Munitionskraftwagen


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Im Blickpunkt:
  • PPS-43

    Russische Maschinenpistolen PPS-42, PPS-43 und PPD-1934/38. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. PPS-43, PPS-42 Typ: Maschinenpistole. Geschichte der PPS Dies war die dritte Standard-Maschinenpistole, welche von der Roten Armee während des 2. Weltkrieg angenommen wurde. Sie wurde von A.J. Sudarew entworfen und ihre Produktion war für das von der Sowjetunion praktizierte System, immer nur einen Entwurf zur Massenherstellung auszuwählen, ungewöhnlich. Denn schließlich gab es schon die PPSh, aber die Erfordernisse des Kriegsverlaufs erzwangen diesen Sonderfall. Als die Stadt Leningrad von der deutschen Armee während des Jahres 1941/42 belagert wurde, waren Waffen dort Mangelware. So wurde die PPS dort entwickelt und in Fabriken der belagerten Stadt hergestellt, von wo sie direkt an die nahen Frontlinien geliefert wurden. Die Waffe war eine bemerkenswerte Produktion, da sie mit Ausnahme des Laufes und Bolzen komplett aus Stahl gepresst wurde und an einigen Punkten zusammengeschweißt wurde. Die einzigen Teile, welche nicht aus Metall waren, sind der hölzerne Griff und ein kleines Stückchen Leder als Puffer auf dem Schlagbolzen. Die PPS hatte auch keinen Holzschaft, wie sonst bei sowjetischen Maschinenpistolen üblich, sondern eine einklappbare Metallstütze, offensichtlich in Anlehnung an die deutsche MP 40. Die Waffe funktionierte durch einen Masseverschluss. Feinarbeiten existierten praktisch nicht, stattdessen gab es grobe Schweißnähte und Schleifspuren auf der ganzen Waffe. Es muss die billigste Schusswaffe jeglicher Art sein, die jemals hergestellt wurde. Aber trotz allem, sie funktionierte gut und zuverlässig und viele Tausend wurden in ihrer ursprünglichen Form (PPS-42) und in der leicht veränderten Form (PPS-43), welcher aber im wesentlich identisch ist, hergestellt. Der perforierte Laufmantel erstreckt sich über den Lauf und dient als Mündungsbremse und Kompensator, wie auch bei der PPSh. Ein gekrümmtes Kastenmagazin wurde von unten hineingedrückt und das Stahlgehäuse zieht sich über die Oberseite der Waffe. Eine einfache Sicherung ist an der vorderen Kante des Abzugsbügels angebracht und es gibt keine Möglichkeit Einzelschüsse abzugeben. Die Waffe ist so viel billiger und einfacher in der Herstellung als die PPD oder selbst die PPSh-Modelle, dass sich die Frage aufdrängt, warum sie diese nicht ersetzte. Die einfache Konstruktion erforderte nur die Hälfte der Rohstoffe und ein Drittel an Dreharbeiten im Vergleich zur PPS-41. Die gesicherte Antwort darauf wird wohl niemals bekannt werden, aber eine Ahnung von den herrschenden Verhältnissen in der damaligen Sowjetunion erhält man davon, wie die Belagerung von Leningrad anschließend von offizieller Seite abgehandelt wurde. Während der Belagerung wurden die heldenhaften Verteidiger der Stadt zu Nationalhelden – und in den Augen der Moskauer Führung wuchsen sie etwas zu sehr über sich hinaus. Als die Belagerung ausgestanden war, verschwanden viele prominente Persönlichkeiten aus Leningrad aus den Augen der Öffentlichkeit und die ganze Angelegenheit wurde stark heruntergespielt. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass diese Haltung auch dazu führte, daß eine Waffe, welche während der Belagerung von Leningrad geboren wurde, nicht weiter verbreitet werden sollte. Deshalb ging die PPS niemals in volle Massenproduktion. Allerdings war die PPS-Maschinenpistole weniger sperrig als die anderen sowjetischen Modelle und eignete sich daher besser für Besatzungen von Panzern und Fahrzeugen, Fernmeldern und anderen Spezialisten, deren Hauptaufgabe nicht der Infanterie-Kampf war. Die meisten PPS-Modelle wurden nach Kriegsende aus den Beständen der Roten Armee entfernt und meist an die Satelliten-Länder weitergegeben. Auf jeden Fall war die PPS in Korea 1951/52 häufiger anzutreffen als jede andere russische Maschinenpistole. Die Produktion der PPS wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Polen, China und anderen Staaten fortgesetzt. Benutzer: Russland/Sowjetunion. Animation 3D-Modell PPS-43 Spezifikationen PPS-43 Spezifikationen: Einsatzstatistik: PPD-1934/38 Eine weitere sowjetische Maschinenpistole ist das Modell 1934/38 oder Degtjarajew PPD-34/38. Dies ist überhaupt die erste in der Sowjetunion hergestellte und von der Roten Armee verwendete Maschinenpistole. Ursprünglich waren die Italiener die ersten, welche 1915 so etwas wie eine Maschinenpistole einführten. Dies war die Villar-Perosa, welche aber von der Konstruktion her in einer Sackgasse endete und nur als eine Art leichtes Maschinengewehr eingesetzt wurde. Die Waffe wurde daher nicht weiter entwickelt. So war die erste wirkliche Maschinenpistole die deutsche Bergmann MP 18, welche einem Karabiner ähnlich sah und Pistolenmunition vom Kaliber 9mm Parabellum im Dauerfeuer verschoss. Allerdings erschien sie zu spät auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, sodass sich ihr Kampfwert nicht mehr auswirken konnte. Die von der MP 18 verwendete Pistolenmunition war kleiner und eine relativ leistungsschwächere Patrone, dafür war die Kugel ab schwer. Eine Waffe, die in der Hand gehalten vollautomatisch schießen sollte, musste aber leicht sein und so war die Pistolenmunition die offensichtliche Wahl. Die von der MP 18 verfeuerte 9-mm-Parabellum-Patrone wurden in den nachfolgenden Jahren praktisch zur universellen Wahl der meisten Entwürfe. Die Pistolenmunition erlaubte auch die Verwendung einer Arbeitsweise, welche schon lange bei automatischen Pistolen verwendet wurde, das Rückstoßprinzip. Das Rückstoßprinzip ist sehr einfach. Bei der MP 18 wurde das Magazin eingesteckt und die Waffe durch einen seitlich montierten Hebel in einer Rille gespannt. Wenn der Auslöser gezogen wurde, ließ der Verschlussblock los und bewegte sich durch die Energie einer großen Feder vorwärts. Bei der Vorwärtsbewegung nimmt der Verschlussblock eine Patrone aus dem Magazin mit, drückt diese in die Laufkammer und wenn die Patrone und der Verschlussblock in Position war, verfeuerte der Schlagbolzen die Patrone. Die durch die Patrone erzeugten Rückstoßkräfte wurden zunächst von der Energie der Vorwärtsbewegung überwunden, welche von der Masse des Verschlussblocks und der Feder erzeugt wurden. Jedoch blieb der Verschlussblock an seiner Stelle lange genug, um das System zu verriegeln, bis die Rückstoßkräfte in der Lage waren, diesen zurück zu drücken und die Feder in die ursprüngliche Position zu bringen. Falls der Auslöser noch durchgezogen wurde, beginnt dieser Zyklus wieder vor vorne, bis der Schütze den Finger vom Auslöser nimmt. Wenn dieses einfache Funktionsprinzip jemals aufgegeben wurde, war das Ergebnis in der Regel weniger zufriedenstellend, denn der Mechanismus wurde übermäßig komplex und bot mehr Schwachstellen zum Brechen oder Verklemmen. Aber wenn dieser Arbeitsmechanismus einfach und leicht gehalten werden konnte, war das grundlegende Gesamtkonzept der Maschinenpistole simpel. Die MP 18 war leicht genug um von einem einzigen Mann getragen und abgefeuert zu werden. Zu Beginn wurde dies nicht immer realisiert, als Büchsenmacher ihre beträchtlichen Fähigkeiten an vielen der frühen Maschinenpistolen verschwendeten. Während der Zwanziger und mehr …

  • PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

    Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II). Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende. Hier zu Teil I: 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. Arnheim Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden. Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen. Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen. Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde. Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon. Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen. Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden. Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.   Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS. Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.   Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben. Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.   Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können. Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert. Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann. Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Ardennen-Offensive Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.   Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich. Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen. Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich. Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen mehr …

  • Vormarsch in Jugoslawien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 5. April 1941 beim Angriff auf Jugoslawien und Griechenland, Luftlandetruppe und Luftwaffe. Um seine Südflanke für den geplanten Angriff auf Russland abzusichern, hatte Hitler den jugoslawischen Prinzregenten Paul in das Achsen-Bündnis gedrängt. Als dann aber anti-deutsche Putschisten die Regierung in Belgrad stürzten, befahl Hitler die Besetzung von Jugoslawien und die Vertreibung der Engländer aus Griechenland. Kriegsgliederung der Wehrmacht im Balkanfeldzug Unternehmen Marita, die Invasion Jugoslawiens begann am 6. April 1941, nach einer erstaunlich kurzen Vorbereitungszeit von nur 10 Tagen. Es wurde zu einem vollen Erfolg, denn bei einem Verlust von 558 Mann wurde die jugoslawische Armee völlig zerschlagen und über 300.000 Mann gerieten in Gefangenschaft. Gleichzeitig griffen 5 Divisionen von Lists 12. Armee Griechenland an und eroberten das Land bis Ende April, wenn auch die Verluste hier mit knapp über 5.000 Mann viel höher waren. Der schnelle Sieg der Wehrmacht auf dem Balkan beruhte auf dem perfekten Umgang mit den Panzer- und Luftstreitkräften gegen die Armeen eines unorganisierten Gegners. Aus der Kriegsgliederung weiter unten ist zu sehen, dass die deutschen Armee-Korps eine sehr flexible Zusammensetzung hatten, wodurch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formationen für die jeweiligen, örtlichen Gegebenheiten verwendet werden konnte. So verfügte das XVIII. Korps beispielsweise über 2 Gebirgsdivisionen und eine Panzerdivision, speziell für den Einsatz in dem schwierigen Gelände dort. Die Divisionsgliederung der Wehrmacht war die gleiche wie aus dem Jahr 1940, mit Ausnahme der Panzerdivisionen, welche neu zusammengesetzt wurden, um ein ausgewogeneres infanteristisches Element zu erhalten. Im Frankreich-Feldzug 1940 trat nämlich des Öfteren das Problem auf, dass Panzerverbände ohne die Unterstützung der anderen Waffengattungen durch das Feindesland rasten, während die zu Fuß marschierende Infanterie überhaupt nicht mehr hinterherkam. Die Panzer-Divisionen hatten daher jetzt nur noch ein Panzer-Regiment bei weiterhin zwei motorisierten Infanterie-Regimenter sowie stärkere Unterstützungseinheiten, welche Selbstfahrlafetten für die PAK und Artillerie beinhalteten. Die Division war nun 15.600 Mann stark und hatte eine Sollstärke von 211 Panzern, wobei die PzKpfw III und PzKpfw IV nun deren hauptsächliche Schlagkraft bildeten. Luftlandetruppe Nach dem Erfolg der Fallschirmjäger in Holland und Belgien wurde das XI. Luftlande-Korps im Sommer 1940 unter dem Kommando von Kurt Student offiziell aufgestellt. Dieser neue Verband war erstmals in Aktion während der deutschen Invasion Griechenlands, als das 2. Fallschirmjäger-Regiment über Korinth absprang, um die einzige Brücke über den Kanal intakt zu sichern, was allerdings letztlich fehlschlug. Die Kontrolle über Griechenland war jedoch nicht gleichzeitig die Kontrolle über das Mittelmeer und so wurden schnell Pläne erstellt, um die strategisch wichtige Insel Kreta zu erobern. Das XI. Luftlande-Korps war die Speerspitze dieses Angriffs. Die Luftlandung auf Kreta mit 22.000 Mann und mehr als 500 Transportflugzeugen, sowie Kräften welche über See anlanden sollten, begann am 20. Mai 1941 und nach 11 Tagen erbitterter Kämpfe evakuierten die Alliierten die Insel. Die Verluste waren jedoch hoch und die Deutschen hatten 3.250 Gefallene und Vermisste sowie 3.400 Verwundete, während 10.000 alliierte Soldaten gefangengenommen werden konnten. Die Eroberung Kretas nur aus der Luft war einer der größten Triumphe der Luftlandetruppe, während deren hohe Verluste Hitler dermaßen schockierten, das diese Eliteverbände von nun an praktisch nur noch in der Infanterie-Rolle zum Einsatz kamen. Die Landung auf Kreta wurde von der 7. Fallschirmjäger-Division, unterstützt durch die 5. Gebirgs-Division, durchgeführt. Die 7. Fallschirmjäger-Division war wie folgt gegliedert: 3 Fallschirmjäger-Regimenter zu je 3 Bataillonen, Luft-Nachrichten Kompanie, Transport-Kompanie, Sanitätskompanie, leichte Flak-Batterie, PAK-Kompanie, Motorrad-Zug. Nach der Eroberung der Insel wurde die 7. Fallschirmjäger-Division abgezogen und später der Ostfront zugeführt, während die hochwertige 22. Luftlande-Division, welche nicht am Angriff beteiligt war, stattdessen als Besatzungstruppe auf Kreta verblieb. Die 22. Luftlande-Division war eine soweit normale Infanterie-Division, welche für den Lufttransport trainiert war und eine entsprechende Ausrüstung erhalten hatte. Luftwaffe Der erste Einsatz der deutschen Luftwaffe über dem Mittelmeer erfolgte nach der Ankunft des X. Fliegerkorps aus Norwegen im Dezember 1940. Es sollte Unterstützung für die Bodenkämpfe in Nordafrika liefern und die englischen Versorgungsrouten durch das Mittelmeer abschneiden. Für einige Zeit beherrschte die deutsche Luftwaffe den dortigen Himmel, was auch an der Überlegenheit der Messerschmitt Bf 109 über die dort nur vorhandene Hawker Hurricane der RAF lag. Der Balkan-Feldzug wurde von der Luftflotte 4 mit 1.200 Flugzeugen mit großem Erfolg unterstützt, was auch die Eroberung Kretas ermöglichte. Jedoch wurden anschließend eine große Anzahl der Flugzeuge, sowohl vom X. Fliegerkorps als auch von der Luftflotte 4, zurückgezogen und zur Unterstützung der Invasion Russlands verwendet. Dies hatte zur Folge, dass die deutsche Luftwaffe im Mittelmeerraum von nun an der Zahl der Flugzeuge hoffnungslos unterlegen war. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 5.4.1941 Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe D: Heeres-Gruppe C: Heeres-Gruppe B: Aufmarsch Balkan-Feldzug: Sonstige: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS und Luftwaffe: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Kav = Kavallerie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Luftl. = Luftlande Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1941: Überblick Balkanfeldzug Die Invasion von Jugoslawien Am 6. April 1941 begann die Sicherung des deutschen Einflussraumes auf dem Balkan durch die Invasion von Jugoslawien durch die Wehrmacht. Dessen Regent, Prinz Paul, war bis zum 25. März 1941 dazu gedrängt worden, den Dreimächte-Pakt zu unterzeichnen. Durch einen schon seit längerem geplanten Putsch wurde er durch anti-deutsche, serbische Kräfte abgesetzt, welche den jungen König Peter auf den Thron erhoben und eine Regierung bildeten, welche aber nur wenige Tage bestehen sollte. Hitler befahl den Angriff mit 33 Divisionen auf Jugoslawien und ein schwerer Luftangriff traf Belgrad in einer neuen Eskalation des Blitzkrieges. Gleichzeitig wurde die jugoslawische Luftwaffe ausgeschaltet, bevor sie überhaupt zur Verteidigung eingesetzt werden konnte. Der deutsche Angriffsplan sah den Einfall der 12. Armee aus Bulgarien vor, welcher nach Süden in Richtung Skopje zielen sollte, um Monastir zu nehmen und die Vereinigung mit den griechischen Streitkräften zu verhindern. Von dort aus sollte die Armee – wie schon seit dem letzten Jahr geplant, als Jugoslawien noch als Verbündeter galt – nach Griechenland eindringen. Zwei Tage später führte General Paul von Kleist seine Panzer-Gruppe 1 gegen Nis und Belgrad selbst, wo sie mit der deutschen Zweiten Armee aus Österreich sowie italienischen und ungarischen Truppen zusammentreffen sollte. Der Angriffplan mehr …

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