deutscher Küstenschutz auf Kreta



deutscher Küstenschutz auf Kreta

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Im Blickpunkt:
  • Britische Mark V Tanks

    Panzer (Tanks) und Panzerwagen im Ersten Weltkrieg 1914-1918. Tanks Die ersten ‘Tanks’, gepanzerte Vollketten-Fahrzeuge mit irgend einer Art von Bewaffnung, wurden in Großbritannien entworfen, aber das Panzer-Konzept entwickelte sich nur langsam aus den Kinderschuhen heraus und es waren viele Organisationen und Einzelpersonen darin verwickelt. Obwohl die anfängliche Entwurfsphase sich lange hinzog, entwickelte sich der Entwurf schnell vom Prototyp zu einem Serienmodell für das Schlachtfeld. Der Prototyp mit dem Spitznamen ‘Mother’ (Mutter) lief erstmals im Januar 1916 und war von rhombischer Form mit zwei an den Seiten angebrachten ‘Türmen’, allgemein als ‘Sponsons’ (Ausbuchtungen, Erker) bezeichnet. Die Produktion des Tank Mark I begann im April 1916 und sie gingen erstmals am 15. September 1916 in den Kampfeinsatz während der Schlacht an der Somme. Der Angriff verlief zunächst gut und schreckte die deutschen Soldaten buchstäblich aus ihren Stellungen heraus, doch danach nahm ihre Wirksamkeit rapide ab. Aufgrund der entsetzlichen Bedingungen in ihren gepanzerten Kisten wurde es den Besatzungen bald schlecht und sie waren desorientiert. Viele Panzer blieben auch aus mechanischen Gründen liegen und andere blieben einfach in schlammigen Gräben und Explosionskratern stecken. Dennoch hatten sie sich ausreichend bewährt, um noch mehr davon zu bauen. Übersicht der Tanks und Panzerwagen des 1. Weltkriegs Die britischen Tanks erschienen mit einer unterschiedlichen Zusammensetzung bei ihrer Bewaffnung. ‘Males’ (männliche Panzer) trugen ein Paar leichter Kanonen und ‘Females’ (weiblich) waren mit sechs Maschinengewehren bewaffnet. Der am meisten im Ersten Weltkrieg eingesetzte britische Tank war der Mark IV. Die ersten dieser Tanks erschienen ab April 1917. Es gab 595 weibliche und 420 männliche Mark IV, aber eine Anzahl von diesen wurde in ‘Hermaphrodites’ (Zwitter) umgebaut, indem der Erker an der rechten Seite durch den eines männlichen Typs ersetzt wurde, sodass eine gemischte Bewaffnung aus Maschinengewehren und einer leichten Kanone entstand. Als die Fähigkeiten und Einschränkungen der Tanks besser verstanden wurden, wurden sie verschiedenen Modifikationen und Verbesserungen unterzogen. Um die breiteren Gräben, welche die Deutschen teilweise als Panzersperren gegraben hatten, zu überqueren, wurden ‘Tadpole-Tails’ (Verlängerungen an der Rückseite des Panzers) ausprobiert, erwiesen sich aber als nicht ausreichend stabil. Deshalb konzentrierten sich die Konstrukteure erfolgreicher auf die Verlängerung des Hauptkörpers. Häufiger war es jedoch, dass Panzer ‘Faschinen’ auf ihren Dächern trugen, die einfach in einen Graben gerollt werden konnten, wodurch dieser auf einer Art Brücke überquert werden konnte. Frühe Versionen bestanden aus Bündel von Baumstämmen und Reisig, welche durch Ketten zusammengehalten wurden, aber später bestanden sie aus einer Stahlkrippe. Der Einsatz der Tanks wurden oft vereitelt durch die Schlamm- und Explosionskrater des ‘Niemandsland’, also erhielten sie eine ‘Grabenausrüstung’, welche im Wesentlichen aus einem Holzbalken bestand, der unter die Ketten gezogen werden konnte, um mehr halt zu geben – oder die Breite ihrer Ketten wurde mit zusätzlichen Platten erweitert, um den Bodendruck mehr zu verteilen. Als der Wert der Panzer klar wurde, entwickelten die Briten auch einen schnelleren Kampfpanzer, der mit der Kavallerie zusammenarbeiten und jeden Durchbruch der schwereren Panzer ausnutzen sollte. Der erste Medium Mark A, besser bekannt als Whippet, wurde im Oktober 1917 gebaut und ging am 26. März 1918 zum ersten Mal in den Einsatz. Die Tanks waren jedoch niemals so gut, wie ihre Befürworter glaubten, oder so schlecht, wie sie ihre Kritiker sahen. Sie machten bedeutende Fortschritte in den ersten Tagen der hauptsächlich von Tanks angeführten Schlacht von Cambrai Ende 1917, hatten aber ihre Möglichkeiten im Schlamm von Passchendaele erbärmlich vergeudet. Sie waren auch niemals in der Lage gewesen, einen entscheidenden Durchbruch zu erzielen und dann den Schwung des Angriffs aufrechtzuerhalten. Dies war vor allem auf ihre mechanische Unzuverlässigkeit zurückzuführen. Die französischen Tanks Die Franzosen waren nach den Briten die begeisterten Befürworter des Panzereinsatzes. Es gab zwar keine treibende Kraft hinter ihrem Programm und die Planungen der Panzer bei beiden Alliierten entwickelten sich in ihren unabhängigen Bahnen. Die französischen Panzerwagen waren vor Eintritt des Stellungskrieges bereits militärisch wertvoll gewesen und einige fortschrittliche Persönlichkeiten im Kriegsministerium glaubten, dass Fahrzeuge, die abseits von Straßen eingesetzt werden könnten, die Pattsituation an der Westfront aufbrechen könnten. Die Schlüsselfigur war der Oberst der Artillerie, Jean-Baptiste Estienne, der dem für die Waffenbeschaffung zuständigen General im Dezember 1915 einen Kettenpanzer vorschlug. Estiennes Konzept war entsprechend beeindruckend und ein Befehl zum Bau von 400 Chars d’Assaut (Angriffsfahrzeuge) wurde am 31. Januar 1916 erteilt. Schneider war die erste Firma, welche einen Beschaffungsauftrag erhielt und kam bald mit einem gepanzerten Aufbau in Form einer Kiste auf einem Fahrgestell heraus, welches aus dem amerikanischen Holt-Traktor entwickelt worden war. Das Fahrzeug wog rund 13 Tonnen und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von weniger als 6,5 km/h. Es kam zu endlosen Verzögerungen in der Produktion, vor allem wegen des Mangels an Panzerplatten. Der erste Schneider-Panzer erreichte die französische Armee am 8. September 1916, aber nur sieben weitere waren bis Ende November eingetroffen, an dem Tag, an dem alle 400 hätten geliefert werden sollen. Da die Firma Schneider offensichtlich damit zu kämpfen hatte, den ursprünglichen Auftrag rechtzeitig zu erfüllen, wurde das Entwicklungsbüro St. Chamond damit beauftragt, eine zweite Bestellung über 400 Panzer durchzuführen. Deren Prototyp war dem Schneider-Panzer nicht unähnlich, aber fast 70 Prozent schwerer. Keiner der beiden Panzer hat sich dann im Einsatz bewährt. Ihr hohes Profil machte sie anfällig für Artilleriefeuer, ihre Motoren waren nicht sehr zuverlässig und – was am schlimmsten war – ihre Fähigkeiten zur Grabenüberquerung waren schlecht. Von den beiden war der Saint-Chamond-Panzer der Schlimmste. Sein größeres Gewicht führte dazu, dass er noch wahrscheinlicher in weichem Boden versank und sein Überbau hing weit über die Ketten vorne hinaus, sodass er beim Überqueren eines Grabens dazu neigte, sich festzufahren. Daher erreichten beide Typen bei ihrem Kampfdebüt, der Nivelle-Offensive im April 1917, nur wenig. Eine Anzahl blieb für den Rest des Krieges im Einsatz, wurde aber ab Ende 1917 weitgehend durch einen leichten Panzer, den Renault FT-17, abgelöst. Dieser war ein viel leichterer und kleinerer Entwurf, welcher in den späteren Phasen des Krieges sowohl von der französischen Armee als auch von der amerikanischen Expeditionstruppe ausgiebig genutzt wurde. Der Renault hatte eine gute Geländegängigkeit und sein Turm gab ihm ein 360-Grad-Schussfeld, aber die dünne Panzerung machte ihn sehr verwundbar. Deutsche Tanks mehr …

  • Flugzeugträger Shinano

    Japanischer Riesen-Flugzeugträger Shinano, Projekte Unryu-Klasse und Ibuki Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Shinano Typ: Flugzeugträger. Geschichte Flugzeugträger Shinano: Die frühen Kampfhandlungen zur See im Pazifik-Krieg zeigten sehr schnell die Überlegenheit der Flugzeuge gegenüber dem schweren Schiffsgeschütz. Ein unmittelbares Ergebnis dieser Ereignisse war die Einstellung aller Arbeiten an Schlachtschiffen in Japan. Dies betraf auch den Bau von Schlachtschiffen der Yamato-Klasse, von denen eines Mitte 1942 und ein weiteres fast fertig war. Es befand sich noch ein drittes Schiff der Klasse im Bau, von dem erst der Rumpf fast vollständig fertig war. Dieses dritte Schiff, Shinano, bot sich nach den schweren Verlusten in der Seeschlacht bei den Midway-Inseln als Plattform für einen Flugzeugträger an und wäre außerdem hervorragend gepanzert. Zudem würde das Schiff über ein erhebliches Ladevolumen verfügen, wodurch große Mengen an Kraftstoff und Kampfmittel mitgeführt werden könnten. Diese Fähigkeit führte zu der Idee, Shinano als Versorgungsschiff für Kampfverbände auszulegen, das die anderen Flugzeugträger mit Treibstoff, Munition und auch Reserve-Flugzeugen versorgen könnte. Der Flugzeugträger-Kampfverband könnte dann wesentlich länger in See bleiben. Der Schiffskörper des ursprünglichen Schlachtschiffes wurde im Großen und Ganzen zusammen mit dem hervorragenden Panzerschutz beibehalten. Lediglich der Panzergürtel wurde von 398 mm auf 205 mm reduziert, mit Ausnahme um die Magazine, wo er seine ursprüngliche Stärke behielt. Der wichtigste horizontale Schutz bestand aus einem 190 mm dicken Panzerdeck. Der Hangar war ein einziger 168 Meter langer Raum, unterteilt mit Rolltoren. Es gab zwei Aufzüge, die Flugzeuge auf das mit 80 mm gepanzerte Flugdeck bringen sollten. Der Kommandoturm an Steuerbord war ähnlich den Flugzeugträgern der Hiyo-Klasse, aber erheblich größer. Radargeräte der Typen 13 und 22 wurden eingebaut. Shinano sollte mit einer eigenen Gruppe von 40 bis 50 Flugzeugen, untergebracht im vorderen Teil des Hangars, ausgerüstet werden. Der Großteil der Kapazität sollte aber aus Ersatzmaschinen für andere Flugzeugträger oder vorgeschobene Landbasen bestehen. Das Schiff wurde jedoch niemals eingesetzt. Während der Fahrt nach Kure für die Endausrüstung und Seeerprobung wurde der Flugzeugträger Shinano am 29. November 1944 von vier Torpedos des amerikanischen U-Bootes Archersfish getroffen. Da noch nicht alle Pumpen und Schotte vollständig installiert waren und die Besatzung noch mit ihrem Schiff unvertraut war, sank der Träger, nachdem der Maschinenraum und die nahezu leeren Treibstoffbunker überflutet waren, sieben Stunden später. Shinano war bis zur USS Forrestal (1954) der größte Flugzeuträger der bis zum 2. Weltkrieg und danach gebaut wurde. Animation 3D-Modell Flugzeugträger Shinano Spezifikationen Flugzeugträger Shinano Spezifikationen: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Weitere japanische Flugzeugträger-Projekte Taktisch legten die Japaner, ebenso wie die Amerikaner, den Schwerpunkt ihrer Trägereinsätze auf Angriffe gegen feindliche Seestreitkräfte. Aufklärung dagegen wurde eher durch die durch Katapulte gestartete Wasserflugzeuge der Kreuzer und Schlachtschiffe durchgeführt. Allerdings bildete die Doktrin der Zerstreuung statt Konzentration der Träger eine ihrer hauptsächlichen Schlacht-Taktiken nach dem erfolgreichen Schlag gegen Pearl Harbor im Dezember 1941. Der umfassende See- und Luftkrieg im Pazifik ab Mitte 1942, welcher durch die amerikanische Fähigkeit der Massenproduktion von Kriegsschiffen und Flugzeugen ausgelöst wurde, traf die Japaner unvorbereitet. Das traf sowohl für die Technologien und noch viel mehr für ihre Fähigkeit zu, Schiffe und Flugzeuge in großen Mengen zu bauen sowie ausreichend qualifizierte Piloten in der notwendigen Zahl hervorzubringen. Diese Nachteile führten hauptsächlich zum allmählichen Aussterben der japanischen Träger-Streitmacht, welche 1945 aufgehört hatte zu existieren, so wie praktisch auch die gesamte kaiserlich-japanische Marine. Ibuki 1943 bestand die japanische Flugzeugträger-Streitmacht aus nur noch zwei Angriffsträgern, zwei großen, aber langsamen Flotten-Trägern, welche von Handelsschiff-Entwürfen abstammten, und drei leichten Trägern, von denen einer immer zum Training eingesetzt wurde. Weitere Flottenträger befanden sich im Bau und verschiedene Umbauten zu Trägern aus Frachtschiffen waren verfügbar, aber wenn sich die Verluste entsprechend der Rate aus dem Jahr 1942 fortsetzten, war es klar, dass Ersatzschiffe in einer wesentlich schnelleren Geschwindigkeit verfügbar gemacht werden müssen. So wurde ein Notfall-Programm zum Träger-Bau begonnen. Als die japanische Lage mehr und mehr verzweifelter wurde, konnten viele dieser Projekte nicht mehr realisiert werden, einschließlich des Umbaus dieses schweren Kreuzers. Einzelheiten zum ursprünglichen Kreuzer-Entwurf sind nur wenige vorhanden, aber er erscheint, dass dieser 12.500 Tonnen Wasserverdrängung und eine Bewaffnung von zehn 203-mm-Geschützen erhalten sollte. Die Panzerung war ähnlich der schweren Kreuzer der Mogami-Klasse, mit einer 100-mm-Panzerung am Gürtel, welche bis auf 125 mm entlang der Magazine anstieg. Die Panzerdecks waren von 36 bis 61 mm dick, aber es ist unklar, ob diese Panzerung auch im Träger-Umbau beibehalten werden sollte. Die Schiffshülle war in jedem Fall ausgebeult, vermutlich um die Stabilität zu verbessern, von dem was einmal eine lebhafte Kreuzer-Plattform war. Eine Insel an Steuerbord war eine Eigenschaft des überarbeiteten Entwurfs, mit einem abwärts entlüfteten achternen Schornstein und der üblichen Batterie aus 48 Stück 25-mm-Flugabwehrkanonen entlang der Deckkante. Schweres Flugabwehrfeuer sollte von zwei 76,2-mm-Kanonen/60 nach vorne erfolgen und es gab eine Vorrichtung für 168 Flugabwehr-Raketenwerfer. Der Hangar bestand aus einem einzigen Abschnitt mit zwei Aufzügen. Um zusätzlich Treibstoff zu bunkern, wurde die Hälfte der Kessel entfernt. Der Umbau der Ibuki zum Träger wurde im Herbst 1943 angeordnet und ihr unvollständiger Rumpf wurde nach Sasebo geschleppt. Die Arbeiten an dem Schiff gingen etwas unregelmäßig vonstatten und wurden im März 1945 abgebrochen, ohne die geringste Aussicht, den Träger fertigzustellen. Der Schiffsrumpf wurde in der Nachkriegszeit verschrottet. Unryu-Klasse Der ultimative Entwurf der japanischen Flugzeugträger-Entwicklung während des Zweiten Weltkrieges war eine Gruppe von Schiffen, welche im Allgemeinen auf einer verbesserten Soryu-Klasse basierten. Die Unryu-Klasse hatte eine starke Ähnlichkeit zu dieser Klasse, aber jedes Schiff unterschied sich wiederum im Detail, welche durch die Erfahrung während des Kriegsverlaufs im Pazifik ausgelöst wurden. Unryu wurde im Flottenprogramm von 1941 bestellt, gefolgt von einem Schwesterschiff. Das zweite Schiff wurde 1942 aber wieder annulliert und stattdessen eine Serie von sieben Trägern genehmigt, denen acht weitere mit einem leicht vergrößerten Schiffsrumpf folgen sollten. Die Ereignisse führten jedoch dazu, dass nur fünf der ersten Nachfolgegruppe auf Kiel gelegt wurden, wovon nur zwei neben dem Klassenschiff Unryu bis Kriegsende fertiggestellt wurden. Um den Bau zu vereinfachen, wurden Antriebsmaschinen für Kreuzer eingebaut, aber ein Mangel an Teilen führte dazu, dass Aso und Katsuragi nur Zerstörer-Turbinen erhielten, was die Leistung um ein Drittel und die Höchstgeschwindigkeit um 2 Knoten reduzierte. Antriebsmaschinen und Magazine waren mehr …

  • U 151

    Deutsches Hochsee-U-Boot-Klasse U 139 und Handels-U-Boote U-151-Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. U-139-Klasse, Typ UA U-Kreuzer Typ: Hochsee-U-Boot, Untersee-Kreuzer. U-Kreuzer U-139-Klasse Geschichte Die Wiederaufnahme der uneingeschränkten U-Boot-Kriegsführung durch das Deutsche Reich im Februar 1917 führte zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika im April 1917. Da die deutsche Marineführung dies nicht vorausgesehen hatte, gab es nur wenige U-Boote, welche geeignet waren, einen Handelskrieg gegen die Schifffahrt vor der amerikanischen Ostküste zu führen. Der vorübergehende Einsatz der langsamen und verwundbaren Handels-U-Boote als Hochsee-U-Boote konnte nur wenig Abhilfe schaffen. Der Bau dieser großen Handels-U-Boote hatte jedoch wertvolle Erfahrungen eingebracht und so gelang es, ein Bauprogramm für große Hochsee-U-Boote zu beginnen. Bereits zum Zeitpunkt der US-Kriegserklärung befanden sich die großen Hochsee-Minenleger-U-Boote und ein Paar der neuen U-Kreuzer im Bau. Diese U-Kreuzer waren die bisher größten Unterseeboote und von der U-139-Klasse. Trotz ihrer Größe konnten die Hochsee-U-Boote nur 13 Ersatz-Torpedos mit sich führen, sodass lange über eine zusätzliche artilleristische Bewaffnung für sogenannte ‘weiche’ Ziele diskutiert wurde. Schließlich erhielten die Boote zwei 15-cm-Geschütze sowie oft eine zusätzliche 88-mm-Kanone hinter der Seitenflosse. Ein niedriges Bollwerk wurde um den Bereich des Mittelschiffs errichtet, um herum schwemmendes Seewasser davon abzuhalten, die Bedienung des Geschützes zu behindern. Dazu wurde ein einziehbarer 4-Meter-Entfernungsmesser am Ende des Turms untergebracht. Eine respektable Überwasser-Geschwindigkeit war ebenso wichtig, wie ein großer Fahrbereich, aber Dieselmotoren mit ausreichender Leistung befanden sich erst in der Entwicklungsphase. Dampfantrieb wurde in Erwägung gezogen, aber in weiser Voraussicht abgelehnt und so musste eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten akzeptiert werden, obwohl diese im praktischen Einsatz auch kaum erreicht wurde. Die Boote der U-139-Klasse waren also sehr große Boote mit einer hervorragenden artilleristischen Bewaffnung durch die 15-cm-Geschützen und einem großen Einsatzradius. Es waren auch die ersten deutschen U-Boote, welche eigene Namen erhielten, so hieß U 139 ‘Schwiger’ und U 140 ‘Weddingen’ nach dem Kommandeur des berühmten U 9, welches 1914 die drei britischen Panzerkreuzer Cressy, Hogue und Aboukir innerhalb kürzester Zeit versenken konnte. Einsatz Zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät, derartige U-Boote in großen Zahlen zu bauen. Neben dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Materialien gab es zwischenzeitlich auch andere Prioritäten und die drei gebauten Hochsee-U-Boote wurden erst 1918 in Dienst gestellt. Der erfolgreichste deutsche U-Boot-Kommandant Lothar von Arnauld de la Pirere, welcher mit seinen 33 Jahren bis dahin insgesamt 196 Schiffe mit zusammen über 500.000 Tonnen im Mittelmeer versenkt hatte, wurde Anfang 1918 nach Deutschland zurückberufen, um den neuen Untersee-Kreuzer U 139 zu übernehmen. Damit sollte er die Speerspitze des Angriffs auf die amerikanischen Gewässer werden. Andere harte Kerle, wie Kophmels mit U 140, trafen dort im Sommer schon ein und so wurde von Arnauld zurückbeordert und operierte nachfolgend westlich von Spanien. Dabei hatte er aber nur wenig Glück gegen gut gesicherte Geleitzüge, dafür aber erstmals die neue Erfahrung, wie es ist, mit Wasserbomben eingedeckt zu werden. Allerdings wurde ihm die Ehre gewährt, persönlich vom Kaiser empfangen zu werden und er kehrte am 14. Oktober 1918 nach Kiel zurück, wo er die Flotte im Zustand des Aufruhrs vorfand und die gemeinsame Schande teilen musste. U 139 wurde nach der Übergabe im November 1918 von der französischen Marine in Dienst gestellt und blieb unter dem Namen ‘Halbronn’ bis 1935 in Verwendung. Ohne U-Boote in der Nachkriegszeit kommandierte von Arnold 1925 eine Marine-Brigade in Stralsund und Stettin. Es folgte ein Jahr als Navigationsoffizier auf dem alten Linienschiff Elsass, bevor er zum Marinestab nach Wilhelmshaven versetzt wurde. 1931 konnte er als Korvettenkapitän dem neu gegründeten U-Boot-Kommando beitreten und war nun im Alter von 45 Jahren am Aufbau der neuen U-Boot-Waffe beteiligt, wo er seine umfangreichen Erfahrungen als erfolgreichster U-Boot-Kommandant aller Zeiten an die neue Generation der U-Boot-Wölfe des kommenden Zweiten Weltkriegs weitergab. Nachfolger Auf der Danzig DY-Werft wurden 1918 noch die ebenfalls großen Boote U 135 und U 136 gebaut. Sie hatten aufgetaucht eine Wasserverdrängung 1.175 Tonnen und getaucht von 1.534 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus 6 Torpedorohren und einem 15-cm-Geschütz und zwei Diesel-Motoren lieferten je 3.500 PS, wozu noch 2 Elektromotoren mit 1.690 PS kamen. Dies gab den Booten eine Überwasser-Geschwindigkeit von 17,5 Knoten und 8,1 Knoten getaucht. Die Besatzung bestand aus 46 Mann. Die Boote U 137 und U 138 der gleichen Klasse auf derselben Werft wurden bis Kriegsende nicht mehr fertig und 1919 verschrottet. Der geplante Nachfolger, die U-142-Klasse war mit 2.160 t über Wasser bzw. 2.785 t unter Wasser sogar noch größer und hätte alles übertroffen, was sogar noch im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dazu sollten die Boote eine zweite 88-mm-Kanone, 18 Reserve-Torpedos und eine Reichweite von 40.750 km erhalten. Nur das Klassen-Schiff der geplanten neun Boote wurde jemals fertig – und das auch nur einen Tag vor dem Waffenstillstand im November 1918. Zudem wurde eine noch größere Klasse geplant, welche 110 Meter lang sein sollte und mit einer Bewaffnung von vier 15-cm und zwei 88-mm-Geschützen versehen. Zusätzlich sollte die obere Hälfte des U-Bootes gepanzert sein, um auch ein Artilleriegefecht durchstehen zu können. Von diesen Booten wurde allerdings keines mehr gebaut. Nur eine Handvoll der Hochsee-U-Boote und U-Kreuzer erschienen im Westatlantik. Ihre Erfolge waren zwar nur begrenzt, aber sie sorgten für erhebliche Unruhe und zwangen die Amerikaner, dort das Konvoi-System mit all seinen Komplikationen und Verzögerungen einzuführen. Handels-U-Boote U-151-Klasse Der zweite Typ der großen deutschen Untersee-Kreuzer des Ersten Weltkriegs waren die Handels-U-Boote der U-151-Klasse. Ihr Ursprung ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Deutschland zwar versuchte die britischen Inseln mit seinen U-Booten zu blockieren, gleichzeitig aber von der Royal Navy mit einer Seeblockade belegt wurde. Da man in Deutschland ursprünglich nur von einem kurzen Krieg ausgegangen wurde, traten schon 1915 Engpässe bei wichtigen Rohstoffen auf, insbesondere Nickel und Gummi. Beide waren frei verfügbar aus den immer noch neutralen USA. Erste Pläne, kleinere Mengen davon mit vorhandenen Unterseebooten heranzubringen, wurden durch den kommerziellen Vorschlag zum Bau eines spezialisierten, unbewaffneten Transport-U-Bootes, den Handels-U-Booten, abgelöst. Die Investitionen wurden vom deutschen Staat übernommen und als ausführende Gesellschaft wurde die Deutsche Ozeanische Reederei GmbH gegründet. Ein Dringlichkeitsauftrag zur Konstruktion der ersten zwei dieser Zweihüllen-Boote wurde vergeben, welche mehr …

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