Linie der Achsenmächte Trotzdem sah das erste Jahr des vollständigen globalen Konflikts noch einmal große Erfolge der Achsenmächte. Dabei eroberten die Japaner, welche von den Amerikanern anfangs schwer unterschätzt wurden, in einem ‘Blitzkrieg zur See und zur Luft’ ganz Südostasien und den westlichen Pazifik. Die Wehrmacht, zusammen mit den Verbündeten Rumänen, Ungarn, Italienern, Slowaken und Kroaten, stieß im Rahmen von Fall Blau bis an die Wolga nach Stalingrad mehr …

  • Webley 0.455in Revolver

    Revolver Webley .455in, Fosbery, Webley .38in Mk 4, Enfield. No.2. Englische Revolver im Ersten und Zweiten Weltkrieg: Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Pistolen Webley .455in, 0.38in Mk 4, Fosbery, Enfield No.2 Typ: Revolver. Englische Revolver Webley .455in Revolver Die 0,455-inch-Kartusche, welche von den Webley-Revolvern verfeuert wurde, war tatsächlich vom Kaliber 0,441 inch (11,2 mm) und der Entwurf spiegelte die Erfahrungen aus den Kolonialkriegen wider. Die Patrone war als ‘Mann-Stopper’ entworfen worden, zum Einsatz auf kurzen Entfernungen gegen anstürmende Horden von Eingeborenen. Deshalb war die schwere Kugel und die kräftige Treibladung sicherlich für diese Aufgabe geeignet. Die Pistole, welche für den Einsatz mit dieser kräftigen Kartusche vorgesehen war, wurde bei Webley & Scott Limited in Birmingham gebaut. Dort wurde der erste .455in Revolver im Jahr 1887 gebaut. Dieser Webley & Scott Mk I war der Vorläufer einer Reihe von weitgehend ähnlichen Modellen, von denen noch viele irgendwo verwendet werden. Der Mk I hatte einen nach oben öffnenden Rahmen, mit einem automatischen Auswurf-System, welches die verbrauchten Kartuschen hinauswarf, wenn der Rahmen geöffnet wurde. Der Griff hatte eine markante Form, welcher als ‘Vogelkopf’ bezeichnet wurde und ein Schlüsselring wurde als unentbehrlich zum Tragen angesehen. Ein 102 mm langer Lauf wurde verwendet, aber spätere Mark-Versionen verwendeten auch 152 mm lange Läufe. Nach dem Mark I kamen eine große Anzahl an anderen Mark- und Unterversionen mit Detail-Verbesserungen oder Veränderungen an der Lauflänge. Der gesamte Mechanismus änderte sich aber nicht groß, obwohl beim Erscheinen des hauptsächlichen Modells während des Ersten Weltkriegs sich die Schaft-Form änderte und einige Veränderungen an den Zielvorrichtungen vorgenommen wurden. Der Mark VI wurde der typische Webley .455in Revolver des Ersten Weltkriegs, aber viele der vorhergehenden Mark-Reihen wurden ebenfalls weiterhin verwendet. Der Mark VI war eins sehr gut verarbeiteter und solider Revolver. Er war auch sehr groß und so etwas wie eine Handvoll Tragetasche, welche abgefeuert werden konnte. Die kräftige Kartusche verursachte einen ebenso kräftigen Rückschlag und es wurde empfohlen, ihn nur auf einer sinnvollen Kampfentfernung von wenigen Metern zu verwenden. Für den Grabenkrieg war dies ideal und kein Problem und der Webley wurde zur bevorzugten Waffe für Grabenüberfälle und den Nahkampf. Unter diesen Umständen hatte der Webley einen weiteren großen Vorteil, da er sehr genügsam war und mit dem Dreck und Schlamm, in dem er oft verwendet wurde, kein Problem hatte. Selbst ein verklemmter oder leer geschossener Webley konnte noch als wirksame Keule verwendet werden.   Diese Eigenschaft wurde noch dadurch gesteigert, als das Pritchard-Greener-Revolver-Bajonett eingeführt wurde, welches ein spitzenartiges Bajonett- oder Grabenmesser war, welches über die Mündung mit einem Metallgriff gezogen und gegen den Revolver-Rahmen gedrückt wurde. Diese furchterregende Kombination aus Pistole und Bajonett wurde jedoch nur selten verwendet, da sie niemals offiziell von der Britischen Armee übernommen wurde. Ein sinnvolleres Gerät war jedoch ein Nachlader, mit dem sechs Patronen umgehend in den offenen Zylinder eingeführt werden konnten. Webley-Fosbery Revolver Der Webley-Fosbery Revolver wurde von Oberst G.V. Fosbery (ausgezeichnet mit dem Victoria Cross) entworfen. Die Waffe ist eine Klasse für sich, da es sich um einen automatischen Revolver handelt. Das ursprüngliche Patent wurde 1896 angenommen und die Produktion von Webley & Scott aufgenommen, wobei die daraus resultierenden Pistolen Kammern für die Standardkartusche 0,455 inch (eigentlich aber 0,441 inch bzw. 11,2 mm) erhielten.   Die Funktion der Webley-Fosbery Revolver war einzigartig. Beim Schießen drückte der Rückstoß den Lauf, Zylinder und Oberrahmen entlang einer Schiene über den Griff zurück. Dadurch wurde der Abzugshahn und eine Rückstellfeder im Inneren des Kolbens gespannt und dieser gesamte Teil der Waffe ging wieder in seine Ausgangsposition zurück. Dabei lief ein Bolzen innerhalb der Schiene durch eine abgewinkelte Nute, die in den Zylinder eingearbeitet war, um ihn in die nächste Position mit einer neuen Patrone zu drehen. Das System hatte eine große Anziehungskraft auf diejenigen, die dachten, dass sie nur noch den Abzug drücken müssten, um schnell Schuss auf Schuss abfeuern zu können. In der Praxis war es allerdings nicht so einfach. Ein unmittelbarer Nachteil war, dass die gesamte Funktion sehr viele mechanische Funktionen einband. Der gesamte obere Rahmen, der sich hin und her bewegte, verstärkte die ohnehin schon beachtliche Kraft durch den heftigen Rückstoß und machte die Pistole zu einer unbändigen Bestie beim Schießen. Ein weiterer Nachteil war, dass der Schütze den Kolben sehr fest halten musste, sonst funktionierte das gesamte System nicht, denn der Griff des Schützen diente als Basis für den gesamten Mechanismus. Dennoch wurde der Webley-Fosbery Revolver in beträchtlicher Zahl an britische Offiziere verkauft, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs ihre eigenen Faustfeuerwaffen mitbringen mussten. Viele wurden auch an das Personal des Royal Flying Corps verkauft, welches glaubte, dass die automatische Funktion von großem Vorteil sein würde, wenn es darum ging, feindliche Flugzeuge aus dem Cockpit heraus zu bekämpfen. Sie stellten jedoch bald fest, dass die beträchtlichen Bewegungen der Waffe beim Schießen die Verwendung während des Fluges noch schwieriger machten, als es ohnehin schon war. Aus all diesen Gründen wurde der Webley-Fosbery nie offiziell von den britischen Streitkräften übernommen. Dies war auch gut so, denn wenn sie in den Schützengräben eingesetzt wurden, wurde ihr größter Nachteil noch offensichtlicher. Da die gesamte Funktion auf einer fließenden Bewegung durch sorgfältig bearbeitete Nuten beruhte, führte das Zusetzen dieser mit Schmutz, Staub und Schlamm zu einer Blockade. Da die meisten der für die Funktion wichtigen Rillen und Nuten vollständig offen lagen, wurden sie schnell voll von allen möglichen Ablagerung des Grabenkrieges verdreckt und der Benutzer der Waffe musste ständig darauf, dass sie sauber war. Viele Offiziere kapitulierten vor dieser Aufgabe und verwendeten fortan weniger lästige Pistolen. Webley .38in Mk 4 Revolver Der Webley .455-Revolver des Ersten Weltkriegs war zwar ein wirkungsvoller ‘Mann-Stopper’, aber auch eine schwere und gewaltige Waffe, die im Allgemeinen nur in den Händen eines hoch qualifizierten Schützen effektiv war. Solche Männer konnten aber unter den Anforderungen des Krieges nicht ausgebildet werden. Infolgedessen beurteilte die britische Armee nach dem Ersten Weltkrieg die Ballistik für Revolver neu und entschied, dass es möglich sein würde, mit einem Geschoss von 200 Grain (knapp 13 Gramm) und 0,38 inch (9,65 mm) ein ausreichend tödliches Ergebnis zu erzielen. Folglich mehr …

  • Eiserne Kreuz 1939

    Eisernes Kreuz und Gefallen an der Ostfront. Bilder vom Onkel des Autors in verschiedenen Wehrmachts-Uniformen der Panzer-Divisionen. Er erhielt als Panzerabwehr-Kanonier bei der 8. Panzer-Division im Raum Tarnopol an der Ostfront das Eiserne Kreuz und ist zwei Tage später – am 28. Juli 1944 – gefallen. Zur Vergrößerung bitte auf eines der Fotos klicken. Vorherige Seite: an der Ostfront 1944 Nächste Seite: Wehrpass der Wehrmacht Geschichte des Eisernen Kreuz Napoleonische Kriege Das Eiserne Kreuz wurde vom König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., am 10. März 1813, dem Geburtstag seiner Königin Louise, eingeführt. Preußen begann damals gerade, zusammen mit Russland, sich in den ‘Befreiungskriegen’ gegen die Unterdrückung Napoleons aufzulehnen. Selbstaufopferung, Mut und Tapferkeit im Streben nach Freiheit sollten durch die Verleihung dieses Eisernen Kreuzes anerkannt werden. Es gilt als gesichert, dass die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse an Generalleutnant von Borke am 2. April 1813 für die Schlacht bei Lüneberg erfolgte. Im Jahr 1813 wurden rund 16.000 Eiserne Kreuze Zweiter Klasse vergeben. Die genaue Anzahl ist umstritten, da eine Reihe von Quellen unterschiedliche Schätzungen wiedergeben. Da die Original-Aufzeichnungen aus dieser Zeit verloren gingen, lasst sich die genaue Anzahl nicht mehr ermitteln. Aber bekannt ist, dass eine Handvoll der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse von 1813 auch an Frauen vergeben wurde. Das Eiserne Kreuz Zweite Klasse wurde an die Kämpfer mit einem Band ausgeben, welches hauptsächlich schwarz war und zwei weiße Randstreifen hatten. Um auch Verdienste oder Tapferkeit von Nicht-Kombattanten, wie zum Beispiel Sanitäter oder Chirurgen, zu würdigen, wurde ein spezielles Band mit umgekehrter Farbanordnung ausgegeben, also mit weißem Band und schwarzen Randstreifen. Das erste Eiserne Kreuz Zweiter Klasse für Nicht-Kombattanten ging an General von Esloeg, Militärgouverneur von Berlin. Um die Wertschätzung für die Empfänger des Eisernen Kreuzes weiter zu erhöhen, befahl Friedrich Wilhelm, dass die Prinzen von Königsblut nur die zweite Klasse erhalten sollten. Am 5. Mai 1814 befahl der König zusätzlich zur ursprünglichen Satzung, dass ‘Jeder Soldat, der bei einer heldenhaften Handlung starb, die nach dem einstimmigen Urteil seiner Führer und Kameraden das Eiserne Kreuz verdient hätte, wird nach seinem Tod durch ein Denkmal in der Kirche seines Regiments auf Kosten des Staates geehrt.’ Die Gesamtzahl der Auszeichnungen vom Eisernen Kreuz Erster Klasse während der Napoleonischen Kriege lag bei etwa 635 bis 670, wobei das Erste am 17. April 1813 in der Schlacht von Warfed an General von Helwig vergeben wurde. Deutsch-Französicher Krieg 1870/71 Die beeindruckende Staatskunst von Otto von Bismarck hatte Preußen sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht unglaubliche Fortschritte eingebracht. Abgesehen von einem kurzen und erfolglosen Zwischenspiel revolutionärer Aktivitäten im Jahr 1848, erlebte es eine Zeit des Friedens und des Wohlstands bis 1864. Dann folgte ein Streit mit Dänemark über die Gebiete Schleswig-Holsteins, was zu einer gemeinsamen österreichisch-preußisch-bayerischen Besetzung dieses Gebietes führte. Die Dänen waren schnell besiegt, aber das Dreier-Bündnis war nur von kurzer Dauer und 1866 übernahm Preußen die alleinige Kontrolle über Schleswig-Holstein. Innerhalb weniger Wochen hatte Preußen auch die Kontrolle über Sachsen, Hannover und Hessen übernommen und die Österreicher in der Schlacht von Königgrätz besiegt und sich damit als unangefochtener Herrscher über den größten Teil Deutschlands – mit Ausnahme des katholischen Südens – etabliert. Preußen hatte jedoch mit den meisten dieser Staaten, aber auch mit Russland im Osten, geheime Verträge und konnte sich so sicher fühlen. Die kluge Staatskunst von Bismarck führte dazu, dass Österreich-Ungarn eine sehr günstige Friedensregelung erhielt. Es sollten keine Besatzungstruppen auf österreich-ungarischen Boden stationiert werden, ebenso wenig wie lähmende Reparationen. Bismarck wusste, dass die Franzosen der größte potenzielle Feind der Bestrebungen Preußens, ein Deutsches Reich zu schaffen, waren. Deshalb wollte er freundschaftliche Beziehungen zu den Österreichern im Falle eines zukünftigen europäischen Konflikts unterhalten. Der französische Kaiser Napoleon III. war verständlicherweise wütend über den Gedanken, als später auch noch Spanien drohte unter preußischen Einfluss zu geraten. In Unkenntnis der wahren Stärke des aufkommenden deutschen Nationalismus, der in all den noch vereinzelten deutschen Staaten spürbar wurde, tauschte Napoleon in diplomatischen Schreiben Beleidigungen mit den Preußen aus. Diese wurden von Bismarck geschickt so konstruiert, dass diese Napoleon III. provozierten, woraufhin er im Juli 1870 Preußen den Krieg erklärte. Die Franzosen waren zuversichtlich, dass sich die süddeutschen Staaten an Frankreich binden würden. Umso mehr waren sie entsetzt, als alle Deutschen fest hinter Preußen standen. Die deutschen Streitkräfte fegten im 1870/71 deutsch-französischer Krieg durch Frankreich und innerhalb von vier kurzen Wochen wurde die französische Armee in Metz zusammen mit ihrem Kaiser eingeschlossen und dieser bei Sedan gefangen genommen. Die französische Armee war vernichtet, trotzdem wurde Paris verteidigt und belagert und Franceurs führten einen erbarmungslosen Guerilla-Krieg gegen die Deutschen. Bereits am 19. Juli 1870 gab König Wilhelm I. von Preußen eine Proklamation heraus, welche wieder die Ausgabe des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse beinhaltete. Da erst nach Kriegsende eine Reihe der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse fertiggestellt werden konnten, welche für Kämpfe im Jahr 1870 verliehen worden waren, sind die Schätzungen über die Anzahl der vergebenen Auszeichnungen unklar. Wenn man die verschiedenen Quellen im Mittel nimmt, kommt man auf eine Anzahl von rund 41.770 Auszeichnungen, davon 3.500 an Nicht-Kombattanten. Es sind sogar eine Reihe von Briten unter den Ausgezeichneten von 1870. Darunter General Sir C.P.B Walker, die Chirugen im Generalsrang J.H.K.Innes und W.G.N.Manley (auch Victoria Cross), General Sir Henry Brakenbury und Captain Sir James Lumsden Seaton. General Manley ist ein besonders interessanter Fall. Manley, der für die B-Abteilung der Britischen Ambulanz zuständig war, welche der preußischen 22 Infanterie-Division angegliedert war, erhielt das Eiserne Kreuz für sein ‘hingebungsvolles und ausgezeichnetes Verhalten bei der Suche nach Verwundeten und deren Pflege bei der 22. Division in den Kämpfen von Chateauneuf und Bretoncelle am 18. und 21. November und den Schlachten um Orleans und Cravant vom 10. Dezember 1870’. Die Gesamtzahl der Eisernen Kreuze Erster Klasse von 1870 schwankt zwischen 1.230 bis 1.903, je nach Quelle. Aber bei den meisten Quellen liegt die Zahl um die 1.300. Die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes Erster Klasse von 1870 ging an Generalfeldmarschall von Steinmek, einen Veteranen der Befreiungskriege, der bereits das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse von 1813 trug. Erster Weltkrieg mehr …

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