15cm sIG33 auf Fgst PzKpfw II (Sf).



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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Seeschlacht von Navarino

    Der griechische Unabhängigkeitskrieg von 1821 bis 1829. Teil II der Griechischen Revolution. Hier zu Teil I: die Griechische Revolution. Der griechische Unabhängigkeitskrieg Mit dem Erscheinen von Mehmed Ali, Pascha von Ägypten und eigentlich Vasall des Sultans in Konstantinopel, im Jahr 1824 beginnt die dritte Phase der griechischen Revolution. Ali versuchte, den Sultan zu stürzen oder die Unabhängigkeit zu erlangen, während er sich ihm vordergründig anschloss, um sich seine Gunst zu sichern. Die türkisch-ägyptische Flotte ankerte bei Pylos im Golf von Navarino, während die türkisch-ägyptische Armee, die nach französischen Maßstäben und unter französischen Offizieren reformiert worden war, damit begann, die griechische Revolution in Blut zu ertränken. 1826 fällt nach hartnäckigen Widerstand Missolunghi. In der Zwischenzeit hatte sich jedoch das politische Gleichgewichtssystem in Europa verschoben. Die drei Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland konnten angesichts dieser eher unerwarteten Entwicklung in Griechenland nicht passiv bleiben. Zwar verurteilte der Österreicher Metternich den Aufstand gegen die legitime Herrschaft des Sultans, aber der neue Zar Nikolaus I. steht ihr aus orthodoxer Verwandtschaft, Türkenfeindschaft und wegen dem alten russischen Ziel, das Mittelmeer zu erreichen, positiv gegenüber. 1827 treten dann im Londoner Vertrag Großbritannien, Frankreich und Russland für die griechische Unabhängigkeit ein. Die drei Großmächte versuchten nun den Konflikt zu beenden, ohne in militärische Auseinandersetzungen mit den Osmanen, weder zu Lande noch zur See, zu geraten. Auch wenn die Admirale der alliierten Flotte keine direkten Befehle hatten, war ihre Beteiligung an dem Zustandekommen der Seeschlacht von Navarino im Jahr 1827 nicht so ganz ‘zufällig’. Die Großmächte, vor allem Großbritannien, konnten eine ägyptische Vorherrschaft unter dem Einfluss Frankreichs im östlichen Mittelmeer nicht dulden, da dies das Gleichgewicht der Kräfte untergraben würde. Die Abfolge der Ereignisse, wie sie sich aus türkischer Sicht darstellte, deuten darauf hin, dass die alliierten Flotten nicht nur zum Überwintern in den Golf von Navarino einliefen, sondern mit aggressiven Hintergedanken. Offensichtlich hatten sie den Schlagabtausch unter dem Vorwand eingeleitet, dass Ibrahim sich nicht an das gehalten, was vereinbart worden war, nämlich untätig zu bleiben. Das erklärte Ziel war jedoch, die türkisch-ägyptische Flotte vom Peloponnes zu vertreiben oder zumindest zurückdrängen, was unter den gegebenen explosiven Rahmenbedingungen nicht möglich war. Es brauchte ein vielleicht nur ungeplantes Ereignis, um die Kettenreaktion auszulösen. Es folgte die Vernichtung der türkisch-ägyptischen Flotte durch das britisch-französische-russische Geschwader. Die Seeschlacht von Navarino war ein entscheidender Wendepunkt für die griechische Revolution. Der Weg zur Unabhängigkeit der Griechen war danach kaum noch aufzuhalten, denn nun drehten sich die Interessen der europäischen Großmächte um 180 Grad zugunsten der Griechen. Der Tod des widerwilligen Zars Alexander I. und die Nachfolge durch den mehr resoluten Nikolaus I. im Jahr 1825 und später der Fall des britischen Premierministers, dem Duke von Wellington, im Jahr 1830, halfen der griechischen Sache. Großfürst Kapoditrias wurde Regent und errichtete von Naupalia auf der Peloppones aus eine eigene, griechische Verwaltung. Ein französisches Expeditionskorps unter Nicolas Joseph Maison traf zur Verstärkung der Griechen ein und befreite Morea. 1828/1829 kommt es zu einem weiteren russisch-türkischen Krieg, welcher unter preußischer Vermittlung 1829 im Friede von Adrianopel (Edirne) beendet wird. Dadurch gewinnt Russland die Donaumündung und Griechenland als Protektorat. Auf der Londoner Konferenz von 1830 wird das ‘Londoner Protokoll’ am 3. Februar mit der Unabhängigkeit Griechenlands, der Vertrag von Konstantinopel und schließlich das Protokoll vom 18. Juli und 3. August 1832 unterzeichnet, in dem die Grenzen Griechenlands festgelegt wurden. Für die meisten griechischen Patrioten war jedoch klar, dass dies nur ein erster Schritt sein konnte, denn mehr als die Hälfte der griechischen Bevölkerung lebte noch außerhalb dieser Grenzen unter der Herrschaft des Sultans in Konstantinopel. Schon von Anfang an hatten die Griechen versucht, ein demokratisches Gemeinwesen zu errichten. Sie waren keine Räuberbande, die sich alles nehmen wollte, was sie konnte, oder ihre Gesetze nach Belieben durchsetzte, sondern sie organisierten von Anfang an eine nationale Bewegung mit einem moralischen und ideologischen Hintergrund. Andernfalls hätte sie nicht die weit verbreitete Sympathie großer Bevölkerungsgruppen in Europa und der Vereinigten Staaten für ihren Kampf gewinnen können. Schon in der ersten Verfassung hieß es, Griechenland würde all jenen Asyl gewähren, ‘die wegen ihres Kampfes für die Freiheit verfolgt werden’. Nach der Ermordung von Großfürst Kapodistrias wurde Otto I. von Wittelsbach als König gewählt. Griechenland erhielt zwar 1844 eine Verfassung, aber die absolutistische Herrschaft des bayerischen ‘Othon’ endete 1862 in dessen Absetzung. Eine weitere Folge der griechischen Revolution war die Auflösung der ‘Heiligen Allianz’ wegen des Gegensatzes zwischen Russland und Österreich-Ungarn in der ‘orientalischen Frage’ und den Interessen auf dem Balkan. Die Revolution auf Kreta Die Revolution auf Kreta wurde bereits im April 1821 ausgerufen. Die große Insel liegt ziemlich weit vom übrigen Griechenland entfernt, und daher war die Entsendung von militärischer Hilfe schwierig. Außerdem lebte auf Kreta eine beträchtliche muslimische Minderheit, die fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachte. Trotz dieser widrigen Umstände wurde der Beitritt zur Revolution bei Treffen mit lokalen Anführern und Würdenträgern in Sfakia angesprochen, und dort wurde der Beschluss zum Aufstand gefasst. Die Türken reagierten, indem sie den Bischof von Kissamos hängten, andere Personen inhaftierten und die Verfolgung von Klerus und Laien in der Region fortsetzten. Der erste größere Sieg der Aufständischen ereignete sich am 14. Juni 1821 in Chania, wo eine Einheit der Janitscharen besiegt und ihr Anführer getötet wurde. Die Türken reagierten mit Plünderungen und Abschlachten von Zivilisten. Die Kämpfe gingen jedoch mit Siegen der Griechen im Juli 1821 weiter, aber im August kam eine mächtige osmanische Streitmacht in Sfakia an. Die Osmanen besiegten die Sfakianer und fuhr fort, Gräueltaten zu begehen und Menschen zu ermorden. Aber der Aufstand hörte nicht auf. Dimitrios Ypsilantis ernannte auf Wunsch der Kreter Michael Komninos Afentoulief zum Generalkommandanten der Revolution auf Kreta. Trotz des Scheiterns eines Versuches, Rethymno zu erobern, erzielten die Griechen Siege in der Region von Mylopotamos sowie vor der Festung von Chania. Petros Skylitsis Omiridis kam später auf Kreta als Vertreter der griechischen Zentralverwaltung an. Es wurde eine lokale Versammlung abgehalten, deren Ergebnis am 21. Mai 1822 die Institutionalisierung der ‘Übergangspolitik der Insel Kreta’ war. Afentoulief, mit seinem Titel ‘Generalpräfekt der Insel’, übernahm die allgemeine Führung der griechischen Revolution auf mehr …

  • deutsche Infanterie-Einheit beim Abmarsch

    Organisation der Formationen und Verbände der deutschen Wehrmacht nach Beginn des Russland-Feldzuges bis 1945. Hier zu Wehrmachts-Verbände Organisation 1939-41. Organisation der Verbände der Wehrmacht von 1942 bis 1945 Als die deutschen Streitkräfte im Juni 1941 mit dem Unternehmen Barbarossa den Angriff auf die Sowjetunion begannen, war die Organisation der Einheiten und Formationen mit Ausnahme bei den Panzer-Divisionen immer noch weitestgehend die gleiche, wie sie es beim Westfeldzug 1940 gewesen war. Die sich zunehmend verschärfenden Anforderungen des Russland-Feldzugs erzwangen jedoch Veränderungen in der Organisation der Wehrmachts-Verbände, welche die militärischen Gegebenheiten der Kämpfe an der Ostfront widerspiegelten. Höhere Verbände Die größte Organisationsform der Wehrmacht war die Heeresruppe, deren Umfang erheblich nach den Erfordernissen variierte. So bestand zum Beispiel von Rundstedts Heeresgruppe Süd bei Beginn der Invasion der Sowjetunion aus drei deutschen Armeen, einer Panzergruppe und zwei verbündeten rumänischen Armeen. Die Armee dagegen war ein schon mehr einheitlicher organisierter Kampfverband. Sie bestand gewöhnlich aus drei Armee-Korps mit einer beträchtlichen Anzahl von Unterstützungstruppen. Eine Armee in einem wichtigen Abschnitt konnte jedoch auch erheblich verstärkt werden und erreichte die Größe von bis zu einer Viertelmillion Mann. Die 17. Armee bestand zum Beispiel im September 1943 aus drei Armee-Korps mit zusammen 11 Infanterie-Divisionen. Das Korps war eine flexible Formation, welches aus verschiedenen Arten von Divisionen bestehen konnte. Als Ideal wurden drei Divisionen angestrebt, was unter den Kampfbedingungen aber selten eingehalten werden konnte. Die größte Organisationsform der Panzertruppen war die Panzer-Gruppe, welche bald zur Panzer-Armee wurde. Von Kleists 1. Panzer-Armee bestand zum Beispiel aus drei Panzer-Korps, welche zusammen über fünf Panzer-Divisionen, zwei motorisierte Infanterie-Divisionen und zwei Divisionen der Waffen-SS verfügten. Infanterie-Verbände Die Infanterie-Division war immer noch der hauptsächlichste Kampfverband. Im Juni 1941 waren 175 Infanterie-Divisionen beim deutschen Heer vorhanden. Bis Januar 1943 hatte sich diese Anzahl auf 226 erhöht und am Ende des Krieges gab es 240. Wenn auch die Gesamtzahl der Infanteristen und Infanterie-Divisionen zunahm, hatten die Frontverbände von 1945 jedoch etwa nur noch die halbe Mannschaftsstärke einer Division von 1941. Ab 1943 begann der Mangel an verfügbaren Ersatz für die Wehrmacht offensichtlich zu werden und so wurde die Sollstärke der Division verringert und eine neue Organisation eingeführt. Bekannt als Infanterie-Division 1944 hatte diese neue Formation eine Stärke von 12.772 Mann im Gegensatz zu den 17.734 Soldaten einer Division aus dem Jahr 1939, wenn auch ihre Feuerkraft tatsächlich größer geworden war. Diese Division bestand aus drei Infanterie-Regimentern (jeweils etwa 2.000 Mann in jedem), einem Artillerie-Regiment (2.000 Mann) und den üblichen Divisionsdiensten. In den meisten dieser Infanterie-Divisionen 1944 wurde die alte dreigliedrige Organisationsform mit drei Bataillonen je Regiment aufgegeben und stattdessen nur jeweils zwei Bataillone gebildet, wozu allerdings noch unterstützende Infanteriegeschütze und Panzerabwehrkanonen kamen. Das neue Infanterie-Bataillon hatte eine Stärke von etwas mehr als 700 Mann und war gewöhnlich in drei Schützen-Kompanien zu je 140 Mann, einer Kompanie mit schweren Waffen mit 200 Mann und einer Versorgungseinheit gegliedert. Die Unterstützungswaffen des Infanterie-Regiments beinhalteten 24 schwere Maschinengewehre, 107 leichte Maschinengewehre, 334 Maschinenpistolen, vier 12-cm-Granatwerfer, sechs 8,1-cm-Granatwerfer, zwei 15-cm-Infanteriegeschütze, sechs 7,5-cm-Infanteriegeschütze, drei 7,5-cm-Panzerabwehrkanonen Pak 40 und 36 leichte Panzerabwehrwaffen (Panzerfaust, Panzerschreck). Während der ersten Monate des Krieges mit der Sowjetunion bestanden die Motorisierten Infanterie-Divisionen, welche 1942 zu Panzergrenadier-Divisionen wurden, aus zwei Infanterie-Regimentern zu je drei Bataillonen, einem Artillerie-Regiment und jeweils einem Bataillon aus Aufklärungs-, Nachrichten-, Pionier-, Flugabwehr und Panzerabwehr-Truppen sowie den üblichen, unterstützenden Divisionsdiensten. Die Gesamtstärke der motorisierten Infanterie-Division war auf 16.400 Mann mit 2.800 Kraftfahrzeugen festgelegt. 1942 wurde dann ein Panzer-Bataillon der Panzergrenadier-Division angegliedert, wenn es auch im späteren Verlauf des Krieges üblich wurde, dass es zu einem Bataillon aus PAK-Selbstfahrlafetten, Sturmgeschützen oder Jagdpanzern wurde. Bis 1944 wurden noch verschiedene, geringe Veränderungen an der Organisation der Divisionsstruktur von 1941 vorgenommen, sodass die offizielle Sollstärke auf 14.738 Mann reduziert war, aber die Feuerkraft leicht erhöht wurde. Ab Ende 1942 war das deutsche Heer mit einem zunehmenden Problem von Mangel an Ersatz für die blutigen Verluste konfrontiert. Verschiedene Lösungen wurden eingeführt, um dieses Problem zu lösen oder zumindest zu verringern. Eine davon war die Aufstellung von Luftwaffen-Feld-Divisionen, aus dem relativ großen Überfluss des Personalbestandes der Luftwaffe. Die jedoch verzweifeltste Organisationsform waren die Volksgrenadier-Divisionen als Ersatz oder Ergänzung zu den Infanterie-Divisionen ab Ende 1944. Viele dieser Divisionen wurden aus den Überbleibseln gewöhnlicher, zerschlagener Infanterie-Division gebildet und ihre Qualität variierte erheblich, abhängig von dem Anteil der erfahrenen Soldaten innerhalb der Division und der Zuteilung ausreichender Ausrüstung und Bewaffnung. Zusammengenommen wurden etwa 50 dieser Volksgrenadier-Division bis zum endgültigen deutschen Zusammenbruch aufgestellt oder wiederhergestellt. Die Volksgrenadier-Division bestand aus drei Regimentern zu je zwei Bataillonen und einem Artillerie-Regiment mit 24 x 10,5-cm-Feldhaubitzen, zwölf 15-cm-Haubitzen und 18 x 7,5-cm-Feldkanonen. Dazu kamen je ein Panzerabwehr-, Pionier- und Nachrichten-Bataillon. Mit nur elementaren Divisionsdiensten war sie um die 10.000 Mann stark. Wenn es auch keine eigentliche Divisions-Organisation war, sah die Periode von 1942 bis 1945 die Einführung der Kampfgruppe, welche spontane Zusammenfassungen verfügbarer, unterschiedlicher Einheiten oder Teilen davon waren und die gewöhnlich in Situationen höchster Gefahr gebildet wurden. Die Größe einer Kampfgruppe konnte dabei von lediglich ein- bis zweihundert Mann bis zu einem einer Division ähnlichen Umfang aus acht bis zehntausend Mann mit Unterstützungseinheiten betragen. Der Zeitraum ihrer Existenz war gewöhnlich nur kurz, wobei sie sich entweder in andauernden, schweren Kämpfen aufgerieben hatte oder wieder ihren ursprünglichen Einheiten zugeteilt wurde, wenn die Krise behoben war. Ein Beispiel für solch eine Formation ist die Kampfgruppe Fretter-Pico, wobei diese Verbände gewöhnlich durch den Namen ihres Befehlshabers bezeichnet wurden. Sie bestand aus den Resten zweier Infanterie-Divisionen und sollte einen Abschnitt der neuen deutschen Linie nach dem Zusammenbruch der verbündeten Achsen-Armeen nach der sowjetischen Gegenoffensive bei Stalingrad halten. Ähnlich der Kampfgruppe gab es auch die Armee-Abteilung, welche allerdings zahlenmäßig stärker war und gewöhnlich aus vollständigen Formationen bestand. Zum Beispiel wurde die Armee-Abteilung Hollidt Ende 1942 gebildet und verfügte über drei Panzer-Divisionen und vier schwache Infanterie-Divisionen sowie zwei Luftwaffen-Feld-Divisionen. Panzer-Verbände Das scharfe Messer des deutschen Heeres waren die Panzer-Divisionen, welche vor allem an der Ostfront eine Schlüsselrolle spielten. Die Anzahl der Panzer-Divisionen stieg von zehn Divisionen im Jahr 1940 auf 25 bis zum Frühjahr 1942 an. Im letzten Kriegsjahr 1945 gab es 35 mehr …

  • Amerikanische Soldaten in Frankreich

    Die amerikanische Armee im Ersten Weltkrieg. Uniformen, Waffen, Artillerie, Luftstreitkräfte und Aufbau der US-Armee 1917 bis 1918. Der eigentliche Kriegseintritt der USA im April 1917 in den 1. Weltkrieg war tatsächlich von geringerer strategischer Bedeutung, als sich das die jubelnden Massen in Großbritannien und Frankreich vorgestellt hatten. Weder gab es eine anhaltende, ständig positive Entwicklung des Kriegsverlaufs, noch wurde es zu einer massiven Rettungsaktion. Allerdings hätten die Alliierten ohne die USA den Krieg wohl verloren. Die Erklärung dieses Paradox liegt in der Tatsache, dass die amerikanische Hilfe vor dem US-Kriegseintritt viel entscheidender war, als dieser selbst – zumindest bis auf die letzten drei Monate des Krieges. Die US-Armee im 1. Weltkrieg Großbritannien und Frankreich hatten vor 1914 veraltete Industrieanlagen und Arbeitsmethoden, welche noch auf das viktorianische Zeitalter zurückgingen. Dagegen hatte Deutschland eine moderne Industrie, vor allem durch die chemische Industrie, welche leicht auf die wichtige Munitionsproduktion umgestellt werden konnte. Viele moderne Industriegüter und Maschinen, welche vor dem Krieg in Großbritannien verwendet wurden, stammten aus Deutschland. Mit Beginn des 1. Weltkrieg endete dieser Zustrom und nur die USA konnten hier einspringen und übertraf dazu noch Deutschland an Quantität und noch mehr bei der Qualität der Produktionsmethoden. Es steht deshalb außer Frage, dass ohne die amerikanischen Ressourcen, Großbritannien und Frankreich kaum in der Lage gewesen wären, den Krieg zu führen und dabei ihre eigenen, modernen Rüstungsbetriebe aufzubauen. Bis Mitte 1917 hatten Großbritannien und Frankreich mit amerikanischer Hilfe jedoch gut aufgestellte Kriegsindustrie, befanden sich aber wegen der schweren Verluste, die sie in den vergangenen Jahren erlitten hatten, in einer zunehmend problematischeren Lage, ausreichend Soldaten und Arbeitskräfte aufzubieten. Auch wenn die Vereinigten Staaten nicht die 180 Millionen Russen ersetzen konnten, welche für die alliierte Sache in diesem Zeitraum wahrscheinlich verloren gehen würden, so hatten sie jedoch bei einer Bevölkerung von 93 Millionen Menschen eine große Reserve an mobilisierbaren Männern. Jedoch fehlte weitgehend die militärische Rüstungsindustrie, um diese Truppen auszustatten, obwohl sich die Stahlproduktion auf 45 Millionen Tonnen im Jahr belief und damit etwa dreimal so groß war, wie von Deutschland und Österreich-Ungarn zusammen. Anstatt darauf zu warten, dass die Amerikaner zu einem Zeitpunkt, bei dem Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung war, erst einmal nach und nach ihre eigenen Streitkräfte bewaffnen und ausrüsten konnten, war es für Großbritannien und Frankreich besser, der US-Armee und ihren Luftstreitkräften diese Mittel zur Verfügung zu stellen. Nur die US-Marine, die stärkste amerikanische Waffengattung, war voll einsatzbereit und ausgebaut und benötigte keine zusätzliche Hilfe. Diese Entscheidung über die Ausrüstung der US-Armee im 1. Weltkrieg brachte es auch mit sich, dass kein Schiffsraum benötigt wurde, um große Mengen an amerikanischen Waffen und Ausrüstung in Übersee zu transportieren. Dieser konnte stattdessen dafür genutzt werden, um eine größere Anzahl von US-Soldaten schneller nach Europa zu bringen. Diese kluge Strategie ermöglicht es, dass schon 1917/18 etwa zwei Millionen US-Soldaten den Nordatlantik überqueren konnten. Die USA erklärten Deutschland am 6. April 1917 den Krieg und die Friedensstärke der US-Armee belief sich auf 190.000 Offiziere und Mannschaften. Von diesen trafen die ersten Soldaten bereits am 26. Juni 1917 in Frankreich ein. Uniformen Die US-Truppen trafen mit ihren eigenen Uniformen und amerikanischen Handfeuer- und Infanteriewaffen in Europa ein. Die USA hatten 1903 eine khaki-farbene Uniform eingeführt. Bei ihrer Ankunft in Frankreich erhielten sie teilweise französische Uniform-Stücke sowie britische Stahlhelme und Gasmasken. Jedoch wurden die afroamerikanischen Einheiten den französischen Verbänden zugeteilt und erhielten stattdessen die französischen Adrian-Helme. Offiziere trugen khakifarbene Dienst-Schirmmützen mit einem hell-khaki Mohairband und hell-brauner Spitze und Kinnriemen. Auf der Vorderseite war der amerikanische Adler in bronzierten Metall. Alle Ränge hatten den khakifarbenen Feldzugs-Filzhut, welcher sich schnell als unpraktisch herausstellte und bald weggelassen wurde. Diese wurde durch die populären ‘Übersee’-Mütze ersetzt, welche getragen wurde, wenn kein Stahlhelm notwendig war. Die Schnüre des Feldzug-Filzhutes und Kordeln der ‘Übersee’-Mützen der Offiziere waren in den Farben der jeweiligen Waffengattung. Die Tunika war einreihig mit Stehkragen, fünf bronzenen Knöpfen vorne, passenden zugespitzten Schultergurten, Brustflecken und Seitentaschen mit spitzer Klappe und Knöpfen. Dazu eine Reihe aus khakifarbenen Spitzen um die Manschetten für beauftragte Ränge. Sie wurde mit passenden Pantaleons oder Hosen bei Offizieren getragen, entweder mit Segeltuch-Leggins, khakifarbenen Gamaschen, mit naturfarbenen Lederstiefeletten oder mit braunen Feldstiefeln mit Frontverschnürung, Reitstiefeln oder Stiefeletten. Der Überzugsmantel für andere Ränge war bei der Fußtruppen kurz, während er für berittene Mannschaften der Artillerie und Kavallerie lang war. Er hatte einen Stehkragen, zwei Reihen zu je vier bronzenen Knöpfen, vertikale schräge Seitentaschen und Manschetten mit Klappe und Knopf. Der Mantel für die Offiziere war lang, zweireihig mit zwei konvergierenden Reihen von fünf großen Hupenknöpfen, keine Schulterstreifen und einem rückseitigen Halbgürtel mit zwei Knöpfen. Der Rang wurde durch ungarische Knoten auf den Manschetten in braunen oder schwarzen Streifen angegeben. Bei warmem Wetter trugen alle Ränge olivgrüne Flanellhemden mit beiger Krawatte, sowie entweder Woll- oder Drill-Hosen. Einige Offiziere trugen die Drill-Version der wollenen Dienstkleidung, welche im Schnitt identisch war, mit der Ausnahme von spitzen Manschetten und ohne Litze. Zusätzlich zu dem zuvor beschriebenen Übergangsmantel, bestand die Winterkleidung aus einer Schlechtwetter-Kappe, hergestellt aus hellem ‘Senf’-Khaki-Gabardine mit passender Tuchspitze und Ohrenklappen sowie khakifarbenem Futter. Es gab entweder einen langen, Gabardine-Grabenmantel in heller Khaki-Farbe, oder die kurze Mackinaw-Jacke mit zwei Reihen aus je fünf bronzenen Knöpfen, eingepassten Gürtel, khakifarbenen Tuch-Rollkragen, Aufhänger und Knöpfe an den Manschetten, einer Tasche an der rechten Brust und Seitentaschen mit entweder geraden oder spitzen Klappen. Infanterie war ausgestattet mit der Modell 1910 Woll-Ausrüstung (gewoben), welche zusammen mit dem Gewehr über 31 kg wog. Kavallerie erhielt die Modell-1910-Ausrüstung. Offiziere trugen zuerst einen Leder-Hüftgurt mit quadratischer Messingschnalle, später aber Leder-Ausrüstung, wie einen Pistolenhalfter, Munitionsbeutel usw. An der Front in Frankreich begannen sie aber gewobene Ausrüstung zu verwenden und die britische ‘Sam-Browne’-Ausrüstung zusammen mit dem Dienstanzug beim und außerhalb vom Dienst zu verwenden. Der Rang der Offiziere wurde durch die Farbe der ‘Feldzugs’-Hütschnüre und ‘Übersee’-Mützenschnur, durch Metallabzeichen auf den Schultergurten, an der rechten Seite des Hemdkragens, an der ‘Übersee’-Mütze und durch die Streifen an den Manschetten der Überzugs- oder Regenmäntel angezeigt. Mannschaftsränge trugen olivfarbene, eintönige Chevrons mit entweder Bögen oder Bändern auf beiden Ärmeln des Hemdes, Tunika und Mantel. Infanterie-Waffen mehr …

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