15cm sIG33(Sf) auf PzKpw I Ausf.B


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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Britische Infanterie tritt an der Somme zum Angriff aus ihren Gräben an

    Ergebnisse und Statistiken zu 15 Schlachten des Ersten Weltkriegs und die Somme-Schlacht der Maschinengewehre. Die nachfolgenden Tabellen geben komprimiert möglichst exakte Angaben über fünfzehn Schlachten des 1. Weltkriegs mit deutscher Beteiligung wieder. Davon fanden zehn an der Westfront und fünf an der Ost­front gegen Russland statt. Von den zehn Schlachten an der Westfront wurden vier überwiegend gegen französische, fünf überwiegend gegen britische Truppen und eine Schlacht gegen die US-Armee geführt. Schlacht-Ergebnisse im 1. Weltkrieg Zu jeder dieser Schlachten werden das Datum, der übliche Name, die Dauer, die im Wesentlichen eingesetzten Großverbände und das operative Ziel – also Angriff oder eine der Verteidigungsmöglichkeiten aus rasch errichteten oder vorbereite­ten Stellungen oder mit Feldbefestigungen – angegeben. Die folgende Spalte gibt die in etwaige zahlenmäßige Stärke der sich bekämpfenden Streitkräfte an. Die vierte Spalte beinhaltet abgerundet die gesicherten Verlustzahlen der gegnerischen Streitkräfte wieder. Allerdings brachten in vier der fünf Schlachten an der Ostfront die deutschen Truppen dermaßen viele Kriegsgefangene ein, dass in der rechteckigen Klammer diese nochmals gesondert angegeben sind. Die fünfte Spalte gibt die daraus resultierenden Verluste pro Kampftag an. Die sechste Spalte gibt die Verluste pro Tag in Prozent an, und zwar bezogen auf die weiter links an­gegebene Truppenstärke bei Beginn der Schlacht. Die letzte Spalte gibt den sogenannten Score-Wert an, eine Punktwertung oder Bewertung auf der Grundlage einer Auswertung der vorangegangenen Zahlen. Dieser Wert entspricht den Verlusten je Kampftag als Prozentsatz der Streitkräfte, welche diese Verluste verursacht haben. Dieser wird berechnet, indem die Verluste der einen Seite zur gesamten Truppenstärke der anderen Seite in Relation gesetzt werden. Der Wert gibt somit die Verluste pro Tag je 100 Mann an. In den runden Klammern wird der Kampfwert-Index angezeigt, wobei der Score-Wert in etwa mit dem ermittelten Verteidigervorteil modifiziert wurde. Hierbei werden allerdings Faktoren verwendet, die sich aus den umfassenden Forschungen aus Schlachten des 2. Weltkriegs ergaben, welche aber bisher noch nicht umfassend für den 1. Weltkriegs überprüft bzw. angepasst worden sind. Dabei wird der Verteidigervorteil bei rasch eingerichteter Verteidigung mit 1,3 angenommen, mit 1,5 für vorbereitete Vertei­digung und 1,6 für Verteidigung aus Feldbefestigungen. Bei einigen der ersten Schlachten des Ersten Weltkrieges, als beide Seiten im Angriff waren und sich somit auch zum Teil dann ‘rasch verteidigten’, wird ein Faktor von 1,2 angenommen. Der daraus resultierende Kampfwert-Index ist folglich die bereinigte Fähigkeit beider Seiten, während der jeweiligen Schlachten den gegnerischen Truppen Verluste zuzufügen. Bei längeren Schlachten liegt dieser Wert zumeist niedriger, was darauf schließen lässt – und durch die tiefer gehenden Untersuchen des Zweíten Weltkriegs bestärkt wird -, dass die Kampfkraft und somit der Kampfwert-Index der Soldaten über eine längere, ununterbrochenen Einsatzdauer im Gefecht ständig abfällt. Grenzschlachten 14.-23.8. 1914 (10 Tage): Tannenberg 26.-29.8. 1914 (4 Tage): Marneschlacht 5.-10.9. 1914 (6 Tage): Masurische Seen 9.-14.9. 1914 (5 Tage): Lodz 11.-25.11. 1914 (15 Tage): Winterschlacht in Masuren 7.-21.2. 1915 (15 Tage): Gorlice-Tarnow 2.-4.5. 1915 (3 Tage): Schlacht Champagne 25.9.-8.11. 1915 (45 Tage): Erste Somme-Schlacht 1.7.-31.10. 1916 (123 Tage): Arras 9.-24.4. 1917 (15 Tage): Nivelle-Offensive an der Aisne 16.-30.4. 1917 (15 Tage): Flandernschlacht 31.7.-6.11. 1917 (98 Tage): Zweite Somme-Schlacht 21.3-9.4. 1918 (20 Tage): Lys 9.-30.4. 1918 (22 Tage): Maas-Argonnen 26.9.-11.11. 1918 (47 Tage): Siehe auch: Deutsche Kampfkraft Siehe auch: Schlachten im 2. Weltkrieg Schlacht an der Somme Die Schlacht der Maschinengewehre an der Somme vom 1. Juli bis zum 18. November 1916. Keine Schlacht im 1. Weltkrieg wurde so sehr vom Maschinengewehr dominiert, wie die britische Sommeroffensive 1916, welche zur Schlacht an der Somme wurde. Die Eindrücke durch die deutschen MG08 Spandau und Bergmann-Maschinengewehre blieben noch lange im Gedächtnis nach dem ‘Tag von atemberaubender Sommer-Schönheit’, wie Siegfried Sassoon den 1. Juli 1916 beschrieb, dem Tag des Beginns der Schlacht an der Somme. Das Bild der Schützenlinien aus Khakifarbener Infanterie, welche mit erhobenen Lee-Enfield Gewehren im Stacheldraht niedergemacht wurden, formte sich nicht nur in die westliche Wahrnehmung des modernen Krieges, sondern in das moderne Leben einer ganzen Generation. Mehr als nur Infanteristen fielen den Maschinengewehren an der Somme zum Opfer. Die bisherige strukturierte, progressive Welt der Vorkriegszeit vor 1914 starb dort auch. Die schweren Verluste, welche die deutschen Maschinengewehre den britischen Truppen im Jahr 1915 bei Neuve Chapelle und Loos zugefügt hatten, beeinflusste den britischen Plan für die Offensive an der Somme. Die Lehren, welche die Briten aus diesen Schlachten zogen, waren, dass sie ihre Artillerie einsetzen würden, um noch viel mehr Tonnen von Sprengstoff über den Maschinengewehren auszuschütten, bevor der Infanterie-Angriff beginnen würde. Die Logik war, nur genug Granaten zu verschießen und es würden keine Maschinengewehre mehr übrig bleiben. Truppenstärke an der Somme am 1. Juli 1916: Das Maschinengewehr entscheidet eine Schlacht Das britische Vorbereitungsfeuer der Artillerie sollte die Maschinengewehre besiegen. Die Infanterie müsste dann – so war der Plan – einfach nur noch das Gelände in Besitz nehmen. Aber trotz der lang anhaltenden Dauer des britischen Artillerie-Vorbereitungsfeuers, demonstrierten die deutschen Maschinengewehre an der Somme, dass Feuerkraft alleine nicht den Kampf entscheiden konnte. Denn die Maschinengewehre in der Frontlinie überstanden das Vorbereitungsfeuer in ihren gut ausgebauten Unterständen. Diese Lektion der Maschinengewehre aus der Schlacht an der Somme mussten auch die US-Marines des 2. Weltkrieg auf Tarawa im Jahre 1943 und unzählige Male während des Vietnamkrieges wieder erlernen. Ein massives Vorbereitungsfeuer alleine – auch nicht der siebentägige Beschuss, welcher der Offensive an der Somme vorausging – kann einen tief eingegrabenen Verteidiger nicht besiegen. Später im Krieg wurde das Vorbereitungsfeuer zu einem kurzen, ungeheuer intensiven Sturm, welches oft noch mit dem Einsatz von Giftgas zum Niederdrücken des Verteidigers kombiniert wurde. Das Vorbereitungsfeuer vor dem 1. Juli 1916 litt auch unter der hohen Anzahl der Blindgänger und des Mangels an schweren Geschützen, welche die tiefen Bunker, in denen sich die deutschen Maschinengewehre mit ihren Mannschaften befanden, etwas anhaben hätten können. Die deutschen Maschinengewehrschützen warteten dort bis zu der 10-minütigen Pause kurz vor 7 Uhr morgens, bevor die britische Infanterie unter trillernden Pfeifen aus ihren Gräben zum Angriff antrat. Die Kämpfe im Jahr 1915 hatten gezeigt, dass ein einzelnes Maschinengewehr ein angreifendes Bataillon besiegen konnte, wenn es ohne niedergedrückt zu werden, feuern konnte. Am 1. Juli 1916 musste jedoch mehr …

  • Japanischer Soldat im Zweiten Weltkrieg

    Japanisches Infanterie-Gewehr Modell Meji 38 Ariska aus dem 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Gewehr Modell 38 (Ariska). Typ: Infanterie-Gewehr. Geschichte Ariska-Gewehr Als die japanische Armee wie viele andere auch entschied, ein Magazin-Gewehr einzuführen, kam sie zu der Erkenntnis, dass das Mauser-System die beste Lösung war. Aber ebenso wie einige andere Streitkräfte bevorzugten sie ein eigenes Produkt und hatten einige andere Vorstellungen davon, was ein gutes Gewehr ausmacht. So nahmen sie Mauser als Ausgangspunkt und entwickelten ihre eigene Version.   Der Entwurf war die Arbeit heute unbekannter Techniker, aber die Kommission, welche vom Kaiser für die Entwicklung des neuen Gewehres eingesetzt war, wurde von Oberst N. Ariska geleitet. Und deshalb ist das Gewehr seitdem unter seinem Namen bekannt. Das erste Repetiergewehr Modell 30 wurde 1897 fertiggestellt und 1905 vervollkommnet. Dieses als Meiji 38 bezeichnete Gewehr wurde 1905 eingeführt, was das 38. Regierungsjahr des japanischen Kaisers Meiji war, daher die Bezeichnung Modell 38. Die Waffe ersetzte das ursprüngliche Modell 1897 und hatte demgegenüber zwei oder drei Verbesserungen. Der Mechanismus ist grundsätzlich wie von Mauser, aber mit einem großen pilzförmigen Sicherheitsknopf am hinteren Ende des Bolzens, was deswegen zu einer Überarbeitung des Auslöser-Mechanismus führte. Daneben wurden einige Eigenschaften des Mannlicher-Gewehrs übernommen, kombiniert mit einigen japanischen Entwicklungen. Ein ungewöhnlicher Zusatz, welcher allerdings bei erhaltenen Exemplaren nur noch selten vorhanden ist, war eine Blechabdeckung, welche zusammen mit dem Bolzen funktionierte und verhinderte, dass Regenwasser oder Staub in den Mechanismus gelangen konnte. Diese funktionierte zwar wie vorgesehen, aber wie bei den meisten anderen derartigen Vorrichtungen ähnlicher Art, war es fadenscheinig und neigte zum Rasseln in den ungünstigsten Momenten, was die Position des Trägers der Waffe verriet. So ging der Großteil dieser Abdeckungen bei erster Gelegenheit ‘im Einsatz verloren’. Das Kaliber von 6,5 mm war der kleineren Statur der japanischen Soldaten angepasst und die große Länge des Gewehrs von 1,27 Meter sollte ihre Reichweite im Bajonettkampf vergrößern. Dies macht das Gewehr aber ziemlich unhandlich. Das Ariska-Gewehr wurde auch nach Thailand exportiert und von den Truppen verschiedener Kriegsherren in China verwendet. Während des Ersten Weltkrieges kaufte Großbritannien 500.000 Ariska-Gewehre für die Royal Navy und zu Ausbildungszwecken. Russland verwendete 763.000 Stück der Modelle von 1897 und 1905 für Einheiten an der Nordfront. In Mexiko wurde das Gewehr mit Kaliber 7 mm im Jahr 1913 übernommen. Wie die Italiener, kamen auch die Japaner zu der Erkenntnis, dass ihr älteres 6,5-mm-Kaliber nicht weiterhin effizient genug war und deshalb entwickelten sie in den 1930er Jahren eine neue 7,7-mm-Patrone als Ersatz. Als logische Folge davon musste ein Gewehr entwickelt werden, welches diese Patrone verfeuern konnte. Dieses wurde nicht mehr als eine für das Kaliber aufgebohrten Modell 38 und als Typ 99 bezeichnet Es hatte einige weitere fragwürdige neue Eigenschaften, wie ein spezielles Visier zur Bekämpfung von Tieffliegern, was aber die Feuergeschwindigkeit der Waffe beeinträchtigte. Allerdings erreichten nur wenige der neuen Gewehre die Hände der Truppe und die Japaner waren nicht erfolgreicher als die Italiener beim Wechsel des Kalibers, was hauptsächlich an Produktionsschwierigkeiten lag. Als Ergebnis davon blieb die 6,5-mm-Patrone mit dem zugehörigen Gewehr der japanische Standard während des Zweiten Weltkrieges. Das Modell 38 wurde dadurch zu Japans bekanntester Infanterie-Waffe. Nachdem der Pazifik-Krieg im Jahr 1942 in vollem Gang war, fiel der Produktionsstandard für die japanischen Ariska-Gewehre und Karabiner schnell ab. Jedes Teil der Waffe, was nicht unbedingt benötigt wurde, blieb beim Produktionsprozess auf der Strecke. Dies ging so weit, dass aufgrund der alliierten See- und Luftblockade einige der gegen Kriegsende hergestellten Gewehre mit Holz und Metall schlechter Qualität gebaut werden mussten, was sie gefährlicher für den Schützen als sein Ziel machten. Zum Schluss wurden sogar einschüssige Waffen mit 8-mm-Patronen aus Pistolen gebaut. Varianten Karabiner M1938: Angeblich für Kavalleristen und Artilleristen hergestellt, wurde dieses Modell auch von der japanischen Infanterie verwendet, welche es sogar dem Standard-Gewehr wegen seiner 30 cm kürzeren Länge und knapp einem viertel Kilo weniger Gewicht vorzogen. Der Mechanismus der Waffe war der gleiche wie beim langen Gewehr. Zusätzlich gab es noch ein klappbare Version für die Fallschirmtruppe. Scharfschützengewehr M97: Dies war das ursprüngliche Ariska-Gewehr mit einem zusätzlichen Zweibein und einem Zielfernrohr niedriger Auflösung an der linken Seite des Gewehres, um das Nachladen zu ermöglichen. Der Verriegelungsgriff war heruntergeklappt, um zu vermeiden, dass die Hand des Schützen beim Betätigen des Bolzens das Visier verunreinigte. Spezifikationen Ariska-Gewehr Modell 38 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Panzerbekämpfung der japanischen Infanterie Die Japaner waren bestürzend schlecht auf die Panzerabwehr (Taisensha Senta) im Zweiten Weltkrieg vorbereitet und dafür geeignete Waffen existierten praktisch nicht. Obwohl diese Schwäche bereits 1939 in Mandschuko-Zwischenfall von den Sowjets aufgezeigt worden war, spielten die japanischen Verantwortlichen dies herunter. Es gab keine japanische Doktrin für den Masseneinsatz von Panzern und das Gleiche erwarteten die Japaner auch von ihren zukünftigen Gegnern im Pazifikkrieg. Sie erwarteten höchsten leichte amerikanische Panzer und als sie erstmals im November 1943 auf Tarawa auf M4 Sherman Panzer trafen, waren sie darauf völlig unvorbereitet. Die japanische Panzerabwehr verließ sich deshalb seitdem auf den Offensivgeist ihrer Armee und so wurden neben wenig wirksamen konventionellen kleinkalibrigen Pak-Geschützen und schwachen Panzerabwehrbüchsen auch Granatwerferbecher nach deutschem Vorbild sowie zunehmend unorthodoxe Methoden angewandt. Typ 2 Panzerabwehr-Granatwerferbecher Ein gewisses Maß zur Panzerbekämpfung für die japanische Infanterie wurde durch das Aufsetzen von speziellen Granatwerferbechern auf dem Ariska-Gewehr Modell 38 erreicht. Diese Granatwerferbecher Typ 2 konnten an der Mündung mittels einer Verriegelung-Mündungsbremse an der Mündung aufgeschraubt werden. Die Idee war eine Kopie der deutschen Schießbecher-Granatwerfer des Karabiner 98 und verwendete sehr ähnliche Granaten. Der Panzerabwehr-Granatwerferbecher Typ 2 hatte eine gewisse Effektivität, konnte auf allen Ariska-Gewehren Modell 38 angebracht werden und es gab Granaten im Kaliber von 30 oder 40 mm. Unorthodoxe Methoden der Panzerbekämpfung Japanische Soldaten griffen alliierte Panzer auch mit Tretminen an, wobei sie oft im Moment der Explosion getötet wurden. Die Tretmine war aber eigentlich keine ‘Selbstmordwaffe’, denn theoretisch hatte der Träger gute Möglichkeiten, den Einsatz zu überleben. Die japanische Selbstmord-Taktik zur Panzerabwehr war daher extremer, denn seit 1944 war sie zu einer allgemein akzeptierten Methode der Kriegsführung geworden. Alle japanischen Soldaten, Matrosen oder Piloten wurden dazu aufgerufen, bei dem Versuch alliiertes Material oder Personal mehr …

  • Formation von Lancaster-Bombern

    Schwerer Bomber Avro Manchester, Lancaster Mk I, II und Spezial der RAF. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Avro 683 Lancaster Typ: Schwerer Bomber der RAF. Geschichte der Lancaster: Der Avro Lancaster, ohne Zweifel eines der bedeuteten Bombenflugzeuge des 2. Weltkrieges und eines der herausragenden Militärflugzeuge der Luftfahrtgeschichte, verdankt seine Entwicklung den Problemen, mit welchen das Vorgängermodell Avro Manchester zu kämpfen hatte. Wie immer man auch zur britischen Nachtoffensive auf die deutschen Städte steht, deren vorgebliches Ziel die Schwächung der deutschen Rüstungswirtschaft war, so erhielten doch mit 10 Victoria-Cross-Auszeichnungen Besatzungen der Lancaster die meisten der höchsten militärischen Orden ihres Landes von irgendeinem Flugzeugtyp (insgesamt 32 Victoria Cross wurden während des Zweiten Weltkrieges an Flugzeugbesatzungen oder Piloten verliehen). Mit der Spezifikation P.13/36 hatte die Royal Air Force ursprünglich die Entwicklung eines starken und sehr großen Bomber mit zwei Motoren vorgesehen, für welchen einer der neusten, leistungsfähigen Antriebe verwendet werden sollte, welche zu diesem Zeitpunkt gerade entworfen wurden. Insbesondere der neue Rolls-Royce 24-Zylinder X-Motor wurde favorisiert. Rolls-Royce Entscheidung von 1935 zur Produktion seines sehr starken Motors aus zwei Peregrine-Zylinder-Blöcken zu einem Kurbelgehäuse (das untere Paar umgekehrt für eine X-förmige Auslegung) veranlasste das englische Luftfahrtministerium daher eine Spezifikation für einen zweimotorigen, schweren Bomber von beispielloser Leistungsfähigkeit auszustellen. Avro Manchester Handley Page erkannte vorab die Problematik, einen großen Bomber mit nur zwei Motoren zu bauen und entwickelte seinen Halifax-Bomber mit vier Merlin-Motoren, während sich Avro für den Einbau eines doppelten Vulture-Boxermotors gemäß der Spezifikation entschied und seinen Typ 679 Avro Manchester am 25. Juli 1939 zum erstenmal fliegen ließ. In vielen Belangen war die Avro Manchester der beste aller neuen schweren Bomber, aber der Motor war nicht zu bändigen und musste gedrosselt werden, da er extrem unzuverlässig war. Ursprünglich hatte der Avro Manchester zwei Flossen, jedoch wurde bei der Produktion der Mk I eine feste, mittlere Flosse hinzugefügt. Der Großteil der 209 Bomber bekam jedoch zwei größere Flossen und keine mittlere und wurde als Mk IA bezeichnet. Die Situation mit den Motoren war so hoffnungslos, dass die Aufträge zum Bau der Avro Manchester bei Armstrong Withworth und Fairey aufgegeben wurden und Metropolitan-Vickers den Bau nach dem 32. Flugzeug stoppte. Avro baute das Flugzeug jedoch weiter bis die neue Lancaster den Platz einnehmen konnte und die ersten davon erhielten noch die Rümpfe der Manchester mit einer Reihe von kleinen Fenstern auf jeder Seite. Bis November 1941 wurden dann insgesamt 209 Manchester-Bomber gebaut, doch blieb die Zuverlässigkeit und Leistung der gekoppelten Boxermotoren so unbefriedigend, dass die Produktion gestoppt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt waren schon 8 Bomberstaffeln vollständig und zwei weitere zum Teil mit der Manchester ausgestattet worden und das Flugzeug wurde auch vom Küstenkommando verwendet. Bis Juni 1942 wurden sie jedoch dann in allen Staffeln ersetzt und verschrottet. Animation 3d-Modell Avro Manchester: Avro Lancaster Der Rumpf und der Entwurf der Manchester war jedoch äußerst brauchbar, weshalb bereits 1940 beschlossen wurde, ein noch größeres Modell mit diesmal vier einzelnen Merlin-Motoren zu entwickeln. Diese erste Avro Lancaster (Nummer BT 308) machte ihren Jungfernflug noch als Manchester III zu Beginn des Jahres 1941. Die Flugleistungen waren so überragend, dass der neue Bomber sofort die Manchester auf den Fließbändern ersetzte. Dabei wurden schon im Bau befindliche Manchester einfach als Lancaster fertiggestellt, welche daran zu erkennen sind, dass diese noch rechteckige Fenster im hinteren Rumpfabschnitt hatten. Zum Zeitpunkt als ‘Bomber-Harris’ den Befehl über das britische Bomberkommando übernahm, befand sich die 44. Squadron in Waddington seit Dezember 1941 und die 97. Squadron ab Januar 1942 in der Umrüstung auf den neuen Bomber. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 25. Januar 1942, bei welchem Minen in den Aas-Fjord in Norwegen geworfen wurden, um das deutsche Schlachtschiff Tirpitz am Auslaufen zu hindern. Es folgten ab März 1942 weitere Minenoperationen über der Helgoländer Bucht, wobei in der Nacht vom 24./25. März der erste Verlust einer Lancaster erfolgte. Der erste strategische Bombereinsatz kam am 25./26. März 1942, als beide Staffeln bei einem Nachtangriff auf Essen im Rahmen einer RAF-Streitmacht von 254 Bombern teilnahmen. Bis Ende März hatte das Bomberkommando 54 Lancaster erhalten und begann mit der Ausrüstung einer dritten Staffel. Der erste strategische Tages-Einsatz als Bomber erfolgte am 17. April 1942, als die 44. und 97. Squadron einen waghalsigen Überraschungsangriff bei Tageslicht auf die MAN-Werke in Augsburg unternahmen. Dabei wurden die Lancaster aber von deutschen Bf 109 und Fw 190 Jägern angegriffen und so wurden sieben der Bomber abgeschossen. Nur 12 der 17 abgeworfenen Bomben explodierten, verursachten aber starke Schäden in einem begrenzten Fabrikbereich, was drei Prozent der Fertigungsanlagen zerstörte. Der wichtigste Angriff der Lancaster des Bomberkommandos richtete sich in der Nacht vom 17./18. August 1943 gegen die Raketenversuchsanstalt Peenemünde. Insgesamt nahmen an dem einzigartig durchgeführten Angriff 324 Lancaster, 218 Halifax und 54 Stirling-Bomber teil. 40 Bomber des Angriffsverbandes, darunter 23 Lancaster, wurden von deutschen Nachtjägern, worunter sich 12 mit der neuen ‘Schrägen Musik’ ausgerüstete Maschinen befanden, abgeschossen. Die 6,7 Prozent Verluste waren es der RAF wert, Peenemünde schwer zu treffen, 180 leitende Techniker zu töten und das V-2-Raketenprogramm um mehrere Monate zu verzögern. Bis zum Kriegsende flogen die Lancaster dann insgesamt 156.000 Einsätze in Europa und warfen dabei 608.612 t Bomben ab. Die Gesamtproduktion betrug, einschließlich der bei Victory Aircraft in Kanada gebauten Flugzeuge, 7.377 Stück, von denen 3.425 Mk I und 3.039 Mk III mit den in den USA von Packard gebauten Motoren waren. Benutzer: England (RAF mit englischen, kanadischen und polnischen Staffeln), Australien, Kanada, Neuseeland. Einsatzleistung der Lancaster-Bomber Der Befehlshaber des englischen Bomberkommandos, genannt Bomber-Harris, fasste folgendes über die Avro Lancaster zusammen: ‘Man kann eine Lancaster vier Halifax-Bomber vorziehen. Die Halifax erleidet viermal so viele Verluste für die gleiche abgeworfene Bombenmenge. Niedrige Flughöhe und kürzere Reichweite machen sie zu einer Verlegenheitslösung bei der Planung von Angriffen zusammen mit der Lancaster.’ Tatsächlich aber erlitten die Lancaster eine höhere Verlustquote als der Halifax während der Tagesangriffe, welche gegen Ende des 2. Weltkrieges vorherrschten. Außerdem kamen im Verhältnis mehr ihrer Besatzungsmitglieder ums Leben, wenn ihr Flugzeug abgeschossen wurde. Es wird auch vielfach vermutet, dass die Besatzungen von Lancaster-Bombern aufgrund der größeren Flughöhe und ihrer mehr …

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